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Datenbank Tierversuche

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Dokument 861Titel: Ein kleiner Pool von Vesikeln erhält die synaptische Aktivität in vivo aufrecht
Hintergrund: Details zur Nerv-Muskel-Funktion bei verschiedenen Tierarten im Vergleich.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Ratten, Mäuse, Zebrafische, Hühnerembryos, Frösche, Heuschrecken, Grillen, Fruchtfliegen (Drosophila), Fadenwürmer (alle unbekannte Anzahl))
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Tierversuche werden vom Landesamt für Verbraucherschutz (LAVES) genehmigt und finden in Göttingen statt. Die Zebrafische und Frösche werden von kommerziellen Händlern bezogen, Die Mäuse stammen aus der Zucht des European Neuroscience Institute, Göttingen, die bebrüteten Hühnereier stammen von der Geflügelzucht Horstmann und die Ratten werden von dem Versuchstierzüchter Charles River Laboratories bezogen.

Bei den Tieren aller genannten Arten wird ein Farbstoff injiziert, der bestimmte Bläschen in den Nervenenden anfärbt. Die Injektion erfolgt bei den Insekten in die Leibeshöhle und bei den Fischen, Fröschen und Mäusen unter die Haut. Jeweils einige Tiere jeder Art werden zu bestimmten Zeitpunkten (einige Stunden) nach der Injektion getötet. Außerdem werden zum Vergleich jeweils einige nicht injizierte Tiere getötet. Bestimmte Muskeln werden herausgeschnitten und elektronenmikroskopisch untersucht. Bei zwölf Tage alte Ratten wird unter Narkose ein anderer Farbstoff in den Hirnstamm injiziert. Die Narkose wird sofort beendet und 30 Minuten später wird den Ratten das Fixierungsmittel Formalin in das Herz injiziert, wodurch der Tod eintritt. Das Gehirn wird in Scheiben geschnitten und untersucht.

In einem weiteren Experiment sollen die elektronenmikroskopischen Untersuchungen nach extremem Stress erfolgen. Dazu wird Heuschrecken der Farbstoff injiziert. Zwei Stunden danach werden sie in ein Terrarium mit drei Fröschen gesetzt. Sobald ein Frosch eine Heuschrecke gefressen hat, wird der Frosch unmittelbar getötet, die Heuschrecke aus dem Magen des Frosches geholt, um deren Muskeln zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Boehringer Ingelheim Fonds, das 7. Rahmenprogramm der European Research Council Starting Grant (Nanomap) und DFG Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns / Exzellenzcluster 171.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: A small pool of vesicles maintains synaptic activity in vivo

Autoren: Annette Denker (1,2), Ionna Bethani (1), Katharina Kröhnert (1), Christoph Körber (3), Heinz Horstmann (3), Benjamin G. Wilhelm (1,4), Sina V. Barysch (1), Thomas Kuner (3), Erwin Neher (5), Silvio O. Rizzoli (1)*

Institute: (1) European Neuroscience Institute, DFG Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns / Exzellenzcluster 171, 37077 Göttingen, (2) International Max Planck Research School Molecular Biology, 37077 Göttingen, (3) Institut für Anatomie und Zellbiologie, Universität Heidelberg, (4) International Max Planck Research School Neurosciences, 37077 Göttingen, (5) Abteilung für Membranbiophysik, Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, 37077 Göttingen

Zeitschrift: PNAS 2011: 108 (41), 17177-17182

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4360



Dokument 862Titel: Infektion von Kälbern mit dem Rindernorovirus GIII.1-Stamm-Jena-Virus: Ein experimentelles Modell zur Untersuchung der Pathogenese einer NOROVIRUS-Infektion
Hintergrund: Krankheitsverlauf einer Rinderseuche.
Tiere: 22 Rinder (neugeborene Kälber)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Kälber stammen aus einem Milchkuhbetrieb in der Nähe von Jena. Es handelt sich um Jersey-Holstein-Kreuzungen. Die Tiere werden unmittelbar nach der Geburt in das Friedrich-Loeffler-Institut gebracht. Sie sind zu Beginn der Versuche 2,5 -3 Stunden alt und werden einzeln in Boxen gehalten. Zehn Kälber werden oral (durch Eingabe in den Mund) mit Noroviren infiziert, die von einem infizierten Kalb aus dem Jahr 1980 stammen. Die Kälber bekommen innerhalb weniger Stunden schweren Durchfall. Es wird die Menge der Viren im Durchfall bestimmt. Die Viren von dem Kalb mit den meisten Viren im Kot werden weiter verwendet. Diese Viren werden sechs Kälbern mit einer Flasche in den Mund eingegeben. Sechs Kälber erhalten als Kontrolltiere eine Flüssigkeit ohne Viren. Nach etwa 12 Stunden setzt bei den infizierten Kälbern schwerer Durchfall ein. Zwölf, 18-21 Stunden, bzw. 4 Tage später werden jeweils zwei infizierte und zwei Kontrolltiere getötet. Die Tötung erfolgt in Narkose. Der Bauch wird aufgeschnitten, Abschnitte des Darms werden mit Formalin gefüllt. Dann werden die Kälber durch eine Überdosis Pentobarbital getötet.

Zwei Autoren wurden durch den Welcome Trust unterstützt.

Bereich: Tierseuchenforschung

Originaltitel: Infection of calves with bovine norovirus GIII.1 strain Jena virus: an experimental model to study the pathogenesis of NOROVIRUS infection

Autoren: Peter H. Otto (1), Ian N. Clarke (2), Paul R. Lambden (2), Omar Salim (2), Jochen Reetz (3), Elisabeth M. Liebler-Tenorio (4)*

Institute: (1) Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), Institut für Bakterielle Krankheiten und Zoonose, Naumburger Str. 96a, 07743 Jena, (2) Molecular Microbiology Group, School of Medicine, University of Southhampton, Großbritannien, (3) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 12277 Berlin, (4) Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), Institut für Molekulare Pathogenese, Naumburger Str. 96a, 07743 Jena

Zeitschrift: Journal of Viorology 2011: 85(22), 12013-12021

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4359



Dokument 863Titel: Der Insulin-Melatonin-Antagonismus: Studien mit LEW.1AR1-iddm-Ratten (ein Tiermodell für den menschlichen Typ-1-Diabetes mellitus)
Hintergrund: Man hat festgestellt, dass es bei zwei Arten von "Tiermodellen" für die Zuckerkrankheit Unterschiede bei den Melatoninwerten gibt. Hier wird der Melatoninspiegel bei einer dritten Variante untersucht: Ratten, die durch Genmanipulation im Alter von 60 Tagen diabetisch werden.
Tiere: 360 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt genehmigt. Es werden Ratten verwendet, bei denen durch Genmanipulation im Alter von 60 Tagen die Insulin produzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden, wodurch es zur Zuckerkrankheit kommt. Die Tiere werden als "Modell" für den Typ-1-Diabetes eingesetzt. Es werden 230 Ratten verwendet, bei denen diese Funktionsstörung auftritt sowie 130 ihrer Geschwister, bei denen sie nicht auftritt. Bei 100 der zuckerkranken Ratten werden im Alter von 60 Tagen Insulinplättchen unter die Haut des Nackens eingepflanzt. Die Plättchen geben ständig kleine Mengen Insulin ab, so dass bei diesen Tieren keine Diabetes-Symptome auftreten. Ratten dieses Typs, die kein Insulin erhalten, sterben normalerweise innerhalb von 2-3 Tagen. Ein solcher Versuch würde gegen das Tierschutzgesetz verstoßen und nicht von der Ethikkommission genehmigt werden, heißt es in der Arbeit. Aus allen drei Gruppen (diabetische Ratten ohne Insulinplättchen, diabetische Ratten mit Insulinplättchen und nicht-diabetische Ratten) werden alle drei Stunden jeweils 5 Tiere getötet. Blut- und Gewebeproben werden zur Untersuchung entnommen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Diabetes-Stiftung unterstützt.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: The insulin-melatonin antagonism: studies in the LEW-1AR1-iddm rat (an animal model of human type 1 diabetes mellitus)

Autoren: E. Peschke (1)*, K. Hofmann (1), I. Bähr (1), S. Streck (1), E. Albrecht (1), D. Wedekind (2), E. Mühlbauer (3)

Institute: (1) Institut für Anatomie und Zellbiologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Große Steinstr. 52, 06097 Halle/S., (2) Institut für Versuchstierkunde, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, (3) Sächsische Akademie der Wissenschaften, Leipzig

Zeitschrift: Diabetologia 2011: 54, 1831-1840

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4358



Dokument 864Titel: 177-Lu-Immunotherapie eines experimentellen Bauchfellkrebses zeigt vergleichbare Effektivität wie 213-Bi-Immunotherapie, aber ist im Gegensatz zu 213Bi giftig
Hintergrund: Wirksamkeit und Giftigkeit eines potentiellen Krebsmedikaments. Das Ergebnis: Therapiebeginn einen Tag nach der Injektion der Krebszellen ist effektiver als acht Tage später. Das neue Mittel wirkt bei Nacktmäusen zwar gegen Bauchhöhlenkrebs, hat aber diverse tödliche Nebenwirkungen.
Tiere: 145 Mäuse (Mehr als 145 Nacktmäuse)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Bezirksregierung Ober-Bayern genehmigt. Die Nacktmäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. Nacktmäuse haben ein vermindertes Immunsystem und stoßen körperfremdes Gewebe nicht ab. Im ersten Versuch wird Gruppen von Mäusen das zu testende Immun-Arzneimittel (radioaktiver monoklonaler Antikörper) in die Bauchhöhle injiziert. Eine Stunde, 3 Stunden, 1 Tag, 3 Tage und 7 Tage später werden jeweils fünf Mäuse getötet, um die Verteilung der Substanz in diversen Organen zu untersuchen.

Im nächsten Experiment werden Nacktmäuse Krebszellen in die Bauchhöhle injiziert. Bei einer Gruppe von Mäusen erfolgt die Behandlung einen Tag nach der Krebsinjektion, bei einer anderen 8 Tage später. Als Therapie wird ein radioaktiver monoklonaler Antikörper verwendet, der bei Nacktmäusen bereits gute Wirkung gezeigt hat sowie der neue, zu testende Antikörper mit verschieden starken radioaktiven Eigenschaften. Die Behandlung erfolgt durch Injektion in die Bauchhöhle. Kontrolltieren wird eine wirkungslose Kochsalzlösung verabreicht. Je nach Gruppe sterben die Mäuse früher oder später. Die Kontrollmäuse sind alle nach etwa 30 Tagen tot. Mäuse, die Anzeichen von Tumoren, Bauchwassersucht oder Abmagerung zeigen, werden mit Kohlendioxid erstickt. Überlebende Mäuse werden nach 250 Tagen getötet.

Im dritten Versuch soll die Giftigkeit des neuen Antikörpers getestet werden. Gruppen von Mäusen erhalten die Substanz unterschiedlich stark radioaktiv in die Bauchhöhle injiziert. Einmal wöchentlich wird aus der Halsvene eine Blutprobe entnommen. Nach 7 Wochen werden die Tiere getötet, um ihre Organe zu untersuchen. Bei einigen Mäusen, die mit dem neuen Therapeutikum behandelt wurden, tritt zwar kein Bauchhöhlenkrebs auf, dafür aber Lymphknoten-, oder Lebertumore sowie Nierenversagen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das 7. Rahmenprogramm der EU-Kommission unterstützt.

Bereich: Nuklearmedizin, Krebsforschung

Originaltitel: 177Lu-immunotherapy of experimental peritoneal carcinomatosis shows comparable effectiveness to 213-Bi-immunotherapy, but causes toxicity not observed with 213Bi

Autoren: Christof Seidl (1)*, Christine Zöckler (1), Roswitha Beck (1), Leticia Quintanilla-Martinez (2), Frank Bruckertseifer (3), Reingard Senekowitsch-Schmidtke (1)

Institute: (1) Abteilung für Nuklearmedizin, Technische Universität München, Ismeninger Str. 22, 81675 München, (2) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Tübingen. Tübingen, (3) European Commission Joint Research Centre, Institut für Transuran-Elemente, Karlsruhe

Zeitschrift: European Journal of Nuclear Medicine Molecular Imaging 2011: 38, 312-322

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4357



Dokument 865Titel: Verminderung von Eisen im Darmlumen verändert die Mikroflora und verhindert eine Morbus Crohn-ähnliche Darmentzündung
Hintergrund: Zusammenhang zwischen Eisensulfatgehalt im Futter und Morbus Crohn.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden durch eine Genehmigungsbehörde in Bayern genehmigt. Es werden "normale" (Wildtyp-) und gentechnisch veränderte Mäuse verwendet. Diese sind so manipuliert, dass sie im Alter von 18 Wochen eine schwere Darmentzündung entwickeln. Sie werden als "Modell" für Morbus Crohn beim Menschen verwendet. Die Genmäuse stammen aus dem Biomedical Science Research Center ‚Al. Fleming’, Vari, Griechenland. Die Mäuse werden in mehrere Gruppen aufgeteilt, jeweils mit Wildtyp- und Genmäusen. Einige Gruppen erhalten 11 Wochen lang Futter mit oder ohne Eisensulfat. Jeweils vier Gruppen erhalten zudem einmal wöchentlich ein Eisenpräparat in die Bauchhöhle injiziert – jede Gruppe in einer anderen Dosierung. Bei den Kontrolltieren wird statt des Eisenpräparats eine Kochsalzlösung injiziert. Im Alter von 18 Wochen werden die Mäuse durch Genickbruch getötet. Ihr Darm wird herausgeschnitten und gewebekundlich untersucht. Bei den Mäusen einiger Gruppen hat sich eine schwere Darmentzündung entwickelt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Gastroenterologie-Forschung

Originaltitel: Depletion of luminal iron alters the gut microbiota and prevents Crohn’s disease-like ileitis

Autoren: Tanja Werner (1), Stefan J. Wagner (1), Ines Martinez (2), Jens Walter (2), Jung-Su Chang (1), Thomas Clavel (1), Sigrid Kisling (1), Klaus Schuermann (3), Dirk Haller (1)*

Institute: (1) Biofunktionalität, ZIEL – Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung, Technische Universität München, Gregor-Mendel-Str. 2, 85350 Freising-Weihenstephan, (2) Department of Food Science and Technology, University of Nebraska, Lincoln, Nebraska, USA, (3) Abteilung Molekulare Ernährung, ZIEL – Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung, Technische Universität München, Freising-Weihenstephan

Zeitschrift: Gut 2011: 60, 325-333

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4356



Dokument 866Titel: Unterscheidung von Schmerzwahrnehmungsreflexen durch TTX-Resistenz und Opioid-Empfindlichkeit, die durch Ab- und C-Fasern bei der Katze hervorgerufen werden
Hintergrund: Untersuchungen zur Nervenimpulsweiterleitung.
Tiere: 14 Katzen
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden von der "Ethikkommission der Universität Göttingen" genehmigt. Es werden Katzen nicht genannter Herkunft, beiderlei Geschlechts im Alter von 1,5 bis 2,7 Jahren verwendet. Die Katzen werden unter Narkose operiert. Für Details der Operation wird auf eine Arbeit des federführenden Autors aus dem Jahr 2000 verwiesen. Aus einer anderen Veröffentlichung des Autors geht hervor, dass bei den Katzen ein Hirntod ausgelöst wird, indem die zum Kopf führenden Halsarterien freigelegt und vollständig abgebunden werden, so dass das Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wird. Das Herz schlägt aber weiter. Die Narkose wird abgestellt! Die Katze wird durch Pancuroniumbromid gelähmt und künstlich mit Luft beatmet. Die Körpertemperatur wird mit einer Heizmatte auf 37,5 Grad gehalten.

In der vorliegenden Arbeit werden folgende Experimente beschrieben: Verschiedene Nerven eines Hinterbein werden freigelegt und es wird Tetrodotoxin auf die Nerven geträufelt, das Gift des Kugelfisches. Das Gift unterbricht die Impulsweiterleitung des Nervs. Auf die Pfote wird ein Hitzestrahl von 48-52 Grad gerichtet. Am oberen Ende des Nervs, nahe dem Rückenmark, werden die ankommenden Impulse gemessen. Die Nerven werden elektrisch gereizt und wiederum die ankommenden Impulse am Rückenmark gemessen. Nach 60-70 Minuten wird das Tetrodotoxin abgewaschen und weitere 60-75 Minuten später wird Capsaicin aufgeträufelt, eine reizende Substanz, die z.B. aus Chilischoten gewonnen wird. Das Rückenmark wird mit Opioiden (schmerzlindernden Mittel) umspült oder diese werden in eine Vene injiziert. Die Messungen zur Impulsweiterleitung werden wiederholt. Schließlich werden die Katzen durch Injektion von Kaliumchlorid getötet. Das Gift löst einen Herzstillstand aus.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Differentiation between Ab and C fibre evoked nociceptive reflexes by TTX resistance and opioid sensitivity in the cat

Autoren: Eike D. Schomburg (1)*, Payam Dibaj (2), Heinz Steffens (1)

Institute: (1) Institut für Physiologie, Universität Göttingen, Humboldtallee 23, 37073 Göttingen, (2) Abteilung für Neurogenetik, Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen

Zeitschrift: Neuroscience Research 2011: 69, 241-245

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4355



Dokument 867Titel: Reaktionen des spinal-motorischen Systems auf den u-Opioid-Rezeptor-Agonisten DAMGO bei der Katze
Hintergrund: Untersuchungen zur Nervenimpulsweiterleitung.
Tiere: 16 Katzen
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden von der Genehmigungsbehörde in Niedersachsen genehmigt. Es werden erwachsene Katzen beiderlei Geschlechts und nicht genannter Herkunft verwendet. Die Katzen werden narkotisiert. Die zum Kopf führenden Halsarterien werden freigelegt und vollständig abgebunden, so dass das Gehirn nicht mehr mit Blut versorgt wird. Die Katze ist damit hirntot. Das Herz schlägt aber weiter. Die Narkose wird abgestellt! Die Katze wird durch Pancuroniumbromid gelähmt und künstlich mit Luft beatmet. Die Körpertemperatur wird mit einer Heizmatte auf 37,5 Grad gehalten. Nun wird über der Lendenwirbelsäule die Haut aufgeschnitten und es werden Fenster in vier Wirbel geschnitten. Sämtliche Nerven, die vom Rückenmark zum linken Hinterbein führen, werden durchtrennt und an die Enden werden Elektroden angebracht. Im linken Hinterbein werden fast alle Nerven durchtrennt, außer den Nerven, die zur Fußsohle ziehen. An den Nervenenden werden ebenfalls Elektroden befestigt. Die Nervenenden im Bein werden elektrisch gereizt und Elektroden an den abgeschnittenen Rückenmarksnerven zeichnen die ankommenden elektrischen Impulse auf. Auf die Fußsohle wird ein Hitzestrahl gerichtet, um die Schmerzweiterleitung zu untersuchen. Dann wird eine Testsubstanz in eine Vene injiziert, deren schmerzlindernde Wirkung getestet werden soll. Die Nervenreizungen und –aufzeichnungen werden wiederholt. Am Ende der Experimente werden die Katzen durch Injektion von Kaliumchlorid getötet.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Spinal motor actions of the u-opoid receptor agonist DAMGO in the cat

Autoren: Heinz Steffens*, Eike D. Schomburg

Institute: Institut für Physiologie, Universität Göttingen, Humboldtallee 23, 37073 Göttingen

Zeitschrift: Neuroscience Research 2011: 70, 44-54

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4354



Dokument 868Titel: Natürlich vorkommende Autoantikörper gegen ß-Amyloid: Untersuchungen ihrer Rolle bei transgenen Tieren und in In-vitro-Modellen der Alzheimer Krankheit
Hintergrund: Untersuchung der Rolle eines Antikörpers bei gentechnisch veränderten "Alzheimer-Mäusen".
Tiere: 118 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden gentechnisch veränderte Mäuse verwendet, die menschliche ß-Amyloid-Ablagerungen in ihren Nervenfasern ablagern, die charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind. Die Mäuse werden daher als "Modell" für die Alzheimer-Krankheit verwendet. Die Tiere werden über mindestens 8 Generationen mit "normalen" Mäusen gekreuzt. Ihre Nachkommen weisen z.T. die genetische Veränderung auf, z.T. nicht (Wildtyp-Mäuse). Es werden Mäuse beider Typen im Alter von 4 und 13 Monaten verwendet. Den Tieren werden einmal täglich 4 Wochen lang Antikörper in die Bauchhöhle injiziert, die gegen ß-Amyloid gerichtet sind, und die die Ablagerungen verhindern sollen. Ein Teil der Mäuse wird 5 Tage nach der letzten Injektion getötet, um die Hirnstrukturen zu untersuchen. Mit anderen Mäusen wird ein Verhaltenstest gemacht. Eine Maus wird für 10 Minuten in eine Kiste gesetzt, in der sich zwei identische Objekte befinden. 30 Minuten später wird die Maus erneut in die Kiste gesetzt. Das eine Objekt wurde allerdings an einer anderen Stelle platziert. Beschäftigt sich die Maus mehr mit dem Objekt an der neuen Stelle als mit dem nicht versetzen Objekt, wird das als gute Gedächtnisleistung gewertet, da die Maus gemerkt hat, dass das Objekt verschoben wurde. Wenn die Maus also viel an dem versetzen Objekt schnüffelt, hat der Test-Antikörper gewirkt und hat Alzheimer bei ihr verhindert.

Der Antikörper wurde bereits an einer kleinen Anzahl Patienten erprobt und hat gute Resultate gezeigt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Universitätskliniken Marburg-Gießen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Naturally occurring autoantibodies against ß-amyloid: investigating their role in transgenic animal and in vitro models of Alzheimer’s Disease

Autoren: Richard Dodel(1)*, Karthikeyan Balakrishnan (1), Kathy Keyvani (2), Oliver Deuster (1), Frauke Neff (1), Luminita-Cornelia Andrei-Selmer (1), Stephan Röskam (1), Carsten Stüer (3), Yousef Al-Abed (4), Carmen Noelker (1), Monika Balzer-Geldsetzer (1), Wolfgang Oertel (1), Yansheng Du (5), Michael Bacher (1)

Institute: (1) Neurologische Klinik, Philipps-Universität Marburg, Baldingerstraße, 35043 Marburg, (2) Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universität Essen, Essen, (3) Abteilung für Neurochirurgie, Technische Universität München, München, (4) Laboratory of Medicinal Chemistry, The Feinstein Institute for Medical Research, Manhasset, New York, USA, (5) Department of Neurology, Indiana University Medical School, Indianapolis, Indiana, USA

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2011: 31(15), 5847-5854

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4353



Dokument 869Titel: Telemetrische Hirndruckmessung mit dem ersten CE-anerkannten Gerät: Daten aus Tierversuchen und erste klinische Erfahrungen
Hintergrund: Test zweier neuer Sonden zur Messung des Hirndrucks.
Tiere: 14 Tiere verschiedener Arten (5 Ratten, 9 Minipigs)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Ratten wird nicht genannt. Bei den Ratten wird unter Narkose ein Schnitt in die Bauchdecke gemacht. Eine neu entwickelte Druckmesssonde sowie eine herkömmliche, in der Humanmedizin eingesetzte Sonde werden in die Bauchhöhle einoperiert. Die Bauchdecke wird zugenäht. Die Schläuche der Sonden führen zu einem Messgerät, das unter der Haut der Flanke einoperiert wird. Es erfolgen Druckmessungen über etwa 60 Minuten. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt.

In einem zweiten Experiment werden 9 männliche Minischweine aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark, verwendet. Bei den Tieren wird unter Narkose die Kopfhaut aufgeschnitten und es werden zwei Bohrlöcher (1 cm) in den Schädelknochen gebohrt. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten. In ein Loch wird eine herkömmliche, in der Humanmedizin eingesetzte, Hirndruckmesssonde in das Hirngewebe eingeführt. In das zweite Loch werden zwei neue Hirndruckmesssonden eingelassen, eine in das Hirngewebe und eine unterhalb der harten Hirnhaut. Der richtige Sitz der Sonden wird durch Röntgenbilder bestätigt. Die Löcher werden mit Schwämmen zur Blutstillung und Wachs verschlossen, die Kopfhaut wird vernäht. Die Schweine erwachen aus der Narkose. Nach 3 und 6 Monaten werden die Tiere erneut narkotisiert, um die herkömmliche Sonde auszutauschen. Dazu wird ein neues Loch gebohrt. Nach 9 und 12 Monaten werden insgesamt fünf Schweine auf nicht genannte Weise getötet. Die vier verbleibenden Schweine lebten noch zum Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Sie sollen nach zwei Jahren getötet werden. Die neuen Messsonden wurden über einen Zeitraum von 19 Tagen bei einer Patientin implantiert.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Universität des Saarlandes, RWTH Aachen und Raumedic AG (die Firma, die alle drei getesteten Messsonden herstellt).

Bereich: Neurochirurgie

Originaltitel: Telemetric ICP measurement with the first CE-approved device: data from animal experiments and initial clinical experiences

Autoren: Michael Kiefer (1)*, Sebastian Antes (1), Steffen Leonhardt (2), Melanie Schmitt (1), Berk Orakcioglu (3), Oliver W. Sakowitz (3)

Institute: (1) Klinik für Neurochirurgie, Universitätskliniken des Saarlands, Kirrbergerstraße, 66421 Homburg, (2) Helmholtz-Institut, RWTH Aachen, (3) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 111-116

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4352



Dokument 870Titel: Hirndruck-Telemetrie: Erste Erfahrungen aus einer experimentellen In-vivo-Studie unter Verwendung eines neuen Gerätes
Hintergrund: Test zweier neuer Sonden zur Messung des Hirndrucks.
Tiere: 13 Schweine (Göttinger Minipigs)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Minischweine stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark. Bei den Tieren wird unter Narkose die Kopfhaut aufgeschnitten und es werden zwei Bohrlöcher (1 cm) in den Schädelknochen gebohrt. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten. In ein Loch wird eine herkömmliche, in der Humanmedizin verwendete Sonde zur Messung des Hirndrucks eingeführt. In das zweite Loch wird eine neue Sonde unter die harte Hirnhaut gesteckt. Neunzig Minuten lang wird der Hirndruck mit beiden Sonden gemessen. Dann wird eine andere, neue Sonde in das Hirngewebe gesteckt. Es folgen Messungen über weitere 90 Minuten. Schließlich werden die Sonden entfernt, und die Haut wird zugenäht. Die Schweine erwachen aus der Narkose und werden nicht getötet. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Studie wurde durch die Firma Raumedic GmbH, die alle drei getesteten Messsonden herstellt, finanziert. Co-Autor Michael Kiefer ist Berater der Firma.

Bereich: Neurochirurgie

Originaltitel: Intracranial pressure telemetry: First experience of an experimental in vivo study using a new device

Autoren: Berk Orakcioglu (1)*, Christopher Beynon (1), Modar M. Kentar (1), Regina Eymann (2), Michael Kiefer (2) Oliver W. Sakowitz (1)

Institute: (1) Neurochirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, (2) Klinik für Neurochirurgie, Universitätskliniken des Saarlands, 66421 Homburg

Zeitschrift: Intracranial Pressure and Brain Monitoring XIV, 2012: 105-109

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4351



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