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Datenbank-News

Der Irrsinn der „Tiermodelle“

4.8.2012

Tierversuche seien unerlässlich, um neue Medikamente für unheilbare Krankheiten zu finden? Von wegen! Die Öffentlichkeit wird regelmäßig mit solchen Behauptungen getäuscht. In Wahrheit ist der angebliche Nutzen von Tierversuchen nur vorgeschoben. Die 50 neuen Beschreibungen von in Deutschland durchgeführten Tierexperimenten, die heute in unsere inzwischen über 4.000 Dokumente umfassende Datenbank eingestellt wurden, beweisen aufs Neue den Irrsinn der so genannten „Tiermodelle“, mit denen versucht wird, menschliche Erkrankungen auf krude Weise bei Tieren künstlich nachzuahmen. Und sie zeigen, worum es in der tierexperimentellen Forschung tatsächlich geht: um wissenschaftliches Interesse auf Kosten von fühlenden Lebewesen, um Forschungsgelder, um die Bestätigung von längst bekanntem Wissen und um das Dogma „das wurde schon immer so gemacht“.

Dokument 1

Eine Bandscheibendegenration tritt durch jahrzehntelange Abnutzung auf und kommt naturgemäß bei älteren Menschen vor. Die knorpeligen Zwischenwirbelscheiben werden immer dünner, ihre Elastizität nimmt durch den Verlust der Fähigkeit Wasser zu speichern, ab und sie bekommt Risse. Dieser komplexe Vorgang, der bei Menschen ein ganzes Leben dauert, wird in einer Arbeit aus der Berliner Charitè bei gesunden Kaninchen (ohne Nennung des Alters) simuliert, indem einfach ein Stück einer Bandscheibe herausgeschnitten wird. So soll ein resorbierbares Biomaterial zur Regeneration bei Bandscheibendefekten getestet werden. Als Begründung für die Wahl dieses „Modells“ wird nach dem Motto „das wurde schon immer so gemacht“ auf eine Arbeit aus den 1930er Jahren verwiesen. Die Autoren bemerken, dass Kaninchen nicht aufrecht gehen und daher die Bandscheiben anderen Belastungen ausgesetzt sind. Sie kündigen weitere Studien mit größeren und aufrecht gehenden Tieren an. Die Erkenntnis, dass die Ergebnisse nichts nützen, findet man häufig in wissenschaftlichen Publikationen. Erschreckenderweise folgt daraus nicht die Konsequenz, auf Tierversuche zu verzichten, sondern es wird weitergemacht wie bisher. (Dokumenten-ID: 4109)

Dokument 2

Um die Regeneration von Knochen durch Stammzellen zu untersuchen, wird am Universitätsklinikum Freiburg Kaninchen ein 1,5 cm langes Stück Knochen aus der Elle (Unterarmknochen) gesägt und die Lücke mit einem Knochenersatzgerüst und Stammzellen vom Menschen oder aus dem Knochenmark des jeweils selben Kaninchens bestückt. Der Arm wird nicht durch Schienen o.ä. stabilisiert. Zwei Kaninchen erleiden einen Bruch des Unterarms, d.h. der Speiche. Sie werden vor Ende der Studie getötet. Die anderen Kaninchen werden drei Monate nach der Operation getötet, um die Knochenheilung zu untersuchen. Ergebnis: Die eigenen Stammzellen gehen besser an, als die einer anderen Spezies (Mensch). Die Autoren schließen, dass weitere Forschung nötig sei, um diesem „Phänomen“ auf die Spur zu kommen. Typisch, auch wenn die Ergebnisse noch so banal sind, es werden regelmäßig weitere Studien angekündigt, um den Fluss von Forschungsgeldern und Drittmitteln, mitfinanziert vom Steuerzahler, aufrecht zu erhalten. (Dokumenten-ID: 4088)

Dokument 3

Ein sogenannter Reihenfolge-Reaktionszeittest-Test (sequential reaction time task) wird seit mindestens 1995 bei Menschen durchgeführt, um das unwissentliche Lernen zu erforschen. Versuchspersonen müssen bei einem Lichtsignal eine von vier Tasten drücken. Die Lichtsignale erscheinen dabei in einer bestimmten Reihenfolge. Wird bei gesunden Menschen eine Reihenfolge durch zufällige Signale unterbrochen, verlängert sich die Reaktionszeit. Das heißt, die Person hat die Reihenfolge, auch wenn sie kompliziert ist, unbewusst gelernt und reagiert mit Verzögerung, wenn sie geändert wird. Bei Parkinson-Patienten ist dies oftmals nicht der Fall, da sie die Reihenfolge nicht erlernen können. Forscher der Uni Marburg haben eine Variante dieses Tests für Ratten entwickelt. Die Tiere müssen bei Aufleuchten einer Lampe ihre Nase in ein Loch in einer Wand stecken. Bei jeder 13. richtigen Reaktion gibt es ein Futterpellet. Auch typisch für die tierexperimentelle Forschung: Für Tests oder auch Behandlungsmethoden, die längst beim Menschen etabliert sind, werden „Tiermodelle“ „erfunden“ – einfach, weil es sie noch nicht gibt. (Dokumenten-ID: 4086)

Dokument 4

Um der Frage nachzugehen, warum manche Menschen trotz fettreicher Ernährung weniger an Gewicht zunehmen als andere sowie zur Frage der Bedeutung der körperlichen Aktivität bei der Entwicklung von Fettsucht wird an der Uni Marburg mit Mäusen experimentiert. Es werden Tiere verschiedener Zuchtlinien verwendet, die entweder bei fettreicher Ernährung leicht übergewichtig werden oder nicht dafür anfällig sind. Die Tiere erhalten entweder fettreiche oder normale Nahrung. Es werden verschiedene Tests durchführt. Bei manchen Mäusen wird ein kleiner Radiosender in die Bauchhöhle eingepflanzt, der die körperliche Aktivität des Tieres im Käfig registriert und an einen Computer gesteuerten Empfänger sendet. Einige Mäuse werden getötet, um die Körpermasse, das Körperfett und andere Werte zu ermitteln. Dass Übergewicht ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft ist, steht außer Frage. Wären hier nicht eher Bevölkerungsstudien, gepaart mit Werbung für gesunde Ernährung und Bewegung angebracht, anstatt Mäusen Sender einzubauen? (Dokumenten-ID: 4094)

Dokument 5

Bei Traumapatienten, die mit großen Mengen Infusionslösung behandelt werden, kann es zu unkontrollierten Blutungen kommen, weil durch die Verdünnung des Blutes die Blutgerinnung herabgesetzt ist. Zur Behandlung der Blutgerinnungsstörung werden in der Humanmedizin verschiedene Mittel eingesetzt. In einer Studie der Firma Behring, Marburg, wird ein Präparat mit Gerinnungsfaktoren an gesunden narkotisierten Ferkeln als „Modell“ für verunfallte erwachsene Patienten getestet. Dabei werden über die Halsvene der Tiere 65-70% des gesamten Blutes abgelassen. Das Volumen wird mit einer Infusionslösung und roten Blutkörperchen wieder aufgefüllt. Anschließend werden Substanzen verabreicht, die die Blutgerinnung wiederherstellen sollen. Nun wird der Bauch der Schweine aufgeschnitten und mit einem Skalpell wird ein 8 cm langer und 1 cm tiefer Schnitt in die Milz geschnitten. Es wird die Zeit gemessen, bis die Milz aufhört zu bluten.

Dokument 6

Ausgewachsene Hausschweine können 180 – 250 kg wiegen. Da Schweine in dieser Größe zu unhandlich sind, wird in der tierexperimentellen Forschung fast immer auf Jungtiere im Alter von drei bis vier Monaten und einem Gewicht von 20-40 kg zurückgegriffen. In diesem Fall sollen also junge, gesunde Ferkel als „Modell“ für verunfallte erwachsene Patienten herhalten, für Menschen, die durch das Trauma vielleicht unter Schock stehen und nicht nur multiple körperliche Verletzungen, sondern auch psychische Schäden erlitten haben. Die Nachahmung einer solch komplexen Situation am „Tiermodel“ ist bar jeder Realität, die Ergebnisse entsprechend wertlos. (Dokumenten-ID: 4081)

Dr. med. vet. Corina Gericke

Ausführliche Beschreibungen und Quellenangaben sind unter www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Einfach nach der Dokumenten-ID suchen.

Schleiereulen das Kleinhirn abgesaugt

4.5.2010

Angeblich seien Tierversuche notwendig, um kranken Menschen zu helfen. Unsere Datenbank beweist, dass die tierexperimentelle Forschung sehr weit davon entfernt ist, irgendetwas Gutes für die Menschheit zu tun. Die heute neu hinzugefügten 55 Tierversuchbeschreibungen machen erneut deutlich, worum es tatsächlich geht: Karriere in der Wissenschaftszunft, Einstreichen von Forschungsgeldern aus unserem Steuertopf und Befriedigung der Neugier.

Dokument 1

Stroboskopisches Licht in der Disco oder bei Konzerten ruft einen besonderen Effekt hervor, kann aber auch als ziemlich unangenehm empfunden werden. Aber meist ist es ja nach ein paar Minuten vorbei. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, die Lichtblitze hören nicht auf. Sie sind immer da, Tag und Nacht. Mehrere Wochen. Sie können nicht richtig sehen und nicht schlafen, Ihre Sinne verschwimmen. Eine schreckliche Vorstellung? Im Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung mussten dies zwei Katzenmütter mit ihren Babys erleiden. Die Kätzchen wurden bis zu 14 Wochen unter stroboskopischem Licht aufgezogen. Dadurch können die Tiere keine normalen Bewegungsabläufe wahrnehmen, weil jede Bewegung durch das Flackerlicht „zerhackt“ wird. Ziel ist die Untersuchung der Entwicklung der für das Sehen zuständigen Hirnbereiche. Mitautor der Publikation ist Wolf Singer, ein berüchtigter Experimentator, der seit Jahren Katzen und andere Tiere quält, um den Geheimnissen des menschlichen Gehirns auf die Spur zu kommen.
Dokumenten-ID: 4022

Dokument 2

Ein anderes Beispiel für Hirnforschung ohne Hirn und Verstand: Bei Katzen und Affen ist bekannt, welcher Hirnbereich für die Wahrnehmung beweglicher Bilder zuständig ist. An der Ruhr-Universität Bochum wird zur Abwechslung nach dem vergleichbaren Hirnbereich beim Frettchen gesucht. Dazu wird den Tieren ein Teil des Hirngewebes abgesaugt. Vor und nach der Operation müssen sie verschiedene Experimente durchlaufen. Unter anderem werden die Frettchen in enge Röhren gesteckt und in einer Trommel rotiert. Gleichzeitig wird die Reaktion der Augen mit Hilfe von Elektroden registriert.
Dokumenten-ID: 4034

Dokument 3

Apropos Abwechslung: Immer nur Katzen und Affen ist ja langweilig, es gibt noch so viele andere Tierarten, die man in der Grundlagenforschung am Hirn missbrauchen kann. Am Leibniz Institut für Neurobiologie, Magdeburg, fand eine Arbeitsgruppe heraus, dass sich die Nervenaktivitäten im für das Hören zuständigen Hirnbereich bei Eulen und Katzen unterscheiden. Für diese bahnbrechende Erkenntnis wird bei Schleiereulen ein Teil des Kleinhirns abgesaugt. Es werden Töne abgespielt und gleichzeitig mit Elektroden im Hörstamm des Tieres Nervenströme gemessen.
Dokumenten-ID: 4052

Dokument 4

Wenig Abwechslung bietet dagegen eine Studie der Uni Ulm. Dass Formaldehyd giftig ist, weiß man schon seit mindestens 100 Jahren. Über die zahllosen gesundheitsschädlichen Eigenschaften der Chemikalie gibt es schränkeweise Literatur. Um längst vorhandenes Wissen zu bestätigen, wurden Ratten vier Wochen lang an fünf Tagen pro Woche täglich über sechs Stunden mit Formaldehyd begast.
Dokumenten-ID: 4039

Dokument 5

Ein Tierversuch aus dem Universitätsklinikum Erlangen belegt erneut die Absurdität der tierexperimentellen Forschung. Künstlich krank gemachte Tiere spiegeln in keiner Weise die Situation beim Menschen wieder. Eine Leberfibrose wird beim Menschen durch Viren oder Alkohol verursacht. Dabei kommt es zu Umbauvorgängen, bei denen Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt wird. Bei Ratten wird eine Leberfibrose einfach durch Abbinden des Gallenganges oder 12-wöchige Gabe einer giftigen Chemikalie hervorgerufen. Anschließend wird die Wirkung einer Testsubstanz untersucht. Der Wirkstoff wird über einen Zeitraum von acht Wochen täglich zweimal in die Bauchhöhle injiziert. Nicht nur, dass die Symptome künstlich hervorgerufen werden, auch der Behandlungsversuch ist fern jeder Realität. Stress und Angst bei den Tieren, denen acht Wochen lang zweimal täglich eine Injektion in die Bauchhöhle verabreicht wird, verfälschen die Versuchsergebnisse. Die Ergebnisse aus solchen Studien sind von vornherein wertlos.
Dokumenten-ID: 4028

Dokument 6

Laut einer Publikation aus der Uni Bonn sind 30% der bei Menschen transplantierten Lebern Fettlebern. Um die Transplantatqualität zu verbessern, wird bei Ratten eine Fettleber künstlich hervorgerufen. Die Tiere erhalten eine fettfreie kohlenhydratreiche Diät. Die Leberverfettung geht mit einer Vergrößerung der Leberzellen und einer Schädigung der Lebergänge einher. Den Ratten werden getötet, um die kranken Lebern zu untersuchen. Abgesehen von der grundsätzlichen Problematik ausgetauschter Organe, wer will schon eine Fettleber transplantiert haben?
Dokumenten-ID: 4041

Dokument 7

Beliebt sind auch immer wieder Tierstudien, die problemlos direkt am Menschen durchgeführt werden könnten. An der Uni Tübingen werden Hirnströme bei Mäusen gemessen, die einen Gendefekt aufweisen, der beim Menschen für die Sprache und Lernen zuständig ist. Die Autoren schließen ihren Artikel mit der Empfehlung einer Testung an menschlichen Patienten mit diesem Gendefekt. Warum denn nicht gleich am Menschen?
Dokumenten-ID: 4066

Dokument 8

Zum Schluss noch ein Beispiel aus der Rubrik „besonders hirnrissig“: Was passiert im Hirngewebe bei genetisch veränderten Mäusen, die durch den Geruch von Fuchskot vor Schreck erstarren? Dieser für die Menschheit elementaren Frage gingen von unseren Steuergeldern bezahlte Forscher der Uni Magdeburg nach. Die Mäuse werden einzeln in eine Plastikbox gesetzt, in die der Geruch von Fuchskot eingeleitet wird. Der Geruch eines natürlichen Fressfeindes lässt die Tiere vor Schreck erstarren. Nach 20 Minuten werden die Mäuse durch Köpfen getötet. Das Gehirn wird in Scheiben geschnitten und auf Expression eines bestimmten Gens untersucht.
Dokumenten-ID: 4051

Dr. med. vet. Corina Gericke

Ausführliche Beschreibungen und Quellenangaben sind unter www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Einfach nach der Dokumenten-ID suchen.

Alkohol ist nicht gut für Kinder

und andere Weisheiten der Tierversuchs-Forschung

20.01.2010

Die 50 neuen, heute in unsere Datenbank eingespeisten Beschreibungen von in Deutschland durchgeführten Tierversuchen beweisen erneut, dass es in der tierexperimentellen Forschung größtenteils gar nicht um Erkenntnisse „von hervorragender Bedeutung für wesentliche Bedürfnisse von Mensch und Tier“, wie im Tierschutzgesetz gefordert, geht.

Tatsächlich stehen Neugier, Karriere und finanzielle Interessen im Vordergrund. Die Qualität eines Forschers wird nämlich nicht daran gemessen, wie vielen Menschen er geholfen hat, sondern an der Anzahl und dem Ansehen seiner Publikationen. Ein neuer Tierversuch bedeutet eine weitere Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift, mit deren Hilfe weitere Forschungsgelder beantragt werden können. So kündigen die Autoren der als "Dokument 1" aufgeführten Arbeit weitere tierexperimentelle Untersuchungen an, bei denen Alkohol mit anderen Drogen kombiniert werden soll. Eine klinische Anwendung der tierexperimentell gewonnenen Erkenntnisse ist dabei oftmals noch nicht einmal das Ziel.

Dokument 1

Am Hirnforschungs-Institut der Universität Bremen wird Ratten im Kindes- oder Jugendalter einmalig oder an 20 Tagen Alkohol in die Bauchhöhle injiziert. Im Erwachsenenalter müssen die Ratten dann verschiedene Verhaltens- und Gedächtnisexperimente durchlaufen. Schließlich werden die Tiere getötet, um ihre Gehirne zu untersuchen. Das erstaunliche Ergebnis dieser Studie: Alkohol ist nicht gut für Kinder und Jugendliche.
(Dokumenten-ID: 4018)

Abgesehen von dem Leid der Tiere und davon, dass die Nachahmung der Situation beim Menschen unheimlich realistisch gelungen ist (Injektion von Alkohol in die Bauchhöhle), fragt sich der mündige Leser, ob die Steuergelder, die für eine solche Erkenntnis verbraten worden sind, nicht besser in einer sozialmedizinischen Studie mit suchtkranken Menschen aufgehoben gewesen wären.

Dokument 2

Eine Arbeitsgruppe der Universität Köln geht der für die Menschheit äußerst wichtigen Frage nach, wie Insekten ihre sechs Beine koordinieren. Dazu werden Stabheuschrecken vier oder fünf Beine abgeschnitten, so dass nur ein oder zwei Beine übrig sind. Das Tier wird mit Zahnzement auf eine Schaumstoffunterlage geklebt. Der Brustpanzer der lebenden, unbetäubten Heuschrecke wird aufgeschnitten, um eine Elektrode in ein Ganglion (Nervenknoten der Insekten) zu stecken. Alle Nerven, die von dem Ganglion abgehen, werden abgeschnitten oder zerquetscht. Das Tier wird mit seinen verbliebenen Beinen in ein Laufrad gesetzt. Mit einem Pinsel wird der Hinterleib des Insekts berührt, um es zum Laufen zu bringen. Das Tier bewegt die Beine im Laufrad, während gleichzeitig über die Elektrode Nervenströme gemessen werden.
(Dokumenten-ID: 4019)

Dokument 3

Wollten Sie schon immer mal wissen, was sich im Gehirn von Degus (südamerikanischen Strauchratten) abspielt, die ohne Vater aufwachsen? Sie vielleicht nicht. Einige von unseren Steuergeldern bezahlte „Wissenschaftler“ der Universität Magdeburg aber schon. Schließlich kann man damit seine Publikationsliste verlängern. Degus ziehen normalerweise ihre Jungen in der Familie mit Mutter und Vater groß. Vier Degu-Familien werden im Labor mit Vater und Mutter aufgezogen, während bei vier Familien der Vater am Tag der Geburt der Jungen dauerhaft entfernt wird. Die jungen Nagetiere müssen sich ohne die väterliche Fürsorge entwickeln. Am 21. Lebenstag werden die Jungen beider Gruppen getötet und ihre Gehirne in Scheiben geschnitten, um die Feinstruktur zu untersuchen. Das Schicksal der Elterntiere wird nicht erwähnt.
(Dokumenten-ID: 3998)

Dokument 4

Selbst Versuchsprojekte, die auf den ersten Blick etwas mit Humanmedizin zu tun haben, sind oftmals bar jeder Realität. In einer Studie aus Rostock wird die in den Wechseljahren der Frau vorkommende Osteoporose (Knochenschwund) bei Ratten nachgeahmt, indem den Tieren die Eierstöcke operativ entfernt werden. An diesen Ratten wird die Wirksamkeit des Osteoporosemedikaments Alendronat und des den Knochenaufbau fördernden Parathormons bezüglich des Einbaus von Knochenimplantaten untersucht. Den Tieren wird dazu ein 2 x 5 mm großes Loch in den Schienbeinknochen gebohrt, das mit Knochenzement gefüllt wird. Nach 14-tägiger Behandlung mit den genannten Substanzen werden die Ratten getötet. Diesem „Modell“ansatz zufolge müssten also sämtliche kastrierten weiblichen Hunde und Katzen osteoporotisch sein.
(Dokumenten-ID: 3975)

Dokument 5

An der Universität Hohenheim, Stuttgart, wird der Frage nachgegangen, ob Zimt vor alkoholbedingter Leberverfettung schützt. Mäusen wird vier Tage lang Zimt über das Trinkwasser zugeführt. Anschließend wird Alkohol in einer hohen, einmaligen Dosis über eine Schlundsonde in den Magen verabreicht. In vorangegangenen Experimenten hatte diese einmalige Gabe Alkohol eine massive Verfettung der Leber verursacht. Die Mäuse sind nach der Alkoholgabe zunächst apathisch, erholen sich aber innerhalb von sechs Stunden. Zwölf Stunden nach der Verabreichung werden die Tiere getötet. Die Autoren finden heraus, dass Zimt einen schützenden Effekt hat und kündigen weitere Studien an, um die Mechanismen zu studieren. Sie folgern weiterhin, dass Zimtextrakt bei der Behandlung von alkoholkranken Menschen im Frühstadium eingesetzt werden kann. Welche Kühnheit muss ein Forscher besitzen, um aus den Ergebnissen einer derart unrealistischen Versuchsanordnung auf den Menschen zu schließen? Warum nicht gleich eine Patientenstudie?
(Dokumenten-ID: 3983)

Dokument 6

In einer Studie aus Münster werden transgene Mäuse verwendet, die im Alter von drei Monaten Amyloid-Ablagerungen im Gehirn entwickeln, die denen von Alzheimer-Patienten ähneln. Die Autoren bemerken, dass in der Alzheimer-Forschung allgemein transgene „Mäusemodelle“ verwendet werden, bei denen lediglich das Lern- und Gedächtnisverhalten beurteilt wird, nicht aber das tägliche Sozialleben, das bei Alzheimer-Patienten maßgeblich beeinträchtigt ist. Dies sei in den herkömmlichen Standardkäfigen für Mäuse ohne Beschäftigungsmöglichkeiten auch nicht möglich. Um Mäuse in ihrem Sozialverhalten in geräumigen Käfigen mit vielen Spiel- und Klettermöglichkeiten beobachten zu können, werden die Mäuse von den Autoren dieser Studie mit Chips (Transpondern) ausgestattet.
(Dokumenten-ID: 3999)

Dokument 7, 8, 9

Es ist erschreckend und nicht das erste Mal, dass nach jahrelanger Forschung mit „etablierten Tiermodellen“ jemand feststellt, dass bei diesem Tiermodell dieser oder jener Aspekt nicht berücksichtigt worden ist. Damit müsste doch die gesamte Alzheimer-Forschung mit transgenen „Mausmodellen“ in Frage gestellt werden.
Forschungen zur Vogel- und Schweinegrippe sind dank der globalen medialen Hysterie, geschürt durch die Pharmaindustrie und andere Profiteure, hoch im Kurs. Unerschöpfliche Quellen staatlicher Gelder tun sich auf, um diesen Geiseln der Menschheit auf den Grund zu gehen. In Deutschland ist es das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems, das sich mit haarsträubenden Tierversuchen zu diesem Thema hervortut. So wurden Schwäne und Kälber mit Vogelgrippeviren (H5N1) infiziert und Hühner und Schweine mit Schweinegrippeviren (H1N1).
(Dokumenten-IDs: 3991, 3992, 3993)

Dokument 10

In einer weiteren Studie des Friedrich-Löffler-Instituts werden Katzen mit Vogelgrippeviren infiziert, andere Katzen werden zuvor mit einem Impfstoff behandelt. Einige infizierte Tiere entwickeln schwere Symptome: hohes Fieber, Futterverweigerung und Atembeschwerden. Einige Katzen sterben, andere werden wegen der Schwere der Symptome vorzeitig getötet. Die überlebenden Tiere werden 21 Tage nach der Infektion getötet.

Laut WHO sind bislang weltweit 348 Menschen in 14 Ländern an Vogelgrippe erkrankt, 210 starben. Katzen können an Vogelgrippe erkranken. Eine Übertragung des H5N1-Virus von Katzen auf Menschen ist jedoch bislang nicht dokumentiert. Laut Behauptung der Autoren könnten Änderungen der Viren dazu führen, dass Katzen bei der Übertragung des Vogelgrippe-Virus zu einer potentiellen pandemischen Gefahr für den Menschen werden könnten. Daher sollte laut Autorenmeinung eine Impfung von Katzen erwogen werden, um das Risiko der Ansteckung von Menschen zu reduzieren. Mit anderen Worten, 17 Katzen wurden zu Tode gequält für eine praktisch nicht vorhandene Gefahr, aber für ein potentiell großes Geschäft mit einem völlig überflüssigen Impfstoff.
(Dokumenten-ID: 3994)

Dr. med. vet. Corina Gericke

Ausführliche Beschreibungen und Quellenangaben sind unter www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Einfach nach der Dokumenten-ID suchen.

Tiere sind keine Maschinen

26.12.2012


Fünfzig neue Beschreibungen von Tierversuchen wurden heute unserer Datenbank hinzugefügt, 50 Dokumente, die aufs Neue die Grausamkeit und den Unsinn der Tierversuche beweisen. Die Angaben stammen aus Fachartikeln, die von deutschen Tierexperimentatoren selbst veröffentlicht wurden. Die Auswahl der Artikel wird von uns dabei rein zufällig getroffen.

Tierexperimentatoren halten Tiere für Messinstrumente, die auf bestimmte Reize immer gleich reagieren. Aber Tiere sind keine Maschinen, sie sind individuelle Lebewesen mit Gefühlen, die in einer gleichen Situation so oder so reagieren können. Studien mit Tieren, wie die folgende, sind daher völlig absurd und die Ergebnisse von vornherein wertlos.

Dokument 1

In Göttingen wird bei Mäusen unter Narkose durch Einleiten einer Flüssigkeit in das Auge der Augeninnendruck erhöht, wodurch die Netzhaut geschädigt wird. In den folgenden Tagen wird das Sehvermögen der Tiere getestet: Vor dem Käfig der Mäuse werden auf einem Bildschirm driftende Sinuskurven gezeigt. Die Mäuse folgen den Kurven mit entsprechenden Kopfbewegungen. Will man das rechte Auge testen, laufen die Kurven nach rechts, beim Test für das linke Auge nach links. Bewegt die Maus ihren Kopf nicht parallel zu den Kurven, wird das als mangelndes Sehvermögen interpretiert.
Und was ist, wenn die Maus den Sinuskurven nicht hinterherguckt, weil sie Kopfschmerzen oder einfach keine Lust hat?
Dokumneten-ID: 4297

Manchmal entdecken die Experimentatoren selbst, dass sie auf dem Holzweg sind. Anstatt aber vom Tierversuch abzulassen und sich wissenschaftlichen Methoden zuzuwenden, werden neue Tierversuche gemacht.

Dokument 2

Katzen werden zwei Kameras auf den Kopf geschnallt. Sie werden in einem Wald laufen gelassen und filmen so die Umgebung aus der Katzenperspektive. Bei anderen Katzen wird unter Narkose ein Loch in den Schädel gebohrt. Darüber wird eine Stahlkammer angebracht. Auf einem Bildschirm vor den Augen der Tiere werden entweder die zuvor von Katzen gemachten Filme gezeigt oder über den Bildschirm wandernde Streifenmuster. Mittels eines Farbstoffs, der auf das Hirngewebe gegeben wird, können aktive und inaktive Nerven sichtbar gemacht werden. Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht erwähnt.
Seit Jahrzehnten werden in der tierexperimentellen Sehforschung über den Bildschirm wandernde Streifenmuster als Stimuli verwendet, um Nervenaktivitäten im Gehirn zu untersuchen. Die Autoren dieses Artikels bemerken, dass diese künstlichen Reize nicht die reale Welt abbilden. Daher verwenden sie hier von Katzen gemachte Naturaufnahmen als visuelle Reize. Die Autoren der Universitäten Osnabrück und Bochum finden heraus, dass sich die Hirnaktivitäten bei den verschiedenen Reizen in der Tat unterscheiden.
Dokumenten-ID: 4288

Das Ergebnis dieser Studie finden Sie banal? Dann lesen Sie mal folgende Beschreibung:

Dokument 3

An der Universität Dresden werden Mäuse in Käfigen gehalten, in denen sie je nach Gruppe unterschiedlich lange Zugang zu einem Laufrad haben: 24 Stunden, 3, 7 oder 35 Tage. Jeweils zwei Tage vor Ablauf der Zeit erhalten die Tiere eine Markierungssubstanz in die Bauchhöhle injiziert, die wachsende Zellen im Gehirn markiert. Nach Ablauf der Laufradzeit werden die Tiere getötet. Die Gehirne werden in Scheiben geschnitten und die markierten Zellen angefärbt.
Das Ergebnis dieser Studie: Körperliche Aktivität regt die Neubildung bestimmter Nervenzellen im Gehirn an. Hätte dafür nicht auch der gesunde Menschenverstand ausgereicht? Oder man hätte Freiwillige auf ein Ergometer setzen und anschließend Aufgaben lösen und ihre Gehirne mit Bild gebenden Verfahren untersuchen können.
Dokumenten-ID: 4279

Dokument 4

In Berlin werden Mäusen Krebszellen von anderen Mäusen in die Flanke injiziert. Eine Testsubstanz wird in das Trinkwasser der Tiere gemischt. Je nach Zeitpunkt des Beginns der Therapie kommt es zu unterschiedlichen Reaktionen. Wird die Behandlung am Tag der Krebsinjektion begonnen, werden die Tumorzellen abgestoßen. Bei späterem Einsatz (12-21 Tage) leiden die Mäuse an Vergiftungserscheinungen. Sie verlieren an Gewicht und sterben. Je später die Therapie einsetzt, desto mehr Mäuse sterben. Die überlebenden Mäuse werden zu späteren Zeitpunkten getötet.
Super, eine Therapie, die nur wirkt, wenn man damit bei der Entstehung der ersten Krebszellen im Körper beginnt und die ansonsten die Patienten umbringt.
Dokumenten-ID: 4276

In der tierexperimentellen Forschung sind auch immer wieder Tierversuche zur Bestätigung von Humanstudien beliebt.

Dokument 5

An der Universität Jena wird bei 16 Ferkeln im Alter von 10-16 Wochen unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Im Beckenbereich werden die Beckenvene und –arterie abgebunden und chirurgisch durch einen Kunststoffschlauch mit einander verbunden. Bei jeweils acht Schweinen werden zwei verschiedene Sorten Schläuche verwendet, die beide in der Humanmedizin im Einsatz sind. Der Bauch wird zugenäht. Einmal wöchentlich wird per Ultraschall untersucht, ob die Schläuche noch durchgängig sind, d.h., ob noch Blut durch fließt. Sechs Wochen nach der Operation werden die Tiere getötet.
Aus der Humanchirurgie weiß man, dass Kunststoffschläuche zur chirurgischen Verbindung zwischen Blutgefäßen sich schnell zusetzen. Die Tierversuche werden gemacht, weil es noch keine Tierversuche zur Bestätigung der klinischen Beobachtung gibt. Wie fast immer bei Versuchen an Schweinen werden hier zudem Ferkel als »Modell« für die meist älteren Patienten verwendet, so dass die Ergebnisse ohnehin fraglich sind.
Dokumenten-ID: 4308

Schließlich noch ein Beispiel für die extreme Grausamkeit vieler Tierversuche:

Dokument 6

Am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München werden bei sechs genmanipulierten Schweinen Herz und Lunge entnommen. Sechs Pavianen wird das Brustbein in der Mitte aufgesägt, um den Brustkorb zu eröffnen. Das Herz des Affen wird durch ein Schweinherz ersetzt. Die Tiere erhalten Immunsuppressiva, also Medikamente, die die Abstoßungsreaktion unterdrücken sollen. Mit speziellem Licht und Filtern wird der Blutfluss in den feinen Blutgefäßen in der Schleimhaut unter der Zunge sichtbar gemacht und mit einer Kamera aufgezeichnet. Dann wird die Narkose (wahrscheinlich) beendet, d.h. die Affen müssen die Abstoßungsreaktion bei vollem Bewusstsein erleben. Alle Affen sterben innerhalb von 5 Stunden bis 4 Tagen. Die Ursachen sind unterschiedlich: Drei Tiere sterben innerhalb von 10 Stunden, 3 und 4 Tagen durch akute Abstoßungsreaktion und damit verbundenem Herzversagen. Zwei Affen sterben nach 5 und 10 Stunden an Herzversagen, wobei keine Anzeichen einer Abstoßungsreaktion gefunden wurden. Ein Affe entwickelt nach 2 Tagen Nierenversagen und ein Lungenödem. Er wird getötet.
Die Xenotransplantation, also die Übertragung von artfremden Organen, ist aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen selbst in Fachkreisen umstritten. Seit Jahren werden an der LMU München Schweineorgane auf Affen übertragen. Die Primaten sterben qualvoll meist schon nach kurzer Zeit. Trotzdem wird an diesem Wahnsinn weiter festgehalten.
Dokumenten-ID: 4291

Fazit: Tierversuche sind ein Irrweg und müssen umgehend abgeschafft werden!

Dr. med. vet. Corina Gericke

Ausführliche Beschreibungen und Quellenangaben sind unter www.datenbank-tierversuche.de zu finden. Einfach nach der Dokumenten-ID suchen.

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