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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1081Titel: Umgebende Modulation der Nervenantwort in V1 ist im Zeitverlauf so stabil wie ein direkter Reiz der Empfangsfelder
Hintergrund: Aufzeichnung von Nervenaktivitäten im Gehirn einer Katze über 96 Stunden.
Tiere: 1 Katze
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Eine Katze wird betäubt und mit medikamentös gelähmt. Der Kopf der Katze wird in einen stereotaktischen Halteapparat eingespannt. In den Schädelknochen wird ein Loch gebohrt. Durch das Loch werden zwei Messsonden an einer bestimmten Stelle in das Hirngewebe eingeführt. Die Pupillen werden durch Atropin geweitet. Mittels Kontaktlinsen werden die Augen auf einen Bildschirm gerichtet. Auf dem Bildschirm werden bewegliche Streifenmuster gezeigt. Gleichzeitig messen die Sonden Nervenaktivitäten. Das Experiment dauert 96 Stunden. Die Katze bleibt die ganze Zeit über narkotisiert. Eine Tötung des Tieres am Ende des Experiments wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Hertie-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Surround modulation of neural responses in V1 is as stable over time as responses to direct stimulation of receptive fields

Autoren: Sergiu P. Pasca (1,2), Wolf Singer (1,3), Danko Nikolic (1,3)*

Institute: (1) Abteilung für Neurophysiologie, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Deutschordenstr. 46, 60528 Frankfurt/M., (2) Center for Cognitive and Neural Studies (Coneural), Cluj-Napoca, Rumänien, (3) Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt/M

Zeitschrift: Cortex 2010: 46, 1199-1203

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4134



Dokument 1082Titel: Der Abbau von und die Gefäßbildung um Multiblock-Copolymere, die (…)-Segmente enthalten und Ratten unter die Nackenhaut gepflanzt wurden
Hintergrund: Untersuchung der abbaubaren Eigenschaften eines Biomaterials.
Tiere: 75 Ratten (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden vom Regierungspräsidium Gießen genehmigt. Es ist unklar, wo die Versuche stattgefunden haben, da keines der angegebenen Institute in Hessen liegt.

Ratten wird unter Narkose die Nackenhaut zwischen den Schulterblättern auf 1,5 cm Länge aufgeschnitten. Unter die Haut wird ein Stück eines abbaubaren Biomaterials implantiert, das z.B. in chirurgischem Nahtmaterial oder in Stents zum Offenhalten von Blutgefäßen Verwendung finden soll. Die Biomaterialien werden in unterschiedlicher Größe eingepflanzt. Ratten der Kontrollgruppen werden operiert, ohne Biomaterialien einzupflanzen. Die Ratten werden nach der OP einzeln gehalten. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bis drei Wochen nach der Operation, werden die Tiere auf nicht genannte Weise getötet, um die eingepflanzten Materialien zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt.

Bereich: Biomaterialforschung

Originaltitel: Degradation of and angiogenesis around multiblock copolymers containing poly(p-dioxanone)- and poly(e-caprolactone)-segments subcutaneously implanted in the rat neck

Autoren: B. Hiebl (1)*, R. Fuhrmann (2), F. Jung (1), K. Kratz (1), A. Lendlein (1), R.P. Franke (1,2)

Institute: (1) Zentrum für Biomaterialentwicklung und Berlin-Brandenburg Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT), Institut für Polymerforschung, GKSS Forschungszentrum GmbH, Teltow, (2) Universität Ulm, Zentralinstitut für Biomedizinische Technik, Ulm (Alle ohne Adressangaben)

Zeitschrift: Clinical Hemorheology and Microcirculation 2010: 45, 117-122

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4133



Dokument 1083Titel: Mausmodell für eine Hautinfektion mit Streptococcus pyogenes
Hintergrund: Die Arbeit beschreibt die Vorgehensweise bei der Erstellung eines "Mausmodells" für eine Hautinfektion mit dem Eitererreger Streptococcus pyogenes.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Mäuse werden mit dem Gas Isofluran narkotisiert. Die Rückenhaut, alternativ auch die Haut an einer Flanke oder am Nacken, wird geschoren. Eiterbakterien (Streptococcus pyogenes), die beim Menschen Scharlach oder Mandelentzündung auslösen können, werden den Mäusen unter die Haut injiziert. Es werden verschiedener Stämme empfohlen, z.B. C57BL/6NHsd von Harlan-Winkelmann, Borchen oder C57BL/6J-Mäuse vom Jackson Laboratory, Bar Harbour, USA. Auch Tiere anderer Stämme sind möglich. Als Messwerte können herangezogen werden: Tod oder Überleben der Mäuse, die Größe der Hautschäden sowie die Menge an Bakterien in inneren Organen. Aus der Anzahl der Mäuse die zu bestimmten Zeitpunkten nach der Infektion stirbt, lassen sich Überlebenskurven erstellen. Überlebende Mäuse werden durch Ersticken mit CO2 getötet.

Da die Bakterien je nach Linie unterschiedlich krank machend sein können, empfiehlt die Autorin vor den eigentlichen Versuchen LD50-Tests durchzuführen. Dazu werden Gruppen von je 10 Mäusen mit aufsteigenden Bakterienmengen infiziert. Es soll die Bakterienmenge ermittelt werden, bei der die Hälfte einer Gruppe Mäuse stirbt. Die Autorin gibt ferner an, dass es in manchen Ländern (ohne die Länder zu nennen) verboten sei, Tiere durch eine Infektion sterben zu lassen. Sie sollen bei Anzeichen einer schweren Infektion getötet werden. Als Symptome werden genannt: 20%iger Gewichtsverlust, Apathie, gesträubtes Fell, Verweigerung der Futter- und Wasseraufnahme.

Bereich: Infektionsforschung, Entzündungsforschung

Originaltitel: Murine model of cutaneous infection with Streptococcus pyogenes

Autoren: Eva Medina

Institute: Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig

Zeitschrift: Methods in Molecular Biology 2010: 602, 395-403

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4132



Dokument 1084Titel: Mausmodell für septische Bauchfellentzündung mit mehreren Erregern mittels Abbinden und Anstechen des Blinddarms
Hintergrund: Die Arbeit beschreibt die Vorgehensweise bei der Erstellung eines "Mausmodells" für eine schmerzhafte Bauchfellentzündung. Die Autorin gibt an, dass viele "Modelle" für Blutvergiftung (Sepsis) und Schock durch Bakteriengifte (endotoxämischer Schock) entwickelt wurden. Das vorgestellte "Modell" hat aber laut Autorin den Vorteil, dass man je nach "gewünschter Todesrate" die Größe und Anzahl der gestochenen Löcher im Blinddarm variieren kann.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Mäuse werden durch Injektion in die Bauchhöhle betäubt. Der Bauch wird auf 1 cm Länge aufgeschnitten. Der Blinddarm wird aus der Bauchhöhle herausgehoben. Das letzte Drittel des Blinddarms wird mit einem Nylonfaden abgebunden. Mit einer Nadel wird ein oder zweimal in das abgebundene Ende des Blinddarms gestochen. Mit leichtem Druck wird der Darminhalt aus dem Loch gepresst. Der Blinddarm wird zurück in die Bauchhöhle gelegt und der Bauch wird zugenäht. Bei Kontrolltieren wird der Blinddarm nur aus der Bauchhöhle gehoben, aber nicht abgebunden oder angestochen. Durch den Darminhalt gelangen Bakterien in die Bauchhöhle und verursachen eine schwere, äußerst schmerzhafte Bauchfellentzündung. Je nach Anzahl und Größe der Löcher sterben die Mäuse mehr oder weniger schnell. Mäuse, die nicht durch die Entzündung sterben, werden durch Ersticken mit CO2 getötet. Die Entzündungsflüssigkeit im Bauch und die inneren Organe werden untersucht.

Bereich: Entzündungsforschung, Sepsisforschung

Originaltitel: Murine model of polymicrobial septic peritonitis using cecal ligation and puncture (CLP)

Autoren: Eva Medina

Institute: Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig

Zeitschrift: Methods in Molecular Biology 2010: 602, 411-415

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4131



Dokument 1085Titel: Mausmodell für eine Pneumokokken-Lungenentzündung
Hintergrund: Die Arbeit beschreibt die Vorgehensweise bei der Erstellung eines "Mausmodells" für eine bakterielle Lungenentzündung.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Mäuse verschiedener Stämme werden mit dem Gas Isofluran narkotisiert. Streptokokken-Bakterien (Streptococcus pneumoniae) werden in die Nase gesprüht. Die Tiere erleiden eine Lungenentzündung, wobei die einzelnen Stämme unterschiedlich empfänglich sind. CBA/Ca und SjL sind hoch empfänglich, BALB/c-Mäuse sind hoch resistent und C3H/He, FVB/n, NIH, AKR, C57BL/6 und DBA/2-Mäuse haben eine mittlere Resistenz. Die Tiere werden zu definierten Zeitpunkten durch Genickbruch getötet. Die Lungen werden zur Untersuchung herausgeschnitten.

Bereich: Infektionsforschung

Originaltitel: Murine model of pneumococcal pneumonia

Autoren: Eva Medina

Institute: Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig

Zeitschrift: Methods in Molecular Biology 2010: 602, 405-410

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4130



Dokument 1086Titel: Einführung eines Mausmodells für den Hirntod
Hintergrund: Seit Mitte der 1990 Jahre wurden diverse "Tiermodelle" für den schnellen oder langsamen Hirntod entwickelt. In dieser Arbeit wird ein "Mausmodell" vorgestellt, mit der Begründung, dass im Bereich der Transplantationsforschung zunehmend gentechnisch manipulierte Mäuse verwendet werden und dafür halt ein "Modell" etabliert werden müsste, um die Mechanismen der Körperreaktionen bei Transplantationen besser erforschen zu können.
Tiere: 30 Mäuse
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose werden bei den Mäusen nach Aufschneiden der Kopfhaut mehrere Löcher in den Schädelknochen gebohrt. Durch ein Loch von 2 mm Durchmesser wird ein Ballonkatheter (Schlauch mit aufblasbarem Ballon am Ende) zwischen Gehirn und Schädelknochen geschoben. Durch ein zweites Loch wird eine Messsonde durch Bestimmung des Drucks innerhalb des Schädels eingeführt. Durch zwei weitere Löcher werden Elektroden zur Messung des Elektroenzephalogramms (EEG) geschoben. Nun wird alle 5 Minuten etwas Kochsalzlösung in den Ballonkatheter injiziert, so dass er sich Schritt für Schritt weiter ausdehnt und den Hirndruck erhöht, bis schließlich der Hirntod eintritt. Bei 9 Mäusen geschieht das Füllen des Ballons langsam mit kleineren Mengen Kochsalzlösung, bei 14 Mäusen erfolgt das Füllen schnell durch jeweils eine größere Menge Flüssigkeit. Bei 7 Kontrolltieren werden Löcher gebohrt, aber kein Ballonkatheter eingeführt. Der Hirntod wird definiert als keine EEG-Aktivitäten und ein Ausbleiben der Spontanatmung. Das Herz schlägt derweil weiter. In den folgenden sechs Stunden werden verschiedene Messungen vorgenommen. Schließlich werden die Mäuse getötet.

Bereich: Transplantationsforschung

Originaltitel: Introducing a mouse model of brain death

Autoren: C. Pomper (1), K. Trescher (1,2), D. Santer (1), M. Hasun (1), A. Baumgatner (1), K. Adelmann (1), M. Inci (1), W. Dietl (1), A.O. Zuckermann (3), B.K. Podesser (1,2)*

Institute: (1) Ludwig Boltzmann Cluster for Cardiovascular Research, c/o Core Unit for Biomedical Research, Medizinische Universität Wien, Klinikum Wien, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien, Österreich, (2) Abteilung für Herzchirurgie, LK St. Poelten, Österreich, (3) Abteilung für Herzchirurgie, Medizinische Universität Wien, Klinikum Wien, Österreich

Zeitschrift: Journal of Neuroscience Methods 2010: 192, 70-74

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4129



Dokument 1087Titel: Erfahrungen nach der Geburt beeinflussen das Verhalten von erwachsenen männlichen und weiblichen Fischer- und Lewis-Ratten
Hintergrund: Stress im frühen Kindesalter wirkt sich im späteren Leben auf das Angst- und Explorationsverhalten bei Ratten aus. Da diese Ergebnisse aber uneinheitlich waren, kündigen die Autoren weitere Studien zu dem Thema an.
Tiere: 134 Ratten (mehr als)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Der Tierversuch wurde vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg genehmigt.

Es werden Ratten zwei verschiedener Stämme verwendet: Fischer 344- Ratten und Lewis-Ratten. Die Babys von mindestens 21 Ratten-Müttern beider Stämme werden in den ersten 28 Lebenstagen täglich gestört. Bei einer Gruppe wird die Mutter jeden Tag für 2 Stunden von ihren Babys getrennt und in einen anderen Käfig gesetzt. Die Babys verbleiben solange allein in ihrem Heimatkäfig. Bei einer der zweiten Gruppe werden die Babys einzeln 5 Minuten lang in einen anderen Käfig gesetzt. Jeweils unmittelbar nach den Trennungen wird das Mutter-Kind-Verhalten beobachtet. Kontrolltiere wachsen ungestört mit ihren Müttern auf. Am 28. Lebenstag erfolgt das Abstillen. Im Alter von vier Montane werden die jungen Ratten verschiedenen Verhaltenstest zum Angst- und Neugier-Verhalten unterzogen.

Eine Ratte wird auf eine Platte mit 16 Löchern gesetzt. Es wird beobachtet, inwieweit die Ratte die Löcher neugierig untersucht. Eine Ratte wird auf ein 50 x 50 cm großes "offenes Feld" gesetzt, das in der Mitte hell erleuchtet ist. Es wird dabei der natürliche Konflikt zwischen der Neugier, das unbekannte Feld zu ergründen und der Angst, sich in die erleuchtete Mitte zu begeben untersucht. Mit Infrarot-Bewegungsmeldern werden außerdem die Aktivitäten der Tiere im Heimatkäfig registriert. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht erwähnt.

Bereich: Entwicklungsbiologie, Verhaltensforschung

Originaltitel: Postnatal experiences influence the behavior in adult male and female Fischer and Lewis rats

Autoren: Thomas Skripuletz (1,2)*, Carsten Kruschinski (2,3), Reinhard Pabst (2), Stephan von Hörsten (2,4), Michael Stephan (2,5)

Institute: (1) Abteilung für Neurologie, Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover, (2) Institut für funktionelle und angewandte Anatomie, Medizinische Hochschule Hannover, (3) Institut für Allgemeine Praxis, Medizinische Hochschule Hannover, (4) Experimentelle Therapie, Franz-Penzoldt-Zentrum, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, (5) Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover

Zeitschrift: International Journal of Neuroscience 2010: 28, 561-571

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4128



Dokument 1088Titel: Einfluss einer geführten Knochenregeneration und Ausmaß der Schäden auf die Wundheilung an einer chemisch modifizierten Oberfläche von Titanimplantaten: Eine experimentelle Studie an Hunden
Hintergrund: Behandlung von chronischen Kieferknochenschäden mit Implantaten.
Tiere: 12 Hunde (Foxhounds)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden an der Universität Düsseldorf statt und wurden von der zuständigen Genehmigungsbehörde genehmigt. Die Hunde werden dreimal unter Narkose operiert. Bei der ersten OP werden im Ober- und Unterkiefer auf jeder Seite fünf Backenzähne gezogen, insgesamt also 20 Zähne. Nach einer dreimonatigen Heilungsphase erfolgt die zweite Operation. Das Zahnfleisch über den gezogenen Zähnen wird aufgeschnitten und an der Wangenseite bis auf den Kieferknochen zurückgeklappt. Mit einem Bohrer werden in den Kieferknochen 6 x 6 mm (Weite x Tiefe) große Stücke herausgebohrt. Die Länge der Löcher beträgt 2, 4, 6 oder 8 mm. Jeder Hund erhält acht solcher Knochendefekte, nach einem Zufallsprinzip verteilt auf den Ober- oder Unterkiefer, die rechte oder linke Seite. Die Defekte befinden sich in 5 mm Abstand zueinander. Das Zahnfleisch wird wieder zurückgeklappt und vernäht. Die Defekte sollen chronische Kieferknochenschäden bei menschlichen Patienten simulieren.

Weitere vier Wochen später werden die Hunde erneut operiert. Jeder Hund erhält acht Zahnimplantate aus Titan in die Unterkiefer. Dazu wird erneut das Zahnfleisch aufgeschnitten. Die Titanimplantate werden an den Stellen in den Knochen geschraubt, wo vier Wochen zuvor der Knochen an der Wangenseite beschädigt wurde. Bei jeweils vier Implantaten pro Hund werden die Defekte behandelt: Nach Aufschneiden und Zurückklappen der Schleimhaut wird ein Knochenkeramik-Material und eine Hydrogel-Membran auf den Knochenschaden aufgebracht. Die Schleimhaut wird wieder vernäht. Bei jeweils vier Implantaten bleibt der Knochendefekt unbehandelt. Nach zwei und acht Wochen wird jeweils die Hälfte der Hunde mit einer Überdosis Pentobarbital getötet, um die Kieferknochen histologisch (gewebekundlich) zu untersuchen.

Bereich: Implantologie

Originaltitel: Impact of guided bone regeneration and defect dimension on wound healing at chemically modified hydrophilic titanium implant surfaces: an experimental study in dogs

Autoren: Frank Schwarz (1)*, Ronald E. Jung (2), Tim Fienitz (1), Marco Wieland (3), Jürgen Becker (1), Martin Sager (4)

Institute: (1) Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und Zahnärztliche Materialkunde, Universität Zürich, Schweiz, (3) Nano Powers SA, Lausanne, Schweiz, (4) Tierexperimentelles Institut, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Zeitschrift: Journal of Clinical Periodontology 2010: 37, 474-485

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4127



Dokument 1089Titel: Verminderung der Herzschlagfrequenz mit Ivabradin verbessert eine Erektionsstörung gleichzeitig mit einer Verminderung arteriosklerotischer Plaques bei ApoE-Knockout-Mäusen
Hintergrund: Wirkung eines Herzmedikaments auf die Bildung von Arterienverkalkung und Erektionsschwäche bei Mäusen, die mit cholesterinreicher Nahrung gefüttert werden.
Tiere: 80 Mäuse (ca.)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden männliche normale und gentechnisch veränderte Knockout-Mäuse verwendet, die im Rahmen der Arteriosklerose- und Erektionsstörungsforschung eingesetzt werden. Die Tiere stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Jeweils 20 normale und Knockout-Mäuse erhalten acht Wochen lang cholesterinreiches Futter. Außerdem wird ihnen über diesen Zeitraum ein Medikament ins Futter gemischt, das die Herzfrequenz senkt. Zwei weitere Gruppen zu je 20 Mäusen bekommen erst vier Wochen lang cholesterinreiches Futter, bevor auch sie das Medikament drei Monate lang erhalten. Die Cholesterin-Nahrung wird weiterhin gegeben. Regelmäßig werden Blutdruck und Herzfrequenz mit Hilfe einer Schwanzmanschette an den nicht-narkotisierten Tieren gemessen. Schließlich werden die Mäuse getötet. Die Penisse werden entfernt, um ihre Erektionsfähigkeit zu untersuchen. Aus der Aorta (Hauptschlagader) werden Ringe geschnitten, um das Maß der Arteriosklerosebildung (Arterienverkalkung) zu beurteilen.

Bereich: Arterioskleroseforschung

Originaltitel: Heart rate reduction with ivabradine improves erectile dysfunction in parallel to decrease in artherosclerotic plaque load in ApoE-knockout mice

Autoren: Magnus Baumhäkel*, Florian Custodis, Nils Schlimmer, Ulrich Laufs, Michale Böhm

Institute: Klinik für Innere Medizin III; Universitätsklinikum des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar

Zeitschrift: Atherosclerosis 2010, doi:10.1016/j.atherosclerosis.2010.03.002

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4126



Dokument 1090Titel: Mangel an Folsäure und Vitamin B12 beeinträchtigt die Frakturheilung bei Mäusen nicht
Hintergrund: Aufgrund von klinischen und Tierstudien wird eine schlechte Knochenheilungstendenz durch einen Überschuss von Homocystein vermutet. Ein Homocystein-Überschuss ist Folge eines Mangels an Folsäure und Vitamin B12. In dieser Arbeit wird ein Folsäure- und Vitamin B12-Mangel bei Mäusen hervorgerufen, um den Einfluss auf die Knochenheilung zu untersuchen.
Tiere: 27 Mäuse
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Vierzehn Mäuse erhalten fünf Wochen lang eine Folsäure- und Vitamin B12-Mangel-Diät. Dreizehn Mäuse werden über den gleichen Zeitraum normal gefüttert. Unter Narkose wird dann bei allen Mäusen der rechte Oberschenkelknochen gebrochen, indem das Bein mittels eines Biegegerätes gebogen wird, bis der Knochen bricht. Mit Hilfe eines Nagels, der vom Knie aus in das Knochenmark getrieben wird, wird der Knochen anschließend wieder repariert. Vier Wochen nach der OP werden die Mäuse auf nicht genannte Weise getötet. Es wird eine Blutprobe genommen und die Oberschenkelknochen werden herausgeschnitten, um die Heilung zu beurteilen.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Deficiencies of folate and vitamin B12 do not affect fracture healing in mice

Autoren: J.H. Holstein (1,2)*, M. Herrmann (3,4), J. Schmalenbach (1,2), R. Obeid (3), I. Ölkü (5), M. Klein (1,2), P. Garcia (1,2), T. Histing (1,2), T. Pohlemann (1), M.D. Meger (2), W. Herrmann (3), L. Claes (5)

Institute: (1) Klinik für Trauma-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universität des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar, (2) Institut für Klinische und Experimentelle Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar, (3) Institut für Klinische Chemie und Labormedizin, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar (4) ANZAC Research Institute, University of Sydney, Australia, (5) Institut für Orthopädische Forschung und Biomechanik, Universität Ulm

Zeitschrift: Bone 2010: 47(1), 151-155

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4125



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