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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4391Titel: Wirkung eines 50-Hz Magnetfeldes mit niedriger Intensität auf Ratten, bei denen epileptische Anfälle hervorgerufen werden
Hintergrund: Wirkung eines magnetischen Feldes auf epileptische Anfälle
Tiere: 40 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten werden unter Narkose Elektroden in einem bestimmten Gehirnbereich implantiert. Die Elektroden werden mit Schrauben und Dentalzement am Schädel befestigt. Die Tiere dürfen sich 2 Wochen von der Operation erholen.

Über die Elektroden wird die Gehirnregion elektrisch stimuliert, bis mindestens 10 aufeinanderfolgende schwere epileptische Anfälle ausgelöst werden. Nun erfolgen elektrische Stimulationen mit ansteigender Intensität in einminütigem Abstand. Auf diese Weise wird die Schwelle der niedrigsten Intensität ermittelt, bei der noch Anfälle ausgelöst werden können. Die Versuche werden alle 2 Tage wiederholt, bis die Ratten reproduzierbare Anfallsschwellen zeigen.

Die Tiere werden nun einzeln in kleine Käfige gesetzt, die sich in einer Kammer befinden. Die eine Hälfte der Ratten wird in der Kammer für 1 oder 2 Stunden einem magnetischen Feld (50 Hz) ausgesetzt. Die Kontrolltiere sitzen für 1 oder 2 Stunden in der Kammer, ohne dem magnetischen Feld ausgesetzt zu werden. Während dieser Zeit werden alle Tiere wieder mit ansteigender Intensität elektrisch stimuliert. Die Schwere der Anfälle wird anhand der Symptome ermittelt. Sie umfassen Bewegungslosigkeit, Schließen der Augen, Zucken der Schnurrhaare, Schnüffeln, Gesichtskrämpfe, Nicken des Kopfes, Krämpfe der Vorderbeine, Aufbäumen, Verlust der Balance, Umfallen bis hin zu Krampfanfällen.

In einem zweiten Versuchsaufbau werden andere Ratten dem magnetischen Feld dauerhaft, d.h. 24 Stunden am Tag, 7 Tage pro Woche über 8 Wochen ausgesetzt. Diese Ratten werden einmal täglich elektrisch stimuliert, bis mindestens 10 aufeinanderfolgende Anfälle ausgelöst werden. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Hirnforschung, Epilepsieforschung

Originaltitel: Effect of low-intensity 50-Hz magnetic fields on kindling acquisition and fully kindled seizures in rats

Autoren: Heidrun Potschka (1), Susanne Thun-Battersby (1), Wolfgang Löscher (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie, Tierärztliche Hochschule Hannover, 30173 Hannover

Zeitschrift: Brain Research 1998: 809, 269-276

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 602



Dokument 4392Titel: Knock-in der Na,K-ATPase Untereinheit ß1 verhindert Lethalität eines ß2 Mangels bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchungen über den molekularbiologischen Aufbau einer Zell-Ionenpumpe
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: In Zellen einiger Organe reguliert eine sog. Ionenpumpe den Transport von Natrium und Kalium in und aus der Zelle. Die Ionenpumpe besteht aus mehreren Untereinheiten. Mit gentechnischen Methoden werden Mäuse produziert, denen die Erbsubstanz einer Untereinheit in das Gen für eine andere Untereinheit gepflanzt wird. Je nach Fragestellung werden die gentechnisch veränderten sowie normale Mäuse zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bis zu einem Lebensalter von 9 Monaten, getötet. Gehirn und Netzhaut der Augen werden untersucht. Einige Mäuse werden unter Narkose mit einer formalinhaltigen Lösung durchströmt, bevor auch sie getötet werden.

Bereich: Neurologie, Molekularbiologie, Gentechnik

Originaltitel: Na,K-ATPase subunit ß1 knock-in prevents lethality of ß2 deficiency in mice

Autoren: Philipp Weber (1), Udo Bartsch (1), Melitta Schachner (1),(2), Dirk Montag (1),(3)*

Institute: (1) Abteilung für Neurobiologie, Schweizer Bundesinstitute für Technologie, Zürich, (2) Zentrum für Molekulare Neurobiologie, Universität Hamburg, und (3)* Forschungsgruppe Neurogenetik, Leibniz Institut für Neurobiologie, 39118 Magdeburg

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 1998: 18, 9192-9203

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 601



Dokument 4393Titel: Die akute Hepatotoxizität des Exotoxin A von Pseudomonas aeruginosa bei Mäusen hängt von T-Zellen und TNF ab
Hintergrund: Abhängigkeit einer durch ein Bakteriengift hervorgerufenen Leberschädigung vom Vorhandensein bestimmter Abwehrzellen
Tiere: 36 Mäuse (mindestens, wahrscheinlich erheblich mehr)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mäusen wird ein Bakteriengift in verschiedenen Konzentrationen in eine Vene gespritzt. Die Mäuse entwickeln innerhalb von 12 Stunden einen Leberschaden. Bei der höchsten Dosis sterben die Mäuse innerhalb von 16 Stunden an Leberversagen. Es folgen Versuche mit 6 verschiedenen Mäusestämmen. Die Tiere der einzelnen Stämme weisen, bedingt durch züchterische oder gentechnische Maßnahmen, unterschiedliche Eigenschaften auf. Beispielsweise fehlt einem Nacktmäusestamm die für die Funktionstüchtigkeit der körpereigenen Abwehr wichtige Thymusdrüse. Bei einigen Mäusen werden bestimmte Abwehrzellen des Blutes durch Injektion von Antikörpern unwirksam gemacht. Wieder andere Tiere erhalten Giftbestandteile von Salmonellen. Insgesamt ergeben sich 12 verschiedene Versuchsanordnungen. Allen Tieren wird nun das Bakteriengift injiziert. Am Ende der Versuche werden die Mäuse mit einer tödlichen Dosis eines Narkosemittels getötet. Aus ihren Herzen wird Blut zur Untersuchung entnommen. Die Leber wird herausgeschnitten und untersucht.

Bereich: Immunologie

Originaltitel: Acute hepatotoxicity of Pseudomonas aeruginosa exotoxin A in mice depends on T cells and TNF

Autoren: Jens Schürmann (1), Sabine Angermüller (3), Renate Bang (1), Michael Lohoff (2), Gisa Tiegs (1)*

Institute: (1)* Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, 91054 Erlangen, (2) Institut für Klinische Mikrobiologie und Immunologie, Universität Erlangen-Nürnberg, und (3) Abteilung für Anatomie und Zellbiologie II, Universität Heidelberg

Zeitschrift: The Journal of Immunology 1998: 161, 5745-5754

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 600



Dokument 4394Titel: Extrazelluläre Einzel-Ableitungen von piriformen Kortex-Neuronen bei Ratten: Einfluß verschiedener Anästhesieformen und Charakterisierung von Neuronen durch pharmakologische Manipulation von Serotoninrezeptoren
Hintergrund: Untersuchung des Einflusses verschiedener Anästhesieverfahren auf Nervenzellen des Gehirns
Tiere: 75 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten werden 4 unterschiedliche Formen der Anästhesie ausgetestet, mit dem Ziel die beste Anästhesie für eine bestimmte elektrophysiologische Messung im Gehirn zu finden. Bei der ersten Art der Narkose wird den Tieren eine Substanz in die Bauchhöhle gespritzt. Dann wird die gleiche Substanz über eine Vene am Bein kontinuierlich infundiert. Anschließend schneidet man die Luftröhre ein und legt einen kleinen Schlauch hinein, über den die Tiere künstlich beatmet werden. Die Körpertemperatur wird über eine Sonde im Rektum, die mit einer Wärmematte verbunden ist, konstant gehalten. Die Herzfrequenz und der Blutdruck werden überwacht und die Tiefe der Anästhesie durch ein kurzes Kneifen mit einer Klemme in die Pfoten der Tiere überprüft. Bei gleicher Vorgehensweise werden anderen Ratten noch zwei weitere Kombinationen von Substanzen zur Anästhesie in das Bauchfell gespritzt. Dabei wird den Tieren einer Versuchsgruppe zusätzlich ein Nerv durchtrennt, der für die Produktion von Speichel zuständig ist. Bei einer weiteren Versuchsgruppe läßt sich durch Injektion einer Substanz in die Bauchhöhlel keine ausreichende Anästhesie erzielen, so daß die Narkose intravenös eingeleitet werden muß. Da die Ratten dabei bei Bewußtsein sind, bedeutet das einen besonderen Streß für die Tiere und die Narkose wird auf eine andere Methode umgestellt. Bei einer anderen Gruppe experimentiert man an Ratten, die bei Bewußtsein sind und lediglich eine Lokalanästhesie erhalten. Die Muskeln dieser Tiere werden dabei durch Medikamente gelähmt. Bei allen Tieren werden schließlich elektrophysiologischen Messungen durchgeführt. Dazu wird ein Loch in den Schädel der Ratten gebohrt und eine spezielle Elektrode in das Gehirn vorgeschoben. Dabei sollen besondere Nervenzellen in einem bestimmten Gehirnabschnitt identifiziert werden. Um die Nervenzellen zu stimulieren, wird eine Substanz über Pipetten direkt in das Gehirn verabreicht. Werden keine dieser Nervenzellen gefunden, wird die Elektrode an einer anderen Stelle ins Gehirn eingebracht. Nach erfolgreicher Suche wird die Aktivität der Nervenzelle über 10 Minuten gemessen. Dann wird den Tieren eine von drei verschiedenen Substanzen über kleine Pipetten in das Gehirn verabreicht. Zusätzlich erhalten die Ratten über eine Beinvene eines von zwei Medikamenten. Dabei wird die Aktivität der Nervenzellen weiterhin überprüft. Am Ende der Messungen wird der Sitz der Elektrode im Gehirn durch Anlegen einer Stromspannung markiert. Das Herz der Tiere wird mit einer Lösung durchspült, das die Gewebe konserviert. Das Gehirn wird entnommen und untersucht.

Bereich: Hirnforschung, Pharmakologie

Originaltitel: Extracellular single-unit recordings of piriform cortex neurons in rats: influence of different types of anesthesia and characterization of neurons by pharmacological manipulation of serotonin receptors

Autoren: Petra Bloms-Funke (1), Manuela Gernert (1), Ulrich Ebert (1), Wolfgang Löscher (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmakologie, Veterinärmedizinische Hochschule, 30559 Hannover

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Research 1999: 55, 608-619

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 599



Dokument 4395Titel: Mögliche karzinogene Effekte von Röntgenstrahlen in einer Studie mit mehreren Mäusegenerationen
Hintergrund: Untersuchung zur Auslösung und Entstehung von Krebs
Tiere: 4279 Mäuse
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Mäuse werden im Alter von 9 Wochen in 4 Gruppen eingeteilt. Bei zwei Gruppen werden die Mäuse anästhesiert und in seitlicher Position auf einer Acrylglasplatte fixiert. Dann werden die Hoden der Tiere einmal von jeder Seite im 24-Stunden Intervall mit Röntgenstrahlen bestrahlt. Die beiden Gruppen unterscheiden sich in der Energiedosis der verwendeten Röntgenstrahlung. Einer anderen Versuchsgruppe spritzt man zweimal mit 24 Stunden Abstand eine Substanz unter die Haut, die unter dem Verdacht eines erhöhten Krebsrisikos steht. Die letzte Gruppe erhält zwei Injektionen mit einfacher Kochsalzlösung und dient als Kontrollgruppe. 1, 3 und 9 Wochen nach diesen Behandlungen werden die Männchen mit unbehandelten Weibchen gepaart. Der Nachwuchs wird im Alter von 6 Wochen in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhält eine einmalige Injektion der Substanz, die in Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs gebracht wird. Der anderen Gruppe wird einfache Kochsalzlösung unter die Haut gespritzt. Um die Tiere unterscheiden zu können, werden ihnen Mikrochips unter der Haut eingepflanzt. Alle Mäuse werden nun für den Rest ihres Lebens beobachtet und hinsichtlich der Entstehung von Tumoren untersucht. Sterbende Tiere werden mit Kohlendioxid getötet, man läßt sie ausbluten und obduziert sie anschließend. An Teilen der linken Lunge wird das Erbmaterial untersucht. Mäuse, die man tot auffindet, werden ebenfalls obduziert.

Bereich: Pathologie, Krebsforschung

Originaltitel: Possible carcinogenic effects of X-rays in a transgenerational study with CBA mice

Autoren: U.Mohr (1)* , C.Dasenbrock (2), T.Tillmann (1), M.Kohler (2), K.Kamino (1), G.Hagemann (1), G.Morawietz (2), E.Campo (3), M.Cazorla (3), P.Fernandez (3), L.Hernandez (3), A.Cardesa (3), L.Tomatis (4)

Institute: (1)* Institut für Experimentelle Pathologie, Medizinische Hochschule Hannover, 30625 Hannover, (2) Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung, Hannover; (3) Departamento de Anatomia Patologica, Hospital Clinic, Barcelona, Spanien, und (4) Instituto per l`Infanzia, Trieste, Italien

Zeitschrift: Carcinogenesis 1999: 20, 325-332

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 598



Dokument 4396Titel: Durch Ethylnitrosoharnstoff induzierte maligne Schwannome bei Ratten: zwei verschiedene Loki auf Chromosom 10 sind an der Tumoranfälligkeit und Onkogenese beteiligt
Hintergrund: Untersuchung der genetischen Hintergründe der Tumorentstehung bei verschiedenen Rattenarten
Tiere: 100 Ratten (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wird mit zwei unterschiedlichen Rattenarten durchgeführt. Bei eine Art lassen sich chemisch bösartige Tumoren eines Gesichtsnerven hervorrufen, bei der anderen Art nicht. Zur Untersuchung der Erbanlage des Tumors werden die Ratten beider Arten miteinander gekreuzt. Die Nachkommen der ersten Generation werden wiederum miteinander gepaart. So entstehen die erste und die zweite Nachfolgegeneration. Zur Untersuchung des Erbgutes trennt man den Ratten nach der Entwöhnung von den Müttern ein Stück Schwanz ab. Die Tiere beider Rattenarten, sowie die erste und zweite Nachfolgegeneration erhalten 25 Stunden nach der Geburt eine Injektion einer Substanz unter die Haut, die den Tumor entstehen läßt. 10 Tage danach werden die Tiere zweimal wöchentlich neurologisch untersucht. Ratten, die Tumore aufweisen, abgemagert oder kurzatmig sind, Anzeichen von Lähmungen oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen, werden mit Kohlendioxid erstickt/getötet und obduziert.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Ethylnitrosourea-induced development of malignant schwannomas in the rat: two distinct loci on chromosome 10 involved in tumor susceptibility and oncogenesis

Autoren: Andrea Kindler-Röhrborn (1), Bernd U.Kölsch (1), Christine Fischer (2), Sabine Held (1), Manfred F.Rajewsky (1)*

Institute: (1)* Institut für Zell-Biologie, Medizinische Fakultät der Universität Essen und West-Deutsches Krebsforschungsinstitut Essen, 45122 Essen, und (2) Institut für Humangenetik und Anthropologie, Universität Heidelberg

Zeitschrift: Cancer Research 1999: 59, 1109-1114

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 597



Dokument 4397Titel: Der Beitrag von Endothelin auf den Tonus und die Autoregulation der Nierengefäße beim wachen Hund
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Medikamente auf die Niere
Tiere: 6 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Hunden wird eine Substanz unter die Haut gespritzt, die sie schläfrig werden läßt. Zur Anästhesie bekommen sie eine Injektion in eine Vene und danach wird die Narkose mit einem Gasgemisch fortgesetzt. Durch einen Schnitt in der linken Flanke wird ein Katheter (Plastikschlauch) über die Hauptschlagader in die linke Nierenarterie gelegt. Ein zusätzlicher Katheter wird in der linken Nierenvene plaziert. Die Vene des Eierstocks bzw. des Samenstrangs wird unterbunden. Dann wird ein aufblasbarer Ballon um die linke Nierenarterie gelegt und eine spezielle Sonde zwischen diesem Ballon und der Hauptschlagader angebracht. Die Katheter und der Ballon werden unter der Haut zum Hals der Hunde und dort schließlich nach außen geführt. Nun können sich die Tiere für mindestens 10 Tage erholen. Dabei wird ihnen jeden dritten Tag ein Antibiotikum unter die Haut gespritzt. Für das eigentliche Experiment erhalten die Hunde 90 Minuten vor und 20 Minuten nach Beginn des Versuchs eine Substanz, mit der die Funktion der Niere beurteilt werden kann. Zusätzlich wird jedem Tier eines von zwei Medikamenten oder eine Kombination beider Medikamente intravenös verabreicht. Diese Medikamente beeinflussen den Blutdruck über die Niere. In einer anderen Versuchsreihe erhalten die Hunde zusätzlich zu der Kombination der beiden Medikamente eine weitere Substanz. Die Tiere sind bei dem Versuch bei Bewußtsein und liegen auf der Seite. Der Blutdruck, die Herzfrequenz und die Durchblutung der Niere werden über einen Zeitraum von 100 Minuten aufgezeichnet und alle 20 Minuten Blutproben entnommen und untersucht. Danach wird der Ballon um die linke Nierenarterie mit ansteigendem Druck aufgeblasen und somit die Durchblutung der Niere vermindert, bis sie schließlich versiegt. Auch hierbei werden der Blutdruck, die Herzfrequenz, die Nierendurchblutung und der Blutdruck in der Niere überprüft und alle 5 Minuten Blutproben entnommen. Über den Verbleib der Hunde wird nichts berichtet.

Bereich: Physiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Contribution of endothelin to renal vascular tone and autoregulation in the conscious dog

Autoren: Heike Berthold (1), Klaus Münter (2), Armin Just (1), Hartmut R. Kirchheim (1), Heimo Ehmke (1)*

Institute: (1)* I.Physiologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg, und (2) Knoll AG, Ludwigshafen

Zeitschrift: American Journal of Physiology 1999: 276, F417-F424

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 596



Dokument 4398Titel: Zeitlicher Verlauf von enzymatischen und absorptiven Funktionen des Dünndarms von Ratten nach kurzzeitiger Gabe von kadmiumchlorid-haltiger Nahrung
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen kadmiumhaltiger Nahrung bei Ratten
Tiere: 24 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Weibliche Ratten erhalten Nahrung, die Kadmiumchlorid in unterschiedlicher Konzentration enthält. Eine Kontrollgruppe bekommt weiterhin normales Futter. Alle Tiere haben freien Zugang zu Nahrung und Trinkwasser. Die Gewichtszunahme der Ratten wird überprüft. Nach 8 Tagen wird den Tieren der Kopf abgetrennt, der Dünndarm entnommen und untersucht.

Bereich: Umwelttoxikologie

Originaltitel: Longitudinal pattern of enzymatic and absorptive functions in the small intestine of rats after short-term exposure to dietary Cadmium chloride

Autoren: B.Elsenhans (1)*, G.Hunder (1), G.Strugala (1), K.Schümann (1)

Institute: (1)* Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 80336 München

Zeitschrift: Archives of Environmental Contamination and Toxicology 1999: 36, 341-346

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 595



Dokument 4399Titel: N-Methyl-D-Aspartat-Antagonisten und Zelltod, ausgelöst durch Kopftrauma im sich entwickelnden Gehirn der Ratte
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung verschiedener Medikamente bei Hirnquetschung
Tiere: 111 Ratten (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Rattenjungen werden mit einem Narkosegas anästhesiert und danach in eine spezielle Form gelegt, die den Kopf der Tiere in einer bestimmten Position hält. Durch einen Hautschnitt wird die Schädeloberfläche freigelegt. Mit einem Gerät, bestehend aus einem 40 cm langem Stahlrohr und einer runden Fußplatte von 2 mm Durchmesser, wird durch ein fallendes 10-g-Gewicht eine Kraft von 160 gxcm senkrecht auf die rechte Schädelseite ausgeübt und das Gehirn somit gequetscht. Die Ratten sind 3, 7, 10, 14 oder 30 Tage alt. Je nach Alter der Tiere werden unterschiedliche Positionen für die Quetschung des Gehirns ausgewählt. Bei einigen Kontrolltieren wird die Kontusion nur simuliert. 24 h später erhalten die Ratten eine Überdosis eines Narkosemittels. Das Herz wird mit einer Lösung durchspült, das Gehirn entnommen und untersucht. In einer anderen Versuchsreihe wird 7 Tage alten Ratten in unterschiedlichen Zeitabständen vor und/oder nach der Quetschung des Gehirns eines von drei Medikamenten in die Bauchhöhle gespritzt. Bei den Kontrolltieren wird die Hirnquetschung simuliert. Alle Tiere werden entweder 0,5 , 2, 4, 6, 24, 48 Stunden oder 5 Tage später getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Kinderheilkunde, Unfallmedizin, Pharmakologie

Originaltitel: N-Methyl-D-aspartate antagonists and apoptotic cell death triggered by head trauma in developing rat brain

Autoren: D.Pohl (1), P.Bittigau (1), M.J.Ishimaru (2), D.Stadthaus (1), C.Hübner (1), J.W.Olney (2), L.Turski (3), und C.Ikonomidou (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Pädiatrische Neurologie, Charite-Virchow Kliniken, Kinderklinik, Humboldt Universität, 13353 Berlin, (2) Abteilung für Psychiatrie, Medizinische Fakultät der Universität Washington, und (3) Eisai London Research Laboratories, University College London, England

Zeitschrift: Proceedings of the National Academy of Science/Pharmacology 1999: 96, 2508-2513

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 594



Dokument 4400Titel: Epidermaler Wachstumsfaktor erhöht die renale Aminosäurentransportkapazität bei Ratten, die mit Aminosäuren behandelt wurden
Hintergrund: Untersuchung der Wirkungen einer Substanz (EGF) in Kombination mit verschiedenen Aminosäuren
Tiere: 80 Ratten (Anzahl nicht eindeutig)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten wird über 10 Tage zweimal täglich eine Substanz unter die Haut gespritzt. Eine Kontrollgruppe erhält eine einfache Kochsalzlösung. Dann werden die Ratten durch eine Injektion in einen Muskel anästhesiert. Ein kleiner Schlauch wird in eine Schwanzvene der Tiere plaziert, über den während des gesamten Versuchs eine Lösung verabreicht wird. Zusätzlich erhalten die Tiere über diesen Schlauch bestimmte Aminosäuren. Einigen Kontrolltieren wird dabei eine einfache Kochsalzlösung infundiert. Ein Katheter wird in die Harnblase eingeführt. In Abständen von 20 Minuten werden über 3 Stunden Urinproben entnommen und analysiert. Zweimal wird den Tieren während des Versuchs Blut aus einem Venengeflecht hinter den Augen entnommen. Der gleiche Versuchsaufbau wird auch mit einer anderen Substanz zur Überprüfung der Nierenfunktion durchgeführt. Über den Verbleib der Tiere wird nichts berichtet.

Bereich: Pharmakologie

Originaltitel: Epidermal growth factor (EGF) increases the renal acid transport capacity in amino acid loaded rats

Autoren: Ch.Fleck (1)* , J.Pertsch (1)

Institute: (1)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Klinikum der Friedrich Schiller Universität, 07740 Jena

Zeitschrift: Amino Acids 1998: 15, 307-320

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 593



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