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Datenbank Tierversuche

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Dokument 551Titel: Charakterisierung der Metastasenbildung und Virentherapie im humanen C33A Gebärmutterkrebsmodell
Hintergrund: Genmanipulierten Mäusen werden menschliche Krebszellen gespritzt, das Tumorwachstum und die Metastasenbildung beobachtet und anschließend wird der Krebs mittels Virustherapie behandelt.
Tiere: 62 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wurde von der Regierung Unterfranken und einer Behörde in San Diego, USA, genehmigt und fand offensichtlich teilweise in Würzburg und teilweise in den USA statt. Die genmanipulierten Nacktmäuse stammen von der Zucht Harlan Winkelmann in Borchen. Den Tieren fehlt die Thymusdrüse, was eine Schwächung des Immunsystems bewirkt, so dass eingepflanztes fremdes Gewebe nicht abgestoßen wird. Den Mäusen werden Millionen menschliche Gebärmutterhalskrebszellen unter die Haut in die rechte Flanke gespritzt. Wöchentlich bis zu 49 Tage nach der Tumorimplantation werden 6 – 7 Tiere mittels Fluoreszensbildgebung, bei der die Tumorzellen sichtbar gemacht werden, untersucht. Hierfür werden die Tiere betäubt. Die Tumorgröße und die Metastasenbildung nehmen im Verlauf des Versuchs zu. Wenn der Tumor eine bestimmte Größe erreicht hat, erhalten jeweils 12 Tiere entweder eine Viruslösung als Therapie oder als Kontrolle eine wirkungslose Substanz. Nach 14 Tagen nimmt bei der mit Virus behandelten Gruppe die Tumorgröße ab, bei der Kontrollgruppe nicht. Am Ende werden die Tiere mittels Kohlendioxid getötet.

Der Versuch wurde von der Abteilung Forschung und Entwicklung der Genelux Corporation, San Diego, USA unterstützt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Characterization of metastasis formation and virotherapy in the human C33A cervical cancer model

Autoren: Ulrike Donat (1) Juliane Rother (1), Simon Schäfer (1), Michael Hess (1), Barbara Härtl (1, 4), Christina Kober (1), Johanna Langbein-Laugwitz (1), Jochen Stritzker (1,2), Nanhai G. Chen (2, 3) Richard J. Aguilar (2), Stephanie Weibel (1), Aladar A. Szalay (1, 2, 3, 4, 5)*

Institute: (1) Lehrstuhl für Biochemie, Biozentrum, Universität Würzburg, Am Hubland, 97074 Würzburg, (2) Genelux Corporation, San Diego Science Center, San Diego, Kalifornien, USA, (3) Department of Radiation Medicine and Applied Sciences, Rebecca & John Moores Comprehensive Cancer Center, Universität Kalifornien, San Diego, USA, (4) Genelux GmbH, Bernried, (5) Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin, Universität Würzburg, Josef-Schneider-Str. 2, Haus D15, 97080 Würzburg

Zeitschrift: PLoS One. 2014: 9(6); e98533

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4607



Dokument 552Titel: Datenkalibrierung und –reduktion ermöglicht bei Mäusen Verhaltensmuster bei psychosozialen Einfluss sichtbar zu machen
Hintergrund: An genmanipulierten Mäusen werden Einflussfaktoren für psychiatrische Erkrankungen untersucht, indem die Tiere unter anderem sozialem Stress, Elektroschocks sowie zahlreichen Verhaltenstests unterzogen werden.
Tiere: 57 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Behörde in Niedersachsen genehmigt. Verwendet werden männliche Mäuse aus der Zucht von Charles River, Sulzfeld. Es werden zwei Versuchsreihen durchgeführt. Im ersten Versuch werden 15 Mäuse ab einem Alter von 4 Wochen in Isolation in strukturlosen Käfigen aufgezogen. 13 Mäuse werden unter angereicherten Umweltbedingungen (Tunnel, Laufrad, Käfig mit zwei Abteilen) in Gruppen zu 3-4 Tieren gehalten. Im zweiten Versuch werden 14 Tiere unter angereicherten Umweltbedingungen gehalten, und 15 Tiere werden sozialer Unterlegenheit ausgesetzt. Dazu wird eine Maus als Eindringling in den Käfig einer anderen Maus gesetzt. Das Verhalten der Mäuse wird beobachtet, bis die ersten Anzeichen von Angriffen auftreten. Dann wird das fremde Tier mit einem Drahtgitter geschützt für 1 Stunde im Käfig belassen. Diese Prozedur wird 3 Wochen lang täglich wiederholt, wobei die fremde Maus jedes Mal in den Käfig einer neuen Maus gesetzt wird.

Ab einem Alter von 8 Wochen werden isoliert oder in angereichterter Umgebung gehaltene Tiere einzeln zahlreichen Verhaltenstests unterzogen.

Im Offenen-Feld-Test werden die Tiere in eine Box gesetzt und es wird 10 Minuten lang beobachtet, wie lange sie sich bewegen, aufrichten, welche Distanz sie zurücklegen und wie lange sie sich in der Mitte (ungeschützter Bereich) aufhalten. Der gleiche Versuch wird durchgeführt, wobei hier der Boden der Box mit Löchern versehen ist. Als Maß für die Neugier wird ermittelt, wie oft die Maus mit der Nase an einem Loch stöbert und wie lange sie insgesamt die Löcher erkundet.

Die Präferenz für Licht (Angst einflößend) oder Dunkelheit (geschützt) wird ermittelt, indem das Tier 5 Minuten lang in eine Vorrichtung gesetzt wird, bei dem es zwischen einer dunklen und hellen Box wählen kann.

In einem weiteren Test werden die Tiere kopfüber mit Klebeband an der Schwanzspitze an einer Stange fixiert. Es wird 6 Minuten lang beobachtet, wie die Maus kämpft, um sich aus der Situation zu befreien.

In einem Plus-förmigen Labyrinth mit 2 offenen (Angst einflößend) und 2 geschlossenen (geschützt) Armen wird 5 Minuten lang beobachtet, wie lange sich das Tier in einem offenen oder geschlossenen Arm aufhält.

In einem weiteren Test erfolgt die Angstkonditionierung mittels Elektroschock. Hierzu werden die Tiere einzeln in eine Box gesetzt, die am Boden ein Metallgitter hat, über das die Elektroschocks verabreicht werden. Am ersten Tag wird ein Ton abgespielt und unmittelbar danach erhält das Tier einen 2 Sekunde dauernden Elektroschock. Diese Prozedur wird zweimal durchgeführt. Am nächsten Tag wird die Maus in die gleiche Box gesetzt und als Maß für die Gedächtnisleistung (d.h., die Maus erinnert sich, was ihr in dieser Box wiederfahren ist) wird ermittelt, wie lange die Maus vor Angst erstarrt. Einen weiteren Tag später wird untersucht, inwieweit sich die Maus den Zusammenhang zwischen Ton und Elektroschock gemerkt hat. Das Tier wird in eine andere Box gesetzt und es wird beobachtet, wie lange die Maus erstarrt, wenn der gleiche Ton ertönt, der zuvor zusammen mit dem Elektroschock ertönte.

Das Schmerzempfinden wird ermittelt, in dem eine Maus auf eine 52°C heiße Platte gesetzt wird. Es wird die Zeit gemessen, wann das Tier reagiert, indem es springt oder die Pfoten leckt. Dann wird die Maus zum Abkühlen auf eine Metallplatte gesetzt.

Die Arbeit wurde von der Max-Planck-Gesellschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Verhaltensforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Data calibration and reduction allows to visualize behavioural profiles of psychosocial influences in mice towards clinical domains

Autoren: Dorota M. Badowska (1), Magdalena M. Brzózka (2), Ananya Chowdhury (1, 4), Dörthe Malzahn (3)*, Moritz J. Rossner (1, 2)*

Institute: (1) Max Planck Institut für Experimentelle Medizin, Arbeitsgruppe Genexpression, Hermann-Rein-Str. 3, 37075 Göttingen, (2) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Arbeitsgruppe Molekulare Neurobiologie, Nußbaumstraße 7, 80336 München, (3) Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Genetische Epidemiologie, Humboldtallee 32, 37073 Göttingen, (4) Friedrich Miescher Institut für Biomedizinische Forschung, Basel, Schweiz

Zeitschrift: European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience 2014: DOI 10.1007/s00406-014-0532-6

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4606



Dokument 553Titel: Verstärkte Zellvermehrung im zingulären Kortex der Ratte nach Sauerstoffmangel nach der Geburt: Relevanz für Schizophrenie
Hintergrund: An Rattenbabys wird der Einfluss von Sauerstoffmangel nach der Geburt auf das Entstehen von Schizophrenie untersucht.
Tiere: 48 Ratten (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Verwendet werden 40 Rattenbabys, gezüchtet in der Tierhaltungsanlage der Universität Göttingen, von 8 schwangeren Ratten vom Züchter Charles River, Sulzfeld. Nur der männliche Nachwuchs wird verwendet, der Verbleib des weiblichen wird nicht erwähnt. 20 Jungtiere und deren Mütter werden von Tag 4-8 nach der Geburt mit einem Gasgemisch, das zu wenig Sauerstoff enthält, begast. Die 20 anderen Jungtiere werden mit normaler Luft begast. Hierzu werden die Tiere täglich 6 Stunden lang in eine Gaskammer gesetzt. Die Ratten, die Sauerstoffmangel ausgesetzt wurden, zeigen einen deutlichen Gewichtsverlust. 11 Tage nach der Geburt wird allen Jungtieren im Abstand von 2 Stunden insgesamt 4 Mal eine Injektion einer färbenden Substanz in den Bauchraum gespritzt, um die Zellteilung sichtbar zu machen. Aus beiden Gruppen werden jeweils 10 Tiere 2 Tage nach der Injektion auf unbenannte Weise getötet. Die anderen 20 Tiere werden 28 Tage nach der Injektion durch Injektion in den Bauchraum narkotisiert und getötet, in dem der Körper über das Herz mit Formalin durchströmt wird. Die Gehirne werden für Untersuchungszwecke entnommen. Was mit den Muttertieren passiert, wird nicht weiter erwähnt.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Increased cell proliferation in the rat anterior cingulate cortex following neonatal hypoxia: relevance to shizophrenia

Autoren: Evelin L. Schaeffer (1), Franziska Kühn (2), Angelika Schmitt, Wagner F. Gattaz (1), Oliver Gruber (2), Thomas Schneider-Axmann (2), Peter Falkai (2, 4), and Andrea Schmitt (2, 3, 4)*

Institute: (1) Laboratory of Neuroscience (LIM-27), Department and Institute of Psychiatry, Faculty of Medicine, University of São Paulo, São Paulo, Brasilien, (2)* Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Von-Siebold-Str. 5, 37075 Göttingen, (3) Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg, Füchsleinstrasse 15, 97080 Würzburg, (4) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Nußbaumstraße 7, 80336 München

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 2013: 120; 187-195

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4605



Dokument 554Titel: Mäuse, denen die circadianen Modulatoren SHAPRP1 und SHARP2 fehlen, zeigen Schlafstörungen und ein verändertes psychiatrisches Erscheinungsbild
Hintergrund: An transgenen Mäusen werden mittels Verhaltenstests und Messungen am Gehirn Untersuchungen zu Schlafstörungen und psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie durchgeführt, um das Angstverhalten, die Neugier, die Gedächtnisleistung und das Schmerzempfinden zu erforschen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(viele)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der zuständigen Behörde in Niedersachsen genehmigt. Es werden transgene Mäuse verwendet, denen zwei Gene fehlen, die für einen Faktor verantwortlich sind, der beim Schlaf-Wach-Rhythmus beim Menschen eine Rolle spielen soll. Die genmanipulierten Mäuse werden über mindestens 10 Generationen mit normalen Mäusen verpaart. Für die eigentlichen Versuche werden Mäuse mit dem gewünschten Gendefekt sowie normale Tiere verwendet.

Die Mäuse werden durch Injektion in den Bauchraum narkotisiert. Um Messungen am Gehirn (EEG) vornehmen zu können, werden zwei Edelstahlschrauben im Schädel implantiert, indem sie durch den Schädelknochen bis zur harten Hirnhaut gedreht werden Eine weitere Schraube wird als Befestigung angebracht. Zur Messung der Muskelaktivität werden zwei Stahldrähte mit Elektroden in die Nackenmuskulatur eingebracht und die Elektroden mit Zahnzement am Schädel befestigt und an eine Steckdose angeschlossen. Dann dürfen sich die Tiere zwei Wochen erholen. Um die Mäuse an die Messungen zu gewöhnen, werden sie vier Tage vor Beginn des Experiments mittels eines drehbaren Arms an das Messgerät angeschlossen. An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden durchgängig Messungen durchgeführt. Manche Tiere erhalten außerdem einen Wirkstoff, der zur Behandlung von Psychosen eingesetzt wird, oder eine wirkungslose Substanz, um die Reaktionen in Verhaltenstests vergleichen zu können.

Die Tiere werden jeweils einzeln verschiedenen Verhaltenstests unterzogen. Die Präferenz für Helligkeit oder Dunkelheit (geschützter Bereich) wird ermittelt, indem das Tier in eine Vorrichtung gesetzt wird, bei dem es zwischen einer dunklen und hellen Box wählen kann, wobei das Tier in den hellen Teil gesetzt wird. 5 Minuten lang wird beobachtet, wie oft die Maus zwischen den beiden Boxen wechselt und wie lange sie sich in der dunklen Box aufhält.

In einem Y-förmigen Labyrinth wird beobachtet, wie oft das Tier einen Arm besucht und wie oft es in einen neuen Arm wechselt, was als Maß für das Arbeitsgedächtnis gilt.

Eine Maus wird in ein strahlenförmiges Wasserlabyrinth mit 6 Armen, die 20 cm hoch mit weiß gefärbtem Wasser gefüllt sind, gesetzt. Die Maus muss eine Plattform finden, die sich in einem der Arme 1 cm unter der Wasseroberfläche befindet. Der Versuch wird viermal wiederholt und dauert jeweils 90 Sekunden bzw. wird der Versuch so oft wiederholt, bis die Maus die Plattform findet. Auf diese Weise wird das Gedächtnis der Tiere getestet.

Vier Tage lang wird zudem untersucht, ob die Mäuse normales Wasser oder zuckerhaltiges Wasser bevorzugen. Sie bekommen zwei Flaschen zur Auswahl, die Position der Flaschen wird täglich verändert.

Es werden weitere Verhaltenstests durchgeführt sowie Aktivitätstests, welche aufzeichnen, ob und wie lange die Mäuse in einem Rad laufen. Außerdem werden die Tiere so gestört, damit sie ein Schlafdefizit entwickeln. Weiter wird auf einer Heizplatte das Schmerzempfinden der Tiere studiert. Diese beiden Tests werden nicht näher beschrieben.

Ein Autor ist Stipendiat der Volkswagen-Stiftung. Die Arbeit wurde zudem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Verhaltensforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Mice lacking the circadian modulators SHAPRP1 and SHARP2 display altered sleep and mixed state endophenotypes of psychiatric disorders

Autoren: Paul C. Baier (1, 2), Magdalena M. Brzózka (3), Ali Shahmoradi (4), Lisa Reinecke (4), Christina Kroos (4), Sven P. Wichert (3), Henrik Oster (5, 6), Michael C. Wehr (3), Reshma Taneja (7), Johannes Hirrlinger (4, 8), Moritz J. Rossner (3, 4)*

Institute: (1) Klinik für Neurologie, Kiel, (2) Universitätsmedizin Göttingen, Abteilung Klinische Neurophysiologie, Göttingen, (3) Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Nußbaumstraße 7, 80336 München, (4) Arbeitsgruppe Genexpression, Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Hermann-Rein-Str. 3, 37075 Göttingen, (5) Arbeitsgruppe Circadiane Rhythmen, Max Planck Institute of Biophysical Chemistry, Göttingen, (6) Medizinische Klinik I, Universität zu Lübeck Lübeck, (7) Department of Physiology, National University of Singapur, (8) Carl-Ludwig-Institut für Physiologie, Leipzig

Zeitschrift: PLoS One 2014: 9 (10); e110310

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4604



Dokument 555Titel: Die Phosphodiesterase 4-Hemmungsdosis stabilisiert abhängig die mikrovaskuäre Barierrefunktion und Mikrozirkulation in einem Rattenmodell für polymikrobielle Sepsis
Hintergrund: Vergleich von Behandlungsmethoden bei Ratten, denen der Darm durchlöchert wurde, damit Fäkalbakterien in den Bauchraum gelangen und eine Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung entsteht.
Tiere: 32 Ratten
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Der Versuch wurde von der Regierung Unterfranken genehmigt. Die Ratten werden narkotisiert. In die rechte Halsvene wird eine Kanüle eingebracht und in die linke Halsschlagader ebenfalls, um Messungen vorzunehmen. Dann wird der Bauchraum geöffnet und der Blinddarm beiseite gelegt. In den Dickdarm wird ein Loch gestochen und ein Röhrchen wird eingebracht, damit das Loch bestehen bleibt. Hierdurch werden Fäkalien vom Darm in den Bauchraum gebracht und so durchgespült, damit diese sich in der Bauchhöhle verteilen. Bei Kontrolltieren wird der Bauchraum geöffnet, aber der Darm nicht durchlöchert.

Dann wird die Bauchhöhle wieder zugenäht und die Tiere erwachen aus der Narkose. Nach 12 Stunden werden die Tiere in verschiedene Gruppen eingeteilt und mit unterschiedlichen Substanzen behandelt. Alle Tiere mit durchlöchertem Darm überleben die Prozedur und erleiden schwere Symptome. Durch die Fäkalbakterien entsteht eine Bauchfellentzündung und einige Tiere haben blutige Tränen.

Nach 24 Stunden werden die Tiere erneut narkotisiert und der Bauchraum wird geöffnet. Der Darm im Bereich des Loches wird unter ein spezielles Mikroskop gelegt, um die Durchblutung in den feinen Blutgefäßen sowie Blutungen des Gewebes zu beobachten. Am Ende des Versuchs werden alle Tiere durch eine Überdosis Betäubungsmittel getötet.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Sepsisforschung

Originaltitel: Phosphodiesterase 4 inhibition dose dependently stabilizes microvascular barrier functions and microcirculation in a rodent model of polymicrobial sepsis

Autoren: Sven Flemming (1), Schlegel (1, *), Christian Wunder (2), Michael Meir (1), Wolfgang Baar (2), Jakob Wollborn (2), Norbert Roewer (2), Christoph-Thomas Germer (1), Martin Alexander Schick (2)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Würzburg, Oberdürrbacher Str. 6, 97080 Würzburg, (2) Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Würzburg

Zeitschrift: Shock 2014: 41 (6); 537-545

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4603



Dokument 556Titel: Interleukin-13-Mangel verschlechtert die Heilung und Remodellierung bei männlichen Mäusen nach einem künstlichen Herzinfarkt
Hintergrund: Bei genveränderten Mäusen wird künstlich ein Herzinfarkt ausgelöst und die Infarktgröße ermittelt.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(viele)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Es werden gentechnisch veränderte Mäuse, denen das Gen für einen bestimmten Entzündungsbotenstoff fehlt, sowie Wildtypen aus dem Jackson-Labor, Bar Harbor, USA, verwendet.

Der Brustkorb der Mäuse wird unter Narkose geöffnet und ein Herzinfarkt ausgelöst, indem die linke Herzkranzarterie dauerhaft abgebunden wird. Den Tieren wird ein Schmerzmittel in den Bauchraum gespritzt. Bei einer Kontrollgruppe wird ebenfalls das Herz freigelegt, jedoch kein Herzinfarkt ausgelöst (»Scheinoperation»). Die Tiere werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten (nach 1, 2, 7, 28 oder 56 Tagen) getötet. 39 Mäuse werden bis Tag 56 wiederholt mittels Echokardiografie untersucht und anschließend getötet, um die Infarktgröße zu ermitteln. Weitere Tiere werden an Tag 3, 7 oder 56 zu Untersuchungszwecken getötet.

Die Sterblichkeit bei männlichen genveränderten Mäusen ist am höchsten, woraus die Autoren schließen, dass diese anfälliger für Herzleiden sind. Von ihnen sind nach 56 Tagen 66% tot, bei den weiblichen genmanipulierten Mäusen sind es 46%. Bei den Wildtyp-Mäusen sterben innerhalb von 56 Tagen 35% der männlichen und 45% der weiblichen Tiere.

Der Versuch wurde von der Deutschen Stiftung für Herzforschung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Interleukin-13 deficiency aggravates healing and remodeling in male mice after experimental myocardial infarction

Autoren: Ulrich Hofmann*, Susanne Knorr, Benjamin Vogel, Johannes Weirather, Anna Frey, Georg Ertl, Stefan Frantz

Institute: Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums, Zentrum Innere Medizin (ZIM), Oberdürrbacher Straße 6, 97080 Würzburg

Zeitschrift: Circulation Heart Failure 2014: 7 (5); 822-830

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4602



Dokument 557Titel: Rolle von oxidativem und nitrosativem Stress bei autogenen Knochentransplantaten auf den Unterkiefer unter Verwendung von geführter Knochenregeneration und entproteinisiertem Knochenmaterial vom Rind
Hintergrund: An Schafen werden verschiedene Varianten einer Knochentransplantation am Unterkiefer verglichen.
Tiere: 12 Schafe
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: 12 Schafe werden in 4 Gruppen mit je 3 Tieren eingeteilt. Den Tieren wird ein Knochenstück von 2x2x1,5 cm Größe aus dem Darmbein entnommen und in drei Teile geteilt. Am Unterkiefer wird die Haut aufgeschnitten, die Muskeln zur Seite präpariert, um an den Knochen zu gelangen. Die drei Knochenstücke werden auf den Unterkieferknochen nebeneinander aufgelegt und jeweils mit einer Schraube fixiert.

Beim Knochenstück 1 wird nichts weiter hinzugefügt. Bei Knochenstück 2 wird zusätzlich schwammartiges Knochenmaterial vom Rind mit Blut vermischt und um das Knochenstück aufgebracht. Versuch 3 dient als Kontrolle. Hier wird eine Silikonschicht als Sperre zwischen dem Knochenstück und dem Unterkieferknochen eingebracht, so dass beide nicht miteinander in Berührung kommen.

Zwei Tiere erleiden Infektionen. 4, 8, 12 und 16 Tage nach dem Eingriff werden jeweils 3 Schafe unter Narkose durch Überdosis von Pentobarbital getötet. Es wird untersucht, inwieweit die transplantierten Knochenstücke am Kieferknochen angewachsen sind. Die Versuche wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Kieferorthopädie

Originaltitel: Role of oxidative and nitrosative stress in autogenous bone grafts to the mandible using guided bone regeneration and a deproteinized bovine bone material

Autoren: Steffen Koerdt (1)*, Joerg Siebers (1), Wilhelm Bloch (2), Oliver Ristow (3), Alexander C. Kuebler (1), Tobias Reuther (1)

Institute: (1) Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Würzburg, Pleicherwall2, 97070 Würzburg, (2) Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln, (3) Medizin & Ästhetik, Praxisklinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, München

Zeitschrift: Journal of Cranio-Maxillo-Facial Surgery 2014: 42; 560-567

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4601



Dokument 558Titel: Langzeitaktivität der Schmerzweiterleitung im Muskel ruft ein beidseitiges Reflexmuster im Rückenmark der Katze hervor
Hintergrund: Nervenströme im Rückenmark bei Katzen mit Muskelentzündung.
Tiere: 24 Katzen
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Oldenburg, genehmigt. Es werden ausgewachsene Katzen ungenannter Herkunft verwendet.

Bei einigen Katzen wird zunächst eine akute oder eine subakute Muskelentzündung ausgelöst. Dazu wird unter Narkose Carrageen (Substanz aus Rotalgen) bzw. Freunds Adjuvans (Reizende Substanz aus Mineralöl und Bakterien) in einen oder beide Wadenmuskeln gespritzt. Die Tiere zeigen in der Folge Schmerzhaftigkeit des Muskels beim Anfassen, bewegen sich aber ansonsten normal. 9-12 Tage nach der Injektion wird unter terminaler Narkose (d.h. die Tiere erwachen nicht mehr aus der Narkose) bei allen Katzen, auch denen ohne Muskelentzündung, folgender Versuch durchgeführt: Auf dem Bauch liegend werden die Wirbelkörper des letzten Lendenwirbels und des Steißbeins aufgeschnitten, um an das Rückenmark zu gelangen. Sämtliche Nerven, die vom Rückenmark abgehen, werden durchtrennt, bis auf die Nerven zum Wadenmuskel und zurück. An diesen Nerven werden Elektroden kurz vor dem Rückenmark und im Bereich des Wadenmuskels angelegt. Die Nerven des entzündeten Muskels werden mit elektrischem Strom gereizt und kurz vor dem Rückenmark werden die ankommenden Nervenströme gemessen. Am Ende des Experiments werden die Tiere entweder durch Injektion von Kaliumchlorid oder mittels Durchströmung mit Formalin getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Long lasting activity of nociceptive muscular afferents facilitates bilateral flexion reflex pattern in the feline spinal cord

Autoren: E.D. Schomburg (1)*, H. Steffens (1,2), A.I. Pilyavskii (3), V.A. Maisky (3), W. Brück (4), P. Dibaj (5), T.A. Sears (6)

Institute: (1) Institut für Physiologie, Universität Göttingen, Humboldtallee 23, 37073 Göttingen, (2) Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen, (3) Department of Movement Physiology, Bogomoletz Institute of Physiology, Kiev, Ukraine, (4) Institut für Neuropathologie, Universität Göttingen, (5) Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen, (6) Wolfson CARD, Guy‘ Campus, King’s College, London, Großbritannien

Zeitschrift: Neuroscience Research 2015: 95; 51-58

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4600



Dokument 559Titel: Umkehrbarkeit der germinativen und endokrinen Hodenfunktion nach einer Langzeit-Verhütung mit einem GnRH-Agonist-Implantat beim Kater – eine Follow-up-Studie
Hintergrund: Test der Wirksamkeit eines bereits auf dem Markt befindlichen Verhütungsmittels für Kater.
Tiere: 12 Katzen
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter deutscher Federführung in Bulgarien statt. Es werden 7 unkastrierte Kater der Rasse Europäisch Kurzhaar verwendet, außerdem 5 Kätzinnen. Die Kater erhalten ein Hormonimplantat unter die Haut im Nacken implantiert. Einmal pro Woche wird eine Blutprobe genommen. Alle vier Wochen wird den Katern eine rollige Kätzin präsentiert, um das Paarungsverhalten der Kater zu testen. Der Versuch erstreckt sich über einen Zeitraum von 60 Wochen nach der Implantation. Wenn die Wirkung des Verhütungs-Implantats nachlässt, d.h. sich wieder typisches Katerverhalten zeigt, wird mit den wöchentlichen Blutproben und Untersuchungen noch mindestens sechs Wochen fortgefahren. Schließlich werden vier der Kater mit Kätzinnen zusammengebracht, bis diese schwanger sind. Anschließend werden die Kater kastriert. Die drei anderen Kater werden gleich kastriert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.

Bereich: Tiermedizin

Originaltitel: Reversibility of germinative and endocrine testicular function after long-term contraception with a GnRH-agonist implant in the tom – a follow-up study

Autoren: Sandra Goericke-Pesch (1)*, Plamen Georgiev (2), Anton Antonov (2), Angel Vodenicharov (3), Christelle Navarro (4), Axel Wethrend (1)

Institute: (1) Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen, (2) Clinic for Obstetrics, Reproduction and Reproductive Disorders, Veterinary Faculty, Trakian University, Stara Zagora, Bulgarien, (3) Institute for Anatomy and Histology, Veterinary Faculty, Trakian University, Stara Zagora, Bulgarien, (4) Virbac, Medical Department, Carros Cedex, Frankreich

Zeitschrift: Theriogenology 2014: 81; 941-946

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4599



Dokument 560Titel: Wirkung von Kaliumchlorid und Kaliumbikarbonat im Futter auf den pH-Wert und die Mineralausscheidung im Harn von ausgewachsenen Katzen
Hintergrund: Auswirkung des Kaliumgehalts im Katzenfutter auf die Bildung von Harnsteinen bei Katzen.
Tiere: 8 Katzen
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGESO) in Berlin genehmigt. Es werden 8 ausgewachsene Europäische Kurzhaarkatzen ungenannter Herkunft verwendet. Die Tiere erhalten 17 Tage lang ein Futtermittel mit einem bestimmten Kaliumgehalt. Nach 9 Tagen Gewöhnung an das Futter, werden sie für 8 Tage in einen sogenannten metabolischen Käfig gesetzt. Das ist ein kleiner Käfig, in dem alle Ausscheidungen des Tieres aufgefangen werden. Die Größe des Käfigs wird nichtgenannt. Am Ende der 17 Tage wird eine Blutprobe genommen. Jede Katze durchläuft diese Prozedur insgesamt sieben Mal, jeweils mit einem anderen Futter mit unterschiedlichem Kaliumgehalt.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Effects of potassium chloride and potassium bicarbonate in the diet on urinary pH and mineral excretion of adult cats

Autoren: Nadine Paßlack (1)*, Thomas Brenten (2), Konrad Neumann (3), Jürgen Zentek (1)

Institute: (1) Institut für Tierernährung, Tiermedizinische Fakultät, Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 49, 14195 Berlin, (2) Mars GmbH, 27283 Verden, (3) Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie, Charité – Universitätsmedizin, Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

Zeitschrift: British Journal of Nutrition 2014: 111; 785-797

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4598



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