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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4041Titel: Verspäteter Gefäßschaden nach Einzel-Hochdosis-Bestrahlung im Rattenhirn: histologische, immunhistochemische und angiographische Untersuchungen
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen einer Bestrahlung auf das Gehirn
Tiere: 66 Ratten
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Ratten werden anästhesiert und mit zwei Stiften an den Ohren und einer Stange mit einem Loch für die Frontzähne auf dem Bauch liegend fixiert. Die Tiere werden mit Röntgenstrahlen unterschiedlicher Dosis (20, 30, 40, 50 oder 100 Gy) an einer definierten Stelle der rechten Hirnhälfte bestrahlt. 9 bzw. 19 Monate nach der Bestrahlung werden die Tiere erneut anästhesiert. Ein Plastikschlauch wird in die Halsschlagader gelegt und eine tödliche Lösung injiziert. Der Schädel wird anschließend eröffnet und das Gehirn untersucht. Weitere Ratten werden unter Anästhesie auf dem Rücken liegend immobilisiert. Der Brustkorb wird aufgeschnitten und durch das Herz eine Kanüle (Stahlnadel) in die Hauptschlagader gelegt. Über diese Kanüle wird ein Kontrastmittel injiziert. Gleichzeitig wird die rechte Herzkammer eingeschnitten. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Strahlenmedizin

Originaltitel: Delayed vascular injury after single high-dose irradiation in the rat brain: histologic, immunohistochemical, and angiographic studies

Autoren: Marc W.Münter (1), Christian P.Karger (2), Wolfgang Reith (3), H.Michael Schneider (4), Peter Peschke (1), Jürgen Debus (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Strahlenonkologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, 69120 Heidelberg, (2) Abteilung für Medizinische Physik, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, (3) Abteilung für Neuroradiologie, Universität Heidelberg, und (4) Abteilung für Pathologie, St.Vincentius Krankenhaus Karlsruhe

Zeitschrift: Radiology 1999: 212, 475-482

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1099



Dokument 4042Titel: Stress- und Kortikosteroid-induzierte Modulation der lokomotorischen Antwort auf Morphin bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung des Verhaltens von Ratten nach Opiatgabe
Tiere: 98 Ratten (mindestens)
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Ratten wird ein Opiat in unterschiedlichen Dosierungen unter die Haut injiziert. Die Tiere werden dann verschiedenen Streßfaktoren ausgesetzt. Ein Teil der Tiere wird mit Hilfe einer engen Plexiglasröhre 60 Minuten lang immobilisiert. Andere Ratten werden durch die Untersucher 5 Minuten lang aus ihren Käfigen herausgeholt, mehrere Male in die Hand genommen und gestreichelt. Einige Testratten werden in den Käfig eines Rattenpärchens gesetzt, denen kurz zuvor ihr neugeborener Nachwuchs weggenommen wurde. Der Eindringling wird von der männlichen Ratte heftig attackiert, er muß sich 10 Minuten lang verteidigen. Weiterhin wird der Einfluß der Streßfaktoren auf das Bewegungsverhalten der Ratten, denen vorher das Opiat verabreicht wurde, untersucht. Dazu werden die Tiere 10 Minuten lang in ein Versuchsgelände gesetzt, ihr Verhalten wird mit einer Videokamera aufgezeichnet. Bei anderen Versuchsratten werden die Auswirkungen eines Streßhormons, das ihnen an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter die Haut injiziert wird, untersucht. Die Tiere werden durch Abtrennen des Kopfes getötet.

Bereich: Psychiatrie, Hirnforschung

Originaltitel: Stress- and corticosteroid-induced modulation of the locomotor response to morphine in rats

Autoren: Thomas Stöhr (1), Osborne F.X.Almeida (1), Rainer Landgraf (1), Toni S.Shippenberg (2), Florian Holsboer (1), Rainer Sparnagel (1)*

Institute: (1)* Max-Planck-Institut für Psychiatrie, 80804 München, und (2) Brain Imaging section, Addiction Research Center INIDA, Baltimore, USA

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 1999: 103, 85-93

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1098



Dokument 4043Titel: Gezielte Unterbrechung des bcl-2 Gens verschlimmert bei Mäusen eine fokale ischämische Hirnverletzung
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkung von Hirninfarkten
Tiere: 18 Mäuse
Jahr: 1999

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden mit Narkosegas anästhesiert. Mit Hilfe einer am Schädel fixierten Sonde wird der Blutfluß im Bereich der mittleren Hirnarterie gemessen. Zur Unterbindung der Blutzufuhr wird die Haut im Nackenbereich eingeschnitten. Die großen Gefäße am Hals werden freigelegt und ein Teil der Arterien unterbunden. Ein mit Silikon beschichteter Draht wird in die mittlere Hirnarterie vorgeschoben. Der Draht führt dort zu einem Verschluß des Gefäßes. Eine Stunde später wird der Draht zurückgezogen und der Verschluß dadurch wieder geöffnet. Am nächsten Tag werden die Mäuse hinsichtlich ihrer neurologischen Ausfälle untersucht und die Defizite anhand einer Skala registriert (0 = normale neurologische Funktion, 1 = Beugung des Oberkörpers und der Pfote bei Anheben des Tieres am Schwanz, bis 5 = Tod). Das Experiment wird durch schlagartiges Tieffrieren der Tiere beendet ("in situ freezing"). Die Gehirne werden untersucht.

Bereich: Schlaganfallforschung, Neurologie

Originaltitel: Targeted disruption of the bcl-2 gene in mice exacerbates focal ischemic brain injury

Autoren: Ryuji Hata (1),(2), Frank Gillardon (1), Theologos M.Michaelidis (3), Konstantin-Alexander Hossmann (1)*

Institute: (1)* Abteilung für Experimentelle Neurologie, Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, 50931 Köln, (2) BF Research Insitute, Osaka, Japan, und (3) Abteilung der molekularen Biologie der Zelle II, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

Zeitschrift: Metabolic Brain Disease 1999: 14, 117-124

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1097



Dokument 4044Titel: Thyroidale Kontrolle des sarkolemmalen Na+/Ca (2)+Austauschers und der SR Ca(2)+-ATPase im sich entwickelnden Rattenherzen
Hintergrund: Untersuchung zur Bedeutung der Schilddrüsenfunktion
Tiere: 79 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Wurfstärke neugeborener Ratten wird auf 8 Junge pro Muttertier begrenzt. In das Trinkwasser der Mutter wird vom 2. bis zum 21.Tag nach der Geburt eine Substanz gegeben, die eine Unterfunktion der Schilddrüse bewirkt. Über die Muttermilch gelangt das Medikament in die säugenden Jungtiere. In weiteren Experimenten wird Rattenjungen täglich ein Schilddrüsenhormon unter die Haut injiziert, wodurch ein erhöhter Schilddrüsenhormonspiegel induziert wird. Bei einigen Jungtieren wird medikamentös eine Unterfunktion der Schilddrüse erzeugt, diesen Tieren werden Schilddrüsenhormone injiziert. Am 21.Lebenstag werden die Tiere durch Genickbruch getötet. Die Herzen werden untersucht.

Bereich: Physiologie, Pharmakologie

Originaltitel: Thyroid control of sarcolemmal Na+/Ca(2)+ exchanger and SR Ca(2)+-ATPase in developing rat heart

Autoren: Jan Cernohorský (1), Frantisek Kolá:r (1), Vá:clav Pelouch (1), Borivoj Korecky (2), Roland Vetter (3),(4)*

Institute: (1) Institut für Physiologie, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Prag, Tschechische Republik, (2) Abteilung für Physiologie, Universität von Ottawa, Kanada, (3) Max-Dellbrück-Zentrum für Molekularmedizin, Berlin-Buch, und (4)* Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Freie Universität Berlin, 14195 Berlin

Zeitschrift: American Journal of Physiology (Heart Circ. Physiol.44) 1998: 275, H264-H273

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1096



Dokument 4045Titel: Modulierte Expression des c-Fos im Rückenmark nach schmerzhafter thermischer Reizung bei monoarthritischen Ratten
Hintergrund: Untersuchung von Veränderungen im Rückenmark nach thermischer Reizung eines entzündeten Gelenks
Tiere: 60 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden mit einem Narkosegas anästhesiert. Ihre linke Hinterpfote wird 10 mal 20 Sekunden lang in Abständen von 90 Sekunden in ein 52°C heißes Wasserbad gehalten. 2 Stunden später werden die Tiere durch Injektion einer konservierenden Lösung direkt in das Herz getötet. Anderen Ratten wird unter einer Kurznarkose eine Lösung in das Sprunggelenk der linken Hinterpfote injiziert, die dort eine Entzündung hervorruft. Die Gelenkentzündung wird nach einer Skala von 0 (keine Entzündungszeichen) bis 4 (maximale Entzündungsreaktion ) beurteilt. Diese Ratten werden 1, 4, 8 oder 21 Tage nach Auslösen der Gelenkentzündung getötet. Andere Tiere mit entzündetem Sprunggelenk werden nach 1, 4, 8 oder 21 Tagen mit der erkrankten oder einer gesunden Pfote wie oben beschrieben in das heiße Wasserbad getaucht. Auch sie werden 2 Stunden später getötet.

Bereich: Neurologie, Rheumaforschung

Originaltitel: Modulated expression of c-Fos in the spinal cord following noxious thermal stimulation of monoarthritic rats

Autoren: Jan Schadrack (1)*, José: M.Castro-Lopes (2), António Avelino (2), Walter Zieglgänsberger (1), Thomas R.Tölle (1),(3)

Institute: (1)* Max-Plack-Institut für Psychiatrie, Klinisches Institut, Abteilung für Klinische Neuropharmakologie, 80804 München, (2) Institut für Histologie und Embryologie und IBMC, Medizinische Fakultät von Oporto, Oporto Portugal, und (3) Technische Universität München, Abteilung für Neurologie, München

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Research 1998: 53, 203-213

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1095



Dokument 4046Titel: Diffusionsmagnetresonanztomographie während akuter Subarachnoidalblutung bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung des Gehirns bei einer Blutung in den Liquorraum
Tiere: 14 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden anästhesiert und künstlich beatmet. In eine Arterie und eine Vene am Bein wird eine Kanüle (Plastikschlauch) eingelegt, um den Blutdruck messen, stündlich Blutproben entnehmen und Medikamente verabreichen zu können. Die Körpertemperatur wird über eine Sonde im Enddarm überwacht und konstant bei 37°C gehalten. Die Tiere werden auf den Rücken gelegt und der Kopf in einem stereotaktischen Halter fixiert. Bei den Ratten wird nun eine Blutung (in den Liquorraum) im Gehirn erzeugt. Dazu wird die Halsschlagader auf der rechten Seite freigelegt. Einige von der Halsschlagader abgehende Arterien werden unterbunden oder durchtrennt. Die Blutung wird durch Vorschieben und Zurückziehen eines in eine Hirnarterie eingebrachten Drahtes und schließlich durch Aufreissen des Gefäßes erzeugt. Die Tiere werden anschließend 6 Stunden lang per Magnetresonanztomographie (bildgebendes Verfahren) untersucht. Abschließend werden sie durch Injektion einer Kaliumlösung getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Bilgebende Verfahren, Neurologie

Originaltitel: Diffusion MR imaging during acute subarachnoid hemorrhage in rats

Autoren: Elmar Busch (1)*, Christian Beaulieu (2), Alex de Crespigny (2), Michael E.Moseley (2)

Institute: (1)* Abteilung für Neurologie, Universitätsklinikum Essen, 45122 Essen, und (2) Abteilung für Radiologie, Stanford University, Californien, USA

Zeitschrift: Stroke 1998: 29, 2155-2161

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1094



Dokument 4047Titel: Eine kritische Beurteilung des intraluminalen Faden-Modells bei fokaler zerebraler Ischämie: Nachweis von verfrühter Reperfusion und subarachnoidaler Blutung bei Ratten mit Laser-Doppler Flußmessung
Hintergrund: Untersuchung verschiedener Techniken des Gefäßverschlusses einer Arterie im Gehirn
Tiere: 100 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden anästhesiert und über einen Plastikschlauch in der Luftröhre künstlich beatmet. In den Enddarm wird eine Temperatursonde gelegt, mit deren Hilfe die Körpertemperatur über eine Wärmelampe und ein Heizkissen konstant bei 37°C gehalten werden kann. In eine Arterie am Schwanz wird eine Kanüle (Plastikschlauch) zur Entnahme von Blutproben und zur Überwachung der Blutgase gelegt. Zwei Löcher werden beidseitig in den Schädelknochen gebohrt, ohne die darunterliegende harte Hirnhaut zu verletzen. Anschließend werden die Tiere auf den Rücken gelegt und der Kopf in einen stereotaktischen Halter eingespannt. Unter mikroskopischer Sicht werden zwei Sonden über beiden Hirnhälften positioniert, um den Blutfluß im Versorgungsgebiet einer bestimmten Arterie messen zu können. Die Hirnströme werden aufgezeichnet. Bei einem Teil der Ratten wird ein Verschluß der mittleren Hirnarterie durch Einlage eines Drahtes hervorgerufen. Vor und nach Verschluß des Gefäßes erhalten die Tiere eine Injektion eines blutverdünnenden Medikamentes in die Bauchhöhle. Kontrolltieren wird eine einfache Kochsalzlösung injiziert. Der Gefäßverschluß wird 90 Minuten lang aufrechterhalten. Dann wird der Draht zurückgezogen und das Gefäß für 30 Minuten wieder durchblutet. Abschließend werden die Ratten durch ein Gift getötet. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Der zweite Versuchsteil unterscheidet sich durch die angewandte Technik des Gefäßverschlusses und dadurch, daß kein blutverdünnendes Medikament verabreicht wird. 90 Minuten nach Gefäßverschluß wird die Arterie wieder eröffnet, weitere 30 Minuten später wird die Anästhesie ausgesetzt und die Tiere dürfen sich erholen. Nachfolgend werden die neurologischen Ausfälle der Ratten auf einer Skala von 1 (keine Spontanaktivität ) bis 5 (keine Defizite) verglichen. Nach 7 Tagen werden die Tiere erneut narkotisiert und durch Injektion einer giftigen Substanz getötet. Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Neurochirurgie, Neurologie

Originaltitel: A critical reevaluation of the intraluminal thread model of focal cerebral ischemia: Evidence of inadvertent premature reperfusion and subarachnoid hemorrhage in rats by laser-doppler flowmetry

Autoren: Robert Schmidt-Elsaesser (1)*, Stefan Zausinger (1), Edwin Hungerhuber (2), Alexander Baethmann (2), Hans-Jürgen Reulen (1)

Institute: (1)* Abteilung für Neurochirugie, Klinikum Grosshadern, Ludwig-Maximilians-Universität , 81377 München, und (2) Abteilung für Chirurgische Forschung, Klinikum Grosshadern, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Zeitschrift: Stroke 1998: 29, 2162-2170

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1093



Dokument 4048Titel: Antitumoraktivität von Methotrexat-Albuminkonjugaten bei Ratten mit einem Walker-256-Karzinom
Hintergrund: Untersuchung der Wirksamkeit eines potentiellen Krebsmittels
Tiere: 142 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: In das rechte Hinterbein von Ratten wird eine Lösung aus Tumorzellen injiziert, um dort einen Tumor anzusiedeln. Durchmesser und Volumen der bösartigen Geschwulst werden regelmäßig gemessen. Zunächst wird die tolerierte Höchstdosis eines krebshemmenden Präparats (Methotrexat-Albumin) ermittelt. Für die einzelnen Injektionen werden die Tiere kurz anästhesiert. Die Tumoren werden jeden Tag vermessen und das Körpergewicht der Tiere überprüft. Die Medikamentengabe wird fortgesetzt, bis nach 4 Gaben Vergiftungserscheinungen wie Schleimhautentzündungen, Durchfall oder struppiges Fell auftreten. Daraufhin werden die Ratten getötet. Nachdem so die höchste tolerierte Dosis der Substanzen ermittelt wurde, werden andere Ratten einem weitergehenden Versuch unterzogen. Die Tiere erhalten am 1., 3. und 8. Versuchstag je nach Gruppenzugehörigkeit Injektionen der zu prüfenden Substanzen in unterschiedlicher Dosierung. Kontrolltieren wird eine einfache Kochsalzlösung verabreicht, jedoch müssen diese Tiere wegen der Größe des Tumors (3 cm) und dem damit verbundenen Leiden vorzeitig getötet werden. Bei allen Ratten wird täglich über einen Beobachtungszeitraum von 60 Tagen das Körpergewicht und die Größe des Tumors überprüft. Ein Teil der Ratten stirbt vor Abschluß des Versuchs an den Folgen des Tumors.

Bereich: Krebsforschung, Pharmakologie

Originaltitel: Antitumor activity of methotrexate-albumin conjugates in rats bearing a walker-256 carcinoma

Autoren: Andreas Wunder (1), Gerd Stehle (1),(2)*, Hans Herrmann Schrenk (1), Gernot Hartung (3), Dieter Ludwig Heene (2), Wolfgang Maier-Borst (1), Hansjörg Sinn (1)

Institute: (1)* Abteilung für Radiochemie und Radiopharmakologie FS 5, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, 69120 Heidelberg, (2) Erste Medizinische Klinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim, und (3) Dritte Medizinische Klinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: International Journal of Cancer 1998: 76, 884-890

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1092



Dokument 4049Titel: Antigen-induzierte Arthritis bei Ratten: Knorpelveränderungen, beurteilt mit Jod-123-Antileukoproteinase
Hintergrund: Untersuchung einer provozierten Gelenkentzündung
Tiere: 42 Ratten (ca.)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten wird eine Lösung, die unter anderem Tuberkulosebakterien enthält, unter die Haut injiziert, um eine Immunreaktion zu provozieren. Einige Zeit später wird den Tieren eine Albumin-Lösung in das rechte Kniegelenk gespritzt, die dort eine Gelenkentzündung verursacht. In das linke Knie wird zur Kontrolle eine nicht-entzündlich wirkende Lösung injiziert. Im folgenden wird die Schwellung des Kniegelenks gemessen und mit dem nicht entzündeten Kniegelenk verglichen. Außerdem wird den Ratten unter Narkose eine radioaktive Markierungssubstanz in die Bauchhöhle injiziert, die sich verstärkt in dem entzündlich veränderten Knorpel anreichert. 30 bis 40 Minuten später wird die Radioaktivität mit einer speziellen Kamera gemessen. Zur Überprüfung des Knorpelschadens und der Gelenkzerstörung durch die Entzündung werden einige Ratten getötet, die Kniegelenke entnommen und untersucht. Anderen Ratten wird unter äthernarkose ein 7 cm langer Schlauch in eine große Halsvene gelegt. Der Schlauch wird im Nacken nach außen geführt und dort mit Nähten fixiert. Auf der gleichen Halsseite wird ein Katheter in die Halsschlagader gelegt, um Blutproben entnehmen zu können. Danach können sich die Ratten 2 Stunden lang erholen. Schließlich werden sie erneut durch eine Injektion in einen Muskel anästhesiert und mit einer speziellen Kamera beobachtet. Schließlich werden die Tiere getötet und die Gelenke untersucht.

Bereich: Nuklearmedizin, Rheumaforschung

Originaltitel: Rat antigen-induced arthritis: cartilage alterations assessd with iodine-123-antileukoproteinase

Autoren: Raimund W.Kinne (1)*, Philipp Meyer, Winfried Gründer, Eberhard Buchner, Ernesta Palombo-Kinne, Regina Heinzel-Wieland, Wolfgang Becker, Friedrich Wolf, Joachim R.Kalden, Harald Burkhard

Institute: Institut für klinische Immunologie und Transfusionsmedizin und Institut für Biophysik, Universität Leipzig, Fachbereich Chemische Technologie, Fachhochschule Darmstadt, und Abteilung für Nuklearmedizin und Institut für klinische Immunologie und Rheumatologie, Abteilung der Inneren Medizin III, Universität Erlangen-Nürnberg ((1)* jetzt: Experimentelle Rheumatologie, 07740 Jena, ansonsten Autoren nicht zugeordnet)

Zeitschrift: The Journal of Nuclear Medicine 1998: 39, 1638-1645

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1091



Dokument 4050Titel: Auswirkung von Clobenpropit, einem zentral wirkenden Histamin H3-Rezeptor, auf Elektroschock- und Pentylentetrazol-induzierte Krampfanfälle bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung der krampfhemmmenden Wirksamkeit von Clobenpropit
Tiere: 644 Mäuse (Albinomäuse)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Mäusen wird eine Substanz (Clobenpropit), dessen Wirksamkeit gegen epileptische Anfälle überprüft werden soll, in unterschiedlichen Dosierungen und Kombinationen mit anderen Substanzen in die Bauchhöhle injiziert. 45 oder 60 Minuten nach der Injektion wird über einen Ohrclip elektrischer Strom unterschiedlicher Stärke angelegt. Der Schwellenwert bis zur Auslösung einer Streckung der Hinterpfoten wird ermittelt. In weiteren Versuchen erhalten die Tiere Medikamente gegen epileptische Krampfanfälle oder Kontrollsubstanzen injiziert. 30 Minuten später wird ebenfalls die Schwelle bis zur Auslösung einer Überstreckung der Hinterpfoten durch Stromstöße ermittelt. In einem anderen Versuch wird zunächst das Testmedikament und 60 Minuten später eine Substanz, welche Krampfanfälle auslöst (Pentylentetrazol), unter die Nackenhaut gespritzt. Danach werden die Mäuse 30 Minuten lang beobachtet und das Auftreten epileptischer Anfälle sowie die Sterblichkeit dokumentiert. Einigen Mäusen wird die Testsubstanz in unterschiedlichen Dosierungen injiziert, um dadurch hervorgerufene Veränderungen des Verhaltens zu überprüfen. Unter anderem werden reduzierte motorische Aktivität (Rotarod-Ataxie-Test), erhöhte Atemfrequenz und ängstliches Verhalten beobachtet. Im Rotarod-Test wird untersucht, wieweit die Tiere auf langsam rotierenden Walzen ihr Gleichgewicht halten können. Zusätzlich werden unter äthernarkose aus dem Venengeflecht hinter dem Auge Blutproben zur Bestimmung von Medikamentenkonzentrationen entnommen.

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: Effect of clobenpropit, a centrally acting histamine H3-receptor antagonist, on electroshock- and pentylenetetrazol-induced seizures in mice

Autoren: W.Fischer (1)*, H. van der Goot (2)

Institute: (1)* Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Leipzig, 04109 Leipzig, und (2) Leiden/Amsterdam Zentrum für Medikamentenforschung, Abteilung für Pharmakochemie, Freie Universität Amsterdam, Niederlande

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 1998: 105, 587-599

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 1090



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