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Dokument 1781

Titel: Untersuchung der subchronischen Giftigkeit von 2-Methoxypropanol-1(Azetat) bei Ratten
Hintergrund: Vorangegangene Giftigkeitsprüfungen mit Kaninchen konnten starke Missbildungen bei Nachkommen nach Exposition der Mütter mit der kommerziellen Chemikalie 2-Methoxypropanol-1 und deren Azetatform nachweisen. Die Studie untersucht, ob diese Chemikalie giftig für Ratten ist.
Tiere: 80 Ratten (ca.)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Für die Giftigkeitsprüfung werden Wistar-Ratten, ein für die tierexperimentelle Forschung gezüchteter Albinostamm, von Dr. K. Thomae GmbH, Biberach, verwendet. Fünf Tage vor dem Beginn der Inhalationsstudie werden die Ratten zur Akklimatisierung in belüfteten Kammern gehalten. Während der Inhalationsstudie werden die Tiere an 28 Arbeitstagen täglich für 6,5 Stunden in Boxen gesetzt, die mit der zu testenden Substanz 2-Methoxypropanol-1 in den Konzentrationen 0; 0,6; 3,0 oder 14,9 mg / Liter Luft belüftet werden. Die Gesamtexposition mit der Testsubstanz beträgt somit 19 Tage. Während der Exposition zeigen die Tiere in der Gruppe mit der höchsten Konzentration Atembeschwerden, Augen- und Nasenausfluss, Speicheln, gekrümmte Haltung und gesträubtes Fell. Diese Symptome bessern sich jeweils nach Ende der Begasung.

In einem zweiten Experiment werden den Ratten über eine Magenschlundsonde die Testsubstanzen 2-Methoxypropanol-1, 2-Methoxypropanol-1-Azetat oder die giftige Kontrollsubstanz Ethoxyethanol in den Konzentrationen 1800, 2600 bzw. 1800 mg/kg Körpergewicht/Tag über 10 Tage verabreicht. Die Ratten werden täglich auf klinische Symptome untersucht und das Körpergewicht zweimal wöchentlich bestimmt.

Zum Ende jeder Testung werden die Tiere getötet und deren Organe auf Schäden untersucht.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Investigations on the subchronic toxicity of 2-methoxypropanol-1(acetate) in rats

Autoren: L. Ma-Hock, H.-J. Klimisch, C. Gembardt, K. Deckhardt, R. Jäckh*

Institute: BASF Aktiengesellschaft, Produktsicherheit, Z 470, 67056 Ludwigshafen

Zeitschrift: Human & Experimental Toxicology 2005: 24, 95-99

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3914



Dokument 1782

Titel: Veränderte Regulation von vakuolischer H+-ATPase und Na+/H+-Austauscher 3 in den Zellmembranen von Gallengangszellen bei Ratten nach Abschnürung des Gallenganges
Hintergrund: Ratten weisen eine zum Menschen geringere Gallensekretion auf. Eine Abbindung der Gallengänge bewirkt bei Ratten eine vermehrte Gallensekretion. Die Studie untersucht die Veränderungen auf Zellebene nach künstlich hervorgerufenem Gallengangverschluss bei Ratten.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Wistar-Ratten, ein für die tierexperimentelle Forschung gezüchteter Albinostamm, verwendet. Die Tiere werden durch Begasung mit einem Isoflurangemisch in Narkose versetzt. Nach Eröffnung des Bauchraumes wird in den Gallengang eine Polyethylenkanüle in diesen geschoben und beidseitig der Kanüle abgebunden. Die Kanüle wird hitzeversiegelt und unterhalb der Haut in den rechten Bauchraum gelegt. Der Einschnitt wird anschließend vernäht. Zwei Wochen nach der Operation wird die in den Gallengang eingebrachte Kanüle über einen Einschnitt in der Haut freigelegt und das versiegelte Ende abgeschnitten. Die abfließende Gallenflüssigkeit wird über 20-60 Minuten aufgefangen. Danach wird über eine in die innere Halsvene eingebrachte Kanüle eine Substanz für 30 Minuten infundiert. Die Gallenflüssigkeit wird über weitere 20 Minuten nach Beendigung der Infusion aufgefangen. Die Ratten werden nach dem Experiment getötet und die Leber entfernt.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Anders Jahre’s Fund sowie von der Universität Witten/Herdecke und der Deutschen Mukoviszidose e.V. gefördert.

Bereich: Leberforschung, Versuchstierkunde

Originaltitel: Differential regulation of vacuolar H+-ATPase and Na+/H+ exchanger 3 in rat cholangiocytes after bile duct ligation

Autoren: Eleni Roussa* (1), Jasmin Bertram (1), Knut E. Berge (2), Knut J. Labori (3), Frank Thé:venod (4), Morten G. Räder (3)

Institute: (1) Abteilung für Neuroanatomie, Zentrum für Anatomie, Universität Göttingen, Kreuzbergring 36, 37075 Göttingen, (2) Department for Medical Genetics, National Hospital, Oslo, Norwegen, (3) Institute for experimental Medical Research, Ulleval University Hospital, Oslo Norwegen, (4) Institut für Physiologie und Pathophysiologie, Universität Witten/Herdecke, Witten

Zeitschrift: Histochem Cell Biol 2006: 125, 419-428

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3913



Dokument 1783

Titel: Erhöhte Expression des CXC112/SDF-1 Chemokinrezeptors CXCR7 nach Schlaganfall im Rattenhirn
Hintergrund: Die Studie untersucht die Bedeutung eines spezifischen Eiweißkomplexes für die Regeneration von Nervengewebe nach künstlich hervorgerufenem Schlaganfall bei Ratten.
Tiere: 40 Ratten (mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Long-Evans Ratten, ein für die Versuchstierforschung gezüchteter Rattenstamm, von Charles River (Sulzfeld, Deutschland) verwendet. Unter Narkose wird der Schädel der Ratten geöffnet und die mittlere Gehirnarterie einseitig abgeklemmt (Die Autoren verweisen auf einen bereits veröffentlichten Artikel, in welchem die Prozedur detailliert beschrieben ist). Die dadurch hervorgerufene Minderversorgung des Gehirnabschnitts mit Sauerstoff und Nährstoffen führt zu einer Gehirnschädigung mit Gewebsuntergang (Infarkt). Die Ratten werden entweder nach sechs Stunden oder nach einem, zwei, vier oder 10 Tagen getötet und das Gehirn zur Untersuchung entnommen.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Enhanced expression of the CXC112/SDF-1 chemokine receptor CXCR7 after cerebral ischemia in rat brain

Autoren: Bastian Schönemeier (1), Stefan Schulz (2), Volker Hoellt (1), Ralf Stumm* (1)

Institute: (1) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg, (2) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07743 Jena

Zeitschrift: Journal of Neuroimmunology 2008: 198, 39-45

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3912



Dokument 1784

Titel: Ein neues Mausmodell für eine immunologisch hervorgerufene Nierenschädigung
Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells" für eine immunologisch hervorgerufene Nierenschädigung.
Tiere: 70 Tiere verschiedener Arten (mindestens 70 Mäuse und unbekannte Anzahl Kaninchen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Kaninchen werden zunächst mit einer von Mäusen stammenden Nierenzelllösung geimpft. Die Impfung wird nach vier Monaten wiederholt. Die Kaninchen entwickeln daraufhin Antikörper gegen Mausnierenzellen. Eine Woche nach der letzten Immunisierung wird Blutserum aus der Ohrvene der Kaninchen entnommen. Dieses Serum wird in den nachfolgend beschriebenen Experimenten mit C57BL/6 Mäusen von Charles River (Sulzfeld, Deutschland) eingesetzt. Die Mäuse werden zunächst mit einem Kaninchen-Antikörper geimpft. Nach fünf Tagen wird den Tieren über die Schwanzvene das zuvor beschriebene Kaninchenserum injiziert. Der Urin der Mäuse wird jeweils nach 1, 2, 5, 7, 15, 17 und 49 Tagen gesammelt. Die Mäuse werden nach Abschluss des Experimentes durch Genickbruch getötet und die Nieren entnommen.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Versuchstierkunde, Nierenforschung

Originaltitel: A new mouse model of immune-mediated podocyte injury

Autoren: T.N. Meyer* (1), C. Schlesinger (1), J. Wahlefeld (1), S. Dehde (1), D. Kerjaschki (2), J.U. Becker (3), R.A.K. Stahl (1), F. Thaiss (1)

Institute: (1) Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (2) Institut für Klinische Pathologie, Universität Wien, Wien, Österreich, (3) Institut für Pathologie und Neuropathology, Universität Hannover, Hannover

Zeitschrift: Kidney International 2007: 72, 841-852

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3911



Dokument 1785

Titel: Die individuelle Variabilität der Stressantwort bei männlichen C57BL/6 Mäusen steht in direktem Zusammenhang mit dem Angstniveau
Hintergrund: Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen ängstlichkeit und Stressantwort bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Mäuse in dritter Generation des Inzuchtstammes C57BL/6 verwendet. Die Zuchttiere stammen von Charles River, Sulzfeld. Die Nachzucht und Haltung erfolgt im Universitätsklinikum Eppendorf. Miteinander verwandte oder bekannte Mäuse werden vor dem Experiment in Gruppen von vier bis acht Tieren gehalten. Um das individuelle dem Tier innewohnende Angstniveau zu bestimmen, werden die Tiere für das Experiment einzeln in transparenten Plexiglaskäfigen gehalten. Nach fünf Tagen Eingewöhnung wird eine Klappe im Käfig zu einem fremden Terrain (Labyrinth) geöffnet. Die Maus hat nun die Wahl, das fremde Terrain zu betreten oder in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben. Der Test wird beendet, wenn die Maus entweder mit allen vier Pfoten das Labyrinth betritt oder nach maximal 600 Sekunden. Nach weiteren fünf Tagen wird in einem nächsten Experiment die Angstschwelle der Mäuse nach dem Einwirken einer potenziellen äußerlichen Bedrohung ermittelt. Die Tiere werden dazu für eine Stunde in einen transparenten zweigeteilten Plexiglaskäfig mit einer erwachsenen Wistar Ratte (Charles River, Sulzfeld) im direkt angrenzenden Abteil gesetzt und deren Verhalten beobachtet. In einem letzten Experiment werden die Mäuse in die Mitte eines abgedunkelten Labyrinthes gesetzt und das Verhalten über fünf Minuten mit einer Infrarot-Videokamera aufgezeichnet. Zum Ende der Experimente werden die Mäuse enthauptet und die Gehirne sowie Blut aus dem Körper entnommen.

Bereich: Angstverhaltensforschung, Stressforschung

Originaltitel: Individual variability in the stress response of C57BL/6 male mice correlates with trait anxiety

Autoren: M. Jakovcevski (1), M. Schachner (1,2), F. Morellini* (1)

Institute: (1) Zentrum für Molekulare Neurobiologie, Universität Hamburg, Falkenried 94, 20251 Hamburg, (2) Department of Cell Biology and Neuroscience, Keck Center for Collaborative Neuroscience, Rutgers University, Piscataway, NJ, USA

Zeitschrift: Genes, Brain and Behavior 2008: 7, 235-243

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3910



Dokument 1786

Titel: Muster eines zeitabhängigen Rückgangs der histologisch nachgewiesenen Infarktgröße nach Schlaganfall bei Mäusen
Hintergrund: Die Studie charakterisiert den zeitlichen Rückgang von Infarktgewebe nach künstlich hervorgerufenem Schlaganfall bei Mäusen. Die Autoren stellen fest, dass sich das geschädigte Gewebe bei den Mäusen sehr schnell regeneriert. Nach 13 Tagen ist kein Unterschied mehr zu den Gehirnen der nicht geschädigten Kontrolltiere zu erkennen. Die Autoren folgern daraus, dass die schnelle Regenerationsfähigkeit die Aussagekraft von an Mäusen durchgeführten Studien mit potentiellen neuen Wirkstoffen beeinträchtigen kann.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden zwei für die tierexperimentelle Forschung gezüchtete Mausstämme, C57BL/6 und NMRI, von Harlan-Winkelmann (Borchen, Deutschland) verwendet. Die Mäuse werden durch Injektion in den Bauchraum narkotisiert. Oberhalb der mittleren Hirnarterie wird ein Loch in den Schädel gebohrt. Bei einem Teil der Mäuse wird durch elektrische Hitze (Elektrokoagulation) die mittlere Hirnarterie verschlossen, wodurch es zu einer Minderversorgung des Gehirnbereichs mit Sauerstoff kommt (Hirninfarkt). Anschließend wird der Schädel verschlossen und die Mäuse werden in ihre Käfige zurückgebracht. In einem zweiten Experiment wird den C57BL/6 Mäusen eine Stunde vor dem operativen Eingriff eine Substanz in den Bauchraum injiziert. Das Ausmaß der neurologischen Schäden wird jeweils zwei und 10 Tage nach dem Hirninfarkt unter Anwendung des folgenden Protokolls charakterisiert: Die Mäuse werden für zwei Minuten in einen Glaszylinder (Durchmesser:14,5 cm) gesetzt und deren spontane Aktivität erfasst. Danach werden die Mäuse in eine 32 x 55 cm große Arena mit kariertem Grundflächenmuster eingebracht. Die Anzahl der von den Mäusen in 30 Sekunden überquerten Quadrate wird gemessen. Zum Schluss wird die Anzahl und Richtung von freiwilligen Umdrehungen im Laufrad ermittelt.

Alle Mäuse werden nach Abschluss der Experimente enthauptet und die Gehirne entnommen.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Pattern of time-dependent reduction of histologically determined infarct volume after focal ischaemia in mice

Autoren: Petra Henrich-Noack* (1,3), Kathrin Baldauf (1), Georg Reiser (2), Klaus G. Reymann (3)

Institute: (1) Leibniz Institut für Neurobiologie, Brennecke Str. 6, 39118 Magdeburg, (2) Institut für Neurobiochemie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, (3) Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie ZENIT GmbH, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg

Zeitschrift: Neuroscience Letters 2008: 432, 141-145

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3909



Dokument 1787

Titel: FK778 nach experimenteller Transplantation artfremder Organe: Eine detaillierte Analyse der Wirkstoffwirksamkeit
Hintergrund: Die Studie untersucht die Wirksamkeit der Wirkstoffkombination FK788 mit Hinblick auf die Prävention von Abstoßungsreaktionen nach Transplantation artfremder Organe bei Ratten.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Ratten und Goldene Syrische Hamster)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Für die Wirksamkeitstestung werden Braune Norwegerratten, Goldene Syrische Hamster und Lewis Ratten von Charles River (Sulzfeld, Deutschland) verwendet. Die Herzen der Braunen Norwegerratten werden unter Narkose herauspräpariert und anschließend mit der zu testenden Wirkstoffkombination FK788 durchströmt.

Die Hamster dienen als "Spender" von Abschnitten der Aorta (Hauptschlagader). Die herauspräparierten Aorten-Abschnitte werden den Ratten operativ eingepflanzt. Die Empfängerratten erhalten nach der Organtransplantation täglich die Wirkstoffkombination FK788 über eine Schlundsonde in den Magen verabreicht. Blutentnahmen finden fünf, 10 und 14 Tage nach der Operation statt. Die Tiere werden am 14. Tag nach der Transplantation getötet und die Aortentransplantate zur Untersuchung entnommen.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Xenotransplantation

Originaltitel: FK778 in experimental xenotransplantation: A detailed analysis of drug efficacy

Autoren: Sonja Schrepfer (1,5), Tobias Deuse* (1), Friedrich Koch-Nolte (2), Thorsten Krieger (2), Munif Haddad (3), Hansjörg Schäfer (4), Marc P. Pelletier (5), Robert C. Robbins (5), Hermann Reichenspurner (1)

Institute: (1) Universitätsherzzentrum, (2) Institut für Immunologie, (3) Institut für Klinische Chemie, (4) Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (5) Department of Cardiothoracic Surgery, Stanford University Medical Center, Standford, CA, USA

Zeitschrift: The Journal of Heart and Lung Transplantation 2007: 26, 70-77

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3908



Dokument 1788

Titel: Eine mechanische Entlastung des Herzens bei Ratten in vivo führt zur Ausprägung elektrophysiologischer Charakteristika vergleichbar derer von pathologisch vergrößerten Herzen
Hintergrund: Eine Entlastung der Herzfunktion durch eine mechanische Herzpumpe wird seit langem bei Patienten mit Herschwäche eingesetzt. Die Auswirkungen auf die Herzmuskelzellen sind bislang unbekannt. In dieser Studie werden die Auswirkungen eine Entlastung des Herzens durch Transplantation eines zweiten Herzens bei Ratten untersucht.
Tiere: 52 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden männliche Lewis Ratten von Charles River, Sulzfeld, verwendet. Die Ratten werden in "Organspender" und "Organempfänger" eingeteilt. Das Herz der "Spender" wird unter Narkose in die Bauchhöhle der "Empfänger" einoperiert. Dabei werden der Aortenstumpf mit der Bauchaorta und der Stumpf der Lungenarterie mit der unteren Hohlvene verbunden. Diese Verbindungen bewirken eine unvollständige Füllung der linken Herzkammer mit entsprechend verringerter Arbeitsleistung. Die zusätzlich zum eigenen eingepflanzten fremden Herzen schlagen spontan. (Die Autoren verweisen auf einen bereits veröffentlichten Artikel, in welchem die Herzverpflanzung detailliert beschrieben ist.) Zwei Wochen nach der Operation werden die Ratten einem Herzultraschall unterzogen. Die Tiere werden anschließend getötet und das Herz zur Untersuchung entnommen.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Herz-Kreislaufforschung

Originaltitel: Unloaded rat hearts in vivo express a hypertrophic phenotype of cardiac repolarization

Autoren: Alexander P. Schwoerer* (1), Ivan Melnychenko (2), Diane Goltz (1), Nils Hedinger (1), Irene Broichhausen (1), Ali El-Armouche (2), Thomas Eschenhagen (2), Tilmann Volk* (3), Heimo Ehmke (1)

Institute: (1) Institut für Vegetative Physiologie und Pathophysiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg (2) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, (3) Institut für Zelluläre und Molekulare Physiologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Waldstr. 6, 91054 Erlangen

Zeitschrift: Journal of Molecular and Cellular Cardiology 2008: 45, 633-641

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3907



Dokument 1789

Titel: In-vivo-Giftigkeitstestung von Rhodamin 6G in der Netzhaut von Ratten
Hintergrund: Giftigkeitsstudien im Reagenzglas haben toxische Wirkungen des Farbstoffes Rhodamin 6G zur Anfärbung von Strukturen des Auges nachweisen können. Die vorliegende Studie untersucht primär, ob diese Giftigkeit auch im lebenden Tier nachweisbar ist. Zweites Ziel ist die Entwicklung einer geeigneten Methode zur Giftigkeitsprüfung von Augenfarbstoffen am lebenden Tier.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Giftigkeitsstudie werden Braune Norwegerratten von Charles River (Sulzfeld, Deutschland) verwendet. Die Ratten werden durch Injektion von Narkosemitteln in die Bauchhöhle betäubt. Anschließend wird der Farbstoff Rhodamin 6G zur Anfärbung von Strukturen des Auges einseitig in den Augapfel injiziert. In den zweiten Augapfel wird eine physiologische Salzlösung gespritzt. Nach fünf Tagen wird den Ratten unter Narkose eine fluoreszierende Substanz in das Mittelhirn injiziert. Zwei Tage später werden die Ratten getötet und die Netzhaut aus den Augen herauspräpariert.

Jeweils 48 Stunden und sieben Tage nach der Injektion des Farbstoffes werden 18 Ratten elektrophysiologischen Untersuchungen unterzogen. Die Ratten werden zunächst wie oben beschrieben narkotisiert und die Pupillen anschließend durch Augentropfen erweitert. Haftschalen mit je einem Golddraht dienen als Elektroden und werden auf die Augäpfel der Tiere gebracht. Zwei weitere Elektroden werden unter der Haut zwischen den Augen und im Schwanz befestigt. Unter Stimulierung mit Flickerlicht erfolgt nun die Ableitung von Nervenzellpotenzialen in der Netzhaut der Tiere.

Die Studie wurde von der Tistou und Charlotte Kerstan Stiftung gefördert.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: In vivo toxicity study of rhodamine 6G in the rat retina

Autoren: Sebastian Thaler* (1), Christos Haritoglou (2), Tomasz J. Choragiewicz (1,3), Andre Messias (1), Aneta Baryluk (1,3), C. Albrecht May (4), Robert Rejdak (1,3,5), Michal Fiedorowicz (1,5), Eberhart Zrenner (1), Frank Schuettauf (1)

Institute: (1) Ophtalmologisches Zentrum, Universität Tübingen, Röntgenweg 11, 72076 Tübingen, (2) Ophtalmologische Klinik, Ludwig-Maximilians-Universität, München, (3) Tadeusz Krwawicz Chair of Ophthalmology and 1st Eye Hospital, Medical University of Lublin, Polen, (4) Institut für Anatomie, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, (5) Department of Experimental Pharmacology, PAS Medical Research Center, Warschau, Polen

Zeitschrift: Investigative Ophtalmology & Visual Science 2008: 49, 2120-2126

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3906



Dokument 1790

Titel: Optische Bildverarbeitung intrinsischer Signale als Werkzeug zur bildlichen Darstellung funktioneller Architektur der ausgewachsenen und sich entwickelnden Sehrinde
Hintergrund: Erfassung der Entwicklung von Wahrnehmungsmustern in der Sehrinde von jungen Katzen.
Tiere: Katzen (Anzahl unbekannt)
Jahr: 1995

Versuchsbeschreibung: Die Experimente werden an ausgewachsenen Katzen durchgeführt. Für die "normale" Entwicklung im Wachstumsverlauf werden Versuche an Katzenwelpen (17-28 Tage alt) durchgeführt. Die Experimente zur Untersuchung der Verbindung von Sehrinde und Auge wird unter "experimentell geänderten Bedingungen" durchgeführt. Dafür wird von zwei gesunden Augen abwechselnd ein Auge für ca. 1 Woche auf- und zugenäht. Diese Phasen werden unterbrochen durch Phasen, in der beide Augen unverschlossen sind. Die Sehrindenaktivität wird mit dem sogenannten "optical mapping" gemessen. Spezielle Angaben zur praktischen Durchführung des "optical mapping" fehlen. Generell bedingt es aber, dass die Kopfhaut eröffnet und nach dem Experiment wieder verschlossen, sowie ein Stück der Schädeldecke herausoperiert und durch eine durchsichtige Abdeckung ersetzt wird, um optische Messungen durchführen zu können.

Angaben zur Haltung, Narkose und Herkunft sowie zur Zahl der Tiere fehlen.

Bereich: Hirnforschung, Sehforschung, Neurologie, Neurobiologie

Originaltitel: Optical imaging of intrinsic signals as a tool to visualize the functional architecture of adult and developing visual cortex

Autoren: Tobias Bonhoeffer

Institute: Max-Planck Institut für Psychiatrie, Am Klopferspitz 18A, 82152 München-Martinsried.

Zeitschrift: Arzneimittelforschung 1995; 45(3A):351-6

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3905



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