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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1191Titel: Durch Kälte hervorgerufene Veränderungen des Adenosingehalts bei Aalmuttern (Zoarces viviparus): Eine Rolle bei der Modulation der Expression der Cytochrom-C-Oxigenase
Hintergrund: Einfluss von Kälte auf molekulare Veränderungen in den Zellen von Fischen.
Tiere: Fische (Anzahl unbekannt)(Aalmuttern (zu den Dorschen gehörende Fischart))
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Aalmuttern, eine zu den Dorschen gehörende Fischart, werden in der Nordsee nahe Helgoland gefangen. Für die Versuche werden ihre Nachkommen verwendet, die im Alfred Wegener Institut zur Welt gekommen sind. Die Fische werden bei 11 C gehalten und dann plötzlich in 4 C kaltes Wasser gesetzt. Ein oder drei Tage später werden sie getötet. Andere Fische werden über einen Zeitraum von zwei Monaten entweder bei 11 C oder bei 4 C gehalten, bevor sie getötet werden. Die Tötung erfolgt unter Betäubung mittels Durchtrennung der Wirbelsäule. Blut- und Leberproben werden für die weiteren Untersuchungen genommen.

Bereich: Biologie, Tierphysiologie

Originaltitel: Cold induced changes of adenosine levels in common eelpout (Zoarces viviparous): a role in modulating cytochrome c oxidase expression

Autoren: L.G. Eckerle, M. Lucassen*, T. Hirse, H.O. Pörtner

Institute: Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung, Physiologie der Meerestiere, Am Handelshafen 12, 27570 Bremerhaven

Zeitschrift: The Journal of Experimental Biology 2008, 211: 1262-1269

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4020



Dokument 1192Titel: Eine Nervenantwort hervorgerufen durch Schritte der Vorderbeine löst eine Aktivität des zentralen Pattern Generators des kaudalen Segments im Laufsystem der Stabheuschrecke aus
Hintergrund: Wie koordiniert eine Stabheuschrecke ihre sechs Beine?
Tiere: Wirbellose (Anzahl unbekannt)(Indische Stabheuschrecken)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Stabheuschrecken stammen aus einer institutseigenen Zucht der Universität Köln. Zunächst werden bei den Tieren 4 oder 5 Beine amputiert, so dass nur noch ein Vorderbein oder ein Vorderbein und ein mittleres oder hinteres Bein der anderen Körperseite übrig ist. Die Stabheuschecke wird dann mit Zahnzement auf eine Schaumstoffunterlage geklebt. Der Brustpanzer des lebenden, unbetäubten Tieres wird aufgeschnitten und der Darm zur Seite geschoben, um an die darunter liegenden Ganglien (Nervenknoten der Insekten) zu kommen. Alle Nerven, die von dem Ganglion abgehen, an dem die Messungen vorgenommen werden sollen, werden abgeschnitten oder zerquetscht. In das ausgewählte Ganglion wird eine Elektrode zur Messung von Nervenströmen gestochen. Das einzelne oder die beiden verbleibenden Beine des Tieres werden jeweils in ein Laufrad gesetzt. Mit einem Pinsel wird der Hinterleib des Insekts stimuliert, um es zum Laufen zu bringen. Das Tier bewegt die Beine im Laufrad während gleichzeitig Nervenströme der Ganglien gemessen werden. Das weitere Schicksal der Stabheuschrecken wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem National Institute of Mental Health unterstützt.

Bereich: Neurobiologie

Originaltitel: Sensory feedback induced by front-leg stepping entrains the activity of central pattern generators in caudal segments of the stick insect walking system

Autoren: Anke Borgmann (1)*, Scott L. Hooper (1,2), Ansgar Büschges (1)

Institute: (1)Tierphysiologie, Zoologisches Institut, Universität zu Köln, Weyertal 119, 50923 Köln, (2) Department of Biological Sciences, Ohio University, Athens, Ohio, USA

Zeitschrift: The Jouranl of Neuroscience 2009: 29(9), 2972-2983

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4019



Dokument 1193Titel: Wirkung von Alkohol im Kindes- und Jugendalter auf verschiedene Aspekte des Verhaltens und der Gehirnanatomie bei erwachsenen Ratten
Hintergrund: Alkohol ist nicht gut für Kinder und Jugendliche. Diese These wird in dieser Arbeit in Experimenten an Ratten bestätigt, denen Alkohol im Kindes- oder Jugendalter in die Bauchhöhle injiziert wurde. Die Autoren kündigen weitere Studien an, bei denen Alkohol mit anderen Drogen kombiniert werden soll.
Tiere: 82 Ratten (mehr als)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Männliche und weibliche Wistar-Ratten werden von Versuchstierzüchter Harlan Winkelmann, Borchen, bezogen. Mit den Tieren wird im eigenen Institut gezüchtet. Jeder Wurf wird unmittelbar nach der Geburt auf je 8 Junge, möglichst nur männliche Tiere, reduziert. Das heißt, alle "überschüssigen" sowie weiblichen Rattenbabys werden getötet. Die Rattenjungen werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Am 7. Lebenstag werden einige Rattenjunge durch Kälte betäubt, in dem sie 5-10 Minuten lang auf Eis gelegt werden. Sie erhalten eine 20% Ethanol (Alkohol)-Lösung in die Bauchhöhle injiziert. Zwei Stunden später wird die Injektion wiederholt. Andere Ratten werden in ihrer Jugendzeit, zwischen dem 40-65 Lebenstag 20mal mit Alkohol injiziert: Innerhalb der 25 Tage erhalten sie entweder pro Tag keine, eine oder zwei Injektionen Alkohol in die Bauchhöhle. Die Injektionen erfolgen unregelmäßig, um die unregelmäßige Alkoholeinnahme von Menschen zu simulieren. Bei weiteren Ratten werden die Alkohol-Gaben während der Kindes- und Jugendzeit kombiniert. Immer werden auch einige Tiere als Vergleich mit einer Kochsalzlösung oder gar nicht behandelt.

Im Erwachsenenalter von mindestens 75 Lebenstagen erfolgen für alle Ratten diverse Verhaltensexperimente. Die Tiere werden dafür mit restriktiver Fütterung auf 85% ihres Normalgewichtes gehalten.

1. Auf einer offenen Plattform ("offenes Feld") werden die Bewegungsaktivitäten mit Hilfe von Lichtschranken registriert.

2. In einer Kammer lernen die Ratten, dass einem lauten Ton einer etwas leiserer vorausgeht. Die Töne werden in unterschiedlicher Reihenfolge abgespielt. Mit Hilfe eines Bewegungsmelders wird registriert, inwieweit sich die Ratten eine Schreckreaktion zeigen, wenn nur der leise Ton ertönt.

3. Die Ratten müssen lernen, einen Hebel zu drücken, um ein Futterpellet zu bekommen, wobei der Hebel jedes Mal häufiger gedrückt werden muss, damit sich die Futterklappe öffnet: 1, 2, 3, 4, 5, usw. Mal.

4. Das Gedächtnis der Ratten wird untersucht, indem ein fremdes Objekt (Flaschendeckel) in den Käfig gelegt wird. Zwei Stunden später wird das gleiche oder ein anderes Objekt in den Käfig gelegt. Es wird beobachtet, ob sich die Ratten neugierig dafür interessieren.

5. In einem kreuzförmig angeordneten Labyrinth mit vier Armen wird das Angstverhalten ermittelt. Zwei Arme sind geschlossen, zwei oben offen. Es wird beobachtet, ob sich die Ratte neugierig in die offenen oder lieber ängstlich in die schützenden Arme begibt.

Am Ende der Experimente werden alle Ratten unter Narkose durch Injektion von Chloralhydrat getötet. Ihre Gehirne werden zur Untersuchung in dünne Scheiben geschnitten.

Bereich: Alkoholforschung, Neuropsychopharmakologie

Originaltitel: Effects of neonatal and peripubertal ethanol treatment on various aspects of adult rat behavior and brain anatomy

Autoren: Stephan Röskam*, Michael Koch

Institute: Institut für Neuropharmakologie, Hirnforschungs-Institut, Universität Bremen, 28334 Bremen

Zeitschrift: International Journal of Developmental Neuroscience 2009: 27, 249-256

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4018



Dokument 1194Titel: Die Wirkung des rekombinaten humanen Wachstums-/Differenzierungsfaktors-5 (RhGDF-5) auf die Knochenheilung von geschädigtem Knochen um Titan-Zahnimplantate: Eine Pilotstudie im Unterkiefer von Beagle-Hunden
Hintergrund: Vergleich von Zahnimplantaten mit verschiedenen Beschichtungen bei Beagle-Hunden.
Tiere: 5 Hunde (Beagle-Hunde)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden im Auftrag der LMU Würzburg von der Firma Biomatech, Chasse-sur-Rhone, Frankreich, durchgeführt. Bei den weiblichen, 4-6 Jahre alten Beagle-Hunden werden unter Narkose 10 Backenzähne aus dem Unterkiefer gezogen. Zwei Monate später erfolgt eine zweite Operation. Die Mundschleimhaut wird auf der ganzen Länge zwischen den verbleibenden Zähnen bis zum Knochen aufgeschnitten und nach innen und außen geklappt. Im Abstand von einem Zentimeter werden auf jeder Seite drei Löcher in den Knochen gebohrt. In die Löcher werden unterschiedlich beschichtete Zahnimplantate geschraubt. Jeder Hund erhält sechs Zahnimplantate. Die Schleimhaut wird um die Implantate vernäht. Zwei Monate später werden die Hunde durch Ausbluten getötet.

Die Studie wurde durch die Firma Scil Technology, Martinsried, unterstützt.

Bereich: Implantologie, Zahnmedizin

Originaltitel: The effects of recombinant human growth/differentiation factor-5 (RhGDF-5) on bone regeneration around titanium dental implants in barrier membrane-protected defects: A pilot study in the mandible of beagle dogs

Autoren: Dietmar Weng (1)*, Sylke Poehling (2), Susanne Pippig (3), Matthias Bell (1), Ernst-Jürgen Richter (1), Otto Zuhr (2), Markus B. Hürzeler (4)

Institute: (1) Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, (2) Private Praxis, Wolpertshausen, (3) Scil Technology, Martinsried, (4) Abteilung für operative Zahnmedizin, Zahnmedizinische Fakultät, Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg

Zeitschrift: The International Journal of Oral & Maxillofacial Implants 2009: 24: 31-37

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4017



Dokument 1195Titel: Auswirkung von polyklonalen Anti-Thymozyten-Globulinen auf die Expression von Anheftungs- und Entzündungsmolekülen nach Schädigung durch Mangeldurchblutung-Wiederdurchblutung
Hintergrund: Tests zur Verringerung der Gewebsschäden bei Transplantationen.
Tiere: 19 Affen (Javaneraffen (Langschwanzmakaken))
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Herkunft der Affen wird nicht genannt. Unter Narkose werden Katheter in die Hauptvenen beider Arme und Beine gelegt. Dann werden beide Arme und beide Beine körpernah abgebunden, so dass kein Blut aus dem Körper mehr in die Extremitäten fließen kann. Dann wird über die Katheter das gesamte Blut aus den Gliedmaßen abgesaugt. Nach 60 Minuten wird menschliches Blut in die Venen der Affengliedmaßen infundiert. Das Blut wurde zuvor mit einem von drei verschiedenen Eiweißstoffen versetzt. Die Eiweißstoffe (Globuline) werden zur Verminderung von Abstoßungsreaktionen bei Transplantationen eingesetzt. Die Affen erhalten Blut entweder mit einem der drei Teststoffe versetzt oder unbehandeltes Blut. Aus der Muskulatur der Arme und Beine werden mehrere Gewebeproben genommen. Dann werden die Affen getötet.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: Impact of polyclonal anti-thymocyte globulins on the expression of adhesion and inflammation molecules after ischemia-reperfusion injury

Autoren: Andres Beiras-Fernandez (1,2)*, Daniel Chappell (1,3), Claus Hammer (1), A. Beiras (4), B. Reichart (2), Eckart Thein (1)

Institute: (1) Institut für Chirurgische Forschung, Ludwig-Maximilians-Universität München, Marchioninistr. 27, 81377 München, (2) Abteilung für Herzchirurgie, Ludwig-Maximilians-Universität München, (3) Abteilung für Anästhesiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, (4) Department of Morphological Science, University of Santiago de Compostela, Spanien

Zeitschrift: Transplant Immunology 2009: 20, 224-228

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4016



Dokument 1196Titel: Wirkung von polyklonalen anti-Thymozyten-Globulinen auf die Schädigung durch Mangeldurchblutung-Wiederdurchblutung bei einem nicht-menschlichem Primatenmodell
Hintergrund: Tests zur Verringerung der Gewebsschäden bei Transplantationen.
Tiere: 19 Affen (Javaneraffen (Langschwanzmakaken))
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Affen stammen aus dem Deutschen Primatenzentrum Göttingen bzw. dem GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, und werden zwei Tage im Institut für Chirurgische Forschung der LMU München gehalten. Für die Versuche werden die Affen anästhesiert. Katheter werden in die Hauptvenen beider Arme und Beine gelegt. Dann werden beide Arme und beide Beine körpernah abgebunden, so dass kein Blut aus dem Körper mehr in die Extremitäten fließen kann. Dann wird über die Katheter das gesamte Blut aus den Gliedmaßen abgesaugt. Nach 60 Minuten wird Blut von 19 menschlichen Freiwilligen in die Venen der Affengliedmaßen infundiert, das zuvor mit einem von drei verschiedenen Eiweißstoffen versetzt wurde. Die Eiweißstoffe (Globuline) werden zur Verminderung von Abstoßungsreaktionen bei Transplantationen eingesetzt. Die Affen erhalten Blut entweder mit einem der drei Teststoffe versetzt oder unbehandeltes Blut. Innerhalb der nächsten Stunden werden mehrere Blutproben aus den Extremitäten genommen. Schließlich werden die Affen getötet.

Die Arbeit wurde durch Fresenius-Biotech und Biotest AG, European Society of Organ Transplantation (ESOT) sowie ein Novartis-Stipendium unterstützt.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: Influence of polyclonal anti-thymocyte globulins upon ischemia-reperfusion injury in a non-human primate model

Autoren: Andres Beiras-Fernandez (1,2)*, Daniel Chappell (1), Claus Hammer (1), Eckart Thein (1)

Institute: (1) Institut für Chirurgische Forschung, Ludwig-Maximilians-Universität München, Marchioninistr. 27, 81377 München, (2) Abteilung für Herzchirurgie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zeitschrift: Transplant Immunology 2006: 15, 273-279

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4015



Dokument 1197Titel: Unterschiede der Handhabung der Ca 2+ Eigenschaften bei indentifizierten Riechneuronen des Antennenlappens
Hintergrund: Zum Verständnis der Informationsweiterleitung im Insektengehirn.
Tiere: Wirbellose (Anzahl unbekannt)(Amerikanische Schaben)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Amerikanischen Schaben werden in dem Institut gezüchtet. Die Tiere werden mit CO2 oder durch Abkühlen auf 4C betäubt. Der Kopf wird in eine Röhre gesteckt und mit Zahnwachs fixiert. Die Kopfkapsel wird geöffnet und der Antennenlappen des Gehirns entfernt. Bei anderen Schaben wird das ganze Gehirn zusammen mit den Antennen herausgeschnitten. Die eigentlichen Versuche erfolgen an den Nervenzellen des Schabengehirns.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt.

Bereich: Molekularbiologie, Neurobiologie

Originaltitel: Differences of Ca 2+ handling properties in identifies central olfactory neurons of the antennal lobe

Autoren: Andreas Pippow (1), Andreas Husch (1), Christophe Pouzat (2), Peter Kloppenburg (1)*

Institute: (1) Institut für Zoologie und Physiologie, Center for Molecular Medicine Cologne (CMMC) und Cologne Excellence Cluster in Aging Associated Diseases (CECAD), Universität Köln, Weyertal 119, 50931 Köln, (2) Laboratoire de Physiologie Cerebrale, l’Universite Paris, Frankreich

Zeitschrift: Cell Calcium 2009: 46, 87-98

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4014



Dokument 1198Titel: Zellvermittelte Immunreaktion bei Regenbogenforellen nach DNA-Immunisierung gegen das Virus der Viralen Hämorrhagischen Setpikämie
Hintergrund: Untersuchungen zum Verständnis des Immunsystems von Regenbogenforellen.
Tiere: 176 Fische (mindestens 176 Regenbogenforellen)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Regenbogenforellen sind weibliche Klone, die in Japan "hergestellt" wurden. Die Fische werden im Durchschnitt ein Jahr für Versuche verwendet. Die Fische werden in Gruppen zu 30 Tieren gehalten. Die Tiere werden durch ein Narkosemittel im Wasser betäubt. Ihnen werden Teile der DNA (Erbinformation) des Virus einer Fischkrankheit in die Rückenmuskulatur injiziert. Diese Impfung wird dreimal im Abstand von drei Wochen wiederholt. Sieben Tage nach der letzten Injektion wird eine Blutprobe aus einer Vene entnommen. Es werden mehrere Versuche dieser Art über einen Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt.

In einem zweiten Experiment werden "Spender" und "Empfänger" mit Virusstücken geimpft. Nach 21 Tagen werden die "Spender"-Fische getötet, um eine Gewebeprobe der Injektionsstelle zu entnehmen. Daraus werden weiße Blutkörperchen isoliert, die den "Empfänger"-Fischen injiziert werden. Zwischen ein und vier Tagen später werden auch die "Empfänger" getötet.

Bei einem dritten Versuch wird die Virus-DNA mit schwarzer Tinte gemischt und in die Muskulatur von Fischen injiziert. 22 Tage später werden die Tiere getötet, und das Muskelgewebe der Injektionsstelle wird in dünne Scheiben geschnitten.

Bereich: Immunologie, Biologie

Originaltitel: Cell-mediated immune response in rainbow trout after DNA immunization against the viral hemorrhagic septicemia virus

Autoren: Katrin Utke (1), Holger Kock (1), Heike Schuetze (1), Sven M. Bergmann (1), Niels Lorenzen (2), Katja Einer-Jensen (2), Bernd Köllner (1), Roy A. Dalmo (3), Tomas Vesely (4), Mitsuru Ototake (5), Uwe Fischer (1)*

Institute: (1) Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, 17493 Greifswald – Insel Riems, (2) Danish Institute für Food and Veterinary Research, Aarhus, Dänemark, (3) Department of Marine Biotechnology, Norwegian College of Fishery Science, University of Tromsö, Tromsö, Norwegen, (4) Veterinary Research Institut, Brno, Tschechische Republik, (5) Inland Station, National Research Institute of Aquaculture, Tamaki, Japan

Zeitschrift: Developmental and Comparative Immunology 2008: 32, 329-252

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4013



Dokument 1199Titel: Erhalt des Hör-Kurzzeitgedächtnisses für Signaltöne bei einem Singvogel
Hintergrund: Wie merken sich Stare Tonfrequenzen?
Tiere: 5 Sonstige Vögel (Stare)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Stare (3 weibliche und 2 männliche) werden wild gefangen. Sie sind zwischen 6 und 10 Jahre alt. Zwei der Tiere wurden schon für ein früheres Experiment verwendet. Die Stare werden einzeln in 80x40x40 cm großen Käfigen gehalten und mit kommerziellen Entenfutterpellets gefüttert. Für einen Versuch wird ein Star in die Experimentierkammer gesetzt. Zunächst muss der Vogel zweimal mit dem Schnabel auf eine Taste drücken, um zu signalisieren, dass er bereit ist. Dann wird 1 bis 6mal ein Ton mit unterschiedlichen Abständen vorgespielt. Anschließend folgt der Testton, der entweder die gleiche Frequenz hat, wie die vorangegangenen oder eine andere. Der Star muss, wenn es sich um eine andere Tonhöhe handelt, innerhalb von 3 Sekunden mit dem Schnabel eine Taste drücken. Macht er es richtig, öffnet sich eine Klappe, in der ein Mehlwurmstück als Belohnung liegt. Drückt der Star die Taste, obwohl der Ton die gleiche Frequenz wie die vorhergehenden hatte, geht das Licht im Käfig aus und es gibt keine Belohnung. Die Experimente erstrecken sich über mehrere Wochen. Das weitere Schicksal der Stare wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Verhaltensbiologie

Originaltitel: Auditory short-term memory persinstence for tonal signals in a songbird

Autoren: Melanie A. Zokoll, Georg M. Klump, Ulrike Langemann*

Institute: Arbeitsgruppe Zoophysiologie und Verhaltens, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Carl-von-Ossietzky-Universität, 26111 Oldenburg

Zeitschrift: Journal of Acoustical Society of America 2007: 121(5), 2842-2851

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4012



Dokument 1200Titel: Hochregulation der miRNA hsa-miR-342-3p bei experimenteller und idiopathischer Prionenerkrankung
Hintergrund: Untersuchung der Regulationsmechanismen zum Erhalt von Nervenzellen an Primaten mit experimentell hervorgerufener BSE.
Tiere: 11 Affen (Langschwanzmakaken (Javaneraffen))
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Im Rahmen einer Europäischen Studie zur Untersuchung des Infektionsrisikos von Prionenerkrankungen werden sechs Primaten mit BSE infiziert, indem Hirngewebe von infizierten Rindern in das Gehirn der Tiere injiziert wird. Die Affen werden bis zum Ausbruch der Krankheit beobachtet. Die kranken Primaten werden erst getötet, wenn sie drei der folgenden Symptome aufweisen: Verlust der Hand-Augen-Koordination, Dehydrierung (Austrocknung), Muskelzuckungen, Apathie. Zum Vergleich werden auch fünf gesunde Primaten getötet. Im entnommenen Gehirngewebe werden mittels molekularbiologischer Methoden bestimmte regulatorische Bausteine auf Ihre Bedeutung für den Erhalt von Nervenzellen untersucht. Zum Vergleich erfolgen analoge Analysen an Gehirnbiopsien von zwei verstorbenen Creutzfeld-Jakob-Patienten.

Die Studie wurde von der Europäischen Union gefördert.

Bereich: BSE-Forschung, Infektionsforschung

Originaltitel: Upregulation of miRNA hsa-miR-342-3p in experimental and idiopathic prion disease

Autoren: Judith Montag (1), Reiner Hitt (2), Lennart Opitz (2), Walter J. Schulz-Schaeffer (3), Gerhard Hunsmann (4), Dirk Motzkus* (5)

Institute: (1) Abteilung für Infektionsbiologie, Deutsches Primatenzentrum, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Zentrum für Biochemie und Molekulare Zellbiologie 3, DNA Microarray Facility, Göttingen, (3) Abteilung für Demenz und Prionenforschung, Institut für Neuropathologie, Universität Göttingen, Göttingen, (4) Abteilung für Virologie und Immunologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (5) Abteilung für Infektionsmodelle, Deutsches Primatenzentrum, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen

Zeitschrift: Molecular Neurodegeneration 2009: 4; 36; DOI: 10.1186/1750-1326-4-36

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4011



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