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Osteuropa-Projekte

Straßenhunde als Übungsobjekte – damit ist jetzt Schluss in Kiew

Für anatomische und chirurgische Übungen mussten Studenten Hunde und Katzen von der Straße einfangen. Manchmal wurden auch Tiere aus Tierheimen geholt. Außerdem wurden Versuche an Kühen, Kälbern, Fröschen und Kaninchen durchgeführt. Damit ist jetzt Schluss an der tiermedizinischen Abteilung der Nationalen Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften in Kiew. Im Januar 2009 wurde die Uni von uns mit einer Reihe verschiedener Modelle und Computersimulationen sowie einem Beamer ausgestattet.


Dimitrij Leporskij, Biologe und unser Projektpartner in der Ukraine, bringt Dozentin Oksana Vyschnjak eine ganze Tasche voller tierversuchsfreier Lehrmaterialien. Der Kontakt zu der Tierärztin war nach Fernsehberichten entstanden. Sie hatte eine Stelle an der Uni angetreten, ohne zu wissen, dass Tierversuche auf dem Lehrplan standen, und uns um Hilfe gebeten.


Dr. Grennadiy Bondarenko, Leiter der tiermedizinischen Abteilung der Nationalen Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften in Kiew und Dr. Corina Gericke unterzeichnen den Vertrag.


Dr. Grennadiy Bondarenko und Oksana Vyschnjak mit den tierversuchsfreien Lehrmethoden, darunter eine Übungsratte »Koken Rat«, mehrere Injektions- und Nahtübungsmodelle, dem Modell eines Hundegehirns, diverse Software sowie ein Videobeamer.


Der Vertrag legt fest, dass für die Bereitstellung der Gerätschaften die Verwendung folgender Tiere pro Jahr entfällt: 18 Hunde, 6 Katzen, 8 Frösche, 6 Kaninchen, 12 Kühe, 6 Kälber und 2 Schafe. 


Die Tiermediziner arbeiten auch mit der Tierschutzgruppe »Tiere in der Stadt« zusammen, indem Straßenhunde von den Studenten kastriert werden, die dann an ihren angestammten Plätzen wieder ausgesetzt werden. Diese frisch kastrierte Hündin stammt von einem Firmengelände. Die Kastrationsaktion der Hunde auf dem Gelände wurde von den Angestellten der Firma initiiert.

Kontrollbesuch - alles läuft bestens

Der Kontrollbesuch von Dr. Corina Gericke und Dimitrij Leproskij im September 2009 ergab, dass an der Tiermedizinischen Fakultät in Kiew alles bestens läuft. Die gespendeten tierversuchsfreien Lehrmethoden sind im Einsatz. 


Die Studenten sezieren Hunde und Katzen jetzt am Computer, anstatt sie von der Straße zu fangen. Klinische Untersuchungen werden anhand von Patiententieren in der Klinik erlernt. Außerdem assistieren die Studenten bei klinisch notwendigen Operationen und erlernen so das Handwerk der Chirurgie. 
 

Weitere Infos

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