Das Leben von 23.560 Tieren steht auf dem Spiel

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Das Leben von 23.560 Tieren steht auf dem Spiel

REACH-Tierversuche verhindern!

Die EU-Chemikalienverordnung REACH sieht vor, dass Chemie-Firmen Tierversuche, die sie zur Testung der umsatzstarken Chemikalien durchführen wollen, der ECHA zunächst vorschlagen müssen. Dritte haben dann 45 Tage lang Zeit, diese Anträge zu kommentieren und so die ECHA zu überzeugen, dass die beantragten Tierversuche nicht nötig sind.

Unser Toxikologe Dr. med. Wolfgang Stengel und seine Kollegin Dr. Carlotta Casalegno von unserem Dachverband, der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) bewältigen diese Aufgabe - als einzige in ganz Europa! Für jeden einzelnen vorgeschlagenen Tierversuch wird ein umfangreiches Statement bei der ECHA eingereicht mit Informationen über bereits vorhandene Daten, Auswertungen von Computermodellen (QSAR) oder Hinweisen auf tierversuchsfreie Testmöglichkeiten.

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA hat 39 neue Tierversuchsvorschläge veröffentlicht, die bis zum 12. bzw. 31. März 2011 kommentiert werden können. Insgesamt sollen für diese Versuche etwa 22.120 Ratten, 1.340 Fische und 100 Mäuse vergiftet werden. Dies gilt es zu verhindern!

Bei den jetzt vorgeschlagenen Tierversuchen handelt es sich um: Bislang wurden seit August 2009 alle 35 Testvorschläge für 23 Chemikalien von unseren Experten fundiert kommentiert. Die bisher größte Anzahl von 39 innerhalb von nur zwei Wochen bekannt gemachten Testvorschlägen ist ein erstes Anzeichen für den bevorstehenden Ansturm. Mehrere Hundert weitere Anträge werden in nächster Zeit erwartet.

Die ECHA braucht voraussichtlich mindestens ein Jahr, um zu entscheiden, ob die beantragten Tierversuche durchgeführt werden müssen. Erst dann wird klar, ob unsere Arbeit erfolgreich war.

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