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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1861Titel: Transportphysiologische Untersuchungen am isolierten Pansenepithel des Schafes
Hintergrund: Veränderungen im Pansen von unterschiedlich gefütterten Schafen.
Tiere: Schafe (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Schafe nicht genannter Anzahl werden in vier Gruppen eingeteilt. Sie erhalten drei Wochen lang unterschiedliches Futter; entweder nur Heu oder Heu mit unterschiedlichen Anteilen an Kraftfutter. Dann werden die Tiere im Institut für Tierzucht der Freien Universität Berlin "geschlachtet". Unmittelbar anschließend werden Gewebeproben aus dem Pansen entnommen. Die weiteren Untersuchungen erfolgen an der Pansenschleimhaut.

Bereich: Veterinärphysiologie, Tierernährung

Originaltitel:

Autoren: Ulrike Lodemann (Betreuer: Holger Martens)

Institute: Institut für Veterinär-Physiologie, Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin

Zeitschrift: Dissertation, Veterinärmedizin, 2001

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Dissertation

Dokumenten-ID: 3345



Dokument 1862Titel: Wirkungen der photodynamischen Therapie mit dem Photosensibilisator mTHPC (Foscan ®) auf große Blutgefäße, Nerven und Muskelgewebe im Kaninchen-Tiermodell
Hintergrund: Substanzen, die sich in Tumorzellen anreichern und bei Lichteinwirkung umliegendes Gewebe zerstören, werden seit langem in der Humanmedizin bei Krebspatienten eingesetzt. In dieser Arbeit sollte untersucht werden, inwieweit diese Therapie zu einer Schädigung von gesundem Gewebe führt.
Tiere: 52 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: Den Kaninchen wird eine Substanz in eine Ohrvene gespritzt, die bei Lichtbestrahlung Gewebe zerstört. Die Tiere werden anschließend narkotisiert. Ein Hinterbein und der Hals werden auf 6 bzw. 7 cm Länge aufgeschnitten. Die jeweilige Vene, Arterie und Nerven werden freigelegt und mit einem Laser bestrahlt. Intensität und Dauer der Bestrahlung werden bei verschiedenen Gruppen von Kaninchen variiert. Dann werden Bein und Hals wieder zugenäht. Sechs Tiere erkranken in der folgenden Zeit an Atemwegsinfektionen mit Nasenausfluss, Inappetenz und Atemnot. Sie sterben oder werden getötet. Die Ursache wird auf den Operationsstress zurückgeführt. Über die Hälfte der Kaninchen nagt an den Operationswunden. Bei vier Tieren kommt es zum Aufplatzen der Naht bzw. zu Abszessbildung.

Die späteren Untersuchungen ergeben zum Teil erhebliche Gewebeschädigungen: Absterben von Gewebe, Verstopfung von Blutgefäßen, Zerstörung von Nerven und Blutgefäßen. Die Kaninchen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bis zu 30 Tage nach der Operation getötet. Dazu werden sie narkotisiert und durch Injektion einer Fixierungslösung in die Hauptsschlagader getötet.

Bereich: Krebsforschung

Originaltitel:

Autoren: Maja Rühling (Wissenschaftliche Betreuung: Roland Rudolph)

Institute: Institut für experimentelle Medizin der Universität Köln, eingereicht über das Institut für Veterinär-Pathologie des Fachbereichs Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin

Zeitschrift: Dissertation, Veterinärmedizin, 2004

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Dissertation

Dokumenten-ID: 3344



Dokument 1863Titel: Untersuchungen zur kurzfristigen Ernährung von Kaninchen und Meerschweinchen über eine orogastrale Sonde bei Variation der Zusammensetzung (Komponenten, Nährstoffgehalt und Energiedichte) des applizierten Futters
Hintergrund: Entwicklung einer Technik, unbetäubten Kaninchen und Meerschweinchen Magensonden einzuführen sowie Ausprobieren verschiedener Sondennahrungen und Entwicklung einer neuen.
Tiere: 50 Tiere verschiedener Arten (20 Meerschweinchen und 30 Zwergkaninchen)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: An zwanzig Meerschweinchen und dreißig Kaninchen werden mehrfach Versuche vorgenommen. Während der jeweils 3-10 Tage dauernden Versuche werden die Tiere einzeln in Kunststoffkäfigen von 50 x 50 cm Größe auf gelochtem Kunststoffboden gehalten, damit Kot und Urin aufgefangen werden können. Die Tiere werden vor den Versuchen 3-4 Tage lang an diese Käfige gewöhnt. Während dessen erhalten sie noch Futter. Vor den eigentlichen Versuchen müssen die Tiere einen Tag lang hungern. Während der Versuche haben sie nur die Möglichkeit zur Wasseraufnahme.

Bei den Versuchen müssen die Tiere einen Schlauch (Sonde) abschlucken und bekommen dadurch Flüssignahrung verabreicht. Einem Teil der Tiere wird die Flüssignahrung per Spritze ins Maul verabreicht. Zunächst wird ausprobiert, welche Methode die Sonde zu legen am besten funktioniert. Die Tiere müssen von einer 2. Person festgehalten werden. Verschiedene Versionen des Festhaltens gelingen nicht. Die Tiere zeigen während der Versuche eine erhöhte Stressbelastung, beruhigen sich jedoch danach schnell wieder. Ein Kaninchen stirbt. Danach wird untersucht wie lange die Tiere das Sondeschieben vertragen können. Dabei sterben von den sechs eingesetzten Tieren zwei Meerschweinchen an einem stressbedingten akuten Kreislaufzusammenbruch. Beim Sondeschieben mit Hilfe einer abgeschnittenen Plastikspritze als Maulspreizer kommt es durch die scharfen Kanten zu Verletzungen des harten und weichen Gaumens der Tiere. Beim falschen Vorschieben der Sonde in die Luftröhre kommt es zu eruptionsartigem Heraushusten der eingespritzten Kochsalzlösung.

Um die Magengrößen von lebenden Meerschweinchen und Kaninchen festzustellen, wird mit einem Kontrastmittel ausprobiert, welche Flüssigkeitsmengen maximal durch den Schlauch in die Kaninchen- und Meerschweinchenmägen hineinpassen. Ein Meerschweinchen stirbt acht Stunden nach diesem Versuch.

Es schließen sich diverse Fütterungsversuche an, während derer Fütterungshäufigkeit, Fütterungsmenge und verschiedene Sondennahrungen auf ihre Wirkungen hin untersucht werden. Im Zuge der Versuche wird mehrfach Blut abgenommen, was sich bei den Meerschweinchen problematisch gestaltet, da deren Venen sehr klein sind. Die Blutentnahme gelingt hier nur in drei Fällen.

Extreme Gewichtsabnahmen, stressbedingter Haarausfall, Durchfälle und andere Kotveränderungen, sowie Blutveränderungen werden beobachtet. Nach drei Tagen schlucken die meisten Tiere die Sonde nicht mehr ab. Schwellungen im Halsbereich der Tiere werden vermutet. In einer der Untersuchungen sterben zwei der drei eingesetzten Meerschweinchen.

Ein Kaninchen stirbt ebenfalls. In der Magenwand findet sich ein pfenniggroßes Loch, was die Autorin allerdings nicht mit einer Verletzung durch die Magensonde in Verbindung bringt. Ein Meerschweinchen stirbt sofort nach Verabreichung einer Portion Sondennahrung an einer Magenaufgasung. Ein weiteres Meerschweinchen stirbt einen Tag später an einem akuten Schockgeschehen.

Auch bei der Verabreichung der Sondenahrung per Spritze zeigen einige Tiere einen extreme Gewichtsabnahme. Insgesamt werden mehrere Versuche wegen der schwerwiegenden Auswirkungen auf die Tiere abgebrochen. Ein Meerschweinchen stirbt nach Abschluss des Versuches. Über den Verbleib der überlebenden Tiere ist nichts bekannt.

Bereich: Tierernährung, Kleintiermedizin

Originaltitel:

Autoren: Anja Rosengarten (Wissenschaftliche Betreuung: J. Kamphues, M. Fehr)

Institute: Institut für Tierernährung und Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Zeitschrift: Dissertation, Veterinärmedizin, 2004

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Dissertation

Dokumenten-ID: 3343



Dokument 1864Titel: Normale Empfindlichkeit gegenüber akutem Schmerz, aber erhöhte entzündliche Überempfindlichkeit bei Mäusen, denen das Nociceptin-Percursor-Polypeptid oder der Nociceptin-Rezeptor fehlt
Hintergrund: Mechanismen der Schmerzempfindung
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2003

Versuchsbeschreibung: Es werden drei verschiedenen Mäusemutanten, so genannte "Knockout-Mäuse" verwendet. Den Tieren fehlt aufgrund einer gentechnischen Manipulation ein Gen für einen bestimmten Schmerzrezeptor. Diese gentechnisch veränderten sowie "normale" Mäuse werden verschiedenen Schmerztests unterzogen:

Ein Maus wird in eine Plastikröhre gesteckt, so dass nur der Schwanz herausschaut. Auf diesen wird ein Hitzestrahl gerichtet. Es wird die Zeit gemessen, bis die Maus den Schwanz wegzieht.

Beim Formalin-Test wird einer Maus Formalin (reizende Substanz zur Konservierung von Leichen) unter die Haut der linken Hinterpfote gespritzt. Das Verhalten der Maus (Lecken, Beißen, Schütteln der Pfote) wird 60 Minuten lang protokolliert.

Eine andere reizende Substanz, Zymosan A, wird in die Sohle einer Hinterpfote gespritzt. Sie ruft eine sofortige Entzündung des Gewebes hervor. Die Pfote wird mit einer Hitzequelle bestrahlt und die Zeit bis zum Wegziehen der Pfote bestimmt.

Zymosan A wird in eine Fußsohle gespritzt. Dann wird die Sohle 8 Stunden lang in 10 Minuten Intervallen mit einem Heizfaden gereizt. Die Reaktionen werden protokolliert.

Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben.

Bereich: Schmerzforschung

Originaltitel: Normal sensitivity to acute pain, but increased inflammatory hyperalgesia in mice lacking the nociceptin precursor polypeptide or the nociceptin receptor

Autoren: Ulrike B. Depner (1), Rainer K. Reinscheid (2), Hiroshi Takeshima (3), Kay Brune (1), Hanns Ulrich Zeilhofer (1)*

Institute: (1) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, 91054 Erlangen, (2) Department of Pharmacology, University of California, Irvine, USA, (3) Department of Biochemistry, Tohoku University Graduate School of Medicine, Miyagi, Japan

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2003: 17, 2381-2387

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3342



Dokument 1865Titel: Lungenwachstum hervorgerufen durch Einbringen von Perfluorocarbon vor der Geburt in die Lungen von Kaninchenföten
Hintergrund: Behandlung von ungeborenen Kindern mit Zwerchfellbruch.
Tiere: 40 Kaninchen (mehr als 40 Kaninchen (8 Muttertiere und mindestens 32 Föten))
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: Trächtige Kaninchen werden kurz vor der Niederkunft operiert. Bauch und Gebärmutter werden aufgeschnitten. Von den Föten werden jeweils vier für die Versuche ausgewählt. Bei je einem Fötus wird eine Testsubstanz in die Lunge injiziert und bei einem eine wirkungslose Kochsalzlösung. Bei dem dritten Fötus wird keine Manipulation vorgenommen und beim vierten Fötus wird die Luftröhre mit einem Faden zugeschnürt. Die Föten werden in die Gebärmutter zurückverlagert, Gebärmutter und Bauch des Häsin werden zugenäht. 48 Stunden später werden die Kaninchenjungen durch Kaiserschnitt entbunden und anschließend durch Injektion eines Giftes getötet. Ihre Lungen werden untersucht.

Bereich: Neonatologie

Originaltitel: Lung growth induced by prenatal instillation of perfluorocarbon into the fetal rabbit lung

Autoren: Oliver J. Muensterer (1)*, Holger Till (1), Florian Bergmann (1), Verena J. Klis (1), Roman Metzger (1), Jan A. Deprest (2), Georg Simbruner (3)

Institute: (1) Abteilung für Kinderchirurgie, Ludwig-Maximillians-Universität München, Dr. von Hauner Kinderkrankenhaus, 80337 München, (2) Department of Obstetrics and Gynecology, University Hospital Gasthuiesberg, Leuven, Belgien, (3) Abteilung für Neonatologie, Universitäts-Kinderklinik, Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: Pediatric Surgery International 2004: 20, 248-252

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3341



Dokument 1866Titel: Subretinale elektrische Reizung der Augennetzhaut des Kaninchens mit einer Reihe akut implantierter Elektroden
Hintergrund: Versuche mit Augennetzhaut-Prothesen.
Tiere: 5 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen-Mischlinge)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden von Versuchstierzüchter Charles River GmbH, Sulzfeld, bezogen. Unter Narkose werden zwei Elektroden in das Gehirn einoperiert. Die Operation wird nicht näher beschrieben. Eine weitere Elektrode wird unter die Haut der Nase implantiert. Beide Augen werden im Bereich der Lederhaut aufgeschnitten. Eine Folie mit 8 Elektroden wird auf die Netzhaut aufgebracht. Die Kabel der Elektroden führen zu einem Stecker außerhalb des Auges. Über die Elektroden im Auge werden Stromstöße mit verschiedener Intensität verabreicht. Gleichzeitig wird mit Hilfe der Elektroden im Gehirn die Reaktion der Nervenzellen im Gehirn gemessen. Am Ende der Experimente werden die Kaninchen getötet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Subretinal electrical stimulation of the rabbit retina with acutely implanted electrode arrays

Autoren: Florian Gekeler (1)*, Karin Kobuch (2), Hartmuit Normann Schwahn (1), Alfred Stett (3), Kei Shinoda (1), Eberhard Zrenner (1)

Institute: (1) Universitätsaugenklinik, 72076 Tübingen, (2) Universitätsaugenklinik, Regensburg, (3) Naturwissenschaftliches und medizinisches Institut, Reutlingen

Zeitschrift: Graefe's Archive of Clinical Experimental Ophthalmology 2004: 242, 587-596

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3340



Dokument 1867Titel: Immunomodulation von Gewebe-manipulierten Transplantaten: in vivo Knochenbildung bei Methylprednisolon-stimulierten Knorpelzellen
Hintergrund: Transplantate aus Knorpelzellen.
Tiere: 6 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: Den 6 Kaninchen wird ein Stück Knorpel aus einem Ohr herausgeschnitten. Ein Kaninchen wird getötet. Das Knorpelgewebe wird in vitro (" im Reagenzglas") bearbeitet und mit Kapseln versehen. Die Kapseln werden aus dem Gewebe und Blut des getöteten Kaninchens gewonnen. Jedes der 5 Kaninchen erhält nun 14 Transplantate unter die Rückenhaut transplantiert. Diese bestehen aus den eigenen Ohrknorpelzellen mit verschiedenen Kapseln. Ein Teil der Tiere wird mit Kortison behandelt. Nach 6 oder 12 Wochen werden die Kaninchen durch Injektion eines Giftes getötet, die Transplantate werden untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Wiederherstellungsmedizin

Originaltitel: Immunomodulation of tissue-engineered transplants: in vivo bone generation from methylprednisolone-stimulated chondrocytes

Autoren: Andreas Haisch (1)*, Frank Wanjura (1), Cornelia Radke (2), Korinna Leder-Jöhrens (3), Andreas Gröger (1), Michaela Endres (4), Svea Klaering (4), Alexander Loch (4), Miachael Sitinger (4)

Institute: (1) Abteilung für Otorhinolaryngologie, Kopf- und Halschirurgie, Medizinisches Zentrum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin, 12200 Berlin, (2) Abteilung für Pathologie, Charité:, Humboldt-Universität Berlin, (3) Abteilung für Pathologie, Medizinisches Zentrum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin, (4) Interdisziplinäres Tissue Engineering Balor, Abteilung für Rheumatologie, Charité:, Humboldt-Universität Berlin

Zeitschrift: European Archives of Otorhinolaryngology 2004: 261, 216-224

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3339



Dokument 1868Titel: Verhinderung einer Virus-Persitenz und Schutz gegen Immunopathologie nach einer Bornavirus-Infektion des Gehirns durch ein neues rekombinantes Orf-Virus
Hintergrund: Impfung gegen eine Pferdekrankheit.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Zunächst wird ein gentechnisch verändertes, abgeschwächtes Orf-Virus hergestellt. Dieses Virus ist Erreger des Orf oder Lippengrind, einer Hautkrankheit, die bei Schafen und Ziegen vorkommt. Zur Abschwächung des Virus wird es Ratten in das Gehirn injiziert. Die Tiere werden getötet, ihr Gehirn wird zermahlen und weiteren Ratten in das Gehirn injiziert. Dieses wird viermal wiederholt. Aus den Gehirnen der letzten Ratten wird ein Impfstoff hergestellt. Dieser wird anderen Ratten mehrmals in zweiwöchigen Abständen in einen Muskel gespritzt. Kontrolltiere erhalten stattdessen eine unwirksame Substanz. Zwei Wochen nach der letzten Impfung werden die Tiere mit dem Virus der Borna-Krankheit, einer bei Pferden vorkommenden Nervenkrankheit, durch Injektion in das Gehirn infiziert. Die ungeimpften Kontrolltiere zeigen bald schwere Symptome wie Gewichtsverlust, unkoordinierter Gang und Lähmungen. Innerhalb von 21 Tagen liegen alle im Sterben und werden getötet. Auch die anderen Ratten werden getötet.

Die Arbeit wurde durch die Bayer AG, Leverkusen, unterstützt.

Bereich: Impfstoffforschung, Immunologie

Originaltitel: Prevention of virus persistence and protection against immunopathology after Borna disease virus infection of the brain by a novel orf virus recombinant

Autoren: Marco Henkel (1), Oliver Planz (1), Timo Fischer (1), Lothar Stitz (1), Hanns-Joachim Rziha (1)*

Institute: (1) Institut für Immunologie, Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Journal of Virology 2005: 79(1), 314-325

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3338



Dokument 1869Titel: Afferente subkortikale Verbindungen zum Kehlkopfgebiet der motorischen Hirnrinde beim Rhesusaffen
Hintergrund: Areale im Gehirn, die für die Bewegung der Stimmritze zuständig sind.
Tiere: 3 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2005

Versuchsbeschreibung: Die Affen wurden im Deutschen Primatenzentrum gezüchtet und waren bereits in anderen Experimenten eingesetzt worden. Unter Narkose wird der Kopf der Tiere in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Über der linken Schädelhälfte wird die Haut aufgeschnitten. In den Schädelknochen wird ein 15-20 mm großes Loch gebohrt. Stahlelektroden werden in das Gehirn gestochen, über die Stromstöße verabreicht werden. Gleichzeitig wird die Stimmritze im Kehlkopf beobachtet. Die Elektroden werden hin- und hergeschoben, solange bis die Stellen gefunden sind, an der ein Stromstoß eine Bewegung der Stimmritze auslöst. An diese Stelle des Gehirns wird eine Markierungssubstanz injiziert. Das Loch im Schädel und die Kopfhaut werden wieder verschlossen. Die Affen erwachen aus der Narkose. In den folgenden drei Tagen wandert die Markierungssubstanz entlang der Nervenbahnen Am dritten Tag werden die Tiere durch Überdosis eines Barbiturates getötet. Die markierten Nervenstrukturen im Gehirn werden untersucht.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Afferent subcortical connections into the motor cortical larynx area in the rhesus monkey

Autoren: K. Simonyan (1,2)*. U. Jürgens (2)

Institute: (1) Abteilung für Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum, 37077 Göttingen, (2) National Institute of Neurological Disorders and Stroke, National Institute of Health, Bethesda, MD, USA

Zeitschrift: Neuroscience 2005: 130, 119-131

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3337



Dokument 1870Titel: Unterfunktion des Herzmuskels hervorgerufen durch Mangeldurchblutung und/oder Sauerstoffunterversorgung bei collateralisierten und nicht-collateralisierten Herzen
Hintergrund: Messungen am mangeldurchbluteten Herzen. Die Autoren führen Experimente dieser Art seit 20 Jahren durch. Die vorliegende Arbeit ist eine Zusammenfassung mehrerer Experimente.
Tiere: 136 Tiere verschiedener Arten (ca. 82 Hunde (nicht genannte Rasse), 54 Schweine)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Den Hunden und Schweinen wird unter Narkose der linke Brustkorb aufgeschnitten. An den Blutgefäßen des Herzens werden verschiedene Geräte zur Messung des Blutflusses und des Blutdruckes angebracht. Um eine Herzkranzarterie wird eine Schlinge gelegt, die mit einem Motor-getriebenen Gerät zugezogen werden kann. Das Blutgefäß wird mit der Schlinge zu 50% verschlossen. Gleichzeitig werden verschiedene Messungen durchgeführt. In einem anderen Experiment wird eine Sauerstoffunterversorgung des Herzens erreicht, indem statt sauerstoffreichem Blut aus der Hauptschlagader sauerstoffarmes Blut aus der Lungenarterie in die Herzkranzgefäße geleitet wird. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Myocardial hypofunction due to ischemia and/or hypoxia in collateralized and noncollateralized hearts

Autoren: Werner Heimisch (1)*, Hubert Schad (1), Nikolaus Mendler (1)

Institute: Deutsches Herzzentrum München, 80636 München

Zeitschrift: Cardiovascular Engineering 2001: 1(2), 93-99

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3336



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