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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1091Titel: Mangel an Folsäure und Vitamin B12 beeinträchtigt die Frakturheilung bei Mäusen nicht
Hintergrund: Aufgrund von klinischen und Tierstudien wird eine schlechte Knochenheilungstendenz durch einen Überschuss von Homocystein vermutet. Ein Homocystein-Überschuss ist Folge eines Mangels an Folsäure und Vitamin B12. In dieser Arbeit wird ein Folsäure- und Vitamin B12-Mangel bei Mäusen hervorgerufen, um den Einfluss auf die Knochenheilung zu untersuchen.
Tiere: 27 Mäuse
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Vierzehn Mäuse erhalten fünf Wochen lang eine Folsäure- und Vitamin B12-Mangel-Diät. Dreizehn Mäuse werden über den gleichen Zeitraum normal gefüttert. Unter Narkose wird dann bei allen Mäusen der rechte Oberschenkelknochen gebrochen, indem das Bein mittels eines Biegegerätes gebogen wird, bis der Knochen bricht. Mit Hilfe eines Nagels, der vom Knie aus in das Knochenmark getrieben wird, wird der Knochen anschließend wieder repariert. Vier Wochen nach der OP werden die Mäuse auf nicht genannte Weise getötet. Es wird eine Blutprobe genommen und die Oberschenkelknochen werden herausgeschnitten, um die Heilung zu beurteilen.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Deficiencies of folate and vitamin B12 do not affect fracture healing in mice

Autoren: J.H. Holstein (1,2)*, M. Herrmann (3,4), J. Schmalenbach (1,2), R. Obeid (3), I. Ölkü (5), M. Klein (1,2), P. Garcia (1,2), T. Histing (1,2), T. Pohlemann (1), M.D. Meger (2), W. Herrmann (3), L. Claes (5)

Institute: (1) Klinik für Trauma-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universität des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar, (2) Institut für Klinische und Experimentelle Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar, (3) Institut für Klinische Chemie und Labormedizin, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar (4) ANZAC Research Institute, University of Sydney, Australia, (5) Institut für Orthopädische Forschung und Biomechanik, Universität Ulm

Zeitschrift: Bone 2010: 47(1), 151-155

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4125



Dokument 1092Titel: RAGE und ICAM-1 kooperieren bei der Vermittlung der Leukozyten-Rekrutierung bei einer akuten Entzündung in vivo
Hintergrund: Untersuchung der Abläufe beim Entzündungsprozess.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden Knockout-Mäuse "hergestellt", denen Rezeptoren fehlen, die für den Entzündungsprozess im Gewebe von Bedeutung sind. Die Tiere werden in den Versuchstierzuchten der Universität Heidelberg und des Walter Brendel Center of Experimental Medicine, Ludwig-Maximilians-Universität, München, gehalten. Die Experimente werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe und der Regierung von Oberbayern genehmigt.

Unter Narkose wird den Mäusen eine markierte Lösung mit Antikörpern, die gegen die Entzündungsrezeptoren gerichtet sind, injiziert. Bei einigen Mäusen wird eine Endzündung des Hodenmuskels ausgelöst, indem dieser 20 Minuten durchspült wird. Für genauere Angaben wird auf ältere Publikationen verwiesen. Der Hodenmuskel wird so präpariert, dass er bei der lebenden Maus unter ein Mikroskop gelegt werde kann. So wird das Verhalten der Entzündungszellen (weißen Blutkörperchen) bei Mäusen mit Entzündung und Mäusen ohne Entzündung des Muskels beobachtet.

Bereich: Entzündungsforschung

Originaltitel: RAGE and ICAM-1 cooperate in mediating leukocyte recruitment during acute inflammation in vivo

Autoren: David Frommhold (1), Anna Kamphues (1), Ingrid Hepper (4), Monika Pruenster (4), Ivan K. Lukic (2,7), Ines Socher (4), Victoria Zablotskaya (1), Kirsten Buschmann (1), Bärbel Lange-Sperandio (5), Jürgen Schymeinsky (4), Eduard Ryschich (3), Johannes Poeschl (1), Christian Kupatt (6), Peter P. Nawroth (2), Markus Moser (8), Barbara Walzog (4), Angelika Bierhaus (2), Markus Sperandio (4)*

Institute: (1) Abteilung für Neonatale Medizin, Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg, (2) Medizin I, Universität Heidelberg, 69120 Heidelberg, (3) Institut für Klinische Chemie, Universität Heidelberg, (4) Walter Brendel Center of Experimental Medicine, Ludwig-Maximilians-Universität, Marchionistr. 15, 81377 München, (5) Dr.-von-Haunersches Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität, (6) Innere Medizin I, Ludwig-Maximilians-Universität, (7) Biosistemi d.o.o., Zagreb, Kroatien, (8) Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried

Zeitschrift: Blood 2010, Doi:10.1182/blood-2009-09-244293

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4124



Dokument 1093Titel: Exakte Berechnung des Lebervolumens mittels CT inclusive des nicht-metabolischen Lebergewebes bei der dreidimensionalen Leberrekonstruktion
Hintergrund: Bestimmung des Lebervolumens mittels CT für Leber-Operationen.
Tiere: 12 Schweine (30-35 kg)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die jungen Schweine (Deutsche Landrasse, 30-35 kg) werden an der Universität Heidelberg gehalten. Unter Narkose werden ihre Lebern mittels CT gescannt. Dann wird der Bauch aufgeschnitten, um die komplette Leber zu entnehmen. Die Tiere werden dabei getötet. Es wird das Volumen der Leber anhand der CT-Scans und der entnommenen Organe bestimmt. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Exact CT-based liver volume calculation including nonmetabolic liver tissue in the three-dimensional liver reconstruction

Autoren: Sascha A. Müller (1), Karin Bläuer (2), Michael Kremer (1), Matthias Thorn (3), Arianeb Mehrabi (1), Hans-Peter Meinzer (3), Ulf Hinz (4), Jürg Metzger (2), Markus W. Büchler (1), Bruno M. Schmied (1)*

Institute: (1) Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 110, 69120 Heidelberg, (2) Chirurgische Klinik, Kantonsspital Luzern, Luzern, Schweiz, (3) Abteilung für Medizinische und Biologische Informatik, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, (4) Abteilung für Dokumentation und Statistik, Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg

Zeitschrift: Journal of Surgical Research 2010: 160; 236-243

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4123



Dokument 1094Titel: Endoskopischer Einsatz einer hämostatitischen Thrombin-Gelatine-Matrix (FloSeal (R)) bei Schweinen mit Gerinnungshemmung
Hintergrund: Ein Blutung stillendes Gel wird in der Chirurgie bereits an menschlichen Patienten eingesetzt. Hier wird das Gel mit Hilfe eines Endoskops und eines Applikators über die Speiseröhre in den Magen von Ferkeln eingebracht, um die Blutung einer künstlichen Verletzung zu stoppen.
Tiere: 8 Schweine (25-30 kg)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden im Institut der Fördergemeinschaft für innovative Medizin, Altenbeichlinger Str. 157, 99625 Beichlingen statt, einem chirurgischen Trainingszentrum. Sie wurden vom Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbrauchschutz, Bad Langensalza, genehmigt.

Bei acht narkotisierten Ferkeln (25-30 kg) wird mittels eines Endoskops (Schlauch mit optischem System), das über die Speiseröhre in den Magen eingeführt wird, im Magen eine Verletzung gesetzt: die Schleimhaut wird auf einer Fläche von 2 x 2 cm abgeschabt und die Ränder des Defekts werden mit einem Messer eingeschnitten, bis es zu einer arteriellen Blutung kommt. Anschließend wird ein neu entwickelter Applikator über die Speiseröhre in den Magen eingeführt, mit dem ein Gel zur Blutungsstillung auf die Verletzung aufgetragen wird. Dieses geschieht unter endoskopischer Kontrolle. Wenn die Blutung gestillt ist, werden Endoskop und Applikator wieder entfernt. Um die blutverdünnende Behandlung bei Patienten mit Stents in Herzkranzgefäßen zu simulieren, erhalten zwei Gruppen von je drei Schweinen 30 Minuten vor der Blutungsstillung einen Blutverdünner (Heparin oder Azetylsalizylsäure (ASS)) injiziert. Eine dritte Gruppe mit zwei Schweinen erhält keinen Blutverdünner. Die Schweine erwachen aus der Narkose. Es werden regelmäßig Blutproben genommen. 48-72 Stunden nach der OP werden die Tiere mit dem Tötungsmittel T61 getötet, um Magen und andere Organe zu untersuchen.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Endoscopic application of hemostatic thrombin-gelatin matrix (FloSeal (R)) in anticoagulated pigs

Autoren: C. Hammes (1), G. Moersdorf (2), A. Refeidi (3), S. Post (1), G. Kaehler (1)

Institute: (1) Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, (2) Baxter Deutschland GmbH, SBU BioSurgery, Heidelberg, (3) King Khalid University, Abha, Saudi-Arabien

Zeitschrift: Minimally Invasive Therapy 2010: 19, 48-51

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4122



Dokument 1095Titel: Einfluss der herabgesetzten Knochenmark-Knochenbildung auf die Frakturheilung in einem experimentellen Modell der Altersosteoporose
Hintergrund: Klinischen Studien zufolge ist die chirurgische Reparatur von Knochenbrüchen bei alten Menschen mit Osteoporose (Knochenschwund) zwar erschwert, es gibt aber nur vereinzelt Hinweise auf eine verschlechterte Heilung. Dies wird in der vorliegenden Arbeit mit Mäusen bestätigt.
Tiere: 48 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter deutscher Federführung in der Schweiz (Kanton Zürich) statt. Es werden Mäuse einer Mauslinie verwendet, die ab einem Alter von 3 bis 4 Monaten Charakteristika des Altersknochenschwunds des Menschen zeigen (verminderte Dichte und Mineralgehalt des Knochens, herabgesetzter Knochenstoffwechsel) sowie gleichaltrige Mäuse ohne diese Eigenschaften. Die Tiere stammen aus der Versuchstierzucht Harlan, Horst, Niederlande. Unter Narkose wird ein Oberschenkelknochen durchgesägt und anschließend mit einer Metallplatte und vier Schrauben zusammengesetzt. Nach 7, 14, 28 und 42 Tagen werden jeweils einige Mäuse auf nicht genannte Weise getötet, um die Knochenheilung mittels CT und histologisch (gewebekundlich) zu untersuchen.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die AO Foundation Davos, Schweiz und die Olga-Mayenfisch-Stiftung.

Bereich: Knochenchirurgie, Altersforschung

Originaltitel: Influence of defective bone marrow osteogenesis on fracture repair in an experimental model of senile osteoporosis

Autoren: Marcus Egermann (1)*, Petra Heil (2), Andrea Tami (2); Keita Ito (2,3), Patricia Janicki (1), Brigitte Von Rechenberg (4), Willy Hofstetter (5), Peter J. Richards (6)

Institute: (1) Orthopädische Universitätsklinik, Schlierbacher Landstraße 200a, 69118 Heidelberg, (2) AO Research Institute, Davos, Schweiz, (3) Department of Biomedical Engineering, Eindhoven University of Technology, Eindhoven, Niederlande, (4) Muscoloskeletal Research Unit, Vetsuisse, Universität Zürich, Schweiz, (5) Abteilung für Klinische Forschung, Universität Bern, Schweiz, (6) Kompetenzzentrum für Angewandte Biotechnologie und Molekularmedizin, Universität Zürich, Schweiz

Zeitschrift: Journal of Orthopedic Research 2010: 28, 798-804

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4121



Dokument 1096Titel: Reaktionen auf Klicks in einem bestimmten Hirnbereich der Schleiereule: Impulsreaktion und Signalanalyse des neurophonen Potentials
Hintergrund: Verarbeitung von Geräuschen im Gehirn der Schleiereule.
Tiere: 4 Eulen (Schleiereulen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung in Maryland, USA, statt. Bei vier Schleiereulen wird unter Narkose der Kopf in einen stereotaktischen Halteapparat eingespannt. Auf dem Schädel wird die Haut entfernt und eine Metallplatte und ein Metallstift werden auf den Knochen geklebt. Dann wird ein Loch in den Schädelknochen gebohrt. Die harte Hirnhaut wird aufgeschnitten. Elektroden werden mit einem Antriebsgerät in das Hirngewebe eingelassen. Die Eulen werden in einen schalldichten Raum gebracht. Über Lautsprecher in beiden Ohrkanälen werden Klicks, Töne oder Rauschen abgespielt. Gleichzeitig werden Nervenströme im Gehirn der Eule gemessen. Die Tiere erwachen danach aus der Narkose und werden für zwei bis drei gleichartige Experimente im Abstand von einer Woche verwendet. Das weitere Schicksal wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie National Institutes of Health Grants unterstützt.

Bereich: Neurophysiologie, Neurobiologie, Tierphysiologie

Originaltitel: Auditory Responses in the barn owl’s nucleaus laminaris to clicks: Impulse response and signal analysis of neurophonic potential

Autoren: Hermann Wagner (1,2)*, Sandra Brill (1), Richard Kempter (3,4), Catherine E. Carr (2)

Institute: (1) Institut für Biologie II; RWTH Aachen, Mies-van-der-Rohe-Str. 15, 52056 Aachen, (2) Department of Biology, University of Maryland, College Park, Maryland, USA, (3) Institut für Theoretische Biologie, Biologische Fakultät, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, (4) Bernstein Center for Computational Neuroscience, Berlin

Zeitschrift: Journal of Neurophysiology 2009: 102, 1227-1240

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4120



Dokument 1097Titel: Verbesserung der Fähigkeit Klänge zu lokalisieren durch den Gesichtsschleier der Schleiereule (Tyto alba), gezeigt durch eine virtuelle Entfernung des Gesichtschleiers
Hintergrund: Der Gesichtsschleier ist eine kranzförmige Einfassung des vorderen Kopfes durch steife, besonders geformte Federn bei Eulen und einigen anderen Vögeln. Sie verstärken und lenken die Schallwellen in Richtung der Ohren. In dieser Studie wird die Bedeutung des Gesichtsschleiers bei der Klanglokalisation untersucht.
Tiere: 4 Eulen (Schleiereulen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Der Gesichtsschleier ist eine kranzförmige Einfassung des vorderen Kopfes durch steife, besonders geformte Federn bei Eulen und einigen anderen Vögeln. Sie verstärken und lenken die Schallwellen in Richtung der Ohren. Die Schleiereule verdankt sogar ihren Namen dieser Besonderheit. In dieser Studie wird bei drei Schleiereulen der Gesichtsschleier virtuell durch ein Dauerrauschen unbrauchbar gemacht. Bei den Eulen handelt es sich um zahme, im Institut für Biologie II gezüchtete Tiere. Eine Eule wird in einem schalldichten Raum auf eine Stange gesetzt. Sie wird über Monate "trainiert", zunächst mindestens 150 ms geradeaus zu gucken. dann ertönt über einen im Raum bewegbaren Lautsprecher ein Ton. Die Eule muss ihren Kopf in die Richtung, aus der der Ton, kommt bewegen. Macht sie es richtig, erhält sie etwas Fleisch (Stücke von Eintagsküken) aus einem Automaten. Die Kopfbewegungen werden mit einem Computer-gesteuerten Tracking-System verfolgt. Für die Studie werden diese Versuche mit und ohne virtueller "Entfernung" des Gesichtsschleiers durchgeführt. Pro Tag erfolgen 30 – 100 Versuche. Das Dauerrauschen mit dem die Gesichtsfedern ausgeschaltet werden, erfolgt über direkt am Ohr angebrachte Lautsprecher. Diese werden an einer zuvor am Schädelknochen angeschraubten Metallplatte angebracht.

Eine vierte Eule wird in Narkose untersucht. Töne werden aus verschiedenen Richtungen im Raum abgespielt. Dabei zeichnet ein direkt vor dem Ohr positioniertes Mikrofon die Resonanz auf. Das Tier wird am Ende des Experiments getötet.

Bereich: Tierphysiologie

Originaltitel: Improvements of sound localization abilities by the facial ruff of the barn owl (Tyto alba) as demonstrated by virtual ruff removal

Autoren: Laura Hausmann*, Mark von Campenhausen, Frank Endler, Martin Singheiser, Hermann Wagner

Institute: Institut für Biologie II; RWTH Aachen, Mies-van-der-Rohe-Str. 15, 52056 Aachen

Zeitschrift: PLoS One 2009: 4(11), e7721

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4119



Dokument 1098Titel: Klinische und experimentelle Untersuchungen zur Physiologie der Tuba Eustachii
Hintergrund: Ein Erguss von Mageninhalt über die Eustachische Röhre (Kanal zwischen Rachen und Mittelohr) in das Mittelohr wird als Hauptursache für eine Mittelohrentzündung angesehen. Hier wird ein "Tiermodell" vorgestellt, mit dem die Funktion der Röhre am mongolischen Gerbil untersucht werden soll.
Tiere: 15 Gerbils
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose wird der Bauch der Gerbils (Mongolische Wüstenrennmäuse) aufgeschnitten. Mit Gewebeklebstoff wird ein "Gastroadapter" an den Magen angebracht. Mit diesem Gerät ist es möglich, Farbstoff in den Magen zu spritzen und den Magendruck zu verändern. Eine Muskel entspannende Substanz wird in den unteren Bereich der Speiseröhre injiziert. Farbstoff wird in den Magen eingebracht und dann wird der Druck im Magen erhöht. Es werden bei Gruppen von Gerbils zwei verschiedene Drücke eingesetzt. Beim höheren Druck ergießt sich der Farbstoff durch die Speiseröhre in den Rachenraum und durch die Eustachischen Röhren (Tuben) bis in beide Mittelohren. Die Tiere werden auf nicht genannte Weise getötet, um die Spur des Farbstoffs gewebekundlich zu verfolgen.

Außerdem wird ein Gerät vorgestellt, mit dem die Funktion der Tube bei menschlichen Probanden untersucht werden kann.

Bereich: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Originaltitel:

Autoren: H. Sudhoff (1)*, T. Ockermann (1), R. Mikolajczyk (2), J. Ebmeyer (1), D. Korbmacher (1), D. Garten (3), S. Schreiber (3)

Institute: (1) Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Klinikum Bielefeld, Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld, (2) Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld, (3) Institut für Physiologie, Ruhr-Universität Bochum

Zeitschrift: HNO 2009: 57, 428-435

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4118



Dokument 1099Titel: Ausscheidungsrate von freien und gewebegebundenen Autoantikörpern gegen Typ-VI-Kollagen bei einer experimentellen Epidermolysis Bullosa Acquisita
Hintergrund: Verteilung und Ausscheidung von Antikörpern bei einer experimentellen Epidermolysis Bullosa Acquisita, einer erbliche Hautkrankheit des Menschen, bei der es zu Blasenbildung der Haut am ganzen Körper kommt.
Tiere: 17 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Drei weibliche und eine männliche Maus werden von Charles River, Sulzfeld, bezogen. Den weiblichen Mäusen wird ein rekombinantes (gentechnisch verändertes) Kollagen von Mäusen in eine Fußsohle injiziert. Dadurch entwickelt sich bei den Tieren in den nächsten 4 bis 8 Wochen Hautschäden mit Blasen, Abschürfungen und Krusten hauptsächlich um die Augen, an den Ohren und am Mund. Die Tiere werden mit der männlichen Maus verpaart. Vier Nachkommen der einen Maus werden am Tag der Geburt getötet, um Gewebe- und Blutproben zur Untersuchung zu entnehmen. Ebenso werden Proben von der Mutter genommen. Bei zehn Nachkommen der anderen beiden Mütter werden von der 4. bis 9. Lebenswoche einmal wöchentlich Gewebe- und Blutproben genommen. Die Jungtiere zeigen keine Hautveränderungen. Eine Tötung dieser Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Immunologie, Hautkrankheiten

Originaltitel: Clearance rates of circulating and tissue-bound autoantibodies to type VII collagen in experimental epidermolysis bullosa acquisita

Autoren: M. Kasperkiewicz, M. Hirose, A. Recke, E. Schmidt, D. Zillikns, R.J. Ludwig

Institute: Hautklinik, Universität Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck

Zeitschrift: British Journal of Dermatology 2010: 162, 1064-1070

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4117



Dokument 1100Titel: In-vivo-Funktionstüchtigkeit und struktureller Reifungsprozess von dezellularisierten allogenen Aortenklappen in der subkoronaren Position
Hintergrund: Ersatz der Aortenklappe beim Schaf durch ein Klappengerüst eines anderen Schafes.
Tiere: 15 Schafe (Merinoschafe)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Zehn junge Schafe werden getötet, um die Aortenklappen zu entnehmen. Die Klappen werden in verschiedene Lösungen eingelegt, so dass alle Zellen entfernt werden und nur noch das bindegewebige Gerüst übrig bleibt. Fünf Klappen werden dazu verwendet, zu untersuchen, inwieweit die Zellen entfernt und das Gerüst erhalten geblieben ist. Die anderen fünf Herzklappen werden fünf jungen Schafen (14-20 Wochen alt) eingepflanzt, die von einem lokalen Züchter aus Baden-Württemberg stammen. Dazu wird unter Narkose der Brustkorb eröffnet, die Tiere werden an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und das Herz wird zum Stillstand gebracht. Die Aortenklappe wird gegen das zuvor präparierte Klappengerüst eins der anderen Schafe ausgetauscht. Die Schafe werden in den nächsten 5 – 7 Tagen nach der OP im Institut beobachtet. Es wird eine Herzultraschalluntersuchung gemacht. Danach kommen die Schafe zurück zu der Zuchtfarm. Nach fünf Monaten werden die Tiere durch Überdosis von Pentobarbital getötet, die Herzklappen werden entfernt und untersucht. Die Versuche fanden vermutlich in Heidelberg statt.

Bereich: Herzchirurgie

Originaltitel: In vivo functional performance and structural maturation of decellularised allogenic aortic valves in the subcoronary position

Autoren: Payam Akhyari (1,2)*, Hiroyuki Kamiya (1,2), Patricia Gwanmesia (2), Hug Aubin (2), Ramon Tschierschke (2), Stefanie Hoffmann (2), Matthias Karck (2), Artur Lichtenberg (1)

Institute: (1) Klinik für Herz-Kreislauf-Chirurgie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Klinik für Herzchirurgie, Karl-Rupprecht-Universität, Universitätsklinikum, Heidelberg

Zeitschrift: European Journal of Cardio-thoracic Surgery 2010: 38(5), 539-546

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4116



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