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Datenbank Tierversuche

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Dokument 811Titel: Der Antikörper MT204, ein Interleukin-2-Gegenspieler, verzögert die Abstoßung einer allogenen Hauttransplantation bei nicht-menschlichen Primaten und wird gut toleriert
Hintergrund: Test eines Antikörpers, der eine Immunreaktion vermindern soll.
Tiere: 14 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter Federführung von Mitarbeitern der Firma Micromet mit Sitz in München und den USA am Biomedical Primate Research Centre (BPRC) in den Niederlanden statt. Es wird ein neu entwickelter Antikörper getestet, der gegen einen Botenstoff des Immunsystems gerichtet ist und so eine Immunreaktion des Körpers abschwächen soll. Der Antikörper wird 8 Rhesusaffen in unterschiedlichen Dosierungen und Abständen durch Injektion in eine Vene verabreicht. Die Tiere werden täglich auf das Vorhandensein von klinischen Symptomen untersucht. Bei Rhesusaffen wird unter Narkose ein 2x2 cm großes Hautstück aus dem Bauch herausgeschnitten und auf andere Rhesusaffen transplantiert. Bei den Transplantatempfängern handelt es sich um sechs Tiere. Ob die Spender die gleichen oder anderen Affen sind, ist unklar. Das Hautstück wird den Empfängern auf den Rücken zwischen die Schulterblätter transplantiert. Außerdem wird ein 2x2 cm großes Stück der eigenen Bauchhaut auf den Rücken transplantiert. Die Transplantate werden festgenäht und mit einem Wundverband abgedeckt. Drei Affen erhalten in den folgenden Tagen den Antikörper injiziert, die anderen drei eine wirkungslose Flüssigkeit. Am 9. Tag nach der Operation wird der Wundverband entfernt und die Abstoßungsreaktion beobachtet. Die transplantierten Hautstücke werden blutig und krustig, bis sie schließlich vollständig abgestoßen werden.

Die Arbeit wurde durch das 6. Rahmenprogramm der EU unterstützt.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: The interleukin-2 antagonizing antibody MT204 delays allogeneic skin graft rejection in non-human primates and is well tolerated

Autoren: Christine Plater-Zyberk (1,2)*, Dave M. Lopes Estevao (2), Sandrine d’Argouges (1,2), Krista G. Haanstra (3), Ivanela Kondova (3), Michel Vierboom (3), Thomas Boehm (1,2), Rüdiger Neef (1,2), Eva M. Vieser (1,2), Benno Rattel (1,2), Patrick A. Baeuerle (1,2), Margeet Jonker (3)

Institute: (1) Micromet Inc., Bethesda, MD, USA, (2) Micromet AG, Staffelseestr. 2, 81477 München, (3) Biomedical Primate Research Centre (BPRC), Rijwijk, Niederlande

Zeitschrift: Transplant Immunology 2011: 25, 133-140

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4346



Dokument 812Titel: Biokompatibiliät und Bioabbaubarkeit einer nativen Membran aus Schweineherzbeutel: Ergebnisse von In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen
Hintergrund: Test eines Biomaterials aus Schweineherzbeutel für die chirurgische Behandlung von Kieferknochenschäden.
Tiere: 8 Hunde (Beagles)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Bei den Hunden werden unter Narkose 4 Backenzähne des Oberkiefers gezogen. Nach vier Wochen Heilungszeit, werden die Tiere erneut operiert. Die Mundschleimhaut über den verheilten Löchern wird aufgeschnitten und es werden von der Seite mit einem Bohrer vier Löcher in den Kieferknochen gebohrt. Die Bohrlöcher sollen Knochenschäden beim Menschen simulieren. Die Löcher werden mit kommerziell erhältlichem Knochenmaterial gefüllt und mit einer Kollagen-Membran abgedeckt. Dabei werden bei jedem der vier Löcher unterschiedliche Kombinationen verwendet: Zwei Löcher werden mit Bio-Oss der Firma Geistlich Biomaterials gefüllt und zwei mit Cerabone der Firma Botiss Biomaterials. Die Abdeckung erfolgt mit Bio-Gide der Firma Geistlich oder mit einer neuen, hier zu testenden Abdeckung aus Schweineherzbeutel. Nach 4, 8, 16 und 24 Wochen werden jeweils zwei Hunde durch Überdosis eines Barbiturats getötet, um die Knochenheilung zu beurteilen.

Bereich: Biomaterialforschung, Implantatforschung, Kieferchirurgie

Originaltitel: Biocompatibility and biodegration of a native porcine pericardium membrane: results of in vitro and in vivo examinations

Autoren: Daniel Rothamel (1)*, Daniel Ferrari (2), Tim Fienitz (2), Ralf Smeets (3), Timo Dreinseidler (1), Lutz Ritter (1), Arndt Happe (1), Joachim Zöller (1)

Institute: (1) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universität Köln, Kerpener Str. 62, 50931 Köln, (2) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, (3) Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universität Hamburg, (4) Private Praxis, Münster

Zeitschrift: International Journal of Oral and Maxillofacial Implants 2012: 27, 146-154

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4345



Dokument 813Titel: Die Wirkung von exogenen Gonadotropinen auf die Eierstockfunktion bei Ziegen, die aktiv gegen Inhibin immunisiert wurden
Hintergrund: Produktion von mehr Embryos bei Ziegen.
Tiere: 48 Ziegen
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Das Experiment wurde an der Universität Göttingen durchgeführt. Die 48 weiblichen Boer-Ziegen im Alter zwischen 2 und 6 Jahren entstammen der universitätseigenen Zucht. Den Tieren werden Hormonplättchen unter die Haut eines Ohres eingepflanzt, die kontinuierlich das Hormon Progesteron abgeben. Zehn Tage später erhalten die Tiere im Abstand von 12 Stunden zwei Hormoninjektionen (Prostaglandin). Nach Entfernen der Plättchen werden die Tiere jeweils mit einem Ziegenbock zusammengebracht. Sechs bis sieben Tage nach der Befruchtung wird mittels einer weiteren Hormoninjektion (Prostaglandin) die Schwangerschaft abgebrochen und die abgehenden Embryonen werden aufgefangen und gezählt. Vier Wochen später werden die Ziegen mit einem gentechnisch hergestellten Prohormon (Inhibin) durch Injektion unter die Haut behandelt. Dann wird das erste Experiment wiederholt und die Embryos wiederum gesammelt und ausgezählt.

Bereich: Tierzucht

Originaltitel: The effect of exogenous gonadotropins on ovarian function in goats actively immunized against inhibin

Autoren: W. Holtz (1)*, X. Wang (1,2), M. El-Gayar (1,4), P.G. Knight (3)

Institute: (1) Abteilung für Tierwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Albrecht-Thaer-Weg 3, 37075 Göttingen, (2) College of Animal Husbandry, Yangzhou University, Yangzhou, China, (3) School of Biological Sciences, University of Reading, Reading, Großbritannien, (4) Department of Animal Production, Faculty of Agriculture, Suez Canal University, Ismailia, ägypten

Zeitschrift: Theriogenology 2012: 77, 253-259

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4344



Dokument 814Titel: Räumlich-zeitliche Kartierung der Knochenstruktur und elastische Eigenschaften bei einem Schafmodell nach einem Knochenbruch
Hintergrund: Untersuchung von neu gebildetem Knochengewebe.
Tiere: 32 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Für diese Studie wurden aufbewahrte Gewebeproben aus einer 2005 veröffentlichten Studie verwendet (Lienau J. et al.: Initial vascularization and tissue differentiation are influenced by fixation stability). Das federführende Institut war damals das Center für Musculoskeletale Chirurgie der Charite – Universitätsmedizin Berlin.

Bei den Schafen wird unter Narkose das rechte Schienbein durchgesägt. Bei jeweils 16 Schafen werden unterschiedliche Methoden zur Fixierung der Knochenenden verwendet: Bei einer Gruppe wird ein starrer externer Fixateur eingesetzt. In das obere und untere Ende des Schienbeinknochens werden jeweils drei lange Schrauben gedreht. Diese werden außerhalb der Haut mit zwei langen Stahlstangen verschraubt, so dass die Knochenenden in der richtigen Position gehalten werden. In der zweiten Gruppe wird ein halb-starrer Fixateur eingesetzt. Dabei werden ebenfalls sechs Schrauben mit zwei Stangen verbunden, aber so, dass sie noch etwas beweglich sind. Nach 2, 3, 6 und 9 Wochen werden jeweils einige Schafe aus jeder Gruppe auf nicht genannte Weise getötet. In dieser Arbeit werden die Gewebeproben des an der Schnittstelle neu gebildeten Knochengewebes mit einem speziellen bildgebenden Verfahren untersucht.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Spatial-temporal mapping of bone structural and elastic properties in a sheep model following osteotomy

Autoren: Bernd Preininger (1), Sara Checa (1), Ferenc L. Molinar (1,4), Peter Fratzl (2), Georg N. Duda (1,3,4), Kay Raum (1,4,5)*

Institute: (1) Julius Wolff Institut und Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Charite – Universitätsmedizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Max-Planck-Institut für Kolloide und Grenzflächenforschung, Abteilung für Biomaterialien, Forschungs-Campus Golm, Potsdam Golm, (3) Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien, Berlin, (4) Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies, Berlin, (5) Klinik für Orthopädie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/S.

Zeitschrift: Ultrasound in Medicine & Biology 2011: 37 (3), 474-483

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4343



Dokument 815Titel: Reduzierte Wucherung und eine hohe Apoptose-Häufigkeit der Betazellen der Bauchspeicheldrüse trägt zur genetisch festgelegten Diabetes-Empfänglichkeit von db/db BKS-Mäusen bei
Hintergrund: Mäuse, die aus einer spontanen Mutation im Jahr 1966 entstanden sind, werden häufig in der Diabetes-Forschung verwendet, da sie Symptome dieser Krankheit aufweisen. Je nach dem, mit welchen anderen Mäuselinien sie verpaart werden, kann es zu unterschiedlichen Ausprägungen der Symptome kommen. In dieser Arbeit werden zwei Zuchtlinien hinsichtlich des Blutzuckergehaltes miteinander verglichen.
Tiere: 52 Mäuse (ca.)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse aus dem Jackson Laboratory, USA, zweier Zuchtlinien verwendet. Den Mäusen wird im Alter von 5 bis 12 Wochen einmal wöchentlich in den Schwanz geschnitten, um eine Blutprobe zu gewinnen. Darin wird der Blutzuckergehalt bestimmt. Eine Tötung der Tiere wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die European Foundation fort he Study of Diabetes.

Bereich: Diabetes-Forschung

Originaltitel: Reduced proliferation and a high apoptotic frequency of pancreatic beta cells contribute to genetically-determined diabetes susceptibility of db/db MKS mice

Autoren: R. Puff (1), P. Dames (1), M. Weise (1,2), B. Göke (1), J. Seissler (2), K.G. Parhofer (1), A. Lechner (1,2)*

Institute: (1) Medizinische Klinik 2, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität, München, (2) Medizinische Klinik - Innenstadt, Ludwig-Maximilians-Universität, Ziemssenstr. 1, 80336 München

Zeitschrift: Hormone Metabolism Research 2011: 43, 306-311

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4342



Dokument 816Titel: Veränderte Phosphorylierung, aber keine Neurodegeneration bei einem Mausmodel der Tau-Hyperphosphorylierung
Hintergrund: Ergründung der Rolle eines bestimmten Proteins bei der Entstehung von Alzheimer.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse derart genmanipuliert, dass sie ein bestimmtes menschliches Protein in den Nervenzellen einer Hirnregion produzieren. Bei 88 Mäusen wird das Gen eingeschleust. Bei zehn von ihnen klappt die Genmanipulation. Drei von diesen Mäusen werden mit normalen Mäusen gepaart, um Nachkommen zu erzeugen, die die gewünschte Genveränderung aufweisen. Bei allen Tieren werden Gewebeproben aus dem Schwanz entnommen, um festzustellen, ob die gewünschte Genveränderung vorliegt. Der Vorgang der Gewebeentnahme wird nicht näher beschrieben. Üblicherweise wird dafür ohne Betäubung die Schwanzspitze abgeschnitten.

Jeweils einige normale und gentechnisch veränderte Mäuse müssen eine Reihe von Verhaltensexperimenten durchlaufen. Bei einem Test zum Angstverhalten wird eine Maus auf eine erleuchtete Plattform mit Wänden gesetzt ("offenes Feld"). Es wird beobachtet, ob sich das Tiere eher in der Nähe der schützenden Wände aufhält oder in der Angst einflößenden, hellen Mitte. In einem weiteren Test wird das Langzeitgedächtnis getestet. Dazu wird eine Maus 60 Sekunden in eine enge Röhre gesteckt und dann auf eine Plattform mit 12 Löchern gesetzt. Von einem Loch geht eine Röhre zum Käfig des Tieres. Die anderen Löcher sind mit Drahtgitter verschlossen. Der Test wird mehrfach wiederholt, bis die Maus gelernt hat, wo sich das Loch mit der zu ihrem Käfig führenden Röhre befindet. Nach drei Wochen wird die Maus wieder auf die Plattform gesetzt, um zu testen, ob sie sich noch an das "richtige" Loch erinnert. Schließlich werden alle Mäuse mittels Durchströmung mit Formalin getötet, um ihre Gehirne in Scheiben zu schneiden und zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Bereich: Alzheimer-Forschung

Originaltitel: Altered phosphorylation but no neurodegeneration in a mouse model of tau hyperphoshorylation

Autoren: M. Hundelt (1), T. Fath (2,6), K. Selle (1), K. Oesterwind (1), J. Jordan (1), C. Schultz (3), J. Götz (4), J. von Engelhardt (5), H. Monyer (5), L. Lewejohann (6), N. Sachser (6), L. Bakota (1), R. Brandt (1)*

Institute: (1) Institut für Neurobiologie, Universität Osnabrück, Barbarastr. 11, 49076 Osnabrück, (2) Children’s Hospital at Westmead, Australien, (3) Dr. Senckenbergische Anatomie, Institut für Klinische Neuroanatomie, Universität Frankfurt/Main, (4) Alzheimer’s and Parkinson’s Disease Laboratory, Brain and Mind Research Institute, University of Sydney, Australien, (5) Institut für Klinische Neurobiologie, Universität Heidelberg, (6) Institut für Verhaltensbiologie, Universität Münster

Zeitschrift: Neurobiology of Aging 2011: 991-1006

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4341



Dokument 817Titel: Impulsives Verhalten bei Ratten, das durch Infusion von DOI in die Hirnrinde hervorgerufen wird, wird aufgehoben durch Verabreichung eines mGlu2/3-Rezeptor-Agonisten
Hintergrund: Untersuchung der Rolle bestimmter Rezeptoren im Gehirn von Ratten bei einem impulsiven Verhalten.
Tiere: 20 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Senatorischen Behörde Bremen genehmigt. Die Ratten der Zuchtlinie Lister Hooded stammen aus der Versuchstierzucht Harlan, Borchen. Die Tiere erhalten nur so viel Futter, dass sie 85 % ihres Normalgewichtes wiegen. Zunächst werden je Ratten in zwei verschiedenen Verhaltenstests trainiert.

Experiment 1: Eine Ratte wird in den unteren Schenkel eines T-förmigen Irrgartens gesetzt. Am Ende des einen Arms des Ts befinden sich 2 Futterpellets, in dem anderen 10. Der Arm mit den 10 Pellets wird aber erst nach 10 Sekunden geöffnet. Der Versuch wird mehrfach wiederholt, bis die Ratte lernt, dass sie warten muss, um an mehr Futter zu kommen.

Experiment 2: Eine Ratte wird in eine Box gesetzt. In einer der Wände befinden sich 9 Löcher. Abwechselnd leuchtet eine Lampe in einem der Löcher. Die Ratte muss ihre Nase hineinstecken und erhält dafür ein Futterpellet.

Haben die Ratten diese Aufgaben gelernt, erfolgt bei allen Tieren eine Operation. Unter Narkose wird ein Loch in den Schädelknochen gebohrt. Ein verschließbares Stahlrohr wird durch das Loch in das Hirngewebe gesteckt und mit Zahnzement und Schrauben verankert.

Nach einer Erholungszeit von 7 Tagen werden die obigen Experimente wiederholt, bis die Ratten die Aufgaben richtig erfüllen. Nun wird eine Testsubstanz durch das Rohr in das Hirngewebe injiziert. Fünf Minuten später wird der Verhaltenstest durchgeführt. Läuft die Ratte in den T-Arm mit dem wenigen Futter, anstatt auf die Öffnung des "lukrativeren" Arms zu warten, wird das als "impulsives Verhalten" gewertet. Bei dem zweiten Test wird "impulsives Verhalten" angenommen, wenn die Ratte ihre Nase zufällig in die Löcher steckt, ohne das Signallicht abzuwarten. Schließlich werden alle Ratten durch Kohlendioxiderstickung getötet. Ihre Gehirne werden untersucht, um den richtigen Sitz des Stahlrohrs zu überprüfen.

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: Impulsive behaviour in rats induced by intracortical DOI infusions is antagonized by co-administration of an mGlu2/3 receptor agonist

Autoren: Lena Wischhof*, Karl J. Hollensteiner, Michael Koch

Institute: Abteilung für Neuropharmakologie, Institut für Hirnforschung, Universität Bremen, Zentrum für Kognitive Wissenschaften, 28359 Bremen

Zeitschrift: Behavioural Pharmacology 2011: 22, 805-813

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4340



Dokument 818Titel: Wachstumleistung und Stoffwechel-Effektivität bei einer Buntbarschart (Orechromis niloticus L.), die ein Futter erhalten, das Kernmehl des Wolfsmilchgewächses Jatrapha platyphylla als Eiweißquelle enthält
Hintergrund: Um das in Aquakulturen verbrauchte Fischmehl zu reduzieren und so die weltweiten Fischbestände zu schonen, wird in dieser Arbeit getestet, inwieweit Buntbarsche mit einem Anteil Pflanzenmehl ernährt werden können.
Tiere: Fische (Anzahl unbekannt)(Buntbarsche)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Es werden junge Fische einer Buntbarschart aus der Zucht der Universität Hohenheim verwendet. Die Tiere werden einzeln gehalten und in drei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält unterschiedliches Futter, wobei Fischmehl jeweils mit Weizenmehl oder Sojamehl oder dem Mehl aus einem Wolfsmilchgewächs gemischt wird. Die Tiere werden regelmäßig gewogen. Nach 12 Wochen werden die Fische durch Schlag auf den Kopf mit einer Metallstange getötet. Abschließend werden die Tiere für eine spätere Analyse der Körperzusammensetzung eingefroren.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Growth performance and metabolic efficiency in Nile tilapia (Orechromis niloticus L.) fed on a diet containing Jatrapha platyphylla kernel meal as a protein source

Autoren: V. Kumar (1), A.O. Akinleye (1), H.P.S. Makkar (1), M.A. Angulo-Escalante (2), Klaus Becker (1)*

Institute: (1) Institut für Tierproduktion in den Tropen und Subtropen, Universität Hohenheim, 70599 Stuttgart, (2) Centro de Investigacion en Alimentacion y Desarrollo (CIAD), A.C. Unidad Culiacan, Sinaloa, Mexiko

Zeitschrift: Animal Physiology and Animal Nutrition 2012: 96, 37-46

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4339



Dokument 819Titel: Der Tagesrhythmus der Körpertemperatur von Dschungarischen Hamstern (Phodopus sungorus) lässt unterschiedliche Tagesrhythmus-Phenotypen erkennen
Hintergrund: Erforschung des Zusammenhangs zwischen innerer Uhr und Körpertemperatur bei Hamstern mit normalem und zuchtbedingt gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus. Das Ergebnis: Der gestörte Tag-Nacht-Rhythmus hängt tatsächlich mit der inneren Uhr zusammen. Es werden weitere Experimente angekündigt, um herauszufinden, ob es sich um einen Defekt der inneren Uhr oder der Signalweiterleitung handelt.
Tiere: 16 Hamster (Dschungarische Hamster)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Hamster werden im Institut der Autoren (aller Wahrscheinlichkeit nach in Halle/S.) in unterschiedlichen Zuchtrichtungen gezüchtet. Es gibt "Wild-Typ"-Hamster, die einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus haben, d.h. bei Ausschalten des Lichtes aktiv und bei Einschalten inaktiv werden. Eine zweite Zuchtlinie, bei der vor allem Geschwister verpaart werden, bringt Hamster hervor, die nach Ausschalten des Lichtes verzögert aktiv werden. In der dritten Linie schließlich besteht aus Hamstern, die über einen 24-Stunden-Tag ganz unregelmäßig aktiv sind. Es werden 7, 5 und 4 Tiere der drei Zuchtlinien verwendet. Die Tiere werden einzeln gehalten. Bei allen Hamstern wird ein Mini-Temperaturmessgerät in die Bauchhöhle eingepflanzt. Dazu wird unter Narkose ein Schnitt in die Bauchdecke gemacht, um das Gerät in die Bauchhöhle einzusetzen. Es funktioniert ohne Batterien und wird drahtlos über einen Empfänger unterhalb des Käfigs betrieben. Zehn Tage nach der Operation werden die Aktivitäten der Hamster einen Monat lang beobachtet. Dazu sind in jedem Käfig Infrarotschranken angebracht. Gleichzeitig wird mit den Messgeräten die Körpertemperatur gemessen. Das weitere Schicksal der Hamster wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Biorhythmusforschung, Verhaltensforschung

Originaltitel: The circadian body temperature rhythm of Djungarian Hamsters (Phodopus sungorus) revealing different circadian phenotypes

Autoren: Konrad Schöttner (1), Jim Waterhouse (2), Dietmar Weinert (1)*

Institute: (1) Institut für Biologie/Zoologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Domplatz 4, 06108 Halle/Saale, (2) Research Institute for Sport and Exercise Science, Liverpool John Moores University, Liverpool, Großbritannien

Zeitschrift: Physiology & Behavior 2011: 103, 352-358

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4338



Dokument 820Titel: Effekt der Lagerung des Tieres auf die Katecholamin- und Vasopressin-Werte bei Schweinen, bei denen eine Laparoskopie vorgenommen wird
Hintergrund: Veränderung verschiedener Blutwerte bei unterschiedlicher Lagerung bei einem minimal-invasivem Eingriff.
Tiere: 52 Schweine
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Bei den Schweinen wird unter Narkose Kohlendioxyd in die Bauchhöhle eingeleitet, wie es bei einem minimal-invasiven Eingriff (Laparoskopie) beim Menschen üblich ist. Je nach Gruppe werden die Schweine dabei unterschiedlich gelagert: bei einer Gruppe liegen die Schweine gerade auf dem Rücken, bei einer Gruppe ist der Kopf um 30 Grad gesenkt und bei einer Gruppe um 30 Grad erhöht. Bei einigen Tieren wird außerdem ein Herzmedikament in die Blutbahn verabreicht. Bei allen Schweinen werden Blutproben auf verschiedene Blutwerte untersucht. Bei neun Schweinen gibt es Komplikationen, so dass diese Tiere aus dem Versuch genommen werden. Ihr weiteres Schicksal wird nicht erwähnt. 43 Schweine werden nach diversen Messungen von Herz- und Kreislaufwerten mit dem Tötungsmittel T61 getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Minimal-invasive Chirurgie

Originaltitel: Effects of animal positioning on catecholoamine and vasopressin levels in pigs undergoing laparoscopy

Autoren: C. Braumann, Nina Guenther*, F. Doerner, W. Schwenk, T. Junghans

Institute: Abteilung für Allgemeine, Viszerale und Thorax-Chirurgie, Charite – Universitätsmedizin, Campus Mitte, Chariteplatz 1, 10117 Berlin

Zeitschrift: European Surgical Research 2011: 47, 75-80

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4337



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