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Datenbank Tierversuche

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Dokument 541Titel: Funktionell geänderte Nervenverschaltungen in einem Rattenmodell der behandlungsresistenten Depression zeigen eine prominente Rolle der Habenula
Hintergrund: Tomografische Aufnahmen des Gehirns von depressiv-gezüchteten Ratten.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt und finden am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim statt. Es werden genmanipulierte Ratten zweier Linien verwendet: erbliche erlernte Hilflosigkeit und erbliche nicht-erlernte Hilflosigkeit. »Erlernt hilflos« sind Ratten, die einer ausweglosen Situation nicht aus dem Weg gehen. So springen diese Tiere nicht auf, wenn das Bodengitter, auf dem sie sitzen, unter Strom gesetzt wird. Nicht-erlernt hilflose Ratten hingegen springen bei einem Fußschock auf und versuchen dem Schmerz zu entgehen. Die Tiere sind außerdem behandlungsresistent, d.h., eine Behandlung mit Antidepressiva oder einer Elektrokrampf-Schocktherapie schlägt nicht an. Die beiden Linien werden über 73 Generationen gezüchtet.

Für die eigentlichen Experimente werden 12 erlernt hilflose und 10 nicht-erlernt hilflose Ratten verwendet. Die Tiere werden betäubt, um eine Untersuchung des Gehirns mit einem Bild gebenden Verfahren (funktionelle Magnetresonanztomografie) durchzuführen. Dabei wird den Tieren ein Kontrastmittel in die Bauchhöhle injiziert. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des European Research Area Network ERA-NET NEURON unterstützt.

Bereich: Psychiatrie, Depressionsforschung

Originaltitel: Functionally altered neurocircuits in a rat model of treatment-resistant depression show prominent role of the habenula

Autoren: Natalia Gass (1), Dirk Cleppien (1), Lei Zheng (1,5), Adam James Schwarz (2,3), Andreas Meyer-Lindenberg (4), Barbara Vollmayr (4,5), Wolfgang Weber-Fahr (1), Alexander Sartorius (1,4)*

Institute: (1) Forschungsgruppe translationale Bildgebung, Institut für Neuroimaging, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim, (2) Tailored Therapeutics, Eli Lilly and Company, Indianapolis, IN, USA, (3) Department of Psychological and Brain Sciences, Indiana University, Bloomington, IN, USA, (4) Institut für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim, (5) Experimentelle Strahlenonkologie, Universitätsklinikum Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim, (6) Forschungsgruppe Tiermodelle in der Psychiatrie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: European Neuropsychopharmacology 2014: 24; 381-390

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4618



Dokument 542Titel: Eine pharmakogenetische Bestimmung der antagonistischen Wirkung des Mu-Opioid-Rezeptors auf Alkoholbelohnung und –einnahme: Belege durch humanisierte Mäuse
Hintergrund: Erforschung des Wirkmechanismus eines suchtreduzierenden Medikaments, das bei menschlichen Patienten eingesetzt wird, aber nicht so gut wirkt.
Tiere: 156 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Es werden zwei genmanipulierte Mauslinien erstellt. Diesen Tieren wird ein Gen gegen ein menschliches Gen ausgetauscht, dessen Rolle bei der therapeutischen Behandlung von Alkoholismus hier untersucht werden soll. Üblicherweise werden zur Erstellung einer Mauslinie die Genmäuse über mind. 9-11 Generationen mit »normalen« Mäusen gekreuzt. Für die eigentlichen Versuche werden mehr als 156 Mäuse verwendet.

Es werden verschiedene Versuche zum Suchtverhalten durchgeführt:

1. Mäusen werden unter Narkose durch ein Bohrloch im Schädelknochen Elektroden in einen bestimmten Hirnbereich eingepflanzt. Dieses Hirnareal ist das Sucht- bzw. Belohnungszentrum. Eine elektrische Reizung wird als positiv empfunden. Eine Maus wird in eine Box mit einem Hebel gesetzt. Das Tier lernt, dass es mit einem Tastendruck sich selbst reizen kann. Die Mäuse werden süchtig nach der Selbstreizung. Nun erhält das Tier eine Injektion eines Medikaments in die Bauchhöhle, das bei alkoholkranken Patienten eingesetzt wird. Anschließend wird die Maus für 15 Minuten in die Box gesetzt. Hat das Medikament eine suchtreduzierende Wirkung, drückt die Maus die Taste weniger als zuvor. In einem anderen Experiment erhalten die Mäuse zunächst das Medikament und anschließend Alkohol per Schlundsonde in den Magen eingegeben, bevor sie in die Box gesetzt werden. Die Mäuse werden getötet, um die Gehirne gewebekundlich zu untersuchen.

2. Mäusen werden zwei Trinkflaschen in den Käfig gehängt, eine mit Wasser, eine mit Alkohol. Die Alkoholkonzentration wird über einen Zeitraum von drei Wochen von 3% auf 17% erhöht. Mit erhöhter Konzentration trinken die Mäuse mehr Alkohol. Nun wird das Medikament verabreicht, um festzustellen, ob sich der Alkoholkonsum reduziert. In einem ähnlichen Versuch erhalten die Mäuse die Alkoholflasche nur zwei Stunden täglich.

3. Mäusen wird Alkohol in die Bauchhöhle injiziert. 30 und 120 Minuten später wird eine Blutprobe aus der Vorderbeinvene entnommen, um den Blutalkoholspiegel zu bestimmen.

4. Eine Maus wird für 30 Minuten täglich in eine Box gesetzt. Durch Tastendruck erhält die Maus einen Tropfen Zuckerlösung. Nach 8 Tagen wird die Zuckerlösung mit 5% Alkohol versetzt. In den nächsten 14 Tagen sinkt der Zuckergehalt auf Null, der Alkoholgehalt erhöht sich auf 10%. Die Tiere werden süchtig. Nun erhalten sie das Medikament gespritzt, um festzustellen, ob sie weniger Alkohol trinken. Das weitere Schicksal der meisten Mäuse wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, den Reinhart-Koselleck Award, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, national Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism sowie Swedish Research Council.

Bereich: Alkoholforschung

Originaltitel: A pharmacogenetic determination of mu-opioid receptor antagonist effects on alcohol reward and consumption: Evidence from humanized mice

Autoren: Ainhoa Bilbao (1), J. Elliot Robinson (2), Markus Heilig (3), C.J. Malanga (2), Rainer Spanagel (1), Wolfgang H. Sommer (1), Annika Thorsell (4)*

Institute: (1) Institut für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim, (2) Laboratory of Developmental Neuropharmacology, University of North Carolina School of Medicine, Chapel Hill, North Carolina, USA, (3) Laboratory of Clinical and Translational Studies, National Institutes on Alcohol Abuse and Alcoholism, National Institutes of Health, Bethesda, Maryland, USA, (4) Department of Clinical and Experimental medicine, Linköpings Universitet, Linköping, Schweden

Zeitschrift: Biological Psychiatry 2014: 77(10); 850-858

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4617



Dokument 543Titel: Das Alkoholentzugsmodell für die Untersuchung des Rückfallverhaltens: Ein Vergleich zwischen Ratten und Mäusen
Hintergrund: Vergleich des Alkoholsucht- und Entzugsverhaltens bei Ratten und Mäusen. Das Ergebnis: Ratten werden leichter alkoholabhängig und bleiben auch nach Entzugsphasen süchtig. Mäuse verlieren im Laufe der Zeit das Interesse am Alkohol. Suchtreduzierende Medikamente wirken bei Ratten, aber rufen bei Mäusen den gegenteiligen Effekt hervor: die Tiere werden süchtiger. Die Autoren folgern, dass Ratten bessere »Modelle« für die Alkoholforschung seien.
Tiere: 63 Tiere verschiedener Arten (34 Ratten, 29 Mäuse)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden Ratten (Zuchtlinie Wistar) und Mäuse (Zuchtlinie C57BL/6N) der Firma Charles River Laboratories, Sulzfeld, verwendet. Die Tiere werden einzeln in Käfigen gehalten. Die Ratten bekommen vier Flaschen entweder mit Wasser oder Alkohol (5%, 10% und 20%) zur Auswahl angeboten. Die Mäuse bekommen wegen Platzmangels in den kleinen Käfigen nur drei Flaschen mit Wasser oder Alkohol (6% und 16%) angeboten. Die konsumierte Menge aus jeder Flasche wird täglich bestimmt. Nach 8 Wochen werden die Alkoholflaschen für 2 Wochen entfernt und danach wieder angeboten. Über ein ganzes Jahr wechseln sich 8-wöchige Alkohol- mit 2-5-wöchigen Entzugsphasen ab. Insgesamt gibt es 8 Entzugsphasen. Bei einigen Gruppen von Mäusen werden am Ende der 6. und 7. Entzugsphase vier Medikamente (je eines pro Gruppe) täglich fünf Tage lang in die Bauchhöhle injiziert. Die Wirkstoffe werden bei alkoholabhängigen Menschen zur Suchtreduzierung eingesetzt. Anschließend erhalten die Mäuse wieder die Alkoholflaschen angeboten. Die Wirkung dieser Medikamente wird auch an Ratten getestet, allerdings wird hierbei auf Daten aus einer vorangegangenen Studie zurückgegriffen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Alkoholforschung

Originaltitel: The alcohol deprivation effect model for studying relapse behavior: A comparison between rats and mice

Autoren: Valentina Vengeliene (1)*, Ainhoa Bolbao, Rainer Spanagel

Institute: Institut für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim

Zeitschrift: Alcohol 2014: 48; 313-320

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4616



Dokument 544Titel: Subkortikale Hörstrukturen bei der mongolischen Wüstenrennmaus: II. Frequenz-abhängige Topografie der Verbindungen mit dem Rindenbereich AI
Hintergrund: Untersuchung der Strukturen der Hörrinde der mongolischen Wüstenrennmaus.
Tiere: 22 Gerbils
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Behörde des Landes Sachsen-Anhalt genehmigt. Die Herkunft der Gerbils (Wüstenrennmäuse) wird nicht erwähnt. Bei den Tieren wird unter Narkose ein Loch in das Schädeldach über einem bestimmten Hirnbereich gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Plastikkammer mit Zahnzement auf dem Schädelknochen befestigt. Außerdem wird eine Aluminiumstange an der Stirn angebracht – wie wird nicht erwähnt. Mit Hilfe der Stange kann der Schädel an einem Gestell fixiert werden. Durch die Kammer werden Elektroden in das Hirngewebe eingelassen und auf und nieder bewegt. Mit den Elektroden werden Nervenströme gemessen, während gleichzeitig verschiedene Töne erschallen. An der Stelle mit der größten Nervenreaktion werden zwei der vier Elektroden durch Glaspipetten ersetzt. Mit Hilfe eines hydraulischen Spritzensystems werden über die Pipetten nacheinander zwei Farbstoffe in das Hirngewebe injiziert. Die Elektroden und Pipetten werden entfernt, der Deckel über der Kammer verschlossen und die Gerbils erwachen aus der Narkose. Sieben Tage später werden die Tiere erneut betäubt. Durch Injektion von Formalin ins Herz werden die Tiere getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten, in Scheiben geschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Land Sachsen-Anhalt und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Hörforschung, Hirnforschung

Originaltitel: The subcortical auditory structures in the mongolian gerbil: II. Frequency-related topography of the connections with cortical field AI

Autoren: Eike Budinger (1,3,4)*, Michael Brosch (2,3), Henning Scheich (1,3), Judith Mylius (2)

Institute: (1) Abteilung für Hörlernen und Sprache, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Brenneckestr. 6, 39118 Magdeburg, (2) Sonderlabor für Primatenneurobiologie, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg, (3) Zentrum für Verhaltens-Hirnforschung, Magdeburg, (4) Klinik für Neurologie II, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg

Zeitschrift: The Journal of Comparative Neurology 2013: 521; 2772-2797

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4615



Dokument 545Titel: Eine aktualisierte Mittellinienregel: Die Sehverbindungen des Hirnbalkens erahnen die Form und Bewegung von laufenden Aktivitäten zwischen den Hirnhälften
Hintergrund: Erforschung der Nervenverschaltungen zwischen den Hirnhälften während des Sehens von beweglichen Objekten.
Tiere: 9 Katzen
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Katzen wurden am Max-Planck-Institut für Hirnforschung gezüchtet. Unter Narkose werden zwei rechteckige Löcher von 8x6 mm Größe in die Schädeldecke gefräst - eins über einer bestimmten Stelle der rechten Hirnhälfte, das andere über der linken Hirnhälfte. Vor den Augen der Katzen erscheinen auf einem Bildschirm senkrechte, sich von rechts nach links oder von links nach rechts bewegende Streifen.

Über dem linken Loch wird eine Messkammer angebracht, durch die drei Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden können. In das Loch auf der rechten Seite werden ein Kühldraht sowie ein Thermometer auf das Hirngewebe gelegt. Bei den folgenden Experimenten werden mit den Elektroden Hirnströme auf der linke Seite gemessen vor, während und nachdem der Kühldraht eingeschaltet wurde. Die Kühlung der einen Seite deaktiviert die Nervenaktivitäten auf der anderen Seite. Nachdem das Hirngewebe wieder eine normale Temperatur erreicht hat, wird die Stelle oder die Tiefe der Elektroden variiert und die rechte Seite wird erneut gekühlt. Die Versuche erstrecken sich insgesamt über sechs Tage. Vermutlich erwachen die Katzen während dieser Zeit nicht aus der Narkose. Am Ende der Experimente werden die Tiere durch Überdosis von Pentobarbital getötet.

Die Arbeit wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: An updated midline rule: Visual callosal connections anticipate shape and motion in ongoing activity across the hemispheres

Autoren: Christiane Peiker (1), Thomas Wunderle (1), David Eriksson (1), Anne Schmidt (1), Kerstin E. Schmidt (1,2)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Max-von-Laue-Str. 4. 60438 Frankfurt am Main, (2) Brain Institute, Federal University of Rio Grande do Norte, Natal, Brasilien

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2013: 33(46); 18036-18046

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4614



Dokument 546Titel: Die kombinierte Behandlung mit onkolytischer Virotherapie und Cyclophosphamid führt zu synergistischen Antitumoreffekten bei Mäusen mit humanen Lungenkrebszellen
Hintergrund: An genmanipulierten Mäusen, denen menschliche Krebszellen gespritzt werden, wird eine kombinierte Krebstherapie bestehend aus einem Virus, das Krebszellen angreift, und einer Substanz, die bei der Chemotherapie verwendet wird, untersucht.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(viele)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Regierung Unterfranken genehmigt. Die Nacktmäuse stammen aus der Zucht von Harlan, Niederlande, und den USA. Den Mäusen werden Millionen menschlichen Lungenkrebszellen, die aus einer bestehenden Zelllinie stammen, unter die Haut in der rechten Flanke gespritzt. Das Tumorwachstum wird zweimal wöchentlich beurteilt. Sobald der Tumor eine bestimmte Größe erreicht, wird den Tieren entweder als Therapie ein Krebs auflösendes Virus oder in der Kontrollgruppe eine wirkungslose Substanz in die Schwanzvene gespritzt.

Außerdem wird die Kombinationstherapie gestartet. Hierfür wird sowohl mit Krebs infizierten als auch nicht infizierten Mäusen zusätzlich ein seit langem beim Menschen eingesetztes chemotherapeutisches Medikament (Cyclophosphamid) in den Bauchraum gespritzt. Gruppen von Tieren erhalten das Chemotherapeutikum bzw. in der Kontrollgruppe eine wirkungslose Substanz entweder einmalig oder alle 3-4 Tage über einen Versuchszeitraum von mindestens 21 Tagen verabreicht.

Bei einigen Mäusen kommt es zu starkem Tumorwachstum. Manche Tiere werden nach 20 Tagen wegen extremem Tumorwachstum aus dem Experiment genommen, d.h. sie werden getötet.

Bei anderen Tieren wird das Virus in eine Vene von mit Krebszellen infizierten Mäusen gespritzt und nach 3, 7 oder 21 Tagen die Verteilung im Körper untersucht. Zudem werden manche Tiere unter Betäubung zweimal einer Fluoreszenzmessung, bei der die Krebszellen sichtbar gemacht werden, unterzogen. Das Gewicht der Tiere wird mehrmals bis zu Tag 21 ermittelt. Alle Tiere werden auf unbekannte Art getötet, um die Tumore und Organe zu untersuchen. Parallel zu den Tierversuchen werden Zellversuche gemacht und es sind bereits klinische Studien am Menschen am Laufen.

Die Arbeit wurde von der Genelux Corporation, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Universität Würzburg gefördert.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Combination treatment with oncolytic Vaccinia virus and cyclophosphamide results in synergistic antitumor effects in human lung adenocarcinoma bearing mice

Autoren: Elisabeth Hofmann (1), Stephanie Weibel (1), Aladar A. Szalay (1, 2, 3, 4, 5)*

Institute: (1) Biozentrum Universität Würzburg, Abteilung für Biochemie, Am Hubland, 97074 Würzburg, (2) Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin, Universität Würzburg, Josef-Schneider-Str. 2, Haus D15, 97080 Würzburg, (3) Institut für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB), Universität Würzburg, Josef-Schneider-Str. 2/D15, 97080 Würzburg, (4) Department of Radiation Medicine and Applied Sciences and Center for Advanced Radiotherapy Technologies, University of California San Diego, La Jolla, San Diego, CA 92093, USA, (5) Genelux Corporation, San Diego Science Center, 3030 Bunker Hill Street, Suite 310, San Diego, CA 92109, USA

Zeitschrift: Journal of Translational Medicine 2014: 12; 197

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4613



Dokument 547Titel: FTY720 schützt nicht vor traumatischer Verletzung des Gehirns, obwohl es posttraumatische Entzündungen hemmt
Hintergrund: Der Einfluss einer Substanz, von der vermutet wird, dass sie bei Hirnverletzung eine schützende Wirkung hat, wird an Mäusen mit zugefügtem Hirnschaden untersucht.
Tiere: 166 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Behörde in Unterfranken genehmigt und fanden in Würzburg statt. Es werden zwei Versuchsreihen durchgeführt. Unmittelbar vor Beginn der eigentlichen Versuche erhalten alle Mäuse eine Substanz in eine Vene gespritzt, die bei Hirnschäden eine schützende Wirkung haben soll.

Im ersten Versuch werden die Mäuse mittels Injektion in den Bauchraum narkotisiert. Der Schädel wird geöffnet und ein mit flüssigem Stickstoff gefüllter Kupferzylinder wird 90 Sekunden lang auf der Hirnrinde platziert. Der flüssige Stickstoff hat eine Temperatur von -196°C und dient dazu, mittels extremer Kälte eine Hirnverletzung herbeizuführen. Eine Kontrollgruppe wird der gleichen Prozedur unterzogen, jedoch wird der Zylinder nicht mit flüssigem Stickstoff gefüllt. 24 Stunden später werden die Tiere getötet und die Gehirne entnommen.

In einem anderen Versuch wird Mäusen unter Narkose ein Hirnschaden zugefügt, indem die Schädelhaut aufgeschnitten und dann ein Gewicht auf den Schädelknochen fallen gelassen wird. Bei einer Kontrollgruppe wird nur die Haut geöffnet, ohne aber eine Hirnverletzung herbeizuführen. Das Verhalten der Tiere wird bis zu 7 Tage nach Zufügen der Verletzung hinsichtlich neurologischer Auffälligkeiten beobachtet (motorische Störungen, Aufmerksamkeit, physiologisches Verhalten). Die Tötung der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) Würzburg, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Novartis GmbH gefördert.

Bereich: Hirnforschung, Neurologie

Originaltitel: FTY720 does not protect from traumatic brain injury in mice despite reducing postraumatic inflammation

Autoren: Stine Mencl (1), Nelli Hennig (2), Sarah Hopp (1), Michael K. Schuhmann (1), Christiane Albert-Weissenberger (1), Anna-Leena Sirén (2), Christoph Kleinschnitz (1)*

Institute: (1) Neurologische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Würzburg, Josef-Schneider-Straße 11, 97080 Würzburg, (2) Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Würzburg

Zeitschrift: Journal of Neuroimmunology 2014: 274; 125-131

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4612



Dokument 548Titel: Expression von Wachtsumsfaktoren beim Heilungsprozess des Kieferkamms unter Verwendung von autogenem Knochenmaterial in Kombination mit GTR und einem anorganischen Knochenersatz vom Rind
Hintergrund: An Schafen wird ein kommerziell erhältliches Knochenersatzmaterial getestet.
Tiere: 12 Schafe
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wurde von der zuständigen Behörde in Köln genehmigt, fand aber vermutlich in Würzburg statt. Verwendet werden 12 Schafe. Die Tiere werden in vier gleiche Gruppen eingeteilt. Unter Narkose wird den Tieren jeweils aus dem Darmbein Knochen entnommen. Die Haut an beiden Seiten des Unterkiefers wird aufgeschnitten, die Muskeln zur Seite präpariert, um an den Kieferknochen zu gelangen. Auf der linken Unterkieferseite wird ein 1 x 2 x 0,75 cm großes Stück des aus dem Darmbein gewonnen Knochens auf den Kieferknochen gelegt und mit zwei Schrauben fixiert. Im rechten Unterkiefer erfolgt die gleiche Prozedur, zusätzlich wird jedoch Bio-Oss® der Schweizer Firma Geistlich Pharma, ein in der Zahnmedizin verwendetes Knochenersatzmaterial aus Rinderknochen, mit Blut angefeuchtet und auf das Knochenstück aufgebracht. Die Wunden werden zugenäht. Bei zwei Tieren kommt es zu Infektionen.

Nach 4, 8, 12 und 16 Wochen werden jeweils drei Schafe mit einer Überdosis Narkosemittel getötet.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Kieferchirurgie

Originaltitel: Expression of growth factors during the healing process of alveolar ridge augmentation procedures using autogenous bone grafts in combination with GTR and an anorganic bovine bone substitute

Autoren: Steffen Koerdt (1)*, Oliver Ristow (2), Andreas Wannhoff (1), Alexander C. Kübler (1), Tobias Reuther (1)

Institute: (1) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Würzburg, Pleicherwall 2, 97070, Würzburg, (2) Medizin & Ästhetik, Praxisklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie, München

Zeitschrift: Clinical Oral Investigation 2014: 18; 179-188

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4610



Dokument 549Titel: Aldosteron verursacht in der Leber männlicher Ratten unabhängig vom Blutdruck Fibrose, oxidativen Stress und DNA Schäden
Hintergrund: Um die Mechanismen der Leberfibrose zu ergründen werden der Einfluss eines Hormons auf die Leber sowie der Einfluss von Bluthochdruck untersucht.
Tiere: 32 Ratten (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Verwendet werden 32 Ratten aus der Zucht Janvier, Frankreich. Einem Teil der Ratten wird zunächst unter Narkose eine Minipumpe unter die Haut zwischen den Schulterblättern eingepflanzt. Mit dem Gerät können kontinuierlich Substanzen verabreicht werden. Die Tiere werden im Alter von 4-5 Wochen in vier Gruppen eingeteilt. Gruppe 2 bis 4 erhalten vier Wochen lang über die Minipumpe kontinuierlich das Hormon Aldosteron verabreicht, um Bluthockdruck herbeizuführen. Gruppe 3 erhält zusätzlich täglich per Schlundsonde eine Substanz, die die Wirkung des Hormons vermindert und Gruppe 4 wiederum eine andere Substanz. Gruppe 1 dient als Kontrolle. Blutdruck und Herzschlag werden zweimal wöchentlich gemessen, indem eine Blutdruckmanschette um den Schwanz gelegt wird. Bei einigen Tieren kommt es zu einem erheblichen Anstieg des Blutdrucks und zur verstärkten Entwicklung einer Leberfibrose (krankhafte Veränderung des Lebergewebes). Nach 4 Wochen werden die Tiere zu Untersuchungszwecken getötet.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Krebshilfe gefördert.

Bereich: Pathophysiologie, Hormonforschung, Leberforschung

Originaltitel: Aldosterone induces fibrosis, oxidative stress and DNA damage in livers of male rats independent of blood pressure changes

Autoren: Nina Queisser (1), Kathrin Happ (1), Samuel Link (1), Daniel Jahn (2), Anna Zimnol (1), Andreas Geier (2), Nicole Schupp (1, 3)*

Institute: (1) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Würzburg, Versbacher Straße 9, 97078 Würzburg, (2) Abteilung für Hepatologie, Medizinische Klinik und Poliklinik II, Universitätsklinikum Würzburg, (3) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Düsseldorf

Zeitschrift: Toxicology and Applied Pharmacology 2014: 280; 399-407

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4609



Dokument 550Titel: Verstärkung der streoid-gesteuerten SP-B-Expression durch Koffein
Hintergrund: Steroidhormone spielen eine Rolle für die Entwicklung der Lunge im Fötus, was bei Frühgeborenen die Sterblichkeit verringert. An frühgeborenen Lämmern wird der Einfluss von Koffein auf diesen Prozess untersucht.
Tiere: 17 Schafe (Mindestens 17 schwangere Schafe und deren Lämmer)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Behörde in Maastricht, Niederlande, genehmigt und fanden vermutlich unter deutscher Federführung dort statt. Schwangeren Schafen wird ein Steroidhormon in einen Muskel gespritzt. An Tag 133-134 der Schwangerschaft (normale Schwangerschaftszeit 145-150 Tage) werden die Lämmer unter Betäubung per Kaiserschnitt als Frühgeburt entbunden und in einen Brutkasten verbracht. Die Lämmer werden an ein Beatmungsgerät angeschlossen, der Luftdruck wird variiert und Koffein wird in eine Vene gespritzt. Nach 15 Minuten werden die Tiere normalem Luftdruck ausgesetzt. Es wird eine Blutgasanalyse durchgeführt und 3 Stunden nach der Geburt werden die Tiere durch Injektion des Giftes T61 getötet.

Gleichzeitig werden Versuche mit Lungenzellen gemacht. Der Versuch wurde von Georg Bierich, Düsseldorf (InterFinanz GmbH) unterstützt.

Bereich: Neugeborenenkunde

Originaltitel: Amplification of steroid-mediated SP-B expression by physiological levels of caffeine

Autoren: Markus Fehrholz (1)*, Matthias Hütten (2, 3), Boris W. Kramer (2), Christian P. Speer (1), Steffen Kunzmann (1)

Institute: (1) Universitätsklinikum Würzburg, Kinderklinik der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität, Josef-Schneider-Straße 2, 97080 Würzburg, (2) Department of Pediatrics, School of Mental Health and Neuroscience, School of Oncology and Developmental Biology, University Hospital Maastricht, Niederlande, (3) Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Medizinische Fakultät, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen

Zeitschrift: American Journal of Physiology: Lung Cellular and Molecular Physiology 2014: 306(1); L101-9

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4608



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