facebook
twitter
youtube
instagram

Pressearchiv 2013 - 15.10.2013 Israelische Fluglinie verweigert Affentransport für Tierversuche

 

15.10.2013

Israelische Fluglinie verweigert Affentransport für Tierversuche

Air France fliegt immer noch Primaten in den Tod


Affen werden aus der Wildnis entrissen, unter unwürdigen Bedingungen gezüchtet und schließlich in alle Welt geflogen, um im Tierversuchslabor für Forschungszwecke herzuhalten. Aktuell hat die israelische staatliche Fluggesellschaft EL Al verweigert, 90 Langschwanzmakaken in die USA zu fliegen und bekam vom Obersten Gerichtshof Israels den Rücken gestärkt. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche lobt diese Entscheidung und fordert ein Verbot des Affenhandels.

Die Richter stützten ihre Entscheidung darauf, dass zahlreiche Fluglinien weltweit keine Affen mehr zur Versorgung der Tierversuchslabors transportieren und somit allein schon deshalb die Weigerung von EL Al angemessen sei. Zudem dürfen ab 2015 laut Erlass des israelischen Umweltministeriums keine Wildtiere für Tierversuche ins Ausland transportiert werden, worauf sich die Fluggesellschaft schon jetzt beziehen darf.

Die Firma BFC betreibt seit 1990 nahe Tel Aviv die Zuchteinrichtung Mazor mit rund 2.000 Affen, die teilweise als Wildfänge aus Mauritius stammen. Die 90 Makakenweibchen hätten für die Zulassung eines Medikaments zur Arthrose-Behandlung leiden und sterben sollen. Neben EL Al hatten auch zahlreiche ausländische angefragte Fluggesellschaften den Transport der Primaten zu Versuchswecken abgelehnt.

Jahrelange Proteste der Tierrechts- und Tierversuchsgegner-Bewegung zeigen Erfolg: fast alle Fluglinien sind aus diesem brutalen Geschäft ausgestiegen. Mittlerweile sind es nur noch wenige, darunter Air France als letzte europäische Airline, die die Tierversuchsindustrie aktiv unterstützen. Wenn keine Fluggesellschaft mehr bereit wäre, Affen zu transportieren, würde der Nachschub für die Tierversuchslabors in aller Welt erheblich erschwert werden.

Die Ärzte gegen Tierversuche begrüßen das vorbildliche Verhalten der Fluggesellschaften, die sich klar gegen das grausame Geschäft mit Affen zu Versuchszwecken aussprechen und den Transport der Tiere verweigern und loben die Entscheidung des Obersten Gerichtshof Israels als wegweisend. Der Ärzteverein betont, dass der Ausstieg von immer mehr Fluggesellschaften aus dem Affenhandel ein Beispiel dafür ist, wie viel durch konsequente und zielgerichtete Proteste für die Tiere erreicht werden kann.

Die Ärztevereinigung fordert ein Verbot des Affenhandels und setzt sich für ein vollständiges Ende der tierexperimentellen Forschung zugunsten einer ethischen und modernen Forschung ohne Tierversuche ein.

Weitere Information:
Kampagne NEIN zu Air France >> 
Kampagne Rettet die Affen von Mauritius >> 



Beitragsseiten

Drucken