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Osteuropa-Projekte

Erstes Projekt in Weißrussland

Erstmals haben wir unser erfolgreiches Ukraine-Projekt nach Weißrussland getragen und einen Vertrag mit Hochschullehrern geschlossen. In der Ukraine sind wir seit 2008 aktiv und haben bereits 46 Institute auf tierversuchsfreie Lehre umstellen können. 

Der Kontakt zur Staatlichen Polessky-Universität in Pinsk, Weißrussland kam über unsere dreisprachige Projektwebsite zustande.

Die Universität im Südwesten des Landes liegt in der Nähe eines großen Naturschutzgebiets und wurde erst 2006 gebaut. „Die Dozenten sind jung und aufgeschlossen“, berichtet unser Projektleiter Dimitrij Leporskij bei seinem Besuch im April 2015. Die moderne Lehre fällt bei ihnen auf fruchtbaren Boden. Einige der sonst üblichen Tierversuche hatten sie bereits auf Eigeninitiative durch Feldstudien ersetzt; für einige brauchten sie jedoch unsere Hilfe.

Bislang wurden Frösche geköpft, um die Organfunktionen von Nerven, Muskeln, Herz-Kreislauf-System und Zentralnervensystem zu studieren. An Mäusen wurden Blutuntersuchungen gemacht, Tauben dienten dem Studium des Nervensystems und Rinder für die Untersuchung des Verdauungsapparates. Um die Versuche zu ersetzen, erhielten das Institut von uns ein Notebook und zahlreiche DVDs und CD-ROMs mit Computersimulationen. 1.460 Wirbeltiere (760 Frösche, 260 Ratten, 180 Mäuse, 180 Rinder, 80 Tauben) pro Jahr werden dadurch vor dem Tod bewahrt.


Institutsleiterin Dr. Alle Chernetskaya (re.), Dimitrij Leporskij (Mitte) und Dozenten.


Die Polessky-Universität in Pinsk wurde erst 2006 erbaut.

Wir werden immer wieder gefragt: Warum könnt Ihr das nicht in Deutschland machen?

In Deutschland funktioniert dieses Projekt nicht, weil es hier nicht am Geld und Wissen mangelt, sondern am guten Willen. Der Grund für das krampfhafte Festhalten an den „tierverbrauchenden“ Übungen lässt sich nur durch einen gewollten Abstumpfungsprozess erklären. Die Studierenden sollen in einem „Initiationsritus“ in die Welt der Wissenschaft eingeweiht werden, in der Tierversuche integraler Bestandteil sind. Sind sie durch die Überwindung, Tiere aufzuschneiden, erst einmal Teil dieser Welt, werden sie die Forschungspraktiken später kaum noch in Frage stellen. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion stoßen die modernen Lehrmethoden dagegen überwiegend auf großes Interesse. Die Hochschullehrer sind oft nicht so verbohrt wie bei uns, sondern dem Neuen aufgeschlossen gegenüber. Sie wissen nur nicht, wie es ohne Tierversuche geht und haben auch kein Geld. Bei beidem helfen wir ihnen. Ein echter Gewinn für alle Seiten – und vor allem für die Tiere!

 

Weitere Infos

Übersicht über das Gesamtprojekt >>

Helfen

Für die Ausstattung eines Instituts rechnen wir mit durchschnittlich 2.000 Euro. Dieses lebensrettende Projekt ist nur dank Ihrer Unterstützung möglich! Vielen Dank an alle Spender! Wir hoffen auch weiterhin auf Ihre Hilfe>>


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