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Osteuropa-Projekte

Auf dem richtigen Weg: Saporischja, Ukraine und Bryansk, Russland

Im Rahmen unseres Projekts „Tiere retten mit Computern“ unterstützen wir zwei weitere Universitäten, tierversuchsfrei (im Studium) zu werden.  

Saporischja, Ukraine

2017 hatten wir einen Vertrag mit dem Institut für Normale Physiologie der 2. Medizinischen Fakultät der Universität Saporischja geschlossen. Durch die positiven Erfahrungen dieser Abteilung wurde an derselben Uni Igor Belenichev, Leiter des Instituts für Pharmakologie und Medizinische Rezeptierung, auf die tierversuchsfreie Lehre aufmerksam.  

Durch den Einsatz alter Sowjet-Filme war das Institut schon fast tierversuchsfrei. „Nur“ 50 Ratten wurden noch pro Jahr getötet. Unser Anliegen ist es, interessierte Hochschullehrer auf ihrem Weg zum tierversuchsfreien Studium zu unterstützen – egal an welches Stelle des Weges sie stehen. Für eine moderne Lehre bedarf es moderner Lehrmittel. Alte Sowjetfilme sind dies gewiss nicht. So kamen wir dem Wunsch des Institutsleiters Belenichev gern nach und kauften einen Laptop, einen Beamer und eine Menge Filme und Software. Die Übergabe und Vertragsunterzeichnung fand am 11.01.2019 statt.


Das Team des Instituts für Pharmakologie und Medizinische Rezeptierung, 2. Staatlich-Medizinischen Universität Saporischja. 

Bryansk, Russland

An der Universität Bryansk in Russland gab es nur eine Fakultät mit Tierverbrauch, die Fakultät für Natürliche Geografie. Die verantwortlichen Hochschullehrer waren bereit, alle Tierversuche einzustellen.  

Das Russische Zentrum für Tierrechte VITA organisierte zum Anlass der Vertragsunterzeichnung eine kleine Konferenz über Bioethik und tierversuchsfreies Studieren. Die Fakultät erhielt von uns und InterNICHE eine Anzahl Computersimulationen und Filme und von VITA „Jerry“, ein lebensechtes Hundeübungsmodell. Mit den Spenden werden Versuche im Bereich der Physiologie eingestellt. Der Vertrag wurde am 10.12.2018 unterzeichnet. Ab 1.9.2019 ist die Universität Bryansk damit komplett tierversuchsfrei!


Vertragsunterzeichnung an der Universität Bryansk. 

Wir werden immer wieder gefragt: Warum könnt Ihr das nicht in Deutschland machen?

In Deutschland funktioniert dieses Projekt nicht, weil es hier nicht am Geld und Wissen mangelt, sondern am guten Willen. Der Grund für das krampfhafte Festhalten an den „tierverbrauchenden“ Übungen lässt sich nur durch einen gewollten Abstumpfungsprozess erklären. Die Studierenden sollen in einem „Initiationsritus“ in die Welt der Wissenschaft eingeweiht werden, in der Tierversuche integraler Bestandteil sind. Sind sie durch die Überwindung, Tiere aufzuschneiden, erst einmal Teil dieser Welt, werden sie die Forschungspraktiken später kaum noch in Frage stellen. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion stoßen die modernen Lehrmethoden dagegen überwiegend auf großes Interesse. Die Hochschullehrer sind oft nicht so verbohrt wie bei uns, sondern dem Neuen aufgeschlossen gegenüber. Sie wissen nur nicht, wie es ohne Tierversuche geh

Weitere Infos

Übersicht über das Gesamtprojekt >>

Dreisprachige Website www.ukraine-projekt.de

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