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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4821Titel: Peptide aus dem Gehirn reduzieren bei der Ratte die Größe des Hirninfarkts und den Verlust der Immunreaktivität von MAP2 nach fokaler Minderdurchblutung
Hintergrund: Untersuchung der Hirnschädigung nach Minderdurchblutung
Tiere: 18 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert, neuromuskulär gelähmt und durch einen Schnitt in die Luftröhre künstlich beatmet. Um Medikamente verabreichen und den arteriellen Blutdruck messen zu können, wird ein Katheter in eine Leistenarterie gelegt. Dann werden die Tiere in einem stereotaktischen Rahmen fixiert und ein Loch (2 mm) in die Schädeldecke gebohrt. Ein Lasermeßinstrument wird auf die Oberfläche der freigelegten Hirnhaut plaziert. Mit einem Nadelthermometer, das in den hinteren Teil des Gehirns gestochen wird, wird die Temperatur gemessen. Alle Instrumente werden mit Zahnzement am Schädel befestigt. Nun werden verschiedene Halsarterien freigelegt und zeitweise mit Mikroclips (Zwingen) verschlossen. Testsubstanzen werden unter die Haut gespritzt. Am Ende des Experiments werden die Ratten noch in Anästhesie durch eine Gift-Infusion getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Hirnforschung, Pathophysiologie, Schlaganfallforschung

Originaltitel: Brain-derived peptides reduce the size of cerebral infarction and loss of MAP2 immunoreactivity after focal ischemia in rats

Autoren: M.Schwab (1)* , I.Antonow-Schlorke (1) , U.Zwiener (1) , R.Bauer (1)

Institute: (1)* Institut für Pathophysiologie, Friedrich Schiller Universität Jena, 07740 Jena

Zeitschrift: Journal of Neural Transmission 1998: 53, 299-311

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 226



Dokument 4822Titel: Die Aktivität der 5'-Iodothyronin-Deiodinase Typ II ist gegenüber Streß extrem empfindlich
Hintergrund: Untersuchung der Auswirkungen von Streß auf Schilddrüsenhormone und Enzymaktivitäten
Tiere: 144 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Gruppen von je 12 Ratten wird in unterschiedlicher Form Streß zugefügt. Der Streß besteht in Verabreichung einer Injektion in den Bauchraum, Gabe einer Salzlösung durch eine Magensonde, grobes Anfassen und Herausnehmen der Ratten aus ihren Käfigen, erzwungenes Laufen in einer sich langsam drehenden Trommel über 10 Stunden oder in vierundzwanzigstündigem Schlafentzug. Im Anschluß daran werden die Ratten ohne Betäubung enthauptet und Hirnproben entnommen.

Bereich: Neurochemie, Hormonforschung, Stressforschung

Originaltitel: Rat brain type II 5'- iodothyronine deiodinase activity is extremely sensitive to stress

Autoren: Andreas Baumgartner (1)* , Luis Hiedra (1) , Graziano Pinna (1) , Murat Eravci (1) , Hans Prengel (1) , Harald Meinhold (1)

Institute: (1)* Abteilung für Radiologische Diagnostik und Nuklearmedizin, Klinikum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin, 12200 Berlin

Zeitschrift: Journal of Neurochemistry 1998: 71, 817-826

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 225



Dokument 4823Titel: Entdeckung von dysplastischen Läsionen durch Fluoreszenz in einem Kolitismodell bei der Ratte nach vorhergegangener Photosensibilisierung mit 5-Aminolävulinsäure
Hintergrund: Untersuchung zur Identifizierung von Darmläsionen mit dem bloßen Auge
Tiere: 80 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten wird durch Verabreichung von Dextransulfat mit dem Trinkwasser über längere Zeiträume (10 - 70 Tage) eine Entzündung des Dickdarms hervorgerufen. Nach sieben verabreichungsfreien Tagen werden den Tieren unterschiedliche Dosen von 5-Aminolävulinsäure intravenös gespritzt. 1-4 Stunden später werden die Ratten auf nicht näher beschriebene Art und Weise getötet, der Dickdarm herausgeschnitten und untersucht.

Bereich: Pathologie, Innere Medizin

Originaltitel: Detection of dysplastic lesions by fluorescence in a model of colitis in rats after previous photosensitization with 5-Aminolaevulinic acid

Autoren: H.Messmann (1)* , F.Kullmann (1) , T.Wild (1) , R.Knüchel-Clark (2) , J.Rüschoff (2) , V.Gross (1) , J.Schölmerich (1) , A.Holstege (1)

Institute: (1)* Abteilung für Innere Medizin I, Universität Regensburg, 93042 Regensburg, und (2) Abteilung für Pathologie, Universität Regensburg

Zeitschrift: Endoscopy 1998: 30: 333-338

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 224



Dokument 4824Titel: Langzeitentwicklung von exzitotoxischer corticaler Dysgenesie, hervorgerufen im sich entwickelnden Gehirn der Ratte
Hintergrund: Untersuchung der Hirnstrukturen nach Schädigung des Gehirns
Tiere: 188 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten werden sofort nach Geburt unter ätherbetäubung verschiedene Dosen einer die Hirnentwicklung störenden Substanz (Ibotenat) zweimal direkt ins Gehirn gespritzt. Kontrolltiere erhalten eine neutrale Lösung. Je nach verabreichter Menge verenden die Tiere innerhalb weniger Tage. Nach unterschiedlich langen Zeiträumen (5, 15, 50 oder 70 Tage) werden die überlebenden Ratten mit äther narkotisiert und auf nicht näher beschriebene Art und Weise umgebracht ("Sacrifice"). Die Gehirne werden entnommen und untersucht.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Long-term evolution of excitotoxic cortical dysgenesis induced in the developing rat brain

Autoren: Christoph Redecker (1) , Georg Hagemann (2) , Otto W.Witte (1)* , Sté:phane Marret (2) , Philippe Evrard (2) , Pierre Gresens (2)

Institute: 1* Neurologische Klinik, Heinrich-Heine-Universität, 40225 Düsseldorf, und Abteilung für Neuropädiatrie und INERM CRI 97-01, Hopital Robert-Depré: und Fakultät X, Paris, Frankreich

Zeitschrift: Developmental Brain Research 1998: 109, 109-113

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 223



Dokument 4825Titel: Alters- und Stimulusabhängige Veränderungen des angstbezogenen Verhaltens bei Mäusen mit GR-Dysfunktion
Hintergrund: Untersuchung des Verhaltens von Mäusen mit einem Hormonrezeptordefekt
Tiere: 60 Mäuse (circa)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Für diese Eperimente wurden transgene Mäuse mit einem Hormonrezeptordefekt gezüchtet. Tiere verschiedenen Alters (5,13 und 36 Wochen) und gesunde Kontrolltiere werden in die Mitte einer kreuzförmige Plastikbox mit je zwei offenen und geschlossenen Armen gesetzt. Das Verhalten der Mäuse bezüglich der Erkundung der offenen Arme wird untersucht. In einem weiteren Versuch wird das ängstliche Verhalten und die Bewegungsaktivität der Mäuse in einer 20 x 20 cm großen Box mit einer Videokamera aufgezeichnet. Die Mäuse werden genau in die Mitte der Box gesetzt und die Zeit, die sie dort verbringen, bzw. die Strecke, die sie innerhalb von 10 Minuten zurücklegen, gemessen. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Neurologie, Psychatrie

Originaltitel: Age- and stimulus-dependent changes in anxiety-related behaviour of transgenic mice with GR dysfunction

Autoren: Andreas Ströhle (1)* , Markus Poettig (1) , Nicholas Barden (2) , Florian Holsboer (1) , Alexandra Montkowski (1)

Institute: (1)* Max Planck Institut für Psychatrie, 80804 München, und (2) Molecular Psychogenetics Laboratory, CHUL Research Center, Abteilung für Physiologie, Universität Laval, Sainte Foy, Quebec, Canada

Zeitschrift: NeuroReport 1998: 9, 2099-2102

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 222



Dokument 4826Titel: Effekte des rSP-c Surfactants auf die Oxygenierung und Histologie bei der Lungenlavage bei der Ratte als Model der akuten Lungenverletzung
Hintergrund: Untersuchung von Lungenschäden
Tiere: 251 Ratten (männlich)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert, neuromuskulär gelähmt und durch einen Schnitt in die Luftröhre künstlich beatmet. Mit einer Salzlösung wird 6-8 mal eine Lungenlavage (Spülung) vorgenommen. Eine Stunde später werden unterschiedliche Arten von Surfactant (Substanz, die die Oberflächenspannung der Lungenzellen verringert) durch die Luftröhre verabreicht. Unbehandelte Kontrolltiere erhalten stattdessen Luft. Dann werden die Ratten auf nicht näher beschriebene Art und Weise getötet und die Lungen untersucht.

Bereich: Pathologie, Pharmakologie

Originaltitel: Effects of rSP-c surfactant on oxygenation and histology in a rat-lung-lavage model of acute lung injury

Autoren: Dietrich Häfner (1)* , Paul-Georg Germann (1) , Dieter Hauschke (1)

Institute: (1)* Abteilung für Respiratorische Pharmakologie und Biometrie, und Institut für Pathologie und Toxikologie, Byk Gulden, 78403 Konstanz

Zeitschrift: American Journal of Respiration and Critical Care Medicine: 1998: 158, 270-278

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 221



Dokument 4827Titel: Erleichterung des Lernens nach Läsionen der Region des tuberomammillären Nucleus bei erwachsenen und alten Ratten
Hintergrund: Untersuchungen der Auswirkungen einer Beschädigung eines bestimmten Gehirnareals auf die Lernfähigkeit
Tiere: 88 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Für diese Studie wurden Ratten im Alter von 3 Monaten ("erwachsen") und von 28-31 Monaten ("alt") verwendet. Unter Betäubung werden durch eine in das Gehirn eingestochene stromführende Stahlelektrode elektrolytische Verletzungen bestimmter Hirnbereiche hervorgerufen. Anderen Ratten werden Verletzungen des Gehirns durch Injektion einer bestimmten Substanz zugefügt. Bei allen Versuchen dienen Ratten ohne Gehirnschädigung als Kontrolltiere. Ein bzw. zwei Wochen nach der Operation wird das Verhalten der Ratten untersucht. Dazu werden die Tiere in eine 60x60x40 cm große Kammer gesetzt. Durch eine Videokammer wird ihr Verhalten aufgezeichnet und die Strecke, die die Tiere zurücklegen, sowie die Versuche, an den Wänden hochzuklettern, untersucht. In einem weiteren Versuch werden die Ratten in eine 50x18x21 cm große Box gesetzt, die durch eine Falltür (guillotine door) von einem sogenannten schwarzen Schockabteil (black shock compartment) getrennt ist. Wenn die Tiere mit allen vier Pfoten in diesen Bereich gelangen, wird die Falltür heruntergelassen und über das metallene Bodengitter ein Elektroschock (2 mA für 1 Sekunde) ausgelöst, dem die Tiere nicht entkommen können. Nach 24 Stunden und nach 8 Tagen werden die Versuche wiederholt. Ein weiteres Experiment besteht aus einem T-förmigen mit Wasser gefüllten Irrgarten. Die Ratten müssen versuchen, eine Rettungsleiter am Ende eines Arms des Irrgartens zu erreichen. Die Anzahl der Fehlversuche wird beobachtet und das Experiment 7 Tage später wiederholt. ähnliche Versuche werden in einem runden Wassertank mit und ohne Rettungsplattform durchgeführt, deren Position in dem Wasserbecken verändert wird. Eine Woche später werden die Ratten mit der Nase nach unten auf eine um 30° geneigte Plattform plaziert. Die Zeit, bis die Tiere sich um 90° bzw. um 180° drehen, wird gemessen. Ferner werden die Ratten auf eine schmale Holzbrücke gesetzt und die Zeit bis zum Verlust der Balance beobachtet. Am Ende aller Experimente werden die Ratten betäubt und mit einer giftigen Substanz durchströmt. Das Gehirn wird entnommen und untersucht.

Bereich: Psychatrie, Neurologie

Originaltitel: Facilitation of learning after lesions of the tuberomammillary nucleus region in adult and aged rats

Autoren: C.Frisch (1) , R.U.Hasenöhrl (1)* , H.L.Haas (2) , H.T.Weiler (2) , H.W.M.Steinbusch (3) , J.P.Huston (1)

Institute: (1) Institut für Physiologische Psychologie und Zentrum für Biologische und Medizinische Forschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 40225 Düsseldorf, (2) Institut für Neurophysiologie und Zentrum für Biologische und Medizinische Forschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und (3) Abteilung für Psychatrie und Neuropsychatrie, Universität Limburg, Niederlande

Zeitschrift: Experimental Brain Research 1998: 118, 447-456

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 220



Dokument 4828Titel: Defizite bei vertikalen und drehenden Augenbewegungen nach einseitiger und beidseitiger Inaktivierung des Nucleus Cajal durch Muscimol beim wachen Affen
Hintergrund: Untersuchung der Störung von bestimmten Augenbewegungen
Tiere: 4 Affen (Makaken)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Affen wird unter Anästhesie eine Stahlkammer über einem Loch in der Schädeldecke montiert. Bolzen werden am Schädel befestigt, um den Kopf im Experiment unbeweglich fixieren zu können. Zur Messung der Augenbewegungen der Tiere werden Meßspulen aus mit Teflon isoliertem Stahldraht am Auge implantiert: Vier Meßspulen direkt am Augapfel, eine an der Hornhaut und eine an einem Augenmuskel. Während der Experimente sitzen die Affen aufrecht und wach im Primatenstuhl. Die spontanen Augenbewegungen der Affen werden im Dunkeln und im Hellen vor und nach Injektion der Testsubstanz Muskimol ins Gehirn gemessen. Dann werden die Tiere durch einen in drei Achsen drehbaren Primatenstuhl in unterschiedliche Richtungen gekippt (Drehbewegung 80 Grad/Sekunde). Dabei treten Nystagmus (unfreiwillige, ruckartige Hin- und Herbewegungen der Augen) und Sakkaden (ruckartige, unterbrochene Bewegungen der Augen) auf. Die jeweiligen Testperioden dauern bis zu 90 Minuten. Am Ende werden im Gehirn durch Strom kleine elektrolytische Verletzungen erzeugt oder eine radioaktive Markersubstanz injiziert. Die Affen werden betäubt, mit dem Gift Formalin durchströmt und dadurch getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Bereich: Neurologie, Hirnforschung

Originaltitel: Deficits in vertical and torsional eye movements after uni- and bilateral muscimol inactivation of the interstitial nucleus of cajal of the alert monkey

Autoren: C.Helmchen (1)* , H.Rambold (1) , L.Fuhry (1) , U.Büttner (1)

Institute: (1)* Abteilung für Neurologie, Klinikum Großhadern, Universität München, 81377 München

Zeitschrift: Experimental Brain Research 1998: 119, 436-452

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 219



Dokument 4829Titel: Das auf das Calcitonin-Gen bezogene Peptid und spinale Afferenzen sind an der Entstehung eines postoperativen Darmverschlusses bei der Ratte beteiligt
Hintergrund: Untersuchung zum postoperativen Darmverschluß
Tiere: 77 Ratten (circa)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei Ratten wird der Vagusnerv (X.Hirnnerv) in Nackenhöhe oder ein bestimmtes Ganglion (Ansammlung von Nervenzellen) mit Capsaicin oder einer neutralen Lösung behandelt. Danach werden unter Betäubung Kanülen in den Dickdarm gelegt. Nach dieser Operation dürfen sich die Ratten 2 Wochen erholen. Nach einer 18 stündigen Fastenperiode werden sie erneut anästhesiert, der Unterbauch wird aufgeschnitten und der Blinddarm freigelegt. Er wird mit einer mit warmer Salzlösung durchtränkten Kompresse umwickelt und nach 5 Minuten wieder in die Bauchhöhle geschoben und die Wunde vernäht. Ein roter Farbstoff wird in den Dickdarm gespritzt. Die Ratten werden wieder in Käfige mit Maschendrahtböden gesetzt und die Fäzes in den nächsten 48 Stunden hinsichtlich Farbe und Gewicht untersucht. Auch die Nahrungsaufnahme wird in diesem Zeitraum gemessen. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben. (Die Experimente wurden möglicherweise in den USA durchgeführt, T.T.Zittel ist Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft).

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Calcitonin gene-related peptide and spinal afferents partly mediate postoperative colonic ileus in the rat

Autoren: Tilman T.Zittel (1)* , Kent C.K.Lloyd (1) ,(2) , Ines Rothenhöfer (1) ,(2) , Helen Wong (1) ,(2) , John H.Walsh (1) ,(2) , Helen E.Raybould (1) ,(2)

Institute: (1)* Chirurgische Universitätsklinik, Abteilung für Allgemeinchirurgie, 72076 Tübingen, und (2) Gastroenteric Biology Center, West Los Angeles VA Medical Center and University of California, Los Angeles, USA

Zeitschrift: Surgery 1998: 123, 518-527

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 218



Dokument 4830Titel: Örtliche Unterkühlung: Auswirkungen auf Oxygenierung, mikroregionale Perfusion, metabolischen und bioenergetischen Status von unter der Haut liegenden Tumoren bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchungen der Auswirkung einer örtlichen Unterkühlung eines Tumors auf dessen Stoffwechsel
Tiere: 24 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten werden Tumorzellen im Bereich der Hinterpfote unter die Haut gespritzt. Etwa 6 - 9 Tage später, wenn die Tumoren ein Volumen von 0,8 bis 1,4 ml (Kubikzentimeter!) erreicht haben, werden die Ratten durch eine Injektion in den Bauchraum anästhesiert. Katheter werden in die Bauchschlagader und in die Blutgefäße des Halses gelegt und so der Blutdruck gemessen. Nun wird der Tumor durch Umspülung mit einer kalten Kochsalzlösung auf 25 bzw. 15°C gekühlt. Dazu wird eine Nadel in den Tumor gestochen, die die Temperatur im Tumorzentrum mißt. Nicht gekühlte Tumoren der anderen Hinterpfote dienen als Kontrolle. Zusätzlich werden sauerstoffempfindliche Meßelektroden durch die Haut in den Tumor gestochen. In einem weiteren Teilversuch wird die Durchblutung des Tumorgewebes mit Hilfe eines Laser-Meßgerätes untersucht. Dazu wird eine Nadel durch einen kleinen Hautschnitt in den Tumor gestochen. In weiteren Untersuchungen werden die mit dem Tumor besetzten Hinterpfötchen der betäubten Ratten mit flüssigen Stickstoff schockgefroren und die Tumoren herausgeschnitten und untersucht. Die Tiere erwachen offensichtlich nicht mehr aus der Narkose.

Bereich: Pathophysiologie

Originaltitel: Localized hypothermia: impact on oxygenation, microregional perfusion, metabolic and bioenergetic status of subcutaneous rat tumours

Autoren: D.K.Kelleher (1)* , C.Nauth (1) , O.Thews (1) , W.Krueger (1) , P.Vaupel (1)

Institute: (1)* Institut für Physiologie und Pathophysiologie, Universität Mainz, 55099 Mainz

Zeitschrift: British Journal of Cancer 1998: 78, 56-61

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 217



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