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Datenbank Tierversuche

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Dokument 491Titel: Eine Behandlung mit Gliptin und GLP-1-Analogen verbessert das Überleben und die vaskuläre Entzündung / Dysfunktion bei Tieren mit einem durch Lipopolysaccharid hervorgerufenen Blutvergiftungsschock
Hintergrund: Injektion von Bakteriengiften bei Ratten und Mäusen als ein Model für menschliche Sepsis.
Tiere: 363 Tiere verschiedener Arten (mindestens 328 Mäuse und 35 Ratten)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz genehmigt. Die Ratten werden bei Charles River Laboratories in Sulzfeld gekauft. Eine spezielle Mäuselinie stammt von Dirk Reinhold, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, und wird in der Tierversuchsanlage der Uni Mainz weiter gezüchtet. Ratten und Mäusen werden subkutan Lipopolysaccharide (Bakteriengifte) injiziert, um einen Blutvergiftungsschock (Endotoxämie) auszulösen. Es wird zuerst die Dosis und Verabreichungsart bestimmt bei der 70-80% der Mäuse innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Vergiftung sterben. Dann wird untersucht, ob verschiedene Chemikalien (Gliptine und GLP-1 Analoge) eine Auswirkung auf die Todesrate der Tiere haben. Hierfür werden die Substanzen zu verschiedenen Zeitpunkten auf verschiedene Arten und in verschiedenen Mengen vor oder nach der Blutvergiftung verabreicht. Die Überlebensrate wird bei den Mäusen 72 Stunden und bei den Ratten 24 Stunden beobachtet. In manchen Gruppen sterben bis zu 90 % der Tiere. Zudem werden verschiedene Messgrößen bestimmt. Hierfür werden die Tiere etwa 5x in Röhren gesteckt, Blutdruck gemessen, Blut abgenommen und die Blutungszeiten von herbeigeführten Schwanzverletzungen werden bestimmt. Bei den Ratten wird zusätzlich unter Anästhesie Blut aus der rechten Herzkammer entnommen. Die bis dahin überlebenden Ratten werden unter Anästhesie getötet. Die Tötung der überlebenden Mäuse wird nicht erwähnt.

Diese Studie wird von Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, dem BMBF und der Boehringer Ingelheim Foundation unterstützt.

Bereich: Entzündungsforschung, Sepsisforschung, Schockforschung

Originaltitel: Gliptin and GLP-1 analog treatment improves survival and vascular inflammation/dysfunction in animals with lipopolysaccharide-induced endotoxemia

Autoren: Sebastian Steven (1,2), Michael Hausding (1), Swenja Kröller-Schön (1), Michael Mader (1), Yuliya Mikhed (1), Paul Stamm (1), Elena Zinßius (1), Amanda Pfeffer (1), Philipp Welschof (1), Saule Agdauletova (1), Stephan Sudowe (3), Huige Li (4), Matthias Oelze (1), Eberhard Schulz (1), Thomas Klein (1), Thomas Münzel (1), Andreas Daiber (1)*

Institute: (1) Medizinische Klinik und Poliklinik, Labor für Molekulare Kardiologie, Kardiologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Geb. 605, Raum 3.262, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, (2) Centrum für Thrombose und Hämostase, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, (3) Universitäts-Hautklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, (4) Institut für Pharmakologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Zeitschrift: Basic Research in Cardiology 2015: 110 (2); 465. doi: 10.1007/s00395-015-0465-x. Epub 2015 Jan 20

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4586



Dokument 492Titel: CD27low Killerzellen verlängern das Überleben von Transplantaten auf Mäusen durch Kontrolle der alloreaktiven CD8 + T-Zellen in einer T-Bet-abhängigen Weise
Hintergrund: Es wird die Abstoßungsreaktion nach einer Transplantation bei Mäusen in Bezug auf verschiedene Proteine untersucht.
Tiere: 105 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Stelle in der Oberpfalz genehmigt und auch dort durchgeführt. Es werden fünf verschiedene genmanipulierte Mäuselinien bei Charles River, Sulzfeld, und bei Jackson Laboratory, Bar Harbor, USA, gekauft. Es wird zusätzlich eine neue genetisch veränderte Mäuselinie gezüchtet und verwendet. Hierfür werden die gekauften Mäuselinien gekreuzt. Es werden Teile der Haut vom Schwanz von einer Maus auf ein Tier der jeweils anderen Linie transplantiert. Die transplantierte Haut wird täglich kontrolliert und die Abstoßungsreaktion gemessen. Je nach Linie erfolgt die Abstoßung zwischen 28 und 70 Tage nach der Transplantation. Wann und wie die Organe zur Untersuchung entnommen werden, wird nicht erwähnt. Es ist anzunehmen, dass die Mäuse am Ende der Versuche getötet werden.

Diese Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem 7. EU-Rahmen-Programm unterstützt.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: CD27low Natural Killer Cells Prolong Allograft Survival in Mice by Controlling Alloreactive CD8+ T Cells in a T-Bet-Dependent Manner

Autoren: Margareta Lantow, Elke Eggenhofer, Manije Sabet-Baktach, Philipp Renner, Jordi Rovira, Gudrun E. Koehl, Hans J. Schlitt, Edward K. Geissler, Alexander Kroemer*

Institute: Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Universitätsklinikum Regensburg, 93042 Regensburg

Zeitschrift: Transplantation 2015: 99 (2); 391-399

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4585



Dokument 493Titel: Wirkung einer Schädelöffnung zum Ablassen des Drucks nach Blutung zwischen den Hirnhäuten bei Mäusen
Hintergrund: Auswirkung der Entfernung eines Teiles vom Schädeldach bei künstlich ausgelöstem Schlaganfall bei Mäusen.
Tiere: 41 Mäuse
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Stelle in Oberbayern genehmigt. Es wird eine spezielle Mäuselinie von Charles River in Sulzfeld gekauft. Die Mäuse werden in vier Gruppen eingeteilt. Unter Narkose wird bei drei Gruppen eine Form des Schlaganfalls, eine Blutung im Raum zwischen den Hirnhäuten (Subarachnoidal-Raum), hervorgerufen. Dazu wird die Haut am Hals aufgeschnitten und die Halsschlagader freigelegt. Durch einen Schnitt im Blutgefäß wird ein Faden eingefädelt und bis ins Gehirn gewaltsam vorgeschoben, so dass die Hirnarterie durchstoßen wird. Dadurch kommt es zur Blutung in einen bestimmten Hirnbereich.

Bei einer Gruppe von Mäusen wird nun das Schädeldach großflächig eröffnet und zwar wird links ein 8x4 mm und rechts ein 4x4 mm großes Stück Knochen herausgebohrt (Kraniotomie). Eine solche Kraniotomie zur Verminderung des Drucks nach Hirnblutung wird beim menschlichen Patienten schon seit mindestens 100 Jahren angewendet. Anschließend werden die Löcher im Schädel verschlossen und die Mäuse erwachen aus der Narkose. In den folgenden 7 Tagen wird beobachtet, inwieweit es zu Lähmungen und anderen neurologischen Symptomen kommt. Sieben Tage nach der Operation werden die überlebenden Mäuse auf nicht beschriebene Weise getötet.

In einer Mäusegruppe wird die Kraniotomie vor dem Schlaganfall durchgeführt. In dieser Gruppe werden die Versuche nach 5 Mäusen abgebrochen, da bei den Tieren die Hirnhaut platzt und das Hirngewebe aus dem Loch im Schädel tritt. Alle Mäuse sterben vor Ablauf der 7 Beobachtungstage.

In Gruppe 3 wird nur ein Schlaganfall hervorgerufen ohne Kraniotomie und die Mäuse in Gruppe 4 werden »scheinoperiert«, d.h., es werden weder Schlaganfall noch Kraniotomie durchgeführt. Auch diese Mäuse werden nach 7 Tagen getötet.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Effect of Decompressive Craniectomy on Outcome Following Subarachnoid Hemorrhage in Mice

Autoren: Dominik Bühler (1), Sepiede Azghandi (1), Kathrin Schüller (1), Nikolaus Plesnila (1,2)*

Institute: (1) Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung (ISD), Klinikum der Universität, Max-Lebsche-Platz 30, 81377 München, (2) München Cluster für Systemneurologie, München

Zeitschrift: Stroke 2015: 46 (3); 819-826

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4584



Dokument 494Titel: Analyse zur Sicherheit und Pharmakodynamik von Humanfibrinogen bei Tieren
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung eines seit 1963 zugelassenen Gerinnungsfaktor-Präparates zum wiederholten Male in verschiedenen Tierversuchen.
Tiere: 161 Tiere verschiedener Arten (Mindestens 40 Mäuse, 75 Kaninchen, 6 Hunde, 40 Ratten, Meerschweinchen)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Humanfibrinogene sind seit 1963 zugelassen und werden seit dem auch unter einer großen Anzahl von verschiedenen Produktnamen in der Medizin als Gerinnungsfaktor angewandt. Ein Gerinnungsfaktor soll starke Blutungen verhindern. Sinn der Studie sei, Humanfibrinogene erneut in verschiedenen gesunden Tieren zu untersuchen. Bei den Versuchen werden den Tieren verschiedene Konzentrationen und Mischungen an Humanfibrinogenen an verschiedenen Stellen und mit verschiedenen Methoden, injiziert. Nur bei den Hunden wird erwähnt, dass diese hierzu narkotisiert werden. Die Kaninchen werden zum Legen eines Katheters in die Halsschlagader lediglich fixiert. Die Versuche finden über einen Zeitraum zwischen 60 Minuten (bei den Hunden) und 15 Tagen (bei den Ratten) statt. Wie und ob die Tiere am Ende der Versuche getötet werden, wird nicht erwähnt.

Die Autoren resümieren am Schluss, dass die Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen mit Vorsicht erfolgen sollte, weil es sich um Versuche an Tieren handelt. Durch die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Medikament bei Menschen könne jedoch davon ausgegangen werden, dass Humanfibrinogene auch vom menschlichen Organismus gut toleriert würden.

Die Arbeit wurde von CSL Behring GmbH und Haemoscope Ltd. finanziert.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Analysis of the safety and pharmacodynamics of human fibrinogen concentrate in animals

Autoren: Andrea Beyerle (1)*, Marc W. Nolte (1), Cristina Solomon (2,3), Eva Herzog (1), Gerhard Dickneite (1)

Institute: (1) CSL Behring GmbH, Vorklinische Forschung und Entwicklung, Emil-von-Behring-Str. 76, 35041 Marburg, (2) CSL Behring GmbH, Medical Affairs, Marburg, (3) Experimentelle Anästhesiologie, Perioperative Medizin und Allgemeine Intensivpflege, Medizinische Paracelsus Privatuniversität, Salzburg, Österreich

Zeitschrift: Toxicology and Applied Pharmacology 2014: 280(1); 70-77. doi: 10.1016/j.taap

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4583



Dokument 495Titel: Untersuchung der Dynamik der Flossenregeneration bei Zebrafischen mittels SILAC
Hintergrund: Fischen werden Teile der Flossen abgeschnitten, um das Regenerationsvermögen zu untersuchen.
Tiere: Fische (Anzahl unbekannt)(Viele Zebrafische)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Behörde in Köln genehmigt und vermutlich am CECAD (Forschungszentrum an der Universität Köln zur Erforschung der Alterungsprozesse und altersassoziierter Erkrankungen) durchgeführt. Zebrafische werden mit einem Spezialfutter, das aus Fruchtfliegen, Hefe, Mausgewebe und einer radioaktiv markierten Aminosäure besteht, gefüttert. Zunächst wird untersucht, inwieweit die Aminosäure in Hirn- und Lebergewebe nach einer Fütterungsphase von 1, 3 oder 5 Wochen aufgenommen wird.

Bei den eigentlichen Versuchen werden die Fische unterschiedlichen Prozeduren unterzogen. Sieben Monate alte Fische werden drei Tage lang mit dem Spezialfutter gefüttert, dann wird unter Betäubung der bauchseitige Teil der Schwanzflosse abgeschnitten, der obere Teil der Flosse dient als Kontrolle. Zu vier unterschiedlichen Zeitpunkten (bis zu drei Wochen) werden jeweils drei Tiere getötet. Die Versuche werden mindestens drei Mal durchgeführt.

Vier Monate alten Zebrafischen wird unter Betäubung ein Stück der Schwanzflosse abgeschnitten. Vier Tage später werden sie getötet und die gesamte Schwanzflosse zu Untersuchungszwecken entfernt. Bei anderen Fischen wird die Hälfte der Schwanzflosse amputiert. Nach vier unterschiedlichen Zeitpunkten (bis zu 4 Tage) werden die Tiere getötet und untersucht, inwieweit sich die Flossen regeneriert haben.

Die Arbeit wurde von der Max-Planck-Gesellschaft, der Exzellenzinitiative Herzlungensystem und dem Lungenzentrum der Universität Gießen-Marburg gefördert.

Bereich: Altersforschung

Originaltitel: Dynamics of zebrafish on regeneration using a pulsed SILAC approach

Autoren: Hendrik Nolte (1,5), Soraya Hölper (1), Michael P. Housley (1,2), Shariful Islam (1), Tanja Piller (1), Anne Konzer (3), Didier Y. R. Stainier (1,2), Thomas Braun (1,4), Marcus Krüger (1,5)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Ludwigstr. 43, 61231 Bad Nauheim, (2) Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Abt. III - Genetik der Entwicklung, Bad Nauheim, (3) Department of Chemistry, BMC, Analytical Chemistry, Universität Uppsala, Schweden, (4) Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Abt. I - Entwicklung und Umbau des Herzens, Bad Nauheim, (5) Institut für Genetik, Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), Universität Köln, Joseph-Stelzman-Str. 26, 50931 Köln

Zeitschrift: Proteomics 2015: 15; 739–751

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4582



Dokument 496Titel: 3,4-Methylendioxymethamphetamin induziert bei Schweinen mit und ohne genetische Disposition für eine maligne Hyperthermie eine hyperthermische und hypermetablolische Krise
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkung und Behandlung einer Ecstasy-Vergiftung.
Tiere: 13 Schweine (Pietrain)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wurde von der zuständigen Behörde in Köln genehmigt. Es werden Schweine der Rasse Pietrain verwendet, die durch einen Gendefekt besonders stressanfällig sind und bei der kleinsten Aufregung lebensbedrohliches Herzrasen und erhöhte Temperatur bekommen. Diese Rasse entwickelt zudem besonders leicht eine maligne Hyperthermie, eine lebensbedrohliche Komplikation bei der Narkose. Es werden 7 Pietrain-Schweine verwendet, die dieses maligne Hyperthermie-Syndrom aufweisen und 6 Schweine, die es nicht aufweisen.

Die Tiere erhalten vier Mal im Abstand von 48 Minuten die Substanz MDMA (»Partydroge Ecstasy»). Beim Auftreten bestimmter Kriterien der malignen Hyperthermie wird den Tieren ein Muskelrelexans als Therapie gegen die Symptome in die Vene gespritzt.

Bei 5 der 7 Schweine, die leicht zu eine maligne Hyperthermie neigen, und bei 3 der 6 normalen Schweine kommt es zu einer schweren, lang anhaltenden, lebensbedrohlichen Hyperthermie. Nach dem Versuch werden die Schweine während der Narkose getötet.

Die Autoren stellen fest, dass der Versuchsaufbau und die Wahl der Rasse die Ergebnisse maßgeblich beeinflussen. Tierversuche an einer anderen Schweinerasse lieferten widersprüchliche Ergebnisse im Vergleich zu dieser. Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von BBraun gefördert.

Bereich: Anästhesiologie

Originaltitel: 3,4-Methylenedioxymethamphetamine induces a hyperthermic and hypermetabolic crisis in pigs with and without a genetic disposition for malignant hyperthermia

Autoren: Jan K. Schütte (1)*, Ute Schäfer (2, 3), Sandra Becker (1), Christiane Oldewurtel (1), Alexander Starosse (1), Peter Singler (4), Annette Richard (3), Frank Wappler (1), Mark U. Gerbershagen (1)

Institute: (1) Krankenhaus Merheim, Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Universität Witten/Herdecke, Kliniken der Stadt Köln, Ostmerheimer Straße 200, 51109 Köln, (2) Forschungseinheit Experimentelle Neurotraumatologie, Universitätsklinik für Neurochirurgie, Medizinische Universität Graz, Österreich, (3) Institut für Forschung in der Operativen Medizin (IFOM), Universität Witten/Herdecke, Köln, (4) Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Köln

Zeitschrift: European Journal of Anaesthesiology 2013: 30 (1); 29-37

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4581



Dokument 497Titel: Die Lebensmittel-Flavonoide Naringenin und Quercetin vermindern den Insulin-Stoffwechsel bei Nagern akut möglicherweise durch Hemmung der Insulin-Signalübertragung im Hypothalamus
Hintergrund: An Hamstern und Mäusen wird untersucht, ob die Pflanzenstoffe Curcumin (aus dem Gewürz Crucuma), Naringenin (aus Grapefruits und anderen Zitrusfrüchten) und Quercetin (aus schwarzem und grünem Tee) den Insulinspiegel senken können.
Tiere: 201 Tiere verschiedener Arten (177 Dschungarische Hamster und mindestens 24 Mäuse)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Dschungarischen Hamster stammen aus der Zucht der tierexperimentellen Einrichtung der Universität Marburg, die Mäuse von der Versuchstierzuchtfirma Janvier in Frankreich. Die Hamster werden zum Teil bei einem täglichen Zyklus von 16 h Licht und 8 h Dunkelheit und zum Teil umgekehrt (8 h Licht, 16 h dunkel) einzeln gehalten. Die Mäuse werden ebenfalls einzeln gehalten. Vor jeder Substanzeingabe erhalten die Tiere 16-24 h kein Futter. Gruppen von Hamstern wird jeweils eins von drei Gewürz, bzw. Pflanzeninhaltsstoffen oral eingegeben. Dazu werden die Tiere kurz betäubt. 15 min später erhalten die Tiere eine Zuckerlösung in die Bauchhöhle injiziert. Nach weiteren 30 min wird unter erneuter Betäubung eine Blutprobe aus der Vene unter der Zunge entnommen, um den Blutzuckerspiegel zu messen. Andere Hamster werden während der Prozedur für insgesamt 9 1/2 Stunden in einem metabolischen Käfig gehalten. In diesem 17x11x12 cm kleinen Gefäß werden alle Ausscheidungen sowie die Atemluft aufgefangen und analysiert.

Bei weiteren Hamstern soll überprüft werden, ob die Betäubung den Glukosespiegel beeinflusst. Dazu werden jeweils einige Hamster mit verschiedenen Methoden betäubt und anschließend geköpft.

Bei den Mäusen wird unter Narkose ein Loch in den Schädelknochen gebohrt, durch das ein Kanüle in das Hirngewebe gesteckt und am Knochen verankert wird. Die Testsubstanz Naringenin wird dann den unbetäubten Mäusen durch die Kanüle in das Gehirn injiziert. Auch sie erhalten eine Zuckerinjektion in die Bauchhöhle und bei ihnen wird eine Blutprobe aus einer Gesichtsvene entnommen. Das weitere Schicksal der meisten Mäuse und Hamster wird nicht erwähnt.

Außerdem werden die Pflanzenstoffe mit Hilfe von Zellkulturen untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bereich: Ernährungswissenschaften, Diabetes-Forschung

Originaltitel: The dietary flavonoids naringenin and quercetin acutely impair glucose metabolism in rodents possibly via inhibition of hypothalamic insulin signaling

Autoren: Christiane E. Koch (1), Goutham K. Ganjam (1), Juliane Steger (1), Karen Legler (1), Sigrid Stöhr (1), Daniela Schumacher (1), Nigel Hoggard (2), Gerhard Heldmaier (1), Alexander Tups (1)*

Institute: (1) Institut für Tierphysiologie, Fakultät für Biologie, Philipps-Universität Marburg, Karls-von-Frisch-Str. 8, 35043 Marburg, (2) Rowett Institute of Nutrition and Health, University of Aberdeen, Aberdeen, Großbritannien

Zeitschrift: British Journal of Nutrition 2013: 109; 1040-1051

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4580



Dokument 498Titel: Mechanische Beatmung während Herz-Lungen-Wiederbelebung mit intermittierender positive Druckbeatmung, Bilevel-Beatmung oder synchronisierter Beatmung und Brustkorbkompression bei einem Schweinemodell
Hintergrund: Vergleich von verschiedenen Wiederbelebungsmethoden nach künstlich ausgelösten Herzstillstand beim Ferkel.
Tiere: 24 Schweine (3 Monate alt)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Bei 3-Monate-alten Ferkeln ungenannter Herkunft wird ein Herzstillstand ausgelöst. Dazu werden die Tiere in Narkose gelegt und mit verschiedenen Kathetern und Geräten verkabelt. Durch elektrischen Strom wird Kammerflimmern ausgelöst. Es kommt zum Herzstillstand. Die Narkose wird abgestellt. Die Schweine werden in drei Gruppen eingeteilt. Nach 3 Minuten beginnt die Wiederbelebung in Form von 10-minütiger Beatmung und mechanischer Herzmassage (Brustkorbkompression). Für die Herzmassage wird ein automatisches Gerät eingesetzt. Bei der Beatmung kommen bei jeder Gruppe unterschiedliche Methoden zum Einsatz: zwei bewährte Methoden und eine neue, bei der Beatmung und Herzmassage durch in Gerät synchronisiert sind. Nach 10 Minuten werden bei allen Tieren weitere Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet: es werden verschiedene Medikamente in die Blutbahn verabreicht und es werden bis zu sechs Defibrillierungen (starke Stromstöße, durch die eine normale Herzaktivität wiederhergestellt werden soll) vorgenommen. Ein Schwein verstirbt. Bei 15 von 24 Schweinen gelingt die Wiederbelebung. Abschließend werden alle Schweine noch in Narkose getötet.

Bereich: Notfallmedizin

Originaltitel: Mechanical ventilation during cardiopulmonary resuscitation with intermittent positive-pressure ventilation, bilevel ventilation, or chest compression synchronized ventilation in a pig model

Autoren: Clemens Kill (1,2)*, Oliver Hahn (1), Florian Dietz (3), Christian Neuhaus (4), Stefan Schwaz (1), Robert Mahling (1), Pascal Wallot (1), Andreas Jerrentrup (2,5), Thorsten Steinfeldt (1), Hinnerk Wulf (1), Wolfgang Dersch (1,2)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Philipps-Universität Marburg, (2) Abteilung für Notfallmedizin, Philipps-Universität Marburg, (3) Weinmann Geräte für Medizin GmbH + Co. KG, Hamburg, (4) Institut für Assistenzsysteme und Qualifizierung an der SRH-Hochschule Heidelberg e.V., Heidelberg, (5) Innere Medizin, Abteilung Lungenkrankheiten, Philipps-Universität Marburg

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2014: 2; e89-95

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4579



Dokument 499Titel: Auswirkung einer durch Kälte-Anästhesie hervorgerufene Unterkühlung von Neugeborenen C57BL/6-Mäusen auf das emotionale verhalten und Stressmarker bei Erwachsenen
Hintergrund: Seit den 1930er Jahren wird Kälte eingesetzt, um neugeborene Nagetiere zu betäuben. Bis lang hat noch keiner überprüft, ob dies Verhaltensänderungen der Tiere im Alter auswirkt. Dies wird in der vorliegenden Arbeit nachgeholt. Ergebnis: Die Kälte-Anästhesie führt bei neugeborenen Mäusen zu keinen Veränderungen des Angst- und Depressionsverhaltens.
Tiere: 126 Mäuse
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden 14 schwangere Mäuse von Charles River, Sulzfeld, bestellt. Die Tiere bekommen 102 Junge. 59 von ihnen werden in drei Gruppen eingeteilt. In einer Gruppe werden die Jungtiere ganz normal aufgezogen. In der zweiten Gruppe werden die Jungen am 3. Lebenstag für 15 Minuten von der Mutter entfernt und unter eine Wärmelampe gesetzt. In der dritten Gruppe werden die Neugeborenen am 3. Lebenstag einer Kälte-Anästhesie unterzogen. Dazu wird eine Maus auf einen Latex-Handschuh gesetzt, in dem sich Eiswürfel befinden. Nach 5 min ist die Maus betäubt und es wird geprüft, ob verschiedene Reflexe noch vorhanden sind. Dann wird die Maus langsam wieder aufgewärmt und damit aufgeweckt. Nach 25 Minuten wird das Tier zu seiner Mutter zurückgesetzt.

Im Alter von 2 bis 3,5 Monaten werden alle Tiere verschiedenen Verhaltenstest zum Angst- und Depressionsverhalten unterzogen. Zwischen den einzelnen Tests liegen mindestens 48 Stunden. Im Offenen-Feld-Test wird eine Maus in die Mitte einer erleuchteten Fläche gesetzt. Es wird beobachtet, ob sie sich eher an den schützenden Rändern oder in der Angst einflößenden Mitte aufhält. Unter anderem wird auch der forcierte Schwimmtest durchgeführt. Dabei wird eine Maus in ein Wasserbassin mit glatten Wänden gesetzt, aus dem sie nicht entkommen kann. Es wird die Zeit gemessen, bis sie aufgibt und nicht mehr schwimmt. Das Aufgeben gilt als Anzeichen einer Depression. Im Alter von 145 Tagen werden alle Mäuse getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: The effects of neonatal cryoanaesthesia-induced hypothermia on adult emotional behaviour and stress markers in C57BL/6 mice

Autoren: S. Helene Richter (1,4)*, Eva Wollmann (1), Michaela Schmidt (1), Uwe Zillmann (1), Rainer Hellweg (3), Rolf Sprengel (4), Peter Gass (1)

Institute: (1)* Forschungsgruppe Tiermodelle in der Psychiatrie, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät der Universität Mannheim/Heidelberg, 68159 Mannheim, (2) Klinik für Psychiatrie, Charité Campus Mitte, Berlin, (3) Institut für Molekulare Neurobiologie, Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Heidelberg, (4) Abteilung für Verhaltensbiologie, Universität Münster, Münster

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2014: 270; 300-306

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4578



Dokument 500Titel: Charakterisierung der Aspergillus fumigatus Entgiftung für reaktive Stickstoffzwischenprodukte und ihre Auswirkungen auf die Virulenz
Hintergrund: Schimmelpilzinfektion bei genetisch veränderte Mäuse, bei denen das Immunsystem unterdrückt wurde.
Tiere: 50 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz genehmigt. Tiere einer speziellen genetisch veränderten Mäuselinie werden bei Charles River, Sulzfeld, gekauft. Gruppen von Mäusen werden unter Narkose über die Nase mit verschiedenen Stämmen von Aspergillus (Schimmelpilz) infiziert. Um das Immunsystem der Mäuse zu unterdrücken, wird den Tieren in einigen Gruppen Kortison, in anderen Cyclophosphamid in den Bauchraum gespritzt. Je nach Gruppe variiert die Todesrate. In manchen Gruppen sterben alle Tiere. Mäuse die für sehr krank befunden werden (schwere Atembeschwerden, sehr lethargisch, Gewichtsverlust von über 20%), werden vorzeitig getötet. Die wenigen überlebenden Mäuse werden spätestens 14 Tage nach der künstlichen Infektion getötet.

Bereich: Mikrobiologie

Originaltitel: Characterization of the Aspergillus fumigatus detoxification systems for reactive nitrogen intermediates and their impact on virulence

Autoren: Katrin Lapp (1), Martin Vödisch (1), Kristin Kroll (1), Maria Strassburger (1), Olaf Kniemeyer (1,2,3), Thorsten Heinekamp (1,2)*, Axel A. Brakhage (1,2)*

Institute: (1)* Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e. V., Hans-Knöll-Institut (HKI), Molekulare und Angewandte Mikrobiologie, Jena, (2) Mikrobiologie und Molekularbiologie, Institut für Mikrobiologie an der Uni Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Jena, (3) Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control and Care, CSCC), Universitätsklinikum Jena

Zeitschrift: Frontiers in Microbiology 2014: 5; 469. doi: 10.3389/fmicb.2014.00469. eCollection 2014

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4577



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