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Datenbank Tierversuche

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Dokument 971Titel: Begrenzte Rolle von CD4+Foxp3+ regulierenden T-Zellen für die Bekämpfung von experimenteller zerebraler Malaria
Hintergrund: Untersuchung der Rolle bestimmter Immunzellen bei einer Malaria-Infektion.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse verwendet, die genetisch so manipuliert sind, dass bei Injektion von Diphterie-Gift bestimmte Immunzellen temporär ausgeschaltet werden (DEREG-Mäuse). Die Tiere werden am Bernhard-Nocht-Institut, Hamburg, gehalten und gezüchtet. Die DEREG-Mäuse werden mit nicht genmanipulierten C57BL/6-Mäusen verpaart. Ihre Nachkommen werden auf Vorhandensein der genetischen Veränderung untersucht. Es werden sowohl die genveränderten als auch die normalen Geschwister für die folgenden Versuche verwendet.

Zerebrale Malaria wird durch einzellige Blutparasiten (Plasmodium falciparum) hervorgerufen und durch Anopheles-Mücken übertragen. Am Bernhard-Nocht-Institut werden diese Parasiten gezüchtet, indem sie abwechselnd einen Zyklus in Mücken und Mäusen durchlaufen. Mit Parasiten infizierte rote Blutkörperchen aus dem Blut der Mäuse wird DERAG- und normalen Mäusen in die Bauchhöhle injiziert. 90-100% der infizierten Tiere entwickeln innerhalb von 6 – 8 Tagen typische Symptome: Gewichtsverlust, Bewegungsstörungen und Krämpfe. Die Symptome werden täglich nach einem Punkteschema bewertet. Sieben bis neun Tage nach der Infektion werden die Mäuse getötet, um "unnötiges Leiden zu vermeiden". Andere infizierte Mäuse werden nach sechs Tagen getötet, um Gehirn und Milz zu untersuchen.

Die Studie wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tropenmedizin, Parasitologie, Immunologie

Originaltitel: Limited role of CD4+Foxp3+ regulatory T cells in the control of experimental cerebral malaria

Autoren: Christiane Steeg (1), Guido Adler (1), Tim Sparwasser (2), Bernhard Fleischer (1), Thomas Jacobs (1)*

Institute: (1) Abteilung für Immunologie, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg, (2) Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, Twincore, Hannover

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2009: 183, 7014-7022

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4100



Dokument 972Titel: Priming von CD8+ und CD4+ T-Zellen in experimenteller Leishmaniose wird eingeleitet durch verschiedene dendritische Zell-Subtypen
Hintergrund: Untersuchung der Rolle bestimmter Untergruppen von Immunzellen bei der Ausbildung einer Immunität gegen den tropischen Parasiten Leishmania major.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werde Mäuse verschiedener Zuchtlinien verwendet. Die Tiere stammen von Charles River Laboratories, vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin, und vom Universitätskrankenhaus Eppendorf, Hamburg. Knockout-Mäuse (Lang-DTR) werden am Bernhard-Nocht-Institut gezüchtet. Die Lang-DTR-Mäuse sind so genetisch manipuliert, dass bei Injektion von Diphterie-Gift bestimmte Immunzellen temporär ausgeschaltet werden. Die Injektionen werden mehrfach wiederholt, so dass die Immunzellen nicht wieder nachgebildet werden können. Diesen Mäusen sowie "normalen" Mäusen werden Parasiten in die Sohle einer Hinterpfote injiziert. Leishmania major ist ein einzelliger Parasit, Erreger der tropischen Krankheit Leishmaniose, die durch Sandfliegen übertragen wird und bei Menschen und Tieren vorkommen kann. Der Verlauf der Infektion wird täglich protokolliert. Die Schwellung der Hinterpfote wird einmal wöchentlich begutachtet. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten werden die Mäuse getötet, um die Hinterpfote, die Leistenlymphknoten und die Milz zu untersuchen. In einem anderen Experiment werden Immunzellen aus der Milz von Mäusen gewonnen, markiert und in Lang-DTR-Mäuse injiziert, bei denen zuvor durch Injektion von Diphterie-Toxin die Immunzellen vernichtet worden sind. Die Tiere werden 48 oder 72 Stunden später getötet.

Bereich: Tropenmedizin, Parasitologie, Immunologie

Originaltitel: Priming of CD8+ and CD4+ t cells in experimental leishmaniasis is initiated by different dendritic cell subtypes

Autoren: Nancy Brewig (1), Adrien Kissenpfennig (2), Bernard Malissen (3), Alexandra Veit (1), Thomas Bickert (1), Bernhard Fleischer (1), Sven Mostböck (4), Uwe Ritter (1,4)*

Institute: (1) Abteilung für Immunologie, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg, (2) Center for Infection and Immunity, School of Medicine, Denistry & Biomedical Sciences, Queens University Belfast, Großbritannien, (3) Centre d’immunologie de Marseille-Luminy, Marseille, Frankreich, (4) Institut für Immunologie, Universität Regensburg, Franz-Josef-Strauss-Allee 11, 93053 Regensburg

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2009: 182, 774-783

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4099



Dokument 973Titel: Overexpression of a single Leishmania major gene enhances parasite infectivity in vivo and in vitro
Hintergrund: Untersuchung der krankmachenden Eigenschaften eines Gens des Parasiten Leishmania major, dem Erreger der Leishmaniose, an Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse zweier Linien (BALB/c und C57BL/6) verwendet. Die Herkunft der Tiere wird nicht genannt. Die C57BL/6-Mäuse sind bekannt dafür, dass sie gegenüber dem einzelligen, tropischen Parasiten Leishmania major, der durch Sandfliegen auf Menschen und Tiere übertragen werden kann, relativ resistent sind. Es tritt an der Injektionsstelle lediglich eine Schwellung auf. Bei BALB/c-Mäusen hingegen kommt es zu geschwürartigen Hautveränderungen. Die Parasiten werden gentechnisch verändert und geklont. Außerdem werden genetisch unveränderte "Wild-Typ"-Parasiten verwendet. Die Parasiten stammen aus der Haut und den Lymphknoten von infizierten Mäusen.

Mäuse der beiden Linien werden mit den gentechnisch veränderten oder den Wild-Typ-Parasiten infiziert, indem diese in die Fußsohlen beider Hinterpfoten injiziert werden. Einmal wöchentlich werden die Pfoten auf den Umfang der Schwellung überprüft. Bevor die Schwellungen anfangen zu ulzerieren (Geschwüre zu bilden), werden die Mäuse getötet. Das Gewebe der Pfoten sowie der Lymphknoten wird untersucht. Die genetisch veränderten Parasiten rufen verstärkte Symptome hervor.

Es werden außerdem In-vitro-Versuche mit den genetisch veränderten Parasiten gemacht. Dazu werden Knochenmarkszellen von Mäusen gewonnen und mit Parasiten infiziert.

Bereich: Tropenmedizin, Parasitologie

Originaltitel: Overexpression of a single Leishmania major gene enhances parasite infectivity in vivo and in vitro

Autoren: Linda Reiling, Mareike Chrobak, Christel Schmetz, Joachim Clos*

Institute: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg

Zeitschrift: Molecular Microbiology 2010: 76(5), 1175-1190

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4098



Dokument 974Titel: Neuronale Dynamik der Unterdrückung ruckartiger Augenbewegungen
Hintergrund: Unsere Augen machen ständig ruckartige Bewegungen, die aber nicht als solche wahrgenommen werden. Diese Studie untersucht die neuronalen Grundlagen dieses Phänomens, das Unterdrückung der ruckartigen Augenbewegung genannt wird.
Tiere: 2 Affen (Makaken (nicht genannte Art))
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Affen einer nicht genannten Art werden zunächst "trainiert", in einem Primatenstuhl zu sitzen und eine Aufgabe am Bildschirm zu erlernen. Als Trainingsmethode wird Durst eingesetzt. Die Tiere erhalten so wenig zu Trinken, dass sie durstig genug sind, um für ein paar Tropfen Flüssigkeit, zu tun, was von ihnen verlangt wird. Dann werden die Affen unter Narkose operiert. In den Schädel wird über der Sehrinde ein Loch gebohrt. Darüber wird eine verschließbare Kammer montiert, durch die später Elektroden in das Hirngewebe eingeführt werden können. Außerdem wird ein Haltebolzen auf dem Kopf mit Dentalzement und Schrauben befestigt. Auf die Lederhaut der Augen werden Metallspulen angebracht, mit denen die Augenbewegungen registriert werden können.

In den folgenden Experimenten wird bei den im Primatenstuhl sitzenden Affen der Kopf mit Hilfe des implantierten Haltebolzens unbeweglich angeschraubt. Die Tiere müssen einen roten Punkt auf einem Bildschirm anstarren. Wenn dieser Punkt erlischt und an einer anderen Stelle ein grüner Punkt erscheint, müssen sie die Augen schnell zu dem grünen Punkt bewegen. Gleichzeitig messen die Elektroden, die durch das Bohrloch in das Gewebe der Sehrinde eingeführten werden, elektrische Nervenaktivitäten.

Das weitere Schicksal der Affen wird nicht beschrieben. Üblicherweise werden die Tiere für zahlreiche weitere Experimente herangezogen.

Die Studie wurde unterstützt durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Human Frontiers Science Program Grant, National Institute of Health Grant und European Union Research Grant MEMORY 6FP.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung, Neurobiologie

Originaltitel: Neural dynamics of saccadic supression

Autoren: Frank Bremmer (1,2)*, Michael Kubischik (1), Klaus-Peter Hoffmann (1), Bart Krekelberg (3)

Institute: (1) Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, (2) Abteilung Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, Renthof 7, 35032 Marburg, (3) Rutgers University, Center for Molecular and Behavioral Neuroscience, Newark, New Jersey, USA

Zeitschrift: The Journal of Neuroscience, 2009: 29(4), 12374-12383

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4097



Dokument 975Titel: Visuelle Selektivität für die Kopfbewegung im Hirnbereich MST des Affen
Hintergrund: Untersuchung der Verarbeitung von visuellen Reizen im Affenhirn.
Tiere: 2 Affen (Makaken (nicht genannte Art))
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Affen einer nicht genannten Art werden zunächst "trainiert” in einem sogenannten Primatenstuhl zu sitzen und Aufgaben an einem Bildschirm auszuführen. Für gute Kooperation erhalten die Tiere etwas Saft oder Wasser. Vor der Sitzung bekommen die Tiere über einen nicht genannten Zeitraum nichts zu trinken. Die Affen müssen mit den Augen auf einen roten Punkt auf einem Bildschirm starren. Haben die Tiere die Aufgabe gelernt, werden sie operiert. Auf dem Kopf werden ein Haltebolzen angebracht sowie eine zylindrische Stahlkammer über einem Bohrloch. Beide werden mit Zahnzement und Schrauben auf dem Schädel verankert. Auf die Lederhaut der Augen werden kleine Metallspulen implantiert, mit denen später die Augenbewegungen verfolgt werden können. Ein Kabel führt von den Spulen zu einem Adapter, der im Zahnzement am Kopf befestigt ist.

Für die eigentlichen Versuche wird der Kopf der im Primatenstuhl sitzenden Affen unbeweglich angeschraubt. Bei anderen Versuchen können die Tiere den Kopf frei bewegen. Die Tiere müssen mit den Augen einen roten Punkt in der Mitte des Bildschirms anstarren. Gleichzeitig erscheinen fließende Linien, die entweder am Horizont zusammenlaufen oder wie ein Wirbel rotieren. Über die Metallkammer und das Bohrloch im Schädelknochen werden mit einem Antriebsgerät Elektroden in bestimmte Hirnbereiche getrieben, um die Aktivitäten einzelner Nervenzellen zu messen.

Die Studie wurde durch die deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung, Neurobiologie

Originaltitel: Visual selectivity for heading in monkey area MST

Autoren: Frank Bremmer (1,2)*, Michael Kubischik (1), Martin Pekel (1), Klaus-Peter-Hoffmann (1), Markus Lappe (3)

Institute: Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, (2) AG Neurophysik, Philipps-Universität Marburg, Renthof 7, 35032 Marburg, (3) Psychologisches Institut II, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Zeitschrift: Experimental Brain Research 2010: 200, 51-60

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4096



Dokument 976Titel: Palifermin leitet bei Mäusen mit Lungenemphysem ein Aufrechterhaltungsprogramm der Lungenbläschen ein
Hintergrund: Test eines Wirkstoffs bei Mäusen mit künstlich ausgelöstem Lungenemphysem (zerstörte Lungenbläschen).
Tiere: 24 Mäuse
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden von der Versuchstierzuchtfirma Harlan Winkelmann, Hannover, bezogen. Bei den Tieren wird ein schweres Lungenemphysem hervorgerufen, ein Krankheitsbild, bei dem Lungenbläschen zerstört werden. Dies wird erreicht, indem den Tieren ein Bauchspeicheldrüsenenzym (Elastase) vom Schwein in die Nase gesprüht wird. Der Vorgang wird nach 10 Tagen wiederholt. Bei Kontrolltieren wird eine harmlose Kochsalzlösung appliziert. Am 31. Tag nach der 1. Applikation werden die Mäuse auf nicht genannte Weise getötet. In einem zweiten Experiment wird wieder ein Lungenemphysem hervorgerufen. Am Tag 31, 34 und 37 wird ein Testwirkstoff über die Nase verabreicht. Diese Mäuse werden 40 Tage nach der ersten Applikation getötet. Die Lungen der Mäuse werden untersucht.

Zusätzlich werden verschieden In-vitro-Tests an Zellkulturen von Mäuselungen oder Lungenzellen von Mäuseembryonen vorgenommen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Stiftung P.E. Kempkes unterstützt.

Bereich: Lungenforschung

Originaltitel: Palifermin induces alveolar maintenance programs in emphysematous mice

Autoren: Ali Ö. Yildirim (1,2), Vandana Muyal (1), Gerrit John (3), Bernd Müller (1), Carola Seifart (1), Michael Kasper (4), Heinz Fehrenbach (1,5)*

Institute: (1) Klinische Forschungsgruppe "Chronische Atemwegserkrankungen", Medizinische Fakultät, Philipps-Universität Marburg, (2) Institut für Lungenbiologie und –krankheiten, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Helmholtz Zentrum München, Neuherberg, (3) Innere Medizin, Abteilung für Atemwegsmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Marburg, (4) Institut für Anatomie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, (5) Experimentelle Pneumologie, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, Parkallee 1, 23845 Borstel

Zeitschrift: American Journal of Respiratory Critical Care Medicine 2010: 181, 705-717

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4095



Dokument 977Titel: Verhaltensmechanismen, die die Energiebilanz beeinflussen bei Mäusen, die entweder anfällig oder resistent gegenüber einer ernährungsbedingten Fettsucht sind
Hintergrund: Untersuchungen zur Frage, warum manche Menschen trotz fettreicher Ernährung weniger an Gewicht zunehmen als andere sowie zur Frage der Bedeutung der körperlichen Aktivität bei der Entwicklung von Fettsucht.
Tiere: 74 Mäuse (wahrscheinlich sehr viel mehr)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Zucht des Fachbereichs Biologie der Uni Marburg, einige gentechnisch verändert Mäuse von Harlan Winkelmann, Borchen. Es werden Tiere verschiedener Zuchtlinie verwendet, die entweder bei fettreicher Ernährung leicht übergewichtig werden oder nicht dafür anfällig sind. Die Mäuse werden einzeln gehalten. Jeweils ein Teil der Mäuse verschiedner Zuchtlinien erhält fettreiche oder normale Nahrung. Mit den so gefütterten Mäusen werden verschiedene Experimente durchgeführt. Bei einigen Tieren wird der Kot aufgefangen und auf Energiegehalt untersucht. Bei manchen Mäusen wird ein kleiner Radiosender in die Bauchhöhle eingepflanzt, der die körperliche Aktivität des Tieres im Käfig registriert und an einen Computer gesteuerten Empfänger sendet. Einige Tiere werden zur Beobachtung der spontanen Bewegungen in die Mitte eines "offenen Feldes" gesetzt, eine Kiste von 50 x 50 x 50 cm Größe. Die Bewegungen der Maus werden mit einer Videokamera aufgezeichnet. Einige Mäuse werden getötet, um die Körpermasse, das Körperfett und andere Werte zu ermitteln.

Bereich: Stoffwechselphysiologie, Übergewichtsforschung

Originaltitel: Behavioural mechanisms affecting energy regulation in mice prone or resistant to diet-induced obesity

Autoren: Deike Hesse (1,2)*, Mark Dunn (3), Gerhard Heldmaier (1), Martin Klinenspor (5), Jan Rozman (4,5)

Institute: (1)* Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Biologie, Institut für Tierphysiologie, Karl-von-Frisch-Str. 8, 35032 Marburg, (2) Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Abteilung für Experimentelle Diabetologie, 14558 Potsdam-Rehbrücke, (3) University of Southern Queensland, Toowoomba, Australia, (4) Technische Universität München, Else Kröner-Fresenius Center und ZIEL - Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung, Molekulare Ernährungsmedizin, Freising-Weihenstephan, (5) Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Experimentelle Genetik, Neuherberg

Zeitschrift: Physiology & Behavior 2010: 99, 370-380

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4094



Dokument 978Titel: Kältestarre und der Biorhythmus erfordern eine intakte Signalübertragung des sympathischen Nervensystems
Hintergrund: Regulation der Kältestarre bei Dschungarischen Hamstern.
Tiere: 30 Hamster (Dschungarische Hamster)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Dschungarischen Hamster (Phodopus sungorus) wurden an der Uni Marburg gezüchtet. Sie werden einzeln in Käfigen von 16 x 21 x 13 cm Größe gehalten. Im Alter von drei Monaten werden die tägliche Lichtperiode auf 8 Stunden und die Temperatur auf 15 Grad gesenkt, um eine Winter-Akklimatisierung der Tiere einzuleiten. Den Hamstern wird ein kleiner Temperaturmesser mit Sender in die Bauchhöhle eingepflanzt. So kann kontinuierlich die Körpertemperatur registriert werden. Einer Gruppe von Hamstern wird ein Plättchen unter die Haut am Nacken gepflanzt, das 21 Tage lang Atropin abgibt, ein Wirkstoff, der das parasympathische Nervensystem hemmt. Bei einer anderen Gruppe Hamster wird das sympathische Nervensystem durch einmalige Injektion eines Wirkstoffs in die Bauchhöhle gehemmt. Die Körpertemperatur wird weiterhin gemessen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Stoffwechselphysiologie, Physiologie

Originaltitel: Torpor and ultradian rhythmus require an intact signalling of the sympathetic nervous system

Autoren: Luzie J. Braulke*, Gerhard Heldmaier

Institute: Abteilung Stoffwechselphysiologie, Fachbereich Biologie , Philipps-Universität Marburg, Karl-von-Frisch-Str. 8, 35032 Marburg

Zeitschrift: Cryobiology 2010: 60, 198-203

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4093



Dokument 979Titel: Verminderte Wundheilung bei Mäusen, denen das Basalmembranprotein Nidogen 1 fehlt
Hintergrund: Untersuchung der Rolle eines bestimmten Proteins in der Haut bei der Wundheilung.
Tiere: 48 Mäuse
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden gentechnisch veränderte Mäuse verwendet, denen ein Gen für ein bestimmtes, im Hautgewebe vorkommendes Protein fehlt. Sowohl diesen Gen-Mäusen als auch normalen Mäusen werden je vier Schnitte in die Haut gemacht. Größe und Lage der Schnitte werden nicht erwähnt. Nach 1, 3, 5, 7, 10 und 14 Tagen werden je 4 Gen-Mäuse und 4 normale Mäuse getötet. Die Tötungsart wird nicht genannt. Hautstücke werden herausgeschnitten und gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Wundheilung, Dermatologie

Originaltitel: Impaired wound healing in mice lacking the basement membrane protein nidogen 1

Autoren: Anke Baranowsky (1), Sharada Mokkapati (1), Manuela Bechtel (1), Jenny Krügel (2), Nicolai Miosge (2), Claudia Wickenhauser (3), Neil Smyth (4), Roswitha Nischt (1)*

Institute: Hautklinik, Universitätsklinikum Köln, Kempener Str. 62, 50937 Köln, (2) Abteilung Prothetik, Universität Göttingen, (3) Institut für Pathologie, Universität Köln, (4) School of Biological Sciences, University of Southampton, Großbritannien

Zeitschrift: Matrix Biology 2010: 29, 15-21

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4092



Dokument 980Titel: Körperliche Aktivität und Östrogenbehandlung reduziert das Eingeweidefett und die Leptin-Serumwerte bei einem Tiermodell für ernährungsbedingte Fettsucht
Hintergrund: Aus der klinischen Forschung ist bekannt, dass übermäßige Nahrungsaufnahme und Bewegungsmangel zu übergewichtsbedingten Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können. Dies ist besonders bei Frauen nach den Wechseljahren der Fall. In dieser Studie wird an Ratten untersucht, wie dies verhindert werden kann. Ergebnis: Sport in Kombination mit einer Östrogenbehandlung hilft übergewichtsbedingte Stoffwechselkrankheiten zu verhindern.
Tiere: 40 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die weiblichen Ratten werden von der Versuchstierzucht Janvier, Le Geneset St. Isle, Frankreich, bezogen. Die Tiere erhalten dauerhaft eine fettreiche Nahrung. 27 Ratten werden kastriert, d.h., ihre Eierstöcke werden operativ entfernt. 13 Ratten werden nicht kastriert. Zwei Wochen später werden die kastrierten und die nicht-kastrierten Tiere in drei Gruppen eingeteilt. Bei Gruppe 1-3 wird eine Minipumpe unter die Rückenhaut gepflanzt, die sechs Wochen lang kontinuierlich ein Östrogen-Präparat an das Gewebe abgibt. Die Tiere der Gruppe 2 und 3 werden sechs Wochen lang zum Laufen gezwungen, indem sie in ein Motor betriebenes Laufrad gesetzt werden: anfangs täglich 10 Minuten an fünf Tagen pro Woche bei 22 m/min, später zweimal täglich 15 Minuten bei 25 m/min. Schließlich werden alle Ratten unter leichter CO2-Betäubung durch Köpfen getötet. Das Blut wird aufgefangen und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Hormonforschung, Sportmedizin

Originaltitel: Physical activity and estrogen treatment reduce visceral body fat and serum levels of leptin in an additive manner in a diet induced animal model of obesity

Autoren: Nora Zoth, Carmen Weigt, Ute Laudenbach-Leschowski, Patrick Diel*

Institute: Abteilung Molekulare und Zelluläre Sportmedizin, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln, Am Sportpark Müngensdorf 6, 50933 Köln

Zeitschrift: Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology 2010: 122(1-3), 100-105

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4091



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