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Datenbank Tierversuche

 

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Dokument 1181Titel: Repräsentanz der Amplitutenmodulation in Hörnervenfasern des Amerikanischen Laubfrosches: neuroethologische Folgen für die Erkennung von Mustern und der Lautlokalisierung
Hintergrund: Zur Frage, wie Amerikanische Laubfrösche die Richtung und das Muster von Quaktönen erkennen.
Tiere: 64 Frösche (Amerikanische Laubfrösche)
Jahr: 2004

Versuchsbeschreibung: 32 männliche Amerikanische Laubfrösche ungenannter Herkunft werden durch Injektion von Pentobarbital in einen Muskel betäubt. Am Kopf wird ein bestimmter Hirnnerv freigelegt. Die Operation wird nicht näher beschrieben. Mit einem Antriebsgerät werden Elektroden in das Hirngewebe eingelassen. Wenn die Vollnarkose nachlässt erhält der Frosch eine Injektion einer lähmende Substanz, d.h. der Frosch ist sodann bei vollem Bewusstsein, aber gelähmt! Der unbewegliche Frosch wird auf einen Tisch gesetzt. Feuchte Tücher verhindern ein Austrocknen des Tieres. Mittels eines Lautsprechers werden Einzel- oder Doppeltöne abgespielt, die von der Frequenz her dem Quaken dieser Froschart ähnelt. Der Lautsprecher wird an verschiedenen Stellen um den Frosch herum positioniert. Gleichzeitig werden im Gehirn Nervenströme von 86 Nervenfasern gemessen. Wenn der Frosch wieder anfängt, sich zu bewegen, wird die lähmende Substanz nachinjiziert.

32 schwangere weibliche Amerikanische Laubfrösche werden in der Nähe von Savannah im US-Bundesstaat Georgia, gefangen. Diese Tiere werden einzeln in einen Käfig gesetzt. Der Käfig wird in eine größere Kammer gestellt und geöffnet. Über einen Lausprecher am Rand der Kammer werden die Einzel- und Doppeltöne abgespielt, wie zuvor bei den gelähmten Fröschen. Mit einer Videokamera über der Kammer wird das Verhalten des Frosches beobachtet. Die Frösche klettern aus dem kleinen Käfig und springen dann in Richtung Lautsprecher, oftmals sogar mehrfach. Das weitere Schicksal der Frösche aus beiden Experimenten wird nicht erwähnt.

Die Experimente fanden unter deutscher Federführung (möglicherweise in den USA) statt. Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie

Originaltitel: AM representation in green treefrog auditory nerve fibres: neuroethological implications for pattern recognition and sound localization

Autoren: G.M. Klump (1)*, J.H. Benedix Jr. (2), H.C. Gerhardt (3), P.M. Narins (4)

Institute: (1) AG Zoophysiologie und Verhalten, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, 26111 Oldenburg, (2) Department of Biology, DePauw University, Greencastle, IN, USA, (3) Division of Biological Sciences, University of Missouri, Columbia, MO, USA, (4) Department of Physiological Science and Organismic Biology, Ecology and Evolution, UCLA, Los Angeles, CA, USA

Zeitschrift: Journal of Comperative Physiology A 2004: 190, 1011-1021

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4237



Dokument 1182Titel: High-Definition-Oszillometrie: eine neue Technik zur nicht-invasiven Blutdruckmessung beim Javaneraffen (Macaca fascicularis)
Hintergrund: Affen werden häufig als Nichtnagertierart für Giftigkeitsprüfungen verwendet. Üblicherweise werden Blutdruckmessungen am Affen durch in eine Arterie gelegten Messkatheter oder durch in die Bauchhöhle einoperierte Telemetriegeräte bestimmt. Hier wird eine Methode getestet, den Blutdruck am wachen Affen zu messen, ohne ihn zuvor zu operieren.
Tiere: 18 Affen (Javaneraffen)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Bei den Javaneraffen, auch Langschwanzmakaken genannt, handelt es sich um 3-8 Jahre alte Nachzuchttiere. Die Herkunft wird nicht genannt. Die Affen werden jeweils zu zweit in Käfigen von 248 cm Höhe, 151,5 cm Breite und 151 cm Tiefe gehalten. Die Käfige sind mit Holzspänen und Beschäftigungsmöglichkeiten (Enrichment) ausgestattet.

Bei sechs Affen wird unter Narkose ein Telemetriegerät mit Sender in die Bauchhöhle einoperiert. Dieses misst den Blutdruck und verschiedene andere Messgrößen und sendet die Daten über den Sender an einen im Labor befindlichen Empfänger. Bei 12 Tieren wird eine Methode zur Blutdruckmessung am wachen Tier vorgenommen. Dazu wird ein Affe auf dem Bauch liegend von 2-3 Personen festgehalten. Eine Person hält den linken Arm des Affen und stützt seinen Unterarm auf den Rücken des Tieres. Eine zweite Person hält den rechten Arm und nimmt daran die Blutdruckmessung mit einer Manschette vor. Je nach dem, ob sich das Tier wehrt, wird noch eine dritte Person benötigt, die die Beine und den Schwanz des Tieres festhält. Es wird einige Minuten gewartet, bis sich das Tier beruhigt hat, dann wird mit der Blutdruckmessung begonnen. Es werden 15 Messungen hintereinander vorgenommen. Der Vorgang dauert insgesamt etwa 9 Minuten. An den folgenden beiden Tagen wird die Prozedur wiederholt.

Sechs Affen, die mit einem Telemetriegerät ausgestatte sind sowie sechs der Tiere ohne Telemetriegerät werden durch Injektion eines Narkosemittels betäubt. Bei ihnen wird ebenfalls der Blutdruck mittels Manschette gemessen.

Die Affen werden am Ende der Versuche nicht getötet. Das weitere Schicksal wird nicht erwähnt.

Bereich: Versuchstierkunde

Originaltitel: High definition oscillometry: a novel technique for non-invasive blood pressure monitoring in the cynomolgus monkey (Macaca fascicularis)

Autoren: B. Schmelting (1)*, M. Niehoff (1), B. Egner (2), S.H. Korte (1), G.F. Weinbauer (1)

Institute: (1) Covance Laboratories GmbH, Kesselfeld 29, 48163 Münster, (2) S+B medVet GmbH, Babenhausen

Zeitschrift: Journal of Medical Primatology 2009: 38(5), 293-301

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4236



Dokument 1183Titel: Die Fähigkeit des Gewöhnlichen Tintenfisches (Sepia officinalis) den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren als Reaktion auf die Erhöhung des Kohlendioxids in der Umwelt
Hintergrund: Durch den durch den Menschen verursachten erhöhten CO2-Ausstoß nehmen die Meere verstärkt CO2 auf und übersäuern dadurch. Hier soll untersucht werden, wie Tintenfische mit diesen veränderten Umweltbedingungen umgehen.
Tiere: 10 Wirbellose (Mindestens 10 Gewöhnliche Tintenfische)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Eier Gewöhnlicher Tintenfische werden in der Seine-Flussmündung in der Normandie gesammelt und im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven aufgezogen. Die Experimente erfolgen an erwachsenen Tintenfischen. Bei fünf Tintenfischen werden unter Betäubung ein Druckmessfühler und ein Katheter (Kunststoffschlauch) einoperiert. Der Messfühler wird durch den Mantelmuskel gestochen, der Katheter wird in ein Blutgefäß gelegt, um später regelmäßig Blutproben nehmen zu können. Beide Instrumente werden am Tier festgenäht. Im Wasser der Tiere wird nun der CO2-Gehalt für 48 Stunden erhöht. Es werden mehrfach über den Katheter Blutproben genommen. Das Blut wird auf pH und Sauerstoffdruck untersucht und anschließend wieder in den Tintenfisch infundiert. Fünf weitere Tintenfische werden ebenfalls unter erhöhter CO2-Konzentration gehalten. Diese Tiere werden mittels Kernspinresonanzspektroskopie untersucht. Am Ende der Experimente werden die Tintenfische betäubt und durch Blutentzug getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Excellence Cluster "Future Oceans" der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Fullbright Fellowship und dem AWI MARCOPOLI-Programm.

Bereich: Umweltforschung, Meeresbiologie

Originaltitel: Acid-base regulatory ability of the cephalopod (Sepia officinalis) in response to environmental hypercapnia

Autoren: Magdalena A. Gutowska (1)*, F. Melzner (2), M. Langenbuch (2), C. Bock (1), G. Claireaux (3), H.O. Pörtner (1)

Institute: (1) Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, 27570 Bremerhaven, (2) Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, IFM-GEOMAR, 24105 Kiel, (3) Universite de Bretagne Occidentale, Brest, Frankreich

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology B 2010: 180; 323-335

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4235



Dokument 1184Titel: änderungen der Globinexpression beim Japanischen Reisfisch (Oryzias Latipes) als Reaktion auf akuten oder chronischen Sauerstoffmangel
Hintergrund: Veränderungen der Ausprägung bestimmter Gene im Gehirn von Japanischen Reisfischen bei Sauerstoffmangel. Die Autoren bemerken, dass die Reaktion dieser Fischart auf Sauerstoffmangel ganz anders ist als bei Zebrafischen und Goldfischen.
Tiere: 42 Fische (Mindestens 42 Japanische Reisfische)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Japanischen Reisfische (auch Medaka oder Reiskärpfling genannt) wurden von Dr. Jochen Wittbrodt vom European Molecular Biology Laboratory, Heidelberg, zur Verfügung gestellt. Vor Beginn der Versuche erhalten die Tiere 24 Stunden lang keine Nahrung. Bei Gruppen von Fischen wird der Sauerstoffgehalt des Wassers gesenkt, indem Stickstoff in das Wasser eingeleitet wird. Gruppen von Fischen werden 24 oder 48 Stunden lang bei einem Sauerstoffdruck von 2 oder 4 kPa gehalten. Kontrollgruppen werden bei einem normalen Sauerstoffdruck von 18 kPa gehalten. Bei einer weiteren Gruppe wird der Sauerstoffdruck bis auf 0,5 kPA abgesenkt. Diese Fische sind nach 2 Stunden tot. Alle anderen Fische werden durch Schockgefrierung getötet, indem sie in flüssigen Stickstoff getaucht werden. Die Gehirne werden herausgeschnitten und molekularbiologisch untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Fonds der Chemischen Industrie unterstützt.

Bereich: Tierphysiologie, Meeresbiologie

Originaltitel: Changes of globin expression in the Japanese medaka (Oryzias Latipes) in response to acute and chronic hypoxia

Autoren: Agnes Wawrowski (1), Frank Gerlach (1), Thomas Hankeln (2), Thorsten Burmester (1)*

Institute: (1) Biocenter Grindel, Institut für Zoologie, Universität Hamburg, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg, (2) Institut für Molekulare Genetik, Universität Mainz

Zeitschrift: Journal of Comparative Physiology B 2011: 181; 199-208

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4234



Dokument 1185Titel: Transkatheter-Bildung eines aortopulmonaren Shunts bei einem Tiermodell
Hintergrund: Seit 1944 wurden verschiedene Techniken entwickelt, einen angeborenen Herzfehler chirurgisch zu korrigieren. Hier wird eine neue Technik an Ferkeln getestet.
Tiere: 10 Schweine (8-12 kg)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Es werden 10 männliche Ferkel (8-12 kg) der Rasse "Deutsche Landrasse" ungenannter Herkunft verwendet. Die Versuche fanden in Berlin statt. Seit 1944 wurden verschiedene Techniken entwickelt, einen angeborenen Herzfehler chirurgisch zu korrigieren. Hier wird eine neue Technik getestet. Bei den narkotisierten Ferkeln wird ein langer Schlauch in eine Hinterbeinarterie eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben. Durch den Schlauch wird ein weiterer Schlauch eingeführt, an dessen Ende sich Instrumente befinden, mit denen die Wände der Aorta und der Lungenarterie am Herzen durchstoßen werden. Zwischen beiden Blutgefäßen wird ein Stent eingesetzt, eine Röhre, die den Blutfluss gewähren soll. Bei je fünf Schweinen kommt ein Stent aus beschichtetem oder unbeschichtetem Metall zum Einsatz. Je zwei Ferkel aus jeder Gruppe werden unmittelbar nach der Operation getötet, um den richtigen Sitz der Stents zu beurteilen. Die anderen sechs Schweine werden nach 4-5 Wochen getötet. Vier der sechs Stents hatten sich zugesetzt. Die Autoren kündigen weitere tierexperimentelle Studien an.

Bereich: Herzchirurgie

Originaltitel: Transcatheter creation of an aortopulmonary shunt in an animal model

Autoren: Titus Mbah Sabi (1), Boris Schmitt (1), Matthias Sigler (2), Keyhan Sayadpour Zanjani (3), Stanislav Ovroutski (1), Björn Peters (1), Oliver Miera (1), Nicole Nagdyman (1), Titus Kühne (1), Felix Berger (1), Peter Ewert (1)*

Institute: (1) Klinik für Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Klinik für Kinderkardiologie und Kinderintensivmedizin, Georg-August-Universität, Göttingen, (3) Department of Pediatric Cardiology, Children’s Medical Center, Teheran University of Medical Sciences, Teheran, Iran

Zeitschrift: Catheterization and Cardiovascular Interventions 2010: 75; 563-569

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4233



Dokument 1186Titel: CD4+-T-Zellen, die den in der Darmschleimhaut vorkommenden Faktor FOXP3+ regulieren und CD4+-T-Zellen, die den Faktor nicht regulieren, werden durch eine Infektion mit dem Affen-Immundefizienzvirus bei Rhesusaffen unterschiedlich beeinträchtigt
Hintergrund: Untersuchung bestimmter Abwehrzellen in der Darmschleimhaut im Verlauf einer "Affen-AIDS"-Infektion bei Rhesusaffen.
Tiere: 9 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die 9 Rhesusaffen stammen aus China und werden im Primatenzentrum Göttingen gehalten. Drei Affen werden mit SIV, dem so genannten "Affen-HIV" infiziert, indem die Viren in eine Vene injiziert werden. Diese Tiere sowie ein nicht infizierter Affe werden nach neun Monaten auf nicht genannte Weise getötet. Eine zweite Gruppe von fünf Rhesusaffen wird ebenfalls mit SIV infiziert. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten (1 Woche vor der Infektion und dann 1, 2, 3, 4, 7, 10 und 12 Wochen nach der Infektion) wird jeweils unter Betäubung eine Gewebsprobe aus dem Darm entnommen. Keiner der Affen entwickelt AIDS-ähnliche Symptome. Das weitere Schicksal dieser Affen ist unklar.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: AIDS-Forschung

Originaltitel: Gut mucosal FOXP3+ regulatory CD4+ T cells and nonregulatory CD4+ T cells are differentially affected by simian immunodeficiency virus infection in rhesus macaques

Autoren: Kristina Allers (1)*, Christoph Loddenkemper (2), Jörg Hofmann (3), Anett Unbehaun (3), Desiree Kunkel (1), Verena Moos (1), Franz-Josef Kaup (4), Christiane Stahl-Hennig (5), Ulrike Sauermann (5), Hans-Jörg Epple (1), Thomas Schneider (1)

Institute: (1) Abteilung für Gastronenterologie, Infektionskrankheiten und Rheumatologie, Medizinische Klinik I, Campus Benjamin Franklin, Charite-Universitätsmedizin, Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin, (2) Institut für Pathologie/Research Center ImmunoSciences (RCIS), Campus Benjamin Franklin, Charite-Universitätsmedizin, Berlin, (3) Institut für Medizinische Virologie, Campus Mitte, Charite-Universitätsmedizin, Berlin, Abteilung Infektionspathologie, Deutsches Primatenzentrum Göttingen, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (5) Labor für Infektionsmodelle, Deutsches Primatenzentrum Göttingen

Zeitschrift: Journal of Virology 2010: 84(7), 3259-3269

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4232



Dokument 1187Titel: Eine neues, hoch reproduzierbares und letales nicht-menschliches Primatenmodell für die Infektion mit Orthopox-Virus
Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells" für die beim Menschen vorkommenden Kuh- und Affenpocken.
Tiere: 28 Affen (Mindestens 28 Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden in Niedersachsen genehmigt. Marit Kramski, Kerstin Mätz-Rensing, Christine Stahl-Hennig und Heinz Ellerbrok führten die Experimente durch. Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Zucht des Primatenzentrums Göttingen. Sie sind zwischen 2 und 6 Jahre alt und werden einzeln in Käfigen von 130 x 53 x 80 cm Größe gehalten.

Die Weißbüscheläffchen werden mit Calpox infiziert, einem zu den Kuhpocken zählenden Virus. Calpox war in einem niedersächsischen Zoo neu aufgetreten und hat dort 30 Affen verschiedener Arten getötet. Es werden verschiedene Infektionswege (in die Vene, in die Nase, in den Rachen) getestet sowie verschiedene Dosierungen des Virus. Je nach Gruppe leiden die Tiere unter Atembeschwerden, Nasenausfluss, Abgeschlagenheit, Appetitmangel, Hautveränderungen und Blutungen im Rachenbereich. Die Affen sterben zwischen vier und 15 Tage nach der Infektion. Drei Tiere, die eine niedrige Dosierung erhalten haben, überleben zunächst und werden erneut mit einer niedrigen Dosis infiziert. Ein Tier erkrankt und stirbt. Die beiden verbleibenden Affen werden nun mit einer hohen Dosis infiziert. Ein Affe stirbt nach 12 Tagen. Der zweite Affe überlebt ohne klinische Symptome. Dieser Affe wird (vermutlich) getötet. Die inneren Organe aller Affen werden untersucht.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützt.

Bereich: Virologie

Originaltitel: A novel highly reproducible and lethal nonhuman primate model for orthopox virus infection

Autoren: Marit Kramski (1), Kerstin Mätz-Rensing (2), Christine Stahl-Hennig (2), Franz-Josef Kaup (2), Andreas Nitsche (1), Georg Pauli (1), Heinz Ellerbrok (1)*

Institute: (1) Robert-Koch-Institut, Berlin, (2) Deutsches Primatenzentrum Göttingen, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen

Zeitschrift: PloS One 2010: 5(4), e10412

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4231



Dokument 1188Titel: Aktivitäts-abhängige Regulation der MHC-Klasse-1-Genexpression der sich entwickelnden Sehrinde des Weißbüscheläffchens
Hintergrund: Rolle bestimmter Gene im Hirngewebe bei der Entwicklung des visuellen Systems. Die Autoren bemerken, dass es große Unterschiede zwischen Nagern und Primaten gibt, weswegen eine Übertragung der Ergebnisse nicht möglich sei. Dies wird als Grund für die Verwendung für Primaten in dieser Studie herangezogen. Die Verwendung von nicht-menschlichen Primaten in der Forschung sei aber stark beschränkt. Die Autoren hoffen, dass eine "flexiblere Forschungspolitik … zukünftigen Forschern ermöglichen wird, die Unterschiede der neuronalen Moleküle bei Nagern und Primaten detaillierter zu untersuchen."
Tiere: 36 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg genehmigt. Christina Schlumbohm und Kerstin Mätz-Rensing führten die chirurgischen Eingriffe durch.

Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Zucht des Primatenzentrums Göttingen. Je drei Tiere im Alter von 1 Tag, 7 Tagen, 1, 3, 5, 7, 12 und 21 Monaten werden getötet, um die Genausprägungen im Hirngewebe zu untersuchen. Die Tötung erfolgt durch Überdosis von Narkosemitteln. Bei sechs äffchen wird im Alter von einem Monat ein Auge chirurgisch entfernt. Im Alter von fünf Montane werden diese Tiere sowie weitere sechs nicht operierte Affen getötet. Bei ihnen wird ebenfalls Hirngewebe der Sehrinde zur Untersuchung entnommen.

Bereich: Molekularmedizin, Hirnforschung

Originaltitel: Activity-dependent regulation of MHC class 1 expression in the developing primary visual cortex of the common marmoset monkey

Autoren: Adema Ribic (1,2,6)*, Gabriele Flügge (1,5), Christina Schlumbohm (1), Kerstin Mätz-Rensing (3), Lutz Walter (2), Eberhard Fuchs (1,4,5)

Institute: (1) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum / Leibniz-Institut für Primatenforschung, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Labor für Primatengenetik, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (3) Abteilung für Pathologie, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen, (4) Abteilung für Neurologie, Medizinische Fakultät, Universität Göttingen, Göttingen, (5) DFG Forschungszentrum für Molekulare Physiologie des Gehirns (CMPB), Universität Göttingen, Göttingen, (6) Department of Molecular Biophysics and Biochemistry, Yale University, New Haven, CT, USA

Zeitschrift: Behavioral and Brain Functions 2011: 7; 1, doi: 10.1186/1744-9081-7-1

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4230



Dokument 1189Titel: Zusammengesetzte Transkriptom-Aufstellung von RNA-Sequenz-Daten bei einem Schafmodell für die verzögerte Knochenheilung
Hintergrund: Genveränderungen bei normaler und verzögerter Knochenheilung.
Tiere: 63 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Experimente wurden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, Berlin, (LaGeSo) genehmigt. Hanna Schell und Jasmin Lienau führten die Tierexperimente durch.

Die Schafe ungenannter Herkunft sind zu Beginn der Experimente 2,5 Jahre alt. Die Schafe werden in zwei Gruppen zu 32 und 31 Tiere eingeteilt. Bei den Tieren beider Gruppen wird unter Narkose ein Schienbeinknochen durchgesägt und mit einem 3 mm Spalt wieder zusammengefügt. Bei Gruppe 1 wird dafür ein so genannter Fixateur externe angelegt, eine Vorrichtung, die die Knochenenden in der richtigen Position hält. Dazu werden je drei Nägel in jede Hälfte des Schienbeinknochens gebohrt. Die Nägel werden außerhalb des Beins mit Metallstreben verschraubt. Die Breite des Sägespalts bleibt so unverändert. Bei der zweiten Gruppe wird ein Fixateur angelegt, bei dem die Knochenenden nicht stabil sind, sondern beweglich. Durch den instabilen Knochenspalt kommt es zu einer verzögerten Knochenheilung.

Sieben Tage nach der Operation wird bei den Tieren beider Gruppen unter Narkose Gewebe aus der Knochenheilungszone entnommen. 11, 14 und 21 Tage nach der Operation werden jeweils einige Tiere aus beiden Gruppen getötet, um Genveränderungen im Gewebe zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Bereich: Molekularmedizin

Originaltitel: Composite transcriptome assembly of RNA-seq data in a sheep model for delayed bone healing

Autoren: Marten Jäger (1,2), Claus-Eric Ott (1), Johannes Grünhagen (1), Jochen Hecht (2,3), Hanna Schell (2,4), Stefan Mundlos (1,2,3)*, Georg N. Duda (2,4), Peter N. Robinson (1,2,3)*, Jasmin Lienau (2,4)

Institute: (1) Institut für Medizinische Genetik, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Augustenburgerplatz 1, 13353 Berlin, (2) Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies (BCRT), Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Augustenburgerplatz 1, 13353 Berlin, (3) Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, Berlin, (4) Julius-Wolff-Institut und Zentrum für Muskel- und Knochenforschung, Charité:-Universitätsmedizin Berlin, Augustenburgerplatz 1, 13353 Berlin

Zeitschrift: BMC Genomics 2011: 12; 158

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4229



Dokument 1190Titel: Im Hippocampus von erwachsenen Mäusen gebildete Nervenzellen erlauben die flexible Anwendung von räumlich präzisen Lernstrategien
Hintergrund: Funktion bestimmter Nervenzellen im Gehirn von Mäusen beim räumlichen Lernen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von Alexander Garthe und Joachim Behr im Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin-Buch, durchgeführt und vom Landesamt für Technische Sicherheit und Gesundheit (LaGetSi), Berlin genehmigt.

Bei den Mäusen wird zunächst eine Substanz in die Bauchhöhle injiziert, die wachsende Zellen im Körper markiert. Dann wird ein Medikament verabreicht, das in der Humanmedizin zur Behandlung bestimmter bösartiger Hirntumore (Gliom) eingesetzt wird. Es hat die Eigenschaft, die Neubildung von Nervenzellen zu hemmen. Zunächst werden Vorversuche durchgeführt, um eine geeignete Dosis des Medikaments zu finden.

Bei den eigentlichen Experimenten erhalten Gruppen von Mäusen das Medikament täglich über drei Tage in die Bauchhöhle injiziert. Tiere der Kontrollgruppen erhalten eine wirkungslose Kochsalzlösung. Einen Tag vor der ersten Injektion, einen Tag nach der letzten sowie 4 Wochen später werden bei allen Tieren folgende Verhaltens- und Lernexperimente durchgeführt:

1. Eine Maus wird auf eine rotierende Stange von 3 cm Durchmesser gesetzt. Es wird die Zeit gemessen, bis sie sich nicht mehr halten kann und herunterfällt.

2. Eine Maus wird in ein offenes Feld von 60 x 60 cm Größe mit 20 cm hohen Wänden gesetzt. Mit einer Videokamera wird aufgezeichnet, ob die Maus sich ängstlich am Rand aufhält oder sich auch in die Mitte traut.

3. Eine Maus wird in ein zylindrisches Wasserbecken von 189 cm Durchmesser gesetzt. Das Wasser ist mit Farbe eingetrübt. An einer Stelle befindet sich eine Plattform unterhalb der Wasseroberfläche, die die Maus wegen der Wassertrübung nicht sehen kann. Die Maus muss 120 Sekunden schwimmen. Findet sie die Plattform innerhalb dieser Zeit nicht selbst, wird sie draufgesetzt. Der Versuch wird 6-mal pro Tag (mit je 30 Minuten Pause dazwischen) an 5 aufeinander folgenden Tagen wiederholt. Am 3. Tag wird die Plattform an einer anderen Stelle des Beckens angebracht. So soll beurteilt werden, ob die Maus die Lage der Plattform gelernt hat. Schließlich werden alle Mäuse mit Formalin getötet. Ihre Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Adult-generated hippocampal neurons allow the flexible use of spatially precise learning strategies

Autoren: Alexander Garthe (1), Joachim Behr (2), Gerd Kempermann (1)*

Institute: (1) CRTD – Center for Regenerative Therapies Dresden, Fetscherstraße 105 01307 Dresden, (2) Abteilung für Psychiatrie, Charité: Universitätsmedizin, Berlin

Zeitschrift: PLoS one 2009, 4 (5), e5464

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4228



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