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Pressearchiv 2017 - 06.4.2017 Forsa-Umfrage: Mehrheit will keine Tierversuche

06.4.2017

Forsa-Umfrage: Mehrheit will keine Tierversuche

Hochaktuelle Ergebnisse - vom März 2017

Der überwiegende Teil der Bevölkerung lehnt Tierversuche ab. Das geht aus einer im März durchgeführten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Ärzte gegen Tierversuche e.V. hervor.

Mehr als zwei Drittel der Befragten (71 %) befürworten ein gesetzliches Verbot besonders leidvoller Tierversuche. 23% halten ein solches Verbot nicht für erforderlich und finden, dass die Forschungsfreiheit unbeschränkt bestehen bleiben sollte.

41 % der Befragten halten Tierversuche in der Medikamentenforschung für unverzichtbar, da Risiken durch umfangreiche Tests an Tieren ausgeschlossen werden müssen. Eine Mehrheit von 52 % dagegen hält Tierversuche zur Erforschung neuer Medikamente für nicht erforderlich und grausam und findet, dass diese gestoppt werden sollten, da es bessere Forschungsmethoden gibt. Dabei sprechen sich überwiegend Frauen (60%) sowie Personen der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen (58%) gegen Tierversuche für die Erforschung neuer Medikamente aus.

Eine stärkere Förderung von tierversuchsfreier Forschung, beispielsweise mit menschlichen Miniorganen oder Computersimulationen, begrüßen 75 %, 19 % nicht. Einen Ausstiegsplan aus Tierversuchen, wie ihn die Niederlande vorgelegt haben, wünschen sich 69 % auch von der Bundesregierung, 23 % lehnen dies ab. Die jeweils an 100 % fehlenden Angaben fallen unter die Antwort „weiß nicht“.

Datengrundlage für die Forsa-Umfrage sind telefonische Befragungen von 1.001 Personen zwischen dem 16. und 22. März 2017. Die Fragen waren so formuliert, dass sich die Teilnehmer für eine von zwei konträren Meinungen entscheiden oder alternativ mit „weiß nicht“ antworten mussten.

Die Ärzte gegen Tierversuche schlussfolgern aus der Umfrage, dass diese ein unüberhörbares Signal für die Politik ist, auf ihre Bürger zu hören, die sich mehrheitlich gegen Tierversuche aussprechen. Das heißt, Tierversuche mit Schweregrad „schwer“ sind sofort zu verbieten, die Förderung tierversuchsfreier Methoden ist massiv aufzustocken und es muss ein Masterplan für den Ausstieg aus dem Tierversuch entwickelt werden.

Die Ergebnisse stützen eine aktuelle Bundestagspetition des Ärzte-Vereins, bei der es unter anderem um ein von der EU ermöglichtes, aber von der Bundesregierung nicht umgesetztes Verbot besonders schwerwiegender Tierversuche geht. Die Petition kann noch bis zum 11. April mitgezeichnet werden.

Weitere Information
Details zur Umfrage >>
Kampagne „Schwimmen bis zur Verzweiflung“ und Petition >>

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