Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!
Zunehmend erscheinen Studien in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften, die die Relevanz der Methode „Tierversuch“ in Frage stellen. Geschrieben von Fachleuten, veröffentlicht in hoch angesehenen Wissenschaftsjournalen untermauern sie unsere Argumentation mit stichhaltigen Fakten und verleihen der Kritik am Tierversuch ein beträchtliches Gewicht. Sortiert in Rubriken sowie alphabetisch nach Erstautor finden Sie hier eine Auswahl der bemerkenswertesten Studien als kurze Zusammenfassung jeweils mit Quellenangabe.
Reproduzierbarkeit
Mangelhafte Reproduzierbarkeit von Tierversuchsergebnissen im Tierversuch bestätigt
Eine im Mai 2022 in der Fachzeitschrift PLOS Biology erschienene Studie attestiert den Ergebnissen von Tierversuchen mangelhafte Reproduzierbarkeit, also Wiederholbarkeit. Das heißt, die Ergebnisse aus identisch aufgebauten Tierversuchen können vollkommen unterschiedlich sein. Um das herauszufinden, wurden Tierversuche zum Angstverhalten an Mäusen durchgeführt. Weiterlesen >>
von Kortzfleisch V.T. et al Do multiple experimenters improve the reproducibility of animal studies? PLOS Biology 2022; 20(5): e3001564
Systematische Beurteilungen verdeutlichen die Grenzen von Tierversuchen in der Medikamentenentwicklung
Merel Ritskes-Hoitinga und Pandora Pound untersuchen die Bedeutung von systematischen Reviews von Tierversuchsstudien und kommen zu dem Ergebnis: Selbst, wenn sämtliche tierexperimentelle Studien vermeintlich optimiert werden würden, stehen die Speziesunterschiede einer verlässlichen, sicheren Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen im Wege. Weiterlesen >>
Ritskes-Hoitinga M., Pound, P. The role of systematic reviews in identifying the limitations of preclinical animal research, 2000 – 2022. JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation 2022
Die Schwäche von Tierversuchen und der daraus resultierende Schaden für den Menschen
Die amerikanische Neurologin und Fachärztin für Präventivmedizin und Public Health Dr. Aysha Akhtar beleuchtet die Problematik der Übertragbarkeit von tierexperimentellen Daten und die Schäden, die daraus entstehen. Weiterlesen >>
Akhtar A. The flaws and human harms of animal experimentation. Cambridge Quarterly Healthcare Ethics 2015; 24: 407-419
Gekühlte Mäuse verfälschen ohnehin fragwürdige Tierversuchsergebnisse noch mehr
Im Fachjournal Physiology, Nov. 2014, beschäftigt sich ein Beitrag damit, ob es für die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen eine Rolle spielt, dass Mäuse im Labor standardmäßig „gekühlt“, d.h. unterhalb ihrer „Wohlfühltemperatur“ gehalten werden. Weiterlesen >>
Maloney S.K. et al. Translating animal model research: does it matter that our rodents are cold? Physiology 2014; 29: 413-420
Mäuse können Männer nicht riechen: Tierversuchsergebnisse unbrauchbar
Eine Ende April 2014 in der Fachzeitschrift Nature Methods veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass männliche Experimentatoren Nagetiere derart in Stress versetzen, dass die Ergebnisse zusätzlich verfälscht werden. Durch den Stress vermeiden die Tiere Schmerzen zu zeigen. Weiterlesen >>
Mogil S. et al. Olfactory exposure to males, including men, causes stress and related analgesia in rodents. Nature Methods, 2014; 11: 629–632, DOI: 10.1038/nmeth.2935
Studie belegt: Kein Nachweis über angeblichen Nutzen von Tierversuchen
Den Autoren einer im Mai 2014 in der medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge fehlt der Nachweis über den Nutzen von Tierversuchen und Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung investiert werden, bleiben einer für Mediziner und Patienten sinnvollen Forschung vorenthalten. Weiterlesen >>
Pound, Pandora & Bracken, Michael B. How predictive and productive is animal research? BMJ 2014; 348: g3719
Risiko Tierversuch: Gefälschte Studien in der Biomedizin gaukeln Nutzen vor
Die meisten Substanzen, die in Tests an Mäusen wirken, helfen Menschen nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die Ende 2013 im Fachmagazin Science veröffentlicht wurde. Weiterlesen >>
Couzin-Frankel, Jennifer: When mice mislead. Science 2013; 342: 922-925
„Tiermodelle“ liefern keine zuverlässige Information für klinische Studien
Nach Ansicht der Autoren einer im Jahr 2010 in der Zeitschrift PlosMedicine veröffentlichten Studie bleibt der Nutzen von Tierversuchen für die Vorhersage therapeutischer Möglichkeiten in der Klinik umstritten. Weiterlesen >>
Van der Worp, B.H. et al. Can animal models of disease reliably inform human studies? PlosMedicine 2010; 7: e10000245
Neue Studie attestiert mangelhafte Qualität von Tierversuchen
Eine aktuelle Studie attestiert erneut Schwachpunkte der tierexperimentellen Forschung. Die Ende November 2009 im Fachjournal PLoS ONE veröffentlichte Untersuchung offenbart eine unsaubere und lückenhafte Methodik bei der Planung und Durchführung von Tierversuchen, sowie bei der Auswertung der Daten und Präsentation der Ergebnisse. Weiterlesen >>
Kilkenny C. et al. Survey of the quality of wxperimental design, statistical analysis and reporting of research using animals. PLoS ONE 2009; 4(11): e7824
Haltungsbedingungen verfälschen Tierversuchsergebnisse
Die Standard-Haltungsbedingen von Ratten, Mäusen und anderen Nagetieren verursachen körperliche und seelische Schäden bei den Tieren, weswegen die Verwendung von Tieren zu Versuchszwecken aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen generell in Frage gestellt werden muss. Weiterlesen >>
Balcome, Jonathan. Laboratory environments and rodents' behavioral needs: A review. Laboratory Animals. 2006; 40(3): 217-235
Allein Anfassen verursacht schon Stress bei Versuchstieren
Die wissenschaftliche Studie belegt, dass allein schon der Umgang mit Versuchstieren erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse von Tierversuchen hat. Bloßes Anfassen ruft bei Mäusen bereits starke Stresserscheinungen hervor. Weiterlesen >>
Balcome, Jonathan et al. Laboratory Routines Cause Animal Stress. Contemporary Topics in Laboratory Animal Science 2004; 43: 42-51
Leiden zu niedrig eingeschätzt
Es wurden 51 in Bayern genehmigte Tierversuchsanträge zwischen 1991 und 1993 analysiert, unter anderem hinsichtlich der Frage, inwieweit die Belastung für die Tiere im Versuch wirklich den Angaben im Versuchsantrag entsprach. Zweidrittel der Antragsteller schätzen die Belastung der Tiere zu niedrig ein, kein einziger zu hoch. Weiterlesen >>
Lindl, Toni et al. Evaluation von genehmigten tierexperimentellen Versuchsvorhaben in Bezug auf das Forschungsziel, den wissenschaftlichen Nutzen und die medizinische Relevanz. Altex 2001; 18(3): 171-178
Modellvalidität
Tuberöse Sklerose: „Mausmodelle“ leiten in die Irre; wichtige Erkenntnisse durch Mini-Brains vom Menschen
Die Suche nach der Ursache für Tuberöse Sklerose, eine neurologische Entwicklungsstörung, erfolgte bisher vor allem in „Mausmodellen“. Eine Studie mit Mini-Brains von Patienten stellt jetzt die dort gewonnenen Erkenntnisse in Frage. Weiterlesen >>
Eichmüller L.O. et al. Amplification of human interneuron progenitors promotes brain tumors and neurological defects. Science 2022; 375(6579): eabf5546
Massives Scheitern von Alzheimer, Brust- und Prostatakrebs-Medikamenten aufgrund schlechter Vorhersagbarkeit durch Tierversuche
Die Studie beleuchtet, wie die Dominanz von Tierversuchen maßgeblich dazu beiträgt, dass Forschungsergebnisse oft nicht auf den Menschen übertragbar sind. Weiterlesen >>
Pistollato F. et al. Alzheimer's disease, and breast and prostate cancer research: translational failures and the importance to monitor outputs and impact of funded research. Animals 2020, 14;10(7):1194
Mangelhafte Vorhersagekraft von Tierversuchen in der Medikamentenentwicklung
Die Autoren Lisa A. Kramer und Ray Greek beschreiben die vielfältigen Probleme sowohl für die Patienten als auch für die Pharmaindustrie, die durch die mangelhafte Vorhersagekraft von Tierversuchen entstehen, und ihre möglichen Lösungen, für die Gesetzesänderungen nötig sind. Weiterlesen >>
Kramer L.A., Greek R. Human stakeholders and the use of animals in drug development. Business and Society Review 2018; 123: 3-58
Tierversuche zum Typ 2 Diabetes
Die Autoren einer 2018 in der Fachzeitschrift ATLA erschienenen Studie diskutieren die begrenzte Übertragbarkeit des „Tiermodells“ in der Diabetes-Typ-2-Forschung auf den Menschen und plädieren für einen Wechsel zu humanbasierten Forschungsmethoden. Weiterlesen >>
Ali Z. et al. Animal Research for Type 2 Diabetes Mellitus, Its Limited Translation for Clinical Benefit, and the Way Forward. ATLA 2018; 46: 13-22
Affenhirnversuche nutzlos und irreführend
Eine Veröffentlichung in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift ATLA attestiert der Affenhirnforschung fehlenden Nutzen und empfiehlt, klinische Forschung mit Fokus auf den Menschen zu betreiben, um zu relevanten Erkenntnissen zu kommen. Weiterlesen >>
Bailey J. & Taylor K. Non-human Primates in Neuroscience Research: The Case Against its Scientific Necessity. ATLA 2016; 44: 43-69
Die Schwäche von Tierversuchen und der daraus resultierende Schaden für den Menschen
Die amerikanische Neurologin und Fachärztin für Präventivmedizin und Public Health Dr. Aysha Akhtar beleuchtet die Problematik der Übertragbarkeit von tierexperimentellen Daten und die Schäden, die daraus entstehen. Weiterlesen >>
Akhtar A. The flaws and human harms of animal experimentation. Cambridge Quarterly Healthcare Ethics 2015; 24: 407-419
Gekühlte Mäuse verfälschen ohnehin fragwürdige Tierversuchsergebnisse noch mehr
Im Fachjournal Physiology, Nov. 2014, beschäftigt sich ein Beitrag damit, ob es für die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen eine Rolle spielt, dass Mäuse im Labor standardmäßig „gekühlt“, d.h. unterhalb ihrer „Wohlfühltemperatur“ gehalten werden. Weiterlesen >>
Maloney S.K. et al. Translating animal model research: does it matter that our rodents are cold? Physiology 2014; 29: 413-420
Alzheimer-Tierversuche sind ein Irrweg
Ein 2014 veröffentlichter Artikel im Fachjournal Drug Discovery Today stellt heraus, dass die standardmäßig an der Maus praktizierten Alzheimer-Versuche medizinisch erfolglos sind und bedeutsame Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten ohne Tierversuche errungen wurden. Weiterlesen >>
Langley G.R. Considering a new paradigm for Alzheimer´s disease research. Drug Discovery Today 2014; 19(8): 1114-1124
ALS-Forschung an Mäusen nutzlos
Einer im März 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Auswertung zufolge ist trotz jahrzehntelanger tierexperimenteller Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) keine Therapie in Sicht. Weiterlesen >>
Perrin S. Make mouse studies work. Nature 2014; 507: 423-425
Alzheimer-Tierversuche versagen auf ganzer Linie
Zwischen den Ergebnissen aus Tierstudien für die Erforschung und Behandlung der Alzheimer-Krankheit und der klinischen Realität klafft eine große Lücke. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle, in der Fachzeitschrift ALTEX erschienenen Übersichtsarbeit amerikanischer Wissenschaftler. Weiterlesen >>
Cavanaugh S.E. et al. Animal Models of Alzheimer Disease: Historical pitfalls and a path forward. ALTEX 2014; 31(3): 279-302
Erforschung der Multiplen Sklerose: Tierversuche sind erwiesener Irrweg
Aus einer Anfang 2014 veröffentlichten Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) geht hervor, dass Tierversuche in der Multiple-Sklerose-Forschung in die Irre führen. Bereits innerhalb unterschiedlicher Tier„modelle“ der Multiplen Sklerose zeigt sich eine mangelnde Übertragbarkeit und im Vergleich zum Menschen reagieren diese komplett entgegengesetzt. Weiterlesen >>
Raddatz, Barbara B.R. et al. Transcriptomic Meta-Analysis of Multiple Sclerosis and Its Experimental Models. PLOS ONE 2014; 9: e86643
Alzheimer-Tierversuche taugen nichts
Eine aktuelle wissenschaftliche Studie lässt den Rückschluss zu, dass Alzheimer-Tierversuche nicht auf den Menschen übertragen werden können. Die Forscher folgern, dass Untersuchungen an menschlichen Nervenzellen sinnvoller sind und stellen in der Fachzeitschrift Stem Cell Reports ein entsprechendes Untersuchungsmodell vor. Weiterlesen >>
Jerome Mertens et al.: APP processing in human pluripotent stem cell-derived neurons is resistant to NSAID-based y-secretase modulation. Stem Cell Reports 2013; 1(6): 491-498
Riesige Unterschiede zwischen Mensch und Maus
Ein Team aus 39 Wissenschaftlern von 20 US-amerikanischen und kanadischen Forschungseinrichtungen hat in der Fachzeitschrift PNAS vom Januar 2013 eine umfangreiche Studie veröffentlicht, der zufolge Mäuse und Menschen auf Entzündungsprozesse und andere Verletzungen völlig unterschiedlich reagieren. Weiterlesen >>
Seok J. et al. Genomic responses in mouse models poorly mimic human inflammatory diseases. PNAS 2013; 110(9): 3507-351
Kranke Forschung: Tiere als „Modell“ für psychische Leiden des Menschen
Ein 2012 in der medizinischen Fachzeitschrift Psychiatric Times erschienener Artikel beleuchtet die in der psychiatrischen Forschung durchgeführten Tierversuche und resümiert, dass diese nicht geeignet sind, um psychische Erkrankungen des Menschen zu erforschen. Weiterlesen >>
Menache, Andre: Are animal models relevant in modern psychiatry. Psychiatric Times 2012; 29: 3
Kritik an Tierversuchen im Zeitalter der personalisierten Medizin
Die Autoren der Studie stellen Tierversuche im Zeitalter der „personalisierten“ Medizin kritisch in Frage. Das Verwenden von Tieren als „Modelle“ für die Grundlagenerforschung menschlicher Krankheiten würde die grundlegenden Prinzipien der personalisierten Medizin ignorieren. Weiterlesen >>
Greek, Ray, et al. Animal models in an age of personalized medicine. Personalized Medicine 2012; 9 (1): 47-64
Asthma-Tierversuche sind Fehlanzeige
Ein in der Fachzeitschrift Drug Discovery Today 2011 erschienener Artikel zeigt die Schwächen der tierexperimentellen Asthma-Forschung auf. Weiterlesen >>
Buckland G.L. Harnessing opportunities in non-animal asthma research for a 21st-century science. Drug Discovery Today 2011; 16 (21-22): 914-927
„Wir sind keine 70 kg-Ratten“
Toxikologe kritisiert im Wissenschaftsmagazin NATURE (Juli 2009) die heutige Praxis der Giftprüfungen insbesondere im Zusammenhang mit dem EU-Chemikalientestprogramm REACH und zeigt Strategien für eine Toxikologie des 21. Jahrhunderts auf. Weiterlesen >>
Hartung, Thomas: Toxicology for the twenty-first century. Nature 2009; 460: 208- 212
Die Maus ist ein „lausiges Modell“ für die Immunforschung am Menschen
Mäuse sind die am häufigsten eingesetzten "Versuchstiere". Ein Artikel in der Fachzeitschrift Immunity von 2008 stellt Kritik am sogenannten Mausmodell für die Immunforschung am Menschen heraus. Weiterlesen >>
Davis Mark M. A Prescription for Human Immunology. Immunity 2008; 29: 835-838
Ergebnisse aus Krebs-Tierversuchen führen in die Irre
Bereits in einem 2005 veröffentlichten Beitrag im Britisch Medical Journal kommen die Autoren zum Ergebnis, dass nicht Tierversuche, sondern die Entwicklung und Anwendung schneller und zuverlässiger tierversuchsfreier Methoden das Krebsproblem in der Gesellschaft verringern würden. Weiterlesen >>
Knight, Andrew, Bailey, Jarrod and Balcombe, Jonathan. Which drugs cause cancer? BMJ 2005; 331 (7521): E389-9
Translation und klinische Relevanz
Tierversuchsfreie Methoden sagen Leberschäden durch Medikamente vorher
In einem von der Alliance for Human Relevant Science organisierten Workshop kommen Experten aus Industrie, Universitäten und NGOs zu dem Schluss, dass komplexe In-vitro-Modelle wie Organoide oder Leber-Chips eine präzisere Vorhersage für Leberschäden ermöglichen als Tierversuche oder 2D-Zellmodelle. Weiterlesen >>
Taylor K. et al. Perspective: How complex in vitro models are addressing the challenges of predicting drug-induced liver injury, Frontiers in Drug Discovery 2025, 5: 1536756
IMPACT-Projekt: Humanbasierte toxikologische Testungen unter Einbeziehung sämtlicher Umweltfaktoren
Die Publikation stellt mit dem „Implementation Moonshot Project for Alternative Chemical Testing (IMPACT)“ einen Fahrplan für den Aufbau eines Human Exposome Project vor. Ziel ist es, Umweltbelastungen und deren Einflüsse auf die menschliche Gesundheit umfassend abzubilden, innovative Testmethoden zu fördern und statt Tierversuchen in der Toxikologie humanrelevante Methoden zu nutzen. Weiterlesen >>
Sillé, F. C. M. The Implementation Moonshot Project for Alternative Chemical Testing (IMPACT) toward a Human Exposome Project. ALTEX - Alternatives to animal experimentation 2024, 41(3); 344–362
Präferenz von Tierversuchen in der Wissenschaft
Die Publikation behandelt die weitverbreitete Präferenz von Tierversuchen in der medizinischen Forschung und zeigt Wege auf, wie damit umgegangen werden kann. Weiterlesen >>
Krebs C.E. and Herrmann K.: Confronting the bias towards animal experimentation (animal methods bias). Frontiers in Drug Discovery 2024(4)
Mit tierversuchsfreien Methoden zu einer effizienteren Bewertung der Chemikaliensicherheit
In dem Beitrag wird beschrieben, wie die EU-Chemikalienregulierung umgestaltet werden kann, um den Prozess effizienter zu gestalten. Eine zentrale Rolle sollen dabei New Approach Methodologies (NAMs) spielen. Weiterlesen >>
Berggren E., Worth A.P. Towards a future regulatory framework for chemicals in the European Union - Chemicals 2.0. Regulatory Toxicololgy and Pharmacology 2023; 142:105431
Systematische Beurteilungen verdeutlichen die Grenzen von Tierversuchen in der Medikamentenentwicklung
Merel Ritskes-Hoitinga und Pandora Pound untersuchen die Bedeutung von systematischen Reviews von Tierversuchsstudien und kommen zu dem Ergebnis: Selbst, wenn sämtliche tierexperimentelle Studien vermeintlich optimiert werden würden, stehen die Speziesunterschiede einer verlässlichen, sicheren Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen im Wege. Weiterlesen >>
Ritskes-Hoitinga M., Pound, P. The role of systematic reviews in identifying the limitations of preclinical animal research, 2000 – 2022. JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation 2022
Tuberöse Sklerose: „Mausmodelle“ leiten in die Irre; wichtige Erkenntnisse durch Mini-Brains vom Menschen
Die Suche nach der Ursache für Tuberöse Sklerose, eine neurologische Entwicklungsstörung, erfolgte bisher vor allem in „Mausmodellen“. Eine Studie mit Mini-Brains von Patienten stellt jetzt die dort gewonnenen Erkenntnisse in Frage. Weiterlesen >>
Eichmüller L.O. et al. Amplification of human interneuron progenitors promotes brain tumors and neurological defects. Science 2022; 375(6579): eabf5546
Mit Leber-on-a-Chip Menschenleben retten und Geld sparen
In der bisher größten Organ-Chip-Studie testeten Forscher eine Reihe von 27 bekannten leberschädigenden und nicht-toxischen Medikamenten mit 780 menschlichen Leber-on-a-Chip-Modellen. Der Leber-Chip konnte 87% der getesteten toxischen Medikamente, die bei Patienten trotz erfolgreicher Tierversuche eine Leberschädigung verursacht haben, korrekt identifizieren. Weiterlesen >>
Ewart L. et al. Qualifying a human Liver-Chip for predictive toxicology: Performance assessment and economic implications. bioRxiv 2021; doi: 10.1101/2021.12.14.472674:2021.12.14.472674
Krebsforschungseffizienz und finanzielle Förderung
Die Erfolgsrate für Krebsmedikamente liegt bei unter 4%; diese Quote hat sich über 15 Jahre nicht wesentlich verändert. Weiterlesen >>
Marshall L.J. et al. Patient-Derived Xenograft vs. Organoids: A Preliminary Analysis of Cancer Research Output, Funding and Human Health Impact in 2014–2019. Animals 2020; 10 (1923): doi:10.3390/ani10101923
Organchip-Technologie könnte Entwicklungskosten von bis 700 Mio. US Dollar pro Medikament einsparen
Die Kostenersparnis wäre vor allem auf die stark erhöhte Vorhersagekraft der Organchips gegenüber Tierversuchen zurückzuführen, wodurch es weniger Ausfälle in den klinischen Phasen gäbe. Weiterlesen >>
Franzen N. et al. Impact of organ-on-a-chip technology on pharmaceutical R&D costs. Drug Discovery Today 2019; 24: 1720-1724
Mangelhafte Vorhersagekraft von Tierversuchen in der Medikamentenentwicklung
Die Autoren Lisa A. Kramer und Ray Greek beschreiben die vielfältigen Probleme sowohl für die Patienten als auch für die Pharmaindustrie, die durch die mangelhafte Vorhersagekraft von Tierversuchen entstehen, und ihre möglichen Lösungen, für die Gesetzesänderungen nötig sind. Weiterlesen >>
Kramer L.A., Greek R. Human stakeholders and the use of animals in drug development. Business and Society Review 2018; 123: 3-58
Begrenzte Übertragbarkeit von Tierversuchen in der Typ-2-Diabetes-Forschung
Die Autoren einer 2018 in der Fachzeitschrift ATLA erschienenen Studie diskutieren die begrenzte Übertragbarkeit des „Tiermodells“ in der Diabetes-Typ-2-Forschung auf den Menschen und plädieren für einen Wechsel zu humanbasierten Forschungsmethoden. Weiterlesen >>
Ali Z. et al. Animal research for type 2 Diabetes mellitus, its limited translation for clinical benefit, and the way forward. ATLA 2018; 46: 13-22
Jedes dritte Medikament schadet Menschen
Aus der in der Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association erschienenen Studie geht hervor, dass 71 von 222 und damit 32 % der von der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) zwischen 2001 und 2010 zugelassenen neuen Medikamente aufgrund von unerwarteten Nebenwirkungen mit Warnhinweisen versehen oder vom Markt genommen werden müssen. Weiterlesen >>
Downing N.S. et al. Postmarket safety events among novel therapeutics approved by US Food and Drug Administration between 2001 and 2010. JAMA 2017; 317(18): 1854-1863
Affenhirnversuche nutzlos und irreführend
Eine Veröffentlichung in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift ATLA attestiert der Affenhirnforschung fehlenden Nutzen und empfiehlt, klinische Forschung mit Fokus auf den Menschen zu betreiben, um zu relevanten Erkenntnissen zu kommen. Weiterlesen >>
Bailey J. & Taylor K. Non-human Primates in Neuroscience Research: The Case Against its Scientific Necessity. ATLA 2016; 44: 43-69
Die Schwäche von Tierversuchen und der daraus resultierende Schaden für den Menschen
Die amerikanische Neurologin und Fachärztin für Präventivmedizin und Public Health Dr. Aysha Akhtar beleuchtet die Problematik der Übertragbarkeit von tierexperimentellen Daten und die Schäden, die daraus entstehen. Weiterlesen >>
Akhtar A. The flaws and human harms of animal experimentation. Cambridge Quarterly Healthcare Ethics 2015; 24: 407-419
Die Hürden für den Einsatz humanbasierter Methoden
…und wie man sie überwinden kann. Archibald et al. geben einen Überblick über die Gründe, warum trotz bereits vorhandener tierversuchsfreier Methoden Tierversuche weiterhin durchgeführt werden. Weiterlesen >>
Archibald K. et al. Barriers to the Uptake of Human-based Test Methods and How to Overcome Them. ATLA 2015; 43: 301-308
Steuergeldverschwendung für Grundlagenforschung
Ein 2014 in The Lancet erschienener Fachartikel fokussiert auf die Verschwendung an Geldern in der Grundlagenforschung. Die „Erfolgsquote“ für die klinische Anwendungen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung liegt dieser Auswertung zufolge bei 0,024%. Weiterlesen >>
Chalmers Iain et al. Research: increasing value, reducing waste 1: How to increase value and reduce waste when research priorities are set. The Lancet 2014; 383 (9912): 156–165
Alzheimer-Tierversuche sind ein Irrweg
Ein 2014 veröffentlichter Artikel im Fachjournal Drug Discovery Today stellt heraus, dass die standardmäßig an der Maus praktizierten Alzheimer-Versuche medizinisch erfolglos sind und bedeutsame Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten ohne Tierversuche errungen wurden. Weiterlesen >>
Langley G.R. Considering a new paradigm for Alzheimer´s disease research. Drug Discovery Today 2014; 19(8): 1114-1124
Alzheimer-Tierversuche versagen auf ganzer Linie
Zwischen den Ergebnissen aus Tierstudien für die Erforschung und Behandlung der Alzheimer-Krankheit und der klinischen Realität klafft eine große Lücke. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle, in der Fachzeitschrift ALTEX erschienenen Übersichtsarbeit amerikanischer Wissenschaftler. Weiterlesen >>
Cavanaugh S.E. et al. Animal Models of Alzheimer Disease: Historical pitfalls and a path forward. ALTEX 2014; 31(3): 279-302
ALS-Forschung an Mäusen nutzlos
Einer im März 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Auswertung zufolge ist trotz jahrzehntelanger tierexperimenteller Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) keine Therapie in Sicht. Weiterlesen >>
Perrin S. Make mouse studies work. Nature 2014; 507: 423-425
Studie belegt: Kein Nachweis über angeblichen Nutzen von Tierversuchen
Den Autoren einer im Mai 2014 in der medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge fehlt der Nachweis über den Nutzen von Tierversuchen und Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung investiert werden, bleiben einer für Mediziner und Patienten sinnvollen Forschung vorenthalten. Weiterlesen >>
Pound, Pandora & Bracken, Michael B. How predictive and productive is animal research? BMJ 2014; 348: g3719
Erforschung der Multiplen Sklerose: Tierversuche sind erwiesener Irrweg
Aus einer Anfang 2014 veröffentlichten Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) geht hervor, dass Tierversuche in der Multiple-Sklerose-Forschung in die Irre führen. Bereits innerhalb unterschiedlicher Tier„modelle“ der Multiplen Sklerose zeigt sich eine mangelnde Übertragbarkeit und im Vergleich zum Menschen reagieren diese komplett entgegengesetzt. Weiterlesen >>
Raddatz, Barbara B.R. et al. Transcriptomic meta-analysis of Multiple Sclerosis and its experimental models. PLOS ONE 2014; 9: e86643
Risiko Tierversuch: Gefälschte Studien in der Biomedizin gaukeln Nutzen vor
Die meisten Substanzen, die in Tests an Mäusen wirken, helfen Menschen nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die Ende 2013 im Fachmagazin Science veröffentlicht wurde. Weiterlesen >>
Couzin-Frankel, Jennifer: When mice mislead. Science 2013; 342: 922-925
Alzheimer-Tierversuche taugen nichts
Eine aktuelle wissenschaftliche Studie lässt den Rückschluss zu, dass Alzheimer-Tierversuche nicht auf den Menschen übertragen werden können. Die Forscher folgern, dass Untersuchungen an menschlichen Nervenzellen sinnvoller sind und stellen in der Fachzeitschrift Stem Cell Reports ein entsprechendes Untersuchungsmodell vor. Weiterlesen >>
Jerome Mertens et al.: APP processing in human pluripotent stem cell-derived neurons is resistant to NSAID-based y-secretase modulation. Stem Cell Reports 2013; 1(6): 491-498
Riesige Unterschiede zwischen Mensch und Maus
Ein Team aus 39 Wissenschaftlern von 20 US-amerikanischen und kanadischen Forschungseinrichtungen hat in der Fachzeitschrift PNAS vom Januar 2013 eine umfangreiche Studie veröffentlicht, der zufolge Mäuse und Menschen auf Entzündungsprozesse und andere Verletzungen völlig unterschiedlich reagieren. Weiterlesen >>
Seok J. et al. Genomic responses in mouse models poorly mimic human inflammatory diseases. PNAS 2013; 110(9): 3507-351
Tierversuche können Reaktionen des Menschen nicht vorhersagen
Eine 2013 im International Journal of Medical Sciences veröffentlichte Studie bestätigt erneut, dass Tierversuchsergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar sind. Die Autoren kommen nach ihrer Analyse zu dem Schluss, dass selbst bei einer verbesserten Standardisierung von „Tiermodellen“ diese kein geeignetes Mittel sind, um Reaktionen des Menschen auf Medikamente und andere Stoffe vorherzusagen. Weiterlesen >>
Greek, Ray & Menache, Andre: Systematic reviews of animal models: Methodology versus epistemology. International Journal of Medical Sciences 2013; 10: 206-221
Kritik an Tierversuchen im Zeitalter der personalisierten Medizin
Die Autoren der Studie stellen Tierversuche im Zeitalter der „personalisierten“ Medizin kritisch in Frage. Das Verwenden von Tieren als „Modelle“ für die Grundlagenerforschung menschlicher Krankheiten würde die grundlegenden Prinzipien der personalisierten Medizin ignorieren. Weiterlesen >>
Greek, Ray, et al. Animal models in an age of personalized medicine. Personalized Medicine 2012; 9 (1): 47-64
Begrenzte Vorhersagbarkeit von Medikamenten-Nebenwirkungen durch Tierversuche
Die Vorhersagbarkeit von Tierversuchsergebnissen im Hinblick auf schwere Nebenwirkungen nach Markteinführung von Medikamenten liegt bei nur 19%, so das Fazit einer niederländischen Studie. Weiterlesen >>
van Meer P.J.K. et al. The ability of animal studies to detect serious post marketing adverse events is limited. Regulatory Toxicology and Pharmacology 2012; 64(3): 345-349
Medikamenten-Durchfallquote gestiegen: 95 %
Das Versagen des Tierversuchs ist heute noch größer als vor 10 Jahren. Weiterlesen >>
Arrowsmith J. A decade of change. Nature Reviews Drug Discovery 2012: (11); 17-18
und weitere Quellen
Contergan: Eines der wohl traurigsten Beispiele für die Unzulänglichkeit von Tierversuchen
Dieser 2011 veröffentlichte Artikel thematisiert die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Tierversuchen am historischen Beispiel Thalidomid. Weiterlesen >>
Greek R. et al. The history and implications of testing Thalidomide on animals. The Journal of Philosophy, Science & Law 2011; 11: 1-32
Tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher) - Keine Errungenschaft aus Tierversuchen
Eine 2011 in der Fachzeitschrift Frontiers in Integrative Neuroscience veröffentlichte Übersichtsarbeit von Vittorio Sironi, Milan (Italien), beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Tiefen Hirnstimulation. Weiterlesen >>
Sirioni V.A. Origin and evolution of deep brain stimulation. Frontiers in Integrative Neuroscience 2011; 5(42): 1-5
Keine klinische Relevanz von genehmigten Tierversuchen nach 17 Jahren
Auch nach 17 Jahren gibt es keinen Hinweis, dass 17 Tierversuchsprojekte aus Bayern zu irgendeiner Umsetzung in die Klinik geführt haben. Weiterlesen >>
Lindl T., Völkl M. No clinical relevance of approved animal experiments after seventeen years. ALTEX 2011; 28: 242-243
Asthma-Tierversuche sind Fehlanzeige
Ein in der Fachzeitschrift Drug Discovery Today 2011 erschienener Artikel zeigt die Schwächen der tierexperimentellen Asthma-Forschung auf. Weiterlesen >>
Buckland G.L. Harnessing opportunities in non-animal asthma research for a 21st-century science. Drug Discovery Today 2011; 16 (21-22): 914-927
„Tiermodelle“ liefern keine zuverlässige Information für klinische Studien
Nach Ansicht der Autoren einer im Jahr 2010 in der Zeitschrift PlosMedicine veröffentlichten Studie bleibt der Nutzen von Tierversuchen für die Vorhersage therapeutischer Möglichkeiten in der Klinik umstritten. Weiterlesen >>
Van der Worp, B.H. et al. Can animal models of disease reliably inform human studies? PlosMedicine 2010; 7: e10000245
„Tiermodelle“ können schädliche Wirkungen für den Menschen nicht vorhersagen
Eine im Januar 2009 veröffentlichte wissenschaftliche Studie zeigt, dass mit sogenannten „Tiermodellen“ potentielle Risiken für den Menschen nicht vorhergesagt werden können. Das Ergebnis belegt, dass Mensch und Tier sowie verschiedene Tierarten untereinander nur unzureichende übereinstimmende Reaktionen zeigen. Weiterlesen >>
Shanks, Niall et al. Are animal models predictive for humans? Philosophy, Ethics, and Humanities in Medicine 2009; 4:2
Aspirin schwer gesundheitsschädlich für Tiere, nicht aber für Menschen
Aspirin ist eines der bekanntesten und ältesten Schmerzmittel am Markt. Der renommierte Toxikologe Thomas Hartung publizierte 2009, dass dieses Mittel es wohl nicht zur Markzulassung geschafft hätte, wären Tierversuche wie heute Standard gewesen. Weiterlesen >>
Hartung T. Per aspirin ad astra; ATLA 2009; 37: 45-47
„Wir sind keine 70 kg-Ratten“
Toxikologe kritisiert im Wissenschaftsmagazin NATURE (Juli 2009) die heutige Praxis der Giftprüfungen insbesondere im Zusammenhang mit dem EU-Chemikalientestprogramm REACH und zeigt Strategien für eine Toxikologie des 21. Jahrhunderts auf. Weiterlesen >>
Hartung, Thomas: Toxicology for the twenty-first century. Nature 2009; 460: 208- 212
Die Maus ist ein „lausiges Modell“ für die Immunforschung am Menschen
Mäuse sind die am häufigsten eingesetzten "Versuchstiere". Ein Artikel in der Fachzeitschrift Immunity von 2008 stellt Kritik am sogenannten Mausmodell für die Immunforschung am Menschen heraus. Weiterlesen >>
Davis Mark M. A Prescription for Human Immunology. Immunity 2008; 29: 835-838
Tierversuche unter Beschuss
Das renommierte Wissenschaftsjournal NATURE titelte im Dezember 2006 „Tierversuche wegen schlechter Planung unter Beschuss“. Der kritische Artikel basiert auf einer aktuellen Studie britischer Wissenschaftler. Weiterlesen >>
Perel, Pablo et al. Comparison of treatment effects between animal experiments and clinical trials: Systematic review. BMJ 2007; 334(7586): 197
Ergebnisse aus Krebs-Tierversuchen führen in die Irre
Bereits in einem 2005 veröffentlichten Beitrag im Britisch Medical Journal kommen die Autoren zum Ergebnis, dass nicht Tierversuche, sondern die Entwicklung und Anwendung schneller und zuverlässiger tierversuchsfreier Methoden das Krebsproblem in der Gesellschaft verringern würden. Weiterlesen >>
Knight, Andrew, Bailey, Jarrod and Balcombe, Jonathan. Which drugs cause cancer? BMJ 2005; 331 (7521): E389-91
Nach 10 Jahren keine Umsetzung in der Humanmedizin nachweisbar
Tierversuche in der biomedizinischen Forschung - Eine Bestandsaufnahme der klinischen Relevanz von genehmigten Tierversuchsvorhaben: Nach 10 Jahren keine Umsetzung in der Humanmedizin nachweisbar. Weiterlesen >>
Lindl, Toni et al. Tierversuche in der biomedizinischen Forschung - Eine Bestandsaufnahme der klinischen Relevanz von genehmigten Tierversuchsvorhaben: Nach 10 Jahren keine Umsetzung in der Humanmedizin nachweisbar. ALTEX 2005; 22(3): 143-151
Wo ist der Beweis, dass Tierversuche Menschen zugutekommen?
Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Ergebnisse von Tierversuchen häufig keine Relevanz für den Menschen haben. Sie fordern eine Überprüfung der tierexperimentellen Forschung, da sie den Nutzen von Tierversuchen für den Menschen generell in Frage stellen. Weiterlesen >>
Pound, Pandora et al. Where is the evidence that animal research benefits humans? British Medical Journal 2004; 328:514-517
Bildgebung als tierversuchsfreie Hirnforschungsmethode
Hirnversuche mit Tieren nehmen breiten Raum in der tierexperimentellen Forschung ein. Eine unserer Recherchen in 2015 stieß auf eine interessante Veröffentlichung aus dem Jahr 2000. Damals schon beleuchteten Wissenschaftler Studien mit bildgebenden Verfahren wie MRT, EEG, TMS oder PET und Forschungsergebnisse aus Tierversuchen. Weiterlesen >>
Langley G. et al. Volunteer studies replacing animal experiments in brain research; ATLA 2000; 28: 315-331
Publikationsbias & Wissenschaftspolitik
Warum Forscher an Tierversuchen festhalten – eine soziologische Perspektive
Pandora Pound die Frage, warum der Übergang von Tierversuchen zu tierversuchsfreien Methoden so langsam voranschreitet. Sie berücksichtigt dabei, dass die Wissenschaft nicht nur aus Theorien und Experimenten besteht, sondern aus Menschen, Institutionen und Machtverhältnissen. Wer verstehen will, warum Tierversuche trotz vorhandener tierversuchsfreier Verfahren weiter durchgeführt werden, muss die Wissenschaft als soziales System begreifen. Weiterlesen >>
Pound P. A sociological perspective on the challenges of displacing animal research within academia: the contribution of Bourdieu, NAM Journal 2025; 1: 100057
Schlechte Transparenz bei Nicht-technischen Zusammenfassungen von Tierversuchen
Die NTS (Non-Technical Summaries, nicht-technische Zusammenfassungen) sollten die Transparenz von Tierversuchen auf europäischer Ebene erhöhen. Insbesondere in u.a. Großbritannien und Deutschland ist dies stark verbesserungswürdig. Weiterlesen >>
Taylor K., Rego L. and Weber T. Recommendations to improve the EU non-technical summaries of animal experiments. ALTEX 2018, 35(2)
Taylor K., Weber T. and Rego Alvarez L. Have the non-technical summaries of animal experiments in Europe improved? An update. ALTEX 2024; doi: 10.14573/altex.2310181
Präferenz von Tierversuchen in der Wissenschaft
Die Publikation behandelt die weitverbreitete Präferenz von Tierversuchen in der medizinischen Forschung und zeigt Wege auf, wie damit umgegangen werden kann. Weiterlesen >>
Krebs C.E. and Herrmann K.: Confronting the bias towards animal experimentation (animal methods bias). Frontiers in Drug Discovery 2024(4)
Mit tierversuchsfreien Methoden zu einer effizienteren Bewertung der Chemikaliensicherheit
In dem Beitrag wird beschrieben, wie die EU-Chemikalienregulierung umgestaltet werden kann, um den Prozess effizienter zu gestalten. Eine zentrale Rolle sollen dabei New Approach Methodologies (NAMs) spielen. Weiterlesen >>
Berggren E., Worth A.P. Towards a future regulatory framework for chemicals in the European Union - Chemicals 2.0. Regulatory Toxicololgy and Pharmacology 2023; 142:105431
Tierversuchsstudien werden bevorzugt veröffentlicht - Publikationsbias führt zu mehr Tierversuchen
In letzter Zeit wird zunehmend deutlich, dass es eine Präferenz zugunsten von Tierversuchen gibt, welche von den Autoren sogar durch die Zeitschrift selbst oder die Editoren verlangt werden. Eine Studie von Krebs et al zeigt diese Problematik des Publikationsbias auf. Weiterlesen >>
Krebs, C.E. et al. A survey to assess animal methods bias in scientific publishing. ALTEX 2023; 40(4): 665–676
Schnelle Impfstoffentwicklung dank weniger Tierversuchen
Mit Hilfe einer umfangreichen Literaturanalyse und Experten-Befragungen untersuchen die Autoren, warum die Entwicklung des Pfizer/BioNTech Corona-Vakzins viel schneller als die übliche Impfstoffentwicklung erfolgt ist. Weiterlesen >>
Ritskes-Hoitinga, M. et al.: The promises of speeding up: Changes in requirements for animal studies and alternatives during COVID-19 vaccine approval – A case study. Animals 2022; 12(13):1735
Systematische Beurteilungen verdeutlichen die Grenzen von Tierversuchen in der Medikamentenentwicklung
Merel Ritskes-Hoitinga und Pandora Pound untersuchen die Bedeutung von systematischen Reviews von Tierversuchsstudien und kommen zu dem Ergebnis: Selbst, wenn sämtliche tierexperimentelle Studien vermeintlich optimiert werden würden, stehen die Speziesunterschiede einer verlässlichen, sicheren Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen im Wege. Weiterlesen >>
Ritskes-Hoitinga M., Pound, P. The role of systematic reviews in identifying the limitations of preclinical animal research, 2000 – 2022. JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation 2022
Krebsforschungseffizienz und finanzielle Förderung
Die Erfolgsrate für Krebsmedikamente liegt bei unter 4%; diese Quote hat sich über 15 Jahre nicht wesentlich verändert. Weiterlesen >>
Marshall L.J. et al. Patient-Derived Xenograft vs. Organoids: A Preliminary Analysis of Cancer Research Output, Funding and Human Health Impact in 2014–2019. Animals 2020; 10 (1923): doi:10.3390/ani10101923
Massives Scheitern von Alzheimer, Brust- und Prostatakrebs-Medikamenten aufgrund schlechter Vorhersagbarkeit durch Tierversuche
Die Studie beleuchtet, wie die Dominanz von Tierversuchen maßgeblich dazu beiträgt, dass Forschungsergebnisse oft nicht auf den Menschen übertragbar sind. Weiterlesen >>
Pistollato F. et al. Alzheimer's disease, and breast and prostate cancer research: translational failures and the importance to monitor outputs and impact of funded research. Animals 2020, 14;10(7):1194
Die Hürden für den Einsatz humanbasierter Methoden
…und wie man sie überwinden kann. Archibald et al. geben einen Überblick über die Gründe, warum trotz bereits vorhandener tierversuchsfreier Methoden Tierversuche weiterhin durchgeführt werden. Weiterlesen >>
Archibald K. et al. Barriers to the Uptake of Human-based Test Methods and How to Overcome Them. ATLA 2015; 43: 301-308
Steuergeldverschwendung für Grundlagenforschung
Ein 2014 in The Lancet erschienener Fachartikel fokussiert auf die Verschwendung an Geldern in der Grundlagenforschung. Die „Erfolgsquote“ für die klinische Anwendungen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung liegt dieser Auswertung zufolge bei 0,024 %. Weiterlesen >>
Chalmers Iain et al. Research: increasing value, reducing waste 1: How to increase value and reduce waste when research priorities are set. The Lancet 2014; 383 (9912): 156–165
Kritik an Tierversuchen im Zeitalter der personalisierten Medizin
Die Autoren der Studie stellen Tierversuche im Zeitalter der „personalisierten“ Medizin kritisch in Frage. Das Verwenden von Tieren als „Modelle“ für die Grundlagenerforschung menschlicher Krankheiten würde die grundlegenden Prinzipien der personalisierten Medizin ignorieren. Weiterlesen >>
Greek, Ray, et al. Animal models in an age of personalized medicine. Personalized Medicine 2012; 9 (1): 47-64
„Tiermodelle“ liefern keine zuverlässige Information für klinische Studien
Nach Ansicht der Autoren einer im Jahr 2010 in der Zeitschrift PlosMedicine veröffentlichten Studie bleibt der Nutzen von Tierversuchen für die Vorhersage therapeutischer Möglichkeiten in der Klinik umstritten. Weiterlesen >>
Van der Worp, B.H. et al. Can animal models of disease reliably inform human studies? PlosMedicine 2010; 7: e10000245
„Wir sind keine 70 kg-Ratten“
11.09.2009
Toxikologe kritisiert im Wissenschaftsmagazin NATURE (Juli 2009) die heutige Praxis der Giftprüfungen insbesondere im Zusammenhang mit dem EU-Chemikalientestprogramm REACH und zeigt Strategien für eine Toxikologie des 21. Jahrhunderts auf. Weiterlesen >>
Hartung, Thomas: Toxicology for the twenty-first century. Nature 2009; 460: 208- 212
Die Maus ist ein „lausiges Modell“ für die Immunforschung am Menschen
Mäuse sind die am häufigsten eingesetzten "Versuchstiere". Ein Artikel in der Fachzeitschrift Immunity von 2008 stellt Kritik am sogenannten Mausmodell für die Immunforschung am Menschen heraus. Weiterlesen >>
Davis Mark M. A Prescription for Human Immunology. Immunity 2008; 29: 835-83
Tierversuche unter Beschuss
Das renommierte Wissenschaftsjournal NATURE titelte im Dezember 2006 „Tierversuche wegen schlechter Planung unter Beschuss“. Der kritische Artikel basiert auf einer aktuellen Studie britischer Wissenschaftler. Weiterlesen >>
Perel, Pablo et al. Comparison of treatment effects between animal experiments and clinical trials: Systematic review. BMJ 2007; 334(7586): 197
Wo ist der Beweis, dass Tierversuche Menschen zugutekommen?
Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Ergebnisse von Tierversuchen häufig keine Relevanz für den Menschen haben. Sie fordern eine Überprüfung der tierexperimentellen Forschung, da sie den Nutzen von Tierversuchen für den Menschen generell in Frage stellen. Weiterlesen >>
Pound, Pandora et al. Where is the evidence that animal research benefits humans? British Medical Journal 2004; 328:514-517
Von der Fachwelt als unwichtig erachtet
Eine an der University of Waterloo in Ontario, Kanada, durchgeführte Literaturrecherche untersuchte die Zitierhäufigkeit von 594 tierexperimentellen Studien über einen Zeitraum von zehn Jahren. Rund 94 Prozent der Arbeiten wurden weniger als 100mal in zehn Jahren zitiert, das heißt, sie wurden von der Fachwelt als unwichtig erachtet. Weiterlesen >>
Dagg A.I. Levels of citation of nonhuman animal studies conducted at a Canadian Research Hospital. Journal of Applied Animal Welfare Science 2004; 7: 205-213
Kritik am 3R-Prinzip
Das 3R-Konzept auf dem Prüfstand
Der Autor Jarrod Bailey kommt zu dem Schluss, dass das 3R-Prinzip nicht nur nicht ausreichend ist, sondern sogar kontraproduktiv, indem es den Fokus auf die Reduktion und die Verfeinerung von Tierversuchen legt, anstatt den Ersatz von Tierversuchen anzustreben. Somit ist es an der Zeit, das 3R-Prinzip hinter sich zu lassen. Weiterlesen >>
Bailey J. It’s time to review the three Rs, to make them more fit for purpose in the 21st century. Alternatives to Laboratory Animals 2024, 52(3): 155-165
Tierversuchsstudien werden bevorzugt veröffentlicht - Publikationsbias führt zu mehr Tierversuchen
In letzter Zeit wird zunehmend deutlich, dass es eine Präferenz zugunsten von Tierversuchen gibt, welche von den Autoren sogar durch die Zeitschrift selbst oder die Editoren verlangt werden. Eine Studie von Krebs et al zeigt diese Problematik des Publikationsbias auf. Weiterlesen >>
Krebs, C.E. et al. A survey to assess animal methods bias in scientific publishing. ALTEX 2023; 40(4): 665–676
Die Hürden für den Einsatz humanbasierter Methoden
…und wie man sie überwinden kann. Archibald et al. geben einen Überblick über die Gründe, warum trotz bereits vorhandener tierversuchsfreier Methoden Tierversuche weiterhin durchgeführt werden. Weiterlesen >>
Archibald K. et al. Barriers to the Uptake of Human-based Test Methods and How to Overcome Them. ATLA 2015; 43: 301-308
Förderung & Kosten
Tierversuchsfreie Methoden sagen Leberschäden durch Medikamente vorher
In einem von der Alliance for Human Relevant Science organisierten Workshop kommen Experten aus Industrie, Universitäten und NGOs zu dem Schluss, dass komplexe In-vitro-Modelle wie Organoide oder Leber-Chips eine präzisere Vorhersage für Leberschäden ermöglichen als Tierversuche oder 2D-Zellmodelle. Weiterlesen >>
Taylor K. et al. Perspective: How complex in vitro models are addressing the challenges of predicting drug-induced liver injury, Frontiers in Drug Discovery 2025, 5: 1536756
Das 3R-Konzept auf dem Prüfstand
Der Autor Jarrod Bailey kommt zu dem Schluss, dass das 3R-Prinzip nicht nur nicht ausreichend ist, sondern sogar kontraproduktiv, indem es den Fokus auf die Reduktion und die Verfeinerung von Tierversuchen legt, anstatt den Ersatz von Tierversuchen anzustreben. Somit ist es an der Zeit, das 3R-Prinzip hinter sich zu lassen. Weiterlesen >>
Bailey J. It’s time to review the three Rs, to make them more fit for purpose in the 21st century. Alternatives to Laboratory Animals 2024, 52(3): 155-165
Präferenz von Tierversuchen in der Wissenschaft
Die Publikation behandelt die weitverbreitete Präferenz von Tierversuchen in der medizinischen Forschung und zeigt Wege auf, wie damit umgegangen werden kann. Weiterlesen >>
Krebs C.E. and Herrmann K.: Confronting the bias towards animal experimentation (animal methods bias). Frontiers in Drug Discovery 2024; 4
Tierversuchsstudien werden bevorzugt veröffentlicht - Publikationsbias führt zu mehr Tierversuchen
In letzter Zeit wird zunehmend deutlich, dass es eine Präferenz zugunsten von Tierversuchen gibt, welche von den Autoren sogar durch die Zeitschrift selbst oder die Editoren verlangt werden. Eine Studie von Krebs et al zeigt diese Problematik des Publikationsbias auf. Weiterlesen >>
Krebs, C.E. et al. A survey to assess animal methods bias in scientific publishing. ALTEX 2023; 40(4): 665–676
Schnelle Impfstoffentwicklung dank weniger Tierversuchen
Mit Hilfe einer umfangreichen Literaturanalyse und Experten-Befragungen untersuchen die Autoren, warum die Entwicklung des Pfizer/BioNTech Corona-Vakzins viel schneller als die übliche Impfstoffentwicklung erfolgt ist. Weiterlesen >>
Ritskes-Hoitinga, M. et al.: The promises of speeding up: Changes in requirements for animal studies and alternatives during COVID-19 vaccine approval – A case study. Animals 2022; 12(13):1735
Systematische Beurteilungen verdeutlichen die Grenzen von Tierversuchen in der Medikamentenentwicklung
Merel Ritskes-Hoitinga und Pandora Pound untersuchen die Bedeutung von systematischen Reviews von Tierversuchsstudien und kommen zu dem Ergebnis: Selbst, wenn sämtliche tierexperimentelle Studien vermeintlich optimiert werden würden, stehen die Speziesunterschiede einer verlässlichen, sicheren Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen im Wege. Weiterlesen >>
Ritskes-Hoitinga M., Pound, P. The role of systematic reviews in identifying the limitations of preclinical animal research, 2000 – 2022. JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation 2022
Mit Leber-on-a-Chip Menschenleben retten und Geld sparen
In der bisher größten Organ-Chip-Studie testeten Forscher eine Reihe von 27 bekannten leberschädigenden und nicht-toxischen Medikamenten mit 780 menschlichen Leber-on-a-Chip-Modellen. Der Leber-Chip konnte 87% der getesteten toxischen Medikamente, die bei Patienten trotz erfolgreicher Tierversuche eine Leberschädigung verursacht haben, korrekt identifizieren. Weiterlesen >>
Ewart L. et al. Qualifying a human Liver-Chip for predictive toxicology: Performance assessment and economic implications. bioRxiv 2021; doi: 10.1101/2021.12.14.472674:2021.12.14.472674
Krebsforschungseffizienz und finanzielle Förderung
Die Erfolgsrate für Krebsmedikamente liegt bei unter 4%; diese Quote hat sich über 15 Jahre nicht wesentlich verändert. Weiterlesen >>
Marshall L.J. et al. Patient-Derived Xenograft vs. Organoids: A Preliminary Analysis of Cancer Research Output, Funding and Human Health Impact in 2014–2019. Animals 2020; 10 (1923): doi:10.3390/ani10101923
Organchip-Technologie könnte Entwicklungskosten von bis 700 Mio. US Dollar pro Medikament einsparen
Die Kostenersparnis wäre vor allem auf die stark erhöhte Vorhersagekraft der Organchips gegenüber Tierversuchen zurückzuführen, wodurch es weniger Ausfälle in den klinischen Phasen gäbe. Weiterlesen >>
Franzen N. et al. Impact of organ-on-a-chip technology on pharmaceutical R&D costs. Drug Discovery Today 2019; 24: 1720-1724
Steuergeldverschwendung für Grundlagenforschung
Ein 2014 in The Lancet erschienener Fachartikel fokussiert auf die Verschwendung an Geldern in der Grundlagenforschung. Die „Erfolgsquote“ für die klinische Anwendungen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung liegt dieser Auswertung zufolge bei 0,024 %. Weiterlesen >>
Chalmers Iain et al. Research: increasing value, reducing waste 1: How to increase value and reduce waste when research priorities are set. The Lancet 2014; 383 (9912): 156–165
ALS-Forschung an Mäusen nutzlos
Einer im März 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Auswertung zufolge ist trotz jahrzehntelanger tierexperimenteller Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) keine Therapie in Sicht. Weiterlesen >>
Perrin S. Make mouse studies work. Nature 2014; 507: 423-425
Studie belegt: Kein Nachweis über angeblichen Nutzen von Tierversuchen
Den Autoren einer im Mai 2014 in der medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge fehlt der Nachweis über den Nutzen von Tierversuchen und Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung investiert werden, bleiben einer für Mediziner und Patienten sinnvollen Forschung vorenthalten. Weiterlesen >>
Pound, Pandora & Bracken, Michael B. How predictive and productive is animal research? BMJ 2014; 348: g3719
Kritik an Tierversuchen im Zeitalter der personalisierten Medizin
Die Autoren der Studie stellen Tierversuche im Zeitalter der „personalisierten“ Medizin kritisch in Frage. Das Verwenden von Tieren als „Modelle“ für die Grundlagenerforschung menschlicher Krankheiten würde die grundlegenden Prinzipien der personalisierten Medizin ignorieren. Weiterlesen >>
Greek, Ray, et al. Animal models in an age of personalized medicine. Personalized Medicine 2012; 9 (1): 47-64
Ergebnisse aus Krebs-Tierversuchen führen in die Irre
Bereits in einem 2005 veröffentlichten Beitrag im Britisch Medical Journal kommen die Autoren zum Ergebnis, dass nicht Tierversuche, sondern die Entwicklung und Anwendung schneller und zuverlässiger tierversuchsfreier Methoden das Krebsproblem in der Gesellschaft verringern würden. Weiterlesen >>
Knight, Andrew, Bailey, Jarrod and Balcombe, Jonathan. Which drugs cause cancer? BMJ 2005; 331 (7521): E389-91
Wo ist der Beweis, dass Tierversuche Menschen zugute kommen?
Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Ergebnisse von Tierversuchen häufig keine Relevanz für den Menschen haben. Sie fordern eine Überprüfung der tierexperimentellen Forschung, da sie den Nutzen von Tierversuchen für den Menschen generell in Frage stellen. Weiterlesen >>
Pound, Pandora et al. Where is the evidence that animal research benefits humans? British Medical Journal 2004; 328:514-517
Ethik & Tierschutz
Schäden durch Verabreichung von Substanzen per Schlundsonde bei Ratten
In Tierversuchen im Bereich der Giftigkeitsprüfungen ist die Verabreichung von Testsubstanzen per Schlundsonde (englisch: Gavage) der Standard. Der Artikel untersucht erstmals die Häufigkeit von durch Gavage verursachte Schäden bei Ratten über einen Zeitraum von 20 Jahren. Weiterlesen >>
Katy Taylor, Laura Rego Alvarez and Emma Grange: The prevalence of reported gavage incidents in repeated dose toxicity studies involving rats conducted between 2004–2023. Alternatives to Laboratory Animals 2025; 53(3): 154–167
Schlechte Transparenz bei Nicht-technischen Zusammenfassungen von Tierversuchen
Die NTS (Non-Technical Summaries, nicht-technische Zusammenfassungen) sollten die Transparenz von Tierversuchen auf europäischer Ebene erhöhen. Insbesondere in u.a. Großbritannien und Deutschland ist dies stark verbesserungswürdig. Weiterlesen >>
Taylor K., Rego L. and Weber T. Recommendations to improve the EU non-technical summaries of animal experiments. ALTEX 2018, 35(2)
Taylor K., Weber T. and Rego Alvarez L. Have the non-technical summaries of animal experiments in Europe improved? An update. ALTEX 2024; doi: 10.14573/altex.2310181
Das 3R-Konzept auf dem Prüfstand
Der Autor Jarrod Bailey kommt zu dem Schluss, dass das 3R-Prinzip nicht nur nicht ausreichend ist, sondern sogar kontraproduktiv, indem es den Fokus auf die Reduktion und die Verfeinerung von Tierversuchen legt, anstatt den Ersatz von Tierversuchen anzustreben. Somit ist es an der Zeit, das 3R-Prinzip hinter sich zu lassen. Weiterlesen >>
Bailey J. It’s time to review the three Rs, to make them more fit for purpose in the 21st century. Alternatives to Laboratory Animals 2024, 52(3): 155-165
Die Normalisierung des Undenkbaren
Ethische Aspekte der Nutzung von Tieren in der Forschung. Ein Bericht der Arbeitsgruppe des Oxford Zentrums für Tierethik. Der bewusste und routinemäßige Missbrauch (Zufügen von Schäden, Schmerzen und Leiden, Handel und Tod) von unschuldigen, leidensfähigen Tieren sollte eigentlich undenkbar sein. Tierversuche sind aber genau das: die Normalisierung des Undenkbaren. Weiterlesen >>
Normalising the Unthinkable: The ethics of using animals in research. A report by the working group of the Oxford Centre for Animal Ethics. Edited by Andrew & Clair Linzley. Commissioned by The BUAV and Cruelty Free International 2015
Studie belegt: Kein Nachweis über angeblichen Nutzen von Tierversuchen
Den Autoren einer im Mai 2014 in der medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge fehlt der Nachweis über den Nutzen von Tierversuchen und Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung investiert werden, bleiben einer für Mediziner und Patienten sinnvollen Forschung vorenthalten. Weiterlesen >>
Pound, Pandora & Bracken, Michael B. How predictive and productive is animal research? BMJ 2014; 348: g3719
Haltungsbedingungen verfälschen Tierversuchsergebnisse
Die Standard-Haltungsbedingen von Ratten, Mäusen und anderen Nagetieren verursachen körperliche und seelische Schäden bei den Tieren, weswegen die Verwendung von Tieren zu Versuchszwecken aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen generell in Frage gestellt werden muss. Weiterlesen >>
Balcome, Jonathan. Laboratory environments and rodents' behavioral needs: A review. Laboratory Animals. 2006; 40(3): 217-235
Allein Anfassen verursacht schon Stress bei Versuchstieren
Die wissenschaftliche Studie belegt, dass allein schon der Umgang mit Versuchstieren erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse von Tierversuchen hat. Bloßes Anfassen ruft bei Mäusen bereits starke Stresserscheinungen hervor. Weiterlesen >>
Balcome, Jonathan et al. Laboratory Routines Cause Animal Stress. Contemporary Topics in Laboratory Animal Science 2004; 43: 42-51
Leiden zu niedrig eingeschätzt
Es wurden 51 in Bayern genehmigte Tierversuchsanträge zwischen 1991 und 1993 analysiert, unter anderem hinsichtlich der Frage, inwieweit die Belastung für die Tiere im Versuch wirklich den Angaben im Versuchsantrag entsprach. Zweidrittel der Antragsteller schätzen die Belastung der Tiere zu niedrig ein, kein einziger zu hoch. Weiterlesen >>
Lindl, Toni et al. Evaluation von genehmigten tierexperimentellen Versuchsvorhaben in Bezug auf das Forschungsziel, den wissenschaftlichen Nutzen und die medizinische Relevanz. Altex 2001; 18(3): 171-178
Alphabetisch nach Erstautor
- Akhtar, Aysha: The flaws and human harms of animal experimentation. Cambridge Quarterly Healthcare Ethics 2015; 24: 407-419
- Ali, Zeeshan et al. Animal Research for Type 2 Diabetes Mellitus, Its Limited Translation for Clinical Benefit, and the Way Forward. ATLA 2018; 46: 13-22
- Archibald, Kathy et al. Barriers to the Uptake of Human-based Test Methods and How to Overcome Them. ATLA 2015; 43: 301-308
- Balcombe, Jonathan: Laboratory Environments and Rodents' Behavioral Needs: A Review. Laboratory Animals 2006; 40(3): 217-235
- Balcombe, Jonathan: Laboratory Routines Cause Animal Stress. Contemporary Topics in Laboratory Animal Science 2004; 43: 42-51
- Bailey, Jarrod & Taylor, Katy: Non-human Primates in Neuroscience Research: The Case Against its Scientific Necessity. ATLA 2016; 44: 43-69
- Bailey, Jarrod: It’s time to review the three Rs, to make them more fit for purpose in the 21st century. Alternatives to Laboratory Animals 2024, 52(3): 155-165
- Berggren E., Worth A.P. Towards a future regulatory framework for chemicals in the European Union - Chemicals 2.0. Regulatory Toxicololgy and Pharmacology 2023; 142:105431
- Buckland, Gemma L. Harnessing opportunities in non-animal asthma research for a 21st-century science. Drug Discovery Today 2011; 16 (21-22): 914-927
- Cavanaugh, Sarah E., John J. Pippin, Neal D. Barnard: Animal Models of Alzheimer Disease: Historical pitfalls and a path forward. ALTEX 2014; 31(3): 279-302
- Chalmers, Iain et al. Research: increasing value, reducing waste 1: How to increase value and reduce waste when research priorities are set, The Lancet 2014; 383 (9912): 156–165
- Cruelty Free International (2015); Medikamentendurchfallquote gestiegen: 95%
- Dagg A.I., Seidle T.K: Levels of citation of nonhuman animal studies conducted at a Canadian Research Hospital. Journal of Applied Animal Welfare Science 2004; 7: 205-213
- Davis Mark M. A Prescription for Human Immunology. Immunity 2008; 29: 835-838
- Downing N.S. et al. Postmarket safety events among novel therapeutics approved by US Food and Drug Administration between 2001 and 2010. JAMA 2017: 317(18); 1854-1863
- Ewart L. et al. Qualifying a human Liver-Chip for predictive toxicology: Performance assessment and economic implications. bioRxiv 2021; doi: 10.1101/2021.12.14.472674:2021.12.14.472674
- Eichmüller L., Oliver et al. Amplification of human interneuron progenitors promotes brain tumors and neurological defects. Science 2022; 375(6579): eabf5546
- Couzin-Frankel, Jennifer: When mice mislead. Science 2013; 342: 922-925
- Franzen, Nora et al. Impact of organ-on-a-chip technology on pharmaceutical R&D costs. Drug Discovery Today 2019; 24: 1720-1724
- Greek, Ray, Andre Menache: Systematic Reviews of Animal Models: Methodology versus Epistemology. International Journal of Medical Sciences 2013; 10: 206-221
- Greek, Ray, Andre Menache and Mark J Rice: Animal models in an age of personalized medicine. Personalized Medicine 2012; 9 (1): 47-64
- Greek, Ray, Shanks, N. and Rice, M. J. The History and Implications of Testing Thalidomide on Animals. The Journal of Philosophy, Science & Law 2011; 11: 1-32
- Hartung, Thomas: Per aspirin ad astra; ATLA 2009; 37: 45-47
- Hartung, Thomas: Toxicology for the twenty-first century. Nature 2009; 460: 208-212
- Kilkenny, Carol et al. Survey of the Quality of Experimental Design, Statistical Analysis and Reporting of Research Using Animals. PLoS ONE 2009; 4(11): e7824
- Knight, Andrew et al. Which drugs cause cancer? BMJ USA 2005; 5: 479
- Kortzfleisch, Vanessa Tabea von et al. Do multiple experimenters improve the reproducibility of animal studies? PLOS Biology 2022; 20(5): e3001564
- Kramer, Lisa A.: Human stakeholders and the use of animals in drug development. Business and Society Review 2018; 123: 3-58
- Krebs C.E. et al. A survey to assess animal methods bias in scientific publishing. ALTEX 2023; 40(4): 665–676
- Krebs C.E. and Herrmann K.: Confronting the bias towards animal experimentation (animal methods bias). Frontiers in Drug Discovery 2024; 4
- Langley, Gil: Considering a new paradigm for Alzheimer´s disease research. Drug Discovery Today 2014; 19(8): 1114-1124
- Langley, Gil, Harding G., Hawkins P. et al. Volunteer Studies Replacing Animal Experiments in Brain Research; ATLA 2000; 28: 315-331
- Lindl, Toni, Manfred Völkl: No clinical relevance of approved animal experiments after seventeen years. ALTEX 2011; 28: 242-243
- Lindl, Toni et al. Tierversuche in der biomedizinischen Forschung - Eine Bestandsaufnahme der klinischen Relevanz von genehmigten Tierversuchsvorhaben: Nach 10 Jahren keine Umsetzung in der Humanmedizin nachweisbar. ALTEX 2005; 22(3): 143-151
- Lindl, Toni et al. Evaluation von genehmigten tierexperimentellen Versuchsvorhaben in Bezug auf das Forschungsziel, den wissenschaftlichen Nutzen und die medizinische Relevanz. Altex 2001; 18 (3): 171-178
- Maloney S.K., Fuller A., Mitchell D. et al. Translating Animal Model Research: Does It Matter That Our Rodents Are Cold? Physiology. 2014; 29: 413-420
- Marshall, Lindsay J., Triunfol M, Seidle T. Patient-Derived Xenograft vs. Organoids: A Preliminary Analysis of Cancer Research Output, Funding and Human Health Impact in 2014–2019. Animals 2020; 10 (1923); doi:10.3390/ani10101923
- Menache, André: Are Animal Models Relevant in Modern Psychiatry. Psychiatric Times 2012; 29: 3
- Mertens, Jerome et al. APP Processing in Human Pluripotent Stem Cell-Derived Neurons Is Resistant to NSAID-Based y-Secretase Modulation. Stem Cell Reports 2013; 1(6): 491-498
- Mogil, S. et al. Olfactory exposure to males, including men, causes stress and related analgesia in rodents. Nature Methods, 2014; 11: 629–632
- Oxford Centre for Animal Ethics: Normalising the Unthinkable: The ethics of using animals in research. Report edited by Andrew & Clair Linzley. Commissioned by The BUAV and Cruelty Free International 2015
- Perel, Pablo: Comparison of treatment effects between animal experiments and clinical trials: systematic review. BMJ 2007; 334(7586): 197
- Perrin, S. Make mouse studies work. Nature 2014; 507: 423-425
- Pistollato, Francesca et al. Alzheimer's disease, and breast and prostate cancer research: translational failures and the importance to monitor outputs and impact of funded research. Animals 2020, 14;10(7):1194
- Pound, Pandora: A sociological perspective on the challenges of displacing animal research within academia: the contribution of Bourdieu, NAM Journal 2025; 1: 100057
- Pound, Pandora, Michael B Bracken: How predictive and productive is animal research? BMJ 2014; 348: g3719
- Pound, Pandora et al. Where is the evidence that animal research benefits humans? British Medical Journal 2004; 328: 514-517
- Raddatz, Barbara B.R. et al. Transcriptomic Meta-Analysis of Multiple Sclerosis and Its Experimental Models. PLOS ONE 2014; 9: e86643
- Ritskes-Hoitinga, Merel, Pound, Pandora: The role of systematic reviews in identifying the limitations of preclinical animal research, 2000 – 2022. JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation 2022
- Ritskes-Hoitinga, Merel et al.: The promises of speeding up: Changes in requirements for animal studies and alternatives during COVID-19 vaccine approval – A case study. Animals 2022; 12(13):1735
- Seok J. et al. Genomic responses in mouse models poorly mimic human inflammatory diseases. PNAS 2013; 110(9): 3507-3512
- Shanks, Niall et al. Are animal models predictive for humans? Philosophy, Ethics, and Humanities in Medicine 2009; 4:2 doi: 10.1186/1747-5341-4-2
- Sillé, Fenna C.M. The Implementation Moonshot Project for Alternative Chemical Testing (IMPACT) toward a Human Exposome Project. ALTEX - Alternatives to animal experimentation 2024, 41(3); 344–362
- Sironi, Vittorio A. Sirioni, Vittorio A. Origin and evolution of deep brain stimulation. Frontiers in Integrative Neuroscience 2011; 5(42): 1-5
- Taylor, Katy et al. The prevalence of reported gavage incidents in repeated dose toxicity studies involving rats conducted between 2004–2023. Alternatives to Laboratory Animals 2025; 53(3): 154–167
- Taylor, Katy et al. Perspective: How complex in vitro models are addressing the challenges of predicting drug-induced liver injury, Frontiers in Drug Discovery 2025, 5: 1536756
- Taylor Katy, Weber T. and Rego Alvarez L. Have the non-technical summaries of animal experiments in Europe improved? An update. ALTEX 2024; doi: 10.14573/altex.2310181
- Van der Worp B.H. et al. Can Animal Models of Disease Reliably Inform Human Studies? PlosMedicine 2010; 7: e10000245
- Van Meer Peter J.K. et al. The ability of animal studies to detect serious post marketing adverse events is limited. Regulatory Toxicology and Pharmacology 2012; 64(3): 345-349
Mitglieder erhalten unser viermal jährlich erscheinendes ÄgT-Journal per Post oder als PDF.
Archiv: ÄgT-Journal
ÄgT-Journal 01-2026
- Schwerpunkt: Tierversuche in der Landwirtschaft: Leiden für Leistung
- Siemens Healthineers lässt Kaninchen bluten
- Stoppt Taubenversuche - für eine tierversuchsfreie Ruhr-Universität Bochum
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2025
- Schwerpunkt: NATworks-Datenbank: weltweit erstes Verzeichnis von Fa. mit humanbasierten Forschungsmethoden
- Herbert-Stiller-Preis 2025 verliehen für humanes Chip-Modell zur Blasenkrebsforschung
- Tierversuche an Affen stoppen! Quorum unserer Bundestagspetition geschafft
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2025
- Schwerpunkt: Datenbank Transparente Tierversuche
- MPS World Summit: ÄgT aktiv auf bedeutendstem Kongress für tierversuchsfreie Technologien
- Deutschland: Wie die Tierversuchslobby den Fortschritt blockiert
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2025
- Schwerpunkt: Sind Tierversuche für den Artenschutz nötig?
- Der goldene Holzweg 2025: Preis für den absurdesten Tierversuch
- Tierversuchsfrei forschen: Modell zur Medikamententestung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2025
- Schwerpunkt: Neue Online-Kampagne „Patienten sind menschlich“
- Top bewertet: Webinar NATworks – Firmen zeigen den Weg zur tierversuchsfreien Forschung
- Kampagnen-Erfolg: Uni Düsseldorf entlässt zwei „Versuchs“hunde
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2024
- Schwerpunkt: Übersehene Tierversuche: Ökotoxikologie
- Osteuropa-Projekt: Bulgarische Uni ersetzt jährlich 500 Tiere
- ISS: Forschung in der Schwerelosigkeit mit Multi-Organ-Systemen
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2024
- Schwerpunkt: Affenhirnforschung; Ernst Strüngmann Institut Frankfurt/M.
- ÄgT auf weltweit größtem "Alternativmethoden"-Kongress
- Methoden-Check: Sepsis-Forschung
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2024
- Schwerpunkt: Prävention
- Affenhirnforschung Bremen mit Einschränkung zugelassen
- Interviews Gewinner Herbert-Stiller-Preis 2019
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2024
- Schwerpunkt: Personalisierte Krebstherapie
- Uni Düsseldorf: Lasst die Hunde frei!
- Tübinger Endoskopie-Simulator
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2023
- Schwerpunkt: Herbert-Stiller-Preis: ÄgT fördert tierfreie Forschungsmodelle
- Jara-Courage-Preis: ÄgT zeichnet mutige Tierärztin aus
- Laptops für tierversuchsfreies Studieren in der Ukraine
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2023
- Schwerpunkt: Stoppt das Leid der Pfeilschwanzkrebse!
- Reaktion EU-Kommission auf EU-Bürgerinitiative
- Tierschutzgesetz-Novelle: Regierung ignoriert Rechtsverstöße bei Tierversuchen
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2023
- Schwerpunkt: Stoppt Hirnforschung an Affen!
- Negativpreis „Herz aus Stein“ verliehen
- Kunstwerk: DENKmal in Erlangen
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2023
- Schwerpunkt: Ausgezeichnet - NAT-Datenbank für tierversuchsfreie Methoden
- Europäische Bürgerinitiative erfolgreich validiert
- Ausschreibung Herbert-Stiller-Preis
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2022
- Schwerpunkt: Ohne Tierleid durchs Studium?
- Dokumentation offenbart schwerstes Affenleid
- Unsere Öffentlichkeitskampagne 2022
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2022
- Schwerpunkt: Tierschutz in der Schule
- Illegale Tiertötung im Labor: Strafanzeige gegen Uni Kiel
- Niederlande: neue Professur zugunsten Ausstieg aus dem Tierversuch
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2022
- Schwerpunkt: tierversuchsfreie Antikörper
- „Herz aus Stein 2022“ an Uniklinik Düsseldorf
- Interview mit ukrainischem Projektpartner
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2022
- Förderung tierversuchsfreier Forschung
- Paul McCartney unterstützt EU-Bürgerinitiative
* Hinweis: Ukraine-Artikel entstand vor Krieg
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2021
- EU-Arbeit
- EU-Bürgerinitiative:
unterschreiben für Ausstiegsplan
- Öff. Geld für NAT-Datenbank
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2021
- Bundestagswahl
- Öffentlichkeitsoffensive:
Plakate in 11 Städten
- Erfolg beim Pyrogentests
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2021
- Impfstoffe
- Bundeswehr
- Aktionen zum Tag zur Abschaffung
- Mini-Gehirne
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2021
- Chirurgie
- Ausschreibung Herbert-Stiller-Preis
- Knochenorganoide
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2020
- Aktion zum Welttierschutztag
- Herz aus Stein an Uni Homburg
- Rückenhautkammer
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2020
- NAT-Database
- Pyrogentest stoppen
- REACH-Erfolg
- Dresden
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2020
- Coronavirus
- Licht im Kosmetik-Dschungel
- Methodencheck: Sepsisforschung
- Augsburg
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2020
- Kampagnen-Start: Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!
- UKE Hamburg: 32.000 Unterschriften übergeben
- Methodencheck: Prothesen-Testung
PDF >>
ÄgT-Journal 04-2019
- Herbert-Stiller-Preis-verleihung
- 40 Jahre ÄgT
- Briefaktion gegen Botox-Tierversuche
- Grausame Tierversuche in Hamburg
PDF >>
ÄgT-Journal 03-2019
- Alzheimer
- DKFZ-Rechtsstreit
- Methodencheck: Schlaganfallforschung
- Neuer Animationsfilm
PDF >>
ÄgT-Journal 02-2019
- Xenotransplantaion
- Strafanzeige Erlangen
- Herz-aus-Stein an Uni Ulm
- Methodencheck: Herzerkrankungen
PDF >>
ÄgT-Journal 01-2019
- Datenbank-Tierversuche
- Strafanzeige gegen DKFZ
- Ausschreibung Herbert-Stiller-Preis
- Multi-Organ-Chip fliegt ins Weltall
PDF >>
Archiv: Mitglieder-Infoheft 2015-2018
Dezember 2018 (PDF)
September 2018 (PDF)
Juni 2018 (PDF)
März 2018 (PDF)
November 2017 (PDF)
August 2017 (PDF)
Mai 2017 (PDF)
März 2017 (PDF)
Dezember 2016 (PDF)
August 2016 (PDF)
Mai 2016 (PDF)
März 2016 (PDF)
Dezember 2015 (PDF)
August 2015 (PDF)
April 2015 (PDF)
Hier geht es zur Datenbank-Abfrage >>
Was ist der Sinn der Datenbank?
Durch eine möglichst weitgehende Offenlegung der Inhalte und Bedingungen von Tierexperimenten möchten wir die Diskussion um Tierversuche beleben. Mit der Datenbank im Internet soll das tierexperimentelle Forschungssystem transparent gemacht werden. Medien, Politiker, aber auch Tierschützer müssen mit nachprüfbaren Dokumenten über Tierversuche versorgt werden. Mit Hilfe der Datenbank lässt sich konkret nachweisen, wer wo in Deutschland an welchen Tierversuchen beteiligt ist. Für Tierschutzveranstaltungen kann Material bezüglich durchgeführter Tierexperimente in der Umgebung zur Verfügung gestellt werden. Auf Fragen von Journalisten oder von Politikern nach Experimenten an einer bestimmten Institution konkrete Antworten gegeben werden.
Die Geheimniskrämerei um Tierversuche
Trotz gegenteiliger Behauptungen von Seiten der Industrie und der Hochschulen ist tierexperimentelle Forschung in Deutschland weitgehend geheim. Zwar müssen genehmigungspflichtige Tierexperimente Versuchskommissionen zur Begutachtung vorgelegt und behördlich genehmigt werden, aber letztendlich ist dieser Vorgang nur eine bürokratische Hürde. Tierversuche an Universitäten, Max-Planck-Instituten und zahlreichen anderen Einrichtungen werden meist in englischsprachigen Fachzeitschriften oder als Doktorarbeiten veröffentlicht. Diese Publikationen sind jedoch für den interessierten Laien kaum zugänglich oder wegen des verwendeten Fachjargons weitgehend unverständlich. Die von Chemie- und Pharmaindustrie durchgeführten Tierexperimente verschwinden generell in den Unterlagen zur behördlichen Begutachtung oder Zulassung und sind damit für Außenstehende überhaupt nicht einsehbar.
Die Verharmlosung der Tierversuche
Die Öffentlichkeit wird mit irreführenden und verharmlosenden Aussagen beruhigt. Tenor: Die meisten Experimente sind für das Tier nicht schlimmer als eine Injektion bei einem Patienten. Die Wirklichkeit ist aber anders. Erschreckend anders. Auch die Behauptung, dass Tiere ja narkotisiert und Schmerzen ausgeschaltet werden, ist eine Verharmlosung der Realität. Die meisten Tierversuche, die uns als Veröffentlichungen vorliegen, sind Untersuchungen an wachen Tieren. Das bedeutet: Die Tiere werden zwar für einleitende Operationen anästhesiert, aber der Rest des Experiments - und dies gilt vor allem für länger andauernde Versuche - ist für die aus der Narkose erwachten Tiere mit erheblichen Schmerzen, Qualen und Leiden verbunden. Sicher ist der Grad der Belastung für das Tier nicht in allen Experimenten gleich. Es gibt tatsächlich viele Versuche, bei denen das Tier aus der tödlichen Narkose nicht mehr aufwacht. Dennoch - das Forschungssystem, das wir in unserer Datenbank dokumentieren, ist an Rücksichtslosigkeit und Grausamkeit gegenüber unseren Mitlebewesen kaum zu überbieten.
Wir machen Tierversuche publik
Wir Ärzte gegen Tierversuche e.V. sehen es als unsere Aufgabe, tierexperimentelle Forschung in Deutschland für die interessierte Öffentlichkeit transparent zu machen. Durch Literaturrecherchen im Internet erfassen wir laufend die neuesten tierexperimentellen Studien, die von deutschen Wissenschaftlern in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Diese Publikationen werden über Online-Bibliotheken im Original bezogen und von unseren Fachleuten bearbeitet. Dazu wird der experimentelle Teil der jeweiligen Studie in Deutsch und in einer für Laien verständlichen Sprache zusammengefasst.
Eine Wertung der Arbeiten vom wissenschaftlichen Standpunkt aus oder unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten erfolgt dabei jedoch nicht. Jeder interessierte Leser soll sich selbst ein Bild vom tierexperimentellen Forschungssystem machen. Die Datenbank beinhaltet nur einen sehr kleinen Teil der tatsächlich durchgeführten Tierversuche.
Abfragemöglichkeiten
In der Datenbank (www.datenbank-tierversuche.de) befinden sich Beschreibungen von mehreren Tausend tierexperimentellen Studien, die in den letzten Jahren in Deutschland durchgeführt wurden. Für die in Fachzeitschriften veröffentlichten Arbeiten sind Titel (englisch und deutsch), Autoren (federführender Autor mit * gekennzeichnet), Institute der Autoren, Art und Anzahl der verwendeten Tiere, Beschreibung des Experiments, wissenschaftlicher Bereich und Hintergrund angegeben. Mit den Suchfunktionen der Datenbank ist es möglich, nach Ort, Institut, Autoren, Jahr, Tierarten und Fachbereichen abzufragen.
Wo sind die Tierversuchshochburgen?
Eine Deutschlandkarte und tabellarische Auswertung der Datenbankeinträge finden Sie hier >>
Wie kann ich mit den Tierversuchslaboren in Kontakt treten?
Möchten Sie mit tierexperimentell tätigen Wissenschaftlern in Kontakt treten und mit ihnen über Tierversuche diskutieren? Für diesen Zweck haben wir eine Adressensammlung eingerichtet. Diese unvollständige Liste umfasst Adressen von Einrichtungen in Deutschland, die den für die Tierversuchs-Datenbank ausgewerteten wissenschaftlichen Publikationen entnommen sind. Nicht an allen Institutionen werden zwangsläufig Tierversuche durchgeführt. Mitarbeiter der aufgeführten Einrichtungen waren aber zumindest an Tierversuchen maßgeblich beteiligt. Die Liste beinhaltet ausschließlich Institutsadressen, keine Privatadressen. Hier geht es zur Adressliste >>
24.05.2023
Dr. med. vet. Corina Gericke
Hier geht es zur Datenbank-Abfrage >>
Obwohl der größte Teil der Tierversuche mit unseren Steuergeldern finanziert wird, gibt es keine öffentlich zugänglichen Informationen darüber, wo wie viele und welche Tierversuche durchgeführt werden. In unserer Datenbank (www.datenbank-tierversuche.de) finden sich mehrere Tausend Einträge, die auf Fachartikeln basieren. Sie sind überwiegend den Bereichen der Grundlagen- und medizinischen Forschung zuzuordnen. Von der pharmazeutischen und chemischen Industrie durchgeführte Tierversuche werden aus Gründen des Betriebsgeheimnisses weitaus seltener publiziert. Diese sind daher in der Datenbank unterrepräsentiert. Die Sammlung ist bei weitem nicht vollständig, bietet aber angesichts des vollständigen Mangels an offiziellen Informationen, einen wichtigen Einblick in die Tierversuchspraxis in Deutschland. Mehr zum Hintergrund der Datenbank >>
Tipp: Wenn Sie eine Auswahl getroffen haben und Ihnen eine Anzahl Einträge ausgegeben wird, klicken Sie ganz unter auf „Drucken“. Dann öffnet sich ein neues Fenster mit allen ausgewählten Einträgen, die Sie so leicht herauskopieren können.
Info
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204 99902-0
Fax: 02204 99902-99
E-Mail: info@aerzte-gegen-tierversuche.de
www.aerzte-gegen-tierversuche.de
Spendenkonto
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE 48 4306 0967 4126 7406 00
BIC: GENODEM1GLS
Grundsatzerklärung der Ärzte gegen Tierversuche
Warum wir Tierversuche ablehnen.
Tierversuche reduzieren, ersetzen oder abschaffen?
Kritik an dem 3R-Konzept, bei dem Tierversuche vermindert, verfeinert oder ersetzt, nicht aber abgeschafft werden sollen.
Medizinische Heilbehandlungen
Unsere Position zu medizinischen Richtungen und therapeutischen Ansätzen in der Humanmedizin.
Grundsätze für die Zusammenarbeit
Unsere Position zur Zusammenarbeit mit anderen Personen, Organisationen und Parteien.
Wir sind Menschen, die etwas bewegen.
Tierversuche sind nicht nur unethisch, sondern zudem überaus ineffektiv in der medizinischen Forschung.
Wir setzen uns ein für eine bessere Medizin, die auf Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie dem Einsatz von modernen Forschungsmethoden z.B. mit menschlichen Mini-Organen und Multi-Organ-Chips basiert.
Erfahre in unserem Infocenter mehr über den Status Quo der Forschung mit Tierversuchen. Lerne, warum Tierversuche sowohl aus medizinischer Sicht, als auch aus ethischer Sicht der falsche Weg sind und welche Alternativmethoden die moderne Wissenschaft bietet.Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg!
Tierversuche allgemein
Erfahren Sie mehr über Tierversuche und warum sie der falsche Weg sind.
Pro & Contra
Hier finden Sie eine Auswahl an häufig angeführten Argumenten zu Tierversuchen.
Tierversuchsfreie Forschung
Die moderne Wissenschaft bietet eine Vielzahl von alternativen Forschungsmethoden in Medizin und Produkttestung.
News
Deine Unterschrift bewegt!
Aktuelle Petitionen und Kampagnen.
Kampagnen
Mach mit!
Unterstütze unsere Arbeit.
Deine Spende hilft
Unterstütze unseren Verein mit deiner Spende - jeder Betrag zählt! In regelmäßigen Intervallen oder einmalig.Deine Mitgliedschaft zählt
Werde Mitglied im Verein. Ob medizinische bzw. wissenschaftliche Fachkraft oder nicht, spielt keine Rolle - bei uns ist jeder willkommen.Helfen kann so einfach sein
Ob Unterschrift oder handeln vor Ort - jeder von uns kann etwas bewegen und Projekte und Petitionen zum Erfolg führen.
Mitglied werden und aktiv für eine tierversuchsfreie Wissenschaft kämpfen.
Als Mitglied oder Fördermitglied helfen Sie uns, unsere Basis zu stärken, um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Je größer unsere Vereinigung wird, desto stärker wird die Stimme wahrgenommen, mit der wir für die Tiere und eine zukunftsweisende, ethisch vertretbare Medizin und Wissenschaft sprechen.
Als Mitglied/Fördermitglied erhalten Sie unser viermal jährlich erscheinendes ÄgT-Journal per Post oder als PDF.
Jede neue (Förder-)Mitgliedschaft (ein Jahresbeitrag) wird im Mai bis zum Erreichen des Budgets verdoppelt. Werden Sie Fördermitglied, wird Ihr Jahresbeitrag von z. B. 36 € im 1. Jahr auf 72 € erhöht.
Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.
Werde ein Teil von uns.
Mitgliedschaftsmodelle
Fördermitgliedschaft für Alle
Mitgliedschaft für medizinisches Fachpersonal
FAQ zur Mitgliedschaft
Ja, darüber freuen wir uns! Dafür haben wir die berufsunabhängige Fördermitgliedschaft. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt nur 36 €.
Ja, sehr gerne! Die Jahresbeiträge 36 € für berufsunabhängie Fördermitglieder und 72 € für Ärzte und im med. tätige Wissenschaftler sind Mindestbeiträge. Sie können freiwillig höher gesetzt werden, aber ggf. später auch wieder herunter gestuft werden.
In der Mitgliederversammlung, dem wichtigsten Organ im Verein, sind Mitglieder und Fördermitglieder gleichermaßen stimmberechtig. Nur Gruppenmitglieder besitzen nur ein Stimmrecht.
Für Vereine und Firmen gibt es die Gruppenmitgliedschaft. Der Beitrag ist gestaffelt nach Anzahl der Vereinsmitglieder/Beschäftigten: bis 200 Personen beträgt der mind. Jahresbeitrag 100 €, bis 1.000 Personen 150€, über 1.000 Personen 200 €.

Ihre persönliche Ansprechpartnerin für alle Fragen zu Spenden und Mitgliedschaft:
Astrid Beckmann
Tel: 02204 99902-0
beckmann@aerzte-gegen-tierversuche.de
Wofür wir die Mitgliedsbeiträge nutzen
Transparenz ist uns wichtig. Deshalb haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen. Hier veröffentlichen wir ihre geforderten Informationen über uns als gemeinnützige Organisation.Informationen zur Mitgliederstruktur
Unsere Vereinigung hat mehr als 4.000 Mitglieder. Auf unserer Transparenzseite erfährst du auch, welchen Anteil wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitglieder ausmachen.Das Thema Tierversuche wird seit vielen Jahren sehr kontrovers diskutiert. Ethische Aspekte ebenso wie wissenschaftliche Argumente stehen im Raum und die Meinungen könnten kaum mehr auseinandergehen. Befürworter von Tierversuchen betonen immerfort, dass wir ohne Experimente am Tier auf medizinischen Fortschritt verzichten müssten, wohingegen von einigen Kreisen wissenschaftlich dargelegt wird, welche Sackgasse und welch unkalkulierbares Risiko, gerade für uns Menschen, der Tierversuch darstellt.
Eine Auswahl an Argumenten, die Pro und Contra Tierversuche häufig angeführt werden, lesen Sie hier. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass es zur Argumentation zugunsten des Tierversuchs keine wissenschaftliche Basis gibt und vermeintliche Vorteile oder „Alternativlosigkeit“ nur vorgeschoben sind.
Argumente Pro Tierversuche?
1. Lieber an Tieren forschen als an Menschen?
Tierversuchsbefürworter stellen oft die Frage in den Raum „Wollen Sie lieber direkt an Menschen testen?“ Damit wird ein Szenario konstruiert, das es in der Realität gar nicht gibt. Denn es geht nicht darum auszuwählen, ob man eine möglicherweise giftige Substanz lieber direkt an Menschen oder erstmal an Tieren testet, sondern darum, dass das „Modell Tier“ eben nicht geeignet ist, eine zuverlässige Aussagekraft auf den Menschen zu generieren. So beispielsweise, wenn es um die Wirkung neuer Medikamente oder den Erfolg von Behandlungsmethoden geht.
Siehe auch Argumente 1 und 2 im Abschnitt Argumente Contra Tierversuche >>
2. Kein Medizinischer Fortschritt ohne Tierversuche?
„Ohne Tierversuche gibt es keinen medizinischen Fortschritt und wir hätten keine wirkungsvollen Behandlungsmethoden“ oder gar „Die Medizin würde auf dem jetzigen Zustand eingefroren werden“, hören wir von den Verfechtern des Systems Tierversuch. So wird der Eindruck erweckt, dass Tierversuche für eine erfolgreiche biomedizinische Forschung unabdingbar sind.
Tatsächlich werden in allen medizinischen Bereichen tagein, tagaus Tierversuche gemacht; ob in der Krebsforschung, bei der Untersuchung von Herz- und Kreislauferkrankungen oder in der Hirnforschung. Und diese Tierversuche werden häufig mit einem in Aussicht gestellten Nutzen für kranke Menschen gerechtfertigt. Aber heißt das auch, dass wir der Forschung am Tier unsere modernen Therapien zu verdanken haben?
Die Tatsache, dass in der Vergangenheit Tierversuche durchgeführt wurden, bedeutet nicht, dass die Errungenschaften der Medizin nur auf diese Weise gefunden werden konnten. Wir wissen nicht, wo die Medizin heute stehen würde, wenn Tierversuche vor 100 oder 50 Jahren verboten worden wären. Es ist aber wahrscheinlich, dass wir schon viel weiter wären, denn Tierversuche halten - wegen der falschen Ergebnisse, die sie liefern - den medizinischen Fortschritt nur auf. Andere Methoden (z.B. im In-vitro-Bereich), klinische Forschung sowie Prävention von Krankheiten würden - wenn Tierversuche verboten wären - im Vordergrund stehen, was zu einer Verbesserung der Gesundheitslage führen würde. Die Durchführung von Tierversuchen in der Vergangenheit ist also weder ein Beweis für deren Notwendigkeit, noch sagt sie etwas über die Zukunft der Medizin aus.
Zudem wird die Bedeutung der Tierversuche für frühere medizinische Errungenschaften regelmäßig übertrieben dargestellt. Zahlreiche Entdeckungen von großer medizinischer Bedeutung sind tierversuchsfrei gelungen und vielfach erst im Nachhinein im Tierversuch „nachgestellt“ worden. Oft wird dann behauptet, der Tierversuch hätte den entscheidenden Durchbruch gebracht. Eine Vielzahl an medizinischen Errungenschaften geht jedoch auf tierversuchsfreie Forschungen zurück. So wurde zum Beispiel Aspirin schon Mitte des 18. Jahrhunderts ohne Tierversuche entdeckt. Wenn man den nachträglich durchgeführten Tierversuchen vertraut hätte, wäre uns dieses so segensreiche Medikament vorenthalten geblieben, denn für einige Tierarten ist es schädlich oder tödlich.
Zur mangelnden Übertragbarkeit des Tierversuchs unter 1. im Abschnitt der Contra-Argumente >>
Infos zur Entdeckungsgeschichte sowie unter 5. im Abschnitt der Contra-Argumente >>
3. Tierversuche machen Medikamente und Stoffe für uns sicher?
Bevor ein neues Medikament oder eine Chemikalie auf den Markt kommen, werden diese zunächst am Tier erprobt und erst im Anschluss klinische Studien am Menschen durchgeführt. So soll Sicherheit für uns Menschen geschaffen werden, damit wir keinen Schaden nehmen. Wie fatal es jedoch ist, aus der Wirkung am Tier auf den Menschen zu schließen, zeigen schon allein zahlreiche Alltagsbeispiele: So ist Schokolade für uns Menschen schmackhaft, dagegen für Hunde und Katzen aufgrund des darin enthaltenen Theobromins giftig. Einen Knollenblätterpilz sollten wir Menschen lieber nicht essen, da er für uns tödlich ist. Kaninchen dagegen können ihn unbeschadet verzehren. Paracetamol ist für Menschen ein wirkungsvolles Schmerzmittel, für Katzen ist es giftig. Tierversuche gaukeln also eine falsche Sicherheit vor, was für Menschen fatale Folgen haben kann.
Mehr dazu unter 1. und 2 der Contra-Argumente >>
4. Es gibt nicht genügend „Alternativen“?
Vorweg angemerkt sei, dass das Wort „Alternativen“ in Anführungszeichen gesetzt ist, da es impliziert, der Tierversuch sei eine im Prinzip sinnvolle Methode, die lediglich ersetzt zu werden braucht. Es geht jedoch nicht um den 1:1-Ersatz eines Tierversuchs durch eine tierversuchsfreie Methode. Vielmehr muss die Validität, also die wissenschaftliche Aussagekraft einer Methode in den Fokus gerückt werden. Und dies im Blick zeigt die Faktenlage klar, dass der Tierversuch mehr auf Glauben basiert als auf belastbaren wissenschaftlichen Fundamenten. Zudem umfasst der Begriff „Alternative“ sowohl tierversuchsfreie, als auch lediglich leidmindernde Verfahren, die jedoch den Tierversuch als Forschungsmethode nicht in Frage stellen.
Tierexperimentatoren führen als Argument oft an, dass nur die notwendigsten Tierversuche gemacht würden und es leider nicht für alle Tierversuche eine geeignete Ersatzmethode gäbe. So wird eine „Alternativlosigkeit“ vermittelt, die schon aus den oben genannten Gründen als Systemfehler betrachtet werden muss. Richtet man den Blick auf die Zielsetzung, Forschungsmethoden zu entwickeln und anzuwenden, die gewinnbringend hinsichtlich des medizinischen Fortschritts und der Generierung von auf uns Menschen übertragbaren Ergebnissen sind, wird schnell klar, dass ein Paradigmenwechsel hin zu humanbasierten, modernen Verfahren notwendig ist. In unserer NAT-Datenbank Non Animal Technologies ist eine Auswahl an fantastischen tierversuchsfreien Methoden aufgeführt.
Mehr über tierversuchsfreie Forschungsmöglichkeiten und unter 6. der Contra-Argumente >>
Argumente Contra Tierversuche
1. Der Mensch ist keine Maus – Tierversuche sind nicht auf den Menschen übertragbar
Schon Menschen untereinander sind nicht vergleichbar. Unterschiede in Alter, Geschlecht oder Lebensgewohnheiten spielen eine entscheidende Rolle beispielsweise hinsichtlich der Reaktion auf Medikamente. Ebenso unterscheiden sich Mensch und Tier und genauso einzelne Tierarten untereinander hinsichtlich Körperbau, Organfunktion, Stoffwechsel und Ernährung. Dies vor Augen, wie sollen dann Ergebnisse von Tieren auf den Menschen übertragbar sein?
Betrachtet man die krebserregende Wirkung von Substanzen, so haben Maus und Ratte eine Übereinstimmung von nur etwa 50 % (1).
Eine andere Studie offenbarte große Unterschiede in der Reaktion des Immunsystems von Menschen und Mäusen auf ein stumpfes Trauma, Verbrennungen oder eine Blutvergiftung. Dabei zeigte sich, dass Menschen auf Entzündungen viel stärker reagieren und teilweise bis zu einem halben Jahr, wohingegen die Reaktion des Immunsystem bei der Maus sich nach wenigen Tagen bereits wieder abschwächt (2).
Die Alzheimer-Forschung, die standardmäßig auf „Tiermodellen“ aufbaut, führt immer wieder in die Irre. Es gibt zahlreiche Therapien, die bei Tieren erfolgreich erschienen. Allerdings ist daraus kein einziges Medikament entstanden, welches die Erkrankung beim Mensch heilen oder aufhalten kann (3). Forschungen an menschlichen Mini-Gehirnen an der Ruhr-Universität Bochum haben einen Mechanismus offenbart, der vermutlich das Absterben der Nervenzellen von Alzheimer-Patienten erklärt (4). Dieses für den Menschen relevante Forschungsergebnis basiert auf tierversuchsfreier Forschung. Auch noch so viele Tierversuche hätten diese wichtige Erkenntnis nicht hervorbringen können.
An der Berliner Charité haben Forscher ein Medikament gegen das Leigh Syndrom, eine bislang unheilbare Erkrankung des Zentralen Nervensystems, gefunden. Und das nicht etwa dank Tierversuchen, sondern dank moderner, patientenspezifischer Forschung. Ein 15-jähriger Patient, der bereits gelähmt war, das Bewusstsein verloren hatte und künstlich beatmet werden musste, wurde mit einer neuartigen Methode behandelt. Aus Zellen des Patienten wurden zunächst induzierte pluripotente Stammzellen gewonnen und diese schließlich in neuronale Zellen umgewandelt. So entstanden Zellen des zentralen Nervensystems, an denen potenzielle wirksame Medikamente getestet werden konnten. Ein bereits gegen eine andere Erkrankung zugelassenes Medikament erwies sich als erfolgreich.
In der Meldung heißt es „Das Spektakuläre daran war nicht nur der Behandlungserfolg: Sämtliche Tierversuche waren in der Vergangenheit gescheitert, eine Therapie gegen das Leigh Syndrom zu finden.“ (5) Einmal mehr wird deutlich, wie untauglich Tierversuche hinsichtlich des medizinischen Fortschritts sind und diesen sogar blockieren.
Mehr dazu unter 5. in diesem Abschnitt >>
2. Über 90 % der tierversuchserprobten Arzneien scheitern beim Menschen
Die wissenschaftliche Faktenlage ist deutlich: Über 90 % aller Medikamente, die sich im Tierexperiment als wirksam erwiesen haben, scheitern am Menschen. Sie zeigen entweder gar keine Wirkung oder rufen starke Nebenwirkungen hervor, die bis zum Tod führen können (6, 7, 8).
Auch Medikamentenskandale zeigen dramatisch die Tatsache, dass Tests an Tieren nicht automatisch eine Sicherheit für uns Menschen bedeuten. Beispiele sind TGN1412, ein potenzielles Mittel gegen Multiple Sklerose, das 2006 in der klinischen Phase 1, in der erstmals eine Substanz am Menschen probiert wird, bei 6 Probanden zu Multiorganversagen führte. Nach der Verabreichung des Therapeutikums Bia 10-2474 gegen chronische Schmerzen erlitten fünf Probanden schwere neurologische Schäden, ein Mensch starb.
Auch nach Marktzulassungen treten oft schwerwiegende Schäden beim Menschen auf, die im Tierversuch unerkannt geblieben waren. Von den etwa 10 % der Medikamente, die es auf den Markt schaffen, wird rund ein Drittel wieder vom Markt genommen oder mit Warnhinweisen versehen (9). Beispiele sind das Rheumamittel Vioxx, das Herzmedikament Trasylol, der Blutfettsenker Lipobay oder Zinbryta, ein Mittel gegen Multiple Sklerose.
Laut einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover gibt es in Deutschland jährlich 58.000 Todesfälle, die auf falsche Einnahme und unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln zurückzuführen sind. In dieser Zahl sind nur die Patienten erfasst, die in internistischen Abteilungen von Krankenhäusern versterben. Unberücksichtigt bleiben Patienten anderer Abteilungen sowie ambulant oder zuhause Verstorbene und Patienten mit chronischen Langzeitfolgen durch Nebenwirkungen von Medikamenten.
3. Das Tier ist kein geeignetes „Modell“ für den Menschen
Standardmäßig werden Tiere als sogenannte Modelle für die Krankheitsforschung des Menschen herangezogen. Der Begriff „Tiermodell“ suggeriert, für jede menschliche Krankheit das passende Modell am Tier parat zu haben.
Und tatsächlich gibt es für nahezu jede Fragestellung oder Krankheit ein „Tiermodell“. Aber sind diese als Stellvertreter für uns Menschen geeignet?
Ob bei „Tiermodellen“ für Krebs, Diabetes, Alzheimer, Herzerkrankungen oder Depression: Die Krankheiten des Menschen werden auf Symptome reduziert und bei den Tieren künstlich hervorgerufen.
So werden Krebs und Alzheimer bei Mäusen durch Genmanipulation ausgelöst, ein Schlaganfall durch Verschluss einer Hirnarterie bei Ratten oder Mäusen nachgeahmt und für die Depressionsforschung müssen Ratten bis zur Erschöpfung in einem Wassergefäß, aus dem es kein Entkommen gibt, schwimmen.
Diese „Tiermodelle“ sind realitätsfern konstruiert und in keiner Weise geeignet, die komplexen Zusammenhänge bei der Entstehung menschlicher Erkrankungen zu ergründen, da sie ausschlaggebende Faktoren wie Alter, Geschlecht, Genetik, Ernährung, Stress und Umweltfeinflüsse vollkommen außer Acht lassen. Insofern wundert es nicht, dass Tierversuche den medizinischen Fortschritt nicht voranbringen, sondern vielmehr aufhalten.
4. Der Tierversuche als Lotteriespiel – Ergebnisse nicht reproduzierbar
Mit der Absicht, die Ergebnisse reproduzierbar, d.h. wiederholbar, zu machen, werden Tierversuche unter sogenannten standardisierten Bedingungen durchgeführt. Alter, Geschlecht und Gewicht der Tiere sollen deshalb möglichst gleich sein. Außerdem unterliegen Fütterung und Haltung der Tiere konstanten Laborbedingungen. Trotzdem kann ein und derselbe Tierversuch zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen. Das liegt zum Teil daran, dass jedes Tier ein Individuum ist und eben gerade Faktoren, die Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten haben, in den künstlichen Laborbedingungen ausgeblendet werden. Auch die Handhabung der Tiere beeinflusst bzw. verfälscht die Ergebnisse noch zusätzlich, beispielsweise durch den Stress, den die Tiere erleiden. Üblicherweise werden u.a. Ratten und Mäuse in steriler Umgebung in kleinen, übereinandergestapelten Plastikboxen mit etwas Einstreu gehalten. Es zeigte sich, dass die Tiere bereit sind, für eine interessantere Umgebung, für die Möglichkeit Nester zu bauen und Sozialkontakt zu ihren Artgenossen zu pflegen, Arbeit auf sich zu nehmen. Ratten in steriler Haltung haben kleinere Gehirne als Tiere in einer abwechslungsreichen Umgebung und einzeln gehaltene Ratten versuchen häufiger, ihren Käfigen zu entkommen als in Gruppen lebende Ratten. Der Verhaltensforscher Dr. Jonathan Balcombe vom Ärztekomitee für verantwortliche Medizin in Washington hatte hierfür 200 Publikationen über die Haltungsbedingungen von Nagern ausgewertet (10).
Keine andere wissenschaftliche Methode ist so unzuverlässig und unberechenbar wie der Tierversuch. Ob ein Tier, und wenn ja welche Tierart, genauso auf eine Substanz reagiert wie der Mensch, weiß man immer erst nach der Prüfung am Menschen. Entsprechend ist der Tierversuch hinsichtlich der Übertragbarkeit auf den Menschen ein Lotteriespiel, das für den Menschen unkalkulierbare Risiken birgt und für die Tiere einen leidvollen, überflüssigen Tod bedeutet.
Zur Übertragbarkeit von Tierversuchsergebnissen siehe 1. und 2. im Abschnitt über die Contra-Argumente >>
5. Tierversuche verhindern den medizinischen Fortschritt
Schon historisch ist belegt, dass Tierversuche nicht geeignet sind, für Menschen sinnvolle und wirkungsvolle Therapien zu entwickeln. So sind beispielsweise Penicillin, Aspirin und Paracetamol bereits vor etwa 100 Jahren entdeckt worden und bis heute aus der modernen Medizin nicht wegzudenken.
Nach heutigem Standard, wonach alle potentiellen Medikamente eine Reihe von Tierversuchen „bestehen“ müssen, um ihre vermeintliche Wirksamkeit und Sicherheit zu testen, würden uns diese segensreichen und allgemein nebenwirkungsarmen Arzneien vorenthalten bleiben. Auf Basis von Tierversuchen wären sie nämlich nie auf den Markt gekommen. Während Aspirin beim Menschen keinen schädlichen Einfluss auf das Ungeborene hat, kommt es bei Katze, Hund, Affe, Maus, Kaninchen und Ratte zu Missbildungen bei den Nachkommen (11). Penicillin ist tödlich für Meerschweinchen und Kaninchen (12), dagegen mitunter lebensrettend für Menschen. Paracetamol verursacht Krebs bei Nagetieren und ist giftig für Katzen.
Solange die medizinische Forschung den Tierversuch als Goldstandard aufrechterhält, werden uns mit Sicherheit wirkungsvolle Medikamente und Therapien vorenthalten bleiben, weil sie aufgrund von irreführenden Tierversuchen aussortiert werden. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass Menschen weiterhin Opfer von Arzneimittelnebenwirkungen werden, da die vorgeschalteten Tierversuche eine Sicherheit vorgespielt haben, die nicht gegeben ist.
Der Tierversuch ist somit nicht nur unethisch gegenüber Tieren, sondern auch gegenüber Patienten, die aufgrund der falschen Ergebnisse des Tierversuchs Risiken ausgesetzt werden oder denen Therapien vorenthalten werden.
Wenn nicht endlich vollumfänglich vom Tierversuch Abstand genommen wird, wird der medizinische Fortschritt weiterhin blockiert. Dass es trotzdem wertvolle medizinische Erkenntnisse gibt, ist nicht Tierversuchen zu verdanken, sondern liegt unter anderem an dem gewonnenen Wissen aus Bevölkerungsstudien oder humanbasierten tierversuchsfreien Forschungsmethoden.
Zur unterschiedlichen Wirkung von Substanzen bei Tieren und Menschen siehe 2. im Abschnitt der Contra-Argumente >>
6. „Alternativmethoden“: Große Bandbreite an tierversuchsfreier Forschung
Warum ist der Begriff Alternativmethoden in Anführungszeichen gesetzt? Weil er suggeriert, dass man Tierversuche nur einfach zu ersetzen braucht, der Tierversuch als Methode wird dabei aber nicht in Frage gestellt. Mehr dazu lesen Sie hier >>
Der Tierversuch ist nicht nur eine unethische, sondern vollkommen veraltete Methode. In unserem modernen Zeitalter gibt es eine Vielzahl an tierversuchsfreien Forschungsmethoden wie Multi-Organ-Chips, epidemiologische Forschung oder Computersimulationen, die fantastische und bezüglich der Übertragbarkeit auf den Menschen zuverlässige Ergebnisse liefern.
Unsere Datenbank Non-Animal Technologies listet Tausende solcher moderner tierversuchsfreier Verfahren.
Warum gibt es trotzdem Tierversuche?
Treibende Motoren für den Beibehalt des Systems Tierversuchs gibt es viele:
1. Dogma
Tierversuche haben sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts als „Methode der Wahl“ in der Wissenschaftswelt etabliert. Nur, was im Tierversuch nachvollziehbar ist, gilt als wissenschaftlich. Dieses Dogma hat sich nicht nur in den Köpfen der Forscher, sondern auch in den biomedizinischen Studiengängen und einer Vielzahl von Gesetzen verankert. Es bedarf eines kompletten Paradigmenwechsels, der diesen althergebrachten Glaubenssatz aufbricht und bei dem der Tierversuch nicht länger der Goldstandard ist.
2. Karriere durch Tierversuche
Junge Wissenschaftler werden gleich zu Beginn ihrer Laufbahn, meist bereits im Studium, regelrecht indoktriniert. Tierverbrauchende Übungen sind in der Regel fester Bestandteil in den studentischen Kursen und wer das System in Frage stellt, kann entweder nicht weiterstudieren oder muss extreme Hürden überwinden.
Nach dem Motto „publish or perish“ (veröffentliche oder gehe unter) stehen Wissenschaftler unter regelrechtem Druck, ihre Erkenntnisse zu veröffentlichen, und dies in möglichst angesehenen Fachjournalen mit hohem Impact Factor. Nur so kann man sein Renommee in der Wissenschaftswelt steigern. Die Qualität eines Forschers wird keineswegs daran gemessen, wie vielen Menschen er mit seiner Arbeit geholfen hat, sondern wie viele Artikel er veröffentlicht. Und da viele Fachjournale mit hohem Impact Faktor vorwiegend Tierversuchsstudien veröffentlichen, kann man hiermit am leichtesten die Karriereleiter hochklettern. Je mehr Veröffentlichungen ein Forscher vorzuweisen hat, desto mehr Fördergelder bekommt er, mit denen er weitere Tierversuche durchführt, um diese wiederum zu publizieren. Ein sich selbsterhaltenes System also.
3. Finanzielle Förderung
Die tierexperimentelle Forschung wird allein in Deutschland mit Milliarden Euro gefördert, die zumeist aus der Tasche von uns Steuerzahlern stammen. Bei einem Förderverhältnis von 99,x % für Tierversuche und 0,y % für tierversuchsfreie Forschung verwundert es nicht, dass Karriere- und Verdienstmöglichkeiten in der tierexperimentellen Forschung erheblich besser sind. Wer sich dagegen der modernen tierversuchsfreien Forschung widmet, wird finanziell stiefmütterlich behandelt, trotz aller medizinisch-wissenschaftlichen Vorzüge dieser Forschungsausrichtung.
4. Lukratives Geschäft
Gigantische Industriezweige verdienen am System Tierversuch. Angefangen bei den Züchtern, die eigens für bestimmte Versuchszwecke „hergestellte“ Tiere anbieten, die man wie Katalogware kaufen kann. Eine genveränderte Maus kann dabei bis zu 80.000 Euro kosten (13). Über Laborausstatter, die Käfige und sonstige Gerätschaften anbieten bis hin zu den Experimentatoren selbst, die Nutznießer immenser Fördergelder für ihre Versuche sind. Der Beibehalt des Tierversuchs basiert also nicht auf wissenschaftlicher Sinnhaftigkeit. Vielmehr wollen zahlreiche Profiteure dieses milliardenschwere, äußerst lukrative Geschäft aufrechterhalten.
5. Haftung der Pharmaunternehmen
Die Verbrauchersicherheit wird häufig vorgeschoben, um am Tierversuch festzuhalten. Ungeachtet der Tatsache, dass er irrführende und für den Menschen gefährliche Ergebnisse liefert, dient er zur Absicherung von Firmen. Denn, wenn Menschen zu Schaden kommen, können sich die Firmen auf die Durchführung gesetzlich vorgeschriebener Tierversuche berufen und vermindern so ihr Risiko bei der Haftung. Eine reine Alibifunktion also, auf Kosten von Mensch und Tier.
Fazit
Ohne jede belastbare wissenschaftliche Grundlage hat sich das System Tierversuch mitten in unserer Gesellschaft breitgemacht. Angesichts der ethischen Aspekte und der großen Gefahren für uns Menschen, die die tierexperimentelle Forschung birgt, ist eine Abkehr von diesem System längst überfällig. Tierversuche müssen abgeschafft werden, für die ausgeklügelten und vielfältigen tierversuchsfreien Forschungsmethoden.
08.03.2021
Aktualisiert 14.04.2025
Dipl. Biol. Silke Strittmatter
Quellen
- Di Carlo FJ. Drug Metabolism Reviews 1984; 15:409-413
- Seok J et al. Genomic responses in mouse models poorly mimic human inflammatory diseases. PNAS 2013; 110(9):3507–3512
- Langley GR. Considering a new paradigm for Alzheimer´s disease research. Drug Discovery Today 2014; 19(8): 1114-1124
- Ruhr-Uni-Bochum. Alzheimer im Mini-Gehirn, 30.04.2019 [aufgerufen am 07.03.2021]
- Gesundheitsstadt Berlin GmbH. Stammzellen statt Tierversuche: Charité-Forscher finden erstmals Medikament gegen das unheilbare Leigh Syndrom, 2.3.2021 [aufgerufen am 07.03.2021]
- Clinical development success rates 2006-2015. BIO, Biomedtracker, Amplion 2016
- Clinical development success rates 2011-2020. BIO, Informa, QLS Advisor 2021
- Why are clinical development success rates falling. Biomedtracker Citeline 29.04.2024
- Downing NS et al. Postmarket safety events among novel therapeutics approved by US Food and Drug Administration between 2001 and 2010. JAMA 2017; 317(18):1854-186
- Balcombe J. Laboratory environments and rodents' behavioral needs: A review. Laboratory Animals 2006; 40(3):217-235
- Hartung T. Per aspirin ad astra. ATLA 2009; (37):45-47
- Ärzte gegen Tierversuche: 1929 – Penicillin, 03.09.2019
- NBC News. Mice play a critical role in medical research, 03.06.2006 [aufgerufen am 07.03.2021]
























