facebook
twitter
youtube
instagram

Pressearchiv 2011 - 03.05.2011 Tierärztin hält Vortrag über Tierversuche und die Tübinger Hirnforschung an Affen

03.05.2011

Tierärztin hält Vortrag über Tierversuche und die Tübinger Hirnforschung an Affen

Das Tübinger Bündnis gegen Tierausbeutung und der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche laden am Donnerstag, dem 05. Mai 2011 um 20 Uhr, zu einem Vortrag über Tierversuche, insbesondere über die Tübinger Hirnforschung an Affen, in den Kupferbau in Tübingen ein.

Der Vortrag von Tierärztin Dr. med. vet. Hiltrud Straßer, aktives Mitglied der Ärztevereinigung, ist Teil der Kampagne »Stoppt Affenqual in Tübingen!«, die die Ärzte gegen Tierversuche in Kooperation mit dem Tübinger Bündnis gegen Tierausbeutung ins Leben gerufen haben. In den Jahren 2009 und 2010 hatten die Vereine Großdemonstrationen in Tübingen als Protest gegen die Hirnforschung an Affen organisiert. Dr. Straßer gibt in ihrem Vortrag kritische Einblicke in die tierexperimentelle Forschung, insbesondere in die in Tübingen praktizierte zweckfreie Grundlagenforschung am Hirn von Affen und zeigt die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung auf. Gabriele Busse vom Tübinger Bündnis gegen Tierausbeutung berichtet über ihre Zeit als Diplomandin am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen (MPI). Sie schildert ihre Erfahrungen und gibt Einblick in den Umgang mit Affen und auch Menschen am MPI.

Am 21. Mai 2011 lädt das Bündnis gegen Tierausbeutung zudem von 14-16 Uhr auf dem Tübinger Holzmarkt zu einem Infostand zum Thema Affenversuche ein, an dem interessierte Bürger sich über die Problematik der Hirnforschung an Affen sowie der Tierversuche grundsätzlich informieren können.

Die Kampagne gegen die Tübinger Affenhirnforschung wurde ins Leben gerufen, da in Baden-Württemberg an drei Instituten, die sich alle in Tübingen befinden*, noch immer Tierversuche am Hirn von Rhesusaffen stattfinden, wie sie in anderen Bundesländern seit Jahren nicht mehr genehmigt wurden. So wurden in München, Berlin und Bremen vergleichbare Versuche von den Genehmigungsbehörden aus ethischen Gründen und mangels medizinischen Nutzens abgelehnt. Damit wurde auch dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz Rechnung getragen. »Wir setzen auf die neue grün-rote Landesregierung endlich einen Schlussstrich unter diese brutale und zweckfreie Forschung am Affenhirn zu ziehen«, so Dipl.-Biol. Silke Bitz von der Ärztevereinigung. Die bisherige schwarz-gelbe Landesregierung hatte vehement an der altertümlichen tierexperimentellen Forschung festgehalten, wohingegen die Grünen und die SPD wichtige Ziele zur Stärkung der tierversuchsfreien Forschung in ihren Wahlprogrammen sowie auch jetzt im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben.

*Abteilung Kognitive Neurologie, Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, Universität Tübingen, Ottfried-Müller-Str. 27, 72076 Tübingen; Labor für Primaten-Neurokognition, Abteilung für Tierphysiologie, Institut für Zoologie, Universität Tübingen, Auf der Morgenstelle 28, 72076 Tübingen; Max-Planck-Institut (MPI) für Biologische Kybernetik, Spemannstraße 38, 72076 Tübingen.

Weitere Information:

Vortrag:
5. Mai 2011, 20 Uhr im Kupferbau in Tübingen (Hölderlinstr. 4) Raum 24

Infostand:
21. Mai 2011, 14-16 Uhr auf dem Tübinger Holzmarkt

Hintergrundinformation »Stoppt Affenqual in Tübingen!« >>

Demo in Tübingen 2009 >>

Demo in Tübingen 2010 >>

Beitragsseiten

Drucken