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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1081Titel: Erhöhtes Vorkommen von Glycodelin mRNA und Protein in Rattenlungen bei durch Ovalbumin hervorgerufener allergischer Atemwegsentzündung
Hintergrund: An Ratten soll hier genauer untersucht werden, welchen Mechanismen die Erkrankung Asthma beim Menschen unterliegt.
Tiere: 12 Ratten (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Um Asthmasymptome nachzuahmen, wird bei Ratten (Brown Norway Rats, Herkunft nicht angegeben) eine Atemwegsentzündung durch vierwöchiges Einatmen eines Eiweiß-Nebels hervorgerufen. Nach 28 Tagen werden die Ratten auf nicht genannte Weise getötet und die Lungen entnommen. Das Lungengewebe wird anschließend mit unterschiedlichen Methoden auf verstärktes Vorkommen von Glycodelin untersucht, ein Protein das mit Asthma in Verbindung stehen soll.

Bereich: Pathophysiologie, Asthmaforschung

Originaltitel: Increased expression of glycodelin mRNA and protein in rat lungs during ovalbumin-induced allergic airway inflammation

Autoren: Christiane Kunert-Keil (1)*, Udo Jeschke (2), Giles Simms (3), Michael Kasper (3)

Institute: (1) Institut für Pathophysiologie, Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald, Greifswalder Straße 11C, 17495 Karlsburg, keil@uni-greifswald.de, (2) Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie, LMU München, (3) Institut für Anatomie, Technische Universität Dresden

Zeitschrift: Histochemistry and Cell Biology 2009, 131(3): 383-390

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3986



Dokument 1082Titel: Dauerhafte Behandlung mit dem Dipeptidyl Peptidase-4 Hemmer "BI 1356” [...] erhöht das Vorkommen von Glucagon-Like Peptide-1 und verbessert die Kontrolle des Blutzuckerspiegels in Nagermodellen für Diabetes
Hintergrund: Es soll an Nagern getestet werden, ob die Substanz BI 1356 antidiabetisch wirkt und zum Beispiel (neben einigen anderen Effekten) den Blutzuckerspiegel bei den künstlich zuckerkrank gemachten Tieren senkt.
Tiere: 70 Tiere verschiedener Arten (Min. 30 Ratten, min. 40 Mäuse)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Mäuse (bezogen von Charles River, Wilmington, USA) werden künstlich zuckerkrank gemacht, indem sie ab einem Alter von 4 Wochen extrem fettreich ernährt werden und im Alter von 7 Wochen eine Spritze mit dem Gift Streptozotocin in den Bauchraum erhalten. Das Gift zerstört die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und führt so zu Symptomen der Zuckerkrankheit. Ab einem Alter von 12 Wochen bekommen die Tiere vier Wochen lang das Präparat BI 1356 mit der Nahrung verabreicht. An bestimmten Tagen wird den Tieren dann Blut abgenommen, indem man ihnen unter Betäubung Glaskapillaren seitlich am Auge vorbei schiebt und das Blut austropfen lässt, oder durch Kappen der Schwanzspitze. Das Blut wird dann auf den Gehalt an Blutzucker, GLP-1, Insulin u. a. hin untersucht.

Die hier außerdem verwendeten "Zucker diabetic fatty rats" (bezogen von Charles River, Wilmington, USA) sind Ratten, denen ein Gendefekt anhaftet, der sie von Geburt an zuckerkrank macht. Auch diese Tiere bekommen einmal täglich das Präparat BI 1356 mit der Nahrung verabreicht, und zwar ab einem Alter von sechs (Männchen) bzw. sieben Wochen (Weibchen) und für einen Zeitraum von fünf bzw. 7,5 Wochen. An einem bestimmten Tag wird der Verlauf des Blutzuckerspiegels während einer 24-stündigen Phase untersucht. Dazu wird den Tieren alle vier Stunden die Schwanzspitze gekappt und Blut entnommen, das dann ähnlich untersucht wird wie das der Mäuse. Bei den weiblichen Tieren wird außerdem auf die "Glaskapillarentechnik" zurückgegriffen.

Bereich: Diabetesforschung

Originaltitel: Chronic Treatment with the Dipeptidyl Peptidase-4 Inhibitor BI 1356 [(R)-8-(3-Amino-piperidin-1-yl)-7-but-2-ynyl-3-methyl-1-(4-methyl-quinazolin-2-ylmethyl)-3,7-dihydro-purine-2,6-dione] Increases Basal Glucagon-Like Peptide-1 and Improves Glycemic Control in Diabetic Rodent Models

Autoren: Leo Thomas*, Moe Tadayyon, Michael Mark

Institute: Abteilung für Stoffwechselkrankheiten, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & CoKG, Birkendorfer Straße 65, 88397 Biberach an der Riss

Zeitschrift: Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics 2009, Vol. 328, No. 2, 556-563

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3985



Dokument 1083Titel: Durch Fettleibigkeit hervorgerufene "Zentren veränderter Darmkrypten” in DMH-behandelten, fettleibigen Zucker-Ratten gehen einher mit krankhaft veränderten Blutfettwerten und nicht mit erhöhtem Blutinsulin
Hintergrund: Bestimmung von Faktoren im Blut, die bei Fettleibigkeit eventuell mit Darmkrebs in Verbindung stehen könnten.
Tiere: 71 Ratten (mindestens)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Sogenannte Zucker-Ratten, die zuchtbedingt an Fettleibigkeit und Diabetes leiden, werden vom Versuchstierhändler Charles River, Lyon, Frankreich, bezogen. Die fünf Wochen alten weiblichen Ratten werden mit einer speziellen Diät ernährt und erhalten dann nach zwei Wochen einmal wöchentlich eine Spritze mit dem Gift DMH (1,2-Dimethylhydrazin) in den Bauchraum, um Darmkrebs auszulösen. Nach viermaligem Spritzen und einer weiteren Wartezeit von fünf Wochen nach der letzten DMH-Verabreichung erfolgt das Töten der Tiere durch Enthaupten. Den Ratten wird Blut abgenommen und der Dickdarm wird herausgenommen. Der Dickdarm wird anschließend unter anderem auf Zentren krebsartig veränderter Krypten (Grübchen in der Schleimhaut) untersucht und gleichzeitig das Blut auf veränderte Zusammensetzung.

Diese Experimente wurden durch die Genehmigungsbehörde Karlsruhe genehmigt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Bereich: Ernährungsforschung, Darmkrebsforschung

Originaltitel: Obesity-related promotion of aberrant crypt foci in DMH-treated obese Zucker rats correlates with dyslipidemia rather than hyperinsulinemia

Autoren: Tatiana C. L. Koch, Karlis Briviba, Bernhard Watzl, Achim Bub, Stephan W. Barth*

Institute: Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Max-Rubner-Institut, Haid-und-Neu-Straße 9, 76131 Karlsruhe, stephan.barth@mri.bund.de

Zeitschrift: European Journal of Nutrition 2008 (April), Vol. 47, No. 3, 161-170

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3984



Dokument 1084Titel: Zimt-Extrakt schützt gegen vor akuter, alkohol-bedingter Leberverfettung bei Mäusen
Hintergrund: In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob Zimt vor alkoholbedingter Leberverfettung schützt. Zimt wird dabei 4 Tage lang über das Trinkwasser verabreicht, anschließend Alkohol in einer hohen, aber einmaligen Dosis. Die Autoren finden heraus, dass Zimt einen schützenden Effekt hat und kündigen weitere Studien an, um die Mechanismen zu studieren. Sie folgern weiterhin, dass Zimtextrakt bei der Behandlung von alkoholkranken Menschen im Frühstadium eingesetzt werden kann.
Tiere: 20 Mäuse
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Den Mäusen wird eine alkoholische Zimtlösung 4 Tage lang in das Trinkwasser gegeben. Am 5. Tag wird den Tieren eine hohe Dosis Alkohol (6g/kg) mit einer Schlundsonde in den Magen verabreicht. In vorangegangenen Experimenten hatte diese einmalige Gabe Alkohol eine massive Verfettung der Leber verursacht. Die Mäuse sind nach der Alkoholgabe zunächst apathisch, erholen sich aber innerhalb von 6 Stunden. Zwölf Stunden nach Verabreichung der Alkoholdosis werden die Tiere narkotisiert und getötet. Proben von Leber und Blut werden entnommen.

Es werden auch Versuche mit Zellkulturen mit Mäusezellen durchgeführt.

Bereich: Alkoholforschung

Originaltitel: Cinnamon extract protects against acute alcohol-induced liver steatosis in mice

Autoren: Giridhar Kanuri, Synia Weber, Valentina Volynets, Astrid Spruss, Stephan C. Bischoff, Ina Bergheim*

Institute: Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Schloss, Kolleggang, 70593 Stuttgart

Zeitschrift: Journal of Nutrition 2009: 139, 482-487

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3983



Dokument 1085Titel: Immunantwort von Schafen, die mit einer Theileria-Art infiziert wurden, auf rekombinante Theileria-Eiweiße
Hintergrund: Untersuchung der Immunreaktion von Schafen auf eine Infektion mit einem in China bei Schafen und Ziegen vorkommenden Krankheitserreger.
Tiere: 8 Schafe
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung vermutlich in China statt.

Schafe werden mit dem in Norden Chinas vorkommenden einzelligen Parasiten Theilleria infiziert. Bei einem Teil der Schafe erfolgt die Infektion durch Ansetzen von je 200 Zecken aus Theilleria-Gebieten. Den anderen Schafen wird Blut eines infizierten Schafes injiziert. Die Schafe mit den Zecken entwickeln in den nächsten Tagen hohes Fieber. In den nächsten 32 Tagen werden täglich von allen Tieren Blutproben genommen. Das weitere Schicksal der Schafe wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde durch die EU gefördert.

Bereich: Infektionsforschung, Impfstoffentwicklung, Immunologie

Originaltitel: Immune response of Theileria sp.-infected sheep to recombinant Theileria proteins

Autoren: Ulrike Seitzer (1)*, Zhijie Liu (2), Hong Yin (2), Doreen Beyer (1), Birgit Kullmann (1), Joana Miranda (3), Jabbar S. Ahmed (1)

Institute: (1) Abteilung für Veterinär-Infektiologie und -Immunologie, Institut für Immunologie und Zellbiologie, Forschungszentrum Borstel, Parkallee 22, 23845 Borstel, (2) Lanzhou Veterinary Research Institute, Lanzhou, Gansu, China, (3) Instittuto de Biologica Experimental e Tecnologica, Universidade Nova de Lisboa, Oeiras, Portugal

Zeitschrift: Animal Biodiversity and Emerging Diseases: Annals of the New York Academy of Science 2008: 1149, 186-190

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3982



Dokument 1086Titel: Sicherheitspharmakologische Untersuchung der Funktion des Zentralnervensystems bei halbwüchsigen und erwachsenen Ratten: Wirkungen pharmakologischer Referenzsubstanzen
Hintergrund: Untersuchung der toxischen Wirkungen verschiedener bekannter Psychopharmaka auf die Entwicklung des Zentralnervensystems bei Ratten.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: In zahlreichen Testreihen werden die Auswirkungen von insgesamt 12 verschiedenen Psychopharmaka in bis zu sechs verschiedenen Dosierungen an weiblichen und männlichen Wistar-Ratten (BayerHealthcare, Wuppertal) im Alter von 2, 4 und 9 Wochen getestet. Während die halbwüchsigen Ratten alle folgend beschriebenen Verhaltenstests nacheinander durchlaufen, erfolgen diese Tests mit unterschiedlichen Gruppen erwachsener Ratten. Vor dem Beginn des Experiments wird die Körpertemperatur der Tiere mit einer Magensonde gemessen. Anschließend erhalten die Ratten eine einzige Dosis der zu testenden Substanz. Zu definierten Zeitpunkten danach durchlaufen die Ratten verschiedene Verhaltenstests. Nach jedem Verhaltenstest wird die Körpertemperatur der Tiere erneut gemessen.

In einem ersten Test werden die Ratten separiert und deren Verhalten über vier Minuten beobachtet. Alle Auffälligkeiten werden dokumentiert. In einem zweiten Test werden die Ratten einzeln für fünf Minuten in eine Box mit einem ungeschützten (offenen) Bereich gesetzt. Es werden die zurückgelegte Distanz, die Ruhezeit dokumentiert sowie wie oft sich die Tiere aufrichten. In einem dritten Test werden die Ratten mit ihren Vorderfüsschen an einen horizontalen Stab gehängt, der etwa 20 cm über einer Tischplatte angebracht ist. Die Zeit zum Erreichen des Stabs mit den Hinterfüssen wird erfasst. In einem vierten Test werden die Ratten einzeln auf eine heiße Platte mit einer Temperatur von 52°C gesetzt. Es wird die Zeit bis zur Schmerzreaktion (Lecken der Pfoten) gemessen. Der Test dauert maximal 1,5 Minuten. In einem fünften Test wird den Ratten eine krampfauslösende Substanz in die Schwanzvene infundiert. Mit Auftreten des ersten Krampfes wird die Infusion beendet und die bis dahin infundierte Menge des Krampfmittels berechnet. Alle Tiere werden nach Beendigung der Versuche durch Ersticken getötet.

Bereich: Psychopharmakologie, Toxikologie

Originaltitel: Safety pharmacology assessment of central nervous system function in juvenile and adult rats: Effects of pharmacological reference compounds

Autoren: Herbert M. Himmel

Institute: Abteilung für Sicherheitspharmakologie, Bayer HealthCare AG, Aprather Weg 18a, 42096 Wuppertal

Zeitschrift: Journal of Pharmacological and Toxicological Methods 2008: 58, 129-146

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3981



Dokument 1087Titel: Die Impfung mit ß-Amyloidpeptid-präsentierenden virusähnlichen Partikeln vermindert lösliche und unlösliche ß-Amyloidpeptide sowie ß-Amyloidpeptidablagerungen im Gehirn bei dem APP-Mausmodell für die menschliche Alzheimer Erkrankung
Hintergrund: Entwicklung eines Impfstoffes gegen die menschliche Alzheimer Erkrankung bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden der Versuchstiermausstamm C57BL/6J (Charles River, Sulzfeld und Paul-Ehrlich-Institut, Langen) sowie transgene APP23 Mäuse (Goethe Universität, Frankfurt am Main,) verwendet. Bei den transgenen APP23 Mäusen handelt es sich um ein "Tiermodell" für die menschliche Alzheimer Erkrankung. Das Erbgut dieser Mäuse wurde gentechnisch so manipuliert, dass die Tiere das sogenannte ß-Amyloidpeptid, welches sich bei Alzheimer Erkrankung im Gehirn ablagert, im Übermaß produzieren.

In einem ersten Experiment werden vier Monate alte C57BL/6J und APP23 Mäuse mit virusähnlichen Partikeln, die das ß-Amyloidpeptid auf ihrer Oberfläche tragen, geimpft. Weitere Injektionen erfolgen monatlich über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Blut wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten entnommen. Die APP23 Mäuse werden im Alter von 49 Wochen getötet, um deren Gehirn zu untersuchen.

In einem zweiten Experiment werden C57BL/6J Mäuse mit entweder den virusählichen Partikeln oder einer synthetisch hergestellten ß-Amyloidpeptidlösung geimpft. In dreiwöchentlichen Intervallen werden fünf weitere Impfungen gegeben. Etwa 7-9 Tage nach jeder Impfung wird den Mäusen Blut abgenommen. Neun Tage nach der letzten Impfung werden die Mäuse getötet und die Milz untersucht.

Die Studie wurde von der Hans und Ilse Breuer Stiftung und dem Alzheimer Forschungsinitiative e.V. gefördert.

Bereich: Alzheimer-Forschung, Impfstoffforschung

Originaltitel: Vaccination with Aß-displaying virus-like particles reduces soluble and insoluble cerebral Aß and lowers plaque burden in APP transgenic mice

Autoren: Patricia Bach (1,7) Jakob-A. Tschäpe (2), Ferdinand Kopietz (3), Gundula Braun (3), Janina K. Baade (2), Karl-Heinz Wiederhold (4), Matthias Staufenbiel (4), Marco Prinz (5), Thomas Deller (6), Ulrich Kalinke (1,7), Christian J. Buchholz (3), Ulrike C. Müller* (2)

Institute: (1) Paul-Ehrlich-Institut, Abteilung für Immunologie, Langen, (2) Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 364, 69120 Heidelberg, (3) Paul-Ehrlich-Institut, Abteilung für Medizinische Biotechnologie, Langen, (4) Novartis Institutes for BioMedical Research Basel, Basel, Schweiz, (5) Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, (6) Institut für Klinische Neuroanatomie, Neurowissenschaftliches Zentrum, Goethe-Universität, Frankfurt am Main, (7) Twincore, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, Hannover

Zeitschrift: The Journal of Immunology 2009: 182, 7613-7624

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3980



Dokument 1088Titel: Die Bioverfügbarkeit des Apigenin-7-Glukosids in Ratten wird durch die menschliche Darmflora beeinflusst
Hintergrund: Untersuchung der Verwertung eines Pflanzenfarbstoffes durch menschliche Darmbakterien bei Ratten.
Tiere: 25 Ratten
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden 25 "keimfreie" männliche Sprague-Dawley Ratten aus der institutseigenen Zucht eingesetzt. Dieser Albino-Ratten-Stamm wird häufig als Versuchstier wegen seiner Gutmütigkeit und leichten Handhabung verwendet. Elf der "keimfreien" Ratten erhalten im Alter von 11 Wochen eine menschliche Fäkalienlösung über eine Magensonde verabreicht. Nach 14 Tagen wird die Kost der Ratten auf eine flavonoidfreie Diät (Flavonoide sind natürlich vorkommende pflanzliche Farbstoffe) umgestellt. Im Alter von 13 Wochen erhält jede Ratte 1 ml destilliertes Wasser über die Magensonde verabreicht. Kot und Urin werden anschließend über 24 Stunden gesammelt. Dazu werden die Ratten einzeln in sogenannten Stoffwechselkäfigen mit Bodengitter gehalten. Ebenso werden 30 Minuten und eine Stunde nach Verabreichung des Wassers Blutproben aus dem Venegeflecht hinter dem Auge entnommen. Im Alter von 16 sowie 22 Wochen wird den Ratten eine Flavonoidlösung (1 ml) über die Magensonde verabreicht. Anschließend werden Urin und Kot über 48 Stunden gesammelt. Blut wird jeweils 30 Minuten sowie 1, 2, 4, 8, 10, 24 und 48 Stunden nach Verabreichung der Flavonoidlösung aus dem Auge entnommen. Zum Ende der Studie werden die Ratten durch Ersticken getötet und verschiedene Organe zur Untersuchung entnommen.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Ernährungswissenschaft, Mikrobiologie

Originaltitel: The bioavailability of apigenin-7-glucoside is influenced by human intestinal microbiota in rats

Autoren: Laura Hanske, Gunnar Loh, Silke Sczesny, Michael Blaut, Annett Braune*

Institute: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Abteilung für Mikrobiologie, 14558 Nuthetal

Zeitschrift: The Journal of Nutrition 2009: 139, 1095-1102

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3979



Dokument 1089Titel: Sirt7 erhöht die Stressresistenz von Herzmuskelzellen und verhindert den Zelltod sowie eine Herzmuskelerkrankung bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung der biologischen Funktion eines bestimmten Eiweißstoffes im Herzmuskel bei Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Wildtyp- und genetisch veränderte Mäuse vom Typ C57BL/6J verwendet. Mittels gentechnologischer Methoden wird das Gen Sirt7 ausgeschaltet, das für die Produktion bestimmter Eiweißstoffe zuständig ist. Die so generierten Sirt7-Knockout-Mäuse werden mit Wildtypmäusen verpaart. Die männlichen Nachkommen werden im Alter zwischen 0 und 2 Jahren getötet, um das Herzgewebe zu untersuchen.

Die Studie wurde von der Max-Planck-Gesellschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von Boehringer Ingelheim gefördert.

Bereich: Gentechnik, Herzforschung, Molekularbiologie

Originaltitel: Sirt7 increase stress resistance of cardiomyocytes and prevents apoptosis and inflammatory cardiomyopathy in mice

Autoren: Olesya Vakhrusheva, Christian Smolka, Praveen Gajawada, Sawa Kostin, Thomas Boettger, Thomas Kubin, Thomas Braun, Eva Bober*

Institute: Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Abteilung für kardiale Entwicklung und Remodelling, Parkstrasse 1, 61231 Bad Nauheim

Zeitschrift: Circulation Research 2008: 102, 703-710

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3978



Dokument 1090Titel: Die Synthese des Entkopplungsproteins 1 im Skelettmuskel bei Mäusen erhöht die AMPK-Aktivierung, den Glukosestoffwechsel und die Insulinsensitivität in vivo
Hintergrund: Die Studie untersucht die Bedeutung eines bestimmten Proteins für die Insulinwirkung bei genetisch veränderten Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden Wildtyp- und transgene Mäuse vom Typ C57BL/6J verwendet. Die Wildtypmäuse werden von Charles River WIGA, Sulzfeld, bezogen. Die transgenen Mäuse werden von der Firma DeveloGen, Göttingen, durch gezielte Veränderung des Erbmaterials generiert. Die transgenen Tiere produzieren das normalerweise nur im braunen Fettgewebe vorkommende "Entkopplungsprotein 1" auch in der Skelettmuskulatur. Das "Entkopplungsprotein 1" spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation der Körpertemperatur, des Körpergewichts und des Energiehaushalts. Die transgenen Mäuse werden mit Wildtypmäusen verpaart. In einer Versuchsreihe werden deren Nachkommen im Alter von neun Monaten einem "euglykämischen, hyperinsulinämen Clamp" unterzogen. Mit dieser Technik, die üblicherweise am Menschen zur Bestimmung der Insulinempfindlichkeit (= ein Maß, wie gut die Zellen auf das Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin ansprechen) angewendet wird, lassen sich verschiedene Parameter des Glukosestoffwechsels ermitteln.

Vor Beginn des Experiments wird die Körpertemperatur der Tiere über den Mastdarm sowie die Körperlänge und die Körperzusammensetzung bestimmt. Letztere erfolgt mit Hilfe der NMR-Spektrometrie. Bei 15 Mäusen wird die Effektivität der Nahrungsaufnahme im Darm über 70 Stunden ermittelt. Die Mäuse werden über diesen Zeitraum einzeln in Stoffwechselkäfigen gehalten und der Kot über ein Bodengitter gesammelt. Unter Narkose wird den Mäusen sieben Tage vor dem "Clamp" ein Katheter in die linke Drosselvene eingeführt. Da die Tiere für den Versuch nüchtern sein müssen, erhalten diese 16 Stunden vorher keine Nahrung mehr. Für den "Clamp" werden die Tiere in eine spezielle Haltevorrichtung gesetzt, durch die die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt wird. Nach einer ersten Basisperiode erfolgt eine zweistündige Infusion von Insulin. Während der Infusion wird in 10-minütigen Abständen jeweils 10 Mikroliter Blut von der Schwanzspitze entnommen. Zeitgleich erfolgt die Infusion einer 20%igen Glukoselösung. Zur Bestimmung der Ganzkörperglukoseverwertung wird über den gesamten Zeitraum eine mit "schwerem Wasserstoff" markierte Glukoselösung kontinuierlich infundiert. Alle Infusionen erfolgen über Mikrodialysepumpen. Nach dem "Clamp" bzw. nach 16-stündigem Fasten werden die Mäuse mit einer Überdosis Beruhigungsmittel getötet. Verschiedene Gewebe werden isoliert und untersucht.

Die Studie wurde von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Molekularbiologie, Gentechnik, Diabetes-Forschung

Originaltitel: Uncoupling protein 1 expression in murine skeletal muscle increases AMPK activation, glucose turnover, and insulin sensitivity in vivo

Autoren: Susanne Neschen, Yvonne Katterle, Julia Richter, Robert Augustin, Stephan Scherneck, Farshad Mirhashemi, Annette Schürmann, Hans-Georg Joost, Susanne Klaus*

Institute: Abteilung für Pharmakologie, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, 14558 Nuthetal

Zeitschrift: Physiological Genomics 2008: 33, 333-340

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3977



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