Transparenz
Letzte Aktualisierung: 22.07.2026 
Transparenz ist uns wichtig. Deshalb haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen, einer Initiative für Transparenz bei gemeinnützigen Organisationen.
Wir verpflichten uns, die folgenden 10 Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und aktuell zu halten.
1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Lustheide 85
51427 Bergisch-Gladbach
Gründungsjahr: 1979
Vereinsregister: Amtsgericht Köln VR 18796
ITZ-Ansprechpartner:
Claus Kronaus, Geschäftsführer Finanzen, in o.g. Geschäftsstelle
Telefon: 02204-99902-10
kronaus@aerzte-gegen-tierversuche.de
2. Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation
„Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!“ - Unter diesem Motto setzt sich die Ärzte gegen Tierversuche e.V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Multiorganchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert.
Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
Mitgliederstruktur
Die Vereinigung hat mehr als 4.143 Mitglieder (Stand 14.04.2026). Sie setzen sich zusammen aus rund einem Viertel medizinisch-wissenschaftlichen Mitgliedern, d.h. Ärzten, Tierärzten, Zahnärzten, im medizinischen Bereich tätigen Naturwissenschaftlern und Psychologen, sowie zu drei Vierteln Fördermitgliedern anderer Berufe.


Neben unseren Mitgliedern sind natürlich auch unsere zahlreichen Spender immens wichtig für unsere Arbeit. Im Jahr 2025 haben uns 2.531 Spender, die nicht zugleich Mitglieder sind, unterstützt.
Vereinsportrait mit -zielen und Arbeitsweisen >>
3. Angaben zur Steuerbegünstigung
Wir sind wegen Förderung von Wissenschaft und Forschung, der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe und Förderung des Tierschutzes nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Köln-Porz, Steuernummer 216/5737/1581, vom 06.02.2026 für den letzten Veranlagungszeitraum 2024 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 GewStG von der Gewerbesteuer befreit.
Es wird bestätigt, dass Zuwendungen (Spenden und Mitgliedsbeiträge) nur zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe und zur Förderung des Tierschutzes verwendet werden (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nrn. 1, 7 und 14 AO).
4. Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger
Der Verein wird durch jeweils zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Der Vorstand wird durch die Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt.
Die Geschäftsstelle des Vereins wird durch den Geschäftsführer Finanzen, Claus Kronaus, als besonderer Vertreter im Sinne des § 30 BGB geleitet.
Vorstand:
- Dr. med. Katharina Feuerlein (Vorsitzende)
- Dr. med. Christina Gerlach-Schweitzer (Stellv. Vorsitzende)
- Dr. med. Andreas Ganz (Vorsitzender)
- Dr. med. Kathy Kühner
- Dr. med.Rolf Simon
Erweiterter Vorstand:
- Dr. med. Marion Balscheit
- Anika Biel (Ärztin)
- Dr. med. vet. Maleen Schaumburg
Geschäftsführung, dreigeteilt:
- Dr. Tamara Zietek, Wissenschaft
- Dr. Melanie Seiler, Öffentlichkeitsarbeit
- Claus Kronaus, Finanzen
Schatzmeister:
- Roland Sasse
5. Tätigkeitsbericht
Unsere elementaren Tätigkeiten dokumentieren wir in unserem Jahresbericht.
Jahresunabhängige Darlegung unserer Arbeitsfelder >>
6. Personalstruktur
Unsere Arbeit wird geleistet von haupt- und ehrenamtlich Tätigen.
Zum Juli 2026 haben wir 25 Angestellte (inklusive Geschäftsführung), davon 12 in Vollzeit (38-40 Wochenstunden), 13 in Teilzeit. Machen Sie sich hier ein Bild von Vorstand und Mitarbeitern >>
Wir sind eine anerkannte Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst, diese ist derzeit nicht besetzt, aber ausgeschrieben.
Die unentbehrliche ehrenamtliche Arbeit wird von Mitgliedern des Vorstands, erweiterten Vorstands, Mitgliedern und Fördermitgliedern geleistet. Dazu gehören insbesondere ein großes wissenschaftliches Referententeam und 18 regionale Arbeitsgruppen in verschiedenen Städten.
7. Angaben zur Mittelherkunft und
8. Angaben zur Mittelverwendung
2021 sind wir von der STIFTUNG WARENTEST als einer von mehreren Tierschutzvereinen getestet worden, dabei wurde uns wirtschaftliches Arbeiten testiert.
Unser Jahresabschluss wird von der unabhängigen Steuerberatungskanzlei Runte & Partner (www.runte-partner.de) erstellt.
Die Haupteinnahmequelle von Ärzte gegen Tierversuche e.V. sind Spenden und Mitgliedsbeiträge. Unregelmäßig kommen Nachlässe oder Einnahmen aus Bußgeldern hinzu. Im Jahr 2021 wurden wir erstmals und bisher einmalig öffentlich gefördert: Die Berliner Landestierschutzbeauftragte Dr. Kathrin Herrmann, stellte uns Fördergelder für die Befüllung unserer NAT-Datenbank zur Verfügung. Zu einem geringen Anteil finanzieren wir uns darüber hinaus aus Verkäufen von Infomaterial und Merchandising-Produkten (www.aerzte-gegen-tierversuche-shop.de).
Herausstellen möchten wir, dass wir finanziell völlig unabhängig sind.
Die Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre zeigt folgende Übersicht:

Details zu den Einnahmen 2025 (Mittelherkunft)
Die Einnahmen unseres Vereins speisen sich im Wesentlichen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie (naturgemäß stark schwankenden) Nachlässen. Unsere Einnahmen betrugen insgesamt 1.423 TEUR (TEUR = Tausend Euro). Gegenüber dem Vorjahr mit 2.130 TEUR bedeutet dies einen Rückgang, allerdings war das Jahr 2024 durch besonders hohe Nachlässe in Höhe von 1.041 TEUR begünstigt gewesen und damit nicht repräsentativ.
Die Mitgliedsbeiträge (inkl. freiwillig erhöhter Mitgliedsbeiträge) in Höhe von 281 TEUR haben einen Anteil von 19,7% an den Gesamteinnahmen, bei den Spenden sind es 721 TEUR und 50,7%. Mit insgesamt 1.002 TEUR für beide Einnahmequellen haben wir auch in diesem Jahr die Millionengrenze überschritten! Angesichts der hohen Inflation und allerorten großen finanziellen Belastung sind wir ungemein stolz über diese sehr stabile Unterstützung und wollen all unseren Unterstützern erneut ein riesengroßes Dankeschön aussprechen!
Details zu den Ausgaben 2025 (Mittelverwendung)
Die Ausgaben des Jahres 2025 betrugen 1.741 TEUR, das ist eine Steigerung von +13,8% gegenüber dem Vorjahr (1.530 TEUR). Dafür sind insbesondere die um +10,7% auf 1.350 TEUR gestiegenen Personalkosten verantwortlich (Vorjahr 1.219 TEUR), die einen Anteil 78% an den Gesamtausgaben ausmachen.
Wie in den Vorjahren setzen wir demnach weiterhin auf stetig wachsende Personalkapazität, um den sich ständig erhöhenden Anforderungen gerecht zu werden. Das Thema Tierversuche einerseits und tierversuchsfreie, menschbasierte Forschung andererseits sind sehr komplex und geraten – erfreulicherweise – immer stärker in den öffentlichen Fokus; dem wollen und müssen wir regelmäßig mit verbesserter Personalausstattung gerecht werden, um die unschlagbaren Argumente gegen Tierversuche und für rein menschbasierte Forschung öffentlich zu machen. Zudem ergreifen wir immer häufiger mit eigenem Personal juristische Schritte, denn auch hier liegt unglaublich vieles im Argen. Unsere Arbeit ist im Wesentlichen Kopfarbeit, erfordert also fachkundiges Personal. Und es gäbe noch unendlich viel mehr Möglichkeiten zu nutzen, um dieses dunkle Kapitel der Menschheit baldmöglichst zu beenden, aber wir sind gemeinsam weiterhin auf einem sehr guten Weg. Mittlerweile sehen wir uns dafür personelll als ausreichend dimensioniert an, weshalb weiterer Personalanbau vorerst nicht geplant ist.
Bei unseren Ausgaben achten wir – wie alle seriösen gemeinnützigen Organisationen – im Besonderen darauf, die Verwaltungskosten niedrig zu halten, um möglichst viel des uns anvertrauten Geldes zweckgerichtet in die Abschaffung der Tierversuche investieren zu können. Dazu optimieren wir laufend unsere Prozesse aus eigener Kraft, d.h. im Regelfall ohne Einbezug externer Dritter. Prominentes Beispiel ist unsere einzigartige und mehrfach ausgezeichnete NAT-Datenbank für tierversuchsfreie Forschung, die wir komplett in Eigenregie konzipiert und programmiert haben. Das Gleiche gilt auch für unsere TTV-Datenbank, die im Juli 2025 veröffentlicht wurde. Lediglich die jüngste, im November 2025 an den Start gegangene Datenbank NATworks erforderte einmalige externe Hilfe durch die im NAT-Bereich höchst erfahrene und anerkannte Firma FRESCI, weil besonderes KI-Know-How und durch die Auslastung mit der TTV-Datenbank temporär höhere IT-Kapazität erforderlich waren. Dieses finanzielle Zusatzinvest war jedoch mehr als gerechtfertigt, denn bei der EU-Kommission ist NATworks – neben unserer NAT-Datenbank – mittlerweile im Katalog der „Transitional Initiatives“ gelistet. Das sind Initiativen, die die EU-Kommission bei der EU-Roadmap (Ausstiegs-Fahrplan) zur tierversuchsfreien Chemikalientestung unterstützen. Unsere Datenbanken schaffen somit sehr konkreten, von der EU anerkannten Nutzen auf dem Weg zum Ausstieg aus dem Tierversuch!
Bei der Aufteilung unserer Kosten orientieren wir uns auch an den strengen Vorgaben des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Beginnend mit dem Jahr 2020 haben wir die Darstellung des DZI übernommen und gliedern unsere Kosten die Bereiche „Programme“ (direkte Verfolgung der satzungsmäßigen Ziele) sowie „Werbung und Verwaltung“ (Details können dem DZI-Konzept entnommen werden). Anteilig verteilen sich unsere Ausgaben demnach wie folgt:

In der Definition des DZI ist unsere Kostenquote für „Werbung und Verwaltung“ mit 14,1% für das Jahr 2025 erneut „angemessen“ (Kostenquote für „Werbung und Verwaltung“ 10-20% ).
Verlust 2025
Der Verlust 2025 beträgt 318 TEUR. In den beiden Vorjahren mussten wir Verluste verzeichnen, konkret 151 TEUR (2023) bzw. 94 TEUR (2022). Dieser Verlust wurde nach einem Gewinn von 600 TEUR im Vorjahr bewusst einkalkuliert. Unsere sehr intensive Arbeit rechtfertigt grundsätzlich Verluste, denn die Zeit zur Abschaffung der Tierversuche ist jetzt! So sind wir auch 2024 2025 wieder ins finanzielle Risiko gegangen, jedoch wie geschrieben kalkuliert und bewusst angesichts erhaltener und erwarteter Nachlässe. Für das Jahr 2026 gehen wir wieder von einem deutlich positiven Ergebnis aus.
Diese Nachlässe werden uns vermacht, um genauso arbeiten zu können, wie wir das seit 1979 unentwegt und unbeirrt tun: Mit aller und stetig steigender Kraft dem Irrsinn Tierversuch ein Ende zu bereiten und leidfreie Forschung des 21. Jahrhunderts mit Mini-Organen, Multi-Organ-Chips etc. zu stärken! Unser Motto lautet: „The time is now!“
An dieser Stelle richten wir nochmals unseren Appell, unsere finanzielle Basis weiterhin durch möglichst regelmäßige Spenden oder – noch besser –Mitgliedsbeiträge zu stärken, denn unsere Arbeit für eine Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche wird (leider) noch länger andauern.
Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung als PDF
Geschäftsjahr 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 liegen noch keine zu veröffentlichenden Zahlen vor.
Unsere Geschäftsjahresergebnisse präsentieren und erläutern wir immer erstmals auf der jährlichen Mitgliederversammlung (id.R. im Juni eines Jahres) mit dem Ziel, eine Entlastung des Vorstands durch die Mitgliederversammlung als Organ des Vereins zu erhalten. Anschließend veröffentlichen wir das Geschäftsjahresergebnis auf dieser Seite.
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten
Unser Verein ist wirtschaftlich und organisatorisch völlig unabhängig. Es bestehen keinerlei Beteiligungen, Abführungsverträge, juristisch personelle Verbundenheiten o.ä. wirtschaftliche oder organisatorische Verknüpfungen zu Dritten, die unsere Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.
Internationale und nationale Bündnisse und Netzwerke, bei denen unser Verein Mitglied ist oder aktiv mitarbeitet, sind allerdings zahlreich vorhanden und bedeutend für das Erreichen von unseren Zielen.
Unsere Ärztevereinigung ist daher Mitglied und hat den Vorsitz bei der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (European Coalition to End Animal Experiments, kurz: ECEAE), einem Zusammenschluss von Europas führende Tierversuchsgegner- und Tierrechtsorganisationen. Wir sind zudem Mitglied bei der Eurogroup For Animals, dem größten Zusammenschluss von Tierschutzorganisationen Europas (dort Experte für das Thema Tierversuche). Aus der Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics – Für ein Europa ohne Tierversuche“, die durch die beiden oben genannten Dachverbände sowie PETA, Cruelty Free Europe und Humane Society International initiert und durchgeführt wurde, ist ein Bündnis der 5 NGOs entstanden, das auf europäischer Ebene in der Gremienarbeit aktiv ist und bei dem wir aktiv unsere Expertise einbringen.
Im Rahmen unseres Osteuropa-Projektes arbeiten wir eng mit InterNICHE, dem Internationalen Netzwerk für humane Ausbildung (International Network for Humane Education) zusammen. InterNICHE ist die weltweit führende Organisation, die sich für die Einführung tierverbrauchsfreier Lehrmethoden in der universitären Ausbildung einsetzt.
Auf Bundesländerebene ist unser Verein Mitglied beim Bayerischen Dachverband BBT, einem 1995 gegründeten Aktionsbündnis verschiedener Gruppen der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung in Bayern.
Beim im Rahmen des Tierschutzverbandsklagerechts in Baden-Württemberg sind wir Gründungsmitglied im „Gemeinsamen Büro Tierschutzmitwirkungsrechte Baden-Württemberg e.V.“.
Für unsere Kampagnen schmieden wir regelmäßig Bündnisse, so für die Kampagne „Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!“ mit Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. und 12 weiteren namhafte Vereine. Für die Kampagne „ESI Frankfurt schließen - Freiheit für die Affen! Rettet Gandalf" haben wir uns mit SOKO Tierschutz, PeTA,. ARIWA und weiteren Gruppen zusammengeschlossen.
Im juristischen Bereich arbeiten wir eng mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT) zusammen. Beispielsweise stellen unsere beiden Vereine gemeinsam Strafanzeigen wegen illegaler Tierversuche oder reichen Stellungnahmen bei Behörden ein.
Unser Verein ist zudem Mitglied im Tierschutzbeirat Berlin.
Darüber hinaus sind wir offen, je nach Thema auch Bündnisse mit anderen Organisationen einzugehen. Dies ist ein ständiger Prozess, denn nur im Verbund lassen sich Kräfte und Kompetenzen bündeln, Dinge bewegen und umsetzen.
10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 Prozent des Gesamtjahresbudgets ausmachen
Unser Verein erhält keine regelmäßigen jährlichen Zahlungen in dieser Größenordnung, weder von juristischen noch von natürlichen Personen.