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Datenbank Tierversuche

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Dokument 4511Titel: Wirkung des K ATP- Kanalblockers U37883A auf die Nierenfunktion bei experimentellem Diabetes mellitus bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung von Pharmaka (Kalium-Kanalblocker) auf die Nierenfunktion bei Ratten mit Diabetes
Tiere: 106 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Bei den Ratten wird durch Injektion der Substanz Streptozotozin ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) hervorgerufen. Am nächsten Tag wird die Glukosekonzentration im Blut, das aus einer Vene am Schwanz der Tiere entnommen wird, bestimmt. Nur Ratten mit einem entsprechend hohen Blutzuckerspiegel werden für die Experimente benutzt. Ihnen wird ein lang wirkendes Insulin unter die Haut gespritzt, der Blutzucker auf bestimmte Werte eingestellt und zwei mal wöchentlich Blut entnommen. Nach 2 bzw. 6 Wochen werden die Ratten anästhesiert und die Luftröhre zur künstlichen Beatmung eingeschnitten. Katheter (Plastikschläuche) werden in die Leistenarterie und in die Halsvene gelegt. Verschiedene Lösungen und Substanzen zur Bestimmung der Nierenfunktion werden nun infundiert und die Harnblase zur Urinabnahme katheterisiert. Nach diesen operativen Vorbereitungen dürfen sich die Tiere für einen Zeitraum von 120 Minuten stabilisieren. Dann folgen Experimente zur Überprüfung der Nierenfunktion. Testsubstanzen werden intravenös verabreicht, Blut- und Urinproben entnommen. Am Ende der Experimente werden die Nieren entnommen und untersucht.

Bereich: Pharmakologie, Diabetes-Forschung

Originaltitel: Effect of K ATP channel blocker U37883A on renal function in experimental diabetes mellitus in rats

Autoren: Volker Vallon (1)*, Margritta Albinus (1) , Doreen Blach (1)

Institute: (1)*Abteilung für Pharmakologie, Universität Tübingen, 72074 Tübingen

Zeitschrift: Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics 1998: 286, 1215-1221

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 480



Dokument 4512Titel: Lösliches ICAM-1 vermindert die Adhäsion von Leukozyten an vaskuläres Endothel bei Schäden nach Ischämie und Wiederdurchblutung bei Mäusen
Hintergrund: Untersuchung Im Zusammenhang mit Minder- bzw. Wiederdurchblutung einer Vene
Tiere: 18 Mäuse
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden anästhesiert, der Bauch aufgeschnitten und ein Katheter (Plastikschlauch) in die untere Hohlvene gelegt. Ein schleifenförmiges Stück des Dünndarms wird auf einer erwärmten Metallplatte befestigt und mit einer 37°C warmen Salzlösung umspült. Durch eine Injektion eines Farbstoffs werden die weißen Blutkörperchen angefärbt. Dadurch kann die Mikrodurchblutung einer Vene des Darms mikroskopisch beobachtet werden. Die Vene wird nun mit einer Klammer für 45 Minuten verschlossen. Während der anschließenden Wiederdurchblutung wird der Mikroblutkreislauf per Video beobachtet und analysiert. Weiteres Schicksal der Mäuse nicht bekannt.

Bereich: Innere Medizin

Originaltitel: Soluble ICAM-1 reduces leukocyte adhesions to vascular endothelium in ischemia-reperfusion injury in mice

Autoren: Klaus Kusterer (1)*, Jörg Bojunga (1) , Michael Enghofer (1) , Edmund Heidenthal (2) , Klaus H.Usadel (1) , Hubert Kolb (2) , Stephan Martin (2)

Institute: (1)*Abteilung für Medizin I, Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt, 60590 Frankfurt, und (2) Institut für Diabetesforschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Zeitschrift: American Journal of Physiology 1998: 275, G377-G380

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 479



Dokument 4513Titel: Allotransplantat-Entzündungsfaktor-1 bei der Ratte mit experimenteller autoimmuner Enzephalomyelitis, Neuritis und Uveitis: Expression durch aktivierte Makrophagen unnd Mikrogliazellen
Hintergrund: Untersuchungen im Zusammenhang mit experimentell hervorgerufenen Hirnhautentzündung
Tiere: 84 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Ratten werden mit bestimmten Eiweißstoffen und dem Tuberkulosebakterium behandelt. Neurologische Erkrankungszeichen der Tiere werden nach Ausprägungsausmaß eingeteilt in: Grad 0 = keine Symptome, Grad 1= schlaffer Schwanz, Grad 2 = Schwäche des Schwanzes und leichte Lähmung der Hinterpfoten, Grad 3 = stärkere Lähmung der Hinterpfoten, Grad 4 = Lähmung aller vier Pfoten und Grad 5 = moribund / im Sterben. Auch Erkrankungszeichen an den Augen werden auf ähnliche Weise hinsichtlich Pupillenreflexe u.ä. eingeteilt. Am Ende des Beobachtungszeitraums werden die Ratten durch Paraformaldehyd getötet und das Gewebe untersucht.

Bereich: Neuroimmunologie, Neurologie

Originaltitel: Allograft-inflammatory factor-1 in rat experimental autoimmune encephalomyelitis, neuritis and uveitis: expression by activated macrophages and microglial cells

Autoren: Hermann J.Schluesener (1)*, Karin Seid (1) , Jana Kretzschmar (1) , Richard Meyermann (1)

Institute: (1)*Institut für Hirnforschung, Universität Tübingen, 72076 Tübingen

Zeitschrift: Glia 1998: 24, 244-251

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 478



Dokument 4514Titel: Schützende Effekte von Cortistatin (CST-14) auf die Kainat-induzierte Nervenschädigung im Gehirn der Ratte
Hintergrund: Untersuchung der krampfhemmenden Effekte von Cortistatin
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird unter Betäubung eine Mikrokanüle (Hohlnadel aus Stahl) in das Gehirn (Ventrikel) implantiert. Eine Woche später wird durch diese Kanüle eine zu testende Substanz (Cortistatin) verabreicht. Nach 10 Minuten wird eine weitere Substanz, Kaininsäure, in den Bauchraum gespritzt. Die durch die Kaininsäure hervorgerufenen epileptischen Anfälle werden nach ihrem Ausprägungsgrad klassifiziert: Grad 0 = keine Reaktion, Grad 1 = Ohr- und Gesichtszuckungen, Grad 3 = myoklonische Zuckungen, Grad 4 = tonisch-klonische Anfälle, Grad 5 = generalisierte Anfälle. 72 Stunden später werden die Ratten betäubt und durch Gift getötet. Das Gehirn wird für weitere Untersuchungen entnommen.

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: Protective effects of cortistatin (CST-14) against kainate-induced neurotoxicity in rat brain

Autoren: Holger Braun (1) , Stefan Schulz (1) , Axel Becker (1) , Helmut Schröder (1) , Volker Höllt (1)*

Institute: (1)*Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie, Otto-von-Guericke Universität, 39120 Magdeburg

Zeitschrift: Brain Research 1998: 803, 54-60

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 477



Dokument 4515Titel: Akute und langfristige Veränderungen der extrazellulären Chondroitinsulphat-Proteoglykane, hervorgerufen durch Injektion von Chondroitinase ABC ins Gehirn der erwachsenen Ratte
Hintergrund: Untersuchung der Wiederaufbaufähigkeit von Nervenverbänden im Gehirn nach deren Zerstörung
Tiere: Ratten (Anzahl unbekannt)(Anzahl nicht angegeben)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert, dann wird eine bestimmte Lösung mit Hilfe einer Kanüle (Plastikschlauch) in die vordere und hintere Hirnrinde gespritzt. Zur Kontrolle wird eine Salzlösung in die andere Gehirnhälfte appliziert. Nach einer Überlebenszeit von 1 Tag, 1, 2, 4, 8, 12 Wochen oder 5 Monaten werden die Tiere erneut betäubt und eine Salz- und Fixierlösung ins Herz gespritzt. Die Gehirne werden für weitere Untersuchungen entnommen.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Acute and long-lasting changes in extracellular-matrix chondroitin-sulphate proteoglycans induced by injection of chondroitinase ABC in the adult rat brain

Autoren: Gert Brückner (1)*, Andreas Bringmann (1) , Wolfgang Härtig (1) , Gerlinde Köppe (1) , Bertrand Delpech (2) , Kurt Brauer (1)

Institute: (1)*Paul Flechsig Institut für Hirnforschung, Universität Leipzig, 04109 Leipzig, und (2) Centre Henri Becquerel, Abteilung für Molekularonkologie, Rouen, Frankreich

Zeitschrift: Experimental Brain Research 1998: 121, 300-310

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 476



Dokument 4516Titel: Erhöhte basale Aktivität der Hypothalamo-Hypophysen-Nebennieren-Achse während der Trächtigkeit bei Ratten mit angezüchtetem besonders ängstlichem Verhalten
Hintergrund: Untersuchung des Einflußes der Trächtigkeit auf das angstbezogene Verhalten bei trächtigen Ratten
Tiere: 39 Ratten (Rattenweibchen)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten, die für dieses Experiment benutzt werden, wurde durch Selektion und Paarung besonders ängstlicher bzw. nicht-ängstlicher Tiere ein besonders angstgeprägtes bzw. nicht-ängstliches Verhalten angezüchtet. Im Alter von 10 Wochen werden die Ratten der 6.Generation mit sexuell erfahrenen Männchen gepaart. Eine stattgefundene Befruchtung wird anhand von Sperma im Vaginalsekret angenommen. Einige Tage vor Beginn der eigentlichen Experimente werden die Tiere betäubt. Die Halsvene wird freigelegt und ein Katheter (Plastikschlauch) bis in den rechten Herzvorhof vorgeschoben. Das andere Ende des Katheters wird unter der Haut fortgeleitet und in der hinteren Halsregion an die Oberfläche geführt. Die Ratten werden bis Versuchsende in Plexiglasboxen gehalten und sorgsam an die Prozedur der Blutabnahme gewöhnt, um den emotionalen Streß zu minimieren. Während des eigentlichen Experiments werden die Tiere in die Mitte eines Quadrates gesetzt, von dem zwei offene und zwei geschlossene Arme ausgehen. Die Ratten werden somit in eine Konfliktsituation zwischen Angst vor offenen Arealen und neugierigem Entdeckungstrieb getrieben. Die Zeit, die sie in einem der Arme und in dem Quadrat verbringen, wird gemessen. Ein weiterer Test besteht aus erzwungenem Schwimmen. Die Ratten werden dazu in ein tiefes abgedunkeltes Wasserbecken gesetzt, in dem sie sich 90 Sekunden lang über Wasser halten müssen. Das Verhalten (Kämpfen mit der Wasseroberfläche, Kratzen an den Wänden usw.) wird beobachtet. Danach werden sie mit einem Handtuch getrocknet und Blutproben nach 5, 15 und 50 Minuten entnommen. Am nächsten Tag werden die Tiere gewogen und Blutproben zur Hormonbestimmung entnommen. Am Ende der Versuche werden die Tiere durch ein überdosiertes Medikament getötet und die Trächtigkeit postmortem überprüft.

Bereich: Neuroendokrinologie

Originaltitel: Increased basal activity of the hypothalamo-pituitary-adrenal axis during pregnancy in rats bred for high anxiety-related behaviour

Autoren: Inga D.Neumann (1)*, Alexandra Wigger (1) , Gudrun Liebsch (1) , Florian Holsboer (1) , Rainer Landgraf (1)*

Institute: (1)*Max-Planck-Institut für Psychatrie, 80804 München

Zeitschrift: Psychoneuroendocrinology 1998: 23, 449-463

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 475



Dokument 4517Titel: Hat der Calcium-Kanal-Blocker Diltiazem eine günstige Auswirkung auf die durch Cyclosporin A verursachte Nierenschädigung bei der Ratte?
Hintergrund: Untersuchung des Einflusses eines Medikaments (Diltiazem) auf die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin A
Tiere: 24 Ratten (mindestens)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den Ratten wird eine von den beiden zu testenden Substanzen (Diltiazem bzw. Cyclosporin A), beide Substanzen oder nur eine ölige Lösung (Kontrollgruppe) verabreicht. Dabei variieren Dosis und Verabreichungszeitraum je nach Versuchsgruppe. Die Tiere werden schließlich intramuskulär anästhesiert und ein Katheter (Plastikschlauch) in die Schwanzvene und in die Harnblase gelegt. Eine Salzlösung mit Inulin wird infundiert, die Urinausscheidung kontinuierlich gemessen und Blut aus dem Venengeflecht hinter dem Augapfel entnommen. Am Ende der Versuche werden die Ratten durch Enthaupten getötet, die Organe entnommen und für weitere Untersuchungen schockgefroren.

Bereich: Pharmakologie, Toxikologie

Originaltitel: Is there a beneficial effect of the calcium channel blocker diltiazem on cyclosporine A nephrotoxicity in rats?

Autoren: U.D.Kuhn (1)*, A.Lupp (1) , E.Kostka (1) , A.Kühl (1) , A.Balogh (2) , G.Stein (3) , Ch.Fleck (1)

Institute: (1)*Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07740 Jena, (2) Institut für Klinische Pharmakologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, und (3) Klinik für Innere Medizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zeitschrift: Experimental Toxicology and Pathology 1998: 50, 484-490

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 474



Dokument 4518Titel: MHC-Haplotyp abhängige Regulation der MOG-induzierten experimentellen, autoimmunen Enzephalitis bei Ratten
Hintergrund: Untersuchung im Zusammenhang mit einer absichtlich hervorgerufenen Hirnhautentzündung
Tiere: 174 Ratten (circa - Anzahl nicht eindeutig)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Den 10-14 Wochen alten Ratten werden in Anästhesie unterschiedliche Dosen bestimmter Glykoproteine zusammen mit dem Erreger der Tuberkulose in die Haut des Schwanzes gespritzt. In den 10 folgenden Tagen werden die Tiere täglich von zwei unabhängigen Beobachtern hinsichtlich Erkrankungszeichen untersucht. Diese Erkrankungszeichen werden abhängig ihres Ausmaßes eingeteilt in Grad 1 (Schwäche des Schwanzes bzw. leichte Lähmung), Grad 2 (leichte Lähmung der Hinterpfoten), Grad 3 (stärkere Lähmung bis Bewegungsunfähigkeit), Grad 4 (komplette Lähmung aller vier Pfoten), Grad 5 (Siechtum und Tod). Ferner werden unter Betäubung die Leistenlymphknoten entfernt und untersucht. Auch Blutproben werden entnommen. Rückenmark und Gehirn werden nach Tötung der Ratten (nicht beschrieben) entnommen und histopathologisch untersucht.

Bereich: Neuroimmunologie, Neurologie

Originaltitel: MHC Haplotype-dependent regulation of MOG-induced EAE in rats

Autoren: Robert Weissert (1)*, Erik Wallström (1) , Marla K.Storch (2) , Andreas Steffert (3) , Jonny Lorentzen (1) , Hans Lassmann (2)

Institute: (1) Neuroimmunologische Abteilung, Zentrum für Molekularmedizin, Karolinski Hospital, Stockholm, Schweden, (2) Neurologisches Institut, Universität Wien, Österreich, und (3) Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried (* jetzt Abteilung für Neurologie, Universität Tübingen, 72076 Tübingen)

Zeitschrift: Journal of Clinical Investigation 1998: 102, 1265-1273

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 473



Dokument 4519Titel: Effekte einer traumatischen neocorticalen Läsion auf den zerebralen Metabolismus und die Genexpression bei der Ratte
Hintergrund: Untersuchung des Stoffwechsels von geschädigtem Hirngewebe
Tiere: 28 Ratten
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden anästhesiert, neuromuskulär gelähmt und künstlich beatmet. Zur Blutabnahme, Blutdruckmessung und Infusion von Flüssigkeit werden Katheter (Plastikschläuche) in die Blutgefäße der Leiste gelegt. Verschiedene Elektroden, die an der rechten Seite des Schädels und an der Riechbahn angebracht werden, dienen zur Messung der Hirnströme bzw. der elektrophysiologischen Hirnaktivität. Mit Hilfe einer durch mit flüssigem Stickstoff gekühlten Sonde werden der Hirnrinde kleinere Verletzungen zugefügt. Nun wird die radioaktiv markierte Aminosäure Leucin intravenös verabreicht, deren Aktivität durch Blutabnahmen in fünfminütigem Abstand gemessen wird. Nach 1, 3 bzw. 6 Stunden werden die Tiere durch Schockgefrieren des Kopfes getötet, die Gehirne entnommen und untersucht.

Bereich: Neurophysiologie

Originaltitel: Effects of a traumatic neocortical lesion on cerebral metabolism and gene expression of rats

Autoren: Dirk M. Hermann (1)*, Günter Mies (1) , Konstatin-Alexander Hossmann (1)

Institute: (1)*Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung, Abteilung für Experimentelle Neurologie, 50931 Köln

Zeitschrift: Neuroreport 1998: 9, 1917-1921

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 472



Dokument 4520Titel: Verhalten, Antworten auf physiologischen und neuroendokrinen Streß und unterschiedliche Sensitivität auf Diazepam bei zwei Wistar-Ratten-Rassen, die selektiv nach hohem und niedrig bezogenem Angstverhalten gezüchtet wurden
Hintergrund: Untersuchung der Reaktionen ängstlicher und nicht-ängstlicher Rattenrassen auf Streßsituationen
Tiere: 100 Ratten (mehr als 100 Tiere - Zahl unklar)
Jahr: 1998

Versuchsbeschreibung: Aus Ratten, die hinsichtlich ihres Angstverhaltens durch einen speziellen Test ("Plus-Test") ausgewählt werden, werden mehrere Generationen von zwei Rattengruppen, eine sehr ängstliche und eine nicht-ängstliche, gezüchtet. Dieser "Plus-Test" besteht darin, daß die Ratten einzeln in die Mitte einer sich 73 cm über dem Boden befindliche Plattform gesetzt werden, von der vier Arme ausgehen. Zwei Arme sind ohne Seitenwände und offen und zwei Arme tunnelformig und am Ende geschlossen. Die offenen Arme werden durch eine weiße, die geschlossenen durch eine rote Glühbirne beleuchtet. Das Verhalten der Tiere, d.h. die Richtung, in die sie sich wenden, die Zeit, die sie in dem offenen oder geschlossenem Schenkel verbringen, etc. wird untersucht. In dem ersten Teilexperiment wird den Ratten 8 bis 9 Wochen nach ihrem ersten "Plus-Test" Valium durch eine Injektion in den Bauchraum verabreicht. Kontrolltiere erhalten ein einfache Lösung. Nach 30 Minuten werden sie erneut dem Testverfahren unterzogen. An den beiden folgenden Tagen werden die Valiuminjektionen wiederholt, die Ratten werden jedoch in ein tiefes Wasserbecken gesetzt und über 15 Minuten das Schwimmverhalten beobachtet. Manche Ratten kämpfen wild mit der Wasseroberfläche oder kratzen verzweifelt an der Tankwand, andere schwimmen oder lassen sich treiben. Anschließend werden sie mit einem Handtuch getrocknet und unter eine Wärmelampe gesetzt.

In einem weiteren Versuch werden die Ratten anästhesiert und ein Meßgerät zur Körpertemperatur- und Aktivitätsbestimmung in den Bauchraum implantiert. Nach der Operation werden sie in Plastikkäfigen gehalten, in denen sie zur Futtergewinnung einen Hebel betätigen müssen. Alle zwei Minuten wird ihre Körpertemperatur und ihre Aktivität gemessen. Nach 8 Tagen werden auch sie in dem "Plus-Test" getestet. Nach zwei weiteren Tagen werden sie für 10 Minuten in den Käfig von einem dominanten, aggressiven Rattenpärchen gesetzt. Das Verhalten hinsichtlich Angriff, Rückzug und Unterwerfungszeichen wird beobachtet.

In einem anderen Experiment werden den Ratten unter Betäubung Katheter (Plastikschläuche) in die Blutgefäße des Halses gelegt, bzw. bis in den rechten Herzvorhof geschoben. Das andere Ende des Katheters wird unter der Haut fortgeleitet und an der hinteren Halsregion an die Oberfläche geführt. Die Wunden werden mit Clips geschlossen und die Katheter mit einer Antibiotikalösung gespült. 5 Tage nach der Operation werden bestimmte Hormone im Blut nach leichtem emotionalen Streß bestimmt. Dazu werden die Ratten wieder in den "Plus-Test" gesetzt und beobachtet. An einem anderen Tag werden sie in das Wasserbecken gesetzt. Am darauffolgenden Tag wird vor dem Schwimmtest ein bestimmtes Hormon verabreicht. Zwischenzeitlich werden Blutproben entnommen. Weiteres Schicksal der Tiere nicht beschrieben.

Bereich: Neuroendokrinologie, Psychopharmakologie

Originaltitel: Behavioral, physiological, and neuroendocrine stress responses and differential sensitivity to Diazepam in two Wistar rat lines selectively bred for high- and low-anxiety-related behavior

Autoren: Gudrun Liebsch (1) , Astrid C.E.Linthorst (1) , Inga D.Neumann (1) , Johannes M.H.M.Reul (1) , Florian Holsboer (1) , Rainer Landgraf (1)*

Institute: (1)*Max-Planck-Institut für Psychatrie, 80804 München

Zeitschrift: Neuropsychopharmacology 1998: 19, 381-396

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 471



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