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Absurditäten aus deutschen Labors - - Ratten bis auf das Skelett abgemagert - Prädikat »besonders grausam«

Ratten bis auf das Skelett abgemagert - Prädikat »besonders grausam«

Tierversuche seien nicht schlimmer als eine Injektion, wird oft behauptet. Ein Blick in unsere Datenbank beweist das Gegenteil. Viele der Tausenden Beschreibungen von Tierversuchen sind an Grausamkeit kaum zu überbieten. Die Datenbank-Dokumente beruhen auf den Veröffentlichungen der Experimentatoren selbst. Nichts ist erfunden. Man kann davon ausgehen, dass die Realität noch weitaus schlimmer ist, als die »neutral-sachliche« Wissenschaftssprache preisgibt.

Um Veränderungen im Gehirn bei Essstörungen wie Magersucht zu untersuchen, werden am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim Ratten über einen Zeitraum von drei Monaten so wenig gefüttert, dass sie 45 Prozent ihres Normalgewichtes verlieren. Das wäre damit vergleichbar, dass man einen 70 kg schweren Menschen absichtlich so lange hungern ließe, bis er nur noch 38,5 kg wiegen würde.
Christoph Göpel, Martin H. Schmidt, Marianne Campanini, Jochen Klein: Breakdown of choline-containing phospholipids in rat brain during severe weight loss. Neuroscience Letters 2002: 326, 21-24
Mannheim


Man nehme: viele Mäuse, schneide ihnen den Bauch auf, steche ein paar Mal in den Blinddarm, so dass Darminhalt in die Bauchhöhle fließen kann und nähe die Maus wieder zu. Durch den Darminhalt gelangen Bakterien in die Bauchhöhle und verursachen eine schwere, äußerst schmerzhafte Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung. Je nach Anzahl und Größe der Löcher sterben die Mäuse mehr oder weniger schnell. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig empfiehlt so in einem Fachartikel die Vorgehensweise bei der Erstellung eines »Mausmodells« für eine Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung. Wie in einem Kochrezept wird beschrieben, welche Zutaten man braucht, um praktischerweise die „gewünschte Todesrate“ zu variieren. Der qualvolle Tod der Tiere ist dabei nichts anderes als »Teig kneten«.
Eva Medina: Murine model of polymicrobial septic peritonitis using cecal ligation and puncture (CLP). Methods in Molecular Biology 2010: 602, 411-415
Braunschweig


An diversen Instituten in Deutschland und in aller Welt müssen Affen im Namen der Hirnforschung oft über Jahre hinweg Torturen erleiden, die Menschen als unerträglich bezeichnen würden.
Ein Bespiel: Zur Ergründung der Frage wie Affen Gesichter und Stimmen unterscheiden werden am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen zunächst die Rufe mehrerer in Primatenstühlen gefesselte Rhesusaffen mit einer Videokamera aufgezeichnet. Die eigentlichen Versuche finden mit zwei Rhesusaffen statt. Ihnen wird unter Narkose ein Loch in den Schädel gebohrt. Darauf werden eine Titankammer und ein Metallbolzen befestigt. In ein Auge wird eine Metallspule eingepflanzt. Vor einem Versuch erhalten die Affen über einen nicht genannten Zeitraum nichts zu Trinken, damit sie für ein paar Tropfen Saft alles machen, was von ihnen verlangt wird. Sie werden in einen Affenstuhl geschnallt und ihr Kopf wird an den Bolzen an einem Gestell angeschraubt. Durch das Bohrloch im Kopf werden Elektroden in das Gehirn geschoben. Die Affen müssen einen Punkt auf einem Bildschirm mit den Augen fixieren. Die Augenbewegungen werden mit Hilfe der implantierten Spule verfolgt. Dafür erhalten die durstigen Tiere einen Tropfen Saft. Wenn ein Tier die Augen vom Punkt wegbewegt, gibt es nichts zu Trinken. Auf dem Bildschirm werden nun die von den rufenden Affen gezeigt. Die Affen dürfen ihre Augen nicht vom Bildschirm wegbewegen. Gleichzeitig werden über die Elektroden Hirnströme gemessen.
Asif A. Ghazanfar et al.: Multisensory integration of dynamic faces and voices in rhesus monkey auditory cortex. The Journal of Neuroscience 2005: 25(20) 5004-5012
Tübingen


Affen sind nicht die einzigen Tiere, die in der Hirnforschung leiden müssen. In Bochum werden Tauben verwendet. Als »Trainingsmethode« wird ebenfalls Wasserentzug eingesetzt. Die Tiere bekommen außerhalb der Trainingssitzung nichts zu trinken. Der Kopf einer Taube wird an einem auf dem Schädel implantierten Gestell unbeweglich angeschraubt. Das Tier muss lernen, den unteren Schnabel zu bewegen oder nicht zu bewegen, wenn auf einem Bildschirm bestimmte Symbole auftauchen. Für eine richtige Antwort gibt es einen Tropfen Saft in den Mund geflößt. Die Tauben werden schließlich getötet.
Janina A. Kirsch et al.: Neuronal encoding of meaning: Establishing category-selective response patterns in the avian "prefrontal cortex. Behavioral Brain Research 2009: 198, 214-223
Bochum


In Magdeburg werden Wüstenrennmäuse (Gerbils) durch Elektroschocks »trainiert«. Die Tiere müssen bei Ertönen eines akustischen Signals über eine Wand im Käfig springen. Tun sie es nicht oder springen sie, obwohl kein Ton ertönt, gibt es zur Strafe über das Bodengitter einen Stromschlag. Gleichzeitig werden über zuvor in das Gehirn implantierte Drähte Hirnströme gemessen.
Marcus Jeschke et al.: Gamma oscillations in gerbil auditory cortex during a target-discrimination task reflect matches with short-term memory. Brain Research 2008: 1220, 70-80
Magdeburg


Toxoplasmose ist eine Krankheit, die beim Menschen und bei verschiedenen Tierarten vorkommt und über die es Regalwände voller Veröffentlichungen gibt. Aber wer lange genug sucht, wird schon noch irgendein Detail finden, dass man mal untersuchen könnte. In diesem Fall werden normale und genetisch veränderte Mäuse mit dem Erreger Toxoplasma gondii durch Injektion in die Bauchhöhle infiziert. Die genetisch veränderten Mäuse sterben alle kläglich innerhalb von 50 Tagen. Bei den normalen Mäusen stirbt »nur« die Hälfte. Die Überlebenden werden schließlich auch getötet.
Katrin Drögemüller et al.: Astrocyte gp130 expression is critical for the control of toxoplasma encephalitis. The Journal of Immunology 2008: 181, 2683-2693
Magdeburg


Forschungen zur Vogel- und Schweinegrippe sind dank der globalen medialen Hysterie, geschürt durch die Pharmaindustrie und andere Profiteure, hoch im Kurs. Unerschöpfliche Quellen staatlicher Gelder tun sich auf, um diesen Geiseln der Menschheit auf den Grund zu gehen. In Deutschland ist es das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems, das sich mit haarsträubenden Tierversuchen zu diesem Thema hervortut. So wurden Schwäne und Kälber mit Vogelgrippeviren (H5N1) infiziert und Hühner und Schweine mit Schweinegrippeviren (H1N1). In einer weiteren Studie des Friedrich-Löffler-Instituts werden Katzen mit Vogelgrippeviren infiziert, andere Katzen werden zuvor mit einem Impfstoff behandelt. Einige infizierte Tiere entwickeln schwere Symptome: hohes Fieber, Futterverweigerung und Atembeschwerden. Einige Katzen sterben, andere werden wegen der Schwere der Symptome vorzeitig getötet. Die überlebenden Tiere werden 21 Tage nach der Infektion getötet.
Elke Lange et al.: Pathogenesis and transmission of the novel swine-origin influenza virus A/H1N1 after experimental infection of pigs. Journal of General Virology 2009: 90, 2119-2123
Insel Riems


Laut WHO sind bis zum Jahr 2008 weltweit 348 Menschen in 14 Ländern an Vogelgrippe erkrankt, 210 starben. Katzen können an Vogelgrippe erkranken. Eine Übertragung des H5N1-Virus von Katzen auf Menschen ist jedoch bislang nicht dokumentiert. Laut Behauptung der Autoren einer Studie des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems könnten Änderungen der Viren dazu führen, dass Katzen bei der Übertragung des Vogelgrippe-Virus zu einer potentiellen pandemischen Gefahr für den Menschen werden könnten. Daher sollte laut Autorenmeinung eine Impfung von Katzen erwogen werden, um das Risiko der Ansteckung von Menschen zu reduzieren. Mit anderen Worten, 17 Katzen wurden zu Tode gequält für eine praktisch nicht vorhandene Gefahr, aber für ein potentiell großes Geschäft mit einem völlig überflüssigen Impfstoff.
Thomas W. Vahrenkamp et al.: Protection of cats against lethal influenza H5N1 challenge infection. Journal of General Virology 2008: 89, 968-974
Insel Riems


Stroboskopisches Licht in der Disco oder bei Konzerten ruft einen besonderen Effekt hervor, kann aber auch als ziemlich unangenehm empfunden werden. Aber meist ist es ja nach ein paar Minuten vorbei. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, die Lichtblitze hören nicht auf. Sie sind immer da, Tag und Nacht. Mehrere Wochen. Sie können nicht richtig sehen und nicht schlafen, Ihre Sinne verschwimmen. Eine schreckliche Vorstellung? Im Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung mussten dies zwei Katzenmütter mit ihren Babys erleiden. Die Kätzchen wurden bis zu 14 Wochen unter stroboskopischem Licht aufgezogen. Dadurch können die Tiere keine normalen Bewegungsabläufe wahrnehmen, weil jede Bewegung durch das Flackerlicht »zerhackt« wird. Ziel ist die Untersuchung der Entwicklung der für das Sehen zuständigen Hirnbereiche. Mitautor der Publikation ist Wolf Singer, ein berüchtigter Experimentator, der seit Jahren Katzen und andere Tiere quält, um den Geheimnissen des menschlichen Gehirns auf die Spur zu kommen.
Kerstin E. Schmidt et al.: Binocular phasic coactivation does not prevent ocular dominance segregation. Frontiers in Bioscience 2008: 13, 3381-3390
Frankfurt/M.


Mehr als 1.700 Ratten werden bei der Firma BASF in Ludwigshafen einer Zwei-Generationen-Studie zur Reproduktionsgiftigkeit eines Lichtschutzfaktors für Sonnencreme unterzogen. Sowohl Elterntieren als auch deren Nachkommen in erster und zweiter Generation wird die Substanz in drei verschiedenen Dosen unters Futter gemischt. Alle Ratten werden zur Untersuchung getötet. Sollen wirklich über 1.700 Ratten allein in einem Versuch geopfert werden, um die xte Sonnenmilch zu testen?
Steffen Schneider et al.: Octyl methoxycinnamate: Two generation reproduction toxicity in Wistar rats by dietary administration. Food and Chemical Toxicology 2005: 43, 1083-1092
Ludwigshafen


Bei der Firma Boehringer Ingelheim in Biberach an der Riss wird ein potentielles Schmerzmittel (gibt es nicht schon genug davon?) an Ratten verabreicht. Dann wird bei ihnen auf acht verschiedene Arten Schmerz erzeugt: Die Tiere werden auf eine heiße Platte gesetzt, der Ischiasnerv wird abgebunden, die Fußsohle wird mit einer Pinzette gezwickt, eine reizende Substanz wird in eine Pfote gespritzt usw.
Wolfram Gaida et al.: Ambroxol, a Nav1.8-preferring Na+ channel blocker, effectively suppresses pain symptoms in animal models of chronic, neuropathic and inflammatory pain. Neuropharmacology 2005: 49, 1220-1227
Biberach an der Riss


Zur Untersuchung des Einflusses sozialen Zusammenlebens auf die Fortpflanzungsfähigkeit und das Körpergewicht von geschlechtsreifen Affenmännchen werden bei der Firma Covance in Münster 16 vier bis fünf Jahre alte Langschwanzmakaken aus Mauritius verwendet. Die Tiere werden mindestens 12 Wochen einzeln und ohne Blickkontakt zu ihren Artgenossen in Käfigen mit einer Größe von 60 x 60 x 90 cm gehalten. Danach werden die Affen für 26 Wochen in ein Gemeinschaftsgehege (200 x 8000 x 200 cm) überführt. Mehrfach wird unter Betäubung Samenflüssigkeit durch elektrische Stimulation mit einer Sonde im Mastdarm gewonnen.
Soziale und bewegungsfreudige Affen 12 Wochen lang in kleine Einzelkäfige zu pferchen, ist allein schon grausamste Tierquälerei.
Marc O. Niehoff et al.: Effects of social housing of sexually mature male cynomolgus monkeys during general and reproductive toxicity evaluation. Reproductive Toxicology 2010: 29, 57-67
Münster


Der Körper einer nicht narkotisierten Fledermaus (Bunte Lanzennase) wird in eine Sandwich-artige Apparatur gespannt, so dass sich das Tier nicht mehr bewegen kann. Der Kopf wird mit Hilfe eines am Schädel festgeklebten Rohres fixiert. Unter Lokalanästhesie (!) werden mehrere Löcher in den Schädel gebohrt, durch die Elektroden in das Gehirn eingeführt werden. Die Fledermäuse schreien, wenn elektrische Reize über die Elektroden verabreicht werden. Ihre Schreie werden aufgezeichnet. Die Versuche finden ohne Narkose statt und dauern bis zu 5 Stunden.
T. Fenzl et al.: Periaqueductal gray and the region of the paralemniscal area have different functions in the control of vocalization in the neotropical bat, Phyllostomus discolor. European Journal of Neuroscience 2002: 16, 1974-1986
München


In Düsseldorf wird narkotisierten Ratten die Haut auf dem Rücken geschoren. 30% der gesamten Hautoberfläche werden durch kochendes Wasser (99°C) verbrüht. Unmittelbar danach wird die Narkose beendet. Die Tiere erhalten Schmerzmittel und eine Flüssigkeitstherapie. Dann wird eine Gentherapie getestet. 33 Tage nach der Verbrühung werden die Tiere durch Genickbruch getötet.
Marc G. Jeschke et al.: Exogenous liposomal IGF-I cDNA gene transfer leads to endogenous cellular and physiological responses in an acute wound. American Journal of Physiology. Regulatory, Integrative and Comparative Physiology 2004: 286, R958-R-966
Düsseldorf

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