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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1151Titel: Antithrombotische und gerinnungshemmende Wirkung des direkten Thrombinhemmers Dabigatran und seines oralen Promedikaments Dabigatran-Etexilat bei einem Kaninchenmodell einer venösen Thrombose
Hintergrund: Test eines neuen Blutgerinnungsmittels im Vergleich zu bekannten Mitteln.
Tiere: 120 Kaninchen (ca. 120 Kaninchen (Weiße Neuseeländer))
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden bei Boehringer Ingelheim in Biberach statt. Es werden 95 männliche, weiße Neuseeländerkaninchen verwendet. Den Tieren werden unter Narkose Katheter in beide Halsvenen und eine Beinvene gelegt. Ein 4 cm langes Stück beider Halsvene wird chirurgisch freigelegt. Oben und unten werden Klemmen aufgesetzt, so dass der Blutstrom unterbrochen wird. Das Blut aus dem 4 cm langen, abgeklemmten Stück Vene wird entfernt. dann wird die Vene mit einer Substanz gefüllt, die die Innenwand des Blutgefäßes schädigt. Nach 5 Minuten wird die Flüssigkeit wieder abgesaugt und das Venenstück mit einer Kochsalzlösung gespült. Mit einer Schlinge um das Blutgefäß wird der Durchmesser auf 0,8 mm verkleinert. Dann werden die Klemmen wieder geöffnet. Durch die Schädigung der Innenwand und der Verkleinerung des Durchmessers bilden sich Blutgerinnsel. 2,5 Minuten nach Beginn der Schädigung, aber bevor die Klemmen entfernt werden, wird ein Gerinnungshemmer in die Blutbahn der Kaninchen injiziert. Je nach Gruppe wird ein neuer oder einer von drei verschiedenen in der Medizin seit langem eingesetzten Gerinnungshemmern jeweils in 4 verschiedenen Dosierungen verwendet. Bei fünf weiteren Gruppen wird 120 Minuten vor der Operation eine orale Form des neuen Gerinnungshemmers per Schlundsonde verabreicht. Nach Öffnung der Klemmen lässt man das Blut 25 Minuten lang fließen. Anschließend werden die Venensegmente herausgeschnitten, um die Bildung von Blutgerinnseln zu beurteilen. Eine Tötung der Kaninchen wird nicht erwähnt, ist aber anzunehmen.

Bereich: Pharmakologie

Originaltitel: Antithrombotic and anticoagulant effects of the direct thrombin inhibitor dabigatran, and ist oral prodrug, dabigatran etexilate, in a rabbit model of venous thrombosis

Autoren: W. Wienen (1)*, J.-M. Stassen (2), H. Priepke (1), U.J. Ries (1), N. Hauel (1)

Institute: (1) Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co KG, Birkendorfer Straße, 88397 Biberach, (2) Thromb-X NV, Leuven, Belgien

Zeitschrift: Journal of Thrombosis and Haemostasis 2007, 5, 1237-1242

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3931



Dokument 1152Titel: Gallus gallus domesticus) (Wirkung einer D-AP5-Injektion in die Hirnregion Hippocampus in einem Vermeide-Lernexperiment mit erwachsenen Legehennen
Hintergrund: Untersuchung des Lernverhaltens von Legehennen als "Modell" für das Lernverhalten beim Menschen. Hühnerküken sind für diesen Zweck ein etabliertes "Modell" heißt es in der Arbeit. Die Autoren wollten nun ein "Modell" mit erwachsenen Hühnern etablieren.
Tiere: 96 Hühner (Legehennen (Lohmann Selected Leghorn))
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Hennen stammen von der Firma Lohmann. Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Oldenburg, genehmigt und fanden in Celle statt.

Ab zwei bis drei Tage vor Beginn des Experiments werden die Hennen in Einzelkäfigen von 35 x 65 x 70 cm Größe gehalten. Es wird ein Lernverhaltenstest durchgeführt. Eine Henne wird auf eine Plattform in einer Box gesetzt. Unterhalb der Plattform befindet sich ein Gitter. Sobald die Henne die Plattform verlässt und auf das Gitter tritt, wird das Gitter unter Strom gesetzt und das Tier erhält einen Elektroschock. Anschließend wird die Henne in ihren Käfig zurückgesetzt. 24 Stunden später wird das Tier erneut auf die Plattform in der Box gesetzt. Diesmal steht das Gitter nicht unter Strom. Es wird die Zeit gemessen, bis die Henne auf das Gitter tritt. Bleibt die Henne auf der Plattform, wird dies als erlerntes Vermeide-Verhalten gewertet.

Ein Teil der Hennen wird zuvor unter Narkose operiert. Der Kopf wird in ein stereotaktisches Haltegerät eingespannt. Über einer bestimmten Stelle des Gehirns, die für das Lernen zuständig ist, wird in den Schädelknochen wird ein Loch gebohrt. Eine Plastikröhre wird in das Loch gesteckt und mit Dentalzement fixiert. Nach einer Erholungsphase von 2-3 Tagen, wird über die Plastikröhre eine Injektionsnadel in das Gehirn eingeführt und eine Substanz in den Hippocampus, eine Hirnregion, die für das Lernen zuständig ist, injiziert. Eine Betäubung hierfür wird nicht erwähnt. Die Substanz soll die Nervenaktivitäten in dieser Region hemmen. 15 Minuten später wird der Fußschock-Test durchgeführt. Bei anderen Gruppen von Tieren wird zur Kontrolle eine wirkungslose Substanz gespritzt oder die Tiere werden operiert, ohne dass eine Röhre eingepflanzt wird. Am Ende der Experimente werden alle Hühner auf nicht genannte Weise getötet, um den korrekten Sitz der Nadeln zu untersuchen.

Bereich: Neurobiologie

Originaltitel: Effects of intra-hippocampal D-AP5 injections on one trial passive avoidance learning in adult laying hens

Autoren: E. Tobias Krause (1), Marc Naguib (1,3), Stefanie Petow (2)*

Institute: (1) Abteilung für Tierverhalten, Universität Bielefeld, (2) Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Tierschutz und Tierhaltung, Dörnbergstraße 25 + 27, 29223 Celle, (3) Netherlands Institute of Ecology, Department of Animal Population Biology, ZG Heteren, Niederlande

Zeitschrift: Acta Neurobiologiae Experimentalis 2008: 68, 494-501

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3930



Dokument 1153Titel: Klinische Beurteilung einer experimentell hervorgerufenen choroidalen Gefäßneubildung bei pigmentierten Kaninchen durch subretinale Injektion von Lipidhydroperoxid und einer anschließenden vorläufigen photodynamischen Behandlung mit Tookad
Hintergrund: Die Autoren bemerken, dass es für eine Augenkrankheit, bei der sich Blutgefäße in der Augennetzhaut bilden und zu Blindheit führen, trotz zahlreicher Versuche kein adäquates "Tiermodell" gibt. Neue Behandlungsmethoden würden daher direkt am Menschen getestet. In der vorliegenden Studie soll ein von einem anderen Autor beschriebenes "Tiermodell" nachvollzogen werden. Außerdem soll eine Laserbehandlungsmethode getestet werden, die bereits in klinischen Versuchen am menschlichen Patienten getestet wird. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ihr "Tiermodell" nur eingeschränkt geeignet sei, da mehr unerwünschte als gewünschte Veränderungen am Kaninchenauge auftreten würden.
Tiere: 33 Kaninchen (ca.)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden pigmentierte Chinchilla-Kaninchen nicht genannter Herkunft verwendet. Die Operation erfolgt an 33 Augen, wobei nicht erwähnt wird, ob bei den Kaninchen jeweils ein oder beide Augen operiert werden. Die Operation erfolgt unter Narkose. Die Pupillen werden medikamentös weit gestellt. Mit Hilfe eines Operationsmikroskops wird ein kleiner Schnitt in die Lederhaut des Auges geschnitten. Mit einer feinen Nadel wird eine Chemikalie durch den Schnitt unter die Netzhaut (Retina) gespritzt. Diese bewirkt eine Schädigung der Netzhaut. Die Lederhaut wird mit Nähten verschlossen. Nach 3, 7, 14 und 28 Tagen werden die Augen der Tiere unter erneuter Narkose untersucht. Unter anderem wird eine fluoreszierende Flüssigkeit in eine Ohrvene injiziert, um eine Neubildung von Blutgefäßen in der Netzhaut sichtbar zu machen. 14 bzw. 28 Tage nach der ersten Operation werden bei einigen Kaninchen die Augen entfernt. Anschließend werden die Tiere getötet. Bei drei Augen wird eine Licht-Behandlung der Augenschäden getestet. Dabei wird ein Farbstoff in eine Vene injiziert. Ein Laserstrahl wird durch das Auge auf die neugewachsenen Blutgefäße in der Netzhaut gerichtet. Der Farbstoff im Blut und der Laserstrahl bewirken einen Verschluss des Blutgefäßes.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Clinical evaluation of experimentally induced choroidal neovasculaization in pigmented rabbits by subretinal injection of lipid hydroperoxide and consecutive preliminary photodynamic treatment with Tookad

Autoren: Carsten Framme (1,2)*, Helmut G. Sachs (2), Karin Kobuch (2), Barbara Flucke (1), Reginald Birngruber (1)

Institute: (1) Medizinisches Laserzentrum Lübeck, Lübeck, (2) Universitätsaugenklinik Regensburg, Franz-Josef-Strauss-Straße 11, 93042 Regensburg

Zeitschrift: Ophthalmologica 2008: 222, 254-264

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3929



Dokument 1154Titel: Zuverlässigkeit kontinuierlicher Messung des Herzminutenvolumens während Bauchhöhlenhochdruck ist abhängig von wiederholter Kalibrierung: Eine experimentelle Tierstudie
Hintergrund: Bei Intensivpatienten erfolgt eine kontinuierliche Überwachung des Herzminutenvolumens als Maß für die Pumpleistung des Herzens, um Herz-Kreislauf-Schwankungen zu bemerken. In der vorliegenden Arbeit werden 4 verschiedenen Messmethoden für das Herzminutenvolumen bei jungen, gesunden Schweinen verglichen, bei denen verschiedene "Notfallsituationen" künstlich hervorgerufen werden.
Tiere: 10 Schweine (Deutsche Landrasse, 58 kg)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der 10 jungen Schweine wird nicht genannt. Das Experiment erfolgt unter Narkose. Eines der 10 Schweine stirbt vorzeitig durch Verletzung der Milzvene.

Das Herzminutenvolumen, also die Menge Blut, die das Herz pro Minute pumpt, wird mit 4 verschiedenen Methoden gemessen. Dann werden Notfallsituationen bei Intensivpatienten simuliert: Es werden 500 ml einer Stärke-Lösung in den Blutkreislauf der Schweine infundiert. Kurze Zeit darauf wird eine Nadel durch den Bauchnabel in die Bauchhöhle gestochen. Es wird Kohlendioxid (CO2) in die Bauchhöhle geblasen, um einen erhöhten Druck in der Bauchhöhle zu erzeugen. Schließlich werden gleichzeitig die Flüssigkeit infundiert und CO2 in die Bauchhöhle gepumpt. Jedes Mal erfolgt die Messung des Herzminutenvolumens mit den 4 verschiedenen Methoden. Das weitere Schicksal der Schweine wird nicht erwähnt.

Bereich: Anästhesiologie, Intensivmedizin

Originaltitel: Reliability of continuous cardiac output measurement during intra-abdominal hypertension relies on repeated calibrations: an experimental animal study

Autoren: Matthias Gruenewald*, Jochen Renner, Patrick Meybohm, Jan Höcker, Jens Scholz, Berthold Bein

Institute: Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Schwanenweg 21, 24105 Kiel

Zeitschrift: Critical Care 2008: 12, R132 (doi:10.1186/cc7102), open online access: http://ccforum.com/content/12/5/R132

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3928



Dokument 1155Titel: Einfluss des Jods in der Nahrung auf den Jodgehalt im Schweinefleisch und die Verteilung des Spurenelements im Körper
Hintergrund: Untersuchung des Jodgehalts im Schweinefleisch bei jodreicher Ernährung. Das Ergebnis: Der Jodgehalt im Schweinefleisch ist auch bei hohen Dosen Jod im Schweinefutter sehr gering.
Tiere: 70 Schweine
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Schweine wiegen zu Beginn des Experiments 27 kg. Die Herkunft wird nicht genannt. Die Tiere werden in 5 Gruppen zu je 14 Tieren aufgeteilt und einzeln gehalten. Die Tiere erhalten Sojaschrot, angereichert mit Jod in verschiedenen Dosierungen (0,5, 1, 2 oder 5 mg/kg). Eine Gruppe erhält kein Jod im Futter. Bei einem Gewicht von 115 kg, das entspricht einem Alter von 97-125 Tagen, werden je 4 Schweine pro Gruppe getötet, um die Schilddrüse, Muskeln und verschiedene Organe auf den Jodgehalt zu untersuchen. Es wird nicht erwähnt, was mit den anderen 10 Tieren pro Gruppe geschieht.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Influence of dietary iodine on the iodine content of pork and the distribution of the trace element in the body

Autoren: Katrin Franke (1)*, Friedrick Schöne (2), Andreas Berk (1), Matthias Leiterer (2), Gerhard Flachowsky (1)

Institute: (1) Institut für Tierernährung, Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsanstalt für Tiergesundheit, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, (2) Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL), Jena

Zeitschrift: European Journal of Nutrition 2008: 47, 40-46

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3927



Dokument 1156Titel: Osteoarthritis bei ob/ob-Mäusen mit Leptin-Mangel als Folge von biomechanischer Belastung im Micro-CT
Hintergrund: Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen dem Appetit-Hormon Leptin, Übergewicht und Gelenksentzündung bei Mäusen, denen durch eine Genmutation dieses Hormon fehlt. Das Ergebnis: Dicke Mäuse leiden durch das Gewicht, das auf den Gelenken lastet, eher unter Gelenksentzündungen, als dünne Mäuse. Die Autoren geben zu bedenken "Es ist nicht möglich, daraus zu schließen, dass diese Ergebnisse auch für Menschen gültig sind." Trotzdem kündigen sie weitere Studien an: "Das Ziel folgender Studien sollte sein, zwischen Mäusen mit Leptin-Mangel und Wildtyp-Mäusen zu unterscheiden."
Tiere: 40 Mäuse
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden sogenannte ob/ob-Mäuse verwendet, ein Zuchtstamm, bei dem durch eine Genmutation das Hormon Leptin fehlt, das für die Regulierung des Appetits zuständig ist. Diese Mäuse fressen ungehemmt und werden ungewöhnlich dick. Sie werden in der tierexperimentellen Forschung oft als "Modelle" für Diabetes oder Übergewicht beim Menschen verwendet.

Eine Gruppe von 20 ob/ob-Mäusen erhält ab einem Alter von 5 Wochen Futter zur freien Verfügung. Bei einer zweiten Gruppe von 20 Mäusen wird das Futterangebot reduziert, in welchem Grad wird nicht erwähnt. Die Mäuse der Gruppe A wiegen im Alter von 20 Wochen durchschnittlich über 50g, während die wenig gefütterten Tiere nur 35g wiegen. Alle Mäuse werden auf eine nicht genannte Art getötet, um die Knie und Hüften zu untersuchen. Die dicken Mäuse haben zu 75% Gelenkentzündungen, die dünnen Mäuse zu 0%.

Bereich: Pathophysiologie

Originaltitel: Osteoarthritis of leptin-deficient ob/ob mice in response to biomechnaical loading in micro-CT

Autoren: Hansjoerg Heep (1)*, Gero Hilken (2), Sebastian Hofmeister (1), Christian Wedemeyer (1)

Institute: (1) Abteilung für Orthopädie, Universität Duisburg-Essen, Pattbergstr. 1-3, 45239 Essen, (2) Zentrales Tierlaboratorium, Klinisches Zentrum, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen

Zeitschrift: International Journal of Biological Sciences 2009, 5(3), 265-275

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3926



Dokument 1157Titel: Extrakorporale Zelltherapie mit Granulozyten bei einem Schweinemodell für gram-positive Blutvergiftung
Hintergrund: Behandlung einer Blutvergiftung bei Ferkeln mit menschlichen Blutzellen. Die Autoren geben zu bedenken, dass die Studie ihre Grenzen hat. Es handelt sich um junge, gesunde Schweine und auch das Hervorrufen einer Blutvergiftung durch die Infusion mit Bakterien entspricht nicht der klinischen Situation auf der Intensivstation. Dennoch bezeichnen die Autoren ihr Experiment als erfolgreich und rufen zu weiteren Studien auf.
Tiere: 21 Schweine (Deutsche Landrasse, 7-9 Wochen alt, 7,5-12 kg)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Schweine stammen von einem lokalen Händler. Es handelt sich um 7-9 Wochen alte Ferkel. Unter Narkose wird den Tieren eine Stunde lang eine Bakterienlösung aus Eiterbakterien (Staphylococcus aureus) in die Blutbahn infundiert. Nach einer Stunde Wartezeit werden jeweils 7 Schweine unterschiedlich behandelt. Gruppe 1 bleibt unbehandelt. Gruppe 2 erhält eine Plasmalösung infundiert. Das Plasma (Blutflüssigkeit) wurde zuvor aus dem Blut anderer Schweine gewonnen. Die dritte Gruppe erhält eine Mischung aus Schweineplasma und menschlichen Blutzellen (Granulozyten). Die Infusion dauert 4 Stunden. Dann erwachen die Tiere aus der Narkose. Die Folgen der Blutvergiftung mit den Bakterien müssen die Schweine bei vollem Bewusstsein erleiden. In Gruppe 1 sterben alle Schweine innerhalb von 70 Stunden. In Gruppe sterben 5, in Gruppe 3 ein Schwein den Beobachtungszeitraum von 7 Tagen. Die überlebenden Tiere werden durch Injektion eines Barbiturates getötet.

Bereich: Intensivmedizin

Originaltitel: Extracorporeal cell therapy with granulocytes in a pig model of gram-positive sepsis

Autoren: Martin Sauer (1), Jens Altrichter (3), Hans J. Kreutzer (2), Tim Lögters (4), Martin Scholz (4), Gabriele Nöldge-Schomburg (1), Reinhard Schmidt (3), Steffen R. Mitzner (3)*

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (2) Abteilung für Pathologie und Medizin, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (3) Klinik für Nephrologie, Medizinische Fakultät der Universität Rostock, (4) Klinik für Trauma- und Handchirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf (Keine Adresse angegeben)

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2009: 37(2), 606-613

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3925



Dokument 1158Titel: Eine angereicherte Umgebung hat keine Wirkung auf die Entwicklung der dopaminergen und GABAergen Fasern während einer Behandlung mit Methylphenidat bei früh traumatisierten Gerbils
Hintergrund: Soziale und Umweltbedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom bei Kindern. Zur Behandlung wird oft Methylphenidat (Ritalin ®) eingesetzt. In dieser Studie wird der Einfluss der Umweltbedingungen und die Behandlung mit Ritalin bei Gerbils untersucht, bei denen künstlich Hirnschäden hervorgerufen wurden, die denen des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndroms ähneln.
Tiere: 20 Gerbils (mehr als 20 Gerbils (Wüstenrennmäuse))
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Eine ungenannte Anzahl von Gerbils wird von Harlan Winkelmann, Borchen, bezogen. Für den Versuch werden 20 ihrer Jungen verwendet. Den Tieren wird am 14. Lebenstag Methamphetamin in die Bauchhöhle injiziert. Dieses bewirkt eine Störung der Entwicklung des Nervensystems im Gehirn. Die Störungen ähneln denen des Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom bei Kindern. Am 30. Lebenstag werden die jungen Gerbils von ihren Müttern entwöhnt. Neun Tiere werden fortan einzeln in kahlen Plastikkästen gehalten. Elf Gerbils wachsen mit ihren Geschwistern in 1 x 1 m großen, mit vielen Versteck- und Spielmöglichkeiten ausgestatteten Käfigen auf. Beide Gruppen erhalten täglich ein Medikament (Ritalin ®), das zur Behandlung der oben genannten psychiatrischen Erkrankung eingesetzt wird, mit einer Pipette in den Mund verabreicht. Am 90. Lebenstag werden die Gerbils betäubt und mittel Durchströmung mit giften Substanzen getötet. Ihre Gehirne werden in Scheiben geschnitten und untersucht.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Environmental enrichment has no effect on the development of dopaminergic and GABAergic fibers during methylphenidate treatment of early traumatized gerbils

Autoren: Susanne Brummelte (1,3), Thorsten Grund (1), Gunther H. Moll (2), Gertraud Teuchert-Noodt (1) Ralph R. Dawirs (2)*

Institute: (1) Abteilung für Neuroanatomie/Kognitive Neurowissenschaften, Biologische Fakultät, Universität Bielefeld, Universitätsstr. 25, 33615 Bielefeld, (2) Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, (3) Department of Psychology, University of British Columbia, Vancouver, Kanada

Zeitschrift: Journal of Negative Results in BioMedicine 2008: 7:2, doi:10.1186/1477-5751-7-2

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3924



Dokument 1159Titel: Bß15-42 (FX06) reduziert Lungen-, Herzmuskel-, Leber- und Dünndarmschäden in einem Schweinemodell für Blutungsschock und Wiederdurchblutung
Hintergrund: Behandlung eines Blutungsschocks.
Tiere: 16 Schweine (Deutsche Landrasse, 27-32 kg)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Schweine werden narkotisiert auf den Rücken gelegt. In die rechte Halsvene und beide Hinterbeinarterien werden Katheter gelegt. Der Halsvenenkatheter wird bis in die Lungenarterie vorgeschoben. Der Bauch wird in der Mitte aufgeschnitten. Im Bauchraum werden zwei weitere Blutgefäße (linke Lebervene und Pfortader) mit Kathetern versehen. Um die beiden Blutgefäße werden außerdem Blutflussmesssonden gelegt. An die Katheter und Sonden im Bauchraum werden Schläuche angeschlossen, die nach außen führen. Der Bauch wird verschlossen. Es wird ein Blutungsschock hervorgerufen, indem aus einem der Katheter Blut abgezogen wird bis der Blutdruck auf einen bestimmten Wert (40 mm Hg) gesunken ist. Nach 60 Minuten wird das aufgefangene Blut wieder in den Blutkreislauf der Schweine zurückinfundiert. Zusätzlich wird noch eine Infusionslösung infundiert. Zwei Stunden später wird bei 8 Schweinen eine Testsubstanz verabreicht. Die 7 Tiere der Kontrollgruppe erhalten eine wirkungslose Substanz. Es werden diverse Messungen durchgeführt. Schließlich werden die Schweine durch Überdosis eines Giftes (Kaliumchlorid) getötet. Verschiedene Organe werden auf Schäden untersucht.

Bereich: Intensivmedizin

Originaltitel: Bß15-42 (FX06) reduces pulmonary, myocardial, liver, and small intestine damage in a pig model of hemorrhagic shock and reperfusion

Autoren: Jan P. Roesner (1), Peter Petzelbauer (2)*, Alexander Koch (3), Nguyen Tran (3), Thomas Iber (1), Dierk A. Vagts (1), Thomas W.L. Scheeren (1), Brigitte Vollmar (4), Gabriele E.F. Nöldge-Schomburg (1), Kai Zacharowski (3)

Institute: (1) Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Rostock, (2) Abteilung für Allgemeine Dermatologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, (3) Department of Anaesthesia, Bristol Royal Infirmary, University of Bristol, Großbritannien, (4) Institut für Experimentelle Chirurgie, Universität Rostock (Keine Adresse angegeben)

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2009, 37(2), 598-605

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3923



Dokument 1160Titel: Durch Endotoxin hervorgerufene Überreaktion der Atemwege bei Kaninchen: Beitrag der Neuropeptide
Hintergrund: Auswirkungen von in der Luft zerstäubtem Bakteriengift auf die Atmung.
Tiere: 24 Kaninchen (Weiße Neuseeländer)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Es werden Versuche an anästhesierten Kaninchen durchgeführt. Die Tiere liegen auf dem Rücken. In die rechte Halsvene, die rechte Hinterbeinarterie und die linke Hinterbeinvene werden Katheter gelegt für Messungen und die Infusion von Substanzen. Die Kaninchen werden in 4 Gruppen zu je 6 Tieren eingeteilt. Bei Gruppe 1 wird ein aus Darmbakterien (E.coli) isoliertes Bakteriengift (Endotoxin) in die Blutbahn infundiert. Die zweite Gruppe erhält das Bakteriengift in zerstäubter Form. Davor und danach müssen die Tiere beider Gruppen eine in Luft zerstäubte Nervenüberträgersubstanz (Azetylcholin-Aerosol) einatmen. Gruppe 3 und 4 werden behandelt wie die ersten beiden Gruppen. Zusätzlich wird bei diesen Tieren zuvor 4 Tage lang eine Substanz täglich unter die Haut gespritzt, die Nervenüberträgersubstanzen hemmt. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht beschrieben.

Bereich: Pathophysiologie

Originaltitel: Endotoxin-induced airway hyperresponsiveness in rabbits: contribution of neuropeptides

Autoren: W. Marek (1)*, M. Ozyurt (1), J. Potthast (1), T. Mensing (2)

Institute: (1) Institut für Arbeitsphysiologie an der Augusta-Krankenanstalt, Bergstr. 26, 44971 Bochum, (2) Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin, Ruhr-Universität Bochum

Zeitschrift: Journal of Physiology and Pharmacology 2008: 59(6), 421-432

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3922



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