Siemens Healthineers lässt Kaninchen bluten. Tierversuchsfreie Methoden statt Tierleid.
Sie denken bei Siemens an Haushaltsgeräte? Was Sie vermutlich nicht wissen: die ausgegliederte Tochterfirma Siemens Healthineers ist für unfassbares Tierleid verantwortlich. In Zuliefererbetrieben werden Kaninchen zu Tausenden unter unsäglichen Bedingungen gehalten. Aufgedeckt wurde das bereits zweimal: 2022 durch Undercover Recherchen von Aninova e.V. in einem Betrieb in Baden-Württemberg und 2025 von SOKO Tierschutz e.V. auf einem Hof bei Augsburg . Die Zusammenarbeit mit dem Betrieb in Baden-Württemberg hat Siemens Healthineers beendet. Mit dem Hof bei Augsburg, in dem die Kaninchen auch in Tierversuchen eingesetzt und ausgeblutet werden, wird jedoch offenbar immer noch zusammengearbeitet. Unsere Nachfrage hierzu wurde nur vage und unzulänglich beantwortet. Auf weitere Rückfragen bekamen wir bisher keine Antworten.
Die Kaninchen leiden für Antikörper-Produkte, die man auch tierfrei herstellen könnte. Sogar das EU-Referenzlabor für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) spricht sich gegen die weitere Verwendung von Tieren für die Antikörperherstellung aus.
Wie alle Tierversuche muss auch die Nutzung von Kaninchenblut abgeschafft werden.

Wir fordern von Siemens Healthineers das Ende der Nutzung von Kaninchenblut 
- Sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit in Kritik stehenden zuliefernden Betrieben
- Transparenz zur genauen momentanen Verwendung des Kaninchenbluts
- Vollständiger Ausstieg aus tierischen Antikörpern und allen anderen Tierversuchen
- Umgehende Veröffentlichung einer Strategie zum Umstieg auf tierfreie Antikörper
Tierische Antikörper sind unnötig
Antikörper sind Eiweißmoleküle des Immunsystems, die dabei helfen, Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien zu erkennen und unschädlich zu machen. Sie werden u.a. in der Diagnostik (z.B. bei Schwangerschaftstests oder dem Nachweis von Infektionen) eingesetzt. Diese Antikörper werden oft in Kaninchen hergestellt. Die Tiere werden also als lebende Bioreaktoren missbraucht. Das ist nicht nur ethisch verwerflich; es geht auch für den Menschen besser und sinnvoller! Verfahren wie die Phage-Display-Technologie, Antikörpermimetika, die rekombinante Herstellung von Antikörpern in Zellkultur oder Kieselalgen sind reproduzierbar, preisgünstig und breiter anwendbar.
Ist die Nutzung tierischer Antikörper überhaupt legal?
Unserer Rechtsauffassung nach: nein. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Tierversuche nur gemacht werden dürfen, wenn sie unter anderem „unerlässlich“ sind und diese Unerlässlichkeit streng geprüft wurde.
Im Falle der Entwicklung und Herstellung von Antikörpern für die Diagnostik ist die Sache klar: Der verfolgte Zweck kann auf jeden Fall tierversuchsfrei erreicht werden.

Petition: Siemens Healthineers muss die Verwendung tierischer Antikörper beenden!
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