Facebook
Twitter
Youtube
Instagram

Datenbank Tierversuche

Ihre Abfrage

5108 Ergebnisse wurden gefunden

Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen und zum Markieren und Kopieren von Textstellen bitte hier klicken >>

Dokument 701Titel: Schäden der Glycocalyx der Innenwand von Blutgefäßen bei chronischem Nierenschaden
Hintergrund: Untersuchungen an Ratten mit zu 5/6 entfernten Nieren.
Tiere: 10 Ratten
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom LANUV Nordrhein-Westfalen genehmigt. Die Ratten der Zuchtlinie Braune Norweger stammen aus der Versuchstierzucht Janvier, Le Genest Saint Isle, Frankreich. Bei vier Ratten wird unter Narkose die rechte Niere entfernt. Bei der linken Niere werden zwei von drei Nierenarterien dauerhaft abgeklemmt, so dass Zweidrittel der Niere nicht mehr durchblutet werden. Diese so genannte 5/6-Nierenentfernung wird als "Modell" für die chronische Nierenschädigung beim Menschen angesehen. Sechs Ratten werden "scheinoperiert", d.h., ihnen wird der Bauch aufgeschnitten und wieder zugenäht, ohne dass Nieren entfernt oder abgeklemmt werden. Alle zehn Tiere werden 14 Tage nach der Operation getötet. Es wird eine Blutprobe aus dem Herzen entnommen und die Hauptschlagader (Aorta) wird für weitere Untersuchungen herausgeschnitten. Außerdem werden Blutproben von 95 menschlichen Patienten mit Nierenschäden und von 31 gesunden Freiwilligen ausgewertet.

Die Arbeit wurde von dem Fond "Innovative medizinische Forschung" der Universität Münster unterstützt sowie durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Exzellenz-Cluster "Cell in Motion".

Bereich: Nierenforschung

Originaltitel: Damage of the endothelial glycocalyx in chronic kidney disease

Autoren: Jan-Sören Padberg (1), Anne Wiesinger (1), Giovana Seno di Marco (1), Stefan Reuter (1), Alexander Grabner (1), Dominik Kentrup (1), Alexander Lukasz (1), Hans Oberleithner (2), Hermann Pavenstädt (1), Marcus Brand (1), Philipp Kümpers (1)*

Institute: Medizinische Fakultät, Klinik für Innere Medizin, Nephrologie und Rheumatologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweitzer-Campus 1 A1, 48149 Münster, (2) Institut für Physiologie II, Universität Münster, Robert-Koch-Str. 27, 48149 Münster

Zeitschrift: Atherosclerosis 2014: 234, 335-343

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4519



Dokument 702Titel: Die Augennetzhaut von Ratten mit verringerter Makula und Affen mit Makula zeigt lebenslange proteomische Veränderungen
Hintergrund: Veränderungen der Augennetzhaut im Alter.
Tiere: 93 Tiere verschiedener Arten (75 Ratten, 18 Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus))
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Kolonie der Universität Münster, die Ratten aus nicht genannter Quelle. Die Tiere werden auf nicht genannte Weise getötet, um ihre Augennetzhäute (Retina) zu untersuchen. Es werden Tiere unterschiedlichen Alters verwendet. Ratten: unmittelbar nach der Geburt sowie im Alter von16, 23, 60, 90, 360 Tagen sowie 30 Monaten. Affen: unmittelbar nach der Geburt, 10 Tage, 8 Wochen, 4 Monate, 22 Monate, 8 Jahre. Die Augennetzhäute werden jeweils 10-20 Minuten nach dem Tod entnommen.

Die Arbeit wurde unterstützt von der Universität Münster und dem Interdisciplinary Centre for Research, Münster.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Macula-less rat and macula-bearing monkey retinas exhibit common lifelong proteomic changes

Autoren: Michael R.R. Böhm (1,2), Sonja Mertsch (1), Simone König (3), Tilmann Spieker (4), Solon Thanos (1,2)*

Institute: (1) Institut für Experimentelle Ophthalmologie, Medizinische Fakultät, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Albert-Schweitzer-Campus 1, D15, 48149 Münster, (2) Interdisciplinary Centre for Research, Münster, (3) Integrated Functional Genomics, Interdisciplinary Centre for Research, Münster, (4) Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie, Münster

Zeitschrift: Neurobiology of Aging 2013: 34, 2659-2675

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4518



Dokument 703Titel: Ultraschall Kommunikationsdefizite manifestieren sich im juvenilen Mausmodell mit einer Neuroligin-4-Nullmutante für Autismus
Hintergrund: Untersuchungen von genmanipulierten Mäusen, die als "Modell" für Autismus gelten. Dieses "Mausmodell" ist in der Literatur bei erwachsenen Mäusen beschrieben. Hier werden Tests mit Mäusejungen durchgeführt.
Tiere: 200 Mäuse (Mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Es werden genetisch veränderte Mäuselinien verwendet, bei denen die Ausschaltung eines Gens dazu führt, dass die Tiere Symptome ähnlich des menschlichen Autismus zeigen. Außerdem werden normalen "Wildtyp"-Geschwister verwendet. Für die Etablierung der Zuchtlinie werden die Mäuse über mindestens 6 Generationen ingezüchtet. Bei etwa 200 Mäusen werden bis zu einem Alter von 21 Tagen 10 verschiedene Verhaltenstests durchgeführt. Unter anderem wird eine Maus auf den Rücken gelegt und die Zeit gemessen, bis sie sich umdreht. In einem anderen Test wird eine Maus mit den Vorderpfoten an einen Draht gehängt und es wird beobachtet, ob sie den Draht mit den Vorderpfoten greifen kann. Wann und wie die Mäuse getötet werden, wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Förderstiftung und EU-AIMS finanziert.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Juvenile manifestation of ultrasound communication deficits in the neuroligin-4 null mutant mouse model of autism

Autoren: Anes Ju (1,2), Kurt Hammerschmidt (3), Martesa Tantra (1,2), Dilja Krueger (4), Nils Brose (2,4), Hannelore Ehrenreich (1,2)*

Institute: (1)* Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Klinische Neurowissenschaften, Hermann-Rein-Straße 3, Göttingen, (2) DFG-Forschungszentrum für Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns, CNMPB Göttingen, (3) Kognitive Ethologie, Deutschen Primatenzentrum, Göttingen, (4) Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Molekulare Neurobiologie, Göttingen

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2014: 20 (270c); 159-164. doi: 10.1016/j.bbr.2014.05.019

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4517



Dokument 704Titel: Gai2- und Gai3-defiziente Mäuse zeigen entgegengesetzte Schweregrade von Schäden durch Mangel- und Wiederdurchblutung des Herzmuskels
Hintergrund: Experimentelles Abklemmen von Herzkranzgefäßen bei Mäusen mit einem bestimmten Gendefekt.
Tiere: 54 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Es werden zwei verschiedene genetisch veränderte Mäuselinien gezüchtet. Hierfür werden die Mäuse in der Regel über 9 Generationen ingezüchtet. Mindestens 54 genmanipulierte Mäuse und ihre "normalen" Geschwister werden für die Experimente benutzt. Die Tiere werden mit Pentobarbital anästhesiert und der Brustkorb wird aufgeschnitten, um eine Herzkranzarterie für bis zu zwei Stunden abzuklemmen. Dann wird die Arterie wieder durchgängig gemacht und die abgestorbenen Gewebeteile markiert und dokumentiert. Die Mäuse wachen nicht mehr aus der Anästhesie auf. Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Open Access Publishing Fund der Universität Tübingen und der NIH finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Gai2- and Gai3-Deficient Mice Display Opposite Severity of Myocardial Ischemia Reperfusion Injury

Autoren: David Köhler (1), Vasudharani Devanathan (2), Claudia Bernardo de Oliveira Franz (1), Therese Eldh (2), Ana Novakovic (2), Judith M. Roth (1), Tiago Granja (1), Lutz Birnbaumer (3), Peter Rosenberger (1), Sandra Beer-Hammer (2)*, Bernd Nürnberg (2)*

Institute: (1) Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Tübingen, (2)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Wilhelmstr. 56, 72074 Tübingen, (3) Laboratory of Neurobiology, Division of Intramural Research, Research Triangle Park, North Carolina, USA

Zeitschrift: PLoS One 2014: 9(5); e98325. doi: 10.1371/journal.pone.0098325

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4516



Dokument 705Titel: Verbesserte Heilung von Knorpel- und Knochen-Knorpel-Verletzungen der Trochlea im Vergleich zum medialen Kondylus beim Schaf
Hintergrund: Beim Menschen werden Bohrlöcher unter einem Knorpeldefekt eingesetzt, um die Knorpelbildung anzuregen. Hier werden die Erfahrungen aus der Klinik in ein "Tiermodell" umgesetzt. Dabei geben die Autoren zu bedenken, dass kein bisher getestetes "Tiermodell" (Hund, Schaf, Ziege, Pferd) alle klinischen Aspekte berücksichtigt. Insbesondere gibt es biomechanische Unterschiede, weil Tiere auf vier Beinen Laufen, Menschen auf zwei.
Tiere: 14 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Bei den Schafen ungenannter Herkunft wird unter Narkose mittels minimalinvasiver Chirurgie jeweils ein Knie operiert. Bei 7 Tieren werden am unteren Ende des Oberschenkelknochens zwei Fenster von 4x8 mm Größe in den Knorpel geschnitten. Der gesamte Knorpel in diesen Fenstern wird entfernt. In den darunter liegenden Knochen werden 6 Löcher von 1 mm Durchmesser und 10 mm Länge gebohrt. Bei den anderen 7 Schafen werden zwei Löcher von 3,2 mm Durchmesser und 5 mm Tiefe in Knorpel und Knochen gebohrt. Die Knie werden wieder zu genäht und die Tiere erhalten ein Schmerzmittel. Sechs Monate nach der Operation werden alle Schafe auf nicht genannte Weise getötet. Die Knie werden herausgeschnitten und mittels bildgebender Verfahren und gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch Gesellschaft für Orthopädische-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) und die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Improved repair of chondral and osteochondral defects in the ovine trochlea compared with the medial condyle

Autoren: Patrick Orth(1,2), Heinz-Lothar Meyer (1), Lars Goebel (1), Mona Eldracher (1), Mai Fang Ong (3), Magali Cucchiarini (1), Henning Madry (1,2)*

Institute: (1) Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes, Kirrberger Str. Gebäude 37, 66421 Homburg, (2) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg, (3) Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik, Universität des Saarlandes, Homburg

Zeitschrift: Journal of Orthopaedic Research 2013: 31; 1772-1779

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4515



Dokument 706Titel: Quantifying additive evoked contributions to the event-related potential
Hintergrund: Messung von Hirnströmen beim Affen.
Tiere: 1 Affe (Makake (ohne Nennung der Art))
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Ein Makake (ohne Nennung der Art) wird operativ mit einem Kopfhalter und einem Bohrloch ausgestattet. Durch das Bohrloch im Schädel werden später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen. In die Bindehaut der Augen werden Metallspulen eingesetzt, mit denen die Augenbewegungen des Tieres verfolgt werden können. Der Affe wird in einen Affenstuhl gesetzt. Sein Kopf mit Hilfe des auf dem Schädelknochen verschraubten Haltebolzens unbeweglich fixiert. Dem Affen wird eine bestimmte Verhaltensweise antrainiert. Als "Trainingsmethode" wird üblicherweise Durst eingesetzt, d.h., der Affe erhält nur etwas Flüssigkeit, wenn er eine Aufgabe dem Forscherwunsch entsprechend erledigt hat. Außerhalb der Versuche erhält das Tier nichts zu Trinken. Die Aufgabe sieht vor, dass der Affe mit den Augen auf einen Punkt auf einem Bildschirm starren muss. Daneben tauchen Kurven auf, die unterschiedlich schnell über den Bildschirm wandern. Entsprechend der Richtung und Geschwindigkeit der Kurven muss er einen Hebel drücken. Dabei darf er den Blick nicht von dem Fixierungspunkt abwenden. Macht er alles richtig, bekommt er einen Tropfen Flüssigkeit in den Mund geträufelt. Gleichzeitig werden mittels über das Bohrloch eingelassener Elektroden Hirnströme gemessen. Das weitere Schicksal des Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden Affen über mehrere Jahre solchen Prozeduren unterzogen.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Quantifying additive evoked contributions to the event-related potential

Autoren: Georg Turi (1,2,3)*, Sascha Gotthardt (4), Wolf Singer (1), The Anh Vuong (5), Matthias Munk (6), Michael Wibral (2)

Institute: (1) Institut für Neuophysiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt, (2) MEG Unit, Brain Imaging Center, Goethe-Universität Frankfurt, (3) Cognitive Neuroscience Lab, Institut für Psychologie, Goethe-Universität Frankfurt, (4) Institute of Neuroscience, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, Großbritannien, (5) Professur Graphische Datenverarbeitung, Institut für Informatik, Goethe-Universität Frankfurt, (6) Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Tübingen

Zeitschrift: NeuroImage 2012; 59, 2607-2624

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4514



Dokument 707Titel: Wirkung von Bohrungen unterhalb des Knorpels auf die Mikroarchitektur des Knochens unterhalb von Knorpel – Analyse eines Großtiermodells nach 6 Monaten
Hintergrund: An Schafen wird untersucht, inwieweit Bohrlöcher im Knochen den Knochen zerstören.
Tiere: 23 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Schafe wird nicht genannt. Die Versuche finden am Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes in Homburg statt. 22 Schafe werden unter Narkose operiert, ein Schaf bleibt zum Vergleich unoperiert. Bei den 22 Tieren wird das linke Knie aufgeschnitten, die Kniescheibe zur Seite geschoben, um an das untere Ende des Oberschenkelknochens zu gelangen. Dort wird in den Knorpel ein Fenster von 4x8 mm Größe geschnitten. Der gesamte Knorpel in diesem Fenster wird entfernt. In den darunter liegenden Knochen werden 6 Löcher von 1 mm Durchmesser und 10 mm Länge gebohrt. Das Knie wird wieder zu genäht und die Tiere erhalten ein Schmerzmittel.

In den nächsten 1 – 6 Wochen werden drei Tiere aufgrund einer Wundinfektion getötet. Die restlichen 19 Schafe werden 6 Wochen nach der Operation auf nicht genannte Weise getötet. Die Knie werden herausgeschnitten und mittels bildgebender Verfahren und gewebekundlich untersucht.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Effect of subchondral drilling on the microarchitecture of subchondral bone – Analysis in a large animal model at 6 months

Autoren: Patrick Orth(1,2), Lars Goebel (1), Uwe Wolfram (3), Mai Fang Ong (4), Stefan Gräber (4), Dieter Kohn (2), Magali Cucchiarini (1), Anita Ignatius (3), Dietrich Pape (5), Henning Madry (1,2)*

Institute: (1) Zentrum für Experimentelle Orthopädie, Universität des Saarlandes, Kirrberger Str. Gebäude 37, 66421 Homburg, (2) Klinik für Orthopädische Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg, (3) Institut für Orthopädische Forschung und Biomechanik, Zentrum für Muskuloskeletale Forschung, Universität Ulm, Ulm, (4) Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik, Universität des Saarlandes, Homburg, (5) Olympic Medical Center, Centre Hospitalier de Luxembourg, Clinique d’Eich, Luxembourg

Zeitschrift: The American Journal of Sports Medicine 2012: 40(4), 828-836

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4513



Dokument 708Titel: Eine neue Tracking-Methode für genaues Hand- und Arm-Tracking bei kleinen Primaten
Hintergrund: Entwicklung und Tests eines mit Sensoren ausgestatteten Handschuhs für die Nachverfolgung von Hand- und Armbewegungen für die Affenhirnforschung.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Es werden ein 8 Jahre alter weiblicher Rhesusaffe und ein nicht weiter spezifizierter Affe verwendet. Die Tiere werden trainiert, einen speziellen, mit Sensoren ausgestatteten Handschuh an einer Hand zu tolerieren. Der Handschuh dient dazu, die Hand- und Armbewegungen ganz genau nachzuverfolgen. Als Trainingsmethode wird für diesen Teil des Versuchs positive Verstärkung eingesetzt, d.h. die Tiere werden durch Belohnungen motiviert, ohne ihnen zuvor etwas zu entziehen. Bei dem Weibchen dauert die Trainingsperiode, bis der Handschuh toleriert wird, 4 Monate, bei dem anderen Affen einen Monat.

Beim eigentlichen Versuch muss ein Affe seine Hand mit dem Handschuh auf einen Hebel legen. Bei unterschiedlichen Lichtsignalen muss der Affe entweder den Hebel präzise oder kräftig drücken. Als Trainingsmethode wird hier der üblicherweise eingesetzte Durst verwendet. Die Tiere bekommen außerhalb der Experimente nichts zu trinken und für eine richtig gelöste Aufgabe ein paar Tropfen Saft in den Mund geträufelt. Es ist denkbar, dass auch das Training zur Tolerierung des Handschuhs auf diese Weise erfolgt. Experimentatoren nennen die Gabe von Saft an durstende Affen "Belohnung". Tatsächlich jedoch kann das Tier seine lebensnotwendige Flüssigkeitsration nur durch "Mitarbeit" erhalten. Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: A new tracking method of accurate hand- and arm-tracking for small primates

Autoren: S. Schaffelhofer (1), H. Scherberger (1,2)*

Institute: (1) Deutsches Primatenzentrum GmbH, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Biologische Fakultät, Universität Göttingen, 37077 Göttingen

Zeitschrift: Journal of Neural Engineering 2012: 9(2); 026025. doi:10.1088/1741-2560/9/2/026025

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4512



Dokument 709Titel: Kodering für numerische Regeln im präfrontalen, prämotorischen und hinteren Parietalkortex von Makaken
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Hirn während ein Affe Mengen (Anzahl von Punkte) abschätzt.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Bei den Affen wird unter Narkose ein Haltebolzen auf dem Schädelknochen verankert. Außerdem wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Kammer befestigt, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden. In die Bindehaut der Augen werden Metallspulen eingesetzt, mit denen die Augenbewegungen verfolgt werden können.

Die Affen müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm erledigen. Der Kopf der Tiere ist dabei an dem Haltebolzen fixiert, so dass keine Kopfbewegung mehr möglich ist. Der Affe muss seine Augen auf einen Punkt auf dem Bildschirm richten und einen Hebel drücken. Es erscheint eine Anzahl schwarzer Punkte, die sich der Affe merken muss. Die Punkte verschwinden und ein eine andere Anzahl Punkte erscheint. Sind es mehr Punkte als zuvor, muss der Affe den Hebel loslassen, sind es weniger, muss er den Hebel gedrückt halten. Gleichzeitig werden Elektroden durch das Bohrloch in das Hirngewebe eingelassen, um Hirnströme an verschiedenen Stellen des Gehirns zu messen.

In dieser Arbeit wird nicht erwähnt, wie die Affen dazu gebracht werden, die Aufgaben zu erfüllen. Üblicherweise wird dazu Durst eingesetzt. Der Affe erhält außerhalb der Experimente im Affenstuhl nichts zu trinken. Macht er eine Aufgabe richtig, bekommt er ein paar Tropfen Flüssigkeit mit einem Schlauch in den Mund geträufelt. Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die VolkswagenStiftung unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Numerical rule coding in the prefrontal, premotor, and posterior parietal cortices of macaques

Autoren: Daniela Vallentin, Sylvia Bongard, Andreas Nieder*

Institute: Institut für Neurobiologie, Lehrstuhl Tierphysiologie, Universität Tübingen, Geschwister-Scholl-Platz, 72074 Tübingen

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience 2012: 32 (19); 6621-6630

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4511



Dokument 710Titel: Nervenaktivitäten und Gamma-Schwingungen spiegeln ausdrücklich das Sehbewusstsein im seitlichen präfrontalen Kortex wieder
Hintergrund: Nervenaktivitäten im Affenhirn beim Aufblitzen eines Fotos vor den Augen des Tieres.
Tiere: 3 Affen (ohne Nennung der Art)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt.

Bei den Affen wird unter Narkose ein Haltebolzen auf dem Schädelknochen verankert. In die Bindehaut der Augen wird eine Metallspule einoperiert. Mit ihr können die Augenbewegungen verfolgt werden. Außerdem wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Kammer befestigt, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingelassen werden.

Die Affen müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm erledigen. Der Kopf der Tiere ist dabei an dem Haltebolzen fixiert, so dass keine Kopfbewegung mehr möglich ist. Der Affe muss seine Augen auf den Bildschirm richten und einen Hebel drücken. Seine Augenbewegungen werden mit Hilfe der Spule registriert. Vor einem Auge erscheint ein schwarz-weißes Muster. Dann blitzt für wenige Millisekunden das Foto eines Affen vor dem anderen Auge auf. Der Affe darf während der ganzen Zeit seinen Blick nicht vom Bildschirm wegbewegen. Wenige Millisekunden später ist die Aufgabe erledigt und der Affe kann den Blick wieder wegbewegen. Gleichzeitig werden Elektroden durch das Bohrloch in das Hirngewebe eingelassen, um Hirnströme zu messen.

Macht das Tier alles richtig, erhält es einen Tropfen Saft in den Mund geträufelt. Außerhalb der Experimente im Affenstuhl erhalten die Affen nichts zu trinken. Der Affe muss sich seine lebensnotwendige Flüssigkeitsration "erarbeiten". Eine Tötung der Affen wird nicht erwähnt. Üblicherweise werden die Primaten für mehrere Studien, oft über Jahre, verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Neuronal discharges and gamma oscillations explicitly reflect visual consciousness in the lateral prefrontal cortex

Autoren: Teofanis I. Panagiotaropoulos (1)*, Gustavo Deco (1,3), Vishal Kapoor (1), Nikos K. Logothetis (1,4)

Institute: (1) Abteilung für Physiologie und Kognitive Prozesse, Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Spemannstr. 38-44, 72076 Tübingen, (2) Department of Information and Communication Technologies, Universitat Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (3) Institutio Catalana de la Recerca, Universitat Pompeu Fabra, Barcelona, Spanien, (4) Disvision of Imaging Science and Biomedical Engineering, University of Manchester, Manchester, Großbritannien

Zeitschrift: Neuron 2012: 74, 924-935

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4510



<< Zurück zur Suche


Weitere Resultate finden Sie auf den folgenden Seiten:

<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 >>

Drucken | Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen