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Datenbank Tierversuche

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Dokument 681Titel: Anvisieren von myeloischen Zellen ins Gehirn durch nicht-myeloablative Konditionierung
Hintergrund: Untersuchung des Mäusegehirns nach Zerstörung des Knochenmarks und einer Knochenmarktransplantation.
Tiere: 100 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Genetisch veränderte Mäuse werden von Charles River, Sulzbach, erworben oder kommen aus der Zuchteinrichtung der Charité:, Berlin. Vor jeder Behandlung werden die Mäuse durch eine Injektion betäubt. Jeweils ein Teil der Mäuse wird unterschiedlich bestrahlt: nur der Kopf oder der ganze Körper. Die Bestrahlung erfolgt mit einer Caesium137 Quelle. Caesium137 verursacht eine Strahlenkrankheit, zerstört das Knochenmark und bewirkt eine Entzündung des zentralen Nervensystems. Manche Tiere erhalten zwei Injektionen von Busulfan, ein Zytostatikum, das das Zellwachstum, beziehungsweise die Zellteilung hemmt. Bei manchen Mäusen wird der rechte Gesichtsnerv durchschnitten, wodurch es zur Lähmung der Tasthaare auf der Seite kommt. Nach den verschiedenen Behandlungen werden Knochenmarkszellen aus anderen genetisch veränderten Mäusen in die Blutbahn injiziert. Nach der Knochenmarkstransplantation erhalten die Tiere täglich Injektionen von Rapamycin, ein Medikament, dass das Immunsystem unterdrückt. Spätestens 16 Wochen später werden alle Mäuse getötet.

Die Arbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: Targeting Myeloid Cells to the Brain Using Non-Myeloablative Conditioning

Autoren: Chotima Böttcher (1), Francisco Ferná:ndez-Klett (1), Nadine Gladow (1), Simone Rolfes (1), Josef Priller (1,2)*

Institute: (1) Experimentelle und Molekulare Psychiatrie, Labor für Molekulare Psychiatrie, Charité: - Universitätsmedizin Berlin, Charité:platz 1, 10117 Berlin. (2) NeuroCure, Exzellenzkluster, Berlin

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8 (11); e80260. doi: 10.1371/journal.pone.0080260.

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4476



Dokument 682Titel: DSS-induzierte akute Kolitis in C57BL/6 Mäusen wird durch Vorbehandlung mit Sulforaphan gemildert
Hintergrund: Es wird untersucht, ob ein Pflanzenstoff aus Kohl eine Dickdarmentzündung abschwächen kann. Es stellt sich heraus, dass die Substanz Mäuse tatsächlich schützt, wenn sie 7 Tage vor einer künstlichen mit Chemikalien ausgelösten Dickdarmentzündung verabreicht wird.
Tiere: 20 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Es werden 20 genmanipulierte Mäuse benutzt. Woher die Mäuse stammen und wie sie gezüchtet werden, wird nicht erwähnt. Zehn der Mäuse bekommen für 7 Tage eine aus Kohlpflanzen gewonnene Substanz mit dem Namen Sulforaphan mit einer Schlundsonde in den Magen eingegeben. Die Dosis ist dabei deutlich höher als sie vom Menschen durch normale Nahrung aufgenommen werden könnte. Danach bekommen alle 20 Mäuse für 5 Tage eine Chemikalie namens Dextransulfatnatrium (DSS) über das Trinkwasser verabreicht. Die Behandlung mit DSS löst bei den Tieren eine Entzündung im Dickdarm aus und zerstört die Schleimhäute im Darm. Nach weiteren 7 Tagen wird eine endoskopische Koloskopie durchgeführt, d.h. es wird ein Schlauch mit einer Kamera von hinten in den Darm eingeführt. Eine Narkose hierfür wird nicht erwähnt, ist aber wahrscheinlich. Danach werden die Mäuse getötet.

Bereich: Ernährungswissenschaften, Innere Medizin

Originaltitel: DSS-induced acute colitis in C57BL/6 mice is mitigated by sulforaphane pre-treatment

Autoren: Anika E. Wagner (1)*, Olga Will (2), Christine Sturm (1), Simone Lipinski (2), Philip Rosenstiel (2), Gerald Rimbach (1)

Institute: (1) Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Hermann-Rodewald-Straße 8, 24118 Kiel (2) Institut für Klinische Molekularbiologie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

Zeitschrift: Journal of Nutritional Biochemistry 2013: 24; 2085-2091. doi: 10.1016/j.jnutbio.2013.07.009

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4475



Dokument 683Titel: Entwicklungselement für die neurovaskulären Kopplung im Barrel Cortex von unreifen Nagetieren
Hintergrund: Untersuchung der Tasthaar-Verknüpfungen mit dem Gehirn bei jungen Mäusen.
Tiere: 24 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Landesamt Rheinland-Pfalz genehmigt. In der Studie wird Urethan als Anästhetikum verwendet. Es werden zwischen 7 und 34 Tage alte Mäuse verwendet. Woher die Mäuse stammen, wird nicht erwähnt. Unter Narkose wird ein Teil des Schädelknochens entfernt. Nach 30-60 Minuten wird eine spezielle Elektrode in bestimmte Schichten des Gehirns eingefügt. Die Tasthaare der Tiere werden auf 5 mm Länge abgeschnitten und mit einem "Simulator" bewegt. Diese Stimulation erfolgt mit 0,1 Hz über einen Zeitraum von 20 Minuten für über 100 Tasthaarbewegungen pro Tier. Gleichzeitig werden über die Elektrode Nervenströme im Gehirn gemessen. Die Versuche werden bis zum Schluss unter Anästhetikum durchgeführt und die Tiere werden am Ende der Experimente getötet, um die Gehirne weiter zu untersuchen.

Die Arbeit wird durch Zuschüsse der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Deutschen Studienstiftung unterstützt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Developmental Switch in Neurovascular Coupling in the Immature Rodent Barrel Cortex

Autoren: Christoph M. Zehendner*, Simeon Tsohataridis, Heiko J. Luhmann, Jenq-Wei Yang

Institute: Institut für Physiologie und Pathophysiologe, Johannes Gutenberg-Universität, Duesbergweg 6, 55128 Mainz

Zeitschrift: PLoS One 2013: 8(11): e80749

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4474



Dokument 684Titel: Effekte assistierter und variabler mechanischer Beatmung auf die Interaktionen von Herz und Lungen bei narkotisierten Schweinen
Hintergrund: Es gibt verschiedene Beatmungsmethoden mit unterschiedlichen Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem und die Lunge. In dieser Arbeit untersuchen die Autoren an Schweinen, inwieweit die Sauerstoffversorgung des Blutes durch unterschiedliche Beeinflussung von Herzschlag und Atmungsrate während einer künstlichen Beatmung unter Narkose gegebenenfalls verbessert werden kann. Es wurde herausgefunden, dass keine Verbesserung erzielt werden kann und dass die untersuchten Wechselwirkungen eher nicht relevant sind.
Tiere: 8 Schweine (8 weibliche Ferkel mit einem Gewicht von 32-42 kg)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Woher die Schweine kommen wird nicht beschrieben. In Narkose werden Katheter (Plastikschläuche) in die rechte Oberschenkelschlagader, die linke Halsschlagader sowie in die Speiseröhre gelegt. Die Gruppe Schweine werden maschinell unter kontrollierten Bedingung mit zwei verschiedenen Methoden für je 30 Minuten beatmet. Die entsprechenden Werte für Belüftung der Lungen und Sauerstoffversorgung des Blutes, der Herzschlag und Blutdruck werden gemessen. Was danach mit ihnen passiert, wird im Artikel nicht beschrieben.

Das Projekt wurde durch das Forschungsprogramm MedDrive der Medizinischen Fakultät der Carl-Gustav-Universität Dresden unterstützt.

Bereich: Intensivmedizin, Anästhesiologie

Originaltitel: Effects of assisted and variable mechanical ventilation on cardiorespiratory interactions in anesthetized pigs

Autoren: Alessandro Beda* (1,2), Andreas Güldner* (1), David M Simpson (3), Nadja C Carvalho (1), Susanne Franke (1), Christopher Uhlig (1), Thea Koch (1), Paolo Pelosi (4), Marcelo Gama de Abreu (1)

Institute: (1) Pulmonale Arbeitsgruppe, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinik Dresden, (2) Postgraduate Electrical Engineering Program, Federal University of Pará:, Brasilien, (3) Institute of Sound and Vibration Research, University of Southampton, Großbritannien, (4) Department of Surgical Sciences and Integrated Diagnostics, University of Genoa, Genoa, Italien

Zeitschrift: Physiological Measurement 2012: 33, 503-519

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4473



Dokument 685Titel: Sensorisch-motorische Reizverarbeitung und Defizite des Arbeits- und des sozialen Gedächtnisses bei Mäusen mit einer reduzierten Expression des Glutamattransporters VGLUT1
Hintergrund: Die Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die durch grundlegende und charakteristische Störungen von Denken und Wahrnehmung sowie der Gefühlswelt gekennzeichnet ist. In dieser Arbeit soll die Entstehung der Erkrankung weiter erforscht werden, indem geprüft wird ob das Fehlen eines bestimmten Hormontransporters im Gehirn daran beteiligt sein könnte. Dazu muss bei Mäusen, bei denen diese Erkrankung nicht vorkommt, durch genetische Manipulation das Fehlen des Transporters künstlich verursacht werden, um herauszufinden ob dann bei diesen Mäusen eventuell Symptome auftreten, die vielleicht ähnlichkeit mit jenen einer Schizophrenie beim Menschen haben.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt. Es werden gentechnisch veränderte so genannte Knock-Out-Mäuse verwendet, die über mehr als 10 Generationen mit nicht genmanipulierten Mäusen gekreuzt werden. Den Tieren fehlt im Gehirn der Botenstofftransporter VGLUT1 in unterschiedlicher Ausprägung. Mäuse, bei denen VGLUT1 komplett fehlt, zeigen bereits drei Wochen nach der Geburt fortschreitende neurologische Symptome mit Blindheit, Koordinationsstörungen und verlängerten Reaktionszeiten auf äußerliche Reize, welche schließlich zum Tod führen. Für die hier beschriebene Studie werden nur Mäuse verwendet, bei denen der Transporter nicht vollständig fehlt. Außerdem werden Geschwister verwendet, bei denen der Gendekt nicht auftritt ("Wildtyp").

Die Mäuse werden im Erwachsenenalter verschiedenen Verhaltenstests unterzogen. Dabei wird zum einen die Neugier und Aktivität auf einem beleuchteten offenen Feld (50x50cm große Platte) geprüft, auf dem eine Maus alleine ausgesetzt und beobachtet wird, zum anderen wird das Arbeitsgedächtnis geprüft. Dazu wird eine Maus in einen T-förmigen Irrgarten gesetzt, bei dem einer der Arme verschlossen wird. Wenn die Maus nach einer Stunde erneut hineingesetzt wird, ist der Arm offen und es wird beobachtet, ob sich das Tier für den neuen Bereich interessiert.

Weiterhin wird die Reaktionsfähigkeit der Mäuse geprüft, indem sie mit einer Lärmquelle in unterschiedlichen Abständen und Lautstärken (65-115 dB, wobei ab 100 dB die Schmerzgrenze erreicht ist und 115 dB dem Lärm eines Presslufthammers entspricht) beschallt und ihre Reaktionszeiten gemessen werden. Zuletzt werden Sozialverhalten und soziales Gedächtnis geprüft, indem jeweils eine Maus mit einer in einem kleinen Käfig sitzenden fremden Maus konfrontiert wird. Die verschiedenen Tests sollen Hinweise auf die ähnlichkeiten zu Symptomen einer Schizophrenie beim Menschen geben, da vermutet wird, dass VGLUT1 mit dieser Erkrankung in Verbindung steht. Was im Anschluss an die Untersuchungen mit den Mäusen passiert wird nicht beschrieben und bleibt unklar.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Schizophrenieforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Sensorimotor gating, working and social memory deficits in mice with reduced expression of the vesicular glutamate transporter VGLUT1

Autoren: Dragos Inta* (1), Miriam A. Vogt (1), Stephanie Perreau-Lenz (2), Miriam Schneider (2), Natascha Pfeiffer (2), Sonja M. Wojcik (3), Rainer Spanagel (2), Peter Gass (1)

Institute: (1) Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, RG Tiermodelle in der Psychiatrie, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim, (2) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, (3) Abteilung für molekulare Neurobiologie, Max-Planck Institut für Experimentelle Medizin, Göttingen

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2012: 228, 328– 332

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4472



Dokument 686Titel: Chronische Behandlung mit Cannabinoiden im Jugendalter als ein Modell des Verhaltens für Aspekte der Schizophrenie: Effekte des atypischen Neuroleptikums Quetiapin
Hintergrund: Die Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die durch grundlegende und charakteristische Störungen von Denken und Wahrnehmung sowie der Gefühlswelt gekennzeichnet ist. In dieser Arbeit wird ein "Tiermodell" vorgestellt, d.h. durch Gabe einer Substanz werden bei Ratten Symptome hervorgerufen, die der Schizophrenie ähnlich sein sollen. An diesen künstlich geschädigten Tieren wird ein Medikament getestet, das schon lange gegen Schizophrenie beim Menschen im Einsatz ist.
Tiere: 37 Ratten
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden durch die Genehmigungsbehörde in Köln genehmigt. Da keines der genannten Institute sich im Einzugsgebiet der Kölner Behörde befindet, ist unklar, wo die Versuche stattgefundne haben.

Es werden Nachkommen aus einer eigenen Zuchtkolonie verwendet. Dazu werden erwachsene männliche und weibliche Ratten aus den Niederlanden importiert (Firma Harlan-Winkelmann) und paarweise zusammen unter standardisierten Bedingungen gehalten. Damit es in jedem Wurf nur 8 Neugeborene gibt, werden die jeweils "überschüssigen" Tiere getötet. 20 Ratten wird ab ihrem 40. Lebenstag 25 Tage lang WIN (ein Cannabionoid-Rezeptor-Agonist, ein Medikament, das zu nachhaltigen Störungen des Verhaltens im Erwachsenenalter führt, die angeblich den Symptomen einer Schizophrenie beim Menschen ähneln sollen) in die Bauchhöhle verabreicht. 17 Ratten dienen als Kontrollgruppe und erhalten einen Ersatzstoff ohne diese Wirkung. 20 Tage nach Beendigung der WIN Gabe (an Tag 85) wird den Ratten ein Neuroleptikum namens Quetiapin (ein Medikament, welches die Botenstoffe im Gehirn und das Sozialverhalten sowie das Gefühlsleben beeinflusst) für die Dauer von 14 Tagen verabreicht. Das Verhalten wird in regelmäßigen Abständen während der gesamten Behandlung sowie 7 Tage nach Abschluss der Behandlung überprüft, indem die Tiere einzeln mit ihnen fremden oder bekannten Ratten in einem Testfeld zusammengebracht werden. Bestimmt werden soziale Kontakte untereinander, das Wiedererkennen von Artgenossen, das Fluchtverhalten und die Rangordnung sowie Aggressivität gegen andere Artgenossen. Was nach Abschluss der Untersuchungen mit den Ratten passiert wird nicht beschrieben und bleibt unklar.

Die Arbeit wurde durch die Firma AstraZeneca unterstützt.

Bereich: Schizophrenieforschung, Psychiatrie

Originaltitel: Chronic pubertal cannabinoid treatment as a behavioural model for aspects of schizophrenia: effects of the atypical antipsychotic quetiapine

Autoren: F. Markus Leweke* (1), Miriam Schneider (2)

Institute: (1) Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, J5, 68159 Mannheim, (2) Abteilung für Psychopharmakologie, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Universität Heidelberg, Mannheim

Zeitschrift: International Journal of Neuropsychopharmacology 2011: 14, 43-51

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4471



Dokument 687Titel: Rolle von aktivierten Neutrophilen bei einer durch Brustkorbtrauma ausgelösten akuten, septischen Lungenverletzung
Hintergrund: Entwicklung eines "Mausmodells" für kombinierte Lungenquetschung und Blutvergiftung.
Tiere: 216 Mäuse (mehr als)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse stammen aus der Versuchstierzucht Jackson Laboratories, New Harbor, ME, USA. Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt und finden an der Universität Ulm statt.

Bei den Mäusen wird unter Narkose ein stumpfes Brustkorbtrauma mit Lungenquetschung erzeugt. Dazu wird bei den auf dem Rücken liegenden Tieren ein einzelner, starker, gezielter Luftstoß auf den Brustkorb gerichtet. Vierundzwanzig Stunden später wird bei den Tieren unter erneuter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Der Blinddarm wird abgeschnürt und es werden zwei Löcher hinein gestochen. Der Bauch wird wieder zugenäht. Durch die Löcher tritt Darminhalt mit Bakterien in die Bauchhöhle und verursacht eine schmerzhafte Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung (Sepsis). Bei anderen Gruppen von Mäusen wird entweder nur das Brustkorbtrauma oder nur die Sepsis erzeugt. Bei Kontrollgruppen werden die Mäuse narkotisiert, aber es wird kein Brusttrauma hervorgerufen, bzw. sie werden aufgeschnitten, ohne Löcher in den Darm zu stechen. Bei weiteren Gruppen von Mäusen werden 48 Stunden vor den Eingriffen Antikörper injiziert, die bestimmte Zellen der körpereigenen Immunabwehr untauglich machen. Alle Mäuse werden nach 12 oder 24 Stunden getötet, um Blut und Lungengewebe zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Universität Ulm unterstützt.

Bereich: Schockforschung, Entzündungsforschung

Originaltitel: Role of activated neutrophils in chest trauma-induced septic acute lung injury

Autoren: Mario Perl (1)*, Christoph Hohmann (1), Stephanie Denk (1), Philipp Kellerman (1), Dapeng Lu (1), Sonja Braumüller (1), Max G. Bachem (2), Jörg Thomas (3), Markus W. Knöferl (1), Alfred Ayala (4), Florian Gebhard (1), Markus S. Huber-Lang (1)

Institute: (1) Klinik für Trauma-, Hand- plastische und Wiederherstellungschirurgie, Uniklinikum Ulm, Steinhoevelstr. 9, 89075 Ulm, (2) Institut für Klinische Chemie, Uniklinikum Ulm, (3) Anästhesiologie und Intensivmedizin, Uniklinikum Ulm, (4) Division of Surgical Research, Department of Surgery, Brown Medical School, Providence, Rhode Island, USA

Zeitschrift: Shock 2012: 38(1), 98-106

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4470



Dokument 688Titel: Inhaliertes Hydrogensulfid ruft nach einem stumpfen Brustkorbtrauma Scheintod hervor, aber ändert nichts an der Entzündungsreaktion
Hintergrund: Wirkung eines bestimmten Gases auf eine Lungenquetschung.
Tiere: 96 Ratten (mindestens)
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die männlichen Ratten der Zuchtlinie Sprague-Dawley werden von der Versuchstierzucht Charles River Laboratories, Sulzfeld, bezogen. Die Versuche werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt und finden an der Universität Ulm statt. Einem Teil der Ratten wird ein Gerät in die Bauchhöhle eingepflanzt, das kontinuierlich die Körperinnentemperatur und die Aktivität des Tieres registriert und drahtlos an einen Empfänger überträgt. Die Ratten aus zwei Gruppen werden einzeln in Gaskammern gesetzt, in die 6 Stunden lang entweder normale Luft (Kontrollgruppe) oder Hydrogensulfid eingeleitet wird. Bei einer weiteren Gruppe von Ratten wird zuvor ein stumpfes Brustkorbtrauma erzeugt. Dazu wird eine Ratte narkotisiert und auf dem Rücken liegend ein starker, gezielter Luftstoß, die auf den Brustkorb gerichtet ist, ausgesetzt. In Vorversuchen hat sich gezeigt, dass diese Druckwelle eine Quetschung beider Lungenflügel hervorruft. Die Tiere werden anschließend entweder Hydrongensulfid oder normaler Luft ausgesetzt. Nach 6, 24 oder 48 Stunden werden jeweils einige Tiere aus jeder Gruppe betäubt und durch Ausbluten getötet.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Schockforschung

Originaltitel: Inhaled hydrogen sulfide induces suspended animation, but does not alter the inflammatory response after blunt chest trauma

Autoren: Daniel H. Seitz (1)*, Janine S. Fröba (1), Ulrike Niesler (1), Annette Palmer (1), Heinrich A. Veltkamp (1), Sonja T. Braumüller (1), Florian Wagner (2), Katja Wagner (2), Stefan Bäder (2), Ulrich Wachter (2), Enrico Calzia (2), Peter Radermacher (2), Markus S. Huber-Lang (1), Shaoxia Zhou (3), Florian Gebhard (1), Markus W. Knöferl (1)

Institute: (1) Trauma-, Hand- plastische und Wiederherstellungschirurgie, Uniklinikum Ulm, Steinhoevelstr. 9, 89075 Ulm, (2) Anästhesiologie und Intensivmedizin, Uniklinikum Ulm, (3) Institut für Klinische Chemie, Uniklinikum Ulm

Zeitschrift: Shock 2012: 37 (2), 197-204

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4469



Dokument 689Titel: Sitagliptin reduziert Makrophagen in Plaques und stabilisiert arteriosklerotische Schäden bei Apoe-/- Mäusen
Hintergrund: Wirkung eines Diabetesmedikaments auf Mäuse mit Arterienverkalkung.
Tiere: 20 Mäuse
Jahr: 2012

Versuchsbeschreibung: Die Mäuse werden beim Versuchstierzüchter Charles River Laboratories, Sulzfeld, bestellt. Es handelt sich um eine genmanipulierte Mäuselinie, die zu erhöhtem Cholesteringehalt und zu Arterienverkalkung neigt. Die Versuche finden in der Tierversuchsanlage der Universität Ulm statt und werden vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Die Tiere werden einzeln in Käfigen gehalten. Die Mäuse werden 9 Wochen lang mit stark fetthaltigem Futter ernährt, um die Entstehung der Arterienverkalkung zu beschleunigen. Dann werden die Tiere in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhält 12 Wochen lang täglich ein Medikament ins Futter gemischt, das bei Diabetes-Patienten eingesetzt wird. Die zweite Gruppe bekommt ein Placebo ins Futter. Nach 11 Wochen wird den Tieren über eine Schlundsonde eine Zuckerlösung in den Magen eingegeben. Anschließend werden über 3 Stunden mehrere Blutproben aus der Schwanzvene entnommen. Zwölf Wochen nach Beginn der Behandlung mit dem Medikament werden die Mäuse betäubt und durch Stich ins Herz ausgeblutet und getötet.

Die Arbeit wurde unterstützt durch: Karl und Lore Klein-Stiftung, Deutsche Herzstiftung, Ernst und Berta Grimmke-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Europäische Stiftung für Diabetesforschung und die Novartis-Stiftung.

Bereich: Arterioskleroseforschung

Originaltitel: Sitagliptin reduces plaque macrophage content and stabilises arteriosclerotic lesions in Apoe-/- mice

Autoren: F. Vittone (1,4), A. Liberman (2), D. Vasic (1), R. Ostertag (1), M. Esser (2), D. Walcher (1), A. Ludwig (3), N. Marx (2)*, M. Burgmaier (2)

Institute: (1) Innere Medizin II – Kardiologie, Universität Ulm, (2) Innere Medizin I, Universitätsklinikum Aachen, RWTH, Pauwelstr. 30, 52074 Aachen, (3) Institut für Pharmakologie, RWTH Aachen, Aachen, (4) Innere Medizin I – Endokrinologie, Universität Ulm

Zeitschrift: Diabetologia 2012: 55; 2267-2275

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4468



Dokument 690Titel: Behebung von Mybpc3 mRNA durch 5’-Trans-Splicing bei einem Mausmodell der hypertrophen Kardiomyopathie
Hintergrund: Korrektur einer Genmanipulation bei Mäusen mittels Gentherapie.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt)
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden in Hamburg genehmigt. Es werden genmanipulierte Mäuse aus eigenem Hause verwendet. Die Tiere leider durch einen Gendefekt von Geburt an einem Herzfehler. In unterschiedlichen Experimenten werden neugeborene (1 Tag alt) und junge Mäuse (7 Tage alt) verwendet. Gruppen von Mäusen werden mit genmanipulierten Viren beladene, kultivierte Herzmuskelzellen in die Blutbahn injiziert. Die neugeborenen Mäuse erhalten die Injektion in die Schläfenvene, die 7 Tage alten Mäuse in die Schwanzvene. Die Viren sollen bei den Tieren eine Geneveränderung des genetisch bedingten Herzfehlers bewirken. Kontrollgruppen erhalten eine wirkungslose Kochsalzlösung injiziert. Vier Wochen später werden die Mäuse auf verschiedene Wiese unter Narkose untersucht. Es werden Aufnahmen des Herzens mit bildgebenden Verfahren gemacht und es wird eine fluoreszierende Substanz in die Bauchhöhle injiziert und mit einem anderen bildgebenden Verfahren im Herzen sichtbar gemacht. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Fritz-Thyssen-Stiftung, das 7. Rahmenprogramm der EU, das DZHK sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Bereich: Gentherapie

Originaltitel: Repair of Mybpc3 mRNA by 5’-trans-splicing in a mouse model of hypertrophic cardiomyopathy

Autoren: Giulia Mearini (1,2), Doreen Stimple (1,2), Elisabeth Krämer (1,2), Birgit Geertz (1,2), Ingke Braren (1,2,3), Christina Gedicke-Hornung (1,2), Guillaume Precigout (4), Oliver J. Müller (5,6), Hugo A. Katus (5,6), Thomas Eschenhagen (1,2), Thomas Voit (4), Luis Garcia (4), Stephanie Lorain (4), Lucie Carrier (1,2,4)*

Institute: (1) Institut für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie, Universitäres Herzzentrum, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (2) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK), Standort Hamburg/Kiel/Lübeck, Hamburg, (3) Hamburg Zentrum für Experimentelle Therapieforschung (HEXT), Vector Core Unit, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Hamburg, (4) Universite Pierre et Marie Curie UM 76, Paris, Frankreich, (5) Abteilung für Kardiologie, Innere Medizin III, Universitätsklinikum Heidelberg, (6) Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK), Standort Heidelberg/Mannheim, Heidelberg

Zeitschrift: Molecular Therapy – Nucleic Acids 2013: 2; e102, doi:10.1038/mtna.2013.31

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4467



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