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Osteuropa-Projekte

Schüler-Wettbewerb "Forschung ohne Tierleid" in Russland

Die Russische Tierrechtsorganisation VITA organisierte unter dem Motto "Forschung ohne Tierleid" im Frühjahr 2010 einen Schüler-Wettbewerb. Ziel des in Russland bislang einmaligen Projektes war es, Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren und der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass Tierversuche weder ethisch noch wissenschaftlich zu rechtfertigen sind.

Grundlage für den Wettbewerb war der Film "Humane Ausbildung in Ländern der ehemaligen Sowjetunion". Der von Ärzte gegen Tierversuche finanzierte und von VITA und InterNICHE (Internationales Netzwerk für Humane Ausbildung) produzierte Film zeigt die positiven Veränderungen an einigen Universitäten in Russland, Weißrussland und der Ukraine. Immer mehr Hochschullehrer verzichten auf qualvolle Tierversuche und Tiertötungen in ihren Praktika und gestalten das Studium der Medizin, Tiermedizin oder Biologie mit modernen Lehrmethoden wie Filmen, Computersimulationen und Modellen. Finanziell unterstützt wird dieser Wandel durch Ärzte gegen Tierversuche und InterNICHE.

Mit dem Film, der auf der Internetseite von VITA kostenlos heruntergeladen werden kann, als Hintergrundinformation sollten Schüler die Wissenschaft und Lehre der Zukunft beschreiben. Eingereicht wurden über 3.000 Beiträge, wie Aufsätze, Poster, Bilder usw. von Schülern aus Russland, Weißrussland, der Ukraine, Aserbaidschan und anderen Ländern der ehemaligen UdSSR.

Die Preisverleihung fand am 26. April 2010 statt, zwei Tage nach dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche. An dem Gedenk- und Aktionstag machen Tierversuchsgegner in aller Welt auf das Leid aufmerksam, das Tieren in den Labors angetan wird. An der Feier in den Räumlichkeiten der altehrwürdigen Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau nahmen über 100 Schüler mit ihren Eltern und Lehrern teil. Zwei Universitätsprofessoren und zwei russische Promis sprachen sich in ihren Reden gegen Tierversuche aus. Die Medien, darunter der beliebte russische Fernsehsender NTV, berichteten ausführlich über die Veranstaltung.

Die Verleihungsfeier wurde von Ärzte gegen Tierversuche und der britischen Tierversuchsgegnerorganisation Cruelty Free International  (vormals BUAV) gesponsert. Ärzte gegen Tierversuche hatten zudem je 100 Leinentaschen und Anstecker für die jungen Preisträger gestiftet.

VITA-Präsidentin Irina Novozhilova ist mit dem Resultat äußerst zufrieden. "In Russland werden Tierversuche sowohl in der Öffentlichkeit als auch an den Hochschulen als normaler Bestandteil der Wissenschaft hingenommen. Das Wissen um tierversuchsfreie Methoden ist gleich Null. Unser Wettbewerb hat dazu beigetragen, vielen Menschen die Augen zu öffnen. Die enorme positive Resonanz von Seiten der Schüler und Lehrer hat uns überwältigt und beweist, dass das Thema ernst genommen wird."

Weitere Informationen


Film über die Preisverleihung (auf Russisch) >>
Über den Film "Humane Ausbildung in Ländern der ehemaligen Sowjetunion" >>
Bilder vom Wettbewerb auf der Internetseite von VITA >>
Übersicht über unser gesamtes Osteuropaprojekt >>
 


 

 

 

 

 

 

 

Fotos: VITA

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