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Datenbank Tierversuche

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Dokument 1481Titel: Biologische Toleranz verschiedener Materialien in normaler und Nano-Größe bei einem Rattenmodell: Sarkomentwicklung durch Nanopartikel
Hintergrund: Untersuchung der Tumorbildung durch in Muskeln gepflanzte Nanopartikel bei Ratten. Die Autoren kommen zu folgendem Schluss: "Außerdem muss hervorgehoben werden, dass das Rattenimplantationsmodell zur Untersuchung der krebsauslösenden Eigenschaften von Materialien nicht auf die In-vivo-Situation beim Menschen übertragen werden kann. Es gibt immer noch kein relevantes Tiermodell, das die krebserzeugenden Eigenschaften von Biomaterialien für den Menschen voraussagen kann." Trotzdem sind für die Autoren weitere detaillierte Studien "für unser Verständnis der Nanobiologie" von hohem Interesse.
Tiere: 50 Ratten
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden von IFFA Credo, Frankreich, bezogen. Jeweils zehn Tiere erhalten mehrere Implantate eines von fünf verschiedenen Materialen: Titandioxid, Silikondioxid, Nickel, Kobalt und Polyvinylchlorid (PVC). Die Materialien werden jeweils in normaler Größe unter die Haut der rechten Brustwand gepflanzt und in Nanopartikelgröße in die Muskulatur der linken Brustwand. Für die Implantation werden die Tiere anästhesiert. Alle zehn Tiere der Nickelgruppe sterben nach 4-5 Monaten an Krebs oder werden wegen zu großer Tumoren vorzeitig getötet. Sechs Tiere der Kobaltgruppe entwickeln ebenfalls Krebs und werden vorzeitig getötet. Die restlichen Tiere werden nach sechs oder 12 Monaten durch Injektion eines Barbiturates getötet.

Die Arbeit wurde durch die Europäische Kommission unterstützt.

Bereich: Toxikologie, Nanopartikelforschung

Originaltitel: Biological tolerance of different materials in bulk and nanoparticulate form in a rat model: sarcoma development by nanoparticles

Autoren: Torsten Hansen (1)*, Gaelle Clermont (2), Antonio Alves (2), Rosy Eloy (2), Christoph Brochhausen (1), Jean Pierre Boutrand (2), Antonietta M. Gatti (3), C. James Kirkpatrick (1)

Institute: (1) Institut für Pathologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Langenbeckstraße 1, 55101 Mainz, (2) Biomatech S.A., Chasse-sur-Rhone, Frankreich, (3) Laboratorio die Biomateriali, Universita degli di Modena e Reggio Emilia, Modena, Italien

Zeitschrift: Journal of the Royal Society Interface 2006: 3, 767-775

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3728



Dokument 1482Titel: Kognitive Langzeitschwäche, Neuronenverlust und reduzierte cholinerge Innervation in der Hirnrinde nach Genesung von einer Blutvergiftung bei einem Nagetiermodell
Hintergrund: Neurologische Langzeitauswirkungen einer Blutvergiftung bei Ratten. Die Arbeit schließt mit der Bemerkung, dass dies auch an menschlichen Patienten untersucht werden sollte. Es bleibt die Frage offen, wozu dann erst die Tierversuche gemacht wurden.
Tiere: 36 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld. 18 Ratten werden Bestandteile von E.coli-Bakterien in die Bauchhöhle injiziert, weitere 18 Ratten erhalten eine harmlose Substanz ohne Bakterien. Die erste Gruppe entwickelt eine Blutvergiftung, die unbehandelt nach einiger Zeit wieder abklingt. Zwölf Wochen nach der Infektion werden alle Tiere verschiedenen Verhaltenstests unterzogen. Im "offenen Feld", einer Plexiglasbox, wird das Bewegungsverhalten einer Ratte fünf Minuten lang mit einer Videokamera aufgezeichnet. Vor dem nächsten Test wird das Gewicht der Ratten durch reduzierte Futtergabe auf 80-90% des ursprünglichen Gewichtes vermindert. In einem Lerntest wird eine hungrige Ratte in die Mitte eines aus acht Armen bestehenden Irrgartens gesetzt. An den Enden der jeweils 50 cm langen Arme befindet sich etwas Futter. Der Test wird täglich 14 Tage lang wiederholt. Es wird beobachtet, wie schnell eine Ratte lernt, die Futterrationen auf möglichst effektive Weise zu bekommen, d.h. indem sie nicht in schon leere Arme läuft. Der dritte Test ist ebenfalls ein Test zum Lernverhalten. Eine Ratte wird in eine helle Kammer gesetzt. Daneben befindet sich eine dunkle Kammer, die mit einer Tür verschlossen werden kann. Läuft die Ratte in die dunkle Kammer, fällt die Tür zu und das Tier bekommt über ein Bodengitter einen Elektroschock an die Füße. Nach 24 Stunden und sieben Tagen wird der Test wiederholt. Es wird beobachtet, ob die Ratte den dunklen Raum betritt.

Anschließend werden die Ratten durch Überdosis eines Barbiturates getötet. Ihre Gehirne werden in Scheiben geschnitten und untersucht.

Bereich: Sepsisforschung, Neurologie

Originaltitel: Long-term cognitive impairment, neuronal loss and reduced cortical cholinergic innervation after recovery from sepsis in a rodent model

Autoren: Alexander Semmler (1)*, Christian Frisch (2), Thomas Debeir (3), Mutiah Ramanathan (1), Thorsten Okulla (1), Thomas Klockgether (1), Michael T. Heneka (4)

Institute: (1) Universitätsklinikum Bonn, Abteilung für Neurologie, Sigmund-Freud-Str. 25, 53105 Bonn, (2) Universität Bonn, Abteilung für Epileptologie, Bonn, (3) INSERM U679, Hospital de la Salpetriere, Pars, Frankreich, (4) Universität Münster, Abteilung für Neurologie, Münster

Zeitschrift: Experimental Neurology 2007: 733-740

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3727



Dokument 1483Titel: Einfluss des Zeitpunkts, bei dem mit dem Alkoholtrinken angefangen wird, auf den Alkoholentzugseffekt und das Stresstrinken bei weiblichen Ratten
Hintergrund: Trinken weibliche Ratten, die als Jungtiere oder als Erwachsene mit dem Alkoholtrinken anfangen nach Stress oder nach Alkoholentzug mehr als vorher?
Tiere: 39 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: 19 jungen weiblichen Ratten (31 Tage alt) und 20 erwachsenen weiblichen Ratten (71 Tage alt) werden drei Flaschen zur Auswahl angeboten: Wasser, 5% und 20% Alkohol. Der Flüssigkeitskonsum wird jeden Tag gemessen. Nach acht Wochen sind die Tiere alkoholsüchtig. Zwei Wochen erhalten sie nun keinen Alkohol. Anschließend wird der Alkohol wieder angeboten und der Alkoholentzugseffekt beobachtet, d.h. es wird beurteilt, ob die Tiere nach der zweiwöchigen Entzugsphase jetzt mehr Alkohol trinken als zuvor. In den folgenden 20 Wochen wird den Ratten weiter Alkohol in den drei Flaschen angeboten. In dieser Zeit werden zwei Stressversuche durchgeführt: An drei aufeinander folgenden Tagen müssen die Tiere jeweils 10 Minuten in einem Wasserbassin schwimmen. Es wird die Zeit gemessen, bis sie aufgeben zu schwimmen und sich treiben lassen. An drei anderen Tagen werden die Ratten in einen Käfig mit Metallgitterboden gesetzt. Es erfolgen vier Minuten lang mehrere Stromstöße and die Pfoten. Es wird beobachtet, ob die Tiere nach dem Stress mehr trinken als zuvor. In der 29. Woche wird der Alkohol wieder entfernt. In der 30. Woche erhalten die Tiere fünfmal eine Substanz in die Bauchhöhle gespritzt, die den Alkoholentzugseffekt vermindern soll. Anschließend wird das Trinkverhalten zwei Tage lang beobachtet. Das weitere Schicksal der Ratten wird nicht beschrieben.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die EU unterstützt.

Bereich: Alkoholforschung

Originaltitel: Influence of age at drinking onset on the alcohol deprivation effect and stress-induced drinking in female rats

Autoren: Marc W. Füllgrabe, Valentina Vengeliene, Rainer Spanagel*

Institute: Abteilung für Psychopharmakologie, Universität Heidelberg, Zentralinstitut für Mentale Gesundheit, J5, 68159 Mannheim

Zeitschrift: Pharmacology, Biochemistry and Behavior 2007: 86, 320-326

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3726



Dokument 1484Titel: Markierungen von Xenopus-Jungfröschen mit einem passiven Mikrotransponder
Hintergrund: Einpflanzen von Mikrotranspondern unter die Haut von jungen Krallenfröschen, um die Tiere unterscheiden zu können.
Tiere: 51 Frösche (Krallenfrösche und Kaulquappen)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Zehn transgenen Krallenfrosch-Kaulquappen und 41 frisch umgewandelten Krallenfröschen werden 2 mm große Mikrotransponder unter die Haut am Kopf, am Schwanz oder an der Seite eingepflanzt. Dazu werden die Tiere mit Ethylästher anästesiert. Die Kaulquappen verlieren ihre Transponder. Ihr Schicksal wird nicht weiter beschrieben. Die Frösche werden sechs Monate lang aufgezogen.

Bereich: Versuchstierkunde

Originaltitel: Marking transgenic Xenopus froglets with passive micro transponders

Autoren: Christoph Waldner*, Magdalena Roose, Gerhard U. Ryffel

Institute: Institut für Zellbiologie (Tumorforschung), Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Hufelandstraße 55, 45122 Essen

Zeitschrift: Trangenic Research 2007: 16, 539-540

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3725



Dokument 1485Titel: Unvermögen die Wirkung einer Blutpropfauflösung durch Memantin zu verbessern bei einem Rattenmodell für den embolischen Schlaganfall
Hintergrund: Es wird eine Kombinationsbehandlung eines Blutpfropf auflösenden Mittels und eines Nervenschutzpräparats bei Ratten mit einem künstlich hervorgerufenen Schlaganfall getestet. In der Einleitung der Arbeit heißt es, dass die Nervenschutzpräparate im Tierversuch wirksam waren, während sie beim menschlichen Schlaganfallpatienten bisher fast nur negative Resultate geliefert hätten. "Diese Abweichung mag daran liegen, dass gesunde Tiere und ältere Patienten mit Risikofaktoren und vorhandener Arterienverkalkung grundlegend unterschiedlich sind."
Tiere: 55 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Bei den Ratten wird ein künstlicher Schlaganfall ausgelöst. Dazu wird in die rechte Halsarterie ein 2 bis 2,5 cm langes Blutgerinnsel gefädelt und bis zur mittleren Hirnarterie vorgeschoben. Bei einem Teil der Ratten beginnt nach 1,5 Stunden, bei einer anderen Gruppe nach 3,5 Stunden die Behandlung, Diese besteht aus einer Gerinnsel auflösenden Substanz, die schon seit Jahren bei menschlichen Schlaganfallpatienten im Einsatz ist. Eine Gruppe Ratten erhält zusätzlich eine Nerven schützende Substanz. Der Kopf der Ratten wird in einen stereotaktischen Apparat eingespannt. Die Kopfhaut wird aufgeschnitten, die Muskeln entfernt. Die Knochendicke der Schädeldecke wird mit einem Bohrer verringert. Darauf wird eine Ultraschallsonde befestigt, mit der während der folgenden sechs Stunden der Blutfluss im Gehirn gemessen wird. Schließlich werden die Ratten mit einer Fixierungslösung durchströmt und getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Wicker-Stiftung, Bad Wildungen unterstützt.

Bereich: Schlaganfallforschung

Originaltitel: Failure to improve the effect of thromolysis by memantine in a rat embolic stroke model

Autoren: Tobias Back (1)*, Dörte Otto (2), Daniela Kittner (2), Olaf G. Schüler (3), Michael G. Hennerici (1), Hans-Dieter Mennel (2)

Institute: (1) Abteilung für Neurologie, Klinikum Mannheim, Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, (2) Abteilung für Neurologie und Neuropathologie, Philipps Universität Marburg, R.-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg, (3) Abteilung für Neurologie, Krankenhaus Bogenhausen, Englschalkinger Str. 77, 81925 München

Zeitschrift: Neurological Research 2007, 29, 264-269

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3724



Dokument 1486Titel: Akute Lungenschädigung durch Ölsäure im Vergleich mit einer Spülung mit Kochsalzlösung
Hintergrund: Vergleich zweier "Tiermodelle" für die akute Lungenschädigung.
Tiere: 14 Schweine (ca. 43 kg)
Jahr: 2006

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose wird der Hälfte der Schweine Ölsäure in die Lungen injiziert. Die andere Hälfte erhält eine Kochsalzlösung. Diese wird mehrfach eingeleitet und wieder abgesaugt, solange, bis der Sauerstoffdruck auf einen bestimmten Wert gefallen ist. In beiden Gruppen werden die Schweine anschließend 60 Minuten künstlich beatmet. Es werden diverse Blut- und Lungenparameter gemessen. Außerdem werden computertomographische Scans von der Lunge angefertigt. Schließlich werden die Schweine durch Injektion eines Giftes getötet.

Bereich: Intensivmedizin, Anästhesiologie

Originaltitel: Oleic acid vs saline solution lung lavage-induced acute lung injury

Autoren: Thomas Luecke (1)*, Jürgen P. Meinhardt (1), Peter Herrmann (2), Andreas Weiss (1), Michael Qunitel (2), Paolo Pelosi (3)

Institute: (1) Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Mannheim, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, (2) Abteilung für Intensivmedizin, Universität Göttingen, Göttingen, (3) Department of Ambient, Healthy and Safety, University of Insubria, Varese, Italien

Zeitschrift: Chest 2006: 130, 392-401

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3723



Dokument 1487Titel: Fehlfunktion der Darmschranke bei sich entwickelnder Leberzirrhose: Eine In-vivo-Analyse zur Bakterienauswanderung
Hintergrund: Können Bakterien aus dem Darm austreten, wenn der Organismus durch Leberzirrhose vorgeschädigt ist?
Tiere: 14 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Janvier Laboratories, le Genest-Saint-Isle, Frankreich. Zunächst wird bei den Tieren eine Leberzirrhose ausgelöst. Dazu wird ihnen alle drei Tage vier Wochen lang ein Gemisch aus Tertrachlorkohlenstoff und Olivenöl unter die Haut injiziert. Kontrolltiere erhalten nur Olivenöl. Eine Woche nach der letzten Injektion werden die Tiere operiert. Katheter werden in eine Halsvene und –arterie gelegt. Der Bauch wird aufgeschnitten. Ein 5 cm langes Stück Dünndarm wird zu einem Sack abgebunden. In diesen Sack werden grün fluoreszierende E.coli-Bakterien gespritzt. Diese waren zuvor angefärbt worden. In die Bauchhöhle wird eine "Beobachtungskammer" eingelassen, um die inneren Organe durch ein Fenster in der Bauchwand beobachten zu können. Um das Fenster herum wird die Bauchwand wieder zugenäht. Mit einem Mikroskop werden nun 60 Minuten lang die inneren Organe nach fluoreszierenden Bakterien abgesucht. Anschließend werden die Ratten getötet.

Bereich: Leberforschung

Originaltitel: Intestinal barrier dysfunction in developing liver cirrhosis: An in vivo analysis of bacterial translocation

Autoren: Pablo Palma*, Nicolas Mihaljevic, Till Hasenberg, Michael Keese, Thomas A. Koeppel

Institute: Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Mannheim, Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68135 Mannheim

Zeitschrift: Hepatology Research 2007: 37, 6-12

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3722



Dokument 1488Titel: Ein neues Modell für das Studium des abdominalen Compartment-Syndroms bei Ratten
Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells" für einen erhöhten Druck in der Bauchhöhle.
Tiere: 26 Ratten
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Unter Narkose werden bei den Ratten Katheter in eine Halsvene und –arterie gelegt. Der Bauch wird aufgeschnitten, um einen Schlauch in die Bauchhöhle zu legen, dessen eines Ende aus der anschließend vernähten Bauchdecke nach außen führt. An das äußere Ende des Schlauches werden ein Druckmesser, ein Dreiwegehahn und eine Infusionsflasche angeschlossen. Die hoch gehängte Infusionsflasche füllt den Bauch der Ratte mit Infusionslösung. Drei Stunden lang wird durch Öffnen und Schließen des Hahns ein immer gleich bleibender Druck von 20 mm Hg in der Bauchhöhle aufrechterhalten. Anschließend wird die Flasche nach unten gehängt, so dass die Flüssigkeit aus der Bauchhöhle zurück in die Flasche laufen kann und der Druck abgebaut wird. Dabei werden die Tiere drei Stunden lang weiter beobachtet. Stündlich werden Blutproben genommen. Dann werden die Ratten getötet.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: A new model for the study of the abdominal compartment syndrome in rats

Autoren: Christoph Meier (1)*, Claudio Contaldo (3), Rene Schramm (1), Jörg H. Holstein (1), Jürg Hamacher (4), Michaela Amon (1), Guido Wanner (2), Otmar Trentz (2), Michael D. Menger (1)

Institute: (1) Institut für Klinische und Experimentelle Chirurgie, Universität des Saarlandes, Homburg (2), Klinik für Traumachirurgie, Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Zürich, Zürich, Schweiz, (3) Klinik für Plastische, Hand- und Rekonstruktionschirurgie, Chirurgische Klinik, Universitätsklinikum Zürich, Zürich, Schweiz, (4) Abteilung für Atmungsmedizin, Innere Medizin, Universität des Saarlandes, Homburg

Zeitschrift: Journal of Surgical Research 2007: 139, 209-216

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3721



Dokument 1489Titel: Studien zur akuten Toxizität und Toxizität bei wiederholter Verabreichung des (6-Maleimidocaproyl)Hydrazonderivats von Doxorubicin (DOXO-EMCH), ein an Albumin bindendes Promedikament des Krebsmittels Doxorubicin
Hintergrund: Toxikologische Studien zu einem potentiellen Krebsmedikament. Es handelt sich um eine Vorstufe eines bereits weit verbreiteten Krebsmedikaments, das zahlreiche Nebenwirkungen aufweist.
Tiere: 136 Tiere verschiedener Arten (32 Mäuse, 172 Ratten, 32 Beagles)
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Versuche an Ratten und Mäusen finden bei der Firma Aventis in Hattersheim statt. Die Hundeversuche werden im Toxicology Research Centre in Rom durchgeführt. Die Ratten und Mäuse stammen von Versuchstierzüchter Harlan Winkelmann, Borchen, die Beagles von Allevamento Soprani, Reggio Emilia, Italien.

Je 32 Mäusen und Ratten wird ein potentielles Medikament in verschiedenen Dosen in die Blutbahn injiziert. Die folgenden 50 Tage werden sie beobachtet. Je nach Dosis zeigen die Tiere unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome: unregelmäßige Atmung und Bewegungsstörungen bei den Mäusen. Manche Ratten haben gesträubtes Fell, sie speicheln und haben verkrustete Augen. Sie leiden unter Wachstumsstörungen und geschwächten Muskeln. Einige Tiere sterben vorzeitig. Am 50. Tag werden die überlebenden Tiere durch CO2 getötet.

In einem zweiten Experiment wird 140 Ratten die Substanz viermal über einen Zeitraum von 28 Tagen per Injektion verabreicht. Auch diese Tieren zeigen zum Teil schwerwiegende Symptome: abgestorbene Hautzellen im Bereich der Injektionsstellen, geschwollene oder abgestorbene Schwänze, Bewegungsstörungen, gesträubtes Fell, unregelmäßige Atmung, verfärbter Urin und Durchfall. Einige Tiere sterben. Am 57. Tag nach der ersten Injektion werden die überlebenden Ratten getötet.

Die Beagles erhalten die Substanz zweimal in die Halsvene injiziert. Anschließend werden sie vier Wochen lang beobachtet, bevor sie getötet werden. Außerdem werden mehrere Blutproben genommen. Symptome treten vor allem in den Stunden nach der Injektion auf: Hautschwellung an der Injektionsstelle, halb geschlossene Augen, Speicheln, Bewegungsstörungen, Zittern. Einige Tiere zeigen außerdem Haarausfall und Hautentzündungen an den Beinen.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Acute and repeat-dose toxicity studies of the (6-maleimidocaproyl)hydrazone derivative of doxorubicin (DOXO-EMCH), an albumin-binding prodrug of the anticancer agent doxorubicin

Autoren: F. Kratz (1)*, G. Ehling (2), H.-M. Kauffmann (2), C. Unger (1)

Institute: (1) Tumor Biology Center, Breisacher Str. 117, 79106 Freiburg, (2) Aventis Pharma Deutschland GmbH, 65795 Hattersheim

Zeitschrift: Human & Experimental Toxicology 2007: 26, 19-35

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3720



Dokument 1490Titel: Ein hochempfindlicher, automatisierter, komplexer Laufradtest zum Aufspüren von latenten motorischen Defiziten beim MPTP-Mäuse-Modell der Parkinson-Krankheit
Hintergrund: Entwicklung eines Tests, mit dem man die motorischen Fähigkeiten von Mäusen in der Parkinson-Forschung beurteilen kann.
Tiere: 23 Mäuse
Jahr: 2007

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden bei Charles River, Sulzbach bestellt. Sie werden einzeln in Plastikkäfigen gehalten. Im Alter von neun Wochen bekommen sie ein Laufrad in ihren Käfig. Es wird beobachtet, wie oft und wie lange jede Maus läuft. Nach einer 12-tägigen Trainingsphase erhalten 12 Mäuse täglich fünf Tage lang eine Substanz in die Bauchhöhle injiziert. Diese Substanz zerstört innerhalb von sieben Tagen nach der letzten Gabe 50 Prozent bestimmter Nervenzellen im Gehirn. Dieses gilt als "Modell" für die Parkinson Krankheit. Kontrolltiere werden mit einer unwirksamen Kochsalzlösung behandelt. Die Aktivitäten im Laufrad werden weiter registriert. Nach 20 Tagen wird das Laufrad durch eines mit unregelmäßig angeordneten Sprossen ersetzt. Das Laufen in diesem Laufrad erfordert bessere motorische Fähigkeiten. Die Laufaktivitäten werden eine weitere Woche beobachtet. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben.

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: A highly sensitive automated complex running wheel test to detect latent motor deficits in the mouse MPTP model of Parkinson' disease

Autoren: David Liebetanz (1)*, Paul Christian Baier (1), Walter Paulus (1), Katrin Meuer (2,3), Mathias Bähr (2,3), Jochen H. Weishaupt (2,3)

Institute: (1) Abteilung für klinische Neurophysiologie, Georg-August-Universität, Robert-Koch-Str. 40, 37099 Göttingen, (2) Neurologische Klinik, Georg-August-Universität Göttingen, (3) DFG Forschungszentrum für Molekulare Physiologie des Gehirns (CMPB), Göttingen

Zeitschrift: Experimental Neurology 2007: 205, 207-213

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 3719



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