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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1241Titel: Nachweis anhaltender Nierenhypoxie und der Anpassung an vorübergehende Nierenhypoxie bei akuter Nierenschädigung, hervorgerufen durch experimentell ausgelöste Muskelschädigung (Rhabdomyolyse)
Hintergrund: Der Einfluss von Sauerstoffmangel auf eine akute Nierenschädigung durch Muskelzellzerstörung, wie sie bei Unfällen, bei Vergiftungen oder durch Medikamente vorkommt, soll untersucht werden.
Tiere: 48 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden in Käfigen für Stoffwechseluntersuchungen gehalten. Die Herkunft der Tiere ist ungenannt. Glycerin wird den Ratten an vier Stellen in die Muskulatur der Hinterbeine gespritzt, was die Muskeln zerstört. Daraus ins Blut freigesetzte Inhaltsstoffe schädigen die Nieren. Einer zusätzlichen Gruppe von Tieren wird Myoglobin, ein bei Muskelzellschädigung freigesetztes Sauerstoffspeichereiweiß, als Lösung in die Vene gegeben, um dessen besonderen Effekt zu testen. Bei der Glycerininjektion kommt eine äthernarkose, bei der Myoglobingabe eine Ketaminnarkose zur Anwendung. Mehrere Blutentnahmen zu bestimmten Zeitpunkten. Nach der Tötung (Methode ungenannt) wird das Nierengewebe mit Färbungen mikroskopisch (immunhistochemisch) untersucht.

Die Arbeit wird unterstützt durch die Russel Berrie Stiftung, D-Cure Diabetes Care, das Open European Nephrology Science Centre, die Harvard Medical Faculty und das Beth Israel Deaconness Medical Center.

Bereich: Nierenforschung, Traumatologie, Pathophysiologie

Originaltitel: Evidence for sustained renal hypoxia and transient hypoxia adaptation in experimental rhabdomyolysis-induced acute kidney injury

Autoren: Rosenberger Christian (1)*, Marina Goldfarb (2), Ahuva Shina (3), Sebastian Bachmann (4), Ulrich Frei (1), Kai-Uwe Eckardt (5), Thomas Schrader (6), Seymour Rosen (7), Samuel N. Heyman (3)

Institute: (1) Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité: Universitätsmedizin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Nephrology Unit, Bikur Holim Hospital, Jerusalem, Israel, (3) Hadassah University Hospital Mt. Scopus and the Hebrew Medical School, Jerusalem, Israel, (4) Zentrum für Anatomie, Charité:Centrum 2 für Grundlagenmedizin, Charité: Universitätsmedizin, Berlin, (5) Medizinische Klinik 4, Nephrologie und Hypertensiologie, Universitätsklinikum Erlangen, (6) Institut für Pathologie, Charité: Universitätsmedizin, Berlin, (7) Department of Pathology, Beth Israel Deaconess Medical Center and Harvard Medical School, Boston (MA), USA

Zeitschrift: Nephrology Dialysis Transplantation. 2007 23:1135-43

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3861



Dokument 1242Titel: fMRI des Schläfenlappens beim wachen Affen bei 7 T
Hintergrund: Magnetresonanztomographische Aufnahmen des Gehirns beim wachen Rhesusaffen.
Tiere: 3 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Affen werden durch Flüssigkeitsentzug bestimmte Verhaltensweisen "antrainiert". Die Tiere müssen in einem Primatenstuhl sitzen. Ihr Kopf ist an einen zuvor auf dem Schädelknochen implantierten Bolzen angeschraubt. Bei einem Affen wurde außerdem eine Metallspule in den Bindehautsack eines Auges implantiert, um die Augenbewegungen verfolgen zu können. Bei zwei Tieren wird ein Infrarotsystem zur Kontrolle der Augenbewegungen eingesetzt. Auch die Bewegungen des Körpers werden genau registriert. Den Tieren werden Ohrstöpsel in die Ohren gesteckt, um den Lärm des funktionellen Magnetresonanztomographen (fMRI) zu mindern. Vor beiden Augen werden als Reiz mit Glasfaserkabeln Filme gezeigt. Der Affe muss beim Start einer Versuchssequenz 4 Sekunden vollkommen ruhig sitzen, dann 6 Sekunden lang die Augen auf einen Punkt richten, ohne zu blinzeln oder sie zu bewegen, dann wird 8 Sekunden lang ein Film gezeigt und anschließend muss der Affe weitere 10 Sekunden vollkommen ruhig sitzen. Wenn er alles richtig macht, erhält er eine "Belohnung". Bewegt sich der Affe oder blinzelt er, wird die Sequenz abgebrochen und es gibt nichts zu trinken. Üblicherweise wird Flüssigkeitsentzug als "Trainingsmethode" eingesetzt, d.h. die Tiere sind so durstig, dass sie für die "Belohnung" in Form von ein paar Tropfen Saft mitmachen. Für jede Aufnahme mit dem Tomographen werden 12 korrekte Versuchssequenzen benötigt. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt. Normalerweise werden derart "trainierte" Affen über mehrere Jahre in verschiedenen Experimenten verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Hirnforschung

Originaltitel: fMRI of the temporal lobe of the awake monkey at 7 T

Autoren: Jozien B.M. Goense (1)*, Shih-Pi- Ku (1), Hellmut Merkle (2), Andreas S. Tolias (1), Nikos K. Logothetis (1,3)

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Abteilung für Physiologie und Kognitive Prozesse, Spemannstr. 38, 72076 Tübingen, (2) Laboratory of Functional and Molecular Imaging, Bethesda, MD, USA, (3) Imaging Science and Biomedical Engineering, University of Manchester, Manchester, Großbritannien

Zeitschrift: NeuroImage 2008: 39, 1081-1093

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3860



Dokument 1243Titel: Quantifizierung des Blutflusses im Gehirn bei nichtmenschlichen Primaten unter Verwendung von arterieller Drehmarkierung und einem Zwei-Kammer-Modell
Hintergrund: Bestimmung des Blutflusses im Gehirn mittels Magnetresonanztomographie.
Tiere: 3 Affen (Rhesusaffen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Versuche erfolgen unter Anästhesie. Die Sehrinde des Gehirns der drei Rhesusaffen wird mit Magnet-Resonanz-Imaging (MRI) bei drei verschiedenen Zuständen gescannt: 1. Ohne Stimulation, 2. nach Injektion einer Substanz, die den Blutfluss im Gehirn erhöht, 3. während die Augen mit flackernden oder rotierenden Lichtreizen eines Glasfaserkabels gereizt werden. Es werden sieben Versuchsreihen durchgeführt. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt. Normalerweise werden derart "trainierte" Affen über mehrere Jahre in verschiedenen Experimenten verwendet.

Die Arbeit wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft, die Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der Forschung und die Schweizerische Stiftung für medizinisch-biologische Stipendien unterstützt.

Bereich: Bildgebende Verfahren, Hirnforschung

Originaltitel: Quantification of cerebral blood flow in nonhuman primates using arterial spin labeling and a two-compartment model

Autoren: Anne Catherin Zappe (1)*, Johannes Reichold (1), Cyrill Burger (2), Bruno Weber (1,3), Alfred Buck (2), Josef Pfeuffer (1,4), Nikos K. Logothetis (1)

Institute: (1) Abteilung für Physiologie und Kognitive Prozesse, Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, 72076 Tübingen, (2) Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Zürich, Zürich, Schweiz, (3) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Zürich, Schweiz, (4) Siemens Medical Solutions, MR Applications Development, 91052 Erlangen

Zeitschrift: Magnetic Resonance Imaging 2007: 25, 775-783

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3859



Dokument 1244Titel: Vergleich der Einführung von Schrauben in den Wirbelkörper durch die Haut oder offen bei einem Schafmodell
Hintergrund: Vergleich zweier Operationstechniken zur Lendenwirbelsäulenversteifung.
Tiere: 12 Schafe (Schwarzkopfschafe)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Bei je sechs Schafen werden auf zwei verschiedene Methoden die Lendenwirbel 4 – 6 chirurgisch miteinander verbunden. Die Tiere werden narkotisiert. Bei der ersten Methode werden Schrauben durch die Haut in die Wirbelkörper gebohrt. Die Schrauben werden unter der Haut mit einem Metallstab verbunden, so dass die drei Wirbel nicht mehr beweglich sind. Bei der zweiten Methode wird die gleiche Operation ausgeführt mit dem Unterschied, dass die Haut und das darunter liegende Muskelgewebe aufgeschnitten wird. Diese Operationsmethode ist seit Jahren in der Humanmedizin etabliert. Sechs Wochen und drei Monate nach der Operation wird bei den Tieren unter Sedierung ein EMG der Lendenmuskulatur abgeleitet. Anschließend werden die Schafe mit einem Barbiturat getötet, um die Wirbel zu untersuchen.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Comparison of open versus percutaneous pedicle screw insertion in a sheep model

Autoren: W. Lehmann (1)*, A. Ushmaev (1), A. Ruecker (1), J. Nuechtern (1), L. Grossterlinden (1), P.G. Begemann (2), T. Baeumer (3), J.M. Rueger (1), D. Briem (1)

Institute: (1) Klinik für Trauma, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinik Hamburg, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (2) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinik Hamburg, (3) Klinik für Neurologie, Universitätsklinik Hamburg

Zeitschrift: European Spine Journal 2008: 17, 857-863

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3858



Dokument 1245Titel: Homöostatische Regulation von augen-spezifischen Reaktionen in der Sehrinde
Hintergrund: Die Studie untersucht Nervenzellfunktionen in der Sehrinde von Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Für das Experiment werden 26-35 Tage alte C57Bl/6 Mäuse, ein für die tierexperimentelle Forschung gezüchteter Inzuchtstamm, verwendet. Die Mäuse werden narkotisiert. Der Kopf der Mäuse wird mit Zahnzement an einer Metallplatte befestigt. Mit einem 2mm langen Schnitt wird der Kopf im Bereich der Sehrinde geöffnet. Ein Kontrastmittel wird mit Druck an drei verschiedenen Stellen 0,3 mm tief in die Sehrinde gespritzt. Die Gehirnrinde wird danach mit einer Agarosemischung und einem Deckglas verschlossen.

Ein bis acht Tage vor dem Experiment werden ein oder beide Augen unter Narkose zugenäht. Dafür werden die Augenlider beschnitten und die Lider dann mit zwei Stichen vernäht. Die Wiederöffnung der Augen erfolgt direkt nach Injektion des Kontrastmittels. Danach werden die Augen über Monitore mit Lichtreizen stimuliert und währenddessen Bilder des Gehirnabschnittes mit einem Fluoreszenzmikroskop aufgenommen. Im Anschluss werden elektrische Signale in der Sehrinde abgeleitet, während die Augen weiter mit Lichtreizen stimuliert werden. Dazu werden Elektroden an 24-36 verschiedenen Stellen bis 0,5 mm tief in die Sehrinde eingebracht. Die Mäuse werden nach dem Experiment getötet.

Die Studie wurde von der Max-Planck-Gesellschaft und den National Institutes of Health gefördert.

Bereich: Sehforschung, Hirnforschung

Originaltitel: Homeostatic regulation of eye-specific responses in visual cortex during ocular dominance plasticity

Autoren: Thomas D. Mrsic-Flogel (1,3)*, Sonja B. Hofer (1), Kenichi Ohki (2), R. Clay Reid (2), Tobias Bonhoeffer (1), Mark Hübener (1)*

Institute: (1) Abteilung für Zelluläre und Systemische Neurobiologie, Max Planck Institut für Neurobiologie, 82152 Martinsried, (2) Department of Neurobiology, Harvard Medical School, Boston, MA, USA, (3) Department of Physiology, University College London, London, UK

Zeitschrift: Neuron 2007: 54, 961-972

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3857



Dokument 1246Titel: Die Rolle des Weibchens monogam lebender Wildmeerschweinchen für die Paarbildung, die Vermehrung und die Stressantwort beim Männchen
Hintergrund: In dieser Studie wird das Verhalten einer neu entdeckten Wildmeerschweinchenart untersucht. Hierbei soll vor allem die Rolle des Weibchens für die Paarbildung untersucht sowie soziale und sexuelle Verhaltensmuster in Beziehung gesetzt werden.
Tiere: 57 Meerschweinchen (29 weibliche und 28 männliche Münstersche Gelbzahnmeerschweinchen)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Für den federführenden Autor ist eine Adresse in den USA angegeben, die Versuche fanden jedoch in Münster statt. Es werden Münstersche Gelbzahnmeerschweinchen verwendet, die von der Zuchtstation des Instituts für Verhaltensbiologie der Universität Münster bereit gestellt werden. Das Münstersche Meerschweinchen unterscheidet sich vor allem durch seine monogame Lebensweise von anderen Meerschweinchen-Arten und reagiert aggressiv gegen fremde Artgenossen. Aufgrund dieser Eigenschaften wird es gerne in der Verhaltensforschung eingesetzt.

Eine Woche vor Beginn des ersten Experiments (Wahlexperiment) werden die Tiere einzeln in 0,5 m2 Innengehegen gehalten. Für das Wahlexperiment wird jeweils ein Weibchen in ein Gehege (sogenannte Wahlkammer) gesetzt, welches über kleine Gänge mit zwei weiteren Gehegen, in welchen jeweils ein Männchen wohnt, verbunden ist. Über elektronische Zähler in den Gängen wird die Anzahl der Besuche des Weibchens bei den Männchen gemessen. Das Weibchen hat ungehinderten Zugang zu den Gehegen der Männchen. Mittels eines Plastikhalsbandes werden die Männchen daran gehindert, in das Gehege des Weibchens zu gelangen. Während der ersten Versuchstage werden die Tiere auf Beißspuren kontrolliert. Werden Beißspuren identifiziert, wird der Versuch sofort abgebrochen. In diesem Fall erfolgt ein neuer Versuch mit anderen Tieren. Hat ein Weibchen ein Wahlexperiment vollständig durchgeführt, wird dieses nicht noch einmal einem Test unterzogen. Die Männchen werden aber in bis zu vier Versuchen mit mindestens einwöchigem Abstand eingesetzt. Es werden 22 Weibchen und 21 Männchen in insgesamt 26 Versuchen verwendet. Wenn sich das Weibchen mit den zwei Männchen verträgt, werden die Tiere über insgesamt 20 Tage in den Gehegen belassen. Wenn das Weibchen am 20. Tag empfängnisbereit wird, wird das Experiment um zwei Tage verlängert, um eine Befruchtung herbei zu führen. Nach jedem Experiment wird das Weibchen bis zur Geburt der Jungen oder bis festgestellt wird, dass das Weibchen nicht trächtig ist, in einem separaten Käfig gehalten. Um den Vaterschaftsstatus der Nachkommen zu überprüfen, wird von den Müttern unter Narkose an der rasierten Hüfte ein Stück Haut herausgeschnitten (0,5-2 mm2).

Für ein zweites Experiment werden sieben langjährige Meerschweinchenpaare verwendet. Dieses Experiment untersucht, welchen Effekt eine Trennung vom Partner und/oder ein neues Gehege auf die Männchen haben. Ein Versuch dauert vier Stunden. Jedes Paar durchläuft fünf Versuche mit jeweils einwöchigen Pausen zwischen den Versuchen. Je nach Versuchsanordnung wird das Männchen in seiner gewohnten Umgebung entweder für vier Stunden allein gehalten oder für die ersten zwei Stunden allein gehalten und dann mit dem Partnerweibchen wieder vereint. Eine analoge Versuchsanordnung in fremder Umgebung und Kontrollversuche werden ebenfalls durchgeführt. Zwei und vier Stunden nach Beginn des Experimentes wird Blut aus der Ohrvene des Männchens entnommen. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Angstverhaltensforschung, Stressforschung

Originaltitel: Female influences on pair formation, reproduction and male stress responses in a monogamous cavy (Galea monasteriensis)

Autoren: Oliver Adrian (1), Sylvia Kaiser (1), Norbert Sachser (1), Pia Jadewerth (1), Petra Löttker (1), Jörg T. Epplen (2), Michael B. Hennessy (3)*

Institute: (1) Institut für Verhaltensbiologie, Universität Münster, (2) Institut für Humangenetik, Universität Bochum, (3) Department of Psychology, Wright State University, 3640 Col Glenn Hwy, Dayton, Ohio 45435, USA

Zeitschrift: Hormones and Behavior 2008: 53, 403-412

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3856



Dokument 1247Titel: Veränderung der BDNF mRNA Expression und der Lokalisierung des BDNF Proteins bei altersbedingtem Hörverlust
Hintergrund: Die vorliegende Studie untersucht altersspezifische Veränderungen von an der Signalverarbeitung beteiligten Eiweissen im Innenohrgewebe bei Ratten und Wüstenrennmäusen. Oder anders ausgedrückt: Warum können alte Ratten und Gerbils nicht mehr so gut hören wie junge.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Ratten, Mäuse, Mongolische Wüstenrennmäuse (Gerbils))
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Für das Hörexperiment werden Fischer-344 Ratten, ein für die tierexperimentelle Forschung gezüchteter Inzuchtstamm, und Mongolische Wüstenrennmäuse unterschiedlichen Alters von der Firma Interfauna, Tuttlingen, bezogen. Mäuse, denen durch gentechnische Manipulation ein bestimmtes Protein fehlt, stammen vom Max-Planck-Institut Martinsried und dem Jackson Laboratory, USA.

Die Tiere werden in Räumlichkeiten gehalten mit maximalen Geräuschpegeln von 50-60 dB. Vor dem Experiment wird den Tieren ein Narkosemittel in den Bauch gespritzt. Die Tiere werden Klicktönen von 0,1 Sekunde Dauer sowie Pfeifgeräuschen mit einer Dauer von 3 Millisekunden ausgesetzt. Die Lautstärkeintensität variiert zwischen 10 und 100 dB. Während der Verabreichung dieser Reize werden mittels Elektroden die elektrischen Impulse im Hörzentrum des Gehirns der Tiere abgeleitet. Drei Elektroden werden dafür an verschiedenen Stellen unter die Haut der Tiere geschoben. Dieses Experiment wird in mehrmonatigen Abständen mehrmals wiederholt, um Altersunterschiede zu dokumentieren. Die Ratten werden bis zu einem Alter von 29, Gerbils bis zu einem Alter von 40 Monaten getestet. Danach werden die Tiere zur Untersuchung des Innenohrgewebes (Gehörgangsschnecke) getötet. Was mit den Mäusen geschieht, ist unklar.

Die Studie begann bereits 1994 und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Hörforschung, Altersforschung

Originaltitel: BDNF mRNA expression and protein localization are changed in age-related hearing loss

Autoren: Lukas Rüttiger (1), Rama Panford-Walsh (1), Thomas Schimmang (1), Justin Tan (2), Ulrike Zimmermann (1), Karin Rohbock (1), Iris Köpschall (1), Annette Limberger (1), Marcus Müller (3), Jürgen-Theodor Fraenzer (1), Jelka Cimerman (1), Marlies Knipper (1)*

Institute: (1) Molekulare Neurobiologie, Zentrum für Hörforschung Tübingen, Hals-Nasen-Ohrenklinik, Universität Tübingen, Elfriede-Aulhorn-Str. 5, 72076 Tübingen, (2) Instituto de Biologia y Gené:tica Molecular, Universidad de Valladolid y Consejo Superior de Investicaciones Cientificas, Spain, (3) Regenerative Biologie, Zentrum für Hörforschung Tübingen, Hals-Nasen-Ohrenklinik, Universität Tübingen

Zeitschrift: Neurobiology of Aging 2007: 28, 586-601

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3855



Dokument 1248Titel: Überwachung des akuten Status Epilepticus mittels hochsensitivem Magnetresonanzimaging: Frühe Vorhersage von regionaler Schädigung im Gehirn
Hintergrund: Magnetresonanzimaging (MRI) ist ein diagnostisches Standardverfahren bei Patienten mit Epilepsie. Mit einem speziellen hochsensitiven MRI-Verfahren lassen sich krampfgeschädigte Gehirnbereiche beim Menschen darstellen. Die Studie untersucht bei Ratten akute Veränderungen im Gehirn, die während eines medikamentös ausgelösten Krampfanfalles auftreten.
Tiere: 32 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Für die Studie werden männliche Sprague-Dawley Ratten, ein für die tierexperimentelle Forschung ausgezüchteter Albino-Ratten-Stamm, verwendet. Für das Experiment werden die Ratten narkotisiert. Dann wird ein Katheter in die Beinvene und -arterie eingebracht, um den Blutdruck, Blutgase und den Blutzellstatus zu überwachen. Die Ratten werden in einen Magnetresonanzscanner gelegt und am Kopf fixiert. Anschließend wird das Gehirn der Ratten gescannt. Epileptische Anfälle werden nun durch Injektion von Pilocarpinhydrochlorid in den Bauchraum der Ratten erzeugt. Diese Substanz hemmt einen die Muskulatur entspannenden Botenstoff im Gehirn, wodurch Krämpfe hervorgerufen werden. Um starke Muskelkrämpfe der Gliedmassen zu vermeiden, wird den Ratten 30 Minuten vor Gabe von Pilocarpin die beruhigend wirkende Substanz Scopolaminmethylnitrat in den Bauchraum gespritzt. Drei Kontrollratten erhalten nur eine Salzlösung injiziert. 5, 10, 15, 20, 30, 45, 60, 90 und 120 Minuten nach dem Einsetzen der Krämpfe werden die Ratten gescannt. Nach dem Experiment werden die Ratten wieder in ihre Käfige gebracht. Je zwei Ratten werden 30 Minuten und 120 Minuten nach Hervorrufen der Krämpfe sowie 1, 7 und 14 Tage nach dem Experiment getötet und das Gehirn zur Untersuchung entnommen. Drei unbehandelte Kontrolltiere werden ebenfalls getötet und das Gehirn untersucht.

Bereich: Epilepsieforschung, bildgebende Verfahren

Originaltitel: Monitoring of acute generalized status epilepticus using multilocal diffusion MR imaging: early prediction of regional neuronal damage

Autoren: T. Engelhorn (1)*, A. Hufnagel (2), J. Weise (3), M. Baehr (3), A. Doerfler (1)

Institute: (1) Institut für Neuroradiologie, Universität Erlangen, Schwabachanlage 6, 91052 Erlangen, (2) Institut für Neurologie, Universität Essen, Essen, (3) Institut für Neurologie, Universität Göttingen, Göttingen

Zeitschrift: American Journal of Neuroradiology 2007: 28, 321-327

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3854



Dokument 1249Titel: Wiederherstellung des vorderen Kreuzbandes mittels körperfremden und körpereigenen Transplantaten aus frisch gefrorenen freien Sehnen: verzögerter Umbau und beeinträchtige mechanische Beweglichkeit nach Langzeitheilung beim Schaf
Hintergrund: Körpereigene Kreuzbandtransplantate sind in der Knochenchirurgie nur begrenzt verfügbar. Die Studie vergleicht den Nutzen von körperfremden Kreuzbandtransplantaten mit körpereigenen Kreuzbandtransplantaten im Hinblick auf die Rehabilitation beim Schaf. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind.
Tiere: 48 Schafe (weibliche Merinoschafe)
Jahr: 2008

Versuchsbeschreibung: Die Schafe werden für die Knieoperation narkotisiert. Am linken Hinterbein eines jeden Schafes wird ein 60-70 mm langes Stück der Sehne des oberflächlich liegenden Beugemuskels herausgetrennt und auf eine entsprechende Länge gedehnt. Bei der Hälfte der Schafe wird diese Sehne als körpereigener Ersatz (Transplantat) für das vordere Kreuzband verwendet. Die restlichen Sehnen werden zunächst in sterilen Plastiktüten verpackt und bei -80 °C eingefroren. Die anderen 24 Schafe erhalten während einer zweiten Operation die Sehne eines jeweils anderen Schafes als Kreuzbandersatz (körperfremdes Transplantat). Für die Kreuzbandoperation wird das linke Kniegelenk geöffnet. Die Kniescheibe wird seitlich verschoben und das vordere Kreuzband herausgetrennt. Das Knie wird nun stark gebeugt. Mittels eines Führungsbolzens werden Tunnel in die Köpfe des Ober- und des Unterschenkelknochens gebohrt. Das Transplantat wird durch den Tunnel gezogen und außen am Knochen des Ober- bzw Unterschenkelkopfes befestigt. Die für die Operation abgetrennten Sehnen und Haltebänder werden wieder an ihrem ursprünglichen Ort befestigt und das Knie danach verschlossen. Vier Schafe sterben in Folge der Operation.

Die Tiere werden nach der Operation in ihre Käfige gebracht. Die Schafe erhalten die ersten drei Tage nach der Operation entzündungshemmende Medikamente. Nach zwei Wochen werden die Schafe in ein Außengehege gebracht, wo sie sich frei bewegen können. Nach jeweils 6, 12 und 52 Wochen wird ein Teil der Tiere durch Injektion von Kaliumchlorid getötet. Das linke Kniegelenk wird zur Untersuchung der mechanischen Belastbarkeit und des Gewebes herausgetrennt.

Bereich: Knochenchirurgie

Originaltitel: Fresh-frozen free-tendon allografts versus autografts in anterior cruciate ligament reconstruction: delayed remodeling and inferior mechanical function during long-term healing in sheep

Autoren: Sven U. Scheffler*, Tanja Schmidt, Insa Gangé:y, Moritz Dustmann, Frank Unterhauser, Andreas Weiler

Institute: Zentrum für Chirurgie des Bewegungsapparates, Institut für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Universitätsmedizin Charité:, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Zeitschrift: The Journal of Arthroscopic and Related Surgery 2008; 24(4), 448-458

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3853



Dokument 1250Titel: Regulation der Hörempfindlichkeit bei Wüstenrennmäusen: Der Einfluss von Alter, Gehörschädigung und vorübergehenden unveränderten und veränderten Sprachgeräuschen
Hintergrund: Mit zunehmender Dauer eines Geräusches steigt die Empfindlichkeit des Ohres bis zu einem Maximum. Diese physiologische Reaktion des Ohres wurde bisher bei verschiedensten Säugetieren (Katze, Hund, Chinchilla, Maus, verschiedenen Affenarten) und beim Menschen untersucht. Die Studie liefert nun Daten zur Regulation des Hörvermögens bei einem bisher noch nicht untersuchten Tier, der Wüstenrennmaus.
Tiere: 13 Gerbils
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Für das Experiment werden fünf junge und drei ältere Wüstenrennmäuse mit normalem Hörvermögen sowie fünf ältere Tiere mit eingeschränktem Hörvermögen verwendet. Die Messungen finden in einem geräuscharmen Raum statt. Die Tiere werden in Drahtkäfige gesetzt, in denen sich eine erhöhte Plattform befindet. Diese Plattform ist von einem Infrarotstrahl abgetrennt. Springt die Maus auf die Plattform wird der Lichtstrahl unterbrochen, dieses Signal wird von einem angeschlossenen System registriert. Das System ist mit einer Fütterungsanlage verbunden. Letztere fungiert als Belohnungssystem, wenn die Maus innerhalb von 1,2 Sekunden nach Präsentation eines Reizes von der Plattform springt. Die Tonreize werden über einen Lautsprecher verabreicht. Die Reaktionen der Tiere werden mittels einer Videokamera aufgezeichnet. Zu Beginn werden die Tiere trainiert, auf die Plattform zu springen und 1,2 Sekunden nach Reizpräsentation hinunter zu springen. Bei richtiger Reaktion erhalten die Tiere ein Futterpellet zur Belohnung. Für das Experiment werden die Tiere systematisch mit steigenden Geräuschpegeln im Abstand von 3 dB beschallt. Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht beschrieben.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Bereich: Hörforschung

Originaltitel: Temporal integration in the gerbil: The effects of age, hearing loss and temporally unmodulated and modulated speech-like masker noises

Autoren: Otto Gleich (1)*, Malte C. Kittel (1), Georg M. Klump (2), Jürgen Strutz (1)

Institute: (1) Abteilung ENT, Universität Regensburg, Franz-Josef-Strauß-Allee 11, 93042 Regensburg, (2) AG Zoophysiologie und Verhalten, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Universität Oldenburg, 26111 Oldenburg

Zeitschrift: Hearing Research 2007: 224, 101-114

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3852



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