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Pressearchiv 2010


31.05.2010

Stoppt Affenqual in Tübingen:

Demo und Infostände am 5. Juni

Im Rahmen ihrer Kampagne Stoppt Affenqual in Tübingen veranstaltet die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) in Zusammenarbeit mit dem Bündnis gegen Tierausbeutung Tübingen am 5. Juni 2010 eine Demo, Infostände und Kundgebung auf dem Marktplatz in Tübingen. Mit der Kampagne macht der bundesweite Ärzteverein seit eineinhalb Jahren mobil gegen die in Baden-Württemberg noch immer praktizierte altertümliche Forschung am Hirn von Affen.

Presse- und Fototermin:
12.00 Uhr: Marktplatz Tübingen; Demozug setzt sich in Bewegung

Programm im Überblick
11.00-16.00 Uhr Infostände auf dem Marktplatz Tübingen
12.00-13.00 Uhr Demozug durch die Innenstadt
ab 13.30 Uhr Kundgebung auf dem Marktplatz mit Redebeiträgen

Bürger aus der ganzen Bundesrepublik forderten die Landesregierung bereits auf, die qualvolle Hirnforschung an Affen umgehend zu stoppen. Bislang zeigte sich nach Auskunft der Ärztevereinigung die Regierung Baden-Württembergs resistent gegen den Willen der Bürger und echten Fortschritt. »Baden-Württemberg beharrt auf grausamen und medizinisch vollkommen abwegiger Forschung am Affenhirn und hinkt fortschrittlicheren Bundesländern hinterher. In Bremen, Berlin sowie München wurden vergleichbare Hirnversuche an Affen abgelehnt. Die Behörden haben erkannt, dass diese ethisch nicht haltbar sind und sich nicht eignen, um menschliche Krankheiten zu heilen«, erläutert Diplombiologin Silke Bitz von der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche.

»Auch bei den aktuellen Verhandlungen um die Tierversuchsrichtlinie erwies sich das Land als Handlanger der einflussreichen Experimentatorenlobby. Die wesentlichen Verschlechterungen für den Tierschutz hat das Land Baden-Württemberg maßgeblich mitzuverantworten«, so Bitz weiter.

Mit einem Demozug durch die Tübinger Innenstadt und zahlreichen Redebeiträgen protestiert die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche gemeinsam mit dem Bündnis gegen Tierausbeutung Tübingen und zahlreichen anderen Organisationen gegen die Hirnforschung an Affen an drei Tübinger Instituten*. Würde es der Politik darum gehen, wertvolle Erkenntnisse für die Behandlung menschlicher Krankheiten zu gewinnen, wären Tierversuche längst verboten, ist sich die Ärztevereinigung sicher und fordert die Abschaffung aller Tierversuche zugunsten einer fortschrittlichen Medizin. Relevante Erkenntnisse über das menschliche Gehirn könnten z.B. mit Hilfe von computertomographischen Verfahren direkt am Menschen gewonnen werden. Der Verein kritisiert, dass die tierexperimentelle Grundlagenforschung, die der reinen Neugierstillung einzelner Forscher dient, trotz Staatsziel Tierschutz uneingeschränkt stattfindet.

Der Verein ÄgT fordert, dass das Feld für eine gute Medizin geräumt wird, die nur ohne Tierversuche funktioniert. Es darf von der Politik nicht weiter hingenommen werden, dass unzählige Tiere einen sinnlosen Tod sterben und überdies die Schädigung und der Tod von Menschen aufgrund falscher Forschungsmethoden billigend in Kauf genommen wird. Die Gefahren, die von der Übertragung der Ergebnisse am Tier auf den Menschen ausgehen sowie die Vorteile einer durchdachten, auf den Menschen bezogenen tierversuchsfreien Forschung sind längst bekannt. Es ist höchste Zeit, dass die Politik sich dieser Erkenntnis nicht länger verwehrt und medizinischen Fortschritt blockiert, sondern die Tür öffnet für zukunftsfähige Methoden, fordert die Ärztevereinigung.

Weitere Information über Affenversuche in Tübingen >>

* - Abteilung Kognitive Neurologie, Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, Universität Tübingen, Ottfried-Müller-Str. 27, 72076 Tübingen und
- Labor für Primaten-Neurokognition, Abteilung für Tierphysiologie, Institut für Zoologie, Universität Tübingen, Auf der Morgenstelle 28, 72076 Tübingen.
- Max-Planck-Institut (MPI) für Biologische Kybernetik, Spemannstraße 38, 72076 Tübingen.
   

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