Stoppt das geplante Tierversuchsgesetz
Die Bundesregierung beabsichtigt auf massiven Druck der Tierversuchslobby (1), mit einem „Tierversuchsgesetz“ ein eigenständiges Gesetz zu schaffen, in dem zukünftig die Regelungen zu Tierversuchen festgeschrieben sind - losgelöst vom Tierschutzgesetz. Millionen von Tieren in deutschen Laboren droht eine massive Verschlechterung ihres ohnehin schon unzureichenden rechtlichen Schutzstatus.
Was heute noch verboten ist, könnte künftig erlaubt werden. Jetzt entscheidet sich, ob der Schutz von Tieren in Laboren erhalten bleibt oder massiv geschwächt wird.
Jetzt müssen wir gemeinsam handeln!
Um diese massive Abschwächung des Tierschutzes zu verhindern, hat sich ein großes Bündnis aus Organisationen zusammengeschlossen und eine Bundestagspetition gestartet.
Es drohen unter anderem:
- die Legalisierung des systematischen Tötens sogenannter „Überschusstiere“ aus wirtschaftlichen Gründen
- eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und eine deutliche Reduktion der behördlichen Prüftiefe und -befugnisse
- die Erleichterung von Qualzucht sowie betäubungslosen Eingriffen, Amputationen und Tötungen
- der Wegfall der Pflicht zur verhaltensgerechten Unterbringung von Tieren in Laboren

Wir brauchen Sie!
Wir müssen mindestens 30.000 Unterschriften bis zum 31.08.2026 sammeln, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Thema befasst und wir unsere Kritik persönlich vortragen können. Jeder Mensch, unabhängig von Nationalität, Alter oder Wohnort kann die Petition unterzeichnen.
Gemeinsam machen wir deutlich: Eine weitere Abschwächung des Schutzes von Tieren in Laboren ist nicht hinnehmbar.
Unsere Forderung an den Bundestag: die Regelungen zu Tierversuchen müssen im Tierschutzgesetz verbleiben!
Statt neue Gesetze im Interesse der Tierversuchslobby zu schaffen, muss die EU-Tierversuchsrichtlinie endlich vollständig umgesetzt werden. Trotz des formalen Endes des Vertragsverletzungsverfahrens der EU gegen Deutschland bestehen weiterhin erhebliche Defizite (2).
Unsere konkreten Forderungen zur Umsetzung der EU-Richtlinie:
- Bevorzugte Förderung, schnellere Anerkennung und gezielte Erweiterung von tierversuchsfreien Methoden,
- Anerkennung von Angst als eigenständige Belastungsdimension,
- Einführung einer verbindlichen Schmerz- und Leidensobergrenze,
- Ausschluss von Genehmigungsfiktionen,
- Rückblickende Bewertungen aller Tierversuche, unabhängig von Schweregrad und Tierart,
- Sofortige Veröffentlichung genehmigter Tierversuche sowie deren Ergebnisse und rückblickender Bewertungen,
- Paritätisch besetzte Tierversuchskommissionen mit ausgewiesener Expertise in tierversuchsfreien Methoden und Ethik.
Die Herauslösung der Tierversuchsregelungen aus dem Tierschutzgesetz wäre ein gravierender Rückschritt – für den Tierschutz und für rechtsstaatliche Prinzipien.
Ärzte gegen Tierversuche setzt sich grundsätzlich für die Abschaffung aller Tierversuche ein. Diese Petition richtet sich gegen die aktuelle Forderung der Tierversuchslobby, die Tierschutzstandards im Tierversuchsrecht noch weiter zu senken.

Jetzt unterschreiben
Unterstützen Sie unsere Bundestagspetition und setzen Sie ein klares Zeichen gegen dieses geplante Gesetz und für den Schutz von Tieren in den Laboren. Jede Stimme zählt.

Weitere Infos
- Stellungnahme Falsche Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie in deutsches Recht >>
- Artikel Tierärztezeitung 04/2025 Tiere in Tierversuchen raus aus dem Tierschutzgesetz: Ein Kehraus der moralischen und rechtlichen Schutznormen für Versuchstiere? >>
- Artikel Abendzeitung München 06/2026 Gesetz schwächt Tierschutz >>
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