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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1391Titel: Frühe Aktivierung der Gene, die mit der Entzündungs- und Immunantwort in Zusammenhang stehen, nach experimenteller Ablösung der Augennetzhaut beim Schwein
Hintergrund: Veränderungen der Genexpression bei einer abgelösten Augennetzhaut.
Tiere: 6 Schweine (17-22 kg)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei narkotisierten Schweinen wird ein Auge auf einer Seite aufgeschnitten. Mit Mikropipetten aus Glas wird unter die Augennetzhaut Flüssigkeit injiziert, wodurch diese von der hinteren Wand teilweise abgelöst wird. Das Auge wird wieder verschlossen und die Schweine erwachen aus der Narkose. Nach 24 Stunden werden die Tiere unter erneuter Narkose durch Injektion eines Giftes (T61) getötet.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: Early activation of inflammation- and immune response-related genes after experimental detachment of the porcine retina

Autoren: Margrit Hollborn (1,2), Mike Francke (3), Ianors Iandiev (1,4), Eva Bühner (1), Christian Foja (1), Leon Koben (1,5), Andreas Reichenbach (3), Peter Wiedemann (1), Andreas Bringmann (1), Susann Uhlmann (4)*

Institute: (1) Augenklinik, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, Liebigstraße 10-14, 04103 Leipzig, (2) Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung (IZKF), Universität Leipzig, (3) Paul Flechsig Institut für Hirnforschung, Universität Leipzig, (4) Translational Center for Regenerative Medicine, Universität Leipzig, Philipp-Rosenthal-Straße 55, 04103 Leipzig, (5) Helios Klinikum Aue, Aue

Zeitschrift: Investigative Ophthalmology & Visual Science 2008: 49(3), 1262-1273

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3820



Dokument 1392Titel: Endocardiale Laserresektion für die Behandlung des Vorhofflimmerns bei einem akuten Schafmodell
Hintergrund: Test einer Operationstechnik zur Behandlung von Vorhofflimmern.
Tiere: 6 Schafe
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Narkotisierten Schafen wird das Brustbein aufgesägt, um den Brustkorb zu öffnen. Der Herzbeutel wird aufgeschnitten, das Herz freigelegt. Am linken Herzvorhof wird mit einem Laser etwas Gewebe entfernt. Das Herz wird wieder geschlossen. Zwei Stunden später werden die Schafe getötet, um Herz, Lungen und Speiseröhre gewebekundlich zu untersuchen.

Bereich: Herzchirurgie

Originaltitel: Endocardial laser ablation fort he treatment of atrial fibrillation in an acute sheep model

Autoren: Nicolas Doll (1)*, Piotr Suwalski (1), Heike Aupperle (2), Thomas Walthner (1), Michael A. Borger (1), Heinz-Adolf Schon (2), Friedrich W. Mohr (1)

Institute: (1) Abteilung für Herzchirurgie, Herzzentrum, Universität Leipzig, Struempellstraße 39, 04289 Leipzig, (2) Institut für Veterinärpathologie, Universität Leipzig

Zeitschrift: Journal of Cardiac Surgery 2008: 23, 198-203

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3819



Dokument 1393Titel: Ascorbinsäure reduziert eine durch Lärm verursachte Stickoxidproduktion im Meerschweinchenohr
Hintergrund: Kann Vitamin C das Gehör schützen?
Tiere: 54 Meerschweinchen
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Meerschweinchen stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Zunächst wird bei den betäubten Tieren das Gehör getestet. Dazu werden Nadelelektroden unter die Kopfhaut gesteckt, um Hirnströme zu messen, während Klicklaute mit einer Lautstärke zwischen 90 und 10 dB abgespielt werden. In den folgenden sieben Tagen erhalten 24 Meerschweinchen eine niedrige Dosis (25 mg/kg) Vitamin C, 24 Tiere eine hohe Dosis (525 mg/kg) und sechs Tiere gar kein Vitamin C täglich über das Trinkwasser verabreicht. Unter erneuter Narkose wird jeweils die Hälfte der hoch und niedrig dosierten Meerschweinchen eine Stunde lang einem lauten Geräusch (20 Klicklaute von 90 dB pro Sekunde) ausgesetzt. Anschließend wird wieder das Gehör getestet. Danach werden die Tiere durch Injektion von Pentobarbital getötet. um die Innenohren zu untersuchen.

Bereich: Hals-Nasen-Ohren-Forschung

Originaltitel: Ascorbic acid reduces noise-induced nitric oxide production in the guinea pig ear

Autoren: Ulf-Rüdiger Heinrich (1)*, Ilka Fischer (1), Jürgen Brieger (1), Andreas Rümelin (2), Irene Schmidtmann (3), Huige Li (4), Wolf J. Mann (1), Kai Helling (1)

Institute: (1) Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz, (2) Klinik für Anästhesiologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz, (3) Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik, Johannes Gutenberg Universität Mainz, (4) Institut für Pharmakologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Zeitschrift: The Laryngoscope 2008, 118, 837-842

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3818



Dokument 1394Titel: Räumliche Verschiedenartigkeit der Durchblutung des Herzmuskels gibt Aufschluss über die lokale Kaliumkanal-Exprimierung und die Aktionspotentialdauer
Hintergrund: Physiologische Details im Herzmuskel.
Tiere: 17 Hunde (Beagles)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei den narkotisierten Hunden wird der Brustkorb geöffnet und das Herz freigelegt. In die linke Herzkammer werden radioaktive Mikrosphären (winzige Kügelchen) injiziert. dann werden die Hunde getötet. Das Herz wird herausgeschnitten. Unter anderem wird die Verteilung der Kügelchen im Herzmuskel untersucht.

Bereich: Herz-Kreislauf-Physiologie

Originaltitel: Spatial heterogeneity of myocardial perfusion predicts local potassium channel expression and action potential duration

Autoren: Marion Stoll, Michael Quentin, Andrej Molojavyi, Volker Thämer, Ulrich K.M. Decking*

Institute: Abteilung für Herz-Kreislauf-Physiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsstraße 1, Gebäude 22.03, 40225 Düsseldorf

Zeitschrift: Cardiovascular Research 2008: 77, 489-496

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3817



Dokument 1395Titel: Ein flow sensitive alternating inversion recovery (FAIR)-MRI Protokoll zur Messung des Blutflusses im Gehirn bei einem Schlaganfallmodell der Maus
Hintergrund: Vergleich zweier Untersuchungsmethoden für ein Schlaganfall-"Tiermodell".
Tiere: 32 Mäuse
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR). Bei den Tieren wird künstlich ein Hirnschlag ausgelöst. Dazu wird den narkotisierten Tieren eine Halsarterie aufgeschnitten. Ein Faden wird eingefädelt und bis in die mittlere Hirnarterie vorgeschoben. Das Blutgefäß ist so klein, dass es durch den Faden vollständig ausgefüllt wird, so dass das Blut nicht mehr fließen kann. Das Gewebe dahinter wird nun nicht mehr durchblutet. Der Blutfluss im Gehirn wird bei jeweils einer Gruppe von Mäusen auf unterschiedliche Art untersucht. Bei einer Gruppe wird eine radioaktive Substanz in die Blutbahn injiziert. Eine Minute später werden die Tiere geköpft. Die Gehirne werden entfernt und die Verteilung der radioaktiven Substanz im Gehirn wird untersucht. Die anderen Mäuse werden mit einem bildgebenden Verfahren (MRI) gescannt und dann ebenfalls getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Volkswagen Stiftung, das Berlin NeuroImaging Center/BMBF und die Herman und Lilly Schilling Stiftung.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: A flow sensitive alternating inversion recovery (FAIR)-MRI protocol to measure hemisperic cerebral blood flow in a mouse stroke model

Autoren: C. Leithner (1)*, K. Gertz (1), H. Schröck (2), J. Priller (3), K. Prass (1), J. Steinbrink (4), A. Villringer (4), M. Endres (5), U. Lindauer (1), U. Dirnagl (1), G. Royl (1)

Institute: (1) Abteilung für Experimentelle Neurologie, Charite Universitätsmedizin, Zentrum für Schlaganfallforschung, Chariteplatz 1, 10117 Berlin, (2) Abteilung für Physiologie und Pathophysiologie, Universität Heidelberg, Heidelberg, (3) Labor für Molekulare Psychiatrie und Abteilung für Experimentelle Neurologie, Charite Universitätsmedizin, Berlin, (4) Berlin Neuroimaging Centre und Neurologische Klinik, Charite Universitätsmedizin, Berlin, (5) Neurologische Klinik, Charite Universitätsmedizin, Berlin

Zeitschrift: Experimental Neurology 2008: 210, 118-127

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3816



Dokument 1396Titel: Placebo-kontrollierte chronische Hochfrequenzreizung des Kerns des unteren Teils des Thalamus bewahrt dopaminerge Neuronen in der Substantia nigra vor Schäden in einem Rattenmodell für progressiven Parkinsonismus
Hintergrund: Bei Parkinson-Patienten wird seit langem eine elektrische Reizung bestimmter Hirnbereiche eingesetzt, um die Nervenzellen vor weiterem Verfall zu schützen. Im "Tiermodell" funktioniert diese Behandlungsmethode auch, allerdings ist unklar, ob der Nerven schützende Effekt auf die elektrische Reizung oder die eingelassenen Elektroden zurückzuführen ist. Dieser Frage sollte in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.
Tiere: 21 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan-Winkelmann, Borchen. Die Tiere werden in drei Gruppen zu 8, 7 und 6 Tieren aufgeteilt. Bei allen Tieren werden unter Narkose die Neuronen einer bestimmten Hirnregion geschädigt. Dazu wird der Kopf der Ratte in eine Vorrichtung eingespannt. Durch ein Bohrloch im Schädelknochen wird eine Substanz in das Gehirn injiziert, die die Nervenzellen schädigt. Auf diese Weise werden Symptome der Parkinson'schen Krankheit simuliert. Bei den Ratten der Gruppe A und B w

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: Placebo-controlled chronic high-frenquency stimulation of the subthalamic nucleus preserves dopaminergic nigral neurons in a rat model of progressive Parkinsonism

Autoren: Daniel Harnack (1)*, Wassilios Meissner (2), Julia A. Jira (3), Christine Winter (4), Rudolf Morgenstern (3), Andreas Kupsch (1)

Institute: (1) Neurologische Klinik, Campus Virchow, Charite-Universitätsmedizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Department of Neurology, CHU de Bordeaux, Hospital du Haut-Leveque, Bordeaux, Frankreich, (3) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Campus Mitte, Charite-Universitätsmedizin, Berlin, (4) Psychiatrische Klinik, Campus Mitte, Charite-Universitätsmedizin, Berlin

Zeitschrift: Experimental Neurology 2008: 210, 257-260

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3815



Dokument 1397Titel: Aktueller Stand des Farbensehens der Pavianarten: Fourierinterferometris hamadryas
Hintergrund: Untersuchungen zum Farbensehen bei Pavianen.
Tiere: 10 Affen (Mantelpaviane)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Mantelpaviane leben im Tierpark Hellabrunn. Sie werden für klinische Routine-Untersuchungen narkotisiert. Auf die Pupille wird eine Elektrode aufgesetzt, eine Nadelelektrode wird in die Haut im Bereich der Augenbraue gestochen. Es werden Lichtblitze an das Auge abgegeben und die elektrischen Impulse des Auges gemessen.

Bereich: Zoologie

Originaltitel:

Autoren: Edith Obermüller

Institute: Fakultät für Biologie, LMU München

Zeitschrift: Dissertation, Biologie, 2007

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Dissertation

Dokumenten-ID: 3814



Dokument 1398Titel: Konzentrations-Wirkungs-Verhältnis, Vorhersagewahrscheinlichkeiten (Pk) und Signal-to-Noise-Verhältnisse verschiedener elektroenzephalografischer Messgrößen während einer Verabreichung von Desfluran, Isofluran und Sevofluran bei Ratten
Hintergrund: EEG bei Ratten, die mit verschiedenen Narkosegasen betäubt wurden.
Tiere: 10 Ratten
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Wiga GmbH, Sulzfeld. Den Tieren werden zunächst fünf Schraubelektroden aus Stahl in das Gehirn einoperiert. Dazu werden die Tiere mit einer Injektion in die Bauchhöhle betäubt. Der Kopf wird in eine stereotaktische Haltevorrichtung eingespannt. Die Kopfhaut wird aufgeschnitten. Es werden Löcher in den Schädelknochen gebohrt, um die Schraubelektroden einzudrehen. Außerdem wird ein Stecker mit Dentalzement auf dem Schädel befestigt, wo die von den Elektroden abgehenden Drähte enden. Frühestens sieben Tage später beginnen die Experimente. Eine Ratte wird in einen Zylinder aus Akrylglas gesetzt. Durch Einleiten eines Narkosegases wird das Tier betäubt. Auf den Stecker wird ein Übertragungsgerät gesteckt, das das Elektroenzephalogramm (EEG) drahtlos an ein Empfangsgerät überträgt. Anschließend wird die betäubte Ratte in eine Box gelegt und ihre Vorderpfoten werden mit einem Klebestreifen angeklebt. Es wird die Zeit gemessen, bis die Ratte aufgewacht ist und sich von den Klebestreifen befreit hat. Weitere fünf und 10 Tage später wird das gleiche Experiment mit einem anderen gasförmigen Narkosemittel durchgeführt. das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben.

Bereich: Anästhesiologie

Originaltitel: Concentration-effect relations, prediction probabilities (Pk), and signal-to-noise ratios of different electroencephalographic parameters during administration of desflurane, isoflurane, and sevoflurane in rats

Autoren: Harald Ihmsen*, Michael Schywalsky, Regina Plettke, Michael Priller, Florian Walz, Helmut Schwilden

Institute: Anästhesiologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Krankenhausstraße 12, 91054 Erlangen

Zeitschrift: Anesthesiology 2008: 108, 276-285

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3813



Dokument 1399Titel: Experimentelle Superinfektion eines Kleinkantschils (Tragulus javanicus), der persistierend mit der bovinen Virusdiarrhoe infiziert ist
Hintergrund: Rinder, die symptomlose Träger eines bestimmten Rindervirus (Bovine Virusdiarrhoe (BVD)) sind, sterben an der Krankheit, wenn man sie mit dem BVD-Virus superinfiziert. In dieser Arbeit sollte untersucht werden, ob dies auch bei Wildtieren funktioniert. Ein Zootier (Hirschferkel), das ohne klinische Symptome Träger des Virus ist, wurde mit dem Virus infiziert und einige Zeit später getötet.
Tiere: 1 Sonstige (Kleinkantschil (Hirschferkel))
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Kleinkatschile gehören zur Familie der Hirschferkel und kommen in Malaysia vor. Für dieses Experiment wurde ein Kleinkatschil aus dem ARTIS Zoo in Amsterdam verwendet. Das 4-Jahre alte Tier lebte mit 11 Artgenossen dort und war Träger eines Rindervirus (Bovine Virusdiarrhoe (BVD)), zeigte aber keine klinischen Symptome. Das Tier wird 210 Tage lang einmal täglich untersucht. Es werden jeden Tag Blutproben, Nasenabstriche, Speichel-, Kot und Ejakulatproben genommen. Am 85. Untersuchungstag wird das Tier mit dem BVD-Virus infiziert, indem eine Dosis in die Nase gesprüht wird. Der Kantschil zeigt keine klinischen Symptome. Am 210. Beobachtungstag wird das Tier getötet.

Bereich: Zootierkrankheiten

Originaltitel: Experimental superinfection of a lesser Malayan mousedeer (Tragulus javanicus) persistently infected with bovine viral diarrhea virus

Autoren: Antje Semrau (1), Gudrun Wibbelt (1)*, Monika Hilbe (2), Dietmar Lieckfeld (1), Robert Hermes (1), Kerstin E. Müller (4), Hans P. Heckert (4), Mark J. Hoyer (3), Kai Frölich (1,5)

Institute: (1) Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Alfred-Kowalke-Str. 17, 10315 Berlin, (2) Institut für Veterinärpathologie, Vetsuisse Fakultät, Zürich, Schweiz, (3) ARTIS Zoo, Amsterdam, Niederlande, (4) Abteilung für Wiederkäuer- und Schweinegesundheit, FU Berlin, 14163 Berlin, (5) Tierpark Arche Warder, 24646 Warder

Zeitschrift: Journal of Zoo and Wildlife Medicine 2008: 39(1), 124-127

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3812



Dokument 1400Titel: Neurokognitive Leistung nach Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Schweinen
Hintergrund: Es wird ein Test zur Beurteilung der neurokognitiven Funktionen nach Herzstillstand und Herz-Lungen-Wiederbelebung getestet, indem Schweine vorher und nachher einen Trogdeckel mit der Schnauze anheben müssen. Das Ergebnis: Wenn die Wiederbelebung nach einem Herzstillstand später beginnt, sind die neurokognitiven Ausfälle größer, d.h. die Tiere können den Trogdeckel nicht so gut anheben.
Tiere: 17 Schweine (3-4 Monate, 35-39 kg)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Schweine müssen zunächst lernen, einen Klappdeckel über einem Futtertrog mit der Schnauze hochzuheben, um an das Futter zu gelangen. Dann werden die Tiere anästhesiert. In jeweils eine Hinterbeinvene und –arterie werden Messkatheter gelegt. Ein Schrittmacher-Katheter wird über eine Halsvene bis in die rechte Herzkammer geschoben. Mit diesem wird ein elektrischer Strom direkt an das Herzgewebe abgegeben. Es kommt zum Kammerflimmern. Die künstliche Beatmung wird abgestellt. Bei je sieben Schweinen wird 5 bzw. 8 Minuten mit der Wiederbelebung gewartet. Bei drei Schweinen wird kein Kammerflimmern ausgelöst. Bei allen Tieren wird mittels Herzdruckmassage und unter Einsatz eines Defibrillators eine Wiederbelebung vorgenommen. Vier Tage danach werden die neurokognitiven Funktionen der Schweine beurteilt, d.h. es wird beobachtet, ob die Tiere noch den Trogdeckel anheben können. Die neurologischen Ausfälle werden mit einem Punktesystem bewertet. Schließlich werden die Schweine unter erneuter Narkose getötet.

Bereich: Notfallmedizin

Originaltitel: Neurocognitive performance after cardiopulmonary resuscitation in pigs

Autoren: Michael Fries (1,2)*, Kay Nolte (2), Füsun Demir (1,3), Kai Kottmann (1), Anne Timper (1), Mark Coburn (1), Joachim Weis (2), Rolf Rossaint (1)

Institute: (1) Abteilung für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Aachen, Pauwelstraße 30, 52074 Aachen, (2) Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Aachen, (3) Department of Anesthesiology, Ege University School of Medicine, Izmir, Türkei

Zeitschrift: Critical Care Medicine 2008: 36 (3), 842-847

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3811



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