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Pressearchiv 2014 - 22.05.2014 EU-Wahl: Jede Stimme für die Tiere zählt!

22.05.2014

In drei Tagen ist Europwahl

Jede Stimme für die Tiere zählt!

Wenn am 25. Mai 2014 das neue EU-Parlament gewählt wird, entscheidet sich auch für die Tiere im Labor, ob Europa künftig die Chance nutzen kann, erste Schritte in Richtung Ausstieg aus dem tierexperimentellen System einzuleiten. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche zeigt in einer Übersicht, wie die Parteien zum Thema Tierversuche stehen. Er ermuntert seine Mitbürger, mit ihrer Stimme dazu beizutragen, dem Tierschutz im Europäischen Parlament ein stärkeres Gewicht zu verleihen.

Die Zusammenstellung der Positionen zu Tierversuchen zeigt, dass nur wenige Parteien sich uneingeschränkt für ein Ende der wissenschaftlich unsinnigen und grausamen tierexperimentellen Forschung aussprechen. Die Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz (Tierschutzpartei) sowie die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) stimmen als einzige der befragten Parteien mit den Zielsetzungen des Ärztevereins überein. Beide Parteien streben die Abschaffung von Tierversuchen an. Solange es diese noch gibt, wollen sie unter anderem die zweckfreie Grundlagenforschung einschränken, die tierversuchsfreie Forschung mit hoher Priorität fördern und Versuche, die schweres Leid verursachen, verbieten.

Die Europäische Grüne Partei (EGP) bejaht zwar die Forderung nach einem Verbot von Tierversuchen für Haushaltsprodukte und einer Reduzierung von Tierversuchen bis 2016, was nahezu von allen Parteien befürwortet wird, äußert sich jedoch nicht eindeutig zugunsten der Einschränkung der zweckfreien Grundlagenforschung, eines Verbots für sehr leidvolle Versuche sowie des Ausstiegs aus dem Tierversuch. Nicht ganz schlüssig erscheint die Position der Piraten, die zwar angeben, Tierversuche abschaffen zu wollen, eine Einschränkung leidvoller Versuche und der zweckfreien Grundlagenforschung aber nicht für erforderlich halten. Ähnlich unklar zeigt sich Die Linke, die laut Wahlprogramm alle Tierversuche abschaffen will, in ihrer Antwort an den Ärzteverein jedoch äußert, Ausnahmen zulassen zu wollen.

Sowohl die Europäische Volkspartei (CDU/CSU) als auch die Sozialdemokratische Partei Europas (SPD) halten klar am System Tierversuch fest und bejahen lediglich ein Verbot von Tierversuchen für Haushaltsprodukte in Fortsetzung des Kosmetik-Testverbots und pauschal eine Reduzierung der Tierversuche, ohne jedoch konkrete Handlungsabsichten erkennen zu lassen.

Die Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (FDP), die Alternative für Deutschland (AFD) und die Freien Wähler (FW) antworteten auch nach erneuter Aufforderung nicht auf die Fragen der Ärzte gegen Tierversuche. Die Sichtung der jeweiligen Wahlprogramme offenbart ebenfalls ein offensichtlich fehlendes Interesse, die tierversuchsfreie Forschung voranzubringen.

Nach Ansicht des Ärztevereins hat Deutschland eine besondere Verantwortung im EU-Parlament, da 13 % der Sitze von deutschen Abgeordneten besetzt werden. Durch den Wegfall der Drei-Prozent-Sperrklausel haben erstmals kleinere Parteien die Chance, die EU-Politik mitzugestalten. Mit voraussichtlich nur wenigen Sitzen können sich diese zumindest für ein tierfreundlicheres Europa und den Ausstieg aus dem Tierversuch stark machen.

Weitere Information

Übersicht über Kandidaten, die die Bürgerinitiative „Stopvivisection“ befürworten >>

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