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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1491Titel: Eine neue Wundkammer aus Titan zur Untersuchung von Wundinfektionen bei Schweinen
Hintergrund: Etablierung einer Methode, Entzündungsvorgänge der Haut in Titankammern zu studieren.
Tiere: 2 Schweine (Göttinger Minischweine)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Schweine stammen aus der Versuchstierzucht Ellegaard, Dänemark. Sie sind bei Beginn der Versuche 6 Monate alt. Den Schweinen werden je 12 runde Metallkammern aus Titan auf Rücken und Flanken gepflanzt. Eine Kammer besteht aus einem Hohlzylinder mit einem Innendurchmesser von 25 mm, einen Außerdurchmesser von 32 mm und einer Bodenplatte von 50 mm. Sie hat einen Schraubverschluss, der mit einem Schraubenzieher geöffnet werden kann. Unter Narkose werden bei den Schweinen 12 Hautstücke ausgestanzt. Die Kammern werden eingesetzt und mit der Bodenplatte unter der Haut verankert. Nach einer Woche werden zwei verschiedene Arten von Bakterien auf das Gewebe in den Kammern aufgebracht. Alle 48 Stunden werden die Deckel der Kammern geöffnet, um Wundflüssigkeit aufzufangen. Zwei Wochen nach der Beimpfung mit Bakterien werden die Schweine durch Injektion mit dem Tötungsmittel T61 getötet. Die Veränderungen des Gewebes in den Kammern wird mit normaler Haut verglichen.

Bereich: Wundheilung, Entzündungsforschung

Originaltitel: A novel titanium wound chamber for the study of wound infection in pigs

Autoren: Lars Steinstraesser (1)*, Jan J. Vranckx (4), Ali Mohammadi-Tabrisi (1), Frank Jacobsen (1), Dominik Mittler (1), Marcus Lehnhardt (1), Stefan Langer (1), Cornelius Kuhnen (2), Sören Gatermann (3), Hans U. Steinau (1), Elof Eriksson (4)

Institute: (1) Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, BG Universitätsklinikum Bergmannsheil, Ruhr-Universität Bochum, 44789 Bochum, (2) Institut für Pathologie, BG Universitätsklinikum Bergmannsheil, Ruhr-Universität Bochum, (3) Institut für Mikrobiologie, BG Universitätsklinikum Bergmannsheil, Ruhr-Universität Bochum, (4) Department for Plastic Surgery, Harvard University, Boston, Massachusetts, USA

Zeitschrift: Comperative Medicines 2006: 56(4), 279-285

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3572



Dokument 1492Titel: Schmerzlindernde Wirkung von mGlu1- und mGlu5-Rezeptorantagonisten im Ratten-Formalintest
Hintergrund: Rolle zweier Schmerzrezeptoren.
Tiere: 340 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden von der Versuchstierzucht Janvier in Frankreich bezogen. Den Tieren wird entweder Morphium oder Gegenspieler von bestimmten, für das Schmerzempfinden wichtigen Rezeptoren injiziert. Dreißig Minuten später wird mit den Ratten ein Schmerztest durchgeführt. In die Sohle einer Hinterpfote wird Formalin injiziert. In der folgenden Stunde wird beobachtet, wie oft die Ratten die Pfote schütteln oder an ihr lecken oder beißen. Bei einem anderen Schmerztest wird eine Ratte in eine durchsichtige Box gesetzt. Von unten wird ein Hitzestrahl auf die Hinterpfoten gelenkt. Es wird die Zeit gemessen, bis die Ratte ihre Pfote wegzieht. Wenn die Ratte nach 40 Sekunden nicht reagiert hat, wird der Hitzestrahl abgeschaltet, um eine Verletzung der Pfote zu vermeiden. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Bereich: Schmerzforschung

Originaltitel: Analgesic effects of mGlu1 and mGlu5 receptor antagonists in the rat formalin test

Autoren: N. Sevostianova, Wojciech Danysz *

Institute: Merz Pharmaceuticals GmbH, 60318 Frankfurt

Zeitschrift: Neuropharmacology 2006: 51, 623-630

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3571



Dokument 1493Titel: Die durch das Durchschneiden von Nervenfasern hervorgerufenen Neuropeptide Galanin und PACAP fördern die Aussprossung von Nervenfasern von primären afferenten Neuronen und Gesichtsmotorneuronen
Hintergrund: Untersuchung von Faktoren, die am Nachwachsen von Nerven beteiligt sind.
Tiere: 40 Ratten (mehr als)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen. Bei den Ratten wird unter Narkose ein Gesichtsnerv durchgeschnitten. Die Stümpfe werden mit Silikonschläuchen ummantelt. Auf die Nerven werden fluoreszierende Farbstoffe aufgebracht. Diese wandern während der nächsten Tage entlang des Nervs bis zum Gehirn, wo sie später, nach Tötung der Ratte, nachgewiesen werden können. Bei einigen Ratten wird der Spalt zwischen den Nervenstümpfen mit Kollagen oder einer Testsubstanz gefüllt. Bei einigen Tieren werden unter leichter ätherbetäubung die Schnurrhaare bis auf zwei abgeschnitten. Nach dem Aufwachen werden die Schnurrhaarbewegungen mit einer Videokamera aufgenommen. Schließlich werden die Tiere getötet. Ihr Gehirn wird in Scheiben geschnitten und untersucht.

Außerdem wird eine nicht genannte Anzahl Ratten zur Gewinnung von Zellen mit CO2 getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Köln-Fortune Forschungsprogramm, die Imhoff-Stiftung, die Jean-Uhrmacher-Stiftung und den Innsbruck Medical Research Fund.

Bereich: Wiederherstellungschirurgie, Neurochirurgie

Originaltitel: The axotomy-induced neuropeptide galanin and pituitary adenylate cyclase-activating peptide promote axonal sprouting of primary afferent and cranial motor neurones

Autoren: Victor Suarez (1), Orlando Guntinas-Lichius (2), Michael Streppel (2), Shota Ingorokva (4), Maria Grosheva (1), Wolfram F. Neiss (1), Doychin N. Angelov (1)*, Lars Klimaschewski (3)*

Institute: (1) Institut für Anatomie, Universität zu Köln, 50924 Köln, (2) Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität zu Köln, (3) Abteilung für Neuroanatomie, Medizinuniversität Innsbruck, Österreich, (4) Klinik für Neurochirurgie, Medizinuniversität Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: European Journal of Neuroscience 2006: 24, 1555-1564

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3570



Dokument 1494Titel: Untersuchungen des Leptin-Systems und des Stoffwechsels juveniler Ratten: Zwei Adipositas-Modelle
Hintergrund: Ergebnis der Arbeit: Ratten, die als Babys viel essen, sind auch als Erwachsene dick.
Tiere: 524 Ratten (mehr als)
Jahr: 2001

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus institutseigener Zucht. Es handelt sich zum Teil um "normale" Ratten, zum Teil um Tiere, die aufgrund eines Gendefekts an Übergewicht leiden. Würfe mit normal 10 bis 12 Rattenbabys werden auf 4 Tiere pro Wurf reduziert, d.h. die "überschüssigen" Babys werden getötet. Die verbleibenden vier Babys nehmen mangels Konkurrenz mehr Nahrung zu sich. Andere Ratten werden normal aufgezogen. Einigen Tieren wird täglich Leptin, ein Hormon, das beim Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt, injiziert. Am 21. Lebenstag werden die Tiere durch Köpfen getötet. Sie werden zerkleinert, um ihre Körperzusammensetzung zu bestimmen.

Andere Rattenbabys werden künstlich aufgezogen. Die Tiere sitzen dazu einzeln in Plastikkästen, temperiert durch ein warmes Wasserbad. Über den Mund einer Ratte wird ein Plastikschlauch in dessen Speiseröhre eingeführt. Dieser wird außen an der Wange des Tieres mit Sekundenkleber und Pflaster befestigt. Er führt zu einer Pumpe, mit der eine Milchmischung in den Magen der Tiere gepumpt wird. Zur Messung der Körpertemperatur wird den Babys ein Wärmemessgerät in den Mastdarm gesteckt.

Wieder andere Ratten erhalten vom ersten bis neunten Lebenstag täglich Monosodiumglutamat unter die Haut gespritzt. Sie werden am 10. Lebenstag getötet.

Bereich: Hormonforschung

Originaltitel:

Autoren: Corinna Schölch (Betreuer: E. Simon (1), M. Diener (2))

Institute: (1) Max-Planck-Institut für physiologische und klinische Forschung W.G. Kerckhoff-Institut Bad Nauheim, (2) Institut für Veterinär-Physiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen

Zeitschrift: Dissertation, Veterinärmedizin, 2001

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Dissertation

Dokumenten-ID: 3569



Dokument 1495Titel: Kein Hervorrufen wirkungsvoller Antitumor-Immunantworten durch einen Selbstmord-Gentransfer von Zytosindeaminase bei einem syngenischen Bauchspeicheldrüsenkrebsmodell der Ratte
Hintergrund: Gentherapieversuche bei künstlich erzeugtem Krebs.
Tiere: 56 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River WIGA Laboratories, Sulzfeld. Die Experimente werden im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführt. Den Ratten werden Bauchspeicheldrüsenkrebszellen von Nagetieren unter die Haut der Bauchwand gespritzt. Es entwickeln sich solide Tumoren. Nach sechs Wochen werden die Tiere gentherapeutisch behandelt. Dabei werden gentechnisch veränderte Viren in den Tumor injiziert. Einige Ratten erhalten zusätzlich zweimal wöchentlich einen Wirkstoff in die Bauchhöhle gespritzt. Bei anderen Ratten wird vier Wochen nach dem Einspritzen der Krebszellen der gewachsene Tumor chirurgisch entfernt. Nach weiteren vier Wochen werden neue Tumorzellen injiziert, um Metastasen bei menschlichen Patienten zu simulieren. Auch sie werden gentherapeutisch behandelt. Am Ende der Versuche werden die Ratten getötet.

Bereich: Gentherapie

Originaltitel: Effective antitumoral immune responses are not induced by cytosine deaminase suicide gene transfer in a syngeneic rat pancreatic carcinoma model

Autoren: Svan Eisold (1), Dalibor Antolovic (2), Jan Schmidt (2), Reiko Wiessner (1), Ernst Klar (1), Magnus von Knebel-Doeberitz (3), Michael Linnebacher (1)*

Institute: (1) Klinik für Allgemeine Chirurgie, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universität Rostock, 18055 Rostock, (2) Allgemeine Chirurgie, Universität Heidelberg, (3) Institut für Molekulare Pathologie, Universität Heidelberg

Zeitschrift: European Surgical Reseach 2006: 38, 513-521

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3568



Dokument 1496Titel: Geschlechtsunterschiede bei Basal- und Stresswerten der weißen Blutkörperchen im peripheren Blut bei Laborratten
Hintergrund: Blutuntersuchungen bei gestressten Ratten.
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden einzeln gehalten. In Vorversuchen wird getestet, wie sich die einzelnen Tiere gegenüber Eindringlingen verhalten. Eine fremde Ratte wird zu ihnen in den Käfig gesetzt – männliche Tiere zu männlichen und weibliche zu weiblichen. Nur Ratten, die den Eindringling attackieren, ohne ihn zu beißen, werden für die eigentlichen Versuche verwendet. Eine Ratte wird in ein großes Behältnis gesetzt. Ein gleichgeschlechtlicher Eindringlich wird hinzugesetzt. Das Verhalten der Tiere wird zwei Stunden lang mit einer Videokamera aufgezeichnet. Für den Eindringling ist dies mit sozialem Stress verbunden. Normalerweise unterwirft er sich der Bewohner-Ratte. Nach zwei Stunden wird von der Eindringling-Ratte eine Blutprobe aus der Schwanzvene genommen, um die Stresswerte im Blut zu bestimmen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Stressforschung

Originaltitel: Gender difference in basal and stress levels of peripheral blood leukocytes in laboratory rats

Autoren: Volker Stefanski*, Susanne Grüner

Institute: Abteilung für Tierphysiologie, Universität Bayreuth, 95440 Bayreuth

Zeitschrift: Brain, Behavior, and Immunity 2006: 20, 369-377

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3567



Dokument 1497Titel: Dopamin beeinflusst die zellulären Immunfunktionen während polymikrobieller Sepsis
Hintergrund: Zur intensivmedizinischen Behandlung von menschlichen Patienten wird routinemäßig der Nervenbotenstoff Dopamin verabreicht. Ob dies sinnvoll ist oder nicht, wird in dieser Arbeit an Mäusen untersucht. Dazu wird ein "Tiermodell" verwendet, das auf eine Publikation aus dem Jahr 1983 zurückgeht. Dieses "Modell" führt zu einer "reproduzierbaren Todesrate von 50% nach 48 Stunden".
Tiere: 104 Mäuse
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Wilmington, MA, USA. Sie werden unter leichter (!!) äthernarkose operiert. Der Bauch wird aufgeschnitten. In die Bauchhöhle wird eine Minipumpe eingepflanzt. Bei zwei Gruppen zu je 32 Mäusen wird der Dickdarm abgebunden und ein Loch in den Darm gestochen. Durch das Loch wird etwas Darminhalt in die Bauchhöhle gedrückt. Dann wird der Bauch wieder verschlossen. Es kommt bei den Tieren zu einer schweren Entzündung im Bauchraum und Blutvergiftung. Bei zwei Gruppen zu je 16 Mäusen wird die gleiche Operation ausgeführt, aber ohne den Darm zu schädigen. Eine weitere Gruppe mit 8 Mäusen wird nicht operiert. Bei jeweils einem Teil der Tiere wird über die Minipumpe kontinuierlich Dopamin in die Bauchhöhle abgegeben, ein Nervenbotenstoff. Die Tiere werden nach 24 und 48 Stunden beobachtet. Nach 48 Stunden sind 17 bzw. 11 der je 32 Tiere, bei denen der Darm geschädigt wurde, tot. Die überlebenden Mäuse werden durch Genickbruch getötet.

Bereich: Intensivmedizin

Originaltitel: Dopamine affects cellular immune functions during polymicrobial sepsis

Autoren: Reiner Oberbeck (1)*, Daniel Schmitz (1), Klaus Wilsenack (1), Mark Schüler (2), Baher Husain (1), Manfred Schedlowski (2), Michael S. Exton (2)

Institute: (1) Klinik für Traumachirurgie, Universitätsklinikum, 45122 Essen, (2) Institut für medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Essen

Zeitschrift: Intensive Care Medicine 2006: 32, 731-739

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3566



Dokument 1498Titel: Beurteilung einer modifizierten piezoresistiven Technik und einer Wasser-Kapsel-Technik für direkte und dauernde Messung des Druckes innerhalb der Bauchhöhle bei einem Schweinemodell
Hintergrund: Vergleich von Messmethoden zur Bestimmung des Drucks in der Bauchhöhle bei aufgeblähtem Bauch.
Tiere: 46 Schweine (46 kg)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Zehn Schweine werden für eine Pilotstudie verwendet, elf Schweine für das eigentliche Experiment. Unter Narkose wird der Bauch aufgeschnitten. Ein Katheter wird in die Harnblase gelegt. Zwei Messsonden werden in den Bauchraum befestigt, deren Enden durch die Haut nach außen gelegt werden. Der Bauch wird wieder verschlossen. Nun wird die Bauchhöhle mit CO2 gefüllt. Neun Stunden lang wird ein bestimmter Druck in der Bauchhöhle aufrecht erhalten. Weitere drei Stunden lang wird die CO2-Zufuhr gestoppt und so der Druck herabgesetzt. Während des ganzen Versuchs wird der Bauchhöhlendruck mit drei verschiedenen Methoden über die eingelegten Messsonden bestimmt. Anschließend werden die Schweine durch Überdosis eines Narkosemittels getötet.

Die Arbeit wurde teilweise durch den Medizinischen Dienst der Bundeswehr unterstützt.

Bereich: Anästhesiologie

Originaltitel: Evaluation of a modified piezoresistive technique and a water-capsule technique for direct and continuous measurement of intra-abdominal pressure in a porcine model

Autoren: Alexander Schachtrupp (1), Dietrich Henzler (2), Sandra Orfao (2), Werner Schäfer (3), Robert Schwab (4), Peter Becker (4), Volker Schumpelick (1)

Institute: (1) Chirurgische Klinik, Technische Hochschule Aachen, (2) Klinik für Anästhesiologie, Technische Hochschule Aachen, (3) Continence Research Unit, Division of Geriatric Medicine, University of Pittsburgh Medical Center, USA, (4) Abteilung für Viszeral- und Thoraxchirurgie, Zentrales Krankenhaus der Bundeswehr, Koblenz

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2006: 34(3), 745-750

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3565



Dokument 1499Titel: Überwachung der Sauerstoffversorgung des Gehirns mit Fast-Infrarot-Spektroskopie und des Sauerstoffpartialdrucks im Gewebe während Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Schweinen
Hintergrund: Überwachung der Sauerstoffversorgung des Gehirns.
Tiere: 12 Schweine (Ferkel, 12-16 Wochen alt, 38-45 kg)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Schweine werden narkotisiert. Durch ein Bohrloch im Schädel wird eine Sonde zur Sauerstoffmessung in das Hirngewebe eingeführt. An einer Stelle des Schädels wird ein Stück Haut entfernt. Ein Messfühler wird an dieser Stelle direkt auf den Schädelknochen aufgelegt, ein zweiter wird an anderer Stelle auf der Haut befestigt. Diese Messfühler sind mit einem Gerät zur Sauerstoffmessung verbunden. Lange Katheter werden in Blutgefäße im Hinterbein und im Hals gelegt. Über Nadelelektroden am Brustkorb wird eine elektrischen Spannung angelegt. Es kommt zu Kammerflimmern und Herzstillstand. Die künstliche Beatmung wird gestoppt. Nach vier Minuten werden die Schweine durch Herzmassage, Gabe verschiedener Medikamente sowie Defibrillation (Beendigung des Kammerflimmerns durch gezielte Stromstöße) wiederbelebt. Nach der Wiederbelebung wird eine Stunde lang mit den drei Messgeräten alle fünf Minuten die Sauerstoffversorgung gemessen. Anschließend werden die Schweine durch Überdosis von Narkosemitteln getötet.

Die Versuche fanden in Österreich statt.

Bereich: Anästhesiologie

Originaltitel: Monitoring of cerebral oxygenation with near infrared spectroscopy and tissue oxygen partial pressure during cardiopulmonary resuscitation in pigs

Autoren: B. Bein (1)*, E. Cavus (1), K.H. Stadlbauer (2), P.H. Tonner (1), M. Steinfath (1), J. Scholz (1), V. Dörges (1)

Institute: (1) Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, 24105 Kiel, (2) Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Innsbruck, Österreich

Zeitschrift: European Journal of Anaesthesiology 2006: 23, 501-509

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3564



Dokument 1500Titel: Funktionelle Wechselwirkung von NMDA und Gruppe-I-metabotropischen Glutamatrezeptoren bei negativ verstärktem Lernen bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung der Mechanismen des Lernens
Tiere: 156 Ratten (mindestens)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Janvier, Frankreich. Es werden drei unterschiedliche Angst-Lernexperimente vorgenommen.

1. Eine Ratte wird in eine Kiste mit drei gleichgroßen Kammern gesetzt. Eine Kammer ist hell erleuchtet, die andere dunkel. Wenn die Ratte sich in die schützende dunkle Kammer begibt, wird die Tür hinter ihr zugemacht und drei Stromstöße (1mA, 1 Sekunde) werden über das Bodengitter verabreicht. Das Schreien und Springen der Ratte wird als Bestätigung für die Wirkung des Stromstoßes angesehen. Am nächsten Tag muss die Ratte sich wieder entscheiden, ob sie in die dunkle oder die helle Kammer läuft. Meidet sie die dunkle Kammer, wird das als gutes Erinnerungsvermögen ausgelegt.

2. Eine Ratte wird in eine Plastikröhre (19 cm lang, 7,6 cm Durchmesser) gesteckt, die mit einem Gitterboden ausgestattet ist. Im Raum wird ein Grundgeräusch von 64 dB erzeugt. Die Ratte wird nun mehrfach mit lauten, kurzen Geräuschen von 100 dB erschreckt. Am nächsten Tag wird die Ratte wieder in die Röhre gesteckt. Über den Gitterboden werden 15 Stromstöße (0,6 mA) verabreicht. Jeweils zeitgleich mit den Stromstößen leuchtet eine Lampe auf. Wieder einen Tag später wird die Ratte wieder in die Röhre gesteckt. Es werden entweder das laute Geräusch allein oder in Kombination mit der Lampe angeschaltet. Die Schreckreaktionen der Ratte werden mit einem Gerät aufgezeichnet

3. Eine Ratte wird in die unter 2. beschriebene Plastikröhre gesteckt. Über den Gitterboden werden 10 immer stärker werdende Stromstöße (0, 01, 02, 05, 1 mA jeweils 1s) an die Füße verabreicht. Das Aufspringen der Ratte wird registriert.

Jeweils 30 Minuten vor den Test erhalten die Tiere je nach Gruppe unterschiedliche Testsubstanzen in die Bauchhöhle injiziert.

Bereich: Psychopharmakologie

Originaltitel: Functional interaction of NMDA and group I metabotropic glutamate receptors in negatively reinforced learning in rats

Autoren: A. Gravius (1), M. Pietraszek (1,2), W.J. Schmidt (3), W. Danysz (1)*

Institute: (1) Merz Pharmaceuticals, 60318 Frankfurt, (2) Institute of Pharmacology, Polish Academy of Sciences, Krakau, Polen, (3) Abteilung für Neuropharmakologie, Zoologisches Institut, Universität Tübingen

Zeitschrift: Psychopharmacology 2006, 185, 58-65

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3563



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