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Datenbank Tierversuche

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Dokument 491Titel: Quantifizierung der Regeneration von Gefäßen und Gewebe der Leber bei Mäusen
Hintergrund: Mäusen werden 70% der Leber sowie die Galle chirurgisch entfernt, um nach bis zu sieben Tagen zu untersuchen, wie die Leber nachwächst.
Tiere: 18 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Tierversuche werden vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz, Abteilung Tiergesundheit und Tierschutz, Thüringen, genehmigt. Die Mäuse werden bei Charles River, Sulzfeld, gekauft. Den Mäusen wird unter Anästhesie der Bauch aufgeschnitten. 70 % der Leber werden abgebunden und entfernt. Die Gallenblase wird ebenfalls entfernt. Unmittelbar nach der Operation sowie 2 und 7 Tagen nach der Operation wird jeweils 3 dieser Mäuse sowie zum Vergleich 3 nicht operierten Mäusen unter Betäubung erneut der Bauch aufgeschnitten. Ein Kontrastmedium wird in die Pfortader injiziert. Anschließend werden die Tiere durch Ausbluten getötet. Die Lebern werden herausgeschnitten und mit einem Mikro-Computertomographen gescannt.

Diese Arbeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Bereich: Leberforschung

Originaltitel: Quantification of Hepatic Vascular and Parenchymal Regeneration in Mice

Autoren: Chichi Xie (1), Lars Ole Schwen (2), Weiwei Wei (1), Andrea Schenk (2), Sara Zafarnia (3), Felix Gremse (3), Uta Dahmen (1)*

Institute: (1) Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Jena, Am Klinikum 1, 07747 Jena, (2) Fraunhofer MEVIS, Bremen, (3) Experimentelle Molekulare Bildgebung, Universitätsklinik RWTH Aachen, Aachen

Zeitschrift: PLoS One 2016: 11(8); e0160581. doi: 10.1371/journal.pone.0160581.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4738



Dokument 492Titel: Der Cannabinoid-Rezeptor-2 moduliert die Anfälligkeit für experimentelle zerebrale Malaria durch einen CCL17-abhängigen Mechanismus
Hintergrund: Untersuchung der Funktion eines bestimmten Entzündungsfaktors bei einer Malaria-Infektion.
Tiere: 1500 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Köln, genehmigt. Es werden 5 verschiedene, z.T. genmanipulierte Mäuselinien verwendet. Zwei davon werden bei Janvier in Frankreich gekauft. Die anderen drei Mäuselinien werden durch Rückkreuzung über mindestens 10 Generationen selbst gezüchtet. Den genmanipulierten Mäusen fehlt das Gen für einen bestimmten, bei Entzündungsvorgängen wichtigen Rezeptor, dessen Funktion hier untersucht werden soll.

Es werden auch sogenannte Radiations-Chimären hergestellt. Hierfür werden Mäuse mit einer tödlichen Dosis (9,5 Gy) bestrahlt. 7-8 Stunden nach der Bestrahlung, kurz bevor sie daran sterben würden, erhalten sie zuvor isolierte Knochenmarkszellen einer anderen Maus mittels Injektion in die Schwanzvene. Die Mäuse werden so zu "Chimären" (Mischwesen).

Sowohl Chimären, als auch genmanipulierte und normale Mäuse werden mit Malaria-Parasiten infiziert. Dazu wird ihnen Blut von bereits infizierten Mäusen in eine Vene verabreicht. Der Zustand der infizierten Mäuse wird zweimal täglich nach einem Schema bewertet: gekräuseltes Fell, Zusammenkauern, wackeliger Gang, Beinlähmung, Krämpfe und Koma. Tiere, die starke Krämpfe zeigen, werden getötet. Manchen Tieren wird täglich eine Substanz gespritzt, die den Tod der Mäuse verlangsamen soll. Andere Mäuse erhalten einen blauen Farbstoff injiziert, der Bereiche im Gehirn markieren soll. Die experimentell infizierten Mäuse entwickeln normalerweise bis zum 5. Tag nach der Infektion starke Symptome und sterben am 6. oder 7. Tag nach der Infektion. Einige Tiere, die mit der Testsubstanz behandelt wurden, zeigen keine Malaria-Symptome, sondern sterben nach 20 Tagen an Blutarmut oder an zu vielen Parasiten im Blut.

Diese Arbeit wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Exzellenzcluster "Cells in Motion" (CiM)", Münster, dem Exzellenzcluster "Immuno Sensation", dem Strategischen Forschungsfonds der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem BONFOR Forschungsförderprogramm der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn und dem dem IMF (Innovative Medizinische Forschung) der Universität Münster.

Bereich: Parasitologie

Originaltitel: Cannabinoid receptor 2 modulates susceptibility to experimental cerebral malaria through a CCL17-dependent mechanism

Autoren: Judith Alferink (1,2,3)*, Sabine Specht (4) , Hannah Arends (1), Beatrix Schumak (4), Kim Schmidt (4), Christina Ruland (2), Ramona Lundt (1), Andrea Kemter (1), Andrea Dlugos (2), Janina M. Kuepper (4), Karola Poppensieker (1), Matthias Findeiß (1), Önder Albayram (1), David-M. Otte (1), Janine Marazzi (5), Jürg Gertsch (5), Irmgard Förster (6), Wolfgang Maier (8), Stefanie Scheu (7), Achim Hoerauf (4), Andreas Zimmer (1)

Institute: (1) Institut für Molekulare Psychiatrie, Medizinische Fakultät, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, (2) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweitzer-Campus 1, 48149 Münster, (3) Cluster of Excellence EXC 1003, Cells in Motion Münster, Münster, (4) Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie der Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, (5) Institut für Biochemie und Molekulare Medizin, Universität Bern, Schweiz, (6) Institut für Immunologie und Umwelt, Life and Medical Sciences Institute (LIMES), Universität Bonn, Bonn, (7) Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, (8), Klinik für Psychiatrie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn

Zeitschrift: Journal of Biological Chemistry 2016: 291 (37); 19517-19531

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4737



Dokument 493Titel: Ein neues zielgerichtetes Modell der experimentellen Autoimmunenzephalitis beim Weißbüscheläffchen
Hintergrund: Als Grund für diese Versuchsreihe geben die Autoren die schlechte Korrelation zwischen Behandlungserfolgen bei "Tiermodellen" für Multiple Sklerose und der Anwendung beim Patienten an. Die allermeisten bei Maus und Ratte wirksamen Wirkstoffe fallen durch die klinische Prüfung, weil sie beim Menschen nicht wirken, was daran liegt, dass der immunologische und genetische Hintergrund zwischen Nagern und Menschen zu unterschiedlich sei. Es gäbe viel versprechende Ansätze mit Weißbüscheläffchen, aber bei diesen verläuft die Krankheit variabel, dramatisch und schnell mit schweren Lähmungserscheinungen, so dass sie tot sind, bevor man eine Behandlung ausprobieren kann. Hier stellen die Autoren ein neues "Tiermodell" vor, bei dem die Affen nicht so schnell sterben.
Tiere: 10 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) genehmigt. Die Affen stammen aus der Zucht der Firma Encepharm GmbH, Göttingen. Unter Betäubung erhalten sechs Affen vier Injektionen einer Mischung aus rekombinantem (genveränderten) Nervenscheidenprotein von Ratten und Freunds Adjuvans (eine reizende Mischung aus Mineralöl und abgetöteten Tuberkulosebakterien) unter die Haut an den Schultern und den Hüften. Das körpereigene Abwehrsystem wird dadurch in Alarmbereitschaft versetzt. 70 Tage danach wird unter Narkose der Kopf der Tiere in ein stereotaktisches Gestell eingespannt und ein Loch in den Schädelknochen gebohrt. Mit einer Kanüle wird in das Hirngewebe gestochen und bestimmte Entzündungsfaktoren injiziert. Dies bewirkt, dass die körpereigene Immunabwehr die Myelinscheiden (Schutzhülle um die Nervenfasern) im Bereich der Injektion angreift und zerstört, was Symptomen der menschlichen Multiple Sklerose ähneln soll. Die Tiere leiden unter Lähmungen der Beine. Im Verlauf des Experiments werden drei Blutproben entnommen und der Kopf der Tiere wird dreimal mit MRTI computertomografisch gescannt. Die Tiere werden dafür betäubt. Bei drei Affen wird genauso vorgegangen, nur dass diese Tiere vor der ersten Injektion mit einem Multiple-Sklerose-Medikament behandelt werden, das sich in Phase III der klinischen Studien befindet. 90 Tage nach der ersten Injektion werden alle Affen durch Überdosis eines Narkosemittels getötet. Das Gehirn wird gewebekundlich untersucht.

Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung

Originaltitel: A new targeted model of experimental autoimmune encephalomyelitis in the common marmoset

Autoren: Ruth Martha Stassart (1)*, Gunter Helms (2), Enrique Garea-Rodriguez (3,4), Stefan Nessler (1), Liat Hayardeny (5), Christiane Wegner (1), Christina Schlumbohm (4,6), Eberhard Fuchs (4,6,7), Wolfgang Brück (1)

Institute: (1) Institut für Neuropathologie, Universitätsmedizin, Georg-August-Universität Göttingen, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, (2) Abteilung für Kognitive Neurologie, Universitätsmedizin, Georg-August-Universität Göttingen, (3) Abteilung für Neuroanatomie, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg, (4) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (5) Teva Pharmaceuticals Industries, Netanya, Israel, (6) Encepharm GmbH, Göttingen, (7) Neurologische Klinik, Universitätsmedizin, Georg-August-Universität Göttingen

Zeitschrift: Brain Pathology 2016: 26; 452-464

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4736



Dokument 494Titel: Über die Nahrung aufgenommene Prionen aus dem Hirn von mit BSE infizierten Kühen steigen beim Affen über die afferenten Nervenstränge zum zentralen Nervensystem auf und verbreiten sich in die Mandeln und die Milz zu einem späteren Zeitpunkt der Inkubationszeit
Hintergrund: Wie breiten sich BSE-Prionen im Körper aus?
Tiere: 34 Affen (Javaneraffen (Macaca fascicularis))
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt. Die Herkunft der Affen wird nicht erwähnt. Das Hirngewebe von 11 mit BSE-infizierten Kühen wird gemischt. Fünfzehn Affen werden einmalig mit 5-16 Gramm dieses Hirngewebes gefüttert. Drei Affen wird infiziertes Kuhhirn mehrmals verfüttert (wie oft, wird nicht erwähnt). Sechszehn Affen wird zum Vergleich eine gleiche Menge Hirn von nicht infizierten Kühen gefüttert. Aus der ersten Gruppe werden acht Tiere getötet, bevor sie klinische Symptome zeigen – zwischen einem und 5 Jahren nach der Infektion. Bei acht weiteren Affen wird gewartet, bis sie neurologische Symptome wie Bewegungsprobleme, zeigen. Etwa drei Wochen nach Auftreten der Symptome werden die Tiere getötet. Dies ist dreieinhalb bis fünfeinhalb Jahre nach der Infektion der Fall. Bei den Affen, denen mehrfach BSE-Hirn verabreicht wurde, treten keine Symptome auf. Diese Tiere werden nach etwa sechseinhalb bis achteinhalb Jahren getötet. Die 16 Affen, die nicht-infiziertes Hirn erhalten haben, werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, spätestens nach 8 Jahren getötet. Die Tötungsmethode wird nicht erwähnt. Diverse Organe der Tiere werden auf Prionen und Veränderungen untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Europäische Gemeinschaft und das Bundesministerium für Gesundheit.

Bereich: BSE-Forschung

Originaltitel: Foodborne transmitted prions from the brain of cows with bovine spongiform encephalopathy ascend in afferent neurons to the simian central nervous system and spread to tonsils and spleen at a late stage of the incubation period

Autoren: Edgar Holznagel (1)*, Barabara Yutzy (1), Carina Kruip (1), Par Bierke (3), Walter Schulz-Schaeffer (2), Johannes Löwer (1)

Institute: (1) Paul-Ehrlich-Institut – Bundesinstitut für Impfstoffe und Biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-Str. 51-59, 63225 Langen, (2) Institut für Neuropathologie, Universitätsmedizin, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen, (3) Swedish Institute for Infectious Diseases, Solna, Schweden

Zeitschrift: The Journal of Infectious Diseases 2015: 212; 1459-1468

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4735



Dokument 495Titel: Vergleichende Analyse der Wirkung der neurotrophischen Faktoren CDNF und GDNF bei einem Primaten-Modell der Parkinson Krankheit
Hintergrund: Test eines Wirkstoffs gegen Parkinson bei künstlich krank gemachten Affen.
Tiere: 15 Affen (Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus))
Jahr: 2016

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) genehmigt. Die Affen stammen aus der Zucht des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) Göttingen.

Im ersten Versuch wird sechs 3-6 Jahre alten Weißbüscheläffchen unter Narkose ein Loch in den Schädelknochen gebohrt, durch das eine Teflon-Kanüle in das Hirngewebe gesteckt wird. Sie wird mit Zahnzement am Schädel befestigt. Von der Kanüle führt ein Schlauch zu einer Minipumpe, die zwischen den Schulterblättern unter der Haut implantiert wird. Auf diese Weise kann eine Testsubstanz über mehrere Wochen kontinuierlich in das Gehirn infundiert werden. Den Tieren wird ein Wirkstoff infundiert, der gegen Parkinson helfen soll. Nach vier Wochen werden die Affen betäubt und durch Injektion von Formaldehyd getötet.

Im zweiten Versuch werden bei acht 3-9 Jahre alten Weißbüscheläffchen zunächst Parkinson-ähnliche Symptome hervorgerufen. Dazu wird unter Narkose einmalig ein Nervengift in einem bestimmten Hirnbereich injiziert, das bestimmte Nervenzellen zerstört. Die Tiere zeigen nur geringgradige Symptome wie Bewegungsstörungen, aber die spätere Untersuchung der toten Tiere zeigt die "gewünschten" Veränderungen im Hirngewebe. Drei Wochen später werden den Tieren wie im vorhergehenden Versuch eine Kanüle und Minipumpe implantiert. Der Beobachtungszeitraum beträgt insgesamt 14 Wochen, während der die Affen dreimal mit computertomographischen Verfahren gescannt werden. Schließlich werden auch diese Affen getötet, um ihre Gehirne gewebekundlich zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch EU ERA-Net NEURON, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Zentrum für Molekulare Physiologie der Gehirns (CMPB), Göttingen und die Sigrid Juselius-Stiftung.

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: Comparative analysis of the effects of neurotrophic factors CDNF and GDNF in a nonhuman primate model of Parkinson’s disease

Autoren: Enrique Garea-Rodriguez (1,2,3)*, Ave Eesmaaa (4), Päivi Lindholm (4), Christina Schlumbohm (1,5), Jessica König (1,5), Birgit Meller (6), Kerstin Krieglstein (7), Gunther Helms (8), Mart Saarma (4), Eberhard Fuchs (1,3)

Institute: (1) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Abteilung für Neurobiologie, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Albert-Ludwig-Universität Freiburg, Freiburg, (3) Zentrum für Molekulare Physiologie der Gehirns (CMPB), Universität Göttingen, Göttingen, (4) Institute for Biotechnology, University of Helsinki, Helsinki, Finnland, (5) Encepharm, Göttingen, (6) Abteilung für Nuklearmedizin, Universitätsmedizin, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen, (7) Institut für Molekulare Embryologie, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Albert-Ludwig-Universität Freiburg, Freiburg, (8) Abteilung für Kognitive Neurologie, Universitätsmedizin, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen

Zeitschrift: PLOS ONE 2016: 11(2); e0149776. Doi:10.1371/journal.pone.0149776

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4734



Dokument 496Titel: Erhöhte BST2-Expression während einer Infektion mit dem Affen-AIDS-Virus (SIV) ist keine Bestimmungsgröße für das Fortschreiten der Krankheiten bei Rhesusaffen
Hintergrund: Blutuntersuchung von Affen, die mit "Affen-AIDS" infiziert wurden.
Tiere: 153 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) genehmigt.

Die Affen stammen aus Indien und werden am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) gehalten. Die Affen werden unter Narkose mit SIV ("Affen-AIDS") infiziert und zwar durch Injektion der Viren in eine Vene, über die Mandeln oder durch Einbringen in den Mastdarm. Dieses geschieht für verschiedene andere Studien. Für die vorliegende Arbeit werden den infizierten und einigen nicht infizierten Affen zu verschiedenen Zeitpunkten Blutproben entnommen. Zur Blutentnahme werden die Affen betäubt.

13 Affen zeigen AIDS-Symptome wie Appetitmangel, unstillbaren Durchfall, Lungeninfektionen und neurologische Ausfälle. Sie werden zwischen 22 und 138 Wochen nach der Infektion durch Überdosis von Pentobarbital getötet. Neun Affen sind nach drei Jahren immer noch symptomfrei. Das Schicksal der anderen Affen ist nicht ganz klar.

Bereich: AIDS-Forschung

Originaltitel: Increased BST2 expression during simian immunodeficiency virus infection is not a determinant of disease progression in rhesus monkeys

Autoren: Bianka Mussil (1), Aneela Javed (1,2), Katharina Töpfer (1), Ulrike Sauermann (1), Sieghart Sopper (3,4)*

Institute: (1) Arbeitsgruppe für Infektionsmodelle, Deutsches Primatenzentrum, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Department of Healthcare Biotechnology, National University of Science and Technology, Islamabad, Pakistan, (3) Institut für Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Innsbruck, Österreich, (4) Krebsforschungszentrum Tirol, Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: Retrovirology 2015: 12(92). Doi 10.1186/s12977-015-0219-8

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4733



Dokument 497Titel: Wirkung einer systemischen Vorbehandlung mit CpG-Oligodeoxynukleotiden auf die Hautwundheilung bei Mäusen
Hintergrund: Wirkung einer Testsubstanz auf die Hautwundheilung.
Tiere: 20 Mäuse
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, Mecklenburg-Vorpommern, genehmigt.

Zehn Mäusen wird einmalig eine Testsubstanz in die Bauchhöhle injiziert, die die Wundheilung verbessern soll. Zehn weiteren "Kontrollmäusen" wird eine Trägersubstanz ohne Wirkung verabreicht. Sechs Tage später wird bei allen Tieren unter Narkose eine sogenannte Hautfaltenkammer installiert. Diese besteht aus zwei auseinanderklappbaren Titanrahmen, zwischen die eine Falte der Rückenhaut des Tieres eingeklemmt wird. Der ca. 2 cm große Rahmen mit der eingeklemmten Haut steht senkrecht auf dem Rücken der Maus. Auf einer Seite des Rahmens wird nun ein rundes Stück der eingeklemmten Haut von 3 mm Durchmesser herausgestanzt. Die Wunde wird mit einem in den Rahmen eingesetzten Glasplättchen abgedeckt, um sie vor Austrocknung zu schützen. Am Tag 3, 6, 9, 12, 15 und 18 nach der Operation werden die Tiere erneut betäubt, um die Hautwunde unter dem Mikroskop zu untersuchen. Die Autoren schreiben, dass die Mäuse keine Beeinträchtigung bei Nahrungsaufnahme oder Schlafen zeigen. Am 18. Tag werden die Mäuse auf nicht genannte Weise getötet, um den verwundeten Hautbereich gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Wundheilung

Originaltitel: Effects of systemic pretreatment with CpG oligodeoxynucleotides on skin wound healing in mice

Autoren: Bettina Hergert, Eberhard Grambow, Antje Butschkau, Brigitte Vollmar*

Institute: Institut für Experimentelle Chirurgie, Universität Rostock,. Schillingallee 691, 18057 Rostock

Zeitschrift: Wound Repair and Regeneration 2013: 21; 723-729

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4732



Dokument 498Titel: Rolle verschiedener Ersatzflüssigkeiten während einer Plasmaaustauschbehandlung bei einem Schweinemodell für Blutvergiiftung
Hintergrund: Überlebensrate bei verschiedenen Behandlungsmethoden bei Ferkeln mit Blutvergiftung. Die Autoren bemerken selbst, dass die Versuchsanordnung nicht der klinischen Situation entspricht. Die Tiere sind jung und gesund, es ist unrealistisch, dass Bakterien direkt in die Blutbahn injiziert werden, ebenso der unmittelbare Therapiebeginn.
Tiere: 19 Schweine (Landrasse, 7-9 Wochen alt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten du Fischerei Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Es werden 19 weibliche, 7-9 Wochen alte Ferkel von einem lokalen Züchter verwendet. Unter Narkose werden Katheter (Plastikschläuche) in Halsvene und –arterie gelegt. Dann wird den Tieren innerhalb von einer Stunde eine tödliche Dosis Eiterbakterien (Staphylococcus aureus) in die Blutbahn infundiert. Dies ruft eine Blutvergiftung hervor. Eine Stunde nach Ende der Bakterieninfusion wird mit der Therapie begonnen, indem die Tiere einem Plasmaaustausch unterzogen werden. Dazu wird das Blut der Schweine durch eine Maschine geleitet, filtriert und das Plasma (flüssiger Bestandteil des Blutes) den Tieren zurück in die Blutbahn geleitet. Diese Behandlungsmethode wird bereits in einer klinischen Studie bei menschlichen Sepsis-Patienten erprobt.

Die Ferkel werden nun in drei Gruppen unterteilt. Bei einer Gruppe wird zusätzlich zum eigenen Plasma ein künstlicher Plasmaersatz hinzugefügt, in Gruppe zwei 70% Plasmaersatz + 30% Schweineplasma (von anderen Tieren) und in Gruppe 3 100% Plasma von anderen Schweinen. Nach 4 Stunden werden Therapie und Narkose beendet. Die Schweine müssen nun die Folgen der Blutvergiftung bei vollem Bewusstsein erleiden. Die Tiere in Gruppe 1 sterben alle innerhalb von 5 Tagen. Von den sieben Schweinen in Gruppe 2 sterben 5. In Gruppe drei überleben alle bis zum 7. Tag, an dem sie durch Überdosis von Pentobarbital getötet werden. Bei der Untersuchung werden bei allen Schweinen Abszesse in Herz, Lungen und Nieren gefunden. Die Nieren weisen z.T. Schwellungen und abgestorbenes Gewebe auf. Bei drei Tieren gibt es auch Abszesse in der Milz.

Die Arbeit wurde durch die Universität Rostock unterstützt.

Bereich: Sepsisforschung

Originaltitel: Role of different replacement fluids during extracorporeal treatment in a pig model of sepsis

Autoren: Martin Sauer (1)*, Jens Altrichter (3), Thomas Mencke (1), Sven Klöhr (4), Maren Thomsen (1), Hans J. Kreutzer (2), Gabriele Nölge-Schomburg (1), Steffen R. Mitzner (3)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, Schillinggasse 35, 18057 Rostock, (2) Institut für Pathologie, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (3) Klinik für Nephrologie, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (4) Klinik für Anästhesiologie, Krankenhaus Bamberg, Bamberg

Zeitschrift: Therapeutic Apheresis and Dialysis 2013: 17(1); 84-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4731



Dokument 499Titel: Biphasische Gerüste für die Reparatur von tiefen Knochen-Knorpel-Defekten bei einem Schafmodell
Hintergrund: Test eines Knorpelersatzmaterials.
Tiere: 12 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt. Die Schafe ungenannter Herkunft sind zu Beginn der Versuche 2 Jahre alt. Die Tiere werden unter Narkose operiert. Zunächst wird das Kniegelenk eröffnet, um eine Probe Knorpelgewebe aus dem unteren Ende des Oberschenkelknochens zu entnehmen. Die Knorpelzellen werden vier Wochen lang in vitro kultiviert. Dann erfolgt eine zweite Knie-Operation. Bei sechs Schafen werden aus dem Knorpel-Knochenbereich des Oberschenkelknochens zwei Stücke von je 9,4 mm Durchmesser und 1,1 mm Tiefe herausgebohrt. In die Löcher wird ein neues Gewebeersatzgerüst eingebracht, das aus Nanopartikeln, Schweinekollagen und verschiedenen künstlichen Substanzen besteht. Auf eines der beiden Gerüste werden einige zuvor kultvierte körpereigene Knorpelzellen geträufelt. Das Knie wird chirurgisch verschlossen. Bei den anderen sechs Schafen wird ein Loch gleicher Größe in das Knie-nahe Ende des Oberschenkelknochens gebohrt und mit einer Mischung aus Schweinekollagen und körpereigenen Knorpelzellen gefüllt. Die Reparatur mit körpereigenen Knorpelzellen wird bei menschlichen Patienten seit 1994 erfolgreich durchgeführt.

Sechs Wochen später werden alle Schafe auf nicht genannte Weise getötet, um zu untersuchen, inwieweit die Löcher zugewachsen sind. Bei der neuen Methode sind die Löcher größer als bei der herkömmlichen Methode.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Knochenchirurgie, Biomaterialforschung

Originaltitel: Biphasic scaffolds for repair of deep osteochondral defects in a sheep model

Autoren: Iris Schleicher (1)*, Katrin S. Lips (2), Ursula Sommer (2), Ines Schappat (2), Alexander P. Martin (2), Gabor Szalay (1), Sonja Hartmann (2), Reinhard Schnettler (1,2)

Institute: (1) Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Gießen-Marburg, Justus-Liebig-Universität Gießen, Rudolf-Buchheimerstr. 7, 35385 Gießen, (2) Labor für Experimentelle Unfallchirurgie, Justus-Liebig-Universität Gießen

Zeitschrift: Journal of Surgical Research 2012: 183; 184-192

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4730



Dokument 500Titel: Familie spielt eine Rolle: Einfluss der Mutter und der Wurfgröße auf immunologische Parameter bei Ratten
Hintergrund: Mit der Überwachung der Aufzuchtphase bei Ratten kurz nach der Geburt soll überprüft werden welche Faktoren in dieser Phase Einfluss auf verschiedene immunologische Parameter haben, um nachfolgende Laborexperimente ggf. besser kontrollieren und beeinflussen zu können.
Tiere: 825 Ratten (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden von der Genehmigungsbehörde in Mittelfranken genehmigt. Erwachsene Long-Evans-Ratten von Harlan Winkelmann in Borchen werden paarweise (Männchen und Weibchen) zusammen in einem Käfig gehalten, um Nachkommen zu erzeugen. Die Paare bleiben für die gesamte Zeit der Studie zusammen, um mehrere Geburten pro Weibchen während des Gesamtzeitraumes zu ermöglichen. Angestrebt werden maximal 3 Würfe pro Tier. Die Tiere fangen ab einem Alter von 80 bis 120 Tagen an sich fortzupflanzen. 25 Weibchen haben einen Wurf, 20 haben zwei und vier haben drei Würfe. Zur Ermittlung der Anzahl der Jungtiere und der engmaschigen Überwachung der Mütter werden die Käfige täglich gegen Abend kontrolliert, da dies die Hauptzeit für Geburten bei Ratten ist. Einen Tag nach der Geburt werden die Mütter und die Jungen einzeln gewogen. Ansonsten werden die Tiere außer bei der wöchentlichen Reinigung nicht gestört. Eine erneute Wiegung findet am Ende der Studie (Tag 17) statt, bevor die Jungtiere durch Enthaupten getötet werden. Ihnen wird nach der Enthauptung Blut entnommen, welches auf verschiedene Bestandteile des Immunsystems untersucht wird. Es werden auf diese Weise Daten von 776 Jungtieren von 49 verschiedenen Müttern gesammelt. Bei der statistischen Auswertung werden Würfe (13 von 90) herausgerechnet, in denen mehr als ein Jungtier verstorben ist. Das weitere Schicksal der Elterntiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Immunologie, Versuchstierkunde, Verhaltensforschung

Originaltitel: Family matters: Maternal and litter-size effects on immune parameters in young laboratory rats

Autoren: Geraldine Prager (1,2), Volker Stefanski (3), Robyn Hudson (4), Heiko G. Rödel (1)*

Institute: (1) Institut für Tierphysiologie, Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30, Gebäude NW1, 95440 Bayreuth, (2) Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, (3) Institut für Tierhaltung und Tierzucht, Universität Hohenheim, Hohenheim, (4) Instituto de Investigaciones Biomédicas, Universidad Nacional Autónoma de México, Mexico

Zeitschrift: Brain, Behavior, and Immunity 2010: 24; 1371-1378

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4729



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