Stoppt Tierversuche bei der Bundeswehr!
Alle militärischen Tierversuche abschaffen
Die Bundesregierung will Tierversuche zu militärischen Zwecken ausweiten. Bekannt wurde dies in den Antworten auf eine aktuelle Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Das wollen wir verhindern!
Laut Tierschutzgesetz sind Tierversuche zur Entwicklung und Erprobung von Waffen und Munition verboten (1). Zwischen 2020 und 2024 wurden dennoch mindestens 2.024 Tiere für andere Versuchszwecke der Bundeswehr eingesetzt. Darunter waren 1.735 Ratten (86 %), 194 Hunde, 50 Mäuse, 25 Schafe, 14 Wölfe und 6 Meerschweinchen (2). In den Jahren 2000 bis 2019 waren es insgesamt 7.507 Tiere (3). Auch Versuche an Affen finden zu militärischen Zwecken statt, zuletzt war eine Versuchsreihe von 2005 bis 2009 bekannt.
Besonders erschreckend: Die Bundesregierung schließt den zukünftigen Einsatz von Tieren als „lebende Drohnen“ oder anderweitig als Waffe nicht grundsätzlich aus. Dies ist bedenklich, da bereits andernorts an der militärischen Nutzung von Tieren geforscht wird (4). Auch chirurgische Trainings an lebenden Tieren werden nicht ausgeschlossen.
Tierversuche bei der Bundeswehr müssen beendet werden! Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar und ihre Ergebnisse lassen sich nicht zuverlässig auf den Menschen übertragen. Stattdessen sollte die Bundeswehr auf moderne, humanrelevante Forschungsmethoden und menschliche Modellsysteme setzen. Dies würde nicht nur dem Tierschutz dienen, sondern könnte auch die Entwicklung wirksamerer Schutz- und Behandlungsmaßnahmen fördern.
Unsere Forderungen an das Verteidigungsministerium
- Transparenz über Schweregrade und Kosten für Tierversuche bei der Bundeswehr und externen Dienstleistern der Bundeswehr
- Nutzung von tierversuchsfreien Übungsmodellen für chirurgische Trainings
- Vollständiger Umstieg von Tierversuchen auf humanbasierte Forschungs- und Ausbildungsmethoden bei der Bundeswehr und externen Dienstleistern der Bundeswehr

Jedes Tierleben zählt!
Die Tierzahlen sind schockierend genug, aber was geschieht mit den Tieren? Einige Beispiele aus den Jahren 2012 bis 2020 (3):
- Mäusen werden schwere Hautverletzungen zugefügt
- Bei Kaninchen werden Knorpel verletzt
- Meerschweinchen und Ratten werden mit Nervenkampfstoffen wie Senfgas und VX vergiftet
- Mäusen werden die Knochen gebrochen
- Bei Schweinen wird ein Blutungsschock erzeugt
Abgesehen von der ethischen Fragwürdigkeit, ist eine Übertragbarkeit auf die Situation beim Menschen nicht gegeben.
Petition: Stoppt Tierversuche bei der Bundeswehr!

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Quellen
- Tierschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006, zuletzt geändert durch Artikel 280 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328), §7a Abs. 3
- Antwort des Bundesministeriums der Verteidigung auf eine Schriftliche Frage der Bundestagsabgeordneten Ina Latendorf (DIE LINKE); BT-Drucksache 21/3928 vom 30.01.2026
- Antwort des Bundesministeriums der Verteidigung auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE; BT-Drucksache 19/26074 vom 21.01.2021
- Antwort des Bundesministeriums der Verteidigung auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE; BT-Drucksache 21/6316 vom 05.06.2026


