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Osteuropa-Projekte

Weitere Erfolge in der Ukraine


In den ersten Monaten des Jahres 2013 haben wir bereits zwei weitere Erfolge in der Ukraine zu verzeichnen. Verträge mit zwei Instituten in Ternopil und Tscherniwzi wurden unterzeichnet. Mit diesen verpflichten sich die Hochschullehrer sämtliche Tierversuche in der studentischen Ausbildung einzustellen. Im Gegenzug erhalten die Institute von uns Laptops und diverse Multimediaprogramme, um den Lehrstoff tierversuchsfrei zu vermitteln.

Gute Nachricht aus Donetsk: Die letzten, zur Tötung bestimmten Frösche wurden in einem Teich freigelassen.


Übersicht über das Gesamtprojekt >>


Donetsk

In der Ukraine ist es üblich, Frösche aus der Natur zu fangen und oft über Monate ohne Nahrung in Gläsern oder Kisten bis zu ihrem gewaltsamen Tod aufzubewahren. Studenten müssen den unbetäubten Tieren mit einer Schere den Kopf abschneiden. Das Rückenmark wird ausgebohrt. Nerven und Muskeln werden herausgeschnitten und für die Versuche verwendet. Zehntausende Frösche werden jedes Jahr auf diese Weise zu Tode gebracht.

Zehn Fröschen blieb dieses grausame Schicksal erspart. Die Tiere warteten am Institut für Physiologie der medizinischen Hochschule Donetsk auf ihren Tod als wir im Dezember 2012 einen Vertrag abgeschlossen, der die Hochschullehrer verpflichtet, auf Tierversuche zu verzichten. Die Tiere hatten die kalte Jahreszeit über in einer Winterstarre überdauert und wurden im Mai 2013 frei gelassen.









Die Frösche können nun ihre wieder gewonnene Freiheit in einem schönen Teich genießen.

Ternopil

Nachdem wir 2011 das Institut für Physiologie der Medizinischen Hochschule Ternopil mit tierverbrauchsfreien Lehrmethoden ausgestattet hatten, kam nun die Hochschullehrerin Yulia Vadzuk vom Institut für Klinische Pharmakologie auf uns zu. Ihr Chef, Institutsleiter Ivan Klesh, stand der tierversuchsfreien Lehre zunächst skeptisch gegenüber und wollte erst abwarten, wie es bei seinen Kollegen von der Physiologie läuft. Dank deren großen Zufriedenheit, war er Ende 2012 bereit, umzusteigen.

Im Januar 2013 besuchte unser ukrainischer Projektleiter, der Biologe Dimitrij Leporskij die Uni zu einem ersten Gespräch und wurde Zeuge der dort immer noch praktizierten, grausamen Tierversuche. Ratten wurden zum Teil ohne ausreichende Betäubung operiert.


Injektion bei einer Ratte.


Ausbluten einer Ratte.


Sektion von zwei ausgebluteten Ratten.


Entfernung der Nebenniere bei einer Ratte.


Schwein nach Magenoperation.

Diese Grausamkeiten sollen nun endlich der Vergangenheit angehören. Schon vier Wochen später konnte der Vertrag unterzeichnet werden. Das Institut erhielt von uns einen Laptop, Übungsmodelle und einen Stapel Computerprogramme. Jährlich 105 Ratten, Meerschweinchen und Schweine werden nun nicht mehr zu Tode gequält.


Professor Stepan Vadzuk und Dozentin Yulia Vadzuk mit den gespendeten Materialien.

Dieses Projekt wurde von der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche unterstützt.

Tscherniwzi

Die Staatliche Medizinische Bukowina-Hochschule Tscherniwzi hatten wir bereits vor drei Jahren besucht, um tierversuchsfreie Lehrmittel vorzuführen. Damals kam es aber nicht zu einem Vertrag, weil sich der damalige Vize-Rektor doch nicht für eine Umstellung entscheiden konnte.

Im September 2012 meldete sich die Leiterin des Instituts für Physiologie, Prof. Svitlana Tkachyk, bei uns. Durch eine Kollegin, Valentina Kurovskaya, sowie Prof. Alexey Shandra von der Medizinischen Hochschule Odessa, mit dem wir seit Jahren zusammenarbeiten, war sie auf unser Projekt aufmerksam geworden. Prof. Tkachyk ist dem Tierschutzgedanken aufgeschlossen gegenüber und hatte bereits einen Großteil der Tierversuche in ihrem Kurs auf "nur" noch 1.540 Frösche pro Jahr reduziert. Als Alternativen werden Blutentnahmen und andere Versuche mit Studenten eingesetzt.

Der Vertrag konnte im März 2013 geschlossen werden. Das Institut erhielt von uns einen Laptop und zahlreiche Multimediaprogramme. 1.540 Frösche werden nun jedes Jahr vor einem gewaltsamen Tod bewahrt.


Medizinstudenten, Valentina Kurovskaya (2. von rechts) und Prof. Svitlana Tkachyk (rechts) mit dem neuen Laptop und den Lehrmaterialien.

Weitere Infos

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