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Dokument 631Titel: Rückgängig gemachte Lernen und Beeinträchtigung des assoziativen Gedächtnisses beim BACHD-Rattenmodell für die Huntington Krankheit
Hintergrund: Lern-, Gedächtnis-, und Angstverhalten von genmanipulierten Ratten als „Modell“ für die Huntington Krankheit.
Tiere: 158 Ratten
Jahr: 2013

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg genehmigt. Es werden genmanipulierte Ratten verwendet, die ein menschliches Gen tragen, durch das Symptome der Huntington Krankheit ausgelöst werden, sowie „Wildtyp-Ratten“, bei denen die Genveränderung nicht auftritt. Allen Ratten wird nach dem Absetzen eine Gewebeprobe aus dem Ohr gestanzt, um zu untersuchen, ob die Genveränderung geklappt hat oder nicht. Es werden nur männliche Tiere verwendet, da der Hormonzyklus der weiblichen Ratten die Ergebnisse beeinflussen könnte. Im Alter zwischen 2 und 12 Monaten werden verschiedene Tests zum Lern-, Gedächtnis-, und Angstverhalten durchgeführt:

- Eine Ratte wird in ein Labyrinth mit 4 Armen gesetzt und soll ein Loch in einem der Arme, das zu ihrem Käfig führt, möglichst schnell finden. Es wird getestet, ob sie sich in gewissen Zeitabständen noch daran erinnert.

- Im Angst-Konditionierungs-Test werden einer Ratte in einer Box 6 Fußschocks (Elektroschocks über das Bodengitter) verabreicht. Zwei Monate später wird die Ratte wieder in die Box gesetzt, und registriert, ob sie vor Angst erstarrt („freezing“).

- In einem weiteren Test werden die Elektroschocks mit lauten Tönen kombiniert und es wird evaluiert, ob die Ratte bei Ertönen des Tons vor Angst erstarrt. Beim nächsten Mal wird das Gitter in der Box abgedeckt und es wird getestet, ob die Ratte sich trotzdem an die Box und den Schmerz erinnert und vor Angst erstarrt.

- Bei einer ähnlichen Versuchsanordnung erfolgt der Fußschock in einem zeitlichen Abstand von 20 sec nach dem Ton.

- Beim Flinch-jump-Test wird eine Ratte in einer Box langsam ansteigendem Strom ausgesetzt. Es wird die Stromstärke bestimmt, bei der die Ratte erstmals zusammenzuckt und erstmals springt.

Das weitere Schicksal der Tiere wird nicht erwähnt.

Bereich: Neuropharmakologie

Originaltitel: Reversal learning and associative memory impairments in a BACHD rat model for Huntington Disease

Autoren: Yah-se K. Abada (1,2)*, Huu Phuc Nguyen (3), Bart Ellenbroek (4), Rudy Schreiber (5)

Institute: (1) Neuropharmakologie, EVOTEC AG, Essener Bogen 7, 22419 Hamburg, (2) Institut für Hirnforschung, Abteilung Neuropharmakologie, Universität Bremen, Bremen, (3) Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik, Universität Tübingen, Tübingen, (4) School of Psychology, Victoria University of Wellington, New Zealand, (5) Behavioral Physiology & Pharmacology, University of Groningen, Niederlande

Zeitschrift: PLOS One 2013: 88(10); e71633

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4651



Dokument 632Titel: Die Inaktivierung von Kern und Schale des Nucleus accumbeus beeinflusst das impulsive Verhalten von ratten unterschiedlich
Hintergrund: Rolle einer bestimmten Hirnregion beim impulsiven Verhalten von Ratten.
Tiere: 32 Ratten
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der senatorischen Behörde Bremen genehmigt. Es werden 32 Ratten der Zuchtlinie Lister Hooded aus der Versuchstierzucht Harlan, Borchen verwendet. Die Ratten werden kontrolliert gefüttert, d.h., sie können nicht so viel Nahrung aufnehmen, wie sie wollen. Mit je 16 Ratten werden folgende Versuche durchgeführt:

1. In einer Box sind an einer Wand 5 Löcher mit Lampen darüber. An einer anderen Stelle der Box befindet sich eine Schale, in die Futterpellets ausgegeben werden können. Eine Ratte wird täglich 30 min in die Box gesetzt. Sobald eine Lampe aufleuchtet, muss sie muss ihre Nase in das entsprechende Loch stecken. Macht sie es richtig, wird ein Futterpellet in die Schale ausgegeben. Steckt die Ratte ihre Nase in ein falsches Loch oder bevor eine Lampe erleuchtet, gilt das als impulsives Verhalten.

2. In einer anderen Box wird eine Ratte trainiert, nach dem Motto “Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach” sich zu entscheiden, sofort ein wenig Futter zu bekommen oder lieber auf eine größere Futterausgabe zu warten. In einem T-förmigen Labyrinth befinden sich am Ende der beiden gegenüberliegenden Arme Schalen mit Futter: in einem 2, im anderen 10 Pellets. Eine Ratte wird in den Startarm gesetzt und sie muss lernen, zu der größeren Menge Futter zu laufen. Hat sie es gelernt, wird sie in den Startarm gesetzt und der Weg zu der größeren Futtermenge wird für 5 sec. Mit einer Tür verschlossen. Wartet die Ratte die 5 sec. oder läuft sie lieber zu der Schale mit der kleinen Portion? Tut sie letzteres, gilt das als impulsives Verhalten. Dann wird die Wartezeit auf 10 sec. erhöht.

Habe die Ratten ihre Aufgaben aus beiden Versuchsanordnungen gelernt, werden sie operiert. Unter Narkose wird eine Glaskanüle durch ein Bohrloch im Schädelknochen in eine bestimmte Hirnregion gesteckt und mit Stahlschrauben und Zahnzement am Schädel befestigt. Nach einer 5-tägigen Erholungszeit, wird den Tieren die Substanz Muscimol in das Gehirn injiziert, die bestimmte Botenstoffe im Gehirn hemmt. Unmittelbar danach werden Verhaltensversuche wiederholt, um zu sehen, ob die Tiere impulsiver geworden sind.

Am Ende der Versuchsreihe werden alle Ratten durch ein Gift getötet.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Nucleus accumbeus core and shell inactivation differentially affects impulsive behaviors in rats

Autoren: Malte Feja*, Linda Hayn, Michael Koch

Institute: Abteilung für Neuropharmakologie, Institut für Hirnforschung, Zentrum für Kognitive Wissenschaften, Universität Bremen, 38359 Bremen

Zeitschrift: Progress in Neuro-Psychopharmacology & Biological Psychiatry 2014: 5; 31-42

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4650



Dokument 633Titel: Die Inaktivierung der unteren mittleren präfrontalen Hirnrinde vermindert die Impulskontrolle, aber beeinflusst nicht das Delay-Discounting (“Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach”)-Verhalten bei Ratten
Hintergrund: Rolle einer bestimmten Hirnregion beim impulsiven Verhalten bei Ratten.
Tiere: 22 Ratten
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden von der senatorischen Behörde Bremen genehmigt. Es werden 22 Ratten der Zuchtlinie Lister Hooded aus der Versuchstierzucht Harlan, Borchen verwendet. Die Ratten werden kontrolliert gefüttert, d.h., sie können nicht so viel Nahrung aufnehmen, wie sie wollen. Mit je 11 Ratten werden folgende Versuche durchgeführt:

1. In einer Box sind an einer Wand 5 Löcher mit Lampen darüber. An einer anderen Stelle der Box befindet sich eine Schale, in die Futterpellets ausgegeben werden können. Eine Ratte wird täglich 30 min in die Box gesetzt. Sobald eine Lampe aufleuchtet, muss sie muss ihre Nase in das entsprechende Loch stecken. Macht sie es richtig, wird ein Futterpellet in die Schale ausgegeben. Steckt die Ratte ihre Nase in ein falsches Loch oder bevor eine Lampe erleuchtet, gilt das als impulsives Verhalten.

2. In einer anderen Box wird eine Ratte trainiert, nach dem Motto “Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach” sich zu entscheiden, sofort ein wenig Futter zu bekommen oder lieber auf eine größere Futterausgabe zu warten. Die Ratte muss beim Aufleuchten einer Lampe ihre Nase in eine Schale stecken. Daraufhin tritt einer von zwei Hebeln aus der Wand der Box hervor. Beim Drücken von Hebel A, erhält sie ein Futterpellet, drückt sie Hebel B, gibt es 4 Pellets. Nach dem Drücken verschwindet der Hebel wieder in der Wand. Die Reaktionszeiten werden im Laufe des Versuchs verlängert, d.h. zunächst muss die Ratte sich sofort entscheiden, später nach bis zu 60 sec. Erscheint nach dem Nasenstupser Hebel A für 60 sec, muss sie sich gedulden, um auf eine bessere Gelegenheit mit Hebel B zu warten. Entscheidet sich ein Tier häufig für den Hebel mit geringer Futterausgabe, gilt das als impulsives Verhalten, wie es als Symptom bei psychischen Erkrankungen wie ADHS, Sucht, Aggression und Schizophrenie beim Menschen vorkommt.

Haben die Ratten die Aufgaben gelernt, werden sie operiert. Unter Narkose wird eine Kanüle durch ein Bohrloch im Schädelknochen in das Hirngewebe gesteckt und mit Stahlschrauben und Zahnzement am Schädel befestigt. Nach einer 5-tägigen Erholungszeit, wird den Tieren eine Substanz in das Gehirn injiziert, die bestimmte Botenstoffe im Gehirn hemmt. Unmittelbar danach werden Verhaltensversuche wiederholt, um zu sehen, ob die Tiere impulsiver geworden sind.

Am Ende der Versuchsreihe werden alle Ratten durch ein Gift getötet.

Bereich: Psychiatrie

Originaltitel: Ventral medial prefrontal cortex inactivation impairs impulse-control but does not affect delay-discounting in rats

Autoren: Malte Feja*, Michael Koch

Institute: Abteilung für Neuropharmakologie, Institut für Hirnforschung, Zentrum für Kognitive Wissenschaften, Universität Bremen, 38359 Bremen

Zeitschrift: Behavioural Brain Research 2014: 264; 230-239

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4649



Dokument 634Titel: Regulierung der Phosphattransporter im Dünndarm durch Mineralphosphor- und Phytase-Futterzusätze bei Masthähnchen
Hintergrund: Optimierung des Futters für Masthähnchen.
Tiere: 960 Hühner (Masthähnchen)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden in der Landwirtschaftlichen Versuchsstation, Außenstelle Lindenhöfe in Eningen, der Universität Hohenheim statt. Es werden 48 Stalleinheiten mit je 20 Masthähnchenküken bestückt. Ab dem 15. Lebenstag erhalten die Gruppen von Tieren sechs verschiedene Futtermittel bestehend aus Mais- und Sojamehl mit unterschiedlichem Phosphorgehalt. Am 24. Lebenstag werden jeweils 15 Vögel aus jeder Stalleinheit getötet, indem sie mit Narkosegas betäubt und dann durch Kohlendioxid erstickt werden. Ihr Dünndarm wird zu Untersuchungszwecken herausgeschnitten. 36 Hähnchen werden am nächsten Tag getötet. Das Schicksal der restlichen Tiere ist unklar.

Bereich: Tierernährung

Originaltitel: Modulation of small intestinal phosphate transporter by dietary supplements of mineral phosphorus and phytase in broilers

Autoren: Korinna Huber (1)*, Ellen Zeller (2), Markus Rodehutscord (2)

Institute: (1) Physiologisches Institut, Tierärztlichen Hochschule Hannover, 30173 Hannover, (2) Institut für Tierernährung, Universität Hohenheim, 70599 Stuttgart

Zeitschrift: Poultry Science 2015: 94; 1009-1017

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4648



Dokument 635Titel: Bioabsorbierbarer Zwischenwirbelkäfig aus Magnesium-Polymer: Abbaukinetik, biomechanische Steifheit und gewebekundliche Ergebnisse von einem Schafmodel für die Halswirbelsäulenfusion
Hintergrund: Standardmäßig wird zur Versteifung der Wirbelsäule bei Patienten das eigene Knochenmaterial aus dem Beckenkamm verwendet. Hier wird ein künstliches Material am Schaf getestet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es für Menschen nicht geeignet ist und kündigen weitere Tierversuche mit anderen Materialien an.
Tiere: 24 Schafe
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) genehmigt. Bei allen 24 zwei bis vier Jahre alten Schafen ungenannter Herkunft wird unter Narkose eine Operation an der Halswirbelsäule durchgeführt. Die Haut wird aufgeschnitten und die Halswirbelsäule chirurgisch freigelegt. Die Bandscheiben zwischen den Halswirbeln 3 und 4 sowie zwischen 5 und 6 werden entfernt. Die Lücke zwischen Wirbel 3 und 4 wird mit einem „Käfig“ aus künstlichem, abbaubarem Material in Form einer Bandscheibe gefüllt. Aus dem Beckenknochen des Schafes wird Knochenmaterial entnommen und anstelle der zweiten Bandscheibe zwischen die beiden Wirbelkörper eingebracht. Die Wirbelkörper werden mit einer chirurgischen Metallplatte verschraubt und so versteift. Nach 3, 6, 12 und 24 Wochen werden jeweils sechs Schafe auf nicht genannte Weise getötet, um die Verwachsung der Wirbelkörper zu beurteilen.

Die Arbeit wurde gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technlogie (BMWi).

Bereich: Biomaterialforschung, Chirurgie

Originaltitel: Bioabsorbable interbody magnesium-polymer cage – Degradation kinetics, biomechanical stiffness, and histological findings from an ovine cervical soine fusion model

Autoren: Dorothea Daentzer (1)*, Elmar Wilbold (2), Katharina Kalla (2), Ivonne Bartsch (2), Waseem Masalha (3), Maximiliane Hallbaum (1), Christof Hurschler (2), Theresa Kauth (4), Daniel Kaltbeitzel (4), Christian Hopmann (4), Bastian Welke (2)

Institute: (1) Klinik für Orthopädie, Abteilung Wirbelsäulenchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Diakoniekrankenhaus Annastift gGmbH, Anna-von-Borries-Str. 1-7, 30625 Hannover, (2) Labor für Biomechanik und Biomaterialien, Medizinische Hochschule Hannover, (3) Neurchirurgische Klinik, Universität Freiburg, (4) Institut für Kunststoffverarbeitung, RWTH Aachen, Aachen

Zeitschrift: SPINE 2014: 39(20); E1220-E1227

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4647



Dokument 636Titel: In-vitro- und In-vivo-Beurteilung eines Hydrogel-Reservoirs als Dauerverabreichungssystem für Medikamente für die Innenohrbehandlung
Hintergrund: An Meerschweinchen wird eine Methode getestet, Medikamente kontinuierlich an das Innenohr zu verabreichen. Außer Acht gelassen wird dabei, dass die Hörschnecke beim Menschen 2 ½ Windungen hat, beim Meerschweinchen vier.
Tiere: 28 Meerschweinchen
Jahr: 2014

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) genehmigt und finden an der Medizinischen Hochschule Hannover statt. Die Meerschweinchen der Zuchtlinie Dunkin Harley stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borken.

Die Meerschweinchen werden unter Narkose operiert. Die Paukenhöhle (knöcherne Struktur hinter dem Ohr) wird mit Skalpell und Pinzette geöffnet. Von dort wird ein Loch in die Hörschnecke (Struktur im Innenohr) gebohrt. Durch dieses wird ein Hydrogelkissen 3 mm tief in die Paukentreppe eingebracht. Ein Silikonschlauch führt vom Hydrogelkissen nach außen zu einem Beutel (Reservoir), das an der äußeren Haut festgenäht wird. Die Löcher in der Hörschnecke und der Paukenhohle werden mit Zahnzement verschlossen. Bei 11 Meerschweinchen wird das Medikament Dexamethason in den Beutel gefüllt, das nun durch das Hydrogel kontinuierlich an das Innenohr abgegeben wird. Zehn Meerschweinchen erhalten stattdessen eine wirkungslose Substanz. Bei 7 Meerschweinchen wird die Operation in ähnlicher Weise durchgeführt: Die Löcher werden gebohrt und das Hydrogelkissen wird eingebracht, aber gleich anschließend wieder entfernt. Die Löcher werden verschlossen. Auf diese Weise wird ein Hörschaden hervorgerufen. Bei manchen Meerschweinchen wird die Operation bei beiden Ohren, bei anderen nur an einem Ohr durchgeführt.

Am Tag vor der Operation sowie am Tag 3, 7, 14, 21 und 28 nach der Operation wird ein Hörtest mit den Tieren unter Narkose durchgeführt. Dazu werden vier Elektroden um das Ohr herum angebracht, die die Hirnstammreaktionen messen, während über Lautsprecher Töne abgespielt werden. Am 28. Tag wird bei den Tieren der Brustkorb geöffnet und eine Fixierungslösung wird in das Herz injiziert. Dies hat den Tod der Tiere zur Folge. Die Innenohren werden gewebekundlich untersucht. Es werden außerdem In-vitro-Tests mit dem Hydrogel durchgeführt.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das 6. Rahmenprogramm der EU unterstützt.

Bereich: HNO-Kunde

Originaltitel: In vitro and in vivo evaluation of a hydrogel reservoir as a continuous drug delivery system for inner ear treatment

Autoren: Mareike Hütten (1,2), Anandhan Dhanasingh (3,4), Roland Hessler (3), Timo Stöver (5), Karl-Heinz Esser (2), Martin Möller (4), Thomas Lenarz (1), Claude Jolly (3), Jürgen Groll (4,6)*, Verena Scheper (1,7)*

Institute: (1) Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Medizinische Hochschule Hannover, Karl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover, (2) Institut für Zoologie, Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover, (3) MED-EL Innsbruck, Research & Development, Innsbruck, Österreich, (4) Interaktive Materials Research-DWI e.V. und Institut für Technik und Makromolekularchemie, RWTH Aachen, Aachen, (5) HNO-Klinik, J.W. Goethe-Universität Frankfurt, (6) Abteilung für Funktionelle Materialien in der Medizin und Zahnmedizin, Universität Würzburg, (7) Institut für Audioneurotechnologie, Medizinische Hochschule Hannover

Zeitschrift: PLOS ONE 2014: 9(8); e104564. doi:10.1371/journal.pone.0104564

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4646



Dokument 637Titel: Monozyten-Gewebe-Transglutaminase in einem Rattenmodell für reversible akute Abstoßung und chronischem Nierenschaden im Transplantat
Hintergrund: Untersuchung der Abstoßungsreaktionen nach einer Nierentransplantation bei Ratten.
Tiere: 64 Ratten (mindestens)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Ratten der Zuchtlinie Lewis werden bei Janvier, Frankreich, gekauft, Ratten der Zuchtlinie Fischer-344 bei Harlan Winkelmann. Tiere beider Zuchtlinie dienen als Spender, Lewis-Ratten als Empfänger einer Nierentransplantation. Bei den Spendern werden die Nieren entnommen und den Empfängern eingepflanzt, wobei unklar ist, ob jeweils nur eine Niere verpflanzt wird oder beide. Sicher ist nur, dass beim Empfänger beide Nieren entfernt werden, bevor die neue eingesetzt wird. Es werden keine Immunsuppressiva zur Unterdrückung der Abstoßungsreaktion gegeben. Tag 9 nach der Operation ist der Höhepunkt der Abstoßungsreaktion. Jeweils einige Tiere werden 9 und 42 nach der Operation durch Injektion von Pentobarbital in die Bauchhöhle getötet. Die Nieren werden durchspült, um Entzündungszellen aufzufangen und zu untersuchen.

In einem zweiten Experiment werden die Nieren von Fischer-344-Ratten auf Lewis-Ratten transplantiert. Diesen Tieren wird eine Minipumpe unter die Rückenhaut gepflanzt, die 28 Tage lang ein Immunsuppressivum abgibt. Ratten einer Kontrolgruppe erhalten ein Placebo durch die Minipumpe verabreicht. Die Ratten werden für 24 Stunden in einen metabolischen Käfig gesetzt, ein Gefäß, in dem der Urin aufgefangen wird. Außerdem wird den Tieren mehrfach auf nicht genannte Weise Blut abgenommen. Zwölf Wochen nach der Transplantation werden alle Ratten getötet.

Diese Arbeit wird von der Universität Gießen und dem Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System (ECCPS) gefördert.

Bereich: Transplantationsmedizin

Originaltitel: Monocytic Tissue Transglutaminase in a Rat Model for Reversible Acute Rejection and Chronic Renal Allograft Injury

Autoren: Anna Zakrzewicz, Srebrena Atanasova, Winfried Padberg, Veronika Grau*

Institute: Sektion Experimentelle Chirurgie, Klinik für Allgemein- und Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum, Justus Liebig Universität Gießen, Rudolf-Buchheim-Str. 7, 35392 Gießen

Zeitschrift: Mediators of Inflammation 2015: 429653. doi: 10.1155/2015/429653

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4645



Dokument 638Titel: 17O Relaxationszeiten im Gehirn von Ratten mit 16,4 Tesla
Hintergrund: Untersuchung des Sauerstoffstoffwechsels mittels Bildgebung.
Tiere: 14 Ratten
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Ratten werden bei Charles River in Sulzfeld gekauft. Unter Narkose wird der Kopf der Ratten in einem stereotaktischen Apparat eingespannt. Das Gehirn der Ratten wird mittels eines bildgebenden Verfahrens untersucht. Zehn Tiere werden nach den Untersuchungen aus der Narkose aufgeweckt. Was danach mit den Tieren passiert, wird nicht erwähnt. Vier Ratten werden nach einer zweistündigen Narkose mit einer Überdosis Isofluran getötet.

Diese Arbeit wird durch die Max-Planck Gesellschaft und den National Institutes of Health, USA, gefördert.

Bereich: Neurologie

Originaltitel: 17O relaxation times in the rat brain at 16.4 tesla

Autoren: Hannes M. Wiesner (1,2), David Z. Balla (1), G. Shajan (1), Klaus Scheffler (1,3), Kamil Ugurbil (2), Wei Chen (2), Kamil Uludag (4), Rolf Pohmann (1)

Institute: (1) Hochfeld-Magnetresonanz Zentrum, Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen, (2) Center for Magnetic Resonance Research, Department of Radiology, University of Minnesota Medical School, Minneapolis, Minnesota, USA, (3) Biomedizinische Magnetresonanz, Universitätsklinikum, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Tübingen, (4) Maastricht Brain Imaging Center (M-BIC), Department of Cognitive Neuroscience, Faculty of Psychology and Neuroscience, Maastricht University, Maastricht, Niederlande

Zeitschrift: Magnetic Resonance in Medicine 2015: doi: 10.1002/mrm.25814

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4644



Dokument 639Titel: Systemische Escherichia coli Infektion beeinflusst nicht die klinischen Symptome und Neurodegeneration in experimenteller autoimmuner Enzephalomyelitis
Hintergrund: Auswirkung einer Bakterieninfektion bei einem Model für Multiple Sklerose bei Ratten.
Tiere: 171 Ratten (mindestens)
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Braunschweig, genehmigt. Die Ratten werden bei Charles River in Sulzfeld gekauft. Den Ratten wird unter Narkose eine Mischung aus einem bestimmten Protein, einem Mineralöl (Freunds Adjuvans) und abgetöteten Tuberkulosebakterien unter die Haut an der Schwanzwurzel gespritzt. Dadurch kommt es zu einer Reaktion des Körpers, bei der die Immunabwehr die eigenen Nervenzellen angreift. So wird eine experimentelle Enzephalomyelitis ausgelöst, d.h. eine Entzündung von Gehirn und Rückenmark, die als Model für Multiple Sklerose (MS) beim Menschen dient.

Die Ratten werden dann in vier Gruppen aufgeteilt. Ein Teil der Tiere wird 7 Tage nach dem Auslösen der Enzephalomyelitis mit E. coli Bakterien infiziert, indem diese in die Bauchhöhle injiziert werden. Ein anderer Teil der Ratten wird erst bei Ausbruch der Enzephalomyelitis infiziert. Die zwei Kontrollgruppen werden nicht mit E. coli infiziert. Die Ratten werden beobachtet und die Schwere der eintretenden Lähmung wird klassifiziert. Damit es noch überlebende Tiere für die Versuche gibt, wird den infizierten Ratten 3 Tage nach der Infektion ein Antibiotikum verabreicht. 20 % der infizierten Ratten sterben innerhalb der ersten 4 Tage nach der Infektion.

Einigen Ratten wird unter Narkose Blut aus der Schwanzvene abgenommen. Einigen Ratten wird unter Narkose der Schädel aufgebohrt, um einen Farbstoff in das Gehirn zu spritzen. Die Versuche werden 8 Tage nach Ausbruch der Enzephalomyelitis beendet, das heißt, dass alle überlebenden Ratten getötet werden. Wie wird nicht erwähnt.

Diese Arbeit wurde durch die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Bereich: Multiple-Sklerose-Forschung

Originaltitel: Systemic Escherichia coli infection does not influence clinical symptoms and neurodegeneration in experimental autoimmune encephalomyelitis

Autoren: Prateek Kumar (1), Katharina Friebe (1), Rieka Schallhorn (1), Zahra Moinfar (1), Roland Nau (2), Mathias Ba?hr (1), Sandra Schu?tze (2), Katharina Hein (1)*

Institute: (1) Neurologischen Klinik der Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen, (2) Neuropathologie der Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen

Zeitschrift: BMC Neuroscience 2015:16(1); 36. doi: 10.1186/s12868-015-0172-4

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4643



Dokument 640Titel: Bei der Hautreaktion auf krebserzeugende Substanzen ist der xenobiotische Rezeptor Pregnan X Rezeptor beteiligt
Hintergrund: Untersuchung der DNA-Veränderung in der Haut genveränderter Mäuse nach dem Auftragen eines Karzinogens.
Tiere: 300 Mäuse (mindestens )
Jahr: 2015

Versuchsbeschreibung: Die Versuche wurden vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Österreich genehmigt. Es werden Mäuse der Zuchtlinie C57BL/6 von Charles River in Sulzfeld gekauft. Außerdem werden drei verschiedene genmanipulierte Mäuselinien gezüchtet, indem diese mit den C57BL/6 über mehrere Generationen gekreuzt werden. Den genmanipulierten Mäusen wurde ein menschliches Gen ins Erbgut eingeschleust. Eine der Mäuselinien reagiert besonders auf Krebs auslösende Chemikalien auf der Haut, eine andere reagiert auf ein Diphteriegift. Dieses Toxin wird den Tieren in den Bauchhöhle gespritzt. Sowohl genmanipulierten als auch normalen Mäusen wird eine Chemikalie namens DMBA, einer Krebs auslösenden Substanz, auf jeweils ein Ohr gerieben. Die Autoren sind der Meinung, sie könnten DMBA nicht an menschlichen Hautzellen testen. Deshalb müssten sie Mäuse benutzen, die in zwei Genen dem Menschen angeglichen werden. Diese zwei Gene würden die Relevanz der Studien für den Menschen beweisen. 48 Stunden nach der DMBA Behandlung werden die Ohren untersucht. Hierfür werden vermutlich die Mäuse getötet, wie wird nicht erwähnt. Diese Arbeit wurde vom Österreichischen Wissenschaftsfonds unterstützt.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Skin response to a carcinogen involves the xenobiotic receptor pregnane X receptor

Autoren: Andreas Elentner (1), Daniela Ortner (1), Bjorn Clausen (2), Frank J. Gonzalez (3), Pedro M. Fernández- Salguero (4), Matthias Schmuth (1), Sandrine Dubrac (1)*

Institute: (1) Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich, (2) Institut für Molekulare Medizin, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, (3) Laboratory of Metabolism, Center for Cancer Research, National Cancer Institute, National Institutes of Health, Bethesda, Maryland, USA, (4) Department of Biochemistry, Molecular Biology and Genetic, Faculty of Sciences, University of Extremadura, Badajoz, Spanien

Zeitschrift: Experimental Dermatology 2015; doi: 10.1111/exd.12766

Land: Österreich

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4642