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Pressearchiv 2010 - 27.04.2010 Protest gegen Erlanger Tierversuchszentrum


27.04.2010

Protest gegen Erlanger Tierversuchszentrum 

Ärzteverein veröffentlicht Informationen über Tierversuche in Erlangen

Zum 24. April, dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche, überreichten Erlanger Mitglieder der bundesweiten Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche dem Präsidenten der Friedrich-Alexander-Universität, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, 24 Faltblätter über Tierversuche an der Universität Erlangen.

Grüske ist durch sein Amt auch für die Forschung im Erlanger Tierversuchszentrum, dem Franz-Penzoldt-Zentrum, verantwortlich. »Je ein Faltblatt steht für tausend verbrauchte Tiere«, sagte Dr. Joachim Wiedmayer, Mitglied der Erlanger Sektion der Ärzte gegen Tierversuche, bei dem Gespräch in den Räumen der Universität.

Im Erlanger Flugblatt wird auf die 27 Millionen Euro teure, aus öffentlichen Mitteln finanzierte Einrichtung in der Palmsanlage 5, Erlangen, hingewiesen, wo »auf 2.300 Quadratmetern Tierställe und OP-Räume mit aufwendigster Technik eingerichtet« wurden. Tierversuche, von denen sonst nichts an die Öffentlichkeit dringt, werden beschrieben und die Quellen dafür angegeben. So wurde Mäusen der Ischiasnerv abgebunden, um chronische Schmerzen hervorzurufen. Bei Ratten wurde durch Einfädeln eines Fadens in eine Gehirnarterie ein Schlaganfall ausgelöst. »Diese künstlich geschädigten Tiere haben nichts mit der komplexen Situation beim menschlichen Patienten zu tun. Tierversuche sind daher nicht geeignet, die Krankheiten des Menschen zu erforschen und zu heilen«, heißt es in dem Infoblatt.

In den nächsten Tagen wird dieses in hoher Auflage erschienene Faltblatt nicht nur in Erlangen, sondern auch bundesweit verteilt.

Faltblatt Tierversuche im Brennpunkt Teil 9: Erlangen (PDF).

 

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