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Affenhirnforschung in Bremen muss ein Ende haben

Autor: ÄgT und DJGT

Gemeinsam Pressemitteilung
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V.

Plakataktion an 75 Standorten

Vom 5.– 11. Juli hängen in der Stadt Bremen 75 City-Light-Poster, um der Öffentlichkeit die an der Universität noch immer stattfindenden Affenhirnversuche vor Augen zu führen. Initiiert wurde die Plakataktion von den Vereinen Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) und Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT), die endlich ein Ende dieser „tierquälerischen und wissenschaftlich fehlgeleiteten Forschung“ fordern.

Bereits im November 2021 hatten die beiden Vereine in einer großangelegten Plakataktion auf die wissenschaftlich obsoleten invasiven Versuche am Hirn von Primaten aufmerksam gemacht. Mit der erneuten Aktion bekräftigen sie ihre Forderung nach einem Ende dieser ihrer Aussage nach altertümlichen Forschungsmethode und verweisen auf innovative Hirnforschung an beispielsweise Hirnorganoiden, mittels derer sich zielgenau Funktion und Erkrankungen des menschlichen Gehirns erforschen lassen.

Die Affenhirnversuche finden in Bremen bereits seit 1997 statt. Durch Entzug lebensnotwendiger Flüssigkeit werden die Tiere gezwungen, Aufgaben am Bildschirm zu lösen, während ihr Kopf an einem zuvor mit Schrauben fixierten Haltebolzen bewegungslos fixiert wird. Durch eine Elektrodenkammer, die über einem Bohrloch im Schädelknochen befestigt ist, werden Elektroden in das Gehirn eingeschoben, um die Aktivität von Nervenzellen zu messen.

Die Vereine sind davon überzeugt, dass diese Versuche nicht genehmigungsfähig sind, wenn die Schaden-Nutzen-Abwägung, wie sie das Tierschutzgesetz verlangt, korrekt durchgeführt wird. Denn der Schaden in Form von Leiden und Ängsten der Tiere ist außerordentlich hoch, während der Nutzen beispielsweise in Form von besonders bedeutsamem Erkenntnisgewinn oder konkreten klinischen Anwendungsmöglichkeiten auch nach mehreren Jahrzehnten nie nachgewiesen wurde.

ÄgT und DJGT zollen der Bremer Gesundheitsbehörde großen Respekt für ihre ablehnende Haltung gegenüber den invasiven Hirnversuchen an Primaten. Durch Beschluss des Bremer Verwaltungsgerichts wurde die Behörde zuletzt angehalten, die Versuche bis Ende November 2022 zu genehmigen. Im Falle eines Genehmigungsantrags auf Fortführung der Versuche und eines möglichen Gerichtsverfahrens, werden ÄgT und DJGT die Gesundheitsbehörde darin unterstützen, das Ende der Bremer Primatenhirnforschung herbeizuführen.

Die Plakataktion in Bremen ist der Auftakt der Öffentlichkeitskampagne 2022 von ÄgT. Weitere Aktionen folgen und sind unter www.tierversuche-sind-unmenschlich.de zu finden.

Weitere Information

Kampagne: Schluss mit der Affenqual in Bremen! >>

Hirnforschung an Affen in Bremen >>

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