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Datenbank Tierversuche

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Dokument 761Titel: Eine Transplantation von CD34+ Nabelschnurstammzellen in die Leber von neugeborenen und erwachsenen NOD/SCID-Mäusen ruft ein differenziertes Organanwachsen hervor
Hintergrund: Untersuchung des menschlichen Immunsystems und die Funktion von Blutstammzellen durch Injektion dieser Zellen in die Lebern von Mäusen.
Tiere: 120 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Vorfahren der hier verwendeten Mäuse stammen ursprünglich aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratories, Bar Harbor, Maine, USA. Sie wurden am Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC) weiter gezüchtet. Es handelt sich um Mäuse, die zuchtbedingt ein vermindertes Immunsystem haben. Es werden erwachsene (6-8 Wochen alte) und neugeborene (3 Tage alte) Mäuse verwendet. Die Tiere werden mit einer fast tödlichen (subletalen) Dosis radioaktiver Strahlung bestrahlt, um das Immunsystem noch weiter zu schwächen. Dann werden den Tieren Blutstammzellen aus menschlichem Nabelschnurblut in die Leber injiziert. Bei den neugeborenen Tieren geschieht dies ohne Betäubung durch die Haut. Die älteren Mäuse werden dafür betäubt. An den Tagen 14, 42 und 70 nach der Transplantation der Zellen werden jeweils einige Mäuse durch Genickbruch getötet, um Leber und andere innere Organe zu untersuchen.

Bereich: Stammzellforschung

Originaltitel: Intrahepatic transplantation of CD34+ cord blood stem cells into newborn and adult NOD/SCID mice induce differential organ engraftment

Autoren: Annika Wulf-Goldenberg (1), Marlen Keil (2,3), Iduna Fichtner (2), Klaus Eckert (2)*

Institute: (1) epo GmbH, Berlin, (2) Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin, (3) Charité: – Universitätsmedizin, Campus Virchow Klinikum, Berlin

Zeitschrift: Tissue und Cell 2012: 44, 80-86

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4314



Dokument 762Titel: CCL19 (ELC) verbessert die TH1-polarisierte Immunantwort durch einen Her2/neu-DNA-Impfstoff bei Mäusen
Hintergrund: Test einer Krebsimpfung bei Mäusen.
Tiere: 196 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Tiere werden am Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin gehalten. Die Versuche wurden vom LAGeSo, Berlin, genehmigt. Die Mäuse werden zweimal mit einem DNA-Impfstoff geimpft. Zehn Tage später werden den Mäusen Brustkrebszellen von anderen Mäusen unter die Haut gespritzt. In den folgenden Tagen wird das Tumorwachstum beobachtet. Ab Tag 30 wird der Tumor bei einigen Mäusen so groß, dass diese Tiere vorzeitig getötet werden. Überlebende Mäuse werden nach 15 Monaten noch einmal geimpft und erhalten eine zweite Dosis Krebszellen injiziert. Zwei Wochen später werden auch diese Mäuse getötet, um die Milzen zu untersuchen

Bereich: Gentherapie

Originaltitel: CCL19 (ELC) improves TH1-polarized immune response and protective immunity in a murine Her2/neu DNA vaccination model

Autoren: Tam Nguygen-Hoai (1,2), Gerd Baldenhofer (1,2), Mona Sayed Ahmed (1,2), Minh Pham-Duc (1,2), Margarete Gries (1,2), Martin Lipp (2), Bernd Dörken (1,2), Antonio Pezzutto (1,2), Jörg Westermann (1,2)*

Institute: (1) Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité: – Universitätsmedizin Berlin, Campus Berlin-Buch und Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin

Zeitschrift: The Journal of Gene Medicine 2012: 14, 128-137

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4313



Dokument 763Titel: CCL21 (SLC) verbessert Tumorschutz durch einen DNA-Impfstoff in einem Her2/neu-Maus-Tumormodell
Hintergrund: Krebsimpfung bei genmanipulierten Mäusen.
Tiere: 182 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Charles River, Sulzfeld. Die Tiere werden am Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin gehalten. Die Versuche wurden vom LAGeSo, Berlin, genehmigt. Den Tieren fehlt durch Genmanipulation ein bestimmter Botenstoff des Immunsystems. Die Mäuse werden zweimal mit einem DNA-Impfstoff geimpft. Andere Gruppen von Mäusen erhalten allein oder zusätzlich den fehlenden Botenstoff injiziert. Zehn Tage später werden den Mäusen Mäusebrustkrebszellen unter die Haut gespritzt. In den folgenden Tagen wird das Tumorwachstum beobachtet. Ab Tag 30 wird der Tumor so groß, dass einige Mäuse vorzeitig getötet werden. Schließlich werden auch alle anderen Tiere auf nicht genannte Weise getötet.

Bereich: Gentherapie

Originaltitel: CCL21 (SLC) improves tumor protection by a DNA vaccine in a Her2/neu mouse tumor model

Autoren: Tam Nguygen-Hoai (1,2), Gerd Baldenhofer (1,2), Mona Sayed Ahmed (1,2), Minh Pham-Duc (1,2), MD. Vu (1,2), Martin Lipp (2), Bernd Dörken (1,2), Antonio Pezzutto (1,2), Jörg Westermann (1,2)*

Institute: (1) Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité: – Universitätsmedizin Berlin, Campus Berlin-Buch und Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, (2) Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin

Zeitschrift: Cancer Gene Therapy 2012: 19, 69-76

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4312



Dokument 764Titel: Identifizierung von zellulären Infiltraten während eines Frühstadiums einer Hirnentzündung mittels Magnetresonanzmikroskopie
Hintergrund: Tomographische Untersuchung von Mäusen mit experimenteller Hirnentzündung.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin genehmigt. Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Janvier, Frankreich. Bei den Mäusen wird eine experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis ausgelöst, eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute durch Angriffe des körpereigenen Immunsystems auf die eigenen Zellen. Diese künstlichen Symptome gelten als "Modell" für die Multiple Sklerose. Den Tieren werden eine reizende Substanz (Freund’s Adjuvant), abgetötete Tuberkulosebakterien und ein Enzym unter die Haut gespritzt. Außerdem wird den Tieren das Gift von Keuchhustenbakterien in die Bauchhöhle injiziert. Die Tiere entwickeln daraufhin die gewünschte Entzündung im Gehirn. Einmal täglich werden die Symptome anhand eines Schemas beurteilt: 0 = keine Symptome, 1 = Schwanzschwäche, 2 = Beinschwäche, 3 = Teillähmungen der Beine, 4 = Lähmungen der Beine, 5 = im Sterben liegend oder tot. Bei Tieren, die Symptome zeigen, wird der Kopf mittels eines bildgebenden Verfahrens (Magnetresonanzmikroskopie) untersucht. Schließlich werden die Mäuse getötet und ihre Gehirne werden zur feingeweblichen Untersuchung in Scheiben geschnitten.

Bereich: Multiple Sklerose-Forschung

Originaltitel: Identification of cellular infiltrates during early stages of brain inflammation with magnetic resonance microscopy

Autoren: Helmar Waiczies (1,2), Jason M. Millward (1,3), Stefan Lepore (1,2), Carmen Infante-Duarte (1,3), Andreas Pohlmann (2), Thoralf Niendorf (1,2), Sonia Waiczies (1,2,4)*

Institute: (1) Experimentelles und Klinisches Forschungszentrum, ein Kooperation zwischen Charité: Universitätsmedizin und dem Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin, Berlin (ohne Adresse), (2) Berlin Ultrahigh Field Facility, Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin, Berlin, (3) Experimentelle Neuroimmunologie, Charité: Universitätsmedizin, Berlin, (4) Department of Anatomy, University of Malta, Msida, Malta

Zeitschrift: PLoS ONE 2012: 7(3), e32796

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4310



Dokument 765Titel: Systemische Verabreichung von Neuregulin-1ß1 schützt dopaminerge Neuronen in einem Mausmodel für die Parkinson Krankheit
Hintergrund: Test einer Substanz auf künstlich ausgelöste Parkinson-ähnliche Symptome bei Mäusen.
Tiere: 73 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Den Mäusen wird ein vom Menschen stammender Faktor in die Bauchhöhle injiziert, der im Nervenstoffwechsel eine Rolle spielt und mit Schizophrenie in Zusammenhang gebracht wird. Kontrolltiere erhalten eine wirkungslose Kochsalzlösung. Die Injektionen erfolgen täglich für 5 Tage. Nach 1 oder 7 Tagen werden jeweils einige Mäuse getötet, um das Hirngewebe zu untersuchen. In einem zweiten Experiment wird Mäusen unter Narkose 6-OHDA in das Gehirn injiziert. Diese Substanz zerstört bestimmte Nervenzellen und löst Parkinson-ähnliche Symptome aus. Gruppen von Mäusen erhalten 6 oder 48 Stunden später die Testsubstanz mit dem menschlichen Faktor. 24 Tage später wird ein Test mit den Mäusen gemacht, bei dem D-Amphetamin in die Bauchhöhle injiziert wird. Anschließend wird beobachtet, wie oft sich die Tiere im Kreis drehen. Häufige Drehungen deuten auf eine Zerstörung bestimmter Nervenzellen im Gehirn und gelten als "Parkinson-Modell". 28 Tage nach der ersten Injektion werden die Mäuse mittels Überdosis von Pentobarbital getötet, die Gehirne werden herausgeschnitten und untersucht.

Die Arbeit wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Deutsche Genonforschungs-Netzwerk, das 7. Rahmenprogramm der EU sowie den Universitätskliniken Gießen-Marburg.

Bereich: Parkinson-Forschung

Originaltitel: Systemic administration of neuregulin-1ß1 protects dopaminergic neurons in a mouse model of Parkinson’s disease

Autoren: Thomas Carlsson (1), Friederika R. Schindler (1), Matthias Höllerhage (1), Candan Depboylu (1), Oscar Arias-Carrion (1), Stefan Schnurrbusch (1), Thomas W. Rösler (1), Wojciech Wozny (2), Gerhard P. Schwall (2), Karlfried Groebe (2), Wolfgang H. Oertel (1), Patrik Brundin (3), André: Schrattenholz (2), Günter U. Höglinger (1)*

Institute: (1) Experimentelle Neurologie, Abteilung für Neurologie, Philipps-Universität Marburg, Rudolf-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg, (2) ProteoSys AG, Mainz, (3) Neuronal Survival Unit, Department of Experimental Medical Science, Wallenberg Neuroscience Center, Lund University, Lund, Schweden

Zeitschrift: Journal of Neurochemistry 2011: 117, 1066-1074

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4309



Dokument 766Titel: Vergleich zweier Transplantate zwischen Vene und Arterie in einer Tierstudie: eines geraden und eines Venaflo-Typ-Transplantats mit Manschette
Hintergrund: Der Einsatz zweier Sorten Kunststoffschläuche zur chirurgischen Verbindung zwischen Blutgefäßen in der Humanchirurgie ist unbefriedigend, weil sie sich schnell zusetzen. Da es aber nur klinische Beobachtungen, aber keine Tierstudien dazu gibt, sollen hier die beiden Schlauchsorten verglichen werden. Als "Modell" für die meist älteren Patienten werden Ferkel verwendet. Die klinischen Beobachtungen werden durch den Tierversuch bestätigt.
Tiere: 16 Schweine (30-35 kg, 10-16 Wochen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden 16 weibliche Ferkel der Deutschen Landrasse im Alter von 10-16 Wochen verwendet. Unter Narkose wird der Bauch aufgeschnitten. Im Beckenbereich werden die Beckenvene und –arterie abgebunden und chirurgisch durch einen Kunststoffschlauch mit einander verbunden. Bei jeweils 8 Schweinen werden zwei verschiedene Sorten Schläuche verwendet, die beide in der Humanmedizin im Einsatz sind. Der Bauch wird zugenäht. Einmal wöchentlich wird per Ultraschall untersucht, ob die Schläuche noch durchgängig sind. Sechs Wochen nach der Operation werden die Tiere erneut narkotisiert. Der Blutfluss durch die Schläuche wird gemessen. Dann werden die Tiere getötet, um die verbundenen Blutgefäße feingeweblich zu untersuchen. Schläuche der einen Sorte hatten sich zu 25% zugesetzt, die der anderen Sorte zu 62%.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Comparison of straight and Venaflo-type cuffed arteriovenous ePTFE grafts in an animal study

Autoren: Michael Heise (1)*, Inga Husmann (1), Ann-Kathrin Grüneberg (1), Alexander Knobel (1), Petra Kirschner (1), Christoph Heidenhain (2)

Institute: (1) Allgemeine, Viszerale und Gefäßchirurgie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Erlanger Allee 101, 07743 Jena, (2) Chirurgische Klinik, Humboldt-Universität, Charité:, Campus Virchow Klinikum, Berlin

Zeitschrift: Journal of Vascular Surgery 2011: 53; 1661-1667

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4308



Dokument 767Titel: Auswirkung des Probiotikums Enterococcus faecalis auf ein gnotobiotisches Mausmodell für experimentelle Kolitis
Hintergrund: Wirkung probiotischer Bakterien bei genveränderten Mäusen, die zu Dickdarmentzündung neigen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter deutscher Federführung in North Carolina, USA, statt. Es werden "normale" Wildtyp-Mäuse verwendet sowie keimfrei aufgezogene gentechnisch veränderte Mäuse, denen ein bestimmtes Gen fehlt. Diese Tiere sind besonders empfänglich, eine chronische Dickdarmentzündung (Kolitis) zu entwickeln. Tieren beider Gruppen werden probiotische Bakterien verabreicht, indem sie über eine Schlundsonde in den Magen eingegeben und mittels eines Wattestäbchens in den After eingebracht werden. Probiotischen Bakterien wird, in Lebensmitteln zugesetzt, eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es werden zwei verschiedene Varianten der Bakterien eingesetzt. Die genmanipulierten Mäuse entwickeln eine schwere Dickdarmentzündung, die Wildtyp-Mäuse nicht. Nach 14 Wochen werden die Mäuse getötet, um die Entzündungsreaktionen im Darm zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch einen EU-Zuschuss gefördert.

Bereich: Ernährungswissenschaften, Gastronenterologie

Originaltitel: Impact of a probiotic Enterococcus faecalis in a gnotobiotic mouse model of experimental colitis

Autoren: Micha Hoffmann (1), Anja Messlik (1), Sandra C. Kim (2), Ryan B. Sartor (2), Dirk Haller (1)

Institute: (1) Technische Universität München, Lehrstuhl für Biofunktionalität, ZIEL – Forschungszentrum für Ernährung und Lebensmittelwissenschaften, CDD – Center for Diet and Disease, Freising-Weihenstephan, (2) Department of Medicine, Center for Gastrointestinal Biology and Disease, University of North Caroline, Chapel Hill, NC, USA

Zeitschrift: Molecular Nutrition and Food Research 2011: 55, 703-713

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4307



Dokument 768Titel: c-rel promotet Typ-1- und Typ-17-Immunantworten während einer Infektion mit Leishmania major
Hintergrund: Untersuchung der Rolle eines bestimmten Gens bei der Immunantwort auf eine Parasiteninfektion.
Tiere: 74 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden gentechnisch veränderte Mäuse von der Cornell University, NY, USA, verwendet sowie "Wildtyp"-Mäuse (C57Bl/6) aus der Versuchstierzucht Charles River Laboratories (ohne Ortsangabe). Die Wildtyp-Mäuse werden an der Biomedizinischen Forschungseinrichtung der Universität Marburg und die genveränderten Mäuse am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin gezüchtet. Bei den genmanipulierten Mäusen wurde ein Gen ausgeschaltet, dessen Funktion untersucht werden soll und das bei der Entzündungsreaktion des Körpers eine Rolle spielen soll. Jeweils einige Mäuse aus jeder Gruppe werden mit einzelligen Parasiten, Leishmania major, Erreger der Leishmaniose, infiziert, indem die Parasiten in die Fußsohle der rechten Hinterpfote gespritzt werden. In den folgenden Tagen wird täglich die Dicke der Pfote im Vergleich zur gesunden linken Pfote bestimmt. Bei beiden Mäuselinien schwillt die Pfote zunächst an. Nach rund drei Wochen geht die Schwellung bei den Wildtyp-Mäusen zurück, während es bei den Genmäusen zu weiterem Anschwellen mit Geschwürbildung kommt. Es werden verschiedene Experimente durchgeführt, bei denen die Mäuse zum Teil eine Woche lang mit einem Entzündungshemmer behandelt werden. Die Tötung der Tiere erfolgt nach 5 oder 8 Wochen, um die inneren Organe auf das Vorhandensein von Parasiten zu untersuchen.

Bereich: Immunologie

Originaltitel: c-rel promotes type 1 and type 17 immune responses during Leishmania major infection

Autoren: Katharina Reinhard (1), Madgalena Huber (1), Corinna Wostl (1), Anne Hellhund (1), Anne Toboldt (1), Elfadil Abass (1), Bärbel Casper (1), Thorsten Joeris (2), Christian Herr (3), Robert Bals (3), Ulrich Steinhoff (1,2), Michael Lohoff (1), Alexander Visekruna (1)*

Institute: (1) Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universität Marburg, Hans-Meerwein-Str. 2, 35032 Marburg, (2) Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin, (3) Klinik für Innere Medizin V - Pulmologie, Respiratorische Intensivmedizin und Allergologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg

Zeitschrift: European Journal of Immunology 2011: 41, 1388-1398

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4306



Dokument 769Titel: Die Pathologie einer experimentellen Poxvirus-Infektion bei Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus): Weitere Charakterisierung eines neuen Primatenmodells für die Orthopox-Infektion
Hintergrund: Entwicklung eines "Primatenmodells" für ein Virus, das ein Potential für den Bioterrorismus hat, um die Mechanismen der Krankheitsentstehung zu erforschen und ggf. Impfstoffe zu entwickeln.
Tiere: 32 Affen (Weißbüscheläffchen)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Weißbüscheläffchen stammen aus der Zuchtkolonie des Deutsches Primatenzentrum Göttingen. Für die Versuche werden sie einzeln in Käfigen von 130 x 53 x 80 cm Größe gehalten. Die Tiere werden mit Orthopoxviren infiziert, die ein Potential für Bioterrorismus haben. Je nach Gruppe werden die Affen auf unterschiedlichem Weg (in die Vene, in die Nase oder oral) und mit unterschiedlichen Dosierungen infiziert. Fast alle Tiere entwickeln innerhalb kurzer Zeit schwere Symptome: Atembeschwerden, Abgeschlagenheit, Appetitmangel, Nasenausfluss, Rötungen und Pusteln auf der Haut im Gesicht, am Bauch und an den Schleimhäuten, Blutungen an Haut, Darm, Leber und Blase, geschwollene Lymphknoten. Zweimal pro Woche werden Blutproben genommen. Bis auf 4 Affen, die oral infiziert waren, sterben alle Tiere innerhalb von 4 bis 14 Tagen oder sie werden mit einer Überdosis Barbiturat getötet, wenn sie im Sterben liegend gefunden werden. Das Schicksal der vier Affen, die keine Symptome entwickeln, wird nicht erwähnt. Die Organe der toten Tiere werden auf Veränderungen untersucht.

Bereich: Virologie, Zoonose-Forschung

Originaltitel: The pathology of experimental poxvirus infection in common marmosets (Callithrix jacchus): Further characterization of a new primate model for orthopoxvirus infection

Autoren: K. Mätz-Rensing (1)*, C. Stahl-Hennig (1), M. Kramski (2,3), G. Pauli (2), H. Ellerbrok (2), F.-J. Kaup (1)

Institute: (1) Deutsches Primatenzentrum (DPZ), Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) Robert-Koch-Institut, Berlin, (3) Department of Microbiology and Immunology, University of Melbourne, Melbourne, Australien

Zeitschrift: Journal of Comparative Pathology 2012: 146, 230-242

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4305



Dokument 770Titel: Nächtliche Erhöhung der Körpertemperatur durch sozialen Stress bei männlichen Spitzhörnchen: Relation zu niedrigem Testosteronspiegel und Einfluss des Alters
Hintergrund: Ergebnis: Männliche Spitzhörnchen, die tagsüber Stress ausgesetzt sind, haben nicht nur tags, sondern auch nachts eine erhöhte Körpertemperatur, aber einen normalen Testosteronspiegel. Und: ältere Tiere gehen gelassener mit Stress um als junge.
Tiere: 43 Affen (Spitzhörnchen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Es werden 43 männliche Spitzhörnchen (Tupaia belangeri) aus der Zucht des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen verwendet. Die Tiere sind zwischen 7 und 29 Monate alt. Die in Südostasien vorkommenden Spitzhörnchen haben äußerlich ähnlichkeit mit Eichhörnchen, werden aber zu den Halbaffen gezählt. Männliche Tiere weisen ein ausgeprägtes Territorialverhalten auf und werden einzeln gehalten.

Zunächst wird bei den Tieren unter Narkose der Bauch aufgeschnitten, um einen Temperaturmessfühler mit Übertragungsgerät in die Bauchhöhle einzupflanzen. So kann kontinuierlich die Körperinnentemperatur drahtlos gemessen werden. Der Bauch wird wieder zugenäht und die Tiere können sich zwei Wochen lang erholen. Dann werden die Spitzhörnchen an tägliches Handling gewöhnt. Jeden Morgen werden sie aus ihrer Schlafhöhle geholt, der Unterleib wird massiert, um sie zum Urinabsatz zu bewegen. Zwei Wochen später werden die Tiere täglich für eine Stunde sozialem Stress ausgesetzt. Dazu wird die Trennwand zum Nachbarkäfig entfernt, in dem sich ein dominantes Männchen befindet, das das unterlegende Tier attackiert. Nur bei schweren Kämpfen schreiten die Experimentatoren ein und trennen die Tiere, um Verletzungen zu vermeiden. Jeden Tag wird ein anderes dominantes Männchen verwendet, damit die Tiere sich nicht aneinander gewöhnen und das unterlegende Männchen in Stress gerät. In den morgendlichen Urinproben wird Testosteron gewonnen. Außerdem erhalten die Tiere jeden Tag eine harmlose Substanz per Schlundsonde in den Magen eingegeben. Dieses ist Teil eines anderen Experiments, für das die Tiere offensichtlich verwendet werden. Am Ende der Versuche werden die Spitzhörnchen nicht getötet.

Bereich: Verhaltensphysiologie

Originaltitel: Nocturnal hyperthermia induced by social stress in male tree shrews: relation to low testosterone and effects of age

Autoren: Susan Kohlhause (1), Kerstin Hoffmann (1), Christine Schlumbohm (1), Eberhard Fuchs (1,2,3), Gabriele Flügge (1,2)*

Institute: (1) Labor für Klinische Neurobiologie, Deutsches Primatenzentrum (DPZ), Kellnerweg 4, 37077 Göttingen, (2) DFG Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB), Universität Göttingen, (3) Neurologische Klinik, Medizinische Fakultät, Universität Göttingen

Zeitschrift: Physiology & Behavior 2011: 104, 786-795

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4304



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