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Dokument 1071Titel: Erfahrung hinterlässt eine dauerhafte strukturelle Spur in den Nervenströmen der Hirnrinde
Hintergrund: Nervenströme im Gehirn von Mäusen, denen wiederholt ein Auge zugenäht wurde.
Tiere: 39 Mäuse (mindestens)
Jahr: 2009

Versuchsbeschreibung: Es werden gentechnisch veränderte Mäuse verwendet. Unter Narkose wird die Kopfhaut aufgeschnitten. Über der rechten Hirnhälfte wird ein 3-4 mm großes Loch in den Schädel gebohrt. Die harte Hirnhaut bleibt intakt. Darauf wird etwas Gel gegeben und darüber ein Glasplättchen gelegt, das mit Dentalacryl an den Rändern fixiert wird. In dem Acryl wird außerdem ein kleiner Bolzen befestigt, an dem später der Kopf des Tieres fixiert werden kann. Nach durchschnittlich 8 Tagen werden die Tiere erneut narkotisiert. Vor den Augen werden auf einem Bildschirm bewegliche Muster gezeigt. Gleichzeitig wird das Hirngewebe durch das Glasplättchen mit speziellem Licht beleuchtet und mit einer speziellen Kamera fotografiert. Weitere 8 Tage später erfolgt die nächste Narkose. Mit einem Photonen-Laser-Scanner-Mikroskop wird das Gehirn gescannt. Dies wird von nun an alle 2 oder 4 Tage wiederholt. Nach einigen Tagen wird ein Auge einer Maus zugenäht und nach einigen Tagen wieder geöffnet. Bei manchen Tieren erfolgt ein zweites Zunähen 16-20 Tage nach dem ersten. Es werden verschiedene Experimente durchgeführt, bei denen die Zeitspane, wie lange das Auge offen oder zugenäht ist, variiert. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht erwähnt.

Bereich: Hirnforschung

Originaltitel: Experience leaves a lasting structural trace in cortical circuits

Autoren: Sonja B. Hofer (1,2), Thomas D. Mrsic-Flogel (1,2), Tobias Bonhoeffer (1), Mark Hübener (1)*

Institute: (1) Max-Planck-Institut für Neurobiologie, 82152 Martinsried, (2) Department of Physiology, University College London, London, Großbritannien

Zeitschrift: Nature 2009: 457, 313-317

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4145



Dokument 1072Titel: Co-Transfektion des gefäßendothelialen Wachstumsfaktor A und des Blutplättchen-Wachstumsfaktor B über rekombinantes Adeno-assoziiertes Virus beseitigt eine chronische ischämische Mangeldurchblutung
Hintergrund: Test einer Gentherapie zur Anregung des Wachstums von Blutgefäßen bei mangeldurchblutetem Herz- und Muskelgewebe.
Tiere: 43 Tiere verschiedener Arten (mindestens 16 Weiße Neuseeland-Kaninchen und 27 Schweine)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche werden am Walter-Brendel-Zentrum für Experimentelle Medizin, München, durchgeführt.

Bei den Kaninchen wird unter Narkose im rechten Hinterbein die Hauptblutzufuhr unterbrochen, indem die gesamte Oberschenkelarterie herausgeschnitten wird. Sieben Tage später wird unter Narkose eine Angiografie durchgeführt, bei der die Blutgefäße des Beines sichtbar gemacht werden. Mit gentechnischen Methoden werden Viren hergestellt, die jeweils einen von drei Wachstumsfaktoren tragen, die sie auf Zellen des Körpers übertragen sollen. Bei den Kaninchen wird die Oberschenkelvene des rechten Beins abgebunden. Im Bereich des Unterschenkels werden die Viren in die Vene injiziert. Dadurch, dass die Vene weiter oben abgebunden ist, gelangen die Viren in den Gewebebereich, in dem sieben Tage zuvor die Arterie entfernt worden war. Der Verschluss der Vene wird nach 30 Minuten geöffnet. Am 35. Tag nach der ersten Operation werden die Tiere erneut betäubt. Fluoreszierende Mikrokügelchen werden in die Blutbahn injiziert. Anschließend werden die Kaninchen getötet. Gewebe beider Hinterbeine wird untersucht. Durch die fluoreszierenden Kügelchen in den Arterien kann festgestellt werden, ob sich in dem geschädigten Bein neue Blutgefäße gebildet haben.

Bei 27 Schweinen wird eine Operation am Herzen ausgeführt. Der Brustkorb wird geöffnet. In eine Herzkranzarterie wird ein Stent (kurze Röhre) gesetzt, die das Gefäß um 75% verengt. Diese verengte Stelle setzt sich in den folgenden Wochen immer weiter zu, bis sie nach 28 Tagen komplett verschlossen ist. Durch den langsamen Verschluss der Herzkranzarterie kommt es zu einer chronischen Mangeldurchblutung des Herzens und schließlich zum Infarkt. Von den 27 Schweinen sterben 8 Tiere innerhalb von 28 Tagen an Herzversagen. Zwei Schweine werden nicht in den folgenden Versuch einbezogen, weil ihr Infarktbereich zu groß ist. Die verbleibenden 17 Tiere erhalten die rekombinanten, mit Wachstumsfaktoren beladenen Viren in die Blutbahn injiziert. Bei einem Teil der Schweine werden fluoreszierende Mikrokugeln in die Blutbahn gespritzt. Anschließend erfolgt die Tötung dieser Tiere. Am 56. Tag nach der ersten Operation wird bei den restlichen Schweinen unter erneuter Narkose die Durchgängigkeit der Herzkranzgefäße überprüft. Auch diese Tiere erhalten die fluoreszierenden Mikrokugeln injiziert und werden anschließend getötet.

Die Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Ludwig-Maximilians-Universität unterstützt.

Bereich: Gentherapie

Originaltitel: Cotransfection of vascular endothelial growth factor-A and platelet-derived growth factor-B via recombinant adeno-associated virus resolves chronic ischemic malperfusion

Autoren: Christian Kupatt (1)*, Rabea Hinkel (1), Achim Pfosser (1), Chiraz El-Aouni (1), Alexander Wuchrer (1), Andrea Fritz (1), Franziska Globisch (1), Michael Thormann (1), Jan Horstkotte (1), Corinna Lebherz (1), Eckart Thein (2), Andrea Banfi (3), Peter Boekstegers (1)

Institute: (1) Medizinische Klinik I, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität, Marchioninistr. 15, 81377 München, (2) Institut für Chirurgische Forschung, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, (3) Abteilung für Chirurgie und Biomedizin, Universitätsklinikum Basel, Basel, Schweiz

Zeitschrift: Journal of the American College of Cardiology 2010: 56(5), 414-422

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4144



Dokument 1073Titel: Einfluss des Verschlusses eines Darm-Serosadefekts auf die Auslaufmenge und die Bildung von Anheftungen: Eine Pilotstudie unter Verwendung eines Kaninchen-Modells
Hintergrund: Auswirkung einer chirurgischen Behandlung einer künstlichen Verletzung am Darm.
Tiere: 22 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen)
Jahr: 2011

Versuchsbeschreibung: Die Versuche finden unter deutscher Federführung an der Staatlichen Medizinischen Hochschule Moskau statt. Die 22 Kaninchen werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Bei beiden Gruppen wird zunächst unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. An einer Stelle des Dünndarms wird die oberste Zellschicht (Serosa) auf einer Fläche von 1 cm Durchmesser mit einem Skalpell abgeschabt. Bei der einen Gruppe wird die Verletzung chirurgisch vernäht. Bei der anderen Gruppe von Kaninchen wird die Verletzung nicht weiter behandelt. 14 Tage nach der Operation werden die Kaninchen durch Überdosis eines Barbiturates (Pentobarbital) getötet, um die Verletzung zu untersuchen.

Bereich: Chirurgie

Originaltitel: Influence of small intestinal serosal defect closure on leakage rate and adhesion formation: a pilot study using rabbit models

Autoren: Macel Binnebösel (1)*, Christian D. Klink (1), Jochen Grommes (2), Marc Jansen (1), Ulf P. Neumann (1), Karsten Junge (1)

Institute: (1) Chirurgische Klinik, RWTH Aachen, Pauwelstr. 30, 52074 Aachen, (2) Abteilung für Gefäßchirurgie, RWTH Aachen, Aachen

Zeitschrift: Langenbeck’s Archive of Surgery 2011: 396(1), 133-137

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4143



Dokument 1074Titel: Ein Ein-Weg-System für die schnelle Reinigung von autologem Plasmin als Hilfsmittel bei der Entfernung des Glaskörpers – Funktion und Sicherheitsprofil
Hintergrund: Tests zur Ablösung des Glaskörpers im Auge von der Netzhaut.
Tiere: 38 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen stammen von der Firma Covance, Kalamazoo, MI, USA. Die Versuche finden unter deutscher Federführung in den USA statt.

Die Kaninchen werden in 8 Gruppen eingeteilt. Unter Narkose wird drei Gruppen von Kaninchen Plasmin, ein im Blutplasma vorkommendes Enzym von menschlichen Freiwilligen in unterschiedlichen Mengen in ein Auge gespritzt. Die anderen Gruppen erhalten andere Enzyme. Durch die Substanzen soll der Glaskörper im Auge von der Netzhaut abgelöst werden. In den folgenden Wochen und Monaten werden verschiedene Messungen wie Elektroretinogramme (ERG) gemacht. Die Tiere werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, zwischen einer Woche und 9 Monaten, auf nicht genannte Weise getötet. Die Augen werden herausgenommen und mikroskopisch untersucht.

Die Arbeit wurde durch die RWTH Aachen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Augenheilkunde

Originaltitel: A disposable system for rapid purification of autologous plasmin as an adjunct to vitrectomy – performance and safety profile

Autoren: Martin Hermel (1)*, Wendelin Dailey (2), Michael Trese (3), Michael K. Hartzer (4)

Institute: (1) Augenklinik, RWTH Aachen, Pauwelstr. 30, 52057 Aachen, (2) William Beaumont Hospital, Royal Oak, MI, USA, (3) Associated Retinal Consultants, Royal Oak, MI, USA, (4) NuVue Technologies, Keene, NH, USA

Zeitschrift: Graefe’s Archive of Clinical and Experimental Ophthalmology 2010, doi:10.1007/s00417-010-1455-y

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4142



Dokument 1075Titel: Thymosin ß4: ein Schlüsselfaktor für die schützende Wirkung von eEPCs bei einer akuten und chronischen Mangeldurchblutung
Hintergrund: Untersuchung der Wirkung bestimmter Zellen von Mäuseembryonen auf das Gewebe beim akuten Herzinfarkt und bei einem chronisch mangeldurchbluteten Bein.
Tiere: Tiere verschiedener Arten (Anzahl unbekannt)(Schweine, Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Bei Schweinen wird ein akuter Herzinfarkt hervorgerufen. Dazu wird bei den Tieren unter Narkose der Brustkorb geöffnet, eine Herzkranzarterie wird 60 Minuten lang abgeklemmt, wodurch die Blutversorgung des Herzens unterbrochen wird. 55 Minuten nach dem Öffnen der Klemmen werden die Tiere mit bestimmten Zellen von Mäuseembryonen behandelt. Ein Teil der Tiere bekommt zusätzlich das Zellprotein Thymosin ß4 verabreicht. 24 Stunden nach dem Herzinfarkt werden die Schweine getötet, um das Herzgewebe zu untersuchen. Es ist unklar, ob die Schweine zwischendurch aus der Narkose aufwachen.

Bei Kaninchen wird eine chronische Mangeldurchblutung in einem Hinterbein hervorgerufen. Dazu wird bei den Tieren die Haupthinterbeinarterie durchschnitten. Das Hinterbein wird nun nicht mehr durchblutet. Sieben Tage später erfolgt die Behandlung mit embryonalen Zellen von Mäusen, die in eine Vene im Bereich der Wade injiziert werden. Ein Teil der Tiere bekommt zusätzlich das Zellprotein Thymosin ß4 verabreicht. 28 Tage nach der Behandlung werden die Kaninchen getötet, um das Gewebe des Beins zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: Thymosin ß4: a key factor for protective effects of eEPCs in acute and chronic ischemia

Autoren: Rabea Hinkel (1), Ildiko Bock-Marquette (2), Antonis K. Hazopoulos (3,4), Christian Kupatt (1)*

Institute: (1) Innere Medizin I, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität, Marchioninistr. 15, 81377 München, (2) Department of Cardiovascular and Thoracic Surgery, UT Southwestern Medical Center, Dallas, Texas, USA, (3) Department of Medicine, Division of Cardiovascular Medicine, (4) Department of Cell and Developmental Biology, Vanderbilt University, Nashville, Tennessee, USA

Zeitschrift: Annals of the New York Academy of Sciences 2010: 1194, 105-111

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4141



Dokument 1076Titel: Der Beitrag von reaktiven Sauerstoffspezies (Sauerstoffradikalen) und der p38 Mitogen-aktivierender Proteinkinase auf die Muskelfaser-Oxidation und den Verlauf eines Herzversagens bei Kaninchen
Hintergrund: Untersuchung molekularer Details im Herzgewebe von Kaninchen mit künstlich ausgelöstem Herzversagen.
Tiere: 85 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden aus der Versuchstierzucht Charles River, Kisslegg, bezogen. Die Versuche werden von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt. Den Tieren wird ein Herzschrittmacher eingepflanzt, der das Herz zu schnell schlagen lässt. Für Details wird auf eine Arbeit aus dem Jahr 2003 verwiesen. Die Tiere zeigen schwere Symptome, wie Bauchwassersucht und Abmagerung. Jeweils einige Kaninchen werden nach ein, zwei oder drei Wochen getötet, um ihr Herzgewebe zu untersuchen. Eine Gruppe von Kaninchen wird operiert, aber ohne das Herz schneller schlagen zu lassen.

Vier weitere Gruppen von Kaninchen, deren Herz zu schnell schlägt, erhalten täglich Vitamin C oder E oral verabreicht. Die Tiere werden nach drei Wochen getötet. In einem dritten Experiment wird Kaninchen mit zu schnell schlagenden Schrittmachern ein Hemmer eines Enzyms täglich oral verabreicht. Auch diese Kaninchen werden nach drei Wochen getötet.

Die Arbeit wurde durch die deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Bereich: Herz-Kreislauf-Forschung

Originaltitel: The contribution of reactive oxygen species and p38 mitogen-activated protein kinase to myofilament oxidation and progression of heart failure in rabbits

Autoren: P. Heusch (1), M. Canton (2), S. Aker (1), A. van de Sand (1), I. Konietzka (1), T. Rassaf (3), S. Menazza (2), O.E. Brodde (1), F. Di Lia (2), G. Heusch (1), R. Shulz (1)*

Institute: (1) Institut für Pathophysiologie, Universität Essen, medizinische Fakultät, Hufelandstr. 55, 45122 Essen, (2) Department of Biomedical Sciences, University of Padova, Padova, Italien, (3) Medizinische Klinik, Universität Düsseldorf, Düsseldorf

Zeitschrift: British Journal of Pharmacology 2010: 160, 1408-1416

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4140



Dokument 1077Titel: Sichtbarmachung der Tumorrückbildung nach lokaler Chemotherpaie mit magnetischen Nanopartikeln – Eine Pilotstudie
Hintergrund: Beim Magnetic Drug Targeting (MDT) wird ein Chemotherapie-Wirkstoff an Nanopartikel gebunden und mittels eines Magnetfelds in einem Tumor angereichert, so dass es hier verstärkt wirken und im restlichen Körper weniger Schaden anrichten kann. In dieser Arbeit wird die Methode an Kaninchen ausprobiert. Es werden Folgestudien angekündigt.
Tiere: Kaninchen (Anzahl unbekannt)(Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Kaninchen werden unter Narkose Krebszellen einer Plattenepithelkarzinom-Zelllinie (VX2) in das linke Hinterbein implantiert. Vier bis sechs Wochen später wird eine Behandlung durchgeführt. Mitoxantron, ein Chemotherapeutikum, wird an metallische Nanopartikel gebunden und in eine Arterie des linken Hinterbeins injiziert. Anschließend wird ein Magnetfeld über dem Tumor erzeugt, der die beladenen Nanopartikel anziehen soll. Sowohl vor der Behandlung als auch 5-11 Wochen danach werden computertomographische Aufnahmen und Angiographien zur Darstellung der Blutgefäße gemacht. Die Tiere werden dafür betäubt. Eine Tötung der Kaninchen wird nicht erwähnt.

Die Arbeit wurde unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg.

Bereich: Krebsforschung, Nanomedizin

Originaltitel: Visualisation of tumour regression after local chemotherapy with magnetic nanoparticles – a pilot study

Autoren: Stefan Lyer (1), Rainer Tietze (1), Roland Jurgons (1), Tobias Struffert (2), Tobias Engelhorn (2), Eveline Schreiber (1), Arnd Dörfler (2), Christoph Alexiou (1)*

Institute: (1) Klinik für HNO-Heilkunde und Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Abteilung für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (Else Kröner-Fresenius-Stiftungs-Lehrstuhl), Glückstr. 10, 91054 Erlangen, (2) Abteilung für Neuroradiologie, Universitätsklinikum Erlangen, 91054 Erlangen

Zeitschrift: Anticancer Research 2010: 30; 1553-1558

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4139



Dokument 1078Titel: Einfluss des Stent-Designs auf die Verengung im Stent in einem Darmbeinmodel am Kaninchen
Hintergrund: Vergleich zweier Stent-Sorten zum Offenhalten von Blutgefäßen.
Tiere: 20 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Den Kaninchen wird unter Narkose ein langer Schlauch in die Halsarterie eingeführt, an der sich vorne ein aufblasbarer Ballon und ein Stent befinden. Stens sind kleine, entfaltbare Röhren, die in verstopfte Blutgefäße eingesetzt werden, um sie offen (durchgängig) zu halten. Der Schlauch wird bis in eine der Darmbeinarterien geschoben, die sich am Ende der Aorta (Körperschlagader) im Bereich des Beckens befindet. Dort wird der Ballon aufgepumpt, der Stent entfaltet und in der Arterie gelassen. Der Schlauch wird wieder herausgezogen. Jedes Kaninchen erhält zwei Stents. Es werden zwei verschiedene Sorten Stents in zwei verschiedenen Dicken verwendet. Es werden mehrfach Angiogramme zur Darstellung der Blutgefäße gemacht. Nach 12 und 24 Wochen werden jeweils zehn Kaninchen getötet, um die Arterie mit dem Stent zu untersuchen.

Bereich: Herz-Kreislauf-Chirurgie

Originaltitel: Impact of stent design on in-stent stenosis in a rabbit iliac artery model

Autoren: C.M. Sommer (1)*, L. Grenacher (1), U. Stampfl (1), F.U. Arnegger (2), C. Rehnitz (1), H. Thierjung (1), S. Stampfl (3), I. Berger (4), G.M. Richter (1,5), H.U. Kauczor (1), B.A. Radeleff (1)

Institute: (1) Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, INF 110, 69120 Heidelberg, (2) Abteilung für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg, (3) Abteilung für Diagnostische Radiologie, Universitätsklinikum Köln, (4) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Heidelberg, (5) Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Stuttgart

Zeitschrift: Cardiovascular Intervention Radiology 2010; 33, 565-575

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4138



Dokument 1079Titel: Schwangerschaftsverhütung bei Katzen mit Aglepriston 5 bzw. 6 Tage nach der Empfängnis
Hintergrund: Test eines Mittels zum Abbruch einer Schwangerschaft bei Katzen.
Tiere: 31 Katzen
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Versuche fanden unter deutscher Federführung in Stara Zagora, Bulgarien, statt. Es werden 28 weibliche und 3 männliche Katzen im Alter von 1-8 Jahren verwendet. Rollige Katzen werden täglich zwei Stunden mit einem Kater zusammen gebracht, bis die Rolligkeit aufhört und offensichtlich eine Befruchtung stattgefunden hat. Am 5. und 6. Schwangerschaftstag erhalten 11 Tiere Injektionen eines Mittels das die Schwangerschaft unterbrechen soll. Eine Gruppe von 17 Katzen bleibt unbehandelt. Die Katzen werden gemeinsam gehalten. Am 25. Tag erfolgt eine Schwangerschaftsuntersuchung mittels Ultraschall. Es werden mehrere Blutproben aus der Halsvene entnommen, wobei einige Katzen "zu schwierig" für eine Blutentnahme waren. Wenn die Katzen nach der abgebrochenen Schwangerschaft wieder rollig werden, werden sie erneut mit einem Kater zusammengebracht. Diesmal erfolgt kein Abbruch, um festzustellen, ob nach einer Behandlung eine Schwangerschaft noch möglich ist. Die Tiere werden wahrscheinlich nicht getötet.

Bereich: Tiermedizin

Originaltitel: Prevention of pregnancy in cats using aglepristone on days 5 and 6 after mating

Autoren: Sandra Goericke-Pesch (1)*, Plamen Georgiev (2), Axel Wehrend (1)

Institute: (1) Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Justus-Liebig-Universität Gießen (ohne Adresse), (2) Clinic for Obstetrics, Reproduction and Reproductive Disorders of Veterinary Faculty of the Trakian University, Stara Zagora, Bulgarien

Zeitschrift: Theriogenelogy 2010, 74, 304-310

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4136



Dokument 1080Titel: Geschlechtsabhängige Aromatase-Aktivität bei Rattennachkommen nach Verabreichung von Triphenyltinchlorid vor und nach der Geburt
Hintergrund: Untersuchung der Mechanismen der giftigen Wirkung von Triphenyltin (TPT), eine Chemikalie, die seit den 1960er Jahren als Schiffsbodenfarbe, als Pestizide und Pilzvernichtungsmittel in Holzanstrichen und Textilien vorkommt und in einigen Ländern bereits verboten wurde.
Tiere: 81 Ratten
Jahr: 2010

Versuchsbeschreibung: Die Ratten stammen aus der Versuchstierzucht Harlan Winkelmann, Borchen. Triphenyltin (TPT) ist eine Chemikalie, die seit den 1960er Jahren als Schiffsbodenfarbe, als Pestizide und Pilzvernichtungsmittel in Holzanstrichen und Textilien vorkommt und wurde in einigen Ländern verboten. Es ist bekannt als hormonell wirksame Substanz. Männliche und weibliche Ratten werden zusammen gehalten. Bei den weiblichen Tieren wird täglich ein Vaginalabstrich gemacht, um festzustellen, ob eine Befruchtung stattgefunden hat. Ab diesem Zeitpunkt werden die weiblichen Ratten einzeln gehalten. Ab dem 6. Schwangerschaftstag wird den Tieren täglich in Erdnussöl gelöstes TPT per Schlundsonde verabreicht. Eine Gruppe erhält eine niedrige Dosierung (2 mg/kg), eine Gruppe eine hohe (6 mg/kg) und eine Gruppe erhält als Kontrolle nur Öl. Bei der Gruppe mit der hohen Dosierung gibt es eine hohe Sterblichkeit und totgeborene oder missgebildete Junge. Dies war vorher schon bekannt. Die tägliche Verabreichung an die Rattenmütter erfolgt während der ganzen Schwangerschaft und der Stillzeit.

Jeweils einige Babys bzw. Jungtiere aus jeder Gruppe werden am 1. bzw. 21. Lebenstag getötet. Bis zum 4. Lebenstag sterben einige Ratten. Für Details wird auf eine frühere Publikation verweisen. Die anderen Jungtiere werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhält die Chemikalie (2 mg/kg) täglich bis zum 58. Lebenstag, die andere bleibt unbehandelt. Die Tiere werden durch Köpfung (Dekapitation) getötet, um die Gehirne zu untersuchen.

Die Arbeit wurde durch das Bundesinstitut für Risikobewertung unterstützt.

Bereich: Toxikologie

Originaltitel: Sex-dependent aromatase activity in rat offspring after pre- and postnatal exposure to triphenyltin chloride

Autoren: Carolin Hobler (1), Anderson J.M. Andrade (1), Simone Wichert Grande (1), Christine Gericke (3), Chris E. Tasness (1), Klaus E. Appel (2), Ibrahim Chahoud (1), Konstanze Grote (1)*

Institute: (1) Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Charité: Universitätsmedizin, Campus Benjamin Franklin, 14195 Berlin, (2) Abteilung für Lebensmitteltoxikologie Bundesinstitut für Risikobewertung, 14195 Berlin, (3) Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie, Charité: Universitätsmedizin, Campus Benjamin Franklin, 14195 Berlin

Zeitschrift: Toxicology 2010: 267, 198-205

Land: Deutschland

Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift

Dokumenten-ID: 4135