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Datenbank

Schleiereulen das Kleinhirn abgesaugt

4.5.2010

Angeblich seien Tierversuche notwendig, um kranken Menschen zu helfen. Unsere Datenbank beweist, dass die tierexperimentelle Forschung sehr weit davon entfernt ist, irgendetwas Gutes für die Menschheit zu tun. Die heute neu hinzugefügten 55 Tierversuchbeschreibungen machen erneut deutlich, worum es tatsächlich geht: Karriere in der Wissenschaftszunft, Einstreichen von Forschungsgeldern aus unserem Steuertopf und Befriedigung der Neugier.

Dokument 1

Stroboskopisches Licht in der Disco oder bei Konzerten ruft einen besonderen Effekt hervor, kann aber auch als ziemlich unangenehm empfunden werden. Aber meist ist es ja nach ein paar Minuten vorbei. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, die Lichtblitze hören nicht auf. Sie sind immer da, Tag und Nacht. Mehrere Wochen. Sie können nicht richtig sehen und nicht schlafen, Ihre Sinne verschwimmen. Eine schreckliche Vorstellung? Im Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung mussten dies zwei Katzenmütter mit ihren Babys erleiden. Die Kätzchen wurden bis zu 14 Wochen unter stroboskopischem Licht aufgezogen. Dadurch können die Tiere keine normalen Bewegungsabläufe wahrnehmen, weil jede Bewegung durch das Flackerlicht „zerhackt“ wird. Ziel ist die Untersuchung der Entwicklung der für das Sehen zuständigen Hirnbereiche. Mitautor der Publikation ist Wolf Singer, ein berüchtigter Experimentator, der seit Jahren Katzen und andere Tiere quält, um den Geheimnissen des menschlichen Gehirns auf die Spur zu kommen.
Dokumenten-ID: 4022

Dokument 2

Ein anderes Beispiel für Hirnforschung ohne Hirn und Verstand: Bei Katzen und Affen ist bekannt, welcher Hirnbereich für die Wahrnehmung beweglicher Bilder zuständig ist. An der Ruhr-Universität Bochum wird zur Abwechslung nach dem vergleichbaren Hirnbereich beim Frettchen gesucht. Dazu wird den Tieren ein Teil des Hirngewebes abgesaugt. Vor und nach der Operation müssen sie verschiedene Experimente durchlaufen. Unter anderem werden die Frettchen in enge Röhren gesteckt und in einer Trommel rotiert. Gleichzeitig wird die Reaktion der Augen mit Hilfe von Elektroden registriert.
Dokumenten-ID: 4034

Dokument 3

Apropos Abwechslung: Immer nur Katzen und Affen ist ja langweilig, es gibt noch so viele andere Tierarten, die man in der Grundlagenforschung am Hirn missbrauchen kann. Am Leibniz Institut für Neurobiologie, Magdeburg, fand eine Arbeitsgruppe heraus, dass sich die Nervenaktivitäten im für das Hören zuständigen Hirnbereich bei Eulen und Katzen unterscheiden. Für diese bahnbrechende Erkenntnis wird bei Schleiereulen ein Teil des Kleinhirns abgesaugt. Es werden Töne abgespielt und gleichzeitig mit Elektroden im Hörstamm des Tieres Nervenströme gemessen.
Dokumenten-ID: 4052

Dokument 4

Wenig Abwechslung bietet dagegen eine Studie der Uni Ulm. Dass Formaldehyd giftig ist, weiß man schon seit mindestens 100 Jahren. Über die zahllosen gesundheitsschädlichen Eigenschaften der Chemikalie gibt es schränkeweise Literatur. Um längst vorhandenes Wissen zu bestätigen, wurden Ratten vier Wochen lang an fünf Tagen pro Woche täglich über sechs Stunden mit Formaldehyd begast.
Dokumenten-ID: 4039

Dokument 5

Ein Tierversuch aus dem Universitätsklinikum Erlangen belegt erneut die Absurdität der tierexperimentellen Forschung. Künstlich krank gemachte Tiere spiegeln in keiner Weise die Situation beim Menschen wieder. Eine Leberfibrose wird beim Menschen durch Viren oder Alkohol verursacht. Dabei kommt es zu Umbauvorgängen, bei denen Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt wird. Bei Ratten wird eine Leberfibrose einfach durch Abbinden des Gallenganges oder 12-wöchige Gabe einer giftigen Chemikalie hervorgerufen. Anschließend wird die Wirkung einer Testsubstanz untersucht. Der Wirkstoff wird über einen Zeitraum von acht Wochen täglich zweimal in die Bauchhöhle injiziert. Nicht nur, dass die Symptome künstlich hervorgerufen werden, auch der Behandlungsversuch ist fern jeder Realität. Stress und Angst bei den Tieren, denen acht Wochen lang zweimal täglich eine Injektion in die Bauchhöhle verabreicht wird, verfälschen die Versuchsergebnisse. Die Ergebnisse aus solchen Studien sind von vornherein wertlos.
Dokumenten-ID: 4028

Dokument 6

Laut einer Publikation aus der Uni Bonn sind 30% der bei Menschen transplantierten Lebern Fettlebern. Um die Transplantatqualität zu verbessern, wird bei Ratten eine Fettleber künstlich hervorgerufen. Die Tiere erhalten eine fettfreie kohlenhydratreiche Diät. Die Leberverfettung geht mit einer Vergrößerung der Leberzellen und einer Schädigung der Lebergänge einher. Den Ratten werden getötet, um die kranken Lebern zu untersuchen. Abgesehen von der grundsätzlichen Problematik ausgetauschter Organe, wer will schon eine Fettleber transplantiert haben?
Dokumenten-ID: 4041

Dokument 7

Beliebt sind auch immer wieder Tierstudien, die problemlos direkt am Menschen durchgeführt werden könnten. An der Uni Tübingen werden Hirnströme bei Mäusen gemessen, die einen Gendefekt aufweisen, der beim Menschen für die Sprache und Lernen zuständig ist. Die Autoren schließen ihren Artikel mit der Empfehlung einer Testung an menschlichen Patienten mit diesem Gendefekt. Warum denn nicht gleich am Menschen?
Dokumenten-ID: 4066

Dokument 8

Zum Schluss noch ein Beispiel aus der Rubrik „besonders hirnrissig“: Was passiert im Hirngewebe bei genetisch veränderten Mäusen, die durch den Geruch von Fuchskot vor Schreck erstarren? Dieser für die Menschheit elementaren Frage gingen von unseren Steuergeldern bezahlte Forscher der Uni Magdeburg nach. Die Mäuse werden einzeln in eine Plastikbox gesetzt, in die der Geruch von Fuchskot eingeleitet wird. Der Geruch eines natürlichen Fressfeindes lässt die Tiere vor Schreck erstarren. Nach 20 Minuten werden die Mäuse durch Köpfen getötet. Das Gehirn wird in Scheiben geschnitten und auf Expression eines bestimmten Gens untersucht.
Dokumenten-ID: 4051

Dr. med. vet. Corina Gericke

Ausführliche Beschreibungen und Quellenangaben sind unter www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Einfach nach der Dokumenten-ID suchen.

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