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Sonstige

Aktionstag 2022

1 Million Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics – Für ein Europa ohne Tierversuche“!

In diesem Jahr galt es, Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Save Cruelty Free Cosmetics - Für ein Europa ohne Tierversuche“ zu sammeln. Denn die EBI ist eine große Chance, endlich etwas für die Tiere zu bewegen. Ob mit Infostand, Silent Line oder Demo - unserer AGs und befreundeten Vereine waren in Augsburg, Berlin, Erlangen, Frankfurt/M., Gütersloh, Hamburg, Hannover, Krefeld, Leipzig, Münster und München engagiert.

engagiert in Augsburg
Augsburg
Die AG Augsburg erneuerte zudem die Forderung „Augsburg muss tierversuchsfrei bleiben!“. Und Lauri, der noch nach Jahren verstörte Ex-Laborbeagle, schockte viele.

engagiert in Berlin
Berlin 
Unsere AG Berlin informierte sowohl beim Laden von Lush („tierversuchsfreie Kosmetik“) als auch zentral beim Fernsehturm.

engagiert in Erlangen
Erlangen
Spontan umdisponieren musste die AG Erlangen, doch konnte ebenfalls etliche Bürger erreichen. 

engagiert in Frankfurt
Frankfurt
Direkt auf der Zeil war die AG Frankfurt/Rhein-Main zusammen mit „Aktiv gegen Speziesismus“ (AgeSpe) und „Animal Liberators Frankfurt“ präsent.

engagiert in Gütersloh
Gütersloh
Unüberseh- und hörbar war die Demo des Vereins Achtung für Tiere e.V.. 

engagiert in Hamburg
Hamburg
Ansprechend: nicht nur dieses Gruppenbild der Damen der AG Hamburg, sondern ihre Art, auf die Passanten zuzugehen. 

engagiert in Hannover
Hannover
Gut sichtbar in der City stellte die AG Hannover eine Silent Triangle als Mahnwache und ihren Infostand.  

engagiert in Krefeld
Krefeld
Die AG Düsseldorf/Krefeld war mit einer Silent Line, Infostand sowie einer Ausstellung über Tierversuche und tierversuchsfreie Methoden breit aufgestellt.

engagiert in Leipzig
Leipzig
Innovativ: Da die EBI leichter online zu unterstützen ist als auf dem Papierdokument, sammelte die AG Leipzig viele Unterschriften per Tablet.  

engagiert in München
München
Unüberhörbar: Aufklärende und einladende Worte der AG München und Animals United e.V..

engagiert in Münster
Münster
Vielseitig war die AG Münster im Einsatz, mit einer Mahwache, mobil mit Flyern auf der Straße und einem Infostand beim Kosmetik-Geschäft Lush („tierversuchsfreie Kosmetik“).

Solidarität mit der Ukraine

14 Jahre Ukraine-Projekt

Seit 2008 unterstützen wir mit unserem Osteuropa-Projekt „Tiere retten mit Computern“ Universitäten in der Ukraine, die vom Tierversuch in der Lehre wegkommen wollen. Bereits 55 Verträge haben wir mit Hochschullehrern gemacht, haben sie mit Hard- und Software ausgestattet und so Zigtausende Tiere vor einem qualvollen Tod bewahrt. Die Erfahrungen waren durchweg positiv. Die Hochschullehrer sind dankbar für unsere wertvolle Unterstützung und froh, die althergebrachten Tierversuche nicht mehr durchführen zu müssen. 

Angesichts der 14 Jahre währenden erfolgreichen Tierschutzarbeit in der Ukraine sind wir zutiefst schockiert über den brutalen russischen Angriffskrieg, dem das Land jetzt ausgesetzt ist und über das unfassbare Leid, das Aggressor Putin bei den Menschen und nicht zuletzt den Tieren in der Ukraine verursacht. 

Als Ärzte gegen Tierversuche möchten wir unsere Solidarität mit der Ukraine, dem ukrainischen Volk und seinem Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit ausdrücken. 

Vom Krieg betroffenen Tieren helfen

Viele Menschen fragen uns, wie sie den vom Krieg betroffenen Tieren helfen können. Wir haben deshalb einige vertrauenswürdige Organisationen sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine zusammengestellt. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl an Tierschutzorganisationen, die großartige Arbeit leisten, die Not der Tiere zu lindern. Eine Nicht-Nennung in folgender Auflistung bedeutet keineswegs, dass diese nicht-genannten Organisationen nicht vertrauenswürdig sind. Wir haben lediglich eine kleine Auswahl getroffen, um es spendenwilligen Menschen die Entscheidung zu erleichtern. 

Spenden

Sirius, größtes Tierheim in der Ukraine 

Spende per PayPal >>

Facebook-Seite von Sirius >>

Tierfreunde Ukraine

https://tierfreunde-ukraine.de/spenden/

White Paw Organisation e.V.

https://www.white-paw.de

Pro Animale für Tiere in Not e.V. 

Spendenseite >>

Facebook-Seite >>

Unterkunft anbieten

TASSO bietet eine Vermittlungsplattform für Unterkünfte für Mensch und Tier: https://help.tasso.net/de/

Interview mit unserem ukrainischen Projektpartner

Video "Tiere retten mit Computern" - Interview mit ukrainischem Projektpartner

Beispiele für Affenhirn-Tierversuche in Bremen

Im Folgenden haben wir einige Versuchsbeschreibungen aus dem Bereich der Affenhirnforschung am Institut für Hirnforschung, Zentrum für Kognitionswissenschaften, Universität Bremen, um den Experimentator Andreas Kreiter aufgeführt. Die Auswahl der Beispiele aus den Jahren 1999, 2009, 2019 und 2020 belegt: diese Versuche finden bereits seit mehr als 20 Jahren auf immer gleiche Weise statt.

Diese und weitere Versuche sind auch in unserer Tierversuchsdatenbank unter der jeweiligen Dokumenten-ID dokumentiert.

Beispiel aus 2020

Worum geht es: Wie verarbeitet das Gehirn Aufmerksamkeit auf eine relevante Information, während Irrelevantes ignoriert wird?

Versuchsbeschreibung: Die Rhesusaffen ungenannter Herkunft mit der Bezeichnung „B“ und „F“ werden unter Narkose operiert. Auf dem Schädel wird ein Bolzen implantiert und eine Elektrodenkammer wird über einem Bohrloch im Schädelknochen befestigt. Die Tiere werden „trainiert“, mit an dem Bolzen festgeschraubtem Kopf in einem Primatenstuhl zu sitzen und eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Diese besteht darin, einen Hebel zu drücken und einen Punkt auf dem Bildschirm anzustarren. An anderer Stelle auf dem Monitor erscheinen zwei Muster, die ihre Form verändern. Sobald das eine Muster die ursprüngliche Form wieder annimmt, muss der Affe den Hebel loslassen. Während der ganzen Zeit darf der Affe die Augen nicht von dem Punkt wegbewegen. Die Augenbewegungen werden mit einem Video-Tracking-System verfolgt. Wendet der Affe den Blick ab, wird der Versuch abgebrochen und beginnt von Neuem. Macht der Affe, was der Forscher von ihm verlangt, erhält er eine „Belohnung“. Details hierzu werden in dieser Arbeit nicht erwähnt. Üblicherweise ist unter „Belohnung“ eine sehr kleine Flüssigkeitsmenge zu verstehen. Damit die Affen mitmachen, werden sie üblicherweise über einen gewissen Zeitraum durstig gehalten. Während der Affe die Aufgaben erledigt, werden 1-3 Mikroelektroden über die Elektrodenkammer in das Hirngewebe eingeführt, wo sie Nervenströme messen. Das weitere Schicksal der Tiere ist nicht beschrieben.

Originalpublikation: Lisitsyn D et al. Visual stimulus content in V4 is conveyed by gamma-rhythmic information packages. The Journal of Neuroscience 2020; 40(50):9650-9662

Beispiel aus 2019

Worum geht es? Es soll eine verbesserte Aufzeichnung von Nervensignalen im Gehirn erzielt werden, die für Gehirn-Computerinterfaces und Neuroprothesen relevant ist. Diese Methode wurde bereits Anfang der 1990er Jahre entwickelt.

Versuchsbeschreibung: 5 männlichen Rhesusaffen werden unter Narkose Schrauben in den Schädelknochen, eine Vorrichtung als Kopfhalter sowie eine Elektrodenkammer implantiert. Diese werden mit Knochenzement und Zahnzement fixiert. Die Elektrodenkammer wird über ein Bohrloch im Schädelknochen über einer bestimmten Hirnregion montiert, von der aus 6 bzw. 4 Elektroden in das Gehirngewebe eingeführt werden, die Signale aufnehmen können.

Für die Experimente werden die Affen in einem sogenannten Primatenstuhl fixiert, in dem ihr Kopf mit Hilfe des Haltebolzens über die gesamte Zeit eines Versuchs bewegungsunfähig gehalten wird. Zunächst werden die Affen „trainiert“. Die Trainingsmethode wird nicht näher beschrieben, aber üblicherweise wird Durst eingesetzt. Als „Belohnung“ für ein wunschgemäßes Verhalten, erhalten die Tiere etwas Flüssigkeit. Die Aufgabe besteht darin, mit den Augen einen Punkt auf einem Monitor anzustarren und einen Schalter zu drücken. Dann erscheint an variablen Stellen des Bildschirms ein sich bewegender Balken. Der Affe darf den Blick nicht von dem Punkt wegbewegen. Verschwindet der Balken, muss das Tier den Schalter loslassen. Zeigt der Affen die gewünschte Reaktion, erhält er eine kleine Menge Wasser oder verdünnten Traubensaft. Lässt er den Hebel zu früh oder zu spät los oder wendet er den Blick ab, gibt es nichts zu trinken. Da diese Flüssigkeitsverabreichung eine Belohnung darstellt, kann – obwohl nicht erwähnt - davon ausgegangen werden, dass die Affen unter starkem Flüssigkeitsentzug leiden, da nur unter Durstgefühl eine kleine Menge Flüssigkeit eine Belohnung darstellt.

Die dabei auftretenden Nervenströme im Gehirn werden von den sich im Gehirn befindlichen Elektroden aufgezeichnet.

Die Affen werden weiterhin mit diesen Vorrichtungen im Gehirn für andere Versuche eingesetzt, welche das gleiche Hirnareal im Fokus haben. Dabei verbleiben die Elektroden über Tage, Wochen oder auch Monate (keine genauere Definition) im Gehirngewebe. Was danach mit den Affen passiert, wird nicht beschrieben.

Originalpublikation: Drebitz E et al. Optimizing the yield of multi-unit activity by including the entire spiking activity. Frontiers in Neuroscience 2019; 13:83

Dokumenten-ID: 5022 

Beispiel aus 2019

Worum geht es? Es soll herausgefunden werden, ob Nervensignale, die über die harte Hirnhaut aufgenommen werden, ähnlich gute Aussagekraft gegenüber denen haben, die von Elektroden unter der Hirnhaut gemessen werden.

Versuchsbeschreibung: Es werden 3 männliche Rhesusaffen im Alter von 13, 11 und 11 Jahren ungenannter Herkunft verwendet. Betont wird, dass die Affen an die Laborprozesse gewöhnt sind und bereits bei vielen anderen Projekten eingesetzt wurden.

Unter Narkose wird eine aus Acrylzement geformte Kappe mit Schrauben auf dem Schädel der Affen verankert. Die Kappe dient als Halter für einen Stecker und einen Kopfhalter. Nach der Operation werden die Affen „trainiert“ bestimmte Verhaltensweisen auszuführen. Es wird nicht erwähnt, aber üblicherweise werden die Affen für die Experimente in einem sogenannten Primatenstuhl fixiert, in dem ihr Kopf mit Hilfe des Haltebolzens über die gesamte Zeit eines Versuchs bewegungsunfähig gehalten wird.

Die Affen müssen mit den Augen einen Punkt auf einem Monitor anstarren und einen Schalter drücken. Dann erscheint an variablen Stellen des Bildschirms ein sich bewegender Balken. Der Affe darf den Blick nicht von dem Punkt wegbewegen. Verschwindet der Balken, muss das Tier den Schalter loslassen. In einem weiteren Versuch muss der Affe einen Punkt fixieren, während auf dem Bildschirm bunte Buchstaben erscheinen. Verdunkelt sich der Punkt, muss der Affe den Schalter loslassen. Die Augenbewegungen werden mit einem Video-Okulargerät aufgezeichnet, einer Art großen Brille, die die Bewegungen des Auges verfolgt.

Erwähnt wird, dass die Affen bei Ausführung der gewünschten Verhaltens Wasser oder verdünnten Fruchtsaft erhalten. Nicht erwähnt wird, dass üblicherweise die Affen über einen gewissen Zeitraum vor den Experimenten nichts zu trinken erhalten, damit sie genügend durstig sind, um die Aufgaben nach Willen der Forscher zu erfüllen.

Haben die Tiere die Aufgabe gelernt, erfolgt in einer zweiten Operation eine Schädelöffnung am Hinterkopf mit einem Ultraschallschneider. Es wird ein Stück Schädelknochen herausgeschnitten und ein Elektroden-Array (Platte mit mehreren Elektroden) wird auf die harte Hirnhaut aufgebracht, ohne sie zu durchdringen. Ein Kabel führt von den Elektroden durch ein gebohrtes Loch durch die Schädeldecke zu der Kappe. Das Schädelknochenstück wird wieder eingesetzt und mit einer Titanplatte, Knochenzement und Knochenschrauben fixiert. Ein Rahmen wird zudem in der Schädeldecke verankert, welcher als Halterung für eine Schutzhülle für den Stecker dient. Zudem werden an der Stirnseite Gegenelektroden in nicht näher beschriebener Weise implantiert.

Der eine Affe kann sich 2, der andere 5 und der dritte Affe 18 Wochen erholen, bevor sie für die Experimente eingesetzt werden. Die Affen müssen die antrainierten Verhaltensweisen ausführen, während über die auf der harten Hirnhaut liegenden Elektroden Nervenströme gemessen werden. Die Daten werden in verschiedenen Sitzungen über einen Zeitraum von bis zu mehreren Wochen gesammelt. Was danach mit den Affen passiert, ist nicht beschrieben.

Originalpublikation: Fischer B et al. Visual epidural field potentials possess high functional specificity in single trials. bioRxiv; 2019; 122(4):1634-1648

Dokumenten-ID: 5038 

Beispiel aus 2009

Worum geht‘s: Verarbeitung von visuellen Sinnesreizen im Gehirn.

Versuchsbeschreibung: In dieser Arbeit werden Ergebnisse aus einer 2005 veröffentlichten Studie* ausgewertet.

Die beiden Rhesusaffen erhalten unter Narkose einen Kopfhalter auf dem Schädel implantiert sowie eine Elektrodenkammer, die über einem Bohrloch im Schädelknochen angebracht wird. Den Affen werden bestimmte Verhaltensweisen „antrainiert“. In einem Primatenstuhl sitzend wird der Kopf eines Affen mit dem implantierten Kopfhalter unbeweglich an einem Gestell angeschraubt. Der Affe muss einen Punkt auf einem Bildschirm mit den Augen fixieren. Eine Session beginnt, wenn der Affe einen Hebel drückt. Es erscheinen zwei Muster rechts und links von dem Punkt. Eines der Muster verschwindet und wird durch andere Muster ersetzt, Irgendwann erscheint das erste Muster wieder. In dem Moment muss der Affe den Hebel loslassen. Macht er es richtig, bekommt er einen Tropfen Fruchtsaft über einen Schlauch in den Mund. Bewegt der Affe den Blick von dem Punkt weg oder lässt er den Hebel zu früh oder zu spät los, wird die Session abgebrochen und er bekommt nichts zu Trinken.

Es wird in dieser Arbeit nicht erwähnt, aber üblicherweise erhalten die Affen außerhalb der Experimente nichts zu trinken, so dass die durstigen Tiere ihre Flüssigkeitsration „erarbeiten“ müssen.

Während der Affe die Aufgaben erledigt, wird durch die Kammer und das Loch im Schädel eine Elektrodenreihe in einen bestimmten Bereich der Sehrinde eingeführt, wo die elektrischen Nervenaktivitäten gemessen werden. Das weitere Schicksal der Affen wird nicht erwähnt.

* Taylor K, Madon S, Freiwald WA, Kreiter AK: Coherent oscillatory activity in monkey area V4 predicts successful allocation of attention. Cerebral Cortex 2005: 15, 1424-1437

Originalpublikation: Rotermund D et al. Attention improves object representation in visual cortical field potentials. The Journal of Neuroscience 2009; 29(32):10120-10130 

Dokumenten-ID: 4059

Beispiel aus 1999

Worum geht‘s: Untersuchung der für das Sehen zuständigen Nervenstrukturen im Gehirn

Versuchsbeschreibung: Mit Schrauben und Zahnzement werden den beiden Rhesusaffen unter Narkose ein Kopfhalter und ein Zylinder mit 2 cm Durchmesser auf dem Schädel befestigt. Innerhalb des Zylinders wird ein 2 mm dickes Loch durch das Schädeldach gebohrt, durch das später 2-4 Elektroden in das Gehirn gesteckt werden. Die Tiere erhalten nach der Operation 5 Tage lang Antibiotika.

Den Affen wird nun das Ausführen einer bestimmten Aufgabe antrainiert. Dazu wird der Kopf eines Tieres mit Hilfe des Halters fixiert, so dass das Tier den Kopf nicht mehr bewegen kann. Die Aufgabe besteht darin einen Lichtpunkt auf einem Bildschirm mit den Augen innerhalb von 3 Sekunden seines Auftauchens zu fixieren. Gleichzeitig muss der Affe einen Hebel drücken. Das Tier muss den Punkt 5-7 Sekunden lang anschauen bis er langsam erlischt. In dem Moment muss das Tier den Hebel loslassen. Als Belohnung gibt es einen Tropfen Saft oder Wasser. Die Augenbewegungen werden mit einem Infrarot-Gerät registriert. Wenn der Affe die Augen bewegt, den Hebel zu früh loslässt oder sonst etwas falsch macht, erhält er keinen Flüssigkeitstropfen.

Für die eigentlichen Versuche werden die Tests mit im Gehirn implantierten Elektroden durchgeführt. Während der Affe die Aufgabe ausführt, werden über die Elektroden Gehirnströme gemessen. Mindestens eines der Tiere wird am Ende der Experimente getötet, um die korrekte Position der Elektroden gewebekundlich zu untersuchen. Das Schicksal des anderen Affen wird nicht beschrieben. 

Originalpublikation: Freiwald WA et al. Testing non-linearity and directedness of interactions between neural groups in the macaque inferotemporal cortex. Journal of Neuroscience Methods 1999; 94:105-119 

Dokumenten-ID: 1369 

Weitere Informationen

Kampagnen-Seite: Schluss mit der Affenqual in Bremen >>

Hintergrundinfos: Hirnforschung an Affen in Bremen >>

Fragen & Antworten zur Europäischen Bürgerinitiative

Für ein Europa ohne Tierversuche! 

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Save Cruelty Free Cosmetics“ fordert von der Europäischen Kommission

  • Einhaltung und Stärkung des Kosmetik-Tierversuchsverbots
  • Umgestaltung des EU-Chemikalienrechts
  • Erarbeitung eines konkreten Plans zum Ausstieg aus dem Tierversuche

 Unterschreiben für ein Europa ohne Tierversuche

Fragen und Antworten zur Europäischen Bürgerinitiative

Fragen und Antworten

1. Sind Tierversuche in der Kosmetik in der EU nicht bereits verboten?

2. Was ist eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) und was ist der Unterschied zu einer „normalen“ Unterschriftensammlung?

3. Warum ist jetzt die richtige Zeit für die EBI?

4. Wie wurde die Kampagne ins Leben gerufen?

5. Was passiert, wenn die EBI scheitert?

6. Wer ist in die EBI involviert?

7. Wie wirken sich die jüngsten Entscheidungen der ECHA-Beschwerdekammer auf tierversuchsfreie Kosmetik aus?

8. Welche Kosmetikinhaltsstoffe werden unter REACH an Tieren getestet?

9. Ist Kosmetik ohne Tierversuche sicher?

10. Was ist die Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit und welche Auswirkungen hat sie auf Tierversuche?

11. Sie fordern einen Ausstieg aus dem Tierversuch, aber braucht es nicht noch Tierversuche, zum Beispiel für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Medikamente?

12. Welche Kriterien muss ich erfüllen, um zur Unterzeichnung der EBI berechtigt zu sein?

13. Ich bin aus einem nicht EU-Land - kann ich unterschreiben?

14. Kann meine Unterschrift wirklich etwas bewirken?

1. Sind Tierversuche in der Kosmetik in der EU nicht bereits verboten?

Tierversuche für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffen sind in der EU seit 2009 verboten. Im März 2013 folgte ein Verkaufsverbot innerhalb der EU von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und Inhaltsstoffen. Diese Verbote – enthalten in der Kosmetikverordnung – wurden verabschiedet, um sicherzustellen, dass Tiere für die Entwicklung und Vermarktung von Kosmetika und deren Inhaltsstoffen nicht leiden und tierversuchsfreie Testmethoden zur Gewährleistung der Sicherheit eingesetzt werden.

Trotz dieser Verbote fordert die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), unterstützt von der Europäischen Kommission und der ECHA-Beschwerdekammer, weiterhin neue Tierversuche für Chemikalien, die als kosmetische Inhaltsstoffe im Rahmen der REACH-Verordnung verwendet werden. Dieses Vorgehen, das inzwischen sogar für ausschließlich in Kosmetika eingesetzte Substanzen angewendet wird, untergräbt die Verbote und widerspricht der Absicht des Gesetzgebers, nämlich, dass Tiere nicht mehr für Kosmetik leiden und sterben sollen.

Die ECHA, die EU-Kommission und die ECHA-Beschwerdekammer argumentieren, dass die Tierversuche zum Schutz der Arbeiter und unserer Umwelt erforderlich seien, da die Kosmetikverordnung nur die Verbrauchersicherheit abdecke. Mit dieser Sichtweise wird eine künstliche Kluft geschaffen zwischen Verbrauchern und Arbeitern, zudem wird die langjährige sichere Verwendung vieler dieser Inhaltsstoffe missachtet, ebenso wie die gesetzliche Verpflichtung, nach Möglichkeit tierversuchsfreie Methoden anstelle von Tierversuchen einzusetzen.

2. Was ist eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) und was ist der Unterschied zu einer „normalen“ Unterschriftensammlung?

Die meisten Unterschriftensammlungen und Online-Petitionen unseres Vereins dienen als Appelle an Politiker, um die Bürgermeinung zu verdeutlichen.

Im Unterschied dazu ist eine EBI ein Instrument, mit dem europäische Bürger die Europäische Kommission auffordern können, neue Rechtsvorschriften zu einem bestimmten Thema vorzuschlagen. Damit eine EBI von der Kommission in Erwägung gezogen werden kann, muss sie von mindestens einer Million EU-Bürgern innerhalb eines Jahres in Form von Unterschriften unterstützt werden. Im Gegensatz zu einer Petition wendet sich eine EBI direkt an die Kommission und kann zu Änderungen des EU-Rechts führen.

3. Warum ist jetzt die richtige Zeit für die EBI?

Die bahnbrechenden Tierversuchsverbote für Kosmetika – die ein Sieg für den Tierschutz waren, der auf jahrzehntelanger Kampagnenarbeit beruht – sind in Gefahr. Die Haltung der ECHA und der Europäischen Kommission, dass selbst Chemikalien, die ausschließlich als kosmetische Inhaltsstoffe verwendet werden, an Tieren getestet werden sollen, untergräbt das Verbot vollständig und widerspricht seinem Zweck und der öffentlichen Erwartung, nämlich dafür zu sorgen, dass Tiere für Kosmetik nicht mehr leiden und sterben.

Die Chemikalienbehörde ECHA verlangte im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH von einem Unternehmen, Tierversuche für zwei Substanzen durchzuführen, die ausschließlich in Kosmetika eingesetzt werden. Der Hersteller legte Beschwerde bei der ECHA-Beschwerdekammer ein. Im August 2020 entschied diese, dass das Unternehmen die Tierversuche durchführen muss. Diese Position wurde von der EU-Kommission unterstützt. Die Entscheidung der Beschwerdekammer bedeutet, dass das Kosmetik-Testverbot hinfällig ist und es für alle Kosmetikunternehmen – einschließlich der Marken, die ein tierversuchsfrei-Siegel tragen – praktisch unmöglich wird, ihre Produkte zu vermarkten, die keinen Inhaltsstoff enthalten, der nicht unter REACH getestet wurde, wird oder werden könnte. Wir müssen dringend handeln, um der EU-Kommission und der ECHA deutlich zu machen, dass Europas Bürger das Zunichtemachen des Kosmetik-Tierversuchsverbots, nicht hinnehmen werden.

Erschreckenderweise kommt hinzu, dass die kürzlich veröffentlichte Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit (CSS) der Europäischen Kommission – die eine neue langfristige Vision für die EU-Chemikalienpolitik darstellt – zu einer massiven Erhöhung der Tierversuche führen könnte. Wenn man sich weiterhin auf Tierversuche verlässt, wird das EU-Ziel einer giftfreien Umwelt keinesfalls erreicht werden. Noch dazu könnte die CSS das Tierversuchsverbot für Kosmetika weiter aushöhlen und dazu führen, dass bestehende Kosmetikinhaltsstoffe sowie neue Inhaltsstoffe noch mehr Tierversuchen unterzogen werden.

Wir müssen jetzt handeln, um das Tierversuchsverbot für Kosmetika zu erhalten und zu stärken und um die Einführung neuer Tierversuchsvorschriften für alle Chemikalien zu verhindern. Wir brauchen einen Ausstieg aus allen Tierversuchen in der EU! Mit der EBI geben wir den europäischen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben.

4. Wie wurde die Kampagne ins Leben gerufen?

Wir kämpfen seit einiger Zeit dagegen, dass das EU-Kosmetik-Tierversuchsverbot zunichtegemacht wird.

Im Dezember 2020 haben wir uns zusammen mit anderen Tierschutzgruppen und über 450 Herstellern tierversuchsfreier Kosmetik in einem gemeinsamen offenen Brief an wichtigste EU-Institutionen sowie an die Presse in ganz Europa gewandt. Ohne Erfolg.

Wir mussten mehr tun, damit Europas Entscheidungsträger die Stimmen der Bürger hören. Unsere Dachverbände, die European Coalition to End Animal Experiments und Eurogroup for Animals, sowie Cruelty Free Europe, PETA, und HSI Europe, entschlossen sich, mit einer Europäischen Bürgerinitiative ein starkes Signal zu setzen. Dazu wurden die beiden Firmen The Body Shop und Dove mit ins Boot geholt. Diese Unternehmen setzen sich seit langem gegen die verheerenden Auswirkungen von REACH auf tierversuchsfreie Produkte ein. Wir bitten alle, denen ein Europa ohne Tierversuche am Herzen liegt, alles zu tun, um die EBI zum Erfolg zu führen!

Mut macht uns, dass die EBI „End The Cage Age“ für ein Ende der Käfighaltung aller sogenannten Nutztiere erfolgreich gewesen ist. Die Initiative hatte 1,4 Mio. gültige Unterschriften gesammelt und war damit die EBI mit der dritthöchsten Anzahl Unterstützer. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte im Juni 2021, dass die EU-Kommission die Stimmen der Bürger gehört hat und dass ein Gesetz erlassen werden soll, dass die Käfighaltung von Schweinen (Sauen), Enten, Gänsen, Hühnern, Wachteln und Kaninchen ab 2027 verbietet. Ein sensationeller Erfolg, den wir mit Ihrer Hilfe auch bei Tierversuchen schaffen wollen!

5. Was passiert, wenn die EBI scheitert?

Wir setzen natürlich alles daran, dass die EBI erfolgreich wird und wir wissen, dass die Mehrheit der Menschen in Europa hinter unseren Forderungen stehen. Eine Umfrage im Jahr 2020 ergab, dass drei Viertel (74%) der Erwachsenen in den EU-Mitgliedstaaten der Meinung ist, dass Tierversuche für kosmetische Produkte und deren Inhaltsstoffe keinesfalls akzeptabel sind. Fast drei Viertel (72 %) stimmten zu, dass die EU verbindliche Ziele und Fristen für den Ausstieg aus dem Tierversuch festlegen sollte, und sieben von zehn (70 %) fanden, dass alle Tierversuche vollständig durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden sollen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir es schaffen können und dass durch die EBI die Stimmen der EU-Bürgerinnen und Bürger laut und deutlich zu hören sein wird.

Wir sind uns jedoch bewusst, dass es nicht einfach sein wird, die erforderliche Anzahl verifizierter Unterschriften zu erreichen, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Beschränkungen in vielen Bereichen. Es wird auch nicht einfach sein, die Europäische Kommission dazu zu bringen, die von uns angestrebten Änderungen vorzunehmen. Dies müssen wir jedoch so gut es geht versuchen. Es wird ein langwieriger Prozess, aber wir werden nicht aufgeben, bis die EU vollständig tierversuchsfrei ist.

6. Wer ist in die EBI involviert?

Die EBI wird von einer Koalition von den Dachverbänden European Coalition to End Animal Experiments, Eurogroup for Animals, Cruelty Free Europe, PETA, und HSI Europe organisiert, und sie wird von einer Reihe von tierversuchsfreien Kosmetikfirmen unterstützt. Und natürlich von Ihnen, den europäischen Bürgerinnen und Bürgern!

7. Wie wirken sich die jüngsten Entscheidungen der ECHA-Beschwerdekammer auf tierversuchsfreie Kosmetik aus?

Die Aushöhlung des Tierversuchsverbots für Kosmetika ist mittlerweile so weitreichend, dass es für Unternehmen immer schwieriger wird, Produkte ohne die Verwendung von Inhaltsstoffen herzustellen, die nicht unter REACH an Tieren getestet wurden oder werden könnten. Das gilt selbst für Inhaltsstoffe, die seit vielen Jahren sicher in Kosmetik verwendet werden.

Unterzeichnen Sie nicht nur die EBI, sondern achten Sie bitte auch beim Einkauf auf die tierversuchsfreien Siegel.

8. Welche Inhaltsstoffe von Kosmetika unterliegen neuen Tierversuchen nach REACH?

Die Entscheidung der ECHA-Beschwerdekammer vom August 2020 betraf zwei Inhaltsstoffe, die üblicherweise als Sonnenschutzmittel verwendet werden. Jedoch geht das Problem weit darüber hinaus, denn die ECHA fordert Tierversuche auch für häufig verwendete Tenside und Konservierungsmitteln. Einige bekannte Inhaltsstoffe, die unter REACH an Tieren getestet werden, sind Propylparaben, Natriumlaurylsarcosinat und Kieselsäure. Viele weitere Kosmetik-Inhaltsstoffe werden bald betroffen sein, sollten wir keinen Erfolg haben. Diese Tests bedeuten Leid und Tod von vielen Tausend Kaninchen, Ratten und anderen Tieren. 

Neben ethischer Bedenken sind auch die Übertragbarkeit und Vorhersagbarkeit von Tierversuchen fraglich. Die Etablierung eines konkreten Ausstiegsplans aus dem Tierversuch wird auch die verstärkte Entwicklung tierversuchsfreier Methoden vorantreiben. So haben beispielsweise Kosmetikunternehmen als Reaktion auf die EU-Verbote massiv in tierversuchsfreie Methoden investiert. Viele neue tierversuchsfreie Technologien wurden infolgedessen entwickelt und werden nun weltweit zur Gewährleistung der Verbrauchersicherheit und auch in der Risikobewertung anderer Chemikalien eingesetzt. Tierversuche müssen aus wissenschaftlichen, ethischen und wirtschaftlichen Gründen abgeschafft werden, um den Weg frei zu machen für moderne, für den Menschen relevante Methoden.

9. Ist Kosmetik ohne Tierversuche sicher?

Sichere Kosmetik ohne Tierversuche ist keine neue Idee – viele Unternehmen sind seit Jahrzehnten tierversuchsfrei. 

Tatsächlich sind Kosmetika ohne Tierversuche sogar sicherer. Toxizitätstests (Giftigkeitsprüfungen) an Tieren gehen davon aus, dass die Wirkung eines Produkts oder Inhaltsstoffs auf Tiere eine Vorhersage darüber zulässt, was beim Menschen oder in der Umwelt passieren wird, aber das ist ein Trugschluss. 

Viele gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche sind nicht einmal formal validiert, was bedeutet, dass ihre wissenschaftliche Grundlage, Verlässlichkeit und Relevanz für den Menschen nicht ausreichend belegt sind. Sogar validierte Tests können unzuverlässig sein und bei Wiederholung unterschiedliche Ergebnisse liefern. 

Angesichts der biologischen Unterschiede zwischen Menschen und den üblicherweise in Toxizitätstests verwendeten Tieren, der Überdosierung von Testsubstanzen und den unnatürlichen und stressigen Bedingungen, denen die Tiere im Labor ausgesetzt sind, ist es nicht verwunderlich, dass Ergebnisse aus humanrelevanten Testsysteme Menschen besser schützen können. 

Das Verbot von Tierversuchen für die Herstellung und Vermarktung von Kosmetika führte zu einem regelrechten Boom in der Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden zur Sicherheitsbewertung von Kosmetika und deren Inhaltsstoffen. Moderne Technologien wie dreidimensionale Gewebemodelle und fortschrittliche Computersimulationen werden heutzutage routinemäßig verwendet, um die Sicherheit von Kosmetika zu gewährleisten, ohne Tieren Leid anzutun. 

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass viele der kosmetischen Inhaltsstoffe, für die unter REACH Tierversuche verlangt werden, schon lange sicher von Menschen verwendet werden.

 Für den seltenen Fall, dass die Sicherheit eines kosmetischen Produkts oder Inhaltsstoffs nicht mit tierversuchsfreien Methoden gewährleistet werden kann, sollten diese einfach nicht verwendet werden.

10. Was ist die Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit und welche Auswirkungen hat sie auf Tierversuche?

Mit der neuen EU-Chemikalienstrategie wollen die EU und ihre Mitgliedstaaten Innovationen unterstützen, um sicherere Produkte zu entwickeln, giftige Chemikalien einzuschränken und die Exposition der Menschen gegenüber gesundheitsschädlichen Chemikalien zu begrenzen. Allerdings könnte der Ansatz, den die Kommission und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) nun bezüglich neuer Chemikaliengesetze verfolgen, dazu führen, dass Millionen weitere Tiere in grausamen Tierversuchen leiden. So sehr wir die Ziele der Strategie unterstützen - mehr Tierversuche werden nicht dazu beitragen, Mensch und Umwelt zu schützen. 

Unsere EBI fordert die Europäische Kommission auf, die Chemikalienverordnung dahingehend umzugestalten, dass der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt ohne Tierversuche gewährleistet wird. 

Dies bedeutet, dass die Europäische Union moderne Testsysteme ohne Tierversuche nutzen soll, anstatt auf althergebrachte, grausame und nicht übertragbare Tierversuche zu setzen. Die Chemikalienstrategie ist eine Gelegenheit, gesetzliche Regelungen zukunftsfähig zu machen, um schnelle Anpassungen an technische Fortschritte und die sofortige Übernahme bestehender und neu entwickelter tierversuchsfreier Technologien zu ermöglichen. Nicht zuletzt muss dringend in tierversuchsfreie Ansätze der nächsten Generation investiert werden, um die Charakterisierung und Regulierung von Chemikalien zu verbessern.

11. Sie fordern einen Ausstieg aus dem Tierversuch, aber braucht es nicht noch Tierversuche, zum Beispiel für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Medikamente? 

Elf Jahre nach der Verabschiedung der Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU stagnieren die Tierversuchszahlen noch immer auf hohem Niveau. Von 11,4 Millionen im Jahr 2015 sanken die Zahlen kaum merklich auf 11,2 Millionen im Jahr 2016, 10,9 Millionen im Jahr 2017 und jetzt 10,6 Millionen im Jahr 2018 (die erstmalige Einbeziehung Norwegens in diese Statistik erhöht diese Zahl auf 12,3 Millionen). 

Ein Armutszeugnis für die EU, vor allem angesichts der rasanten Entwicklung fortschrittlicher tierfreier Modelle wie Organchip und Computermodelle. Das EU-eigene Joint Research Center hat Berichte erstellt und Aktivitäten unternommen, um den Einsatz von tierversuchsfreien Modellen und Methoden in einer Reihe von Forschungsbereichen zu fördern, aber es braucht noch viel mehr Engagement von allen Beteiligten. Die EU verfügt noch über kein umfassendes politisches Programm, um den Ausstieg aus dem Tierversuch zu koordinieren und fördern, welches die bestehende EU-Gesetzgebung und die Finanzierungsinstrumente umfasst. Es bedarf dringend eines Aktionsplans um dieses Ziel in die Tat umzusetzen. Als Tierschutzvereine geben wir Tieren eine Stimme und kämpfen dafür, dass Tierleid so schnell wie möglich beendet wird.

12. Welche Kriterien muss ich erfüllen, um zur Unterzeichnung der EBI berechtigt zu sein?

Um die EBI unterzeichnen zu können, müssen Sie EU-Bürger sein und alt genug, um an den Wahlen des Europäischen Parlaments teilnehmen zu können, d.h. in Deutschland 18 Jahre alt. Da es sich um eine offizielle Unterstützung handelt und nicht um eine bloße Meinungsbekundung, müssen Geburtsdatum und Adresse angegeben. Werden. Die Angaben werden von der EU kontrolliert. Falsche und Doppel-Unterschriften werden aussortiert. 

Sollten Sie nicht als Unterzeichner der EBI in Frage kommen, können Sie trotzdem helfen, indem Sie die Initiative mit Familie und Freunden teilen - gerne auch in den sozialen Medien.

13. Ich bin aus einem nicht EU-Land - kann ich unterschreiben?

Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern können die EBI nicht unterzeichnen. Doch EU-Bürger können die EBI unabhängig von ihrem Wohnort unterzeichnen. Bitte sprechen Sie EU-Bürgerinnen und Bürger, die Sie kennen, an und ermutigen Sie sie, zu unterschreiben.

14. Kann meine Unterschrift wirklich etwas bewirken?

Damit eine EBI von der EU-Kommission in Betracht gezogen werden kann, muss sie die Unterstützung von mindestens einer Million EU-Bürgern in Form verifizierter Unterschriften erhalten. Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie also, diese Million zu erreichen. Diese EBI bietet die Möglichkeit, das Leiden von Millionen von Tieren zu beenden, die derzeit in der EU für Forschung und Tests verwendet werden. Ohne Ihre Hilfe können wir es nicht schaffen.

Unterschreiben für ein Europa ohne Tierversuche

<< Zur Kampagnen-Seite „Save Cruelty Free Cosmetics“

 

 

Plakate gegen Tierversuche

Aktion mit rund 70 Plakaten in 11 Städten im Sommer 2021

Plakate gegen Tierversuche

Mit unserer Plakataktion „Schluss mit Tierversuchen auch in …“ wollen wir aufrütteln, informieren, zum Nachdenken anregen und kurz vor der Bundestagwahl die Dringlichkeit eines Systemwechsels hin zu einer modernen tierversuchsfreien Forschung unterstreichen. 

Tierversuche laufen immer noch im Vorborgenen ab. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass vor ihrer Haustür grausame Tierversuche stattfinden. Mäuse, Ratten, Hunde, Schafe, Kaninchen leiden und sterben hinter verschlossenen Labortüren und dass obwohl die Ergebnisse nicht einmal auf den Menschen übertragbar sind. Zudem gibt es längst eine Fülle an tierversuchsfreien Forschungssystemen, die für den Menschen relevante Ergebnisse liefern. 

Es muss endlich Schluss sein mit Tierversuchen! Wir brauchen in Deutschland ein Ausstiegskonzept! 

Im Sommer 2021 plakatierten wir über insgesamt 10 Wochen nach und nach 11 Städte. Zu jeder Stadt gibt es eine Seite mit Informationen über die dort durchgeführten Tierversuche. 

Klicken Sie auf die roten Punkte auf der Deutschlandkarte, um mehr über Tierversuche in der jeweiligen Stadt zu erfahren.

 

Karte

Impressionen

Augsburg

 

Bochum 

 

Düsseldorf

 

Frankfurt am Main

 

Hamburg

 

Köln

 

Münster