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Datenbank

Tiere sind keine Maschinen

26.12.2012


Fünfzig neue Beschreibungen von Tierversuchen wurden heute unserer Datenbank hinzugefügt, 50 Dokumente, die aufs Neue die Grausamkeit und den Unsinn der Tierversuche beweisen. Die Angaben stammen aus Fachartikeln, die von deutschen Tierexperimentatoren selbst veröffentlicht wurden. Die Auswahl der Artikel wird von uns dabei rein zufällig getroffen.

Tierexperimentatoren halten Tiere für Messinstrumente, die auf bestimmte Reize immer gleich reagieren. Aber Tiere sind keine Maschinen, sie sind individuelle Lebewesen mit Gefühlen, die in einer gleichen Situation so oder so reagieren können. Studien mit Tieren, wie die folgende, sind daher völlig absurd und die Ergebnisse von vornherein wertlos.

Dokument 1

In Göttingen wird bei Mäusen unter Narkose durch Einleiten einer Flüssigkeit in das Auge der Augeninnendruck erhöht, wodurch die Netzhaut geschädigt wird. In den folgenden Tagen wird das Sehvermögen der Tiere getestet: Vor dem Käfig der Mäuse werden auf einem Bildschirm driftende Sinuskurven gezeigt. Die Mäuse folgen den Kurven mit entsprechenden Kopfbewegungen. Will man das rechte Auge testen, laufen die Kurven nach rechts, beim Test für das linke Auge nach links. Bewegt die Maus ihren Kopf nicht parallel zu den Kurven, wird das als mangelndes Sehvermögen interpretiert.
Und was ist, wenn die Maus den Sinuskurven nicht hinterherguckt, weil sie Kopfschmerzen oder einfach keine Lust hat?
Dokumneten-ID: 4297

Manchmal entdecken die Experimentatoren selbst, dass sie auf dem Holzweg sind. Anstatt aber vom Tierversuch abzulassen und sich wissenschaftlichen Methoden zuzuwenden, werden neue Tierversuche gemacht.

Dokument 2

Katzen werden zwei Kameras auf den Kopf geschnallt. Sie werden in einem Wald laufen gelassen und filmen so die Umgebung aus der Katzenperspektive. Bei anderen Katzen wird unter Narkose ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine Stahlkammer angebracht. Auf einem Bildschirm vor den Augen der Tiere werden entweder die zuvor von Katzen gemachten Filme gezeigt oder über den Bildschirm wandernde Streifenmuster. Mittels eines Farbstoffs, der auf das Hirngewebe gegeben wird, können aktive und inaktive Nerven sichtbar gemacht werden. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.
Seit Jahrzehnten werden in der tierexperimentellen Sehforschung über den Bildschirm wandernde Streifenmuster als Stimuli verwendet, um Nervenaktivitäten im Gehirn zu untersuchen. Die Autoren dieses Artikels bemerken, dass diese künstlichen Reize nicht die reale Welt abbilden. Daher verwenden sie hier von Katzen gemachte Naturaufnahmen als visuelle Reize. Die Autoren der Universitäten Osnabrück und Bochum finden heraus, dass sich die Hirnaktivitäten bei den verschiedenen Reizen in der Tat unterscheiden.
Dokumenten-ID: 4288

Das Ergebnis dieser Studie finden Sie banal? Dann lesen Sie mal folgende Beschreibung:

Dokument 3

An der Universität Dresden werden Mäuse in Käfigen gehalten, in denen sie je nach Gruppe unterschiedlich lange Zugang zu einem Laufrad haben: 24 Stunden, 3, 7 oder 35 Tage. Jeweils zwei Tage vor Ablauf der Zeit erhalten die Tiere eine Markierungssubstanz in die Bauchhöhle injiziert, die wachsende Zellen im Gehirn markiert. Nach Ablauf der Laufradzeit werden die Tiere getötet. Die Gehirne werden in Scheiben geschnitten und die markierten Zellen angefärbt.
Das Ergebnis dieser Studie: Körperliche Aktivität regt die Neubildung bestimmter Nervenzellen im Gehirn an. Hätte dafür nicht auch der gesunde Menschenverstand ausgereicht? Oder man hätte Freiwillige auf ein Ergometer setzen und anschließend Aufgaben lösen und ihre Gehirne mit Bild gebenden Verfahren untersuchen können.
Dokumenten-ID: 4279

Dokument 4

In Berlin werden Mäusen Krebszellen von anderen Mäusen in die Flanke injiziert. Eine Testsubstanz wird in das Trinkwasser der Tiere gemischt. Je nach Zeitpunkt des Beginns der Therapie kommt es zu unterschiedlichen Reaktionen. Wird die Behandlung am Tag der Krebsinjektion begonnen, werden die Tumorzellen abgestoßen. Bei späterem Einsatz (12-21 Tage) leiden die Mäuse an Vergiftungserscheinungen. Sie verlieren an Gewicht und sterben. Je später die Therapie einsetzt, desto mehr Mäuse sterben. Die überlebenden Mäuse werden zu späteren Zeitpunkten getötet.
Super, eine Therapie, die nur wirkt, wenn man damit bei der Entstehung der ersten Krebszellen im Körper beginnt und die ansonsten die Patienten umbringt.
Dokumenten-ID: 4276

In der tierexperimentellen Forschung sind auch immer wieder Tierversuche zur Bestätigung von Humanstudien beliebt.

Dokument 5

An der Universität Jena wird bei 16 Ferkeln im Alter von 10-16 Wochen unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Im Beckenbereich werden die Beckenvene und –arterie abgebunden und chirurgisch durch einen Kunststoffschlauch mit einander verbunden. Bei jeweils acht Schweinen werden zwei verschiedene Sorten Schläuche verwendet, die beide in der Humanmedizin im Einsatz sind. Der Bauch wird zugenäht. Einmal wöchentlich wird per Ultraschall untersucht, ob die Schläuche noch durchgängig sind, d.h., ob noch Blut durch fließt. Sechs Wochen nach der Operation werden die Tiere getötet.
Aus der Humanchirurgie weiß man, dass Kunststoffschläuche zur chirurgischen Verbindung zwischen Blutgefäßen sich schnell zusetzen. Die Tierversuche werden gemacht, weil es noch keine Tierversuche zur Bestätigung der klinischen Beobachtung gibt. Wie fast immer bei Versuchen an Schweinen werden hier zudem Ferkel als »Modell« für die meist älteren Patienten verwendet, so dass die Ergebnisse ohnehin fraglich sind.
Dokumenten-ID: 4308

Schließlich noch ein Beispiel für die extreme Grausamkeit vieler Tierversuche:

Dokument 6

Am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München werden bei sechs genmanipulierten Schweinen Herz und Lunge entnommen. Sechs Pavianen wird das Brustbein in der Mitte aufgesägt, um den Brustkorb zu eröffnen. Das Herz des Affen wird durch ein Schweinherz ersetzt. Die Tiere erhalten Immunsuppressiva, also Medikamente, die die Abstoßungsreaktion unterdrücken sollen. Mit speziellem Licht und Filtern wird der Blutfluss in den feinen Blutgefäßen in der Schleimhaut unter der Zunge sichtbar gemacht und mit einer Kamera aufgezeichnet. Dann wird die Narkose (wahrscheinlich) beendet, d.h. die Affen müssen die Abstoßungsreaktion bei vollem Bewusstsein erleben. Alle Affen sterben innerhalb von 5 Stunden bis 4 Tagen. Die Ursachen sind unterschiedlich: Drei Tiere sterben innerhalb von 10 Stunden, 3 und 4 Tagen durch akute Abstoßungsreaktion und damit verbundenem Herzversagen. Zwei Affen sterben nach 5 und 10 Stunden an Herzversagen, wobei keine Anzeichen einer Abstoßungsreaktion gefunden wurden. Ein Affe entwickelt nach 2 Tagen Nierenversagen und ein Lungenödem. Er wird getötet.
Die Xenotransplantation, also die Übertragung von artfremden Organen, ist aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen selbst in Fachkreisen umstritten. Seit Jahren werden an der LMU München Schweineorgane auf Affen übertragen. Die Primaten sterben qualvoll meist schon nach kurzer Zeit. Trotzdem wird an diesem Wahnsinn weiter festgehalten.
Dokumenten-ID: 4291

Fazit: Tierversuche sind ein Irrweg und müssen umgehend abgeschafft werden!

Dr. med. vet. Corina Gericke

Ausführliche Beschreibungen und Quellenangaben sind unter www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Einfach nach der Dokumenten-ID suchen.

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