facebook
twitter
youtube
instagram

Datenbank Tierversuche

Ihre Abfrage

5109 Ergebnisse wurden gefunden

Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen und zum Markieren und Kopieren von Textstellen bitte hier klicken >>

Dokument 971Titel: Giftigkeit von Cucurbit(7)uril und Cucurbit(8)uril: eine In-vitro- und In-vivo-Sondierungsstudie
Hintergrund: Giftigkeitsprüfung einer chemischen Substanz.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden Giftigkeitsstudien für eine Substanz durchgeführt, die sich möglicherweise als Stabilisator und Lösungsmittel für Medikamente eignet. Zunächst wird die Giftigkeit mittels einer Zelllinie von Hamstereierstockzellen (CHO) getestet. Dann wird die Substanz Gruppen von Mäusen in aufsteigenden Dosierungen (1, 10, 100, 150, 200, 250, 300 mg/kg Körpergewicht) in eine Vene injiziert, in welche Vene, wird nicht erwähnt. Täglich wird eine Woche lang das Gewicht der Mäuse bestimmt. Bei einem Gewichtsverlust von mehr als 10 % wird die Dosierung als giftig angesehen. Mäuse, denen 250 mg/kg injiziert werden, erleiden einen toxischen Schock. Die Tiere erholen sich nach einer Weile wieder. Der Versuch mit dieser Dosierung wird mit 4 anderen Mäusen wiederholt, wobei die Injektion nun sehr langsam erfolgt. Ein Gewichtsverlust von mehr als 10 % tritt bei der Dosierung von 250 mg/kg und mehr auf. Diese Dosierung ist um ein Vielfaches höher als sie für den Menschen eingesetzt werden würde.

Außerdem wird die Substanz an Gruppen von Mäusen in unterschiedlichen Dosierungen (1, 10, 100, 200, 300, 450, 600 mg/kg Körpergewicht) per Schlundsonde in den Magen verabreicht. Eine Woche lang wird täglich das Gewicht der Tiere bestimmt. Ein Gewichtsverlust von über 10 % wird nicht beobachtet. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Fonds der Chemischen Industrie unterstützt.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Toxicity of cucurbit(7)uril and cucurbit(8)uril: an exploratory in vitro and in vivo study

Autoren: Vanya D. Uzunova (1), Carleen Cullinane (2), Klaudia Brix (1), Werner M. Nau (1)*, Anthony I. Day (3)*

Institute: (1) School of Engineering and Science, International Jacobs University Bremen, Campus Ring 1, 28759 Bremen, (2) Research Division, Peter MacCallum Centre, Melbourne, Australien, (3) School of Physical, Environmental and Mathematical Sciences, Australian Defence Force Academy, Campbell, Australien

Zeitschrift: Organic & Biomolecular Chemistry 2010: 8, 2037-2042

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4246



Dokument 972Titel: Einfluss der Temperatur auf die Regeneration der Wirbelsäule bei dem schwach elektrischen Fisch Apteronotus leptorhynchus
Hintergrund: Die Autoren finden heraus, dass elektrische Fische verletztes Rückenmarksgewebe bei etwas erhöhten Temperaturen besser regenerieren können als bei Kälte. Bei Säugetieren wirkt sich dagegen Kälte positiv auf die Heilungsfähigkeit aus. Trotz dieser fundamentalen Unterschiede postulieren die Autoren, dass die Suche nach den Faktoren, die die Regenerationsfähigkeit bei kaltblütigen Tieren verbessern, wichtig für die Entwicklung von Behandlungsstrategien bei Säugetieren sein könnte.
Tiere: 22 Fische (elektrische Fische der Art Brauner Messerfisch)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: 22 aus Südamerika stammende Braune Messerfische werden von einem Importeur für tropische Fische bezogen. Die Süßwasserfischart gehört zu den schwach elektrischen Fischen. Die Tiere werden einzeln in Aquarien gehalten. Zwölf Fische werden betäubt und ihnen wird ein 1 cm langes Stück des Schwanzes abgeschnitten. Jeweils sechs Fische werden bei 30 Grad C oder 22 Grad C Wassertemperatur gehalten. Nach 18 Stunden und 10 Tagen werden jeweils drei Fische aus jeder Gruppe getötet, indem sie betäubt und mit Formalin durchströmt werden. Bei zehn Fischen wird die Fähigkeit, elektrischen Strom auszusenden vor und nach der Amputation untersucht. Je 5 Tiere werden bei 22 C oder 30 C gehalten. Sieben Tage lang wird täglich der elektrische Strom gemessen, den die Fische produzieren. Dazu wird ein Fisch in eine Plastikröhre gesteckt. Die Enden werden mit einer Gaze verschlossen. In die Röhre ragen Elektroden, die den elektrischen Strom des Tieres messen. Die Prozedur erfolgt täglich 5-10 Minuten lang. Nach sieben Tagen wird unter Betäubung 1 cm des Schwanzes abgeschnitten. Die Strommessungen erfolgen täglich über weitere 38 Tage. Das weitere Schicksal dieser Fische wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Ernst A.-C. Lange-Stiftung und die Jacobs University Bremen.

Bereich: Zoologie, Neurobiologie

Originaltitel: Effect of temperature on spinal cord regeneration in the weakly electric fish Apteronotus leptorhynchus

Autoren: Ruxandra F. Sirbulescu (1), Günther K.H. Zupanc (1,2)*

Institute: (1) School of Engineering and Science, International Jacobs University Bremen, Campus Ring 1, 28759 Bremen, (2) Department of Biology, Northeastern University, Boston, MA, USA

Zeitschrift: Journal of Comperative Physiology A 2010: 196, 359-368

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4245



Dokument 973Titel: Eine neuartige Elektrodenkammer mit einer leicht austauschbaren Vorrichtung für eine Elektrodenserie und Mikroantriebsgerät für die chronische Aufzeichnung bei Makakenaffen
Hintergrund: Die üblicherweise in der tierexperimentellen Hirnforschung verwendeten Elektroden werden entweder chronisch, d.h. langfristig implantiert und sind dann nicht verschiebbar oder sie werden täglich neu in das Hirngewebe eingelassen. In dieser Arbeit wird eine neuartige Vorrichtung getestet, bei der chronisch implantierte Elektroden verschoben werden können.
Tiere: 3 Affen (Makaken (ohne Nennung der Art))
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: An drei männlichen Makaken (ohne Bezeichnung der Art) wird eine neuartige Elektrodenkammer zur langfristigen Aufzeichnung von Nervenströmen im Gehirn getestet. Unter Narkose wird bei den Tieren ein Loch in den Schädelknochen gebohrt. Die neue Vorrichtung besteht aus einer Platte aus Acrylzement in die zwei Stecker für die Elektroden eingefasst sind sowie eine Hohlschraube von 8,5 mm Durchmesser, die in das Loch im Schädel geschraubt wird. Oberhalb der Schraube befindet sich ein Miniantriebsgerät, mit dem bis zu sechs Elektroden durch das Loch in das Hirngewebe eingelassen werden können. Die Vorrichtung wird mit einem abnehmbaren Metallzylinder ummantelt. Hier nicht erwähnt, aber üblicherweise wird den Tieren außerdem ein Haltebolzen auf dem Schädel verankert, mit dem der Kopf des unbetäubten Tieres unbeweglich an einem Gestell fixiert werden kann.

Bei den Tests muss ein Affe mit fixiertem Kopf in einem Primatenstuhl sitzen. Die Fixierung wird üblicherweise durch Anschrauben des Kopfes an ein Haltegestell erreicht. Mit den Augen muss er Punkte und Balken anstarren. Die Augenbewegungen des Tieres werden mit einem Video-Augenverfolgungsgerät beobachtet. Macht der Affe die Aufgabe richtig, erhält er tropfenweise Wasser. Um die Tiere zur "Mitarbeit" zu zwingen, erhalten sie außerhalb der Versuche wenig oder gar keine Flüssigkeit.

Die Elektrodensätze mit jeweils 6 Elektroden verbleiben permanent im Hirngewebe. Sie werden im Abstand von mehreren Monaten ausgetauscht, bei dem Affen "S" 6-mal, bei den Affen "F" und "P" je 2-mal. Affe "S" wird nach 15 Monaten getötet, indem er unter Betäubung mit Formalin durchströmt wird. Die Versuche mit den beiden anderen Affen erfolgen über einen Zeitraum von Monaten. Ihr weiteres Schicksal wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, FSP Neurotechnologie der Universität Bremen und die Studienstiftung des deutschen Volkes.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: A new type of recording chamber with an easy-to-exchange microdrive array for chronic recordings in macaque monkeys

Autoren: F. Orlando Galashan (1), Hanna C. Rempel (1), Anneke Meyer (1), Eva Gruber-Dujardin (2), Andreas K. Kreiter (1), Detlef Wegener (1)*

Institute: (1) Institut für Hirnforschung, Zentrum für Kognitive Wissenschaften, Universität Bremen, 28334 Bremen, (2) Deutsches Primatenzentrum, Abteilung Pathologie, Göttingen

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2011: 105, 3092-3105

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4244



Dokument 974Titel: Kathepsin-K-Mangel bei Mäusen bewirkt strukturelle und metabolische Veränderungen im Zentralnervensystem, die mit Lern- und Gedächtnisschwächen in Verbindung stehen
Hintergrund: Einfluss eines Enzyms im Hirngewebe von Mäusen auf das Angstverhalten und die Lern- und Gedächtnisleistung.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse verwendet, denen durch Genmanipulation ein Gen für ein bestimmtes Enzym (Katepsin K) fehlt, das im Hirn- und Knochenstoffwechsel eine Rolle spielt. Außerdem werden Wildtyp-Mäuse ohne Gendefekt verwendet. Die Gen-Mäuse werden je nach Experiment über 6 bis 11 Generationen mit "normalen" Mäusen verpaart (rückgekreuzt). Bei den folgenden Verhaltensexperimenten werden jeweils einige Genmäuse und einige Wildtyp-Mäuse im Alter von 4-6 Monaten getestet. Die Tiere werden vor Beginn der Experimente vier Wochen in Einzelkäfigen gehalten.

1. Erhöhter Plus-Irrgarten. In einem 50 cm über dem Boden angebrachtem plus-förmigen Irrgarten sind zwei Arme mit Seitenwänden ausgestattet und zwei ohne. Mit einer Videokamera wird das Verhalten einer Maus 5 Minuten lang verfolgt, die in die Mitte des Irrgartens gesetzt wird. Hält sie sich viel in den offenen Armen auf, wird das als nicht-ängstliches Verhalten gewertet, während Mäuse, die lieber in den seitlich geschützten Armen laufen, als ängstlich gelten.

2. Lochtest. In der Mitte einer Holzkiste (60x60x35 cm) sind 4 Löcher im Boden. Es wird mit einer Videokamera beobachtet, ob sich die Maus für die Löcher in der offenen Mitte der Kiste interessiert (nicht-ängstlich) oder ob sie sich lieber an den schützenden Wänden aufhält (ängstlich).

3. Neues-Objekt-Erkennungstest. In einer Kiste werden vier Plastikgegenstände (Legosteine, Holzwürfel, Gipsei) platziert. Eine Maus wird für drei Minuten in die Kiste gesetzt. Am nächsten Tag wird der Holzklotz durch eine Muschel ausgetauscht. Es wird registriert, ob sich die Maus für dieses neue Objekt mehr interessiert als für die Gegenstände, die sie schon kennt. Dieses wird als gute Gedächtnisleistung gewertet.

4. Erhöhter Multiple-Choice-Irrgarten. 50 cm über dem Boden wird ein Irrgarten aus 5 cm breiten Plastikstreifen von insgesamt 265 cm Länge aufgebaut. An drei Stellen muss sich die Maus zwischen zwei Gängen entscheiden. Am Ende des Irrgartens wartet ein Käfig mit Haus auf das Tier. Der Test wird an 12 aufeinander folgenden Tagen wiederholt. Verbessert sich die Maus von Tag zu Tag in der Schnelligkeit das Häuschen zu finden, gilt das als gute Lernleistung.

Mäuse mit dem Gendefekt schneiden in diesen Tests gegenüber den Wildtyp-Mäusen als weniger ängstlich, aber schlechter lern- und erinnerungsfähig ab.

Am Ende der Experimente werden die Mäuse betäubt und durch Entbluten getötet. Die Arbeit wurde durch die Jacobs University Bremen unterstützt.

Bereich: Molekularneurologie

Originaltitel: Cathepsin K deficiency in mice induces structural and metabolic changes in the central nervous system that are associated with learning and memory deficits

Autoren: Stephanie Dauth (1), Ruxandra Sirbulescu (1,3), Silvia Jordans (1,4), Maren Rehders (1), Linda Avena (1), Julia Oswald (1), Alexander Lerchl (1), Paul Saftig (2), Klaudia Brix (1)*

Institute: (1) School of Engineering and Science, Forschungszentrum MOLIFE – Molecular Life Science, Jacobs University Bremen, Campus Ring 1, 28759 Bremen, (2) Institut für Biochemie, Christian-Albrechts-Universität Kiel, (3) Department of Biology, Northeastern University, Boston, MA, USA, (4) Institut für Biochemie und Molekularbiology, Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn

Zeitschrift: BioMed Central Neuroscience 2011: 12, 74

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4243



Dokument 975Titel: Dämpfende Wirkung von Testosteron auf depressiv-ähnliches Verhalten im forcierten Schwimmtest bei gesunden männlichen Ratten
Hintergrund: Es gibt Hinweise, dass Testosteron beim Menschen Stimmung und Gefühle beeinflusst. Placebo-kontrollierte Studien beim Menschen gibt es bislang dazu nicht. Tierversuche zur antidepressiven Wirkung von Testosteron haben bislang widersprüchliche Resultate ergeben. Hier wird an Ratten getestet, ob Testosteron Einfluss auf depressives und Angstverhalten hat.
Tiere: 40 Ratten (mehr als)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Tierversuchsanlage der Universität Düsseldorf. Die Versuche werden von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt. Es werden Pilotstudien erwähnt, um den richtigen Zeitpunkt der Testosteronverabreichung vor dem Versuch zu ermitteln. Die Anzahl der hierfür verwendeten Tiere wird nicht genannt.

Für die eigentlichen Versuche werden 4 Gruppen zu je 10 Wistar-Ratten verwendet. Drei Gruppen erhalten Testosteron in drei verschiedenen Dosierungen unter die Haut injiziert. Die Tiere der vierten Gruppe erhalten eine wirkungslose Substanz injiziert. 15 Minuten nach der Injektion erfolgt der erste Verhaltenstest. Eine Ratte wird in einen erhöhten Plus-Irrgarten gesetzt (elevated plus-maze). Zwei der 50 cm langen Arme eines plus-förmigen Irrgartens haben Seitenwände, zwei Arme sind offen, d.h. ohne Seitenwände. Die Ratte wird 5 Minuten lang gefilmt. Läuft sie vermehrt in den geschlossenen Armen umher, wird das als ängstliches Verhalten gewertet. Ein Aufenthalt in den offenen Armen gilt als nicht ängstlich. Zwei Tage später erfolgen eine weitere Injektion und ein weiterer Test. Die Ratte wird in die Mitte einer 60 x 60 x 40 cm großen, oben offenen Kiste gesetzt ("offenes Feld"). Es wird mit einer Videokamera beobachtet, wie lange die Ratte sich an den schützenden Wänden oder in der offenen, Furcht einflößenden Mitte aufhält. Auch dieser Test gilt als Indikator für das Angstverhalten.

Einen Tag später wird die Ratte in einem mit Wasser gefüllten Plexiglaszylinder von 20 cm Durchmesser gesetzt. Nach 15 Minuten wird das Tier herausgenommen und unter einer Infrarotlampe getrocknet. Am nächsten Tag erfolgen die Injektion und erneut der Schwimmtest. Es wird beobachtet, wie lange die Ratte schwimmt und wann sie aufgibt und keine Schwimmbewegungen mehr macht. Einstellen der Schwimmbewegungen wird als depressives Verhalten gewertet. Eine Tötung der Ratten wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Universität Düsseldorf und die Universität Neapel finanziert.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Attenuating effects of testosterone on depressive-like behavior in the forced swim test in healthy male rats

Autoren: T.E. Buddenberg (1), M. Komorowski (1), L.A. Ruocco (2), M.A. de Souza Silva (1), B. Topic (1)*

Institute: (1) Institut für Physiologische Psychologie und Zentrum für Biologische und Medizinische Forschung, Universität Düsseldorf, 40225 Düsseldorf, (2) Department of Experimental Medicine, Faculty of Medicine, II University of Naples, Naples, Italien

Zeitschrift: Brain Research Bulletin 2009: 79, 182-186

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4242



Dokument 976Titel: Verhaltensänderungen und änderungen der Ca/Calmodulinkinase-II-Werte im Striatum von Mäusen mit Connexin36
Hintergrund: änderungen im Angstverhalten bei Mäusen, bei denen ein bestimmtes Gen ausgeschaltet wurde.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)(sehr viele)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Genehmigungsbehörde in NRW genehmigt. Mit gentechnischen Mitteln werden Mäuse "hergestellt", denen ein bestimmtes Protein im Hirnstoffwechsel fehlt. Die Mäuse werden über mindestens 5 Generationen mit "normalen" Mäusen gezüchtet (rückgekreuzt). Die Tiere werden zunächst in Gruppen und ab einer Woche vor Beginn der Experimente in Einzelkäfigen gehalten. Im Alter von 12 Monaten werden sie verschiedenen Verhaltensexperimenten unterzogen. 1. Eine Maus wird in ein "offenes Feld" gesetzt, eine Kiste mit 30 cm hohen Wänden. Mit Hilfe einer Videokamera werden die Bewegungen des Tieres verfolgt. Es wird ermittelt, wie lange sich die Maus in der für das Tier Furcht einflößenden offenen Mitte oder entlang der schützenden Wände aufhält.

2. Eine Maus wird in einen Y-förmigen Irrgarten gesetzt. Am Ende eines der Y-Arme wird ein 18 cm großes Plastikobjekt gesetzt. Die Maus kann das Objekt 5 Minuten lang beobachten. Dann wird sie für 15 Minuten herausgenommen, das Objekt wird in einen anderen Arm platziert und die Maus wird erneut bei der Begutachtung des Irrgartens und des Objektes beobachtet. Es soll ermittelt werden, ob die Maus das Objekt erkennt und sich beim zweiten Mal weniger dafür interessiert.

3. Eine Maus wird in eine zweigeteilte Box gesetzt. Die eine Hälfte der Box ist verdunkelt, also für Mäuse angenehm, die andere Hälfte ist hell erleuchtet, also für Mäuse unangenehm. Zwischen beiden Räumen ist eine kleine Tür. Es wird gemessen wir lange sich die Maus in dem hellen Raum aufhält, bevor sie in den dunklen läuft. Bleibt die Maus lange im Hellen wird das als nicht ängstliches Verhalten gewertet. Schließlich werden die Mäuse betäubt und durch Durchströmen mit Formaldehyd getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Gentechnik, Neurophysiologie

Originaltitel: Behavioral alternations and changes in Ca/calmodulin kinase II levels in the striatum of connexin36 deficient mice

Autoren: A. Zlomuzica (1,2)*, D. Viggiano (3,4), J. Degen (5), S. Binder (1), L.A. Ruocco (3), A.G. Sadile (3), K. Willecke (5), J.P. Huston (1), E. Dere (1,6)

Institute: (1) Zentrum für Verhaltensneurowissenschaften, Institut für Experimentelle Psychologie, Universität Düsseldorf, (2)* Zentrum für Psychotherapie, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum, (3) Laboratory of Neurophysiology, Behavior and Neural Networks, Department of Experimental Medicine, II Univ. Naples, Naples, Italien, (4) Department of Health Sciences, University of Molise, Italien, (4) Institut für Genetik, Universität Bonn, Bonn, (6) Universite Pierre et Marie Curie, Neurobiologie des Processus Adaptatifs, Paris, Frankreich

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2012, 226: 293-300

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4241



Dokument 977Titel: Cilengitid hemmt das Wachstum von experimentellen Brustkrebsknochenmetastasen, die unter Verwendung von VCT, MRI und DCE-MRI als nicht-invasiv abgebildet werden in einer longitudinalen In-vivo-Studie
Hintergrund: Behandlung von experimentell ausgelösten Knochenmetastasen bei Ratten.
Tiere: 24 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden in der zentralen Tierhaltung des Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg statt. Die Nacktratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann, Borchen. Es werden Nacktratten verwendet, die ein geschwächtes Immunsystem haben und deswegen artfremde Zellen nicht abstoßen. Bei den Tieren wird unter Narkose eine Arterie des rechten Hinterbeines freigelegt. Es werden menschliche Brustkrebszellen in die Arterie injiziert. Nach 30 Tagen sind Knochenmetastasen in den Knochen des rechten Hinterbeins (Oberschenkelbein, Wadenbein, Scheinbein) entstanden. Zwölf Ratten erhalten nun eine Behandlung mit dem Medikament Cilengitid. Der Wirkstoff wird täglich an fünf Tagen pro Woche in die Bauchhöhle injiziert. Die 12 anderen Ratten erhalten eine wirkungslose Substanz gespritzt. Am Tag 30, 35, 45 und 55 nach der Krebszellinjektion werden die Ratten unter Betäubung mit verschiedenen bildgebenden Verfahren gescannt. Am 55. Tag werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um die Hinterbeinknochen zu untersuchen. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel: Cilengitide inhibits progression of experimental breast cancer bone metastases as imaged noninvasively using VCT, MRI and DCE-MRI in a longitudinal in vivo study

Autoren: Tobias Bäuerle (1)*, Dorde Komljenovic (1), Maximilian Merz (1), Martin R. Berger (2), Simon L. Goodman (3), Wolfhard Semmler (1)

Institute: (1) Abteilung für Medizinische Physik in der Radiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, (2) Chemotherapie und Toxikologie, Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg, (3) Therapeutic Area Oncology, Cellular Pharmacology, Merck-Serono, Merck KGaA, Darmstadt

Zeitschrift: International Journal of Cancer 2011: 128, 2453-2462

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4240



Dokument 978Titel: Nichtinvasive Magnetresonanztomografie von Blutgefäßen, die durch Transplantsarteriosklerose beeinträchtigt werden, bei einer Allotransplantation der Aorta bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung, ob man das Zusetzen von Blutgefäßtransplantaten, das bei Patienten häufig vorkommt, mittels Magnetresonanztomografie kontrollieren kann.
Tiere: 44 Mäuse
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse zweier verschiedener Linien (CBA.J und C57BL/6) stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Tiere werden am Franz-Penzoldt-Zentrum, Erlangen, gehalten. Bei 22 Mäusen wird unter Narkose eine Transplantation eines Stücks der Aorta (Hauptschlagader im Brustkorb) vorgenommen. Es ist nicht ganz klar, ob die Transplantate zwischen den Mäusen ausgetauscht werden, d.h., dass insgesamt 22 Mäuse verwendet werden. Vermutlich werden die 22 "Spender"-Mäuse nach der Entnahme des Transplantats getötet, so dass es 22 "Spender" und 22 "Empfänger" gibt. Die Transplantationen erfolgen teilweise zwischen Mäusen gleicher oder unterschiedlicher Linien. Bei der Transplantation wird der Brustkorb der Mäuse aufgeschnitten, um das Blutgefäßstück zu entnehmen und in andere Mäuse zu verpflanzen. Zwei "Empfänger"-Mäuse sterben nach der Transplantation. Nach 35 Tagen werden die Mäuse unter erneuter Betäubung mit magnetresonanztomografischen und angiografischen Verfahren untersucht. Anschließend werden die Tiere durch Überdosis des Narkosemittels getötet. Die Aortenstücke werden herausgeschnitten und gewebekundlich untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: ELAN-Fonds des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) der Universität Erlangen-Nürnberg und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Noninvasive magnetic resonance imaging of vessels affected by transplant arteriosclerosis in an experimental mouse aortic allograft model

Autoren: J. Gebhardt (1), L. Budinsky (2), U. Reulbach (3), M. Weyand (1), A. Hess (2), S.M. Ensminger (1)*

Institute: (1) Abteilung für Herzchirurgie, Universität Erlangen-Nürnberg, Krankenhausstr. 42, 91054 Erlangen, (2) Abteilung für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, (3) Department of Epidemiology and Public Health, University College of Cork, Cork, Irland

Zeitschrift: Thoracic Cardiovascular Surgery 2011: 59, 85-92

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4239



Dokument 979Titel: Beitrag bestimmter Bereiche der Hirnrinde des Affen zur Darstellung von Länge und Anzahl
Hintergrund: Messung von Hirnströmen während Affen Punkte zählen oder Längen abschätzen.
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Den Affen werden bestimmte Aufgaben am Bildschirm "antrainiert". Bei gewünschtem Verhalten erhalten die Tiere Flüssigkeit als "Belohnung". Üblicherweise werden die Tiere außerhalb der Experimente durstig gehalten, um eine Kooperation zu erzwingen. Den Affen werden ein Kopfhalter und eine Kammer auf dem Kopf montiert. Die verschließbare Kammer befindet sich über einem Bohrloch im Schädelknochen, durch das während der Versuche 12-16 Elektroden mit Hilfe eines Antriebsgerätes in das Hirngewebe eingelassen werden. Damit die Affen den Kopf ruhig halten, wird er an dem Haltebolzen angeschraubt. In ein Auge wird eine Metallspule einoperiert, mit deren Hilfe die Augenbewegungen verfolgt werden können. Die Aufgabe sieht folgendes vor: Der Affe greift einen Hebel. Er fixiert seinen Blick auf einen hellen Punkt auf grauem Grund in der Mitte eines Bildschirms. Es erscheinen für 800 Millisekunden zwischen 1 und 4 schwarze Punkte. Die Punkte verschwinden und nach kurzer Verzögerung taucht wieder eine Anzahl Punkte auf. Der Affe muss den Hebel loslassen, wenn es sich um die gleiche Anzahl Punkte handelt wie vorher. Ist es eine andere Anzahl muss er den Hebel gedrückt halten. Bei einer ähnlichen Aufgabe muss der Affe die Länge von schwarzen Strichen abschätzen. Gleichzeitig werden über die Elektroden im Gehirn Nervenströme gemessen. Es wird nicht erwähnt über welchen Zeitraum die Versuche erfolgen. Die Affen werden nach Abschluss der Experimente nicht getötet, sondern für weitere Studien verwendet.

Bereich: Hirnforschung, Neurophysiologie

Originaltitel: Contributions of primate prefrontal and posterior parietal cortices to length and numerosity representation

Autoren: Oana Tudusciuc, Andreas Nieder

Institute: Abteilung für Tierphysiologie, Institut für Zoologie, Universität Tübingen, Auf der Morgenstelle 28, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2009: 101, 2984-2994

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4238



Dokument 980Titel: Repräsentanz der Amplitutenmodulation in Hörnervenfasern des Amerikanischen Laubfrosches: neuroethologische Folgen für die Erkennung von Mustern und der Lautlokalisierung
Hintergrund: Zur Frage, wie Amerikanische Laubfrösche die Richtung und das Muster von Quaktönen erkennen.
Tiere: 64 Frösche (Amerikanische Laubfrösche)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: 32 männliche Amerikanische Laubfrösche ungenannter Herkunft werden durch Injektion von Pentobarbital in einen Muskel betäubt. Am Kopf wird ein bestimmter Hirnnerv freigelegt. Die Operation wird nicht näher beschrieben. Mit einem Antriebsgerät werden Elektroden in das Hirngewebe eingelassen. Wenn die Vollnarkose nachlässt erhält der Frosch eine Injektion einer lähmende Substanz, d.h. der Frosch ist sodann bei vollem Bewusstsein, aber gelähmt! Der unbewegliche Frosch wird auf einen Tisch gesetzt. Feuchte Tücher verhindern ein Austrocknen des Tieres. Mittels eines Lautsprechers werden Einzel- oder Doppeltöne abgespielt, die von der Frequenz her dem Quaken dieser Froschart ähnelt. Der Lautsprecher wird an verschiedenen Stellen um den Frosch herum positioniert. Gleichzeitig werden im Gehirn Nervenströme von 86 Nervenfasern gemessen. Wenn der Frosch wieder anfängt, sich zu bewegen, wird die lähmende Substanz nachinjiziert.

32 schwangere weibliche Amerikanische Laubfrösche werden in der Nähe von Savannah im US-Bundesstaat Georgia, gefangen. Diese Tiere werden einzeln in einen Käfig gesetzt. Der Käfig wird in eine größere Kammer gestellt und geöffnet. Über einen Lausprecher am Rand der Kammer werden die Einzel- und Doppeltöne abgespielt, wie zuvor bei den gelähmten Fröschen. Mit einer Videokamera über der Kammer wird das Verhalten des Frosches beobachtet. Die Frösche klettern aus dem kleinen Käfig und springen dann in Richtung Lautsprecher, oftmals sogar mehrfach. Das weitere Schicksal der Frösche aus beiden Experimenten wird nicht erwähnt.

Die Experimente fanden unter deutscher Federführung (möglicherweise in den USA) statt. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie

Originaltitel: AM representation in green treefrog auditory nerve fibres: neuroethological implications for pattern recognition and sound localization

Autoren: G.M. Klump (1)*, J.H. Benedix Jr. (2), H.C. Gerhardt (3), P.M. Narins (4)

Institute: (1) AG Zoophysiologie und Verhalten, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, 26111 Oldenburg, (2) Department of Biology, DePauw University, Greencastle, IN, USA, (3) Division of Biological Sciences, University of Missouri, Columbia, MO, USA, (4) Department of Physiological Science and Organismic Biology, Ecology and Evolution, UCLA, Los Angeles, CA, USA

Zeitschrift: Journal of Comperative Physiology A 2004: 190, 1011-1021

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4237



<< Zurück zur Suche


Weitere Resultate finden Sie auf den folgenden Seiten:

<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 >>

Drucken | Alle Abfrageresultate in neuem Fenster öffnen