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Datenbank Tierversuche

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Dokument 3761Titel: Mögliche Kontrolle einer in Schüben verlaufenden Minderdurchblutung des Gehirns durch Überwachung des Direkt-Strompotentials
Hintergrund: Bei manchen neurochirurgischen Operationen wird eine Hirnarterie kurzzeitig verschlossen. Die Auswirkungen sollen hier untersucht werden.
Tiere: 14 Katzen
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Katzen werden narkotisiert und neuromuskular gelähmt. In eine Vene und Arterie des linken Hinterbeins werden Katheter (Plastschläuche) gelegt. Die Luftröhre wird zur künstlichen Beatmung aufgeschnitten. In die linke Augenhöhle wird ein kleines Loch gebohrt, durch das ein Vorrichtung zum Verschließen der linken Hirnarterie geschoben wird. Diese besteht aus einem dünnen Rohr und einem Haken. Der Haken wird um die Arterie gelegt, so dass sie durch Zuziehen von Außen verschlossen und wieder geöffnet werden kann. Durch ein 3mm Bohrloch im Schädeldach wird eine Elektrode in das Gehirn gesteckt. Die Bohrlöcher werden mit Gelschaum und Zahnzement verschlossen.

Es werden 3 Experimente ausgeführt: Bei 4 Katzen wird die Gehirnarterie für eine Stunde verschlossen. Bei 5 Tieren wird die Arterie dreimal für 20 Minuten mit jeweils 5 Minuten Zwischenzeit verschlossen. In der dritten Gruppe wird bei 5 Katzen die Arterie sechsmal für 10 Minuten mit jeweils 5 Minuten Zwischenzeit verschlossen. Durch den Verschluss der Arterie werden bestimmte Bereiche des Gehirns nicht durchblutet. Anschließend wird bei allen Tieren die Arterie wieder geöffnet, und so der normale Blutfluss der Hirnregion wieder hergestellt. Nach 15 Stunden normaler Durchblutung werden die Katzen - noch in Narkose - mit Formalin durchströmt und dadurch getötet.

Bereich: Schlaganfallforschung, Neurochirurgie

Originaltitel: Possible control of intermittent cerebral ischemia by monitoring of direct-current potentials

Autoren: Takayuki Sakaki (1), Rudolf Graf (1)*, Hiroyuki Nozaki (1), Gerhard Rosner (1), Wolf-Dieter Heiss (1)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für neurologische Forschung, 50931 Köln

Zeitschrift: Journal of Neurochirurgie 2001: 95, 495-499

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1374



Dokument 3762Titel: Unterschiedliche Ausschüttung der Herz-Hormone ANP und BNP im Kaninchenmodell der fortschreitenden Fehlfunktion der linken Herzkammer
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Herz-Hormone bei einer Fehlfunktion des Herzens.
Tiere: 16 Kaninchen (Chinchilla-Bastarde)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Elf Kaninchen wird unter Narkose ein langer Katheter (dünner Plastikschlauch) in die rechte Halsvene eingeführt und bis zur rechten Herzkammer vorgeschoben. Durch den Katheter wird Schrittmacherkabel eingeführt und in der rechten Herzwand verankert. Der Schrittmacher selbst wird in der rechten Bauchwand unter die Haut gepflanzt. Das Kabel verläuft vom Herzen unter der Haut bis zum Schrittmacher. Die Tiere dürfen sich 10 Tage von der Operation erholen. Bei 6 Kaninchen wird nun schrittweise der Herzschlag über einen Zeitraum von insgesamt 38 Tagen beschleunigt. Zunächst werden 10 Tage lang 330 Schläge/min vorgegeben. Dann wird 10 Tage lang auf 360 und weiter 10 Tage auf 380 Schläge erhöht. Der viel zu schnelle Herzschlag führt bei den Tieren zu einer Vergrößerung des Herzens, verbunden mit einem verminderten Blutausstoß des Herzens, wodurch es wiederum zu Flüssigkeitsansammlungen (Bauchwassersucht) kommt. Am 38. Tag werden die Kaninchen durch Injektion eines Tötungsmittels in eine Vene getötet.

Bei 5 Kaninchen wird Herzschlag 10 Tage lang auf 330 Schläge/min gehalten. Dann werden die Tiere getötet. Weitere 5 Tiere dienen als Kontrolle.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Differential expression of cardiac ANP and BNP in a rabbit model of progressive left ventricular dysfunction

Autoren: A. Luchner (1)*, F. Muders (1), O. Dietl (1), E. Friedrich (1), F. Blumberg (1), A.A. Protter (2), G.A.J. Riegger (1), D. Elsner (1)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Klinikum der Universität Regensburg, 93042 Regensburg

Zeitschrift: Cardiovascular Research 2001: 51, 601-607

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1373



Dokument 3763Titel: In vitro Aktivierung des Felinen erworbenen Immundefizienzvirus in verzweigten Mikrogliazellen von asymptomatisch infizierten Katzen
Hintergrund: Untersuchung der Virusvermehrung in bestimmten Gehirnzellen.
Tiere: 11 Katzen
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Katzen werden durch Injektion in eine Vene mit dem Felinen erworbenen Immundefizienzvirus (FIV) infiziert. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten, 1, 14, 28, 92 oder 183 Tage später werden sie getötet und ihre Gehirne untersucht.

Bereich: Virologie

Originaltitel: In vitro activation of feline immunodeficiency virus in ramified microglial cells from asymptomatically infected cats

Autoren: Andreas Hein (1)*, Jean-Pierre Martin (2), Rüdiger Dörries (1)

Institute: (1) Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universitätsklinikum Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 68167 Mannheim, (2) Institut de Virologie, Université: Louis Pasteur, Strasbourg, Frankreich

Zeitschrift: Journal of Virology 2001: 75(17), 8090-8095

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1372



Dokument 3764Titel: Biologischer Abbau des zahnärztlichen Füllmaterials TEGDMA bei Meerschweinchen
Hintergrund: Überprüfung der Giftigkeit einer in der Zahnmedizin verwendeten Substanz
Tiere: 24 Meerschweinchen
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: TEGDMA ist eine anorganische Substanz, die in Zahnzement, Kronen, Inlays und anderen zahnärztlichen Füllmaterial verwendet wird. Eine missbildende Eigenschaft bei schwangeren Frauen sowie lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen beim Verschlucken sind beim Menschen bekannt. In dieser Arbeit sollen die Auswirkungen der Substanz auf Meerschweinchen untersucht werden. Acht Meerschweinchen werden narkotisiert. Ihr Bauch wird aufgeschnitten und der Darm freigelegt. Eine Kanüle (dünner Plastikschlauch) wird in den Gallengang gelegt. Mehrere Teilstücke des Dünn- und Dickdarms werden mit Kanülen versehen. Dadurch können diese Stücke mit warmer Kochsalzlösung durchspült werden. Die Spülflüssigkeit wird am anderen Ende des Teilstücks wieder aufgefangen. Nun erhalten 4 Tiere radioaktiv markiertes TEGDMA in die Halsvene injiziert. Alle 10 Minuten werden Blut, Gallensaft und Spülflüssigkeit aus dem Darm gewonnen. Bei 4 Tieren werden die gleichen Proben genommen, jedoch ohne TEGDMA-Injektion. Sie dienen als Kontrolle. Nach 60 Minuten wird das Experiment beendet. Eine Tötung der Tiere wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

16 weitere Meerschweinchen werden zunächst 3 Tage lang einzeln in einem Stoffwechselkäfig gehalten, in dem alle Ausscheidungen aufgefangen werden können. Dann wird TEGDMA mit einer Magensonde 8 Tieren direkt in den Magen gepumpt. (8 Tiere dienen als Kontrolle. Danach werden bei allen Tieren 24 Stunden lang Urin und Kot gesammelt. Bei jeweils der Hälfte der Meerschweinchen wird zusätzlich die ausgeatmete Luft aufgefangen und untersucht. Die Tiere werden im Anschluss an die Experimente getötet und ihre Organe auf Vorhandensein von TEGDMA untersucht.

Bereich: Toxikologie, Zahnmedizin

Originaltitel: Biological clearance of TEGDMA in guinea pigs

Autoren: F.X. Reichl (1)*, J. Durner (1), K.H. Kunzelmann (2), R. Hickel (2), W. Spahl (3), W.R. Hume (4), G.W.H. Moes (5), K. Kehe (6)

Institute: (1) Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 80336 München, (2), Institut für Operative/Restorative Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Pedodontics, Ludwig-Maximilians-Universität München, München, (3) Institut für Organische Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität München, München, Dental Research Institute, University of California Los Angeles, USA, (5) TNO Prins-Maurits-Laboratorium, Rijswijk, Niederlande, (6) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Sanitätsakademie der Bundeswehr, München

Zeitschrift: Archives of Toxicology 2001: 75, 22-27

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1371



Dokument 3765Titel: Der Einfluss von Untertemperatur auf die äußeren Haarzellen der Innenohrschnecke und ihre Versorgung von außen
Hintergrund: Wirkung von Kälte auf das Hörvermögen
Tiere: 24 Meerschweinchen
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Meerschweinchen werden durch eine Injektion in die Bauchhöhle narkotisiert. Auf und unter die Tiere werden Kühl- und Heizplatten gelegt. In Mund und After werden Thermometer gesteckt. Vor einem der Ohren wird ein Lautsprecher angebracht, von dem aus ein Schlauch in den Ohrkanal eingeführt wird. Im anderen Ohr werden Messgeräte angebracht, die die elektrische Energie der winzigen Härchen der Innenohrschnecke registrieren, welche auf eine Bewegung dieser Härchen hindeutet. Zunächst wird die Hörfähigkeit der Tiere überprüft: ein über 60 dB lautes Geräusch ruft eine Bewegung der Ohrmuschel hervor. Die Körpertemperatur der Tiere wird nun auf durchschnittlich 26°C (Mund) und 24°C (After) abgesenkt. Die Tiere werden mit 55 dB beschallt. Die Messungen an den Haarzellen des Innenohrs werden abwechselnd mit oder ohne Beschallung vorgenommen. Bei drei Meerschweinchen werden die Experimente mit einem Silikonstopfen im beschallten Ohr durchgeführt. Während die Messungen andauern, werden die Tiere wieder erwärmt, bis die Körpertemperatur Normalwerte erreicht. Das weitere Schicksal der Meerschweinchen wird nicht beschrieben.

Bereich: Hals-, Nasen-Ohrenheilkunde

Originaltitel: The influence of hypothermia on outer hair cells of the cochlea and its efferents

Autoren: E. Seifert (1)*, K. Brand (1), K. van de Flierdt (1), M. Hahn (1), M. Riebandt (1), A. Lamprecht-Dinnesen (1)

Institute: (1) Abteilung für Stimmheilkunde und Kinderhörheilkunde, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Zeitschrift: British Journal of Audiology 2001: 35; 87-98

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1370



Dokument 3766Titel: Überprüfung der Nicht-Linearität und Gerichtetheit des Zusammenspiels von Nervengruppen im unteren Schläfenbereich der Hirnrinde des Makaken
Hintergrund: Untersuchung der für das Sehen zuständigen Nervenstrukturen im Gehirn
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Mit Schrauben und Zahnzement werden den Affen unter Narkose ein Kopfhalter und ein Zylinder mit 2 cm Durchmesser auf dem Schädel befestigt. Innerhalb des Zylinders wird ein 2 mm dickes Loch durch das Schädeldach gebohrt, durch das später 2-4 Elektroden in das Gehirn gesteckt werden. Die Tiere erhalten nach der Operation 5 Tage lang Antibiotika.

Den Affen wird nun das Ausführen einer bestimmten Aufgabe antrainiert. Dazu wird der Kopf eines Tieres mit Hilfe des Halters fixiert, so dass das Tier den Kopf nicht mehr bewegen kann. Die Aufgabe besteht darin einen Lichtpunkt auf einem Bildschirm mit den Augen innerhalb von 3 Sekunden seines Auftauchens zu fixieren. Gleichzeitig muss der Affe einen Hebel drücken. Das Tier muss den Punkt 5-7 Sekunden lang anschauen bis er langsam erlischt. In dem Moment muss das Tier den Hebel loslassen. Als Belohnung gibt es einen Tropfen Saft oder Wasser. Die Augenbewegungen werden mit einem Infrarot-Gerät registriert. Wenn der Affe die Augen bewegt, den Hebel zu früh loslässt oder sonst etwas falsch macht, erhält er keinen Flüssigkeitstropfen.

Für die eigentlichen Versuche werden die Tests mit im Gehirn implantierten Elektroden durchgeführt. Während der Affe die Aufgabe ausführt, werden über die Elektroden Gehirnströme gemessen. Mindestens eines der Tiere wird am Ende der Experimente getötet, um die korrekte Position der Elektroden gewebekundlich zu untersuchen. Das Schicksal des anderen Affen wird nicht beschrieben.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Testing non-linearity and directedness of interactions between neural groups in the macaque inferotemporal cortex

Autoren: Winrich A. Freiwald (1,2)*, Pedro Valdes (2), Jorge Bosch (2), Rolando Biscay (2), Juan Carlos Jimenez (2), Luis Manuel Rodriguez (2), Valia Rodriguez (2), Andreas K. Kreiter (1), Wolf Singer (3)

Institute: (1) Institut für Hirnforschung, Universität Bremen, 28334 Bremen, (2) Cuban Neuroscience Center, Ciudad Habana, Cuba, (3) Max-Planck-Institut für Hirnforschung, 60528 Frankfurt

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Methods 1999: 94; 105-119

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1369



Dokument 3767Titel: Immunohistochemischer Nachweis des Simian Immunodeficiency Virus (SIV) (=Affen-AIDS) in der Mastdarmschleimhaut von experimentell infizierten Rhesusmakaken (Macaca mulatta
Hintergrund: Krankheitsentstehung von AIDS bei Infektion über das Blut oder die Mastdarmschleimhaut.
Tiere: 10 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche Rhesusaffen im Alter von 2-3 Jahren verwendet. Vier Affen werden mit SIV (Affen-AIDS) durch Injektion in eine Vene infiziert, vier weitere über den Mastdarm. Zwei Tiere dienen als Kontrolle und werden nicht infiziert. Zweimal vor der Infektion sowie 3 Tage und 1, 2, 4 und 12 Wochen danach werden unter Narkose Biopsien (Gewebeproben) aus der Mastdarmschleimhaut entnommen. Die Tiere werden während des gesamten Versuchszeitraums in Einzelkäfigen gehalten. Beim Auftreten von klinischen Symptomen, zwischen 4 und 28 Monate nach der Infektion, werden die Affen getötet. In den Darmbiopsien wird die Menge der infizierten Zellen untersucht. Alle Affen zeigen ein völlig unterschiedliches Infektionsmuster.

Bereich: AIDS-Forschung

Originaltitel: Immunohistochemical detection of simian immunodeficiency virus (SIV) in rectal mucosa of experimentally infected rhesus macaques (Macaca mulatta)

Autoren: Franz-Josef Kaup (1)*, Juan Antonio Boga (1), Savio Freire Bruno (1), Andrea Didier (1), Katrin Hermann (1), Petra Hofmann (1), Kerstin Mätz-Rensing (1), Christiane Stahl-Hennig (2)

Institute: (1) Deutsches Primatenzentrum, Abteilung für Veterinärmedizin und Primatenhaltung, 37077 Göttingen, (2) Deutsches Primatenzentrum, Abteilung für Virologie und Immunologie, Göttingen

Zeitschrift: Acta histochemica 2001: 103, 79-88

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1368



Dokument 3768Titel: Hämodynamische Wirkung von Terlipressin (einem synthetischen Analog des Hormons Vasopressin) bei gesunden Schafen und Schafen mit Blutvergiftung
Hintergrund: Wirkung eines blutdruckregulierenden Hormons bei Blutvergiftung.
Tiere: Schafe (Anzahl unbekannt)(8)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Zunächst werden die Schafe "chronisch instrumentiert", d.h. ihnen werden unter Narkose Katheter (Kunststoffschläuche) in eine Hinterbeinarterie und in eine Halsvene gelegt. Der Katheter in der Halsvene wird bis in die Lungenarterie vorgeschoben. 24 Stunden später beginnen die eigentlichen Experimente an den wachen Tieren. Die Tiere werden einzeln in so genannten Stoffwechselkäfigen gehalten, in denen alle Ausscheidungen aufgefangen werden können. Die Katheter werden an ein Blutdruckmessgerät angeschlossen. Das synthetische, blutdruckregulierende Hormon Terlipressin wird verabreicht. Drei Stunden später erhalten die Schafe eine Infusion von Salmonellen über einen Zeitraum von 21,5 Stunden. Dadurch kommt es zu einer Blutvergiftung. Zwei Schafe sterben innerhalb von 20 Stunden an Lungenödem. Dann wird wieder Terlipressin verabreicht und der Blutdruck wird gemessen. Schließlich werden die Tiere durch eine Überdosis Kaliumchlorid getötet.

Bereich: Schockforschung, Sepsisforschung, Intensivmedizin

Originaltitel: Hemodynamic effects of terlipressin (a synthetic analog of vasopressin) in healthy and endotoxemic sheep

Autoren: Marion Scharte (1), Jörg Meyer (1), Hugo Van Aken (1), Hans-Georg Bone (1)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Münster

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2001: 29 (9), 1756-1760

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1367



Dokument 3769Titel: Komplement-inaktivierte, vorgeformte Antikörper spielen keine wichtige Rolle bei der verspäteten Abstoßung bei der Meerschweinchen-zu-Ratten Herztransplantation.
Hintergrund: Untersuchung der Faktoren, die zur Abstoßung von xenotransplantierten Organen führen.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Ratten (Anzahl unbekannt), Meerschweinchen (Anzahl unbekannt))
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Meerschweinchen wird das Herz entnommen und Ratten eingepflanzt. Für nähere Angaben zur Vorgehensweise wird auf eine andere Arbeit verwiesen. Bei einigen Ratten wird 2 Tage vor der Transplantation eine Plasmaaustausch vorgenommen (Plasma = flüssiger Bestandteil des Blutes). Einige Tiere erhalten zusätzlich Kobragift infundiert, das einen Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems ausschaltet. Die transplantierten Herzen werden stündlich abgetastet. Lässt sich kein Herzschlag mehr fühlen, wird die Abstoßung des Organs als abgeschlossen angesehen. Bei den unbehandelten Tieren erfolgt sie Abstoßung nach durchschnittlich 13 Minuten. Je nach Vorbehandlung wird die Abstoßung um durchschnittlich 15 Minuten, 5 Stunden oder 32 Stunden verzögert.

Bereich: Xenotransplantationsforschung

Originaltitel: Complement inactivated, performed antibodies do not play a pivotal role in delayed rejection of a guinea pig-to-rat cardiac xenograft

Autoren: H. Grimm (1)*, P. Mages (1), G. Lindemann (1), M. Potthoff (1), U. Bohnert (1), R. Linder (1), S. Korom (1)

Institute: (1) Klinik für Allgemeine und Thoraxchirurgie, Universität Gießen, 35385 Gießen

Zeitschrift: Transplantation Proceedings 2001: 33 (1-2), 753-756

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1366



Dokument 3770Titel: Wirkung von Telmisartan auf die Nierenausscheidungsfunktion bei wachen Hunden
Hintergrund: Wirkung eines neuen blutdrucksenkenden Medikaments auf die Nierenfunktion.
Tiere: 8 Hunde (Beagles)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die acht weiblichen Hunde werden zunächst kastriert. Außerdem wird unter Narkose ein Schnitt im Scheidenbereich vorgenommen, um später eine Katheterisierung zu erleichtern. Drei Monate später beginnen die eigentlichen Experimente. Die Tiere erhalten ein neues blutdrucksenkendes Medikament in eine Vene infundiert. Zwei Stunden vor sowie 2 und 6 Stunden nach der Infusion wird ein Katheter (dünner Schlauch) in die Blase eingeführt, um den gesamten Urin der Blase zu gewinnen. Im Abstand von 7 Tagen werden die Experimente mit insgesamt 4 verschiedenen Dosierungen des Medikamentes wiederholt. Es folgen weitere 4 Experimente im Abstand von 7 Tagen, bei denen das Medikament in verschiedenen Dosierungen oral gegeben wird. Schließlich wird das Medikament 12 Tage lang täglich oral verabreicht. Der Urin wird bei diesem Experiment eine Woche davor sowie am 1. und 12. tag der Medikamentengabe per Katheter gewonnen. Offensichtlich werden für alle Versuche die gleichen Hunde verwendet, d.h. jede Hündin wird insgesamt 27mal katheterisiert. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Pharmakologie

Originaltitel: Effects of Telmisartan on renal excretory function in conscious dogs

Autoren: H. Schierok (1), M. Pairet (1), N. Hauel (1), Wolfgang Wienen (1)*

Institute: (1) Institut für Pharmazeutische Forschung, Boehringer Ingelheim, 88397Biberach an der Riss

Zeitschrift: The Journal of International Medical Research 2001: 29, 131-139

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1365



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